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München

Laufzeit ca. 475 Minuten.
Die Welt am Abgrund - nach Vaterland der neue Geschichtsthriller von Robert Harris

September 1938 - in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Fade … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: München
Autor/en: Robert Harris

EAN: 9783837139365
Format:  MP3-Hörbuch Download
Laufzeit ca. 475 Minuten.
Übersetzt von Wolfgang Müller Vorgelesen von Frank Arnold
Random House Audio

27. Oktober 2017 - MP3 Hörbuch Download

Beschreibung

Die Welt am Abgrund - nach Vaterland der neue Geschichtsthriller von Robert Harris

September 1938 - in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Er ist Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen?

Der neue Politthriller von Robert Harris - ein Hörbuch über Hochverrat und Unbestechlichkeit, über Loyalität und Vertrauensbruch. Und wie immer bei Robert Harris lassen sich über die historischen Figuren und Ereignisse erhellende Bezüge zur aktuellen Weltpolitik herstellen.

Grandios gelesen von Frank Arnold

Portrait

Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Seine Romane Vaterland, Enigma, Aurora, Pompeji, Imperium, Ghost, Titan, Angst, Intrige, Dictator, Konklave und zuletzt München wurden allesamt internationale Bestseller. Seine Zusammenarbeit mit Roman Polanski bei der Verfilmung von Ghost (Der Ghostwriter) brachte ihm den französischen »César« und den »Europäischen Filmpreis« für das beste Drehbuch ein. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 05.11.2017

Gott schütze Chamberlain!

Was wäre, wenn im September 1938 nur vier Tage anders verlaufen wären? Robert Harris' Roman über das Münchner Abkommen

Counterfactual History, kontrafaktische Geschichtsschreibung, das ist nicht nur etwas für Verschwörungstheoretiker, Schriftsteller oder für Regisseure wie Quentin Tarantino, der in "Inglourious Basterds" Hitler samt Faschismus mal eben in einem Kinosaal in die Luft fliegen ließ. Im angelsächsischen Raum ist das ein seriöser Forschungszweig, wogegen deutsche Historiker bislang mit dieser Form des spekulativen Denkens eher fremdelten. Doch jetzt ist ein Band erschienen, der sich auf das "Was wäre wenn" konzentriert und sich "Eine andere deutsche Geschichte 1517-2017" nennt, was unter anderem auch heißt: eine Neuzeit ohne Reformation, eine Reformation ohne Luther, Deutschland ohne Bismarck und ohne Hitler.

Im Vorwort der Herausgeber Christoph Nonn und Tobias Winnerling wird auch die notorische Unterschätzung jener Schriftsteller revidiert, die, wie Robert Harris in "Vaterland", alternative historische Szenarien entworfen haben. Harris' weitere historische Romane, ob über Cicero oder die Dreyfus-Affäre, waren nicht im engen Sinne "kontrafaktisch", weil sie keinen anderen Verlauf skizzierten, aber sie nutzten das Genre des historischen Romans sehr freizügig als Medium, um die Gegenwart und deren Versionen der Vergangenheit zu reflektieren.

Jetzt hat Harris einen Stoff behandelt, über den er schon 1988, als er noch politischer Redakteur des "Observers" war, einen Film gedreht hat. Die Fernsehdokumentation über das Münchner Abkommen trug den Titel "God Bless You, Mr. Chamberlain", woraus eine klare Haltung zum Appeasement-Politiker sprach, die Harris nun in seinem Roman "München" noch einmal aufgreift. Er habe sich, schreibt er im Nachwort, "eine leichte Obsession für das Thema" bewahrt. Und so erzählt er von vier Tagen im September 1938, die für viele das Ende des alten Europas, das fatale Zugeständnis an Hitler waren. Ohne zum Apologeten zu werden, bemüht sich das Buch um Verständnis für Chamberlain, der den Frieden unbedingt erhalten wollte - um den Preis, die staatliche Existenz der Tschechoslowakei zu opfern.

In vielen Passagen wirkt der Roman fast dokumentarisch, weil er auf reichhaltiges Material, auf offizielle Schriftstücke, Notizen und Memoiren zurückgreifen kann. Harris liest sich dann wie ein Historiker - nur dass er ein besserer Erzähler und Stilist ist, als man das aus der Branche kennt, wenn er die strategischen Erörterungen darstellt, die Feinheiten des diplomatischen Geschäfts, die Konkurrenz um den Einfluss auf den Premierminister; wenn er mit feinem Blick für Details und Örtlichkeiten, in London wie in München, eine vergangene Welt anschaulich werden lässt.

Entscheidend aber ist die Erzählperspektive. Wir erleben die vier Tage aus der Sicht zweier fiktiver Charaktere, des jungen Briten Hugh Legat und des Deutschen Paul von Hartmann, die einander aus gemeinsamer Zeit in Oxford kennen und in eher subalterner Position am Rande der großen Staatsaktion agieren, zugleich aber einen Hebel liefern könnten, um das Geschehen zu beeinflussen. Hartmann, der im Außenministerium arbeitet, denkt zwar deutschnational, aber er hat den typischen Dünkel gegenüber dem österreichischen Gefreiten und verkehrt im Kreis der September-Verschwörer um den Offizier Hans Oster, zu denen auch Ludwig Beck und andere hochrangige Offiziere gehörten. Sie hatten in der Sudetenkrise geplant, Hitler am Tag der Mobilmachung festzunehmen; uneinig waren sie nur darüber, wie mit ihm zu verfahren sei. Hartmanns Rolle besteht darin, über Legat, den dritten Privatsekretär Chamberlains, Kontakt zum Premier herzustellen.

Obwohl die Fakten der Zeitgeschichte ja ein gnadenloser Spoiler sind, gelingt es Harris, Spannung zu erzeugen. Es steht auf der Kippe, ob die Freunde von früher nach München kommen werden. Hartmann wird zugleich misstrauisch beobachtet von einem Sturmbannführer aus dem Umfeld Ribbentrops. Harris setzt dabei typische Elemente des Spionageromans ein: die versteckte Pistole in der Zugtoilette, das belastende Dokument unterm Hemd, bei dem es sich um die sogenannte Hoßbach-Niederschrift vom November 1937 handelt, in der Hitlers Expansionswille und -wahn krass zutage treten.

Dass Spannung entsteht, hat vor allem damit zu tun, dass sich in dem Moment ein neuer Zukunftshorizont eröffnete, in dem es Hartmann mit Hilfe der Hoßbach-Niederschrift gelänge, Chamberlain von der Sinnlosigkeit eines Abkommens mit Hitler zu überzeugen: Was wäre gewesen, wenn Frankreich und England keine Konzessionen gemacht und Hitler daher den Krieg bekommen hätte, den er unbedingt wollte? Hätten seine Festnahme oder Erschießung diesen Krieg verhindert? Wären Oberkommandierende oder Wehrmachtsgeneräle mit Kommandogewalt für den Widerstand zu gewinnen gewesen?

Harris reizt diese Fragestellung zwar nicht aus, aber sein Roman ist so erzählt, dass nicht auf allem Geschehen schon der fatale Vorschein dessen liegt, was kommen wird. Es ist eher der Versuch, um einen Begriff des Historikers Reinhart Koselleck zu benutzen, eine vergangene Zukunft zu rekonstruieren, den Erwartungshorizont der Zeitgenossen, weil so auch klarer wird, welche Handlungsspielräume bestanden, welche Möglichkeiten versäumt wurden.

Das Interessante an Harris' erzählerischer Strategie ist, wie sehr sie jenen Verfahren kontrafaktischer Geschichtsschreibung ähnelt, die auch der genannte Sammelband skizziert. In seinem Aufsatz "Deutschland ohne Hitler" prüft Wolfgang Schieder das Potential der verschiedenen gescheiterten Attentate auf Hitler. Der "Elitenopposition" um Oster bescheinigt er kaum Erfolgsaussichten, auch mangels Interesse der Briten. Selbst bei einem erfolgreichen Staatsstreich, so Schieder, lasse sich "kaum eine Alternative zu einem Weiterbestand des NS-Regimes konstruieren".

Nichts anderes lotet Harris in der Fiktion aus - und zieht natürlich eine unsichtbare Linie in die Gegenwart, weil es auch bei Gestalten wie Kim Jong-un oder Putin darum geht, wann das Repertoire der Diplomatie erschöpft ist. Und weil Robert Harris bei aller hermeneutischen Zurückhaltung das Temperament eines politischen Kommentators hat, findet er auch für Chamberlains kurzfristigen Erfolg ein starkes Bild. Zurück in London, hält der Premier triumphierend ein Papier mit der gemeinsamen deutsch-britischen Erklärung hoch: "Die schwarz gezackte Gestalt, den Arm ausgestreckt, im Zentrum eines großen hellen Lichts, wie jemand, der sich in einen elektrischen Zaun gestürzt hatte."

PETER KÖRTE

Robert Harris: "München". Roman. Aus dem Englischen von Wolfgang Müller. Heyne, 592 Seiten, 22 Euro

Christoph Nonn / Tobias Winnerling (Hg.): "Eine andere deutsche Geschichte 1517-2017. Was wäre wenn . . .". Schöningh, 298 Seiten

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