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Davor und Danach

Überleben ist nicht genug. Originaltitel: The Survival Game. Empfohlen ab 14 Jahre.
Buch (kartoniert)
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Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit?
Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt, in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Re … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Davor und Danach
Autor/en: Nicky Singer

ISBN: 3791501003
EAN: 9783791501000
Überleben ist nicht genug.
Originaltitel: The Survival Game.
Empfohlen ab 14 Jahre.
Illustriert von Frauke Schneider
Übersetzt von Birgit Salzmann
Dressler Cecilie

21. Januar 2019 - kartoniert - 384 Seiten

Beschreibung

Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit?
Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt, in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren?
Spannend, politisch und hochaktuell - dieser Roman von Nicky Singer ist so brisant wie die Jugendbücher "Die Wolke" oder "Nichts" von Janne Teller. Eine berührende Geschichte über Klimawandel, Überbevölkerung und den Umgang mit Flüchtlingen.
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Martina L.
von Martina L. - Hugendubel Buchhandlung Cottbus Mauerstraße - 25.03.2019
Einer der eindringlichsten Jugendromane 2019 - schon jetzt! 50 Jahre in der Zukunft, der Klimawandel macht Leben auf der Südhalbkugel unmöglich. Flüchtlingsströme ziehen gen Norden. Unter ihnen auch die 14-jährige Schottin Mhairi. Ihre Erlebnisse und Gefühle hallen lange nach.
Bewertungen unserer Kunden
Emotional, mitreißend und unfassbar traurig
von Selection Books - 31.05.2019
"Davor und Danach - Überleben ist nicht genug ist ein Einzelband und stammt aus der Feder von Nicky Singer. Das Buch war mir dank des wundervollen und außergewöhnlichen Covers aufgefallen. Ein Buch ohne Titel auf dem Cover sieht man selten. Die von Nicky Singer geschaffene Dystopie ist düster, sehr emotional und mitreißend. Mhairi ist gerade mal vierzehn Jahre alt und muss jeden Tag um ihr Leben fürchten. Wasser soll es nur noch im Norden geben und Mhairi muss es unbedingt bis dorthin schaffen. Ihre Chancen stehen gut, da sie gültige Papiere hat und im Norden geboren ist. Während ihrer gefährlichen Reise nach Norden trifft sie auf einen kleinen Jungen, der ohne Hilfe sterben würde. Doch im Gegensatz zu Mhairi besitzt er keine Papiere und ist somit ein Illegaler. Mhairi muss sich entscheiden - lässt sie den Jungen sterben oder setzt sie ihr eigenes Leben aufs Spiel, um ihn zu retten? Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils sehr leicht gefallen. Schon nach ein paar Seiten war ich völlig in der Geschichte gefangen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nicky Singer schreibt unglaublich emotional. Man kann einfach nicht anders, als mit Mhairi und dem kleinen Jungen mitzufühlen. Das Leben in einer Welt ohne Wasser ist hart, die meisten Menschen kämpfen um das nackte Überleben. Gewalt, Verbrechen und schlimmere Dinge sind alltäglich geworden. Vertrauen ist rar gesät, da jeder nur für sich kämpft. Mhairis Reise in den Norden gleicht einer Flucht, überall verbergen sich Gefahren. Dadurch wird der Spannungsbogen konstant gehalten. Das Ende war für mich persönlich nicht vorhersehbar und hat mich zerstört. Mit Davor und Danach - Überleben ist nicht genug hat Nicky Singer eine mitreißende Geschichte inmitten eines düsteren Zukunftsszenarios geschaffen. Das Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt und konnte mich begeistern, auch wenn das Ende heftig ist und mich völlig zerstört zurückgelassen hat. Von mir gibt es für diese gelungene Dystopie 4 Sterne.
Kein Jugendbuch!
von Lukas Freistedt - Buchhändler aus Erfurt - 16.05.2019
Dieses Jugendbuch kann ich überhaupt nicht empfehlen. Die Autorin beschreibt sehr realistisch und spannend, dafür gibt es von mir immerhin einen Punkt mehr. Die Geschichte ist aber von der ersten bis zur letzten Seite dermaßen düster erzählt, voller Egoismus und ohne einen Lichtblick, dass ich mich frage, wie ein jugendlicher Leser nach dem Lesen der Geschichte nicht in Depressionen verfallen soll. Hier wird nur auf Ängste und Gewalt gesetzt, ich finde da gibt es bessere Schreibstile, um eine spannende Geschichte zu erzählen!
Den Nagel auf den Kopf getroffen
von Julia Lindner - 18.04.2019
Mit den Themen Überbevölkerung, Klimawandel und Flüchtlinge beschäftigen sich in letzter Zeit ziemlich viele Autoren. Nicht umsonst natürlich, sind diese Probleme doch brandaktuell und müssen jetzt von uns besprochen und gelöst werden, bevor es zu spät ist. Wohin die ganze Sache nämlich führen kann, zeigt Nicky Singer auf wirklich eindrückliche, perfekt umgesetzte Art und Weise: in eine Welt, in der dank des Treibhauseffektes die Polkappen geschmolzen sind und sich die Welt in zwei ungleiche Teile gespalten hat. Der Großteil der Landfläche kämpft mit fehlendem Wasser und anddauernder Dürre, der sehr viel kleinere Bereich im kühlen Norden mit ständig wachsenden Flüchtlingsströmen, die an den geschlossenen Grenzen abgewiesen werden und trotzdem verzweifelt einen Weg ins Land suchen. Mhairi ist auf dem Rückweg aus dem Sudan zu ihrer schottischen Heimatinsel Arran. Ein 14-jähriges Mädchen allein in einer Welt, in der die Menschen keinerlei Mittleid mehr übrig haben und sich jeder selbst der nächste ist; jeder kämpft um sein eigenes Überleben ohne Rücksicht auf andere. Diese kalte Welt wird so erlebbar dargestellt, dass mich permanent eine Gänsehaut überläuft. Vor allem wie Mhairi mit ihren Gefühlen und Erinnerungen an die lange Reise umgeht, wie eine junge Frau, die eigentlich selbst noch ein Kind ist, mehr Stärke und Einfühlungsvermögen zeigt als jeder Erwachsene, verbarrikadiert hinter seinen Schutzwällen, dem sie auf ihrem Weg begegnet, zeichnet in meiner Vorstellung ein Bild von einer Welt, die ich so nie erleben möchte. Dabei fühlt sich alles so real an, dass einem klar wird: diese hier geschilderte Fiktion ist wirklich möglich! Es ist nichts, was zu surreal ist, um in nächster Zeit passieren zu können. Diese Zukunft ist unsere Zukunft, wenn wir nicht langsam mal aufwachen und etwas unternehmen. Am erschreckendsten für mich ist allerdings, dass mir die fehlende Menschlichkeit der Figuren so logisch erscheint. Ihre Handlungen werden so nachvollziehbar geschildert, dass man sich vollkommen in sie hinein versetzen kann. Fazit: Ein Buch, dass man unbedingt gelesen haben sollte; nicht weil es so gute Fiktion ist, sondern weil es eine erschreckend reale mögliche Zukunft abbildet.
Menschlichkeit in einer unmenschlichen Welt
von Gisel - 18.04.2019
Die 14jährige Mhairi lebt in einer Zukunft, in der sich die Länder voneinander abschotten. Sie muss ohne Eltern zu ihrer Großmutter nach Schottland fliehen, da schließt sich ihr ein kleiner Junge an. Geprägt von einem eisernen Überlebenswillen, widerstehen die beiden den Hindernissen, die sich ihrer Flucht in den Weg stellen. Es ist eine Welt voller Ablehnung und Todesgefahr für alle, die nicht dem gewünschten Muster entsprechen. Sehr emotional behandelt die Autorin Nicky Singer die Themen Überbevölkerung, Klimawandel und den Umgang mit Flüchtlingen, sie lässt Mhairi an ihrer Aufgabe wachsen. Sehr eindrücklich werden Mhairis Gefühle und ihre Überlegungen geschildert zu diesem kleinen Jungen, der so gar nicht willkommen ist wegen seiner anderen Hautfarbe. Das Buch ist aus der Sicht der Jugendlichen geschildert, so dass der Leser hautnah an Mhairi dran ist und mit ihr zusammen all die Gefahren bestehen muss, die eine so unwirtliche Welt birgt. Und so werden die Themen, die sie beschäftigen, an den Leser weitergeleitet. Es geht gar nicht anders: Wer dieses Buch liest, wird sich den Fragen stellen, die Mhairis Leben bestimmen. Diese Geschichte hat mich sehr nachdenklich hinterlassen, denn die Frage, wie weit jeder Einzelne für die Menschlichkeit gehen würde, lässt niemand kalt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter, sowohl Jugendlichen wie auch Erwachsenen, und vergebe vier von fünf Sternen.
Abgehackter Schreibstil
von Natalie - 14.04.2019
Der Klimawandel hat die Welt größtenteils in eine trockene Wüste verwandelt. Wasser ist Mangelware und die Menschen flüchten scharenweise in die nördlichen Länder, wo ein normales Leben noch möglich ist. Auch Mhairi macht sich, nur mit einem Revolver und ihren Papieren, auf den Weg in ihr Heimatland Schottland. Auf ihrem beschwerlichen Weg begegnet sie einem kleinen Jungen und jede Mengen Hindernissen. Das Thema ist wirklich sehr aktuell. Zum einem der Klimawandel und was er noch für Auswirkungen haben könnte. Zum anderen eine große Anzahl an Flüchtlingen und wie die Länder und Menschen damit umgehen. Mhairi ist ein starker Charakter, der das Buch gut trägt. Auch wenn sie nicht immer sympathisch rüber kommt oder ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehbar sind. Schreibstil ist geprägt durch kurze Sätze, was durch die kurzen Kapitel verstärkt wird. Das erschwert es etwas, eine Bindung zu den Charakteren und der Geschichte aufzubauen, da kein wirklicher Lesefluss aufkommt. Allgemein wird die Thematik sehr kurz behandelt. Man erfährt vor allem wie die Bewohner der Insel Arran mit der Situation umgehen und etwas wie die Menschen in Schottland damit umgehen, aber so einen wirklichen Überblick was Sache ist, bekommt man nicht. Es geht viel um Mhairi und ihre Reise mit dem kleinen Jungen, welchen Schwierigkeiten und Entscheidungen sie sich stellen muss. Man wartet immer darauf, dass etwas Großes passiert, aber am Ende dreht sich viel um politische Dinge und es kommt nicht recht Spannung auf. Das Buch war keine Enttäuschung, aber es war stellenweise sehr zäh zu lesen und konnte mich kaum packen.
Kraftvolle, ausdrucksstarke Geschichte die berührt
von mesu - 13.04.2019
Dieser Roman lebt von seinen Kapiteln. Kurze kraftvolle Kapitel die jedes für sich eine eigene eindrucksvolle Geschichte erzählen, deren Bedeutung sich dem Leser erst nach und nach erschließt. Mhairi lebt in einer zukünftigen Welt ohne genügend Wasser und Lebensmittel für alle Menschen. Es gibt unzählige Flüchtlinge , Soldaten, Mauern und Grenzen - und sie ist auf der Flucht nach einem Zuhause, das es so nicht mehr zu geben scheint. Auf ihrem Weg begegnet sie einem kleinen Jungen der zu ihrem Schicksal wird.... Diese Geschichte ist so besonders und berührend, beängstigend und einfach großartig geschrieben. Sie lässt niemanden kalt und gräbt sich tief in das Gedächnis des Lesers ein. Absolute Leseempfehlung!!
Mein Fazit zu Davor und Danach
von Calipa - 07.04.2019
Nicky Singer behandelt hier ein sehr aktuelles Thema was auch tatsächlich genauso geschehen könnte. Es ist also sehr vorstellbar. Mhairi ist mit ihren vierzehn Jahren sehr jung, und trotzdem verfügt sie über viel geistige Reife, die das Buch genau die richtige Authentizität verleiht. Leider konnte mich das Buch nicht durch gängig fesseln, denn ich hatte immer wieder das Gefühl das Gefühle zwar erwähnt, aber nicht umgesetzt werden. Erst ziemlich am Ende, konnte ich mit fiebern und habe gebetet und gehofft das alles gut ausgeht. Denn dort konnte ich erst wirklich die Gefahr, Spannung und Gefühle selber spüren. Das Ende hat es aber leider nur teilweise, das Ruder für mich rum gerissen, denn ich wurde mit einigen offenen Fragen zurück gelassen was mich darauf hoffen lässt das ein zweiter Teil kommt¿ Es war eine interessante Reise mit einer Protagonistin die an sich selbst wächst und an ihren Erfahrungen stärker wird. Gerne hätte ich mir mehr Spannungsaufbau gewünscht, tiefer gehende Gefühle denn ich hatte oft das Gefühl nur an der Oberfläche zu kratzen was schon in Ordnung, mir persönlich aber zu wenig ist, vor allem in Geschichten wie dieser hier.
"Überleben ist nicht genug" (Buchuntertitel).
von kvel - 26.03.2019
Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite: Ich weiß natürlich, dass es zu viele Menschen auf unserem Planeten gibt, ich weiß, dass es auf der Erde zu heiß ist und dass viele Menschen fortziehen. Nach Norden gehen. Und ich weiß, dass der Norden das nicht schaffen kann. Aber die Sache ist die: Ich will leben! Was zählt, wenn du alles verloren hast? Mhairi hat nichts mehr, nur noch einen Revolver ohne Patronen, ihren Ausweis und ihren Instinkt. Ihr einziges Ziel ist es, am Leben zu bleiben in einer Welt, in der es nicht mehr genug für alle gibt. Doch dann trifft sie auf ihrer Reise einen namenlosen Jungen - und sie stellt fest, dass Überleben manchmal nicht genug ist. Spannend, politisch und hochaktuell - ein Roman, der an Brisanz nicht zu überbieten ist. Gemäß Verlagshomepage empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahre. Meine Meinung: Optisch finde ich das Buch den Kracher. Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Reise und den Erlebnissen der jugendlichen Protagonistin vom Äquator zur ihrer Heimatinsel bei Schottland. Ansonsten werden von den angebotenen Themen kaum welche behandelt bzw. nicht weiter vertiefend angesprochen. Über weite Strecken hätte ich diesem Jugend-Zukunfts-Roman keine zwei Sterne zugestanden - hauptsächlich aufgrund der holprigen Sprache und des Satzbaus, so dass keinerlei Leserhythmus aufkommen wollte, und schon gar keine Freude. Einzig den Schluss fand ich gelungen und durchdacht und konnte mich dann doch noch überzeugen. Also meine Empfehlung an alle Leser: Wenn ihr schon angefangen habt, dann Durchhalten.
Ich hatte soviel erwartet
von Lesemama - 25.03.2019
Zum Buch: Mhairi ist in Schottland geboren und lebte die letzten Jahre mir ihren Eltern im Sudan. Nun ist Krieg, die Welt ändert sich und Mhairi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter auf der schottischen Insel Arran. Sie wird von einem Jungen begleitet, den sie auf ihrer Reise getroffen hat Meine Meinung: Ich war so gespannt auf das Buch, es klang so spannend, eine Dystopie, eine Flucht, ein Mädchen und ein kleiner Junge. Jetzt bin ich irgendwie enttäuscht. Die Geschichte war nichtssagend und überhaupt nicht dystopisch. Die Autorin verlor sich einerseits in Kleinigkeiten, anderseits kam sie nicht in die Pötte. Meiner Meinung nach hätte die Story richtig großartig sein können, so fand ich sie nur langweilig, leider.
Ich hatte was anderes erwartet
von spozal89 - 03.03.2019
Klappentext: Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit? Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Ich liebe Dystopien und ich liebe es, wenn bei Dystopien brandaktuelle Themen angeschnitten werden. Zu diesem Buch wurde auf bekannten Social Media Kanälen bereits vorab, viel, viel, viel Werbung gemacht und die vielen Guten Stimmen dazu haben mich dann doch dazu gebracht das Buch zu lesen. Leider kann ich mich den vielen positiven Rezensionen nicht anschließen. Ich finde eine wirklich Dystopie war es nicht, eher ein gesellschaftsaktuelles Jugenbuch. Der Schreibstil war mir an manchen Stellen zu abgehakt und der Lesefluss wurde bei mir, durch die doch extrem kurzen Kapitel immer wieder gestoppt (obwohl ich ein Freund von kurzen Kapiteln bin - diese hier waren mir zu kurz). So spannend wie angekündigt, fand ich die Geschichte jetzt auch wieder nicht. Ich hätte gerne mehr Infos gehabt bzgl. des Wassermangels oder der Tatsache, dass es um die Welt so schlecht steht. Auch mit Mhairi wurde ich nicht rech warm. Für mich eines der Bücher, bei denen viel Werbung gemacht wird, um Verkaufszahlen zu pushen, die Geschichte an sich dieses hochloben aber nicht verdient hätte. Daher kann ich persönlich keine Leseempfehlung aussprechen und gebe nur zwei Sterne - wobei ein Stern für dieses absolut tolle und einzigartige Cover steht.
Macht nachdenklich
von fuddelknuddel - 28.02.2019
"Das Leben ist kein Schachspiel, in dem du immer einen Schritt voraus sein kannst [¿]. Nein, das Leben ist voller Überraschungen." (Davor und Danach von Nicky Singer, S. 143) Klimawandel, Krieg, Flüchtlinge, die Mhairis Welt hat schon mal bessere Zeiten gesehen. Die Menschen fliehen auf der Suche nach Sicherheit in den Norden, darunter auch die 14-Jährige Mhairi, die in Schottland geboren wurde, mit ihren Eltern ausgewandert ist und nun allein wieder zurückkehrt mit nichts als ihren Papieren und einem Revolver. Kurz vor der Grenze begegnet sie einem kleinen Jungen, der ihr von da an auf dem Fuße folgt. Der schweigsame Begleiter hat es allerdings noch schwerer als Mhairi, denn er wurde in einem fremden Land geboren, und die Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft haben Grenzen, wenn es darum geht, ob man lieber anderen oder sich selbst hilft. Das Cover, sogar der gesamte Einband, ist außergewöhnlich. Diese Klappenbroschur fasst das komplette Buch ein und zeigt die zwei Seiten, das "Davor" und das "Danach", hell und dunkel. Obendrein glitzert das Buch auch noch, es ist einfach wunderschön! Bei diesem Aussehen muss man einfach mal hingreifen, um herauszufinden, worum es sich hier handelt. Über dieses Buch hatte ich im Vorfeld viel Gutes gehört und durfte es mir von jemandem ausleihen, der es bei vorablesen gewonnen hat. (DANKE!) Die Leseprobe kannte ich bereits und wusste folglich, was mich erwartet, der Schreibstil war auf den ersten Blick ungewöhnlich und man musste sich erst einmal drauf einlassen. Mhairi erzählt aus ihrer Ich-Perspektive, dabei hat sie einige Eigenarten: Sie baut viele Listen in ihre Erzählungen ein, oft spricht sie auch zu ihren Eltern, als würde nicht der Leser ihrer Geschichte folgen, sondern die beiden, und oft bricht sie ihre Gedanken ab, wenn sie etwas erreichen, was sie verdrängt hat und sich damit in einer FESTUNG in ihrem Kopf befindet. Das fand ich persönlich sehr spannend, da man erst langsam entschlüsseln kann, was ihr letztendlich widerfahren ist. Das junge Mädchen weist für seine 14 Jahre erstaunliche Stärke und Entschlossenheit auf, sowohl mental als auch körperlich. Sie ist zäh und einfallsreich, schafft es ganz allein, sich über hunderte von Kilometern nach Hause zu kämpfen, was absolut erstaunlich ist. Ich war tief beeindruckt von Mhairi, auch in Anbetracht der Dinge, die sie auf ihrer Reise alle erleben musste und in die FESTUNG gesperrt hat. Da dieses Buch als Jugendbuch deklariert ist, ist es entsprechend auch gut verständlich für die Zielgruppe geschrieben, allerdings behandelt es durchaus schwierige Themen. Der Klimawandel sorgt für schlechte Lebensbedingungen im Süden, Menschen flüchten aus Kriegsgebieten und werden dennoch dahin zurückgeschickt, Armut und Not sind allgegenwärtig. Die allgemeine Lage der Menschen war mehr als bedrückend, beim Lesen fragt man sich zwangsläufig, ob es bald tatsächlich zu so drastischen Veränderungen in der Welt kommen könnte. Diese durchaus aktuellen Themen sind gut verpackt. Das Kind wird selten direkt beim Namen genannt und trotzdem wird offensichtlich, um welchen heiklen Stoff es geht, das fand ich ziemlich geschickt gemacht. Mein Fazit: Dieses Buch macht schwierige Themen greifbar und verpackt sie in einer aufregenden und ergreifenden Geschichte über ein Mädchen und ihren kleinen Begleiter, die auf ihrem Weg in ein vermeintlich besseres Leben am eigenen Leib erfahren müssen, dass beim Selbstschutz der Bevölkerung jegliche Menschlichkeit hinten angestellt wird. Ich kann eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
Düstere Zukunfsvisionen
von Anonym - 26.02.2019
Die Flüchtlingsproblematik aus einem neuen und ungewohnten Blickwinkel steht im Zentrum des Romans von Nicky Singer. Sie geht von der Vorstellung aus, dass die Bevölkerungszahl auf der Erde immer weiter steigt und zugleich der Klimawandel immer drastischere Ausmaßen annimmt. Die Ressourcen unseres Planeten reichen nicht mehr für alle Menschen. Außerdem wird es auf der Südhalbkugel so heiß, dass es immer schwieriger wird dort zu überleben. Große Flüchtlingsströme machen sich daher auf den Weg in den Norden. Dieser reagiert mit energischen Maßnahmen. Asylbewerber werden erst einmal eingesperrt und wie Gefangene behandelt. Selbst in sein eigenes Heimatland darf man nicht so einfach wieder einreisen, wenn man dieses vor mehr als fünf Jahren verlassen hat. Die Lebenszeit aller Bürger wird begrenzt. Wenn sie erreicht ist erhält man eine tödliche Injektion. Straftaten werden auf die Lebenszeit angerechnet, die sich damit dann reduziert, usw.¿ All diese Maßnahmen erfährt die 14-jährige Mhairi am eigenen Leib. Hautnah nimmt der Leser teil an ihrem Schicksal. Wir erfahren eine erschreckende fremde Welt und doch ist es nur eine weitergedachte und zugespitzte Entwicklung bereits heute herrschender Verhältnisse. Ein Buch das zum Nachdenken anregt wie wir mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen umgehen wollen. Was wir bereit sind hinzunehmen und wie wir mit unseren derzeitigen Problemen in der Zukunft umgehen wollen. Lesenswert nicht nur für Jugendliche.
Berührend und aktuell
von himmelskeks - 25.02.2019
Mhairi ist auf der Flucht, wie Millionen anderer Menschen. Sich als Kind allein durchzuschlagen, ist eine gefährliche Sache, aber Mhairi ist nicht allein. Kurz vor einer Grenze findet sie einen Jungen, der sie von dort an begleitet, ihr nicht von der Seite weicht. Heutzutage kann man nicht mal mehr ohne Probleme in sein eigenes Heimatland einreisen, diese Erfahrung musste Mhairi machen, und jemanden Fremdes einzuschleusen ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Bald muss Mhairi feststellen, dass der Begriff der "Menschlichkeit" auch nicht mehr der ist, der er mal war. Dieses Buch umfasst gleich mehrere brisante und hochaktuelle Themen, sowohl den Klimawandel, als auch Krieg und die damit einhergehende Flüchtlingsbewegung. Es war spannend zu sehen, wie es in unserer Zukunft aussehen könnte, wenn es mit der Welt immer weiter zugrunde geht, die Autorin hat da definitiv was gewagt. Ich habe mir nach dem Lesen schon so meine Gedanken gemacht, ob es uns vielleicht auch bald so geht. Mhairi gefiel mir als Charakter richtig gut. Sie ist einfallsreich und mutig, und auch ein wenig skrupellos, was man als 14-Jährige allein auf der Flucht wohl auch sein muss. Es ist beeindruckend, was sie für eine Reise unternimmt, ausgehend davon, dass sie sie eigentlich nicht allein hätte antreten müssen. Die Umstände dieser Flucht sind mehr als tragisch und ich war immer wieder erstaunt, zu was die Menschen fähig sind, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Der Schreibstil war interessant. Es war nicht einfache Jugendsprache, sondern teilweise sehr besonders, mit Listen zwischendurch und voller Metaphern und Beschreibungen, ungewöhnlich für die Gedanken einer 14-Jährigen. Anders als "besonders" kann ich es gar nicht beschreiben, ich war einfach gefesselt von Mhairis Erzählungen und dem, was sie erlebt hat. Mein Fazit: Ein wirklich gutes Buch! Schwierige Themen interessant und für Jugendliche gut verständlich verpackt, sodass man zwar weiß, worum es geht, es aber selten beim Namen genannt wird. Hat mich zum Nachdenken angeregt!
Düstere Zukunftsvision
von Dreamer - 24.02.2019
Die Zukunftsvision, die Nicky Singer in ihrem neuen Roman Davor und Danach entwirft, ist düster, allerdings auch vor dem Hintergrund des Klimawandels leider nicht vollkommen abwegig. Die Weltbevölkerung ist in diesem Szenario extrem angestiegen, die Südhalbkugel aufgrund von Wassermangel kaum noch zum Leben geeignet. Die Menschen fliehen vor der Dürre, vor Hunger und Elend in Richtung Norden. Die Staaten, in denen es noch genügend Trinkwasser, Lebensmittel und grundsätzlich Ressourcen gibt, schotten sich gegen die Flüchtenden ab. Und in diesem Szenario begegnet man als Leser der 14-jährigen Mhairi, die alleine unterwegs in Richtung Norden, Richtung Heimat, Richtung Schottland ist. Und obwohl Mhairi im Vergleich zu vielen anderen in der relativ komfortablen Situation ist, über Papiere zu verfügen, wird ihr die Weiterreise immer wieder erschwert. Mal von den Gefahren und dem Grauen, das eine Flucht mit sich bringt, mal von den Behörden, die grundsätzlich jede Berechtigung für die Weiterreise und Mhairis Status als Minderjährige in Frage stellen. Das Thema, dem sich Nicky Singer mit ihrem Roman annimmt, ist brandaktuell und geht einem beim Lesen extrem nahe. Wir erfahren die Geschichte, die Nicky Singer erzählt, aus Mhairis Perspektive, mit Mhairis Worten. Und das, was Mhairi an Grauen und Schmerz erlebt hat, beschäftigt auch noch, nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat. Auf ihrem Weg begegnet Mhairi einigen wenigen Menschen, die so Mitgefühl und Menschlichkeit zeigen, viele andere sind gleichgültig oder gar feindselig gegenüber den Menschen, die auf der Suche nach einem Ort zum Überleben unterwegs sind. Die am meisten ausgearbeiteten Charaktere sind dabei Mhairi und der Junge, dem sie in der Wüste begegnet. Für die anderen Charaktere, z.B. Peter und Großmutter, hätte ich mir auch ein bisschen mehr an Tiefe und Informationen gewünscht. Aber das, was Nicky Singer ihren Lesern präsentiert, reicht eigentlich vollkommen aus. Einige der Szenen, die dem Leser aus Mhairis Flucht vorgeführt werden, sind erschreckend. Andere, in denen die Bindung zwischen Mhairi und dem Jungen dargestellt wird, sind rührend. In jedem Fall kann man Davor und Danach nicht lesen, ohne dass man emotional von der Geschichte berührt wird. Daher vergebe ich für dieses sehr gelungene Buch zu einem aktuellen Thema fünf Sterne und eine Leseempfehlung!
Überleben
von HK1951 - 23.02.2019
Überleben Dieser Roman von Nicky Singer ist so aktuell, wie er nur sein kann: politisch, spannend und packt so ziemlich alle zur Zeit relevanten Themen an; u.a. den Klimawandel, an dem man leider anscheinend immer mal wieder erinnern muss. Warum dann nicht auch mal in Buchform..?! Das mag erstmal ein wenig dröge klingen, doch spannend ist das Buch wirklich und das macht für mich auch die kleinen "Längen" wieder gut, die mir unweigerlich begegnet sind. Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Dieses Buch berührt, rüttelt auf und sollte nicht mal eben so zwischendurch gelesen werden, damit man es auch wirklich wert schätzt...
Viele ungenutzte Chancen, definitiv keine wirkliche Dystopie
von Lotta - 23.02.2019
Mhairi ist unterwegs zu ihrer Großmutter, zu Fuß, denn die Grenzen sind geschlossen. Sie hat kein Geld mehr, jedoch noch ihre Papiere. Volljährig ist sie mit ihren 14 Jahren auch noch nicht, sie muss es unbedingt zu ihrer Großmutter schaffen. Doch dann trifft sie kurz vor der schottischen Grenze auf einen kleinen Jungen, den sie nicht einfach sich selbst überlassen kann... Versprochen wurden aktuelle Themen wie Flucht und Klimawandel. Da die Flucht von Mhairi im Vordergrund steht, dabei das Grauen von Auffanglagern, die Willkürlichkeit von Mensch und Gesetz erwähnt werden, kann eine gewisse Aktualität nicht abgesprochen werden. Doch eine Flucht durch den Klimawandel, naja, es wurde kurz erwähnt, aber das war es auch. Auch am Ende des Buches ist noch nicht wirklich klar, warum Mhairi zu Anfang noch mit ihren Eltern aus dem Sudan geflohen ist. Eine Dystopie liegt leider zudem auch nicht vor, denn das Buch spielt zwar in der Zukunft und das beschriebene kann wirklich passieren. Doch Mhairi steht mit ihrer Ich-Perspektive so im Vordergrund, dass nichts anderes durch kommt. Die Welt um sie herum wird nur unzureichend beschrieben, so tauchen zwar hier und da ein paar technische Spielereien auf, die jedoch nie erklärt werden und das war es auch schon vom Danach. Das Davor kennen wir alle, es ist die aktuelle Welt. Mhairi berichtet in der bereits angesprochenen Ich-Perspektive in kurzen abgehakten Sätzen, vergisst dabei immer wieder den Leser auf ihrer Reise durch beschreibende Elemente wirklich mit zu nehmen. Etwas, was wirklich deutlich wird, sind die Probleme, vor allem psychischer Natur, die ein Mensch auf der Flucht ertragen muss. So versucht sie sich all dem durch eine selbst geschaffene Festung zu entziehen und das erlebte Grauen wegzuschließen. Insgesamt war die Chance da, eine Dystopie zu kreieren, die zum Nachdenken anregt und das Ändern der eigenen Verhaltensweisen zu ermöglichen. Das Buch ist jedoch auf voller Linie gescheitert. Ich weiß auch Stunden nach Beenden des Buches nicht wirklich, was es mir sagen will, sodass mir der Hype, um dieses Buch vollkommen unverständlich ist. Einzig positiv ist, dass die kurzen Sätze einen das Buch in sehr schneller Geschwindigkeit lesen lassen. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.
Hat mich nicht wirklich erreicht leider
von cabotcove - 23.02.2019
Hat mich nicht wirklich "erreicht" leider Ich dachte anfangs, "Davor und Danach" wird sicherlich nichts für mich sein, weil es mir einen zu politisch eingefärbten Eindruck machte. Dass das Buch aber u.a. mit "Die Wolke" verglichen wurde, machte mich dann eben doch neugierig. Klimawandel, der Umgang mit Flüchtlingen, Überbevölkerung - das sind alles immer noch und immer wieder hochaktuelle und vor allen Dingen wichtige Themen, denen man sich stellen sollte. Darüber reden. Oder eben darüber schreiben. Leider war dieses Buch nicht ganz so unterhaltsam, wie ich es mir gewünscht hätte - aber gut, bei diesen Themen hatte ich das auch nur ansatzweise erwartet ehrlich gesagt. Aber dann kam ich halt doch nicht so recht in einen "Lesefluss" hinein, das Lesen stockte bisweilen und so richtig "erreicht" hat mich das Buch leider auch nicht... Will sagen, ich hatte erwartet, dass es mich mehr berührt. Aber für die interessante Hauptfigur sowie die an sich gute Geschichte vergebe ich noch drei Sterne, abgerundet auf drei, weil mir vier im Vergleich zu anderen Büchern dann doch zuviel erscheint...
Konnte mich nicht überzeugen!
von Little Cat - 17.02.2019
Rezension zu dem Buch "Davor und Danach" von Nicky Singer Buchdetails Aktuelle Ausgabe ISBN: 9783791501000 Sprache: Deutsch Ausgabe: Flexibler Einband Umfang: 384 Seiten Verlag: Dressler Erscheinungsdatum: 21.01.2019 Klappentext: Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit? Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Spannend, politisch und hochaktuell - dieser Roman von Nicky Singer ist so brisant wie die Jugendbücher "Die Wolke" oder "Nichts" von Janne Teller. Eine berührende Geschichte über Klimawandel, Überbevölkerung und den Umgang mit Flüchtlingen. Meine Meinung: Das Cover ist unheimlich toll verarbeitet. Es hat ganz tolle goldene Akzente. Und selbst der Buchschnitt ist geschützt. Ein dickes Plus, es macht wirklich viel her. Der Anfang und leider auch der Rest der Geschichte war so garnicht mein Fall. Es fing alles damit an das ich als Leser nicht erfuhr was passiert ist. Warum ist die Welt so? Was ist passiert? Gab es einen nuklearen Unfall oder warum gibt es zuviel Menschen? Da hätte ich mir viel mehr Infos gewünscht. So hab ich mir auch schwer damit getan ins Geschehen ab zu tauchen. Der Schreibstil lag mir nicht besonders gut. Mir fehlten Gefühle und Emotionen. Am schlimmsten war eine Scene wo sie kalt überlegte ob sie den älteren Mann "essen" sollte. So kaltherzig, so brutal und mir wurde beim lesen einfach nur schlecht. Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Die Charaktere und die Handlung blieben für mich leider recht oberflächlich. Hier hätte ich mir so viel mehr gewünscht. Das Ende war okay, ich war ehrlich gesagt froh das ich es durch hatte. Mein Fazit: Konnte mich nicht überzeugen. Ich hatte wesentlich mehr erwatet. Ich vergebe 2 von 5 Sternen!
Interessantes und hochaktuelles Thema leider etwas enttäuschend.
von Tinkerfee - 16.02.2019
"Davor und Danach" von Nicky Singer erschien im Januar 2019 im Dressler Verlag. Bereits im Vorfeld hat man viel Werbung zu dem Buch gesehen¿ das Cover war mir aus den Social-Media-Kanälen bereits bekannt und ich freute mich auf die Dystopie. Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einen kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Spannend, politisch und hochaktuell soll der Roman sein. Leider kam das bei mir nicht an. Von Anfang an fehlt mir der Bezug zu der künftigen Welt, was ist genau geschehen? Was ist passiert, dass die Welt so schlimm enden musste? Wo ist all das Wasser hin? Hier hätte die Autorin nach meinem persönlichen Geschmack die zukünftige Welt noch genauer beschreiben dürfen. Mit der Protagonistin bin ich ebenfalls nicht warm geworden. Nicky war mir von Anfang an unsympathisch und sie wirkte oft sehr distanziert. Trotz der Ich-Perspektive fehlten mir die Gefühle von Nicky und dass der Leser sich die Welt in der Nicky lebt und ihre Entscheidungen und Beweggründe noch besser nachvollziehen kann. Die Autorin schreibt in kurzen Sätzen wodurch man leicht durch das Buch kommt. Die für meinen Geschmack zu kurzen Kapiteln stören aber eher. "Davor und Danach" hat aufgrund der vorhergehenden Werbung große Erwartungen in mir geweckt, die leider nicht erfüllt wurden.
Bedrohung einer Zukunftswelt
von Nadine Brunstein - 13.02.2019
Viele Jahrzehnte in der Zukunft. Wir Menschen in der Gegenwart hätten diese Welt nicht mehr erlebt. Aber man erinnert sich noch daran. Denn es wurden über die ersten Klimaveränderungen und den vielen flüchtenden Menschen auf dem Planeten Erde erzählt. In dieser Zukunftswelt lebt die sechzehnjährige Mhairi. Gerade versucht sie aus der sudanesischen Wüste zu entkommen, in der sie einige Jahre mit ihren Eltern gelebt hat. Bei einem tragischen Unglück von unglücklichen Umständen verlor sie erst ihre Mutter und dann ihren Vater. Auf ihrer Reise aus der Wüste in ihre Heimat Schottland begleitet sie ein sechsjähriger Junge. Zuvor ging er mit einem Mann. Mhairi weiß nicht, ob es ihr Vater oder ein Unbekannter war. Denn der Junge spricht nicht. Er schaut, er starrt und bleibt stumm. Mhairi gibt ihm den Namen Mo. Schon einmal gab Mhairi einem anderen Jungen diesen Namen. Er hieß Muhammad, er konnte sprechen, aber auch ihn ereilte das Schicksal in dieser schwierigen Welt des Überlebens. Mhairi wandert in den Norden, und hofft, je anzukommen. Ihr Ziel ist, ihre Großmutter wiederzusehen. Mo ist die ganze Zeit bei ihr. Aber da Mo nicht spricht und keine Papiere hat, entwickelt sich die Reise nach Hause als problematisch. Nicky Singer ist eine britische Autorin, die bereits einige Jugend- und Erwachsenenbücher geschrieben hat. Bisher gehört sie zu den weniger bekannten Buchautorinnen. Die Autorin beschreibt mit dieser Zukunftsvision eine Welt, in der Menschen versuchen zu überleben. Es gibt keine richtigen Staatsgrenzen mehr, sondern geografische und landschaftliche Gegebenheiten, die die Kulturen voneinander trennen. Wenn es überhaupt noch Kulturen gibt. Wüste um den Äquator und Festland sowie Inseln nördlich des Äquators existieren. Umwelt und Klima sind stark betroffen. Kaum Lebensmittel und Wasser sind vorhanden. Ein Szenario, das in entfernter Zukunft sich in der Realität zuspitzen könnte. Nicky Singer greift ein aktuelles Thema auf, nämlich die Umwelt und Klimaveränderungen. Sie zeigt auf, wie sich die Welt verändern kann. Ihre Figuren Mhairi, Mo, ihre Großmutter und Randfiguren zeigen anhand von moralischen und emotionalen Momenten, was es heißt, um das Überleben zu kämpfen. Mit welchen Folgen die Menschen sich konfrontieren müssen, wenn das Klima schon lange zerstört wurde. Mhairi ist selbst fast noch ein Kind, aber sie muss gegenüber den kleinen Jungen Verantwortung übernehmen. Sie zeigt Stärke, obwohl sie auch an ihre Grenzen stößt. Unterschiede von Kultur und Sprache werden deutlich in diesem Roman aufgezeigt. Aber hier sind Kulturen, Hautfarbe und Alter eine untergeordnete Rolle, denn das nackte Überleben spielt eine Rolle. Starke, aussagekräftige und überzeugende Charaktere bilden einen phänomenalen Plot. Bisher ist dieser Jugendroman für mich das Lesehighlight im Jahre 2019 im Genre Jugendromane. Aktueller denn je ist dieser Roman, den die Autorin auf eine nachdenkliche Weise geschrieben hat. Jedem Jugendlichen ab 14 Jahre würde ich diese Geschichte ans Her legen.
Überlebenskampf
von misery3103 - 12.02.2019
Mhairi ist 14 und allein. In einer Welt, in der nichts mehr so ist wie davor. Im Danach. Sie hat nichts, außer den Sachen, die sie im Leib trägt, einer Wasserflasche, Papieren, die sie als 14jährige Schottin ausweisen, und einer Pistole ohne Patronen. Und sie versucht, die schottische Insel zu erreichen, auf der ihre Großmutter lebt. Bis sie einen kleinen Jungen trifft, dem sie eigentlich nicht helfen will, nicht helfen kann. Die Welt steht am Abgrund. Nichts ist mehr wie es war. Die Grenzen zu Ländern, in denen es noch Ressourcen gibt, sind dicht. Und Mhairi versucht, den Weg nach Hause zu finden. Als das Davor unterging, war sie mit ihren Eltern im Sudan. Alle Erlebnisse auf dem Weg nach Hause hat Mhairi hinter einer dicken Mauer verborgen, der FESTUNG. Und sie kämpft. Das hat mich beeindruckt. Dieses 14jährige Mädchen, das kämpft, schlau ist und so viele Gedanken hat. Ein Mädchen, das weiß, dass der kleine Junge keine Chance hat, weil er ein Illegaler ist, das ihn aber trotzdem nicht sich selbst überlassen kann. Bis zu einem gewissen Punkt etwa zur Hälfte des Buches habe ich die Geschichte gerne gelesen. Der Schreibstil, der anders ist, abgehackt, weil er Mhairis Gedanken widerspiegelt, bis zu dem Punkt, wenn sie die FESTUNG aktiviert, so dass ein Teil der Geschichte immer im Dunkeln bleibt, hat mir gefallen, weil sich der Leser seine eigenen Gedanken machen muss über das, was mit ihren Eltern und Begleitern passiert ist. Dann kippte die Geschichte für mich. Ab der Flucht aus dem Lager folgte ich Mhairi und ihrem kleinen Begleiter nur noch widerwillig bis zum trostlosen Ende, das aber zur Geschichte passt, die die Welt in trostlosen Bildern zeigt. Trotz des tollen Beginns am Ende leider nur eine durchschnittliche Geschichte.
Beklemmend und nicht unrealistisch
von Lese-katze92 - 11.02.2019
Mhairi lebt nicht, sie kämpft. Jeder Tag ihres Lebens gleicht einem Kampf ums Überleben, denn die Welt ist nicht mehr so, wie sie einmal war. Es gibt zu viele Menschen, zu wenig Wasser und die Grenzen sind geschlossen. Eine Pistole ohne Munition, ihre Papiere und eine Wasserflasche sind ihre wichtigsten Besitztümer, denn seit dem Verlust ihrer Eltern ist die Vierzehnjährige komplett auf sich allein gestellt. Ihr einziger Lichtblick scheint da nur noch ihre Großmutter, welche auf der schottischen Insel Arran lebt. Bewaffnete Drohnen und Grenzkontrollen sind da noch die kleinere Gefahr. Als es auf ihrer beschwerlichen Reise zu einer unerwarteten Begegnung kommt, muss Mhairi sich entscheiden. Wird sie es schaffen, in einer Welt wie dieser zu überleben? Dieses Buch konnte mich direkt an seine Handlung fesseln. Nicky Singer ist mit ihrem packenden und ausdrucksstarken Schreibstil ein düsteres und zugleich hoffnungsvolles Werk gelungen, welches mich so schnell nicht mehr loslassen wird. Die Lebensumstände und Widrigkeiten einer doch nicht unrealistischen Welt, welche die Autorin mit ihrer atmosphärischen Schreibweise schildert, konnten mich direkt in ihren Bann ziehen. Man bekommt zudem ein gutes Gespür für die Emotionen und Handlungen der Protagonisten, welche zudem durch die detaillierten Beschreibungen der Autorin stets authentisch wirkten. Insgesamt konnte mich "Davor und Danach" inhaltlich sehr begeistern. Aber auch äußerlich ist "Davor und Danach" einfach ein absolutes Schmuckstück. Die Covergestaltung ist schlicht uns zugleich atemberaubend schön, weshalb sich dieses Buch auch hervorragend als Geschenk eignet. Insgesamt ist Nicky Singer eine großartige Geschichte gelungen, welche mich von der ersten Seite an begeistern konnte.
Was zählt wirklich?
von Anonym - 11.02.2019
,,Aber, so viel habe ich begriffen, es gibt ein paar Dinge im Leben, die du einfach unmöglich nicht tun kannst. Dinge, die dich ausmachen, die den Menschen aus dir machen, der du bist. Große Dinge. Kleine Dinge. Ganz persönliche Akte der Hoffnung oder des Widerstands. Dinge, die dich du selbst bleiben lassen, auch wenn sie vielleicht gefährlich sind" (S.112) Um was geht's? Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit? Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Man lernt die Haupfigur Mhairi am Anfang des Buches, als einen sehr in sich verschlossenen und dennoch mutigen Menschen kennen, welcher schon viele Gefahren und Hürden gemeistert hat. Der Charakter war für mich etwas ganz besonderes und hat gut zum Gesamtbild des Buches gepasst. Mhairi hat oft düstere Gedanken, diese verschließt sie in ihrer persönlichen ,,Festung". Andere Gedanken stammen meist aus dem ,,Davor", wodurch man einiges über die Zeit vor der Flucht erfährt, wo die Menschen noch glücklich miteinander lebten, aber auch vieles über ihre Familie. Der Junge, den das Mädchen auf ihrer Reise kennenlernt, gibt nicht viel von sich Preis, dadurch das er nicht sprechen kann, aber er hat dafür ein ganz besonderes Lachen. Vieles im Buch ist sehr düster und man sieht viele Charaktere als sehr gefühlslos aber auch brutal, vor allem die Soldaten. Diese Geschichte hat mir deutlich gemacht, das man gewisse Dinge einfach mehr schätzen sollte und sie nicht einfach als normal hinnehmen darf. Das man geliebt wird, oder auch das man ein Dach über dem Kopf hat. Dieses Buch widmet sich den ganz großen Fragen, auf die meist jeder selbst die Antwort im Herzen trägt. Eine Geschichte, die ich kein einziges Mal aus der Hand gelegt habe, von unglaublicher Bedeutung.
Nerv der Zeit
von bookmelories - 09.02.2019
Wie wird die Welt in Zukunft aussehen, wenn wir so weiterleben, wie bisher? Diese Frage hat sich bestimmt jeder von uns schon einmal gestellt. Eine mögliche Antwort auf diese Frage bietet diese Jugendliteratur. In "Davor und Danach" begleitet der Leser Mhairi auf ihrer Reise zum Norden, denn nur noch dort gibt es Wasser, welches zum Überleben wichtig ist. Auf dem Weg begegnet sie einigen Gefahren und muss Stärke beweisen. Genau als diese starke Persönlichkeit lernen wir Mhairi auch kennen, zudem erfährt man auch einiges ihrer Vorgeschichte aus dem "Davor", diese hütet sie natürlich, wie so oft, stark, da sie ein schreckliches Ereignis beinhaltet, welches sie noch nicht vollständig überwunden hat. Auch die Nebencharaktere werden recht gut beschrieben und sind alle unterschiedlich mit ihren Eigenheite. Das Buch hat sehr viele Kapitel, die oftmals nur ein paar Seiten umfassen, so dass sich die Geschichte leicht abgehackt liest, da man so das Gefühl hat, dass einige Gedankengänge nicht bis zu Ende formuliert wurden. Dies führt auch dazu, dass ich recht lange gebraucht habe um in die Geschichte reinzukommen. Außerdem nimmt es meiner Meinung nach dadurch auch einen Teil der Spannung weg, was sehr schade ist. An sich gibt es aber einige kurze Spannungsmomente und eine Grundspannung, die durch Mhairis Reise und ihren zurückgelegten Weg entstehen. Die größte Spannung bildet sich fast am Ende der Geschichte. Danach ging alles ein wenig zu schnell und zu abrupt, so als hätte man es nur schnell beenden wollen. Da hätte man mehr rausholen können. Die Thematik des Buches finde ich absolut passend gewählt, da sie genau den Nerv der Zeit trifft und gesellschaftlich sowie politisch gesehen brandaktuell ist und auch noch bleiben wird. Ich finde es nach wie vor sehr interessant sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen, allerdings bin ich auch hier der Meinung, dass man mehr hätte rausholen können. Mir persönlich ging es ein bisschen zu sehr um Mhairis Weg und ihr schreckliches Schicksal, mit ausgelöst durch das verborgene Ereignis im "Davor". Irgendwie erfuhr man weder etwas tiefergehendes über Mhairi noch über die Welt, wie sie zu dieser Zeit ist. Alles in allem hätte ich mehr erwartet, dennoch war es aufgrund der Thematik interessant und lesenswert. Sodass ich es dennoch empfehlen kann, allerdings muss man es auch nicht gelesen haben.
Berührend und lehrreich
von AKRD - 05.02.2019
Berührend und lehrreich Ich habe schon Bücher wie "Die Wolke" oder "Die Welle" gelesen und das sind zweifelsohne Werke, die einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen. Dieses hier reiht sich nicht ganz in diese Riege ein, ist aber dennoch nah dran meiner Empfindung nach. Die großen Fragen, die sich heute mittlerweile eigentlich jeder stellen sollte: Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit? Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Absolut hoch-aktuell, dieses Buch. Nicky Singer schafft es aber auch, die Geschichte spannend zu präsentieren. Nur die politische Aussage ohne Spannungsaufbau hätte mich jetzt nicht so interessiert, doch hier passt alles gut zusammen. Diese Geschichte ist berührend und lehrreich. Das Schöne ist, dass jeder sie anders lesen wird und seine eigene Lehre daraus ziehen kann.
Hochaktuelle Flüchtlingsgeschichte
von Emmmbeee - 04.02.2019
Schritt für Schritt führt die junge Heldin Mhairi, in Schottland geboren und dorthin zurückkehrend, den Leser in das Leben ein, das sie im Sudan hinter sich hat. Dort hat sie bereits Schreckliches erlebt, dort wurden ihre Eltern getötet. Nicht nur physisch, auch psychisch ist sie bereits stark geschädigt und traumatisiert. Indem das Mädchen in Gedanken oft bei ihren toten Eltern sein kann, sich direkt an sie wendet, sind diese ihr immer noch eine grosse und notwendige seelische Stütze. Als dann der stumme Junge, Mo, auftaucht und ihre Hilfe benötigt, hat sie eigentlich keine übrige Kraft mehr, um sich auch noch um ihn zu kümmern. Mhairi muss einerseits vieles in ihre innere Festung zurückdrängen, damit sie durch diesen Schutzpanzer überleben kann. Andrerseits sollte sie folgenschwere Entscheidungen treffen, für die sie eigentlich noch zu jung ist. Dazu kommt noch die Enttäuschung, die sie in Schottland erwartet. Dort möchte sie nämlich auf die Insel Arran gelangen, zu ihrer Grossmutter. Der Schreibstil trägt dem psychischen Zustand des Mädchens Rechnung. Genauso wie der Weg der Flüchtlinge vom Sudan in den Norden, kann der Text naturgemäss kein ruhig dahinfliessender Erzählstrom sein. Er ist manchmal hart, teils holprig und kurvenreich. Die metaphernreiche Sprache vertieft die Bilder, die in der Fantasie des Lesers entstehen. Auch wenn hier eine Zukunftsvision gezeichnet wird, ist die Situation sehr ernst zu nehmen. Es könnte durchaus sein, dass sich Europa gegenwärtig erst am Anfang der grossen Flüchtlingsströme befindet. Diese Geschichte öffnet die Augen über unseren verschwenderischen Umgang mit den Ressourcen, den damit verbundenen universellen Klimawandel und wie sehr Menschen anderer Erdteile unverschuldet darunter leiden, ja um ihre Existenz kämpfen müssen. Auf das Danach wird nicht so gross eingegangen, aber das ist auch nicht nötig, weil leicht vorstellbar. Sehr ansprechend das (rundum!) gestaltete Äussere, wobei der Aufdruck am Buchschnitt dem Titel Rechnung trägt. Vermutlich wird diese Ungewöhnlichkeit gerade bei den Jugendlichen besonders geschätzt werden. Das Buch zeigt unter anderem die vielfach unbekannte Perspektive der Flüchtlingsströme auf, die verheissungsvolle, ersehnte, erhoffte, aber auch die enttäuschende Seite. Davor und danach sollte Pflichtlektüre für Oberstufenschüler sein.
Hinterlässt den Leser nachdenklich
von papaschluff - 02.02.2019
Zu Beginn des Buches lernt man Mhairi kennen. Sie ein gerade mal 14 Jahre junges Mädchen, dass versucht sich allein zu ihrer Großmutter nach Schottland durchzuschlagen. Sie läuft durch die Gegend, immer in Gefahr entdeckt zu werden. Den Menschen geht es schlecht. Die Lebensdauer ist vorgegeben. Sie trifft auf einen Mann und einen kleinen Jungen, der Mann stirbt und Mhairi bringt es nicht über sich den Jungen zurückzulassen. Sie nimmt ihn mit sich und gerät dadurch in weitere Gefahren. Ich möchte nicht zu viel verraten, es ist schon eine Geschichte, die reichlich Stoff zu nachdenken bietet. Mhairi lebt in einer Zeit, in der die Welt überbevölkert ist, die Ressourcen sind knapp und älter als 74 Jahre darf niemand werden. Dann warte die Nadel auf die Menschen und ihre Zeit ist abgelaufen. An den Schreibstil muss man sich gewöhnen, die Kapitel sind sehr kurz, das Tempo schnell, als sei die Autorin selbst auf der Flucht. Mir hat das nicht so gut gefallen, insgesamt wirkt es oft schnell hingeschrieben. Ich mag es eben gern detailliert. Trotzdem war es ein gutes Buch, das mich doch nachdenklich zurückgelassen hat. Mhairi hat in ihrem kurzen Leben sehr viel Leid und Schmerz erfahren, wenn man ihre Geschichte liest, hat man den Eindruck, dieses Mädchen müsste sehr viel älter sein. Auf ihren Schultern lastet so viel und es ist erstaunlich, dass sie daran nicht zerbricht. Sie ist bereit ihr Leben aufzugeben, für eine kleinen Jungen, den sie kaum kennt. Sie ist eine starke, sehr mutige Person und dennoch wird Mut und Stärke nicht immer belohnt.
Zug Richtung Norden
von Lesemone - 01.02.2019
Mich hat das Buch leider nicht so berührt und gefesselt, wie ich es mir erhofft hatte. Mir haben die sehr kurzen Kapitel gut gefallen, auch der Schreibstil ist ansprechend gewesen. Ich hatte mir jedoch auf der Wanderung mehr Spannung erhofft und die blieb komplett aus. Es gibt gar keine richtigen Informationen, wie es sonst so in der Welt aussieht. Eigentlich geht es die ganze Zeit nur um die Wanderung von Mhairi und dem Jungen, drumherum erfährt man so gut wie gar nichts. Natürlich sind die Themen Flüchtlinge, Auswanderung, Registrierung, Zustände in Auffanglager usw. brandaktuell. Aber ich fand es einfach langweilig umgesetzt. Mhairi ist für ihre 14 Jahre sehr selbstständig und kämpft sich alleine durch. Auch ihre Geduld mit dem kleinen Jungen und dass sie um ihn kämpft, das hat mir alles gut gefallen. Einzig das Ende, das hat mich wirklich gefesselt und war interessant, wobei da auch sehr dick aufgetragen wurde. Schade, ich hatte mir wirklich mehr von dem Buch erhofft.
beeindruckendes, spannendes Buch!
von Christina L. - 30.01.2019
Das Cover des Buches hat mich magisch angezogen, es ist wirklich außergewöhnlich und hat sofort meine Neugierde geweckt. In dem Buch geht es um die 14jährige Mhairi die sich auf der Flucht vor dem Krieg im Sudan befindet und schon einen langen Weg hinter sich gebracht hat. Ziel ihrer Reise ist die schottische Insel Arran, auf der ihre Großmutter lebt. Schottland ist ihr Heimatland, doch die letzten 7 Jahre hat sie aufgrund der Berufstätigkeit der Mutter im Sudan verbracht. Ihr Weggefährte wird ein kleiner, 5jähriger Junge. Mhairi nennt ihn Mo, denn er selber kann nicht sprechen. Das Buch regt zum Nachdenken an, denn es werden aktuelle und brisante Themen wie Klimawandel, Flüchtlingskrise, Überbevölkerung und Ressourcenknappheit behandelt. Der Schreibstil wirkt teilweise etwas abgehackt, es passt allerdings zur Denkweise von Mhairi. Sie hält oft Zwiesprache mit ihrem verstorbenen Vater und schreckliche Erlebnisse verbannt sie in ihre FESTUNG. Mich hat das Buch fasziniert, es ist fesselnd aber auch traurig. Ich hatte es in 2 Tagen ausgelesen.
Wege führen zu Erkenntnis
von anna_banana - 27.01.2019
Der Klappentext von Nicky Singers, meiner Meinung nach sehr schick gestalteten Buchs DAVOR und DANACH, ist sehr einleuchtend, was den im Zentrum stehenden Konflikt angeht. Kurz gesagt, ist es eine Geschichte, um ein 14-jähriges Mädchen, das eine lange Reise auf sich nimmt, um zu den Ort ihrer Kindheit zu gelangen, da dort ihre einzige noch lebende Verwandte lebt. Das ist allerdings nicht so einfach in einer übervölkerten Welt, in der alles und jeder kontrolliert wird und freie Entscheidungen scheinbar an Wert verloren haben. Auf diesem Weg wird dem Leser immer mehr eröffnet, welche Gewissensbisse, Ängste und Sorgen das Mädchen quälen. Da die Autorin erst Stück für Stück einen Einblick in ihre Protagonistin gewährt, wächst der Kenntnisstand des Lesers proportional zum Fortschreiten des Buches. Auf den letzten Seiten wird dem Leser die gesamte Tragweite des Erlebten von dem Mädchen klar. Und auch die innere Entwicklung des Mädchens, ihr Name ist Mhairi Anne Bain, wird erkennbar zum Höhepunkt ausgebaut. Letztendlich ist es aber auch die Geschichte von einen kleine Jungen, dem Mhairi auf ihrer Reise begegnet und den sie nicht mehr loswird, beziehungsweise den sie ebenso schnell nicht mehr loswerden möchte. Auch warum die beiden eine spezielle Bindung zueinander aufbauen ist ein zentrales Thema dieser Geschichte. Generell lässt sich sagen, dass DAVOR und DANACH ein Jugendbuch ist, eine recht düstere Zukunftsversion der Erde schildert und die Hauptfigur als ICH-Erzählerin fungiert, sodass viele Handlungsabläufe und Denkmuster von Mhairi beschrieben werden. Mir hat das Buch gefallen, da es sich mit einfachen Sätzen und kurzen Kapiteln (im Sinne eines Jugendbuches) kritisch mit der auch bereits heute aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage auseinandersetzt und Denkanstöße verpasst. Außerdem mag ich die Buchgestaltung sehr! Das Buch ist wirklich ein Hingucker im Regal.
nachdenklich stimmende, erschütternde Geschichte
von Dana - 27.01.2019
Mhairi hat nur noch ein einziges Ziel: überleben! Für sich, für ihre Eltern, für ein besseres Leben, eine sichere Zukunft in ihrer alten Heimat. Doch der Weg dahin ist steinig, geprägt von Schmerz, Entbehrung und der Frage, was sie bereit ist zu opfern, um Schottland zu erreichen. Und irgendwann muss sie sich auch die Frage stellen, ob überleben wirklich das einzige ist, was zählt. Ich schreibe nur selten etwas zum Cover bzw. der Aufmachung vom Buch, aber hier ist es wirklich besonders und damit für mich erwähnenswert. Sowohl auf der Front, als auch an auf der Rückseite, wo sonst der Klappentext steht, befindet sich keine Schrift, sondern nur das wunderschöne Coverbild. Die Seitenflächen vom Buch sind für den Titel genutzt, eine wirklich ungewöhnliche Art, die zur Geschichte passt und auch optisch was hermacht. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Mhairi geschildert. Dadurch hat man Einblick in ihre Gedankenwelt, die durch die Ereignisse der letzten Monate ziemlich auf den Kopf gestellt wurde. Als 14 Jährige sollte man sich nicht allein auf der Flucht befinden, nie wissen, ob man den nächsten Tag noch erlebt und es überhaupt möglich sein wird, das sichere Ziel zu erreichen. Ihre Situation ist erschreckend und erschütternd und die kurzen Einblicke in ihr Seelenleben machen deutlich, wie viel in ihr schlummert, was sie weggeschlossen hat. Obwohl ich sehr gut verstehen kann, dass Mhairi nicht all diese Dinge an sich heranlassen möchte, nicht ständig darüber nachdenken, sie nicht immer wieder in Erinnerung rufen will, empfand ich es zu Beginn der Geschichte trotzdem als "störend". In Anbetracht der schwierigen Situation der Protagonistin erscheint der Ausdruck störend vielleicht als unangebracht, aber zunächst werden die Erlebnisse ihrer jüngsten Vergangenheit immer nur angerissen und an dem Punkt, an dem man erfahren würde, was passiert ist, was sie erlebt hat, wie alles zusammenhängt, wird abgebrochen. Natürlich kann man zwischen den Zeilen herauslesen, was möglicherweise passiert sein könnte, eine Erklärung dafür, ob man richtig lag mit seinen Vermutungen, gibt es dann erst sehr viel später in der Geschichte. Mhairis Überlebensstrategie ist bewundernswert, dennoch hätte ich sie schon zu Beginn gern mehr kennengelernt, so bleibt einiges doch lange recht vage. Das Buch spielt einige Jahre in der Zukunft und thematisiert die Veränderung der Welt durch Klimawandel, Überbevölkerung, Ausbeutung der Natur und den daraus resultierenden Konsequenzen und Gesetzesänderungen. Im Verlauf der Handlung bekommt man einen groben Überblick über die Sachen, die sich verändert haben, häufig werden die Aspekte jedoch nur angedeutet bzw. angerissen und nicht ausführlicher beschrieben. Es war ein wenig schade, nicht noch mehr darüber zu erfahren, wie sich die Autorin die Zukunft vorstellt, in der die Protagonistin lebt. Es hätte auch Mhairis Welt noch ein bisschen greifbarer und lebendiger gemacht. So überwiegt die Anspannung, Angst, Frustration und der bittere Kampf ums Überleben, der durch die gravierenden Veränderungen in der Welt ja erst ausgelöst wurde. Für die Grundstimmung des Buches ist das auf jeden Fall ideal gewählt, da der Weg, den Mhairi zurück legen muss, alles andere als idyllisch und aufmunternd ist, man kommt allerdings aber auch nur wenig über ihren direkten Fokus hinaus. Denkanstöße werden damit allerdings trotzdem gesetzt, denn die Vision, die präsentiert wird, ist erschreckend, aber vermutlich nicht so unrealistisch, wie man hoffen würde. Es sind viele wichtige Themen eingearbeitet, die jetzt schon aktuell sind und die uns auch in der nahen Zukunft weiter begleiten und beschäftigen werden. Die kurzen Sätze und teilweise abgebrochene Gedankengänge lassen die Geschichte zunächst nicht so flüssig erscheinen, aber der Schreibstil passt zu Mhairi und ihrem Leben, das auch immer wieder ins Stocken gerät, neu sortiert und geplant werden muss. Nach wenigen Seiten hatte ich mich daran gewöhnt, in welcher Form die Protagonistin von ihrem Weg berichtet. Es ist erschreckend und aufwühlend, was sie erlebt, wie viel sie bedenken muss und was alles auf dem Spiel steht. Die kleinen Einschübe, in denen sie ihren Liebsten von "schönen" Dingen berichtet, die sie erlebt oder an ihre Kindheitserinnerungen denkt, sind zwar irgendwie hoffnungsvoll, aber auch unheimlich traurig. So richtig gefangen genommen und vor allem auch emotional komplett erreicht hat mich vor allem der letzte Abschnitt der Geschichte. Die Entwicklungen dort gingen mir unter die Haut. Fazit: Ein Jugendbuch, das den schrecklich harten, entbehrungsreichen Weg der jungen Mhairi enthält, die stellvertretend für so viele Menschen auf der Flucht stehen könnte. Die Ausgangssituation ist erschreckend und sollte uns aufrütteln, die gravierenden Veränderungen der Welt anzugehen, bevor es zu spät ist. Trotz der wirklich ernsten, erschütternden Thematik hat mir persönlich an einigen Stellen etwas gefehlt, um mich wirklich komplett gefangen zu nehmen.
Eine Dystopie, die zu sehr im Davor festhängt
von Verena - 26.01.2019
Davor & Danach Ich liebe dystopische Romane, habe meine Masterarbeit darüber geschrieben - auf Wunsch meines Dozenten mit Fokus auf Young Adult Dystopia, weshalb ich Reihe um Reihe dystopischer Kinder- und Jugendbücher gelesen habe. Entsprechend gespannt war ich auf "Davor und Danach", denn hier sollen hochaktuell Klimawandel, Überbevölkerung und Flucht im Mittelpunkt der Erzählung, die die 14jährige Mhairi auf ihrem Weg vom Sudan nach Schottland begleitet, stehen. Leider wurden meine Erwartungen ziemlich enttäuscht. Autorin Nicky Singer begnügt sich damit, fast schon lieblos die ein oder andere Hightech-Erfindung einzuwerfen; dazu werden oberflächlich ein paar neue Gesetzgebungen erwähnt; Flucht sowie Fluchtursachen werden wenn überhaupt nur angerissen und sind in ihrer Darstellung sehr stereotypisch. Damit soll scheinbar das gesamte dystopische world-building, die politische und gesellschaftliche Situation abgedeckt sein. Schade, denn gerade das hätte den Roman ausmachen können, aber Mhairi hängt in ihrer Reflexion viel zu sehr im "Davor", also mehr oder weniger der Welt des Lesers. Dass das Mädchen als unbegleitete minderjährige Flüchtige in vieler Hinsicht reifer ist als andere 14jährige ist klar, allerdings fehlen mir kindliche Charakterzüge komplett. Vor allem die Art, wie sie Schottland, das sie vor fast 7 Jahren als Kind verlassen hat, wahrnimmt, gleicht der Wahrnehmung eines Erwachsen. Zugegeben, das ist leider ein häufiges Problem dystopischer Jugendromane. Grundsätzlich ist "Davor und Danach" stilistisch betrachtet ein kleines Durcheinander, das mit zu vielen narrativen Methoden spielt, statt sich mehr dem Inhalt zu widmen. Viel zu dick aufgetragen war vor allem das letzte Drittel des Romans, in dem plötzlich noch ein Loveinterest auftaucht, die Oma als "Politikerin" zur Antagonistin wird und Mhairi - wie so viele Dystopia-Heldinnen - ihre altruistische Seite entdeckt. Dabei gehen vereinzelte berührende Momente, die oder andere Metapher mit toller Message leider komplett unter. Das ist wirklich sehr schade, denn man hätte viel mehr machen können aus diesem Roman. (Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass es keine Trilogie wird).
Spannendes Jugendbuch mit aktuellem Thema!
von lesebiene - 26.01.2019
Meine Meinung zum Buch : Der deutschen Autorin Nicky Singer ist mir ihrem Jugendbuch Davor und danach eine düstere und überzeugende Zukunftsvision gelungen, die eindeutig ein wahrer Pageturner ist ! Mit einem flüssigen und atmosphärischen und durch seine Schnelllebigkeit absolut spannend und sehr süffig zu lesen den Schreibstil, befindet man sich als sleeping sofort in einer Geschichte, die einen bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann zieht. Die Story rundum die 14 jährige Mhairi könnte von keiner größeren Aktualität sein als zu unserer heutigen Zeit in der Naturkatastrophen, Überbevölkerung und der Klimawandel auf der Tagesordnung stehen und erschreckende Ausmaße und Vorhersagen annehmen und gerade aus diesem Grund ist dieses Buch nicht nur ein spannender, und stets unterhaltsamer Jugendbuchroman, sondern auch ein Roman, der gerade für Jugendliche durch die beschriebene Aktualität wichtig ist und eine absolut wichtige Botschaft enthält Fazit : Ein spannendes Jugendbuch mit einer wichtigen Botschaft und Aktualität. Absolut lesens und empfehlenswert!
Muma - ich bin am Leben! Papa - die Welt ist schön
von Karou - 25.01.2019
Davor und Danach - Überleben ist nicht genug ist eine Dystopie von Nicky Singer und ist 2019 im Dressler Verlag erschienen. Die Handlung spielt ca. 50 Jahre in der Zukunft und die Folgen des Klimawandels sind deutlich spürbar. Am Äquator ist es längst zu heiß, als dass dort noch irgendein Mensch leben kann. Die Menschen ziehen nach Norden, doch der Norden kann nicht alle aufnehmen. Die Ressourcen werden knapp, die Welt ist überbevölkert. Um der Überbevölkerung entgegen zu wirken wurde die Höchstaltersgrenze von 74 Jahren beschlossen. Auch die 14-jährige Mhairi ist auf dem Weg nach Norden. Auf dem Weg zur Insel Arran in Schottland. Hier wurde sie geboren, hier lebt ihre Großmutter. Aber als ihre Reise begann lebte sie mit ihren Eltern in Khartum im Sudan. Ein weiter Weg! Zu Beginn des Buches ist sie bereits ein Jahr durch die Wüste gewandert und befindet sich nun in Nord-England. Hier begegnet sie einem kleinen Jungen (ca. 5 Jahre alt) und beschließt, nach eigenem Zögern, dass er sie begleiten darf. Ich habe das Buch gesehen und war begeistert, noch bevor ich überhaupt ein einzelnes Wort aus dem Buch gelesen habe. Das Cover ist wunderschön gestaltet und auch einen Buchumschlag der das Buch komplett umschließt habe ich so noch nie gesehen. Dann kam die Leseprobe und mir wurde klar: "Dieses Buch muss ich haben!" Das Buch ist sehr kurzweilig und wenn ich nicht so eine langsame Leserin wäre, hätte ich das Buch wahrscheinlich in eins durchgelesen. Die kurzen Kapitel, mit ihren meist nur 3 bis 5 Seiten, regen immer wieder zum Weiterlesen an. Man ist schnell durch mit einem Kapitel, also schafft man ja schnell noch das nächste, und das nächste, und das nächste... Die Handlung ist sehr gut verständlich, und auch wenn manche Gedanken nicht zu Ende geführt werden (wenn Mhairi sich an schreckliche Dinge, die ihr wiederfahren sind nicht erinnern will) kann man sich doch immer sehr gut vorstellen was passiert ist. Insgesamt finde ich das Buch sehr interessant, es führt uns gut vor Augen wie es enden könnte wenn wir nichts gegen den Klimawandel unternehmen. Die Altersempfehlung "14 - 17 Jahre" kann ich nicht nachvollziehen. "ab 14 Jahre", ja, aber nach oben hin würde ich hier keine Grenze setzen. Ich selbst bin 25 Jahre alt und wurde das Buch all meinen Freunden und auch meinen Eltern empfehlen. Oder wie mein Bruder sagen würde: "All denen, die keine Angst vor der Wahrheit haben."
Düstere Zukunftsvision
von phil09 - 25.01.2019
Mit Davor und Danach malt Autorin Nicky Singer eine düstere Zukunftvision einer Welt am Abgrund und dies geradezu beängstigend realistisch. Beeindruckend und gleichzeitig erschreckend waren vor allem das Gros an aktuellen Themen (Flucht, Abschottung, Umweltprobleme), die sich durch diesen dystopischen Roman ziehen. Storytechnisch ist diese Dystopie also ein echtes (Lese-)Highlight und hat ebenso wie der ungewöhnliche Schreibstil ein dickes Lob verdient - emotional, spannend und realistisch - Nicky Singer findet einfach immer genau die richtigen Worte. Zusammenfassend - tolle Story mit einem grandiosen Spannungsbogen, Charaktere die in Erinnerung bleiben, dazu Themen die geradezu zum diskutieren und nachdenken einladen. An dieser Stelle würde ich starke vier Sterne vergeben. Jedoch ist die Covergestaltung mehr als nur gelungen - vielmehr ist es ein echter Eyecatcher und gehört in jedes Bücherregal! Daher vollkommen verdiente 5 Sterne!!!
Eindringliches Jugendbuch
von Nele33 - 25.01.2019
as Buch der Autorin Nicky Singer besticht erst einmal durch ein wunderschönes und ausgefallenes Cover, ebenso ist die Schutzklappe über den Seiten, die mit dem zweiten Wort des Titels bedruckt ist, eine gute Idee. Mhairi ist 14 Jahre alt und lebt in der Zeit Danach, die Zeit Davor hat sie teils noch erlebt und auch sehr bildlich von ihrem Vater immer wieder erzählt bekommen. Die Ressourcen sind knapp, im Süden gibt es kein Wasser mehr, es finden regelrechte Völkerwanderungen statt. Mhairi die in Schottland geboren ist, verbrachte die letzten 7 Jahre im Suda. Bei der Ausreise/ Flucht verliert sie ihre Eltern und macht sich auf den langen Weg zurück zu ihrer Großmutter. Auf dieser Reise begegnet sie dem kleinen Jungen Mo, der bei ihr bleibt. Angekommen bei der Großmutter wird Mhairi mit völlig veränderten Gesetzen zum Schutze der Bevölkerung konfontiert. Mo ist ein Unerlaubter. Das Buch schildert ein nicht unrealistisches, furchtbares Szenario über die Zukunft der Menschheit. Überbevölkerung, Lebenszeitbegrenzung, Flüchtlinge und Ressourcen Knappheit sind nur einige davon. Diese Vielfalt der Themen führt für mich dazu, dass keins so richtig zu Ende ausgearbeitet wurde. Ich hätte mir mehr Erklärungen und Tiefe zu den technischen und gesetzlichen Veränderungen gewünscht, jedoch ist dieses Buch ja für Jugendliche geschrieben und für diese Altersgruppe auch sehr gut geeignet.
Die Welt danach
von Anonym - 24.01.2019
Am Anfang habe ich etwas gebraucht, um mich an den ungewohnten Schreibstil zu gewöhnen. Aber eigentlich ist er wirklich schön. Man erlebt nämlich alles aus den Gedanken der Protagonistin heraus mit und lernt so ihre besondere Art zu denken kennen und kann gut mit ihr mitfühlen. Dennoch sind ihre Gedanken nicht immer geradlinig, sodass der Text manchmal springt, wie es Gedanken auch tun. Und manchmal sind ihre Gedanken so unglaublich tiefgründig, dass ich kaum glauben konnte sie wäre so jung. Doch Mhairi ist ein authentischer Charakter für so eine grausame Welt und ich habe ihre starke Persönlichkeit beim Lesen bewundert. Vor allem da sie manchmal so abgehärtet wirkt und die Beziehung zu dem Jungen sich nach einer Weile wandelt und man auch eine ganz andere Seite von ihr kennenlernt. Die Veränderung der beiden Personen war sehr interessant mitzuverfolgen. Das hat sie realistisch gemacht, wie echt Personen. Vorallem da die Autorin auf viele Details geachtet hat und sich wirklich Gedanken darüber gemacht hat wie Kinder in so einer Welt sein würden. Der Gedanke, dass unsere Erde irgendwann zerstört sein wird, ist auch ein aktuelles Thema, welches hier gut dargestellt wird. Es ist eine ziemlich dystopische Welt, aber ohne Fantasieelemente. So könnte unsere Welt vielleicht auch irgendwann ausseehen, weshalb das Buch auch zum Nachdenken anregt. Dazu wird auch das Flüchtlingsthema angesprochen und gut veranschaulicht, sodass ma sich denken kann was Flüchtlinge durchmachen müssen um zu überleben. Die Handlung ist sehr spannend, denn ich wollte die ganze Zeit wissen, ob die Zwei an ihrem Ziel ankommen und zwischendurch passieren viele Dinge und man erfährt auch immer mehr über das "Davor", also wie die Welt war als es noch nicht so schlimm war.  Für ein Jugendbuch ist es ziemlich hartes Thema und ich bin mir auch nicht sicher, ob Jüngere wirklich alles Anspielungen und die bildlichen Beschreibungen verstehen würden. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es ein Buch ist, dass jeder gelesen haben sollte. Es ist perfekt um sich vor Augen zu führen, was eines Tages aus unserem Planeten werden könnte und welche Probleme wie jetzt schon haben. Außerdem ist es sehr gefühlvoll und tiefgründig und es hat mir beim Lesen sehr gut gefallen und letztendlich konnte es mich auch sehr berühren.
Enttäuschend
von Stefanie K. - 23.01.2019
Davor und Danach ist mir schon lange vor Erscheinungstermin mit seinem besonderen Cover und dem interessanten Klappentext aufgefallen. Ich habe mich auf eine spannende Dystopie bzw. ein Buch mit ein wenig Endzeitstimmung, bedingt durch Klimawandel, gefreut. Leider hat dieses Buch mit einer Dystopie überhaupt nichts zu tun. Das Buch spielt zwar mindestens 20 Jahre in der Zukunft, aber die Autorin hält es nicht für notwendig die Welt ein wenig näher zu erklären und zu beschreiben. Kurze Sätze am Rande benennen ein paar aktuelle Gesetze und immer wieder erzählt die Protagonistin vom Davor. Vielen Dank, das davor kenne ich selbst, aber mich hätte mehr interessiert wie die Welt im Danach aussieht. Das world-building ist in diesem Buch einfach nur schlecht und dafür gibt es dicke Punkte Abzug. Das Thema des Buches ist Flüchtlinge und der Umgang mit dieses. Ein Thema, das immer noch aktuell und politisch brisant ist, zusätzlich auch unglaublich wichtig. Leider ist es der Autorin nicht gelungen dieses Thema für mich auf eine spannende und packende Art und Weise zu verpacken. Das Buch liest sich zwar recht schnell, aber die Handlung ist meist leider sehr zäh und ich hab mich stellenweise wirklich gelangweilt. Zudem ist der Schreibstil sehr nüchtern und emotionslos, so dass mich die Geschichte nicht wirklich berühren konnte und alles sehr distanziert wirkt. Die Geschichte hat eigentlich Potenzial, aber die Umsetzung war mir leider zu blass und unausgereift. Sehr enttäuschend, da ich mich wirklich auf das Buch gefreut habe.
Must Read! Jetzt schon eines der besten Bücher 2019!
von Wisent - 21.01.2019
Als ich mir dieses Buch besorgte, da dachte ich mir: hmmm... schicke Aufmachung, schönes Cover und die Leseprobe passt auch, ein Teenager in einer Welt die stark unter den Folgen des Klimawandels zu leiden hat, fast ein bissl postapokalyptisch. Gebongt, das lese ich, viel tiefsinniger waren meine Gedanken zu diesem Buch ehrlich gesagt nicht. Und dann kam es bei mir an und ich wurde eines Besseren belehrt! Diese Buch muss man gelesen haben und ich sage euch auch warum, und zwar in einem typischen Stilmittel dieses Buches, der Aufzählung von Stichpunkten: - es ist lange, sehr lange, her, dass ich ein derart emotionales, aber gleichzeitig völlig unkitschiges Buch lesen durfte - es ist nicht möglich sich der Spannung und Verzweiflung dieses Buchs zu entziehen - es öffnet den eigenen Blickwinkel, auf Dinge die heute schon passieren, heute schon Menschen leiden und sterben lassen - als es zu Ende war musste ich weinen, um die Charaktere im Buch und um die Welt und ich weine normalerweise höchstens zwei mal im Jahr - und es ist äußerlich ein verdammt schönes Buch Und all diese großen Versprechungen werde ich jetzt näher erläutern. Mhairi ist noch ein Teenager, gerade mal 14 Jahre alt als diese Geschichte beginnt, eigentlich ist sie Schottin, jedoch arbeitet ihre Mutter für ein Solarprojekt in Khartum und so ist sie auch dort als der Menschheit wirklich klar wird, dass der Klimawandel unumkehrbar ist und der Kampf um die Ressourcen beginnt. Grenzen werden geschlossen, Flughäfen werden geschlossen, Menschen irren umher, heimatlos und verzweifelt. Mhairi hat es am Anfang dieser Geschichte bereits bis nach England geschafft als sie einem kleinen Jungen begegnet, dieser ist hilflos und ohne ältere Begleiter. Mhairi kämpft mit sich; ihn mitnehmen und so das eigene Durchkommen zu ihrer Großmutter auf die Insel Arran gefährden, oder ihn hilflos zurücklassen in dem Wissen, dass er das nicht überleben wird? Wer Mhairi an dieser Stelle Egoismus vorwirft verkennt die Umstände. Sie hat sich fast ohne Hilfe von Khartum bis nach England durchgeschlagen, etwas das für ihre Fähigkeiten und ihren Instinkt spricht. Das Buch spart nicht mit Innenansichten von Mhairis Seelenleben, ihrer Gedankenwelt, ihren dunklen Erinnerungen. Das könnte öde und langatmig oder gar kitschig sein, es hilft jedoch ungemein diese völlig ungewöhnliche 14- Jährige zu verstehen. Ihre Sturheit, ihre Tapferkeit, ihre Unehrlichkeit, ihre Durchtriebenheit, alles ist ein Spiegel ihrer Erfahrungen in dieser Welt. Fazit Das Buch spart nicht mit düsteren Beschreibungen, scheinbar ausweglosen Situationen, durch die kurzen Kapitel von oft nur 4-5 Seiten bleibt man nah am Geschehen, es git keine Seitenstränge der Handlung, nur einige wenige Rückblenden in die Zeit vor der Bgegnung mit dem namenlosen Jungen, doch diese Beschränkung wirkt wie ein Magnet, zieht einen in Mhairis Leben indem unnötiges konsequent nicht erzählt wird. Die ganze Geschichte dreht sich um Flucht vor widrigsten klimatischen Umständen, in dieser Geschichte können Menschen nicht mehr in Äquatornähe leben, gigantische Flüchtlinsströme setzen ein, doch die kühleren, lebenswerteren Staaten wollen ihr Land und ihre Ressourcen nicht teilen. Auch wir leben heute schon in einer Welt in der der Begriff Klimaflüchtling bekannt ist, das sorgte bei mir für großes Unbehagen beim Lesen. Warum ich geweint habe, wird an dieser Stelle nicht verraten, wer dieses Buch beendet hat, wird selbst weinen oder diese Reaktion zumindest nachvollziehen können. Lieber gehe ich jetzt noch positiv an das wunderschöne Doppelcover ein (die Vorderseite seht ihr auf dem Foto, die Rückseite enthält das selbe Motiv mit weißem Hintergrund und orangegoldenen Umrissen) das mit glänzenden Goldtupfern gesprenkelt ist und die zusätzliche Klappenbroschur die den Schnitt seitlich schützt, schick gemacht, eine wirklich edle Optik. Aus all diesen Gründen erhält dieses wunderbare Buch maximale Punktzahl!
Interessant und Brisant
von Anonym - 21.01.2019
Nun zu meiner Rezi von Davor und Danach . Das Packing mit der Schutzleiste ist sehr interssant. Dies kannte ich bisher nicht von Büchern und schützt natürlich das Buch mehr mit dieser zusätzlichen Klappenleiste. Jedoch führte es dazu, dass ich dachte es heißt nur Danach . Das ist dann doch etwas ungünstig. Zur Story: Die 14-jährige Schottin Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Berfufsbedingt durch ihre Eltern lebt sie einige Jahre im Sudan und kämpft sich dann zurück nach Schottland. Dabei adoptiert sie den kleinen Mo als Bruder um eine Lebensschuld auszugleichen. Es ist eine sehr interessante Buchidee mit einem top aktuellen Thema und Brisanz. Für die volle Punktzahl muss ich allerdings das Gefühl haben das Buch gleich nochmals lesen zu wollen. Das habe ich hier leider nicht. Als Vergleichsbuch nehme ich die Die Welle , welche sich besser fand. Dies liegt auch daran, dass die Welt in der Davor und Danach spielt erst zur Buchmitte wirklich näher erläutert wird. Obwohl es nur ein Roman ist hätte ich mir mehr zum Thema gewünscht. Es bietet keine Lösung oder einen Ausblick. Die Problematik der Ressourcen wird einfach stehen gelassen bzw. Spoiler erfolgt die Beugung der Protogonisten. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.
von S.L. - 21.01.2019
Mhairi wurde in Schottland geboren. Das ist wichtig, deshalb hätte sie das Recht, im kühlen, angenehmen Norden der Welt zu leben, nicht im heißen, trockenen und lebensfeindlichen Süden. Nur: sie ist im Süden und auf dem Weg nach Hause werden ihre Eltern getötet, wird sie bestohlen und bedroht, verhärtet ihr Herz. Nur dadurch, dass sie die Schrecken in eine gedachte "Festung" verdrängt, kann sie weitergehen. Erinnerungen ans "Davor" helfen und lassen sie Verantwortung für einen kleinen bronzefarbigen Jungen übernehmen. Das kann sie 25 Jahre ihres Lebens kosten, denn ein unerwünschtes Kind einzuschleusen, ist verboten. Sie soll also nicht die gesetzliche Lebenszeit von 74 Jahren haben, sondern mit 49 eingeschläfert werden! Ein unglaubliches Szenario, welches Nicky Singer entworfen hat. Ab 15 Jahren ist man ein guter Bürger, wenn man Lebenszeit abgibt! Menschen aus armen Ländern sind nichts wert.... Sehr spannend zu lesen, eine zugespitzte Zukunftsvision, die emotional sehr stark anspricht. Gibt Denkanstöße und ist unbedingt zu empfehlen.
Mitreißendes Flüchtlingsabenteuer das zum Nachdenken anregt
von Sandra8811 - 20.01.2019
Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Mich hat vor allem ein Satz in der Buchvorstellung neugierig gemacht, nämlich: "Eine berührende Geschichte über Klimawandel, Überbevölkerung und den Umgang mit Flüchtlingen.". Vielen Dank an Vorablesen und den Verlag, dass ich das Buch vorab lesen durfte! Cover: So ein Cover wie bei diesem Buch habe ich noch nie gesehen. Die Seiten des Taschenbuches sind perfekt geschützt, da sich der hintere Einband um den Buchschnitt klappen lässt. Die goldenen Verzierungen auf beiden Seiten sind wunderschön. Die helle und die dunkle Seite spiegeln gut den Inhalt wider. Inhalt: Mhairi ist auf der Flucht. Sie will vom Sudan nach Schottland reisen um zu ihrer Großmutter zu gelangen. Leider ist dies aufgrund Wassermangel, Klimawandel und der Überbevölkerung der Welt nicht ganz so leicht. Als sie dann auch noch einen kleinen stummen Jungen als Gefährten erhält, muss sie sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist. Handlung und Thematik: Die Buchvorstellung umreißt eigentlich ganz gut den Inhalt des Buches wieder. Die Autorin hat es geschafft, das schwere Leben von Flüchtlingen in nur wenigen Seiten packend zu vermitteln. Ich habe mir nie allzu viele Gedanken gemacht, wie schwer es die Flüchtigen haben, nun hat sich meine Sicht geändert. Auch wenn die Handlung in einer dystopischen Zukunft spielt, ist sie nicht wirklich abwegig. Sie ist super realistisch aufgebaut und hat ein bewegendes Ende. Wassermangel und Überbevölkerung sind auch in der heutigen Zeit schon in einigen Gegenden Alltagsprobleme. Charaktere: Mhairi ist schon seit einiger Zeit allein auf der Flucht. Dies äußert sich in ihren verworrenen Gedanken. Sie hat Gefühlsausbrüche und kommt mit anderen Menschen nicht allzu gut zurecht. Anfangs fand ich es ein wenig befremdlich, mit der Zeit wuchs sie mir aber sehr ans Herz. Ihr kleiner Begleiter war, auch wenn er sich nicht so viel mitteilte, auch direkt sympathisch. Schreibstil: Nicky Singers Schreibstil empfand ich am Anfang gewöhnungsbedürftig. Die Sätze waren verwirrend und wirkten unzusammenhängend. Als ich mich aber daran gewöhnte und herausfand, dass sie dadurch Mhairis Psyche abbildete, fand ich es einfach nur genial. Dadurch, dass alles aus der Ich-Perspektive von ihr geschrieben wurde, konnte man alles hautnah miterleben. Besonders Vergleiche wie "Augen wie Becher" scheinen es der Autorin angetan zu haben. Es wiederholte sich immer mal wieder, aber ich fand es trotzdem nicht störend, es war jedoch nach der dritten Wiederholung nichts besonderes mehr. Nicky Singer lies bei ihren Beschreibungen keine Wünsche offen. Die Kapitel waren ziemlich kurz, dadurch waren es insgesamt eigentlich weniger Seiten, da immer mal wieder eine Dreiviertel-Seite leer war. Die von ihr aufgebaute Welt fand ich super. Auch die Nebencharaktere waren gut gewählt. Anfangs dachte ich mir fehlt etwas, aber das Gefühl verschwand dann nach ungefähr der Hälfte. Ab der Hälfte konnte ich Mhairis Abenteuer nicht mehr weglegen und suchtete es in einem Zug durch. Das Buch lässt mich mit vielen nachdenklichen Gedanken zurück, was ich großartig finde! Persönliche Gesamtbewertung: Absolute Leseempfehlung, nicht nur für Jugendbuch-Liebhaber! Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich mir nie viele Gedanken über die Erlebnisse, deren Folgen und das Leben von Flüchtlingen gemacht. Das Buch hat sehr zum Nachdenken angeregt. Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, man gewöhnt sich aber relativ schnell daran.
Überwältigend und vielschichtig
von Tara - 20.01.2019
Mich hat schon lange kein Buch mehr so sehr gefesselt wie "Davor und Danach" von der Autorin Nicky Singer. Die Handlung spielt 2049 und die Welt besteht aus geschlossenen Grenzen und Kontrollpunkten. Es gibt zu viele Menschen und zu wenig Wasser, das nur noch im Norden zu finden ist. Umweltkatastrophen sind zum Alltag geworden. Mhairi ist 14 Jahre, besitzt nichts außer einer Waffe und ihren Papieren. Nachdem ihre Eltern starben ist sie alleine aus dem Sudan durch Großbritannien nach Schottland gereist. Dabei geht es für sie erst einmal nur darum zu überleben, bis sie den kleinen Muhammed trifft und beginnt sich um ihn zu kümmern. Sehr eindringlich beschreibt Nicky Singer auf 384 Seiten in 110 Kapiteln den Kampf um das Überleben, um Wasser und Nahrung. Der Schreibstil ist einfach, prägnant und fesselt durch die kurzen Kapitel. Auf mich hatte das Buch eine Sogwirkung, da ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und die flüssige, eindringliche Sprache mich zum stetigen Weiterlesen animiert hat. Die Themen des Romans sind brisant, fesselnd und erschreckend, da sie nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern unsere Zukunft durchaus authentisch wiedergeben. Die extremen Situationen werden glaubhaft dargestellt und gehen unter die Haut. Dabei geht es nicht nur um den Klimawandel und die katastrophalen Verhältnissen auf der Welt, sondern auch um Freundschaft, Familie und Moral. Mich hat dieses - vom Verlag als Jugendbuch deklarierte Buch - gefesselt und ich denke, dass es sich für erwachsene Leser ebenso eignet, wie als auch als Schullektüre, da es gut als Grundlage für Diskussionen eignet.
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