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10 Stunden tot

Thriller. Originaltitel: Motiv X. 1. Auflage.
Buch (kartoniert)
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Eine grausame Mordserie. Ein unlösbares Rätsel. Fabian Risks härtester Fall.

Ein Mörder wählt seine Opfer scheinbar zufällig aus. So hinterlässt er keine Spuren. Kommissar Fabian Risk und das Helsingborger Kommissariat stehen vor einem Rätsel.

Helsingb … weiterlesen
Buch

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Produktdetails

Titel: 10 Stunden tot
Autor/en: Stefan Ahnhem

ISBN: 3550200056
EAN: 9783550200052
Thriller.
Originaltitel: Motiv X.
1. Auflage.
Übersetzt von Katrin Frey
Ullstein Verlag GmbH

2. Mai 2019 - kartoniert - 495 Seiten

Beschreibung

Eine grausame Mordserie. Ein unlösbares Rätsel. Fabian Risks härtester Fall.

Ein Mörder wählt seine Opfer scheinbar zufällig aus. So hinterlässt er keine Spuren. Kommissar Fabian Risk und das Helsingborger Kommissariat stehen vor einem Rätsel.

Helsingborg ist nicht mehr der idyllischen Ort an der schwedischen Küste, der er mal war. Während eine Reihe von Morden die Stadt erschüttert, kämpft Kommissar Fabian Risk gegen sein ganz persönliches Leid: Seine Familie droht an seiner Arbeit als Mordermittler zu zerbrechen. Aber sein Job ist sein Leben. Er kann nicht anders und nimmt sich der Aufklärung der Morde an, doch er findet keine Spur. Risk und seine Kollegen ahnen nicht, dass der Täter seine Opfer durch ein Würfelspiel rein zufällig auswählt, genau wie die Mordwaffe und den Tatort. So lassen sich keinerlei Verbindungen zu ihm herstellen. Wird dieser Fall ungelöst bleiben?

Wie es weitergeht, erfahren Sie im fünften Fall für Fabian Risk - dem spannungsgeladenen Finale des Würfelmörders. Ab Mai 2020 im Handel erhältlich.

"Der Roman fesselt von der ersten bis zur letzten Seite!" In Touch

Portrait

Stefan Ahnhem ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens. Seine Bücher sind allesamt Bestseller und preisgekrönt. Bevor Ahnhem begann, selbst Krimis zu schreiben, verfasste er Drehbücher unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Kopenhagen.

Pressestimmen

"... beste Unterhaltung samt Gesellschaftskritik in der richtigen Dosierung...", Freie Presse Chmnitz, Sabine Wechelt, 07.06.2019

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Minus 18 Grad
Buch (kartoniert)
von Stefan Ahnhem
vor
Bewertungen unserer Kunden
Verwirrend
von Gisel - 30.07.2019
Ein Mörder wählt seine Opfer scheinbar zufällig aus. Das Helsingborger Kommissariat tut sich schwer, hier Zusammenhänge zu finden. Währenddessen versucht Kommissar Fabian Risk für seine eigene Familie da zu sein, andererseits will er im Geheimen die Ermittlungen seines verstorbenen Kollegen weiterführen. Stress ist für ihn vorprogrammiert. Dieser Band setzt nahtlos an seinen Vorgänger "Minus 18°" an. Wer sich an diesen Band wagt, sollte die bisherigen Geschehnisse gut kennen. Das ist das größte Manko an diesem Buch, denn obwohl ich die bisherigen Bände kenne, tat ich mich schwer, in die Geschichte reinzukommen und die verschiedenen handelnden Personen einzuordnen. Der Autor Stefan Ahnhem verbindet hier wieder mehrere Handlungsstränge miteinander. So wird der Leser erstmal ziemlich verwirrt und muss sehen, wie er sich durch das Geschehen kämpft. Das ist schade, denn der Kriminalfall an sich ist grandios zusammengestellt, während die Geschehnisse um Fabian Risks Familie sehr aufwühlend und realistisch erscheinen. Das eher offene Ende allerdings lässt vermuten, dass der nächste Band wieder nahtlos an dieses Buch ansetzt - und viele Leser erstmal wieder ratlos hinterlässt Wer die Bänder hintereinander liest, den erwartet viel Spannung und meisterhafte Kriminalistik. Alle anderen Leser werden sich eher schwer tun mit dieser Geschichte, und Quereinsteiger haben vermutlich keine Chance, in diesem Geschehen den Überblick zu gewinnen. Somit kann ich nur 3 von 5 Sternen vergeben, eine echte Empfehlung vergebe ich nur für die Reihe, wenn man die Bücher konsequent hintereinander wegliest.
Toller 4. Band der Reihe!
von M.Tiller - 29.07.2019
Bei diesem Buch handelt es sich um den 4. Band der Reihe, die um den Kommissar Fabian Risk geht. Nach wie vor hat er große private Probleme wegen seinem großen Arbeitseinsatz als Kommissar. Sein aktuellster Fall stellt ihn vor ein Rätsel. Es gibt mehrere Morde, die scheinbar überhaupt keinen Zusammenhang zueinander haben. Doch es ist immer derselbe Täter. Doch warum bringt er seine Opfer um und warum ist scheinbar jeder Mord völlig anders? Ich habe bereits die drei vorhergendene Bände der Reihe gelesen und mag den Schreibstil von Stefan Ahnhem sehr. Auch dieses Mal hat er es wieder geschafft, mich schnell zu fesseln und ins Buch zu ziehen. Durch die vielen Handlungsstränge blieb der Thriller spannend und undurchsichtig und hat mich öfter auf die falsche Fährte gebracht. Ich fand es schade, dass das Ende offen blieb, hoffe aber im folgenden Band die Auflösung zu bekommen.
die Umsetzung lässt zu wünschen übrig
von lucyca - 20.07.2019
Der Klappentext weist darauf hin, dass sich Risk dieses Mal mit einem ganz perfiden Mörder zu tun bekommt. Mittels eines Würfelspiels liest der seine Opfer, Tatwaffe und Ort aus, rein willkürlich. Dabei hofft dieser, dass er möglichst rasch zu seiner nächsten Tat schreiten darf, mit relativ kurzer Vorbereitungszeit. Gleichzeitig wird ein 11-jähriger Junge mit ausländischen Wurzeln auf kaum vollstellbare Weise getötet. Geht dieser Mord auf das Konto rechtsradikaler Gruppierungen oder ist der Täter ein Pädophiler, der sein Opfer so zum Schweigen bringt? Auf dieser Basis beginnt das Buch. Stefan Ahnhem gelingt es zwar, gleich eine relativ hohe Spannung mit den einzelnen Kapiteln aufzubauen. Mit den vielen Erzählsträngen hatte ich anfänglich meine Mühe und hat meinen Lesefluss stark beeinflusst. Kommissar Risk tritt in diesem Buch total ausgewechselt auf. Ich kann mir zwar vorstellen, nach dem seine Familie mit argen Schicksalsschlägen konfrontiert wurde, dass er mich jetzt vermehrt um diese kümmert. Trotzdem, seine Leidenschaft gehört immer noch der Mordermittlung. Dieses Mal lebt er sie eher im privaten Leben als öffentlich aus. Auch die anderen Charaktere sind vom Autor sehr gut beschrieben und fügten sich jeweils gut in die Geschehnisse ein. Mich hat aber gestört, dass es so viele Wiederholungen gab. Wie weiter ich gelesen habe, sehnte ich den Schluss in diesem Wirrwarr förmlich herbei. Die entsprechenden Lösungen wurden dann wie nebenbei präsentiert. Hingegen was den Würfler anbelangt, ja da tappt man weiterhin im Dunkeln. Ich weiss, dass dieses Buch der Auftakt zu einer Reihe ist. Ich hoffe stark, dass die Forsetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt und es weniger Handlungsstränge und Nebengeräusche gibt. Die Vorgänger-Thriller mit Kommissar Risk habe ich alle gelesen, was mir in diesem Buch vielleicht zugutekam. Dieses Buch ist in meinen Augen vor allem das Schwächste. Eine eindeutige positive Leseempfehlung kann ich leider nicht abgeben, da mich der Inhalt und die Umsetzung nicht überzeugten.
Ein zu offenes Ende
von Buchliebhaberin - 14.07.2019
10 Stunden tot ist der 4. Fall für den Kommissar Fabian Risk von Stefan Ahnhem. Es ist auch sein komplizierter. Ein Täter, der verschiedene Menschen tötet und zwar rein nach dem Zufallsprinzip. Er würfelt jedes Detail aus und macht es den Ermittlern damit fast unmöglich ihn zu fassen. Denn es sind einfach keine Gemeinsamkeiten zu erkennen. Der neuste Fall beschäftigt sich auch wieder sehr mit Fabians Privatleben, dass wie immer unter dem Job leidet. Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich das Buch bewerten soll. Einerseits fand ich die Grundidee sehr spannend, aber die Umsetzung ist nicht so ganz gelungen. Es gibt zu viele Handlungen, die auch zum Ende nicht vollständig aufgeklärt werden. Soll das ungeklärte Ende auf ein weiteren Band hindeuten? Allerdings gibt es dafür bisher keinen Hinweis im Buch. Ausserdem wird viel auf persönliche Probleme hingewiesen, so dass es schwierig ist dem Buch als Einzelband zu folgen. Ich kenne zwar alle Vorgänger aber es lag zu viel Zeit dazwischen, so dass mir viele Zusammenhänge nicht mehr bewusst waren. Aus diesem Grund empfehle ich allen, die Serie möglichst schnell hintereinander zu lesen. Somit hat mich das Buch insgesamt eher enttäuscht, was auch viel an dem zu offenen Ende liegt.
Eine super Fortsetzung
von Buecherfreund - 14.07.2019
Bisher haben mich alle Bücher von Stefan Ahnhem begeistert und so ist es auch dieses Mal. Man muss dazu aber sagen, dass es sich um die Fortsetzung der Reihe um den Kommissar Fabian Risk handelt. Wer zumindest das letzte Buch ( Minus 18° ) nicht gelesen hat, dürfte aufgrund des nötigen Hintergrundwissens etwas verwirrt sein. Doch wer die Bücher von Ahnhem liebt, dem wird dieses sehr gefallen. Nachdem seine Familie beim letzten Fall nur knapp einer Katastrophe entgangen ist, ist Risk erst mal vom Dienst freigestellt. Doch die neuen Fälle lassen ihm keine Ruhe, vor allem auch, weil er sich nicht sicher ist, ob er einem seiner engsten Kollegen überhaupt noch vertrauen kann. So stürzt sich Risk wieder in die Arbeit und ermittelt auf eigene Faust. Für Ahnhem typisch reißt er seinen Leser wieder mit. Spannend und rasant wird die Geschichte vorwärts getrieben. Dabei werden ständig neue, unerwartete Erzählstränge eröffnet, die alles Bisherige wieder in Frage stellen. So auch ganz zum Schluss. Denn wer meint, dass von Risk alles restlos aufgeklärt werden kann, liegt falsch. Auch dies ist fast schon typisch für Ahnhem und schon jetzt bin ich neugierig auf die Fortsetzung.
Pageturner, offenes Ende, viele Handlungsstränge
von Sandra Schmidt - 13.07.2019
Bei 10 Stunden tot von Stefan Ahnem handelt es sich um den vierten Teil der Fabian Risk Reihe. Kommissar Fabian Risk und das Helsingborger Kommissariat stehen vor einem Rätsel, da ein Mörder seine Opfer scheinbar zufällig auswählt und keine Spuren hinterlässt. Einst war Helsingborg ein idyllischer Ort an der schwedischen Küste. Eine Reihe von Morden erschüttert die Stadt und Kommissar Risk kämpft gegen sein persönliches Leid. An seiner Arbeit als Mordermittler droht seine Familie zu zerbrechen. Denn für Risk ist sein Job sein Leben. Daher kann er nicht anders und nimmt sich der Aufklärung der Morde an, doch er findet keine Spur. Sieh ahnen nicht, dass der Täter seine Opfer, die Mordwaffe und den Tatort durch ein Würfelspiel rein zufällig auswählt. Wird der Fall ungelöst bleiben? Für mich war dies das erste Buch aus dieser Reihe und ich empfehle jedem Neueinsteiger , zuerst die anderen Bücher zu lesen. Hier wird sehr viel aus dem Privatleben von Risk erzählt und ich hatte sehr oft das Gefühl, dass mir wichtige Infos fehlten. Die Ausdrucksform des Autors hat mir sehr gut gefallen. Sehr viele Handlungsstränge werden begonnen und teilweise nicht zu Ende geführt- dies geschieht wohl im nächsten Band. Stellenweise konnte ich dieser Geschichte nicht mehr folgen, da zuviel passiert. Das Privatleben der Ermittler hat die Spannung ganz schön gehemmt. Hier wird für meinen Geschmack zu viel Raum gegeben. Der Plot- hier hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Als ich die Innenseite des Umschlages gelesen hatte, darauf hin hätte ich das Buch nicht gekauft. Zuviele facettenreiche, u nglaubwürdige Charaktere, die eine zu große Nebenrolle spielen. Ich empfehle dieses Buch weiter, an alle Leser, die ein Fan dieser Reihe sind.
Viele lose Enden
von Anonym - 08.07.2019
Eine Frau wird auf brutale Weise überfallen; eine weitere Frau wird in ihrer eigenen Wohnung Opfer einer unwissentlichen Bedrohung und gerät immer weiter in die Spirale von Wahnvorstellungen; ein kleiner Junge verschwindet und wird im weiteren Sinne des Wortes zu Tode gefoltert, wobei die Meinungen zum Motiv in unterschiedliche Richtungen gehen; ein Unbekannter mordet scheinbar wahllos in der schwedischen Stadt; eine Polizistin, die schon bald nicht mehr objektiv sein kann; und ein Polizist, der vor dem Ende seines Familienlebens steht und der einem anderen, älteren Fall auf eigene Faust und ohne Rückendeckung nachgeht. Auch wenn der Leser nach der Inhaltsangabe auf dem Buchrücken nur mit einem willkürlich mordenden Monster rechnet, so wird ihm doch einiges mehr geboten. Der Leser hat zunächst das Gefühl, einfach in etwas hineingeworfen zu werden, was zu groß erscheint, als dass er es erfassen könnte. Auch vor dem Hintergrund, dass es hier bereits vorangehende Bücher gab, welche die nun aufgegriffenen Geschichtsfetzen weiterführt, wirkt das Übermaß an Informationen erschlagend. Doch schnell wird deutlich, dass alles getrennt voneinander betrachtet werden darf, was dazu führt, dass sich auch ein unerfahrener Leser, der die Gegebenheiten und Personen nicht bereits aus früheren Büchern kennt, in die Geschichte einlesen kann. Zwar tauchen immer mal wieder Anekdoten aus der Vergangenheit auf, allerdings sind diese eher nebensächlich, werden erklärt oder sind eingängig. Was allerdings zwischen den ganzen Erzählsträngen nicht wirklich gut hervorkommt, ist die eigentlich versprochenen Geschichte des Buches. Kürzt man alles, was man nicht erwartet hat, aus dem Buch raus, so könnte man das Buch auf ein Minimum reduzieren. Nun stellt sich hier die Frage, ob man sich als Leser überzeugen und entführen lassen will in eine Welt der Nebensächlichkeiten und der Fälle, die man nicht kennt, oder ob man auf das Versprochene bestehen will und enttäuscht ist, weil man nicht bekommt, was man erwartet hat. Ich persönlich habe hierzu die Meinung entwickelt, dass der Leser durch das, was er zusätzlich geliefert bekommt, entschädigt wird. Vor allem davon, dass sich eine Spannungskurve an die nächste heftet und durch die vielen unterschiedlichen Handlungsstätten eine unterbewusste Spannung aufbaut, alles zum Ende kommen lassen zu wollen. Lässt man sich also darauf ein, wird man belohnt.
Wenn die Würfel fallen
von claudi-1963 - 07.07.2019
Der Würfel nimmt eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Menschheit ein. Er war sozusagen der erste Zufallsgenerator, den der Mensch erfand. (Welt der Würfel.de) Seine Opfer wählt er nicht unscheinbar aus, der neuste Serientäter der den Ermittlern des Helsingborger Kommissariat das Leben schwer macht. Sondern er hat sein ganz eigenes Prinzip, wie er seine Opfer auswählt. Mit ausgeklügelten Würfeln erwählt er sich seine Opfer, den Tatort, die Mordwaffe und vieles andere mehr. Den dieser bizarre Mörder überlässt nichts dem Zufall. So ist Helsingborg auch nicht mehr die idyllische Küstenstadt Schwedens, die sie mal war, sondern die Menschen haben plötzlich Angst der nächste zu sein. Fabian Risk derweil muss sich mit ganz anderen Kämpfen abplagen. Froh ist er, das endlich seine Tochter Matilda aus dem Koma erwacht ist, doch in der Familie liegt nach diesem Zwischenfall vieles in Scherben. Trotzdem er eigentlich um diese kämpfen wollte, widmet sich Fabian um den Selbstmord eines Kollegen, der ihm Rätsel aufgibt. Doch auch Matilda hat sich seit dem Vorfall verändert, Fabian kommt einfach nicht mehr an sie heran. Werden sie den Täter finden, bevor er sein nächstes Opfer erwürfelt hat? Und wird Fabian seine Familie retten können? --- Meine Meinung: Ein düsteres Bild überstrahlte das Cover zum vierten Fabian Risk Fall. Nachdem ich Minus 18 gelesen hatte, musste ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil war unterhaltsam, spannend und sehr interessant, auch wenn es zwischendrin ein paar Szenen gab, die etwas ausladend waren. Doch der Plot konnte mich mehr als überzeugen. Einen Täter der seine Opfer auswürfelt und dazu noch alles drumherum, fand ich schon sehr skurril und wahnsinnig interessant. Ich hatte förmlich Gänsehaut allein von der Vorstellung, dass es bei dem Täter jeden treffen könnte, ob Kind, Frau oder Mann und dies zu jeder Zeit und an jedem Ort. Besonders der kleine Flüchtlingsjunge der zum Opfer wurde, musste ich schon schwer schlucken. Ich fragte mich, wie soll man da als Ermittler ein Profil erstellen, wenn man erst einmal den Zusammenhang suchen muss, wieso die Menschen getötet wurden? Leider dauerte es immer recht lange, bis der Täter erneut zuschlug. Den es wurde immer wieder unterbrochen durch den zweiten Handlungsstrang bei dem es um Fabian Risk und seine Familie ging. Natürlich beschäftigte sich Fabian auch dieses Mal mit einem Fall, den ganz ohne Arbeit kann dieser Mann einfach nicht. Jedoch gerade hier empfand ich einige Passagen schon recht langatmig, sodass deshalb bei mir öfters die Spannung wieder abflachte. Hier kam für mich wieder der das typische bei skandinavischen Krimis zum Tragen, die oft recht detailliert und ausschweifend beschreiben. Dennoch war es gut mitzuerleben, wie es mit Matilda und Familie Risk weiterging. Doch ein bisschen war ich verwirrt über ihre Reaktion gegenüber ihrer Familie und im Speziellen ihrem Vater Fabian gegenüber. Sie wirkte da auf mich manchmal ein bisschen schon zu erwachsen. Besonders wurde mir hier wieder einmal bewusst, wie schwierig es für Ermittler ist Beruf und Privates unter einen Hut zu bekommen, ohne das eines auf der Strecke blieb. Ich muss ehrlich sagen dies beschrieb der Autor hier sehr gut. Die Charaktere, die ich schon vom Vorband kannte, konnten mich auch hier erneut überzeugen. Insbesondere Fabian Risk der seinen eigenen inneren Kampf ausfocht, konnte ich mitunter gut verstehen. Ebenso gefiel mir die sehr engagierte Irene Lilja sehr gut. Trotz den unnötigen Längen konnte mich das Buch größtenteils wieder überzeugen. Lediglich das abrupte und offene Ende hat mich mal wieder fragend zurückgelassen. So warte ich nun auf den nächsten Band, um hoffentlich Klarheit zu bekommen und gebe diesem Buch wegen der famosen Idee des Täters 4 von 5 Sterne.
Drei Sterne
von trucks - 30.06.2019
Drei Sterne Stefan Anhem kriegt mich mit seinen Büchern immer relativ rasch - oder gar nicht... Das ist komisch, das variiert wirklich fast von Buch zu Buch... Meistens mag man ja einen Autor entweder immer oder halt gar nicht; hier ist so, dass mich das Buch wieder einmal teilweise von sich überzeugen konnte, aber eben nicht in voller Gänze leider. "Ein Mörder wählt seine Opfer scheinbar zufällig aus. So hinterlässt er keine Spuren. Kommissar Fabian Risk und das Helsingborger Kommissariat stehen vor einem Rätsel. Helsingborg ist nicht mehr der idyllischen Ort an der schwedischen Küste, der er mal war. Während eine Reihe von Morden die Stadt erschüttert, kämpft Kommissar Fabian Risk gegen sein ganz persönliches Leid: Seine Familie droht an seiner Arbeit als Mordermittler zu zerbrechen. Aber sein Job ist sein Leben. Er kann nicht anders und nimmt sich der Aufklärung der Morde an, doch er findet keine Spur. Risk und seine Kollegen ahnen nicht, dass der Täter seine Opfer durch ein Würfelspiel rein zufällig auswählt, genau wie die Mordwaffe und den Tatort. So lassen sich keinerlei Verbindungen zu ihm herstellen. Wird dieser Fall ungelöst bleiben?" Nicht, dass das Buch nicht spannend ist, das ist es durchaus. Aber es gab eben so einige Längen, die mich immer wieder "unterbrachen" beim Lesen und das hat mich schon gestört... Zudem fand ich die agierenden Personen nicht immer glaubwürdig, Einiges konnte ich mir so einfach nicht vorstellen in der Realität, aber das ist natürlich rein subjektiv gesprochen. Da mich das "Große und Ganze" aber dennoch gut unterhalten hat, vergebe ich drei Sterne.
Spannend
von Bücherwurm78 - 24.06.2019
Ich habe schon die Vorgängerbücher um Fabian Risk gelesen, so dass ich mich schon sehr auf das neue Buch gefreut habe. Und auch dieser Thriller hat mir sehr gut gefallen. Wie gewohnt, ab der ersten Seite bis zur letzten Seite spannend. Die Schreibweise hat mir auch wieder sehr gut gefallen, flüssig geschrieben und es gibt präzise Orts- und Personenbeschreibungen, ohne dass diese zu sehr ins Detail gehen würden. Auch die persönlichen Probleme u.a. von Fabian Risk und seinen Kollegen werden gut beschrieben und kommen auch wieder nicht zu kurz. Der einzige Kritikpunkt für mich war, dass es in diesem Thriller irgendwie zu viele Baustellen gibt, das heißt es gab für mich zu viele verschiedene Vorgänge, die behandelt und aufgeklärt werden mussten. Aber der Thriller hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.
Schwierig
von raschke64 - 24.06.2019
In Helsingborg wird ein kleiner Junge in einer Waschmaschine ermordet. Fabian Risk ist nicht an der Untersuchung des Falls beteiligt. Nachdem beim letzten Fall seine Tochter angeschossen wurde und noch im Krankenhaus ist, versucht er gerade, seine Ehe und damit seine Familie zu retten. Doch nach weiteren Morden und der chronischen Unterbesetzung der Kripo kehrt er in den Dienst zurück. Das Buch ist für mich etwas schwierig. Es ist gut lesbar, spannend, wenn auch ein wenig zu viel auf den privaten Ebenen passiert. Aber ich würde es als eine Art Zwischenbuch der Reihe auffassen. Denn viele Sachen bleiben unaufgeklärt und in der Schwebe. Dazu kommt, dass man die Zusammenhänge wohl nur verstehen kann, wenn man die Vorgängerbücher kennt. So einfach mit diesem Buch anfangen, ist nicht möglich, weil zu viel Wissen fehlt. Da ich die Vorgänger kenne, hatte ich damit kein Problem und war sofort im Geschehen drin und fand das Buch gut. Allerdings fand ich den deutschen Titel gelinde gesagt idiotisch. Er passte überhaupt nicht zum Geschehen. Der Originaltitel ist viel besser.
Mordserie
von schliesi - 23.06.2019
Inhalt und meine Meinung: Ein Mörder hinterlässt keine Spuren, wählt er seine Opfer zufällig aus oder steckt hier ein System dahinter? Der Helsingborger Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel. Eigentlich ist Fabian Risk noch beurlaubt doch seine Kollegen brauchen dringend Hilfe. Dieser Krimi ist sehr emotional, ein Wechselbad der Gefühle. Viele Ungereimtheiten, viele offene Enden. Ich war von der ersten Seiten an gefesselt und die Geschichte hat mich sehr bewegt. Anhems Schreibsteil ist wie immer sehr detailliert und bildhaft, ich konnte mich gut in die Handlung einfinden. Schade fand ich es allerdings, dass das Ende diesmal so offen bleibt, hier hätte ich mir einfach ein schlüssiges Ende gewünscht. Deshalb ein Stern Abzug von mir.
Multi-Tasking in Helsingborg
von Cindy - 18.06.2019
Im vierten Teil der Krimireihe um Polizeikommissar Fabian Risk steht noch weniger als bereits im letzten Teil unser Titelheld wirklich im Mittelpunkt des Geschehens oder wenigstens der Ermittlungen. Anderen Mitgliedern des Kommissariats von Helsingborg wird hier ebenso viel Platz eingeräumt. Und wie es auch im echten Leben ja oft so ist, arbeiten die Ermittler auch an drei Fällen gleichzeitig. Während sich Fabian zusätzlich noch mit Geschehnissen aus dem letzten Buch beschäftigen muss... Diese parallelen Ermittlungen und damit verbundenen häufigen Szenen- und auch Perspektivwechsel konnte ich zwar ganz gut auseinander halten, doch bricht mit jedem Schnitt auch immer wieder die gerade erst aufgebaute Spannung ab. Obwohl es ja an anderer Stelle oft nicht minder spannend weitergeht und man keine Minute zum durchatmen hat, die ich als Leser doch ab und zu brauche. Meist fiebert man ja mit einer Person mit, fürchtet um ihr Leben oder will, dass sie den Fall aufklärt (und freut sich auf Szenen zum verschnaufen). Hier brennt es gleich an mehreren Stellen und man hat überall Angst um jemanden und hofft, dass er/sie das Ende des Romans noch erleben wird. Das kann auch anstrengend werden beim Lesen. Der im Klappentext angeteaserte Fall um den Würfelmörder nimmt auf den gut 500 Seiten dann aber am allerwenigsten Platz ein, was mich doch sehr enttäuscht hat da ich gerade diesen Ansatz für einen Fall ziemlich spannend fand. Doch er wird fast stiefmütterlich behandelt, und wie es auch bereits im Klappentext steht (ich aber vorher gar nicht genau gelesen habe) wird er noch nicht einmal innerhalb dieses Buches gelöst. Dafür muss man dann doch bitte auch noch Teil 5 kaufen. Im übrigen würde ich empfehlen, vor 10 Stunden tot unbedingt auch Teil 3 zu lesen, sonst blickt man bei einigen Erzählsträngen gar nicht durch. Am idealsten wäre es zwar, eh alle Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Aber 18 Grad Minus kann man gerade noch so auch eigenständig lesen. Bei 10 Stunden tot ist das dann nicht mehr so, man wäre wohl an einigen unverständlichen Stellen nur frustriert. Zartbesaitet sollte man auch nicht sein, denn es geht hier definitiv heftiger zu als in einem gemütlichen Alpenkrimi .
Die Würfel sind gefallen
von Martin Schult - 17.06.2019
Fabian Risk bekommt es mit einer rätselhaften Serie von schrecklichen Morden zu tun. Obwohl es so scheint, als sei ein Serientäter aktiv, können keine Gemeinsamkeiten entdeckt werden. Der Täter scheint nach einem Zufallsprinzip vorzugehen, was den Ermittlern großes Kopfzerbrechen bereitet. Zudem bekommt es Fabian Risk auch noch mit Problemen in seiner eigenen Familie zu tun, die alles von ihm abfordern... 10 Stunden tot ist bereits der vierte Band der Reihe um Kommissar Fabian Risk. Nachdem mir der Vorgängerband sehr gut gefallen hat, bin ich mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet. Stefan Anhem erzählt die Geschichte wieder in seinem lebendigen und gut zu lesenden Schreibstil, der mich schnell wieder nach Schweden entführte. Wie schon in den Vorgängerbänden entwickeln sich die Protagonisten weiter und das Netz untereinander wird immer komplexer. So war es auch nicht immer einfach, den Überblick über die unterschiedlichen Handlungsstränge zu behalten. Nichts desto trotz entwickelte sich ein immer weiter ansteigender Spannungs-bogen, der jedoch aus meiner Sicht zum Ende zu viel offen ließ. Der Cliffhanger macht sicherlich Lust auf den nächsten Band, aber ein wenig mehr Aufklärung hätte ich mir schon gewünscht. 10 Stunden tot ist aus meiner Sicht eine gelungene Fortsetzung der erfolgreichen Thriller-Reihe aus Schweden, ich rate aber nicht als Quereinsteiger mit diesem Band in die Serie zu starten, da es sehr große Bezüge zu den vorherigen Büchern gibt. Das Buch ist sicherlich lesenswert und die besonderen Charaktere verleihen ihm einen besonderen Charme. Von mir erhält der Thriller aufgrund des zu abrupten Endes gute vier von fünf Sternen.
Fortsetzung folgt...
von KiMi - 17.06.2019
Ich habe bisher alle Bücher der Fabian Risk Reihe gelesen und das sollte man auch gemacht haben bevor man an dieses Buch geht, da die Zusammenhänge sonst glaube ich manchmal schwer zu verstehen sind. Ich bin immer sehr begeistert von der packenden Schreibweise und den toll ausgearbeiteten Charakteren die sich von Buch zu Buch weiter entwickeln und entfalten. Die Story ist wieder toll geschrieben und der Spannungsbogen fällt zu keiner Zeit nennenswert ab. Diesmal gibt es jedoch für mich leider einen Grund einen Stern abzuziehen, den ich ziemlich schade finde. Es ist bei einer solchen Reihe ja schon üblich, dass manche Handlungsstränge offen bleiben und erst im folgenden Band geklärt werden. Diesmal hatte ich jedoch bereits nach dreiviertel des Buches das Gefühl, das diese komplexen Fälle doch nicht einfach so schnell aufgeklärt sein können ohne zu Hetzen. Aber das sich dies in der unangenehmen Form aufklärt, dass eigentlich gar kein Fall so richtig abgeschlossen wird und alles offen bleibt hat meine schlimmsten Erwartungen übertroffen. Jetzt bekommt der letzte Satz der Buchvorstellung Wird dieser Fall ungelöst bleiben? leider eine ganz andere Bedeutung und Gewichtigkeit :-) Das Buch ist nach wie vor toll aber ich kann jetzt nur abwarten und auf eine ganz schnelle Fortsetzung hoffen damit meine Wissbegierde endlich befriedigt wird!
Für Kenner der Vorgängerbände
von PMelittaM - 15.06.2019
Nach den Vorfällen im Vorgängerband ist Fabian Risk noch freigestellt, aber nicht nur seine Familienprobleme beschäftigen ihn, sondern auch die Verdächtigungen gegen einen Kollegen. Seine Kollegen sind derweil mit mehreren Todesfällen beschäftigt, u. a. wurde ein syrischer Junge bestialisch getötet. In Dänemark ist Dunja Hougaard untergetaucht, und dann ist da noch der Mörder, der Opfer, Ort und Todesart auswürfelt. Ich habe es schon in meiner Rezension zu Band 3 vorhergesehen, die Romane der Reihe verquicken sich immer mehr, und man sollte, um den Überblick zu behalten, die Vorgängerbände kennen. Stefan Ahnhems Romane sind komplex, mit mehreren Handlungssträngen, und wer die bisherigen Geschehnisse nicht kennt, dürfte Probleme haben, alles zu verstehen. Mit diesem Band setzt er dem Ganzen im übrigen noch die Krone auf, denn am Ende bleibt einiges offen und wird sicher im nächsten Band fortgesetzt. Mir gefällt das übrigens gut, warum sollten Thriller-Reihen nicht auch als Mehrteiler funktionieren können. Manch einem, der am Ende eines solchen Romans Auflösungen erwartet, könnte sich davon aber vor den Kopf gestoßen fühlen. Ich mochte die Reihe von Anfang an, und so war ich schnell wieder im Geschehen, auch wenn einige Zeit seit dem letzten Band vergangen ist. Wer den aber gerne gelesen hat, erhält hier ausreichend Andeutungen, um sich wieder zu erinnern. Ich bin nur so durch den Roman geflogen, er ist spannend, gesellschaftskritisch (u. a. bzgl. Rechtsextremismus und dem Umgang mit Psychiatriepatienten) und nimmt den Leser emotional mit. Das liegt u. a. an den verschiedenen Perspektiven, man begleitet nicht nur die Ermittler, inkl. Privatleben, sondern auch Täter und mögliche Opfer. Mir scheint es fast, als hätte der Autor, ähnlich wie Stieg Larsson in seiner Millenium-Reihe, bereits einen großen Handlungsbogen konzipiert, und ich bin gespannt, ob die Reihe dann irgendwann ihr natürliches Ende erreicht. Ich bin wieder begeistert, so langsam wird das eine Lieblingsreihe von mir. Gerade, dass nicht alles in einem Band aufgelöst wird, gefällt mir gut, ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weitergehen wird. Von mir gibt es daher volle Punktzahl. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte sie lieber von Anfang an lesen, dieser Roman würde ihn sonst nur frustrieren. Wer die Reihe bis hierher gelesen hat, wird eine interessante Fortsetzung finden, noch mehr Komplexität und ein offenes Ende, das man natürlich mögen muss.
Band 4 - Ein dezent chaotischer Thriller
von leseratte54 - 13.06.2019
Im Ullstein Verlag erschienen ist der Thriller 10 Stunden tot von Stefan Ahnhem am 2. Mai 2019. Auf 496 Seiten wird der mittlerweile 4. Band des Fabian-Risk-Krimi erzählt. In Helsingborg ist extrem viel los. Morde die nicht aufgeklärt werden, Opfer die keine Verbindung miteinander aufweisen, ein Ermittler (Fabian-Risk) der aufgrund seiner familären Situation (Probleme mit den Kids und mit seiner Ehe sind an der Tagesordnung) in seinem Handeln eingeschränkt ist. Da ich erst im 4. Band eingestiegen bin und die ersten drei Bände nicht gelesen habe, (1. Band Und morgen Du / 2. Band Herzsammler / 3. Band Minus 18 Grad) hatte ich desöfteren den Eindruck, dass mir Vorkenntnisse fehlen und die Charaktere hatten nun bei mir noch keinen Charakter. Insgesamt fand ich den Thriller mäßig. Anfangs spannend, habe ich im laufe des Lesens den Faden verloren -zu viele Handlungsstränge- und am Ende...naja...ich habe es mir anders vorgestellt.
Anders als erwartet, aber gut
von Anonym - 13.06.2019
Schienen ins nirgendwo, dunkle Wolken am Himmel und brachliegendes Umland. Bedrohlich und schwer empfängt das Cover den Leser, er sich laut Klappentext auf eine Mordserie gefasst machen muss, welche nicht greifbar sind. Denn der Mörder würfelt sich seine nächsten Morde auf eine perfide und lang ausgetüftelte Art und Weise zusammen, die dem Leser sogar beim Lesen einiges abverlangt. Bereits der Prolog, in dem dem Leser die volle Grausamkeit des Buches vor Augen geführt wird, fesselt ihn und zieht ihn in den Bann. Nachdem man nach ein paar Seiten erstmals denkt, wieder Luft holen zu können, fällt der Leser gleich kopfüber in die nächste Grausamkeit. Doch es ist noch nicht genug. So ergeben sich Handlungsstränge, die zwar entfernt etwas miteinander zu tun haben, jedoch scheinbar vollkommen voneinander losgelöst sind. Herauszufinden, ob es eine Verbindung gibt, liegt in der Hand des relativ kleinen Polizeiteams von Helsingborg. Doch während die Polizei mit den offiziellen Fällen eigentlich genug zu tun haben sollte, wird sie auch noch Opfer von politischen Attacken, und beschäftigt sich darüber hinaus noch mit alten Fällen, die nach Meinung einiger immer noch ungelöst scheinen. Zum Inhalt sei nur noch so viel gesagt, viel Input, aber es lohnt sich. Was allerdings etwas verwirrt, ist der tatsächliche Zusammenhang zwischen der Inhaltsangabe auf dem Buchrücken und dem eigentlichen Inhalt. Man erwartet eine Mordserie, man bekommt viele Handlungsstränge mit ebenso vielen Fällen und Ermittlungen. Ja, es gibt zwar diese ominösen Morde, welche sich der unbekannte Täter erwürfelt, allerdings scheint dies nicht das wirkliche Hauptaugenmerk des Buches zu sein. Schlecht ist diese Tatsache nicht, der Leser muss sich nur darauf einstellen, seine Erwartungen an das Buch in Bezug auf den Buchrücken eventuell nicht ganz erfüllt zu bekommen. Die beschriebenen Handlungsstränge allerdings weiß der Autor gekonnt in Szene zu setzen und miteinander zu verknüpfen, sodass es abwechslungsreich und spannend ist, während nicht zu viel verraten wird und der Leser nur Stück für Stück an des Rätsels Lösung herangeführt wird. Dabei verwendet der Autor eine sehr eingängige Sprache, welche beim Leser Anklang findet und dessen Inhalt gut aufgenommen werden kann. Auch die Charaktere, so kompliziert und widersprüchlich sie sein mögen, sind gut zu durchdringen. Ich muss sagen, auch wenn ich noch ein bisschen dem Inhalt des Buchrückens nachweine, hat mich das Buch mit dem gelieferten Inhalt gefesselt und mich dazu gebracht, die fast 500 Seiten in relativ kurzer Zeit zu verschlingen. Wer ein spannendes Buch für lange Sommerabende sucht, in dem er versinken kann, hat mit diesem Buch auf jeden Fall einen guten Griff gewagt.
Bin nicht überzeugt
von RebekkaT - 12.06.2019
10 Stunden tot von Stefan Ahnhem aus dem Ullstein Verlag Ein in einer Waschmaschine zu Tode geschleuderter syrischer Junge, ein Brandanschlag auf ein Asylantenheim, die Schwedendemokraten außer Rand und Band, Dunja Hougaard, Theo und die Smiley-Gang ... der Mord an Inga Dahlmberg bekommt wieder einen Platz und ein Mörder, der seine Opfer und deren Todesart auswürfelt; dazu ein Fabian Risk, weiter mit vielen privaten Problemen, Irene Lilja, die sich mit den Schwedendemokraten anlegt und natürlich Molander, der weiter unter Verdacht steht. Dieses Buch ist wie ein Eintopf - alle Reste von gestern wurden zusammengerührt und noch einmal aufgekocht. Das kann gut schmecken - wenn es gut gemacht ist. Cover: Beide Gleise führen wieder zusammen, so habe ich das Cover interpretiert und gehofft, dass endlich alles aufgeklärt wird und dann das. Es hätten eher noch vier weitere Gleise abgebildet werden müssen, die dann alle auseinander gehen, denn nichts hat sich geklärt. Schreibstil: es wird einfach immer mehr umschrieben, verschönert, zurückgeblickt. Es war mal sehr spannend, dann wurde es plötzlich unglaublich langweilig und das Ende klärt fast gar nichts auf. Ich fand das Buch schwierig. Erstmal sollte man mindestens den Vorgänger Minus 18 Grad gelesen haben, und dann werden die Bücher von Mal zu Mal dicker, ohne mehr Handlung zu haben. Es wird mir zuviel umschrieben, zuviel gesprungen, es kommen zu viele unnütze Dinge drin vor. Ich habe tatsächlich ewig gebraucht, fast 4 Wochen, um das Buch zu Ende zu lesen, da es mich nicht fesseln konnte und das Ende hat mich sehr enttäuscht.
Weniger ist oft mehr
von Nijura - 12.06.2019
Kommissar Fabian Risk bekommt es diesmal mit einem unberechenbaren Mörder zu tun, denn dieser würfelt seine Opfer aus und da es keine Verbindung zwischen den Morden zu geben scheint, wird es sehr schwer den Täter zu fassen. Zudem droht seine Familie auseinander zu brechen, er findet zu seinen Kindern keinen rechten Zugang und er weiß auch nicht, wo seine Frau gerade steht. Ich habe gerade noch einmal nachgeschaut und ja, ich habe tatsächlich alle drei vorherigen Teile mit 5 Sterne benotet, weil ich sie richtig klasse fand. Diesmal kann ich das leider absolut nicht. Das Buch hat mindestens 6 Handlungsstränge und da ich das Buch zeittechnisch auch nicht durchgehend lesen konnte (mitunter habe ich mal zwei Tage aussetzen müssen), tat ich mir sehr schwer, der Handlung zu folgen. Die Kriminalinspektorin Irene Lilja ermittelt im Rahmen eines Mordes im rechten Milieu, dort wird sie mehrfach von den Rechten angegriffen, sie bringt sich laufend wieder in Gefahr, aber sie kommt immer wieder mit einem "blauen Auge" davon, das war für mich nicht nachvollziehbar. Daneben geht es um einen Mörder mit Würfeln, Fabian verdächtigt seinen Vorgesetzten des Mordes, außerdem ist er einem Mörder auf der Spur, der pornosüchtig ist, ein Kinderschänder treibt sein Unwesen, Kim Sleizner sucht nach einer untergetauchten Kollegin, die er zur Strecke bringen will. Trotz des eingängigen Schreibstils, blieb die Spannung teilweise auf der Strecke, und die Handlung blieb verworren, weil viel zu viel passierte und ich manchmal gar nicht mehr wusste, wie was miteinander zusammen hängt. Der Autor hätte locker mehrere Bücher aus diesem Buch machen können und dafür nicht so viele offene Enden hinterlassen müssen, das wäre sicher besser gewesen und würde seine Leserschaft nicht so sehr vergrätzen. Ich weiß ja nicht wie es den anderen geht, aber bis zum nächsten Fortsetzungsroman, ich nehme jetzt mal an, der erscheint erst nächstes Jahr - merke ich mir die vielen losen Enden nicht und es wird dann schwer für mich in das nächste Buch rein zu finden. Fazit: Zu viele Handlungsstränge und am Schluss zu viele offene Enden.
Typischer Schwedenthriller
von Manfred Fürst - 10.06.2019
Schwedische Thriller sind aktuell "eigen". Stefan Ahnhem folgt der Tradition seiner skandinavischen Autorenkollegen und wählt als einen seiner Aufhänger - zwar nicht das zentrale Thema - den neonationalistischen Rechtsradikalismus und die Pädophilie. In Schonen, Schauplatz des Thrillers, der südlichsten Provinz Schwedens ist für "Schwedendemokraten" (SD) das Sammelbecken von Rechtradikalen und Neonazis. Die SD hat in Schonen gesamtschwedisch den höchsten Stimmenanteil an dritter Stelle aller Parteien. In plakativer Überzeichnung stellt Ahnhem die Gesinnung der schwedischen Neonazis dar, fehlt nur noch das eine Argument der Fremdenfeindlichkeit, dass demnächst die Scharia über Schweden (und dann natürlich über ganz Europa) hereinbricht. Davon, dass "10 Stunden tot" der 4. Band in der "Fabian-Risk-Reihe" ist (und mir die ersten 3 Bände unbekannt sind) habe ich diesen Band "unbeeinflusst" gelesen. Der 4. Band der "Fabian-Risk-Reihe" deutet direkt auf den Hauptprotagonisten Fabian Risk (Polizei Göteborg) hin, dessen dienstlichen und außerdienstlichen Ermittlungen, welche bei weitem spannender sind, hin. Diese Ermittlungen zum Tod von Inga Dahlberg (zweifelsfrei ist Molander der Mörder) und von Einar Stenson (Schwiegervater von Molander) gegen seinen Kollegen Molander bilden den roten Faden des Thrillers. Es obliegt dem einzelnen Leser zu bemängeln, dass diese Mordfälle unaufgeklärt bleiben und zu vermuten, die Fortschreibung der Ermittlungen im Band 5 sei eine Marketingmaßnahme. Molander ist ein ebenso technisch versierter und brillanter Tatortermittler wie ein gefährlicher, gewalttätiger und skrupelloser Gegner für Risk. Dieser ist ihm hartnäckig auf der Spur, hoffentlich ist er clever genug, Molander zur Strecke zu bringen. Fabians Familie mit Sonja und den Kindern Matilda und Theodor ist familiären Spannungen und Zerreißproben ausgesetzt: Matilda, die traumatisierte Tochter "spielt" mit Freundin Esmeralda OUIJA (Brett mit Alphabet und Ziffern, um mit Geistern Kontakt aufzunehmen) und ruft Geist GRETA an. Theodor ist Neonazimitläufer. Der Buchtitel "10 Stunden tot" bezieht sich auf die 10 Stunden, die Gertrud in Paris "abgehen", die Zeit, die Molander für sein Alibi bräuchte. Ikosaeder, ein Polyeder mit 20 gleichseitigen Dreiecken, ist das totbringende "Lieblingsspielzeug" des Würfelmörders. Ein Psychopath, der ebenfalls im nächsten Band auf seine "Erlösung" wartet. "MOTIV X", der schwedische Originaltitel bezieht sich auf die nicht abgebildete 10 auf dem Ikosaeder, an dessen Stelle ist dort ein X abgebildet. Es ist Sache des Lesers wegen dieser zwei ungelösten Stränge "Gram" auf Ahnhem zu haben, weil man gezwungen sein könnte den 5. Band zu kaufen. Mich hat das Lesen und die vielen Stränge herausgefordert, einige Fälle wurden gelöst, die besagten zwei nicht. Ahnhem gibt es selbst zu, dass er manchmal die vielen Stränge entwirren musste. Ich fühle mich weder "bedrängt", noch "gezwungen" den 5. Band zu kaufen. Ich gestehe dem Autor zu, den Plot in seinem Sinne zu gestalten und maße mir nicht an, die Darstellung der Ermittlungsmethoden der schwedischen Polizei zu kritisieren oder schlauer zu sein als diese. Das nenne ich literarische Freiheit des Autors. Der Plot ist "vielgleisig" wie auf dem Cover dargestellt, einige Gleise führen ans Ziel, bei den anderen muss man weiterfahren. Der Schreibstil ist in Ordnung, gut zu lesen, spannend, der Schluss überraschend versöhnlich was Familie Risk betrifft. Kompliment an Lilja, sie fackelt die Neonazischeune ab und rächt sich damit für den Überfall. Die Fangemeinde von Stefan Ahnhem wird jubeln und gespannt auf Band 5 der "Fabian-Risk-Reihe" warten.
Unbefriedigendes Ende!
von sailor - 06.06.2019
Dies ist der vierte Fall mit dem schwedischen Kommissar Fabian Risk und seinem Team - leider kenne ich die Vorgänger-Bände nicht und hatte daher einige Schwierigkeiten, mich in das Geschehen einzufinden, da sich die Bände offenbar aufeinander aufbauen. Offenbar sind mehrere Mörder in und um Helsingborg unterwegs. Der Ermittler Fabian Risk wird früher aus seinem Familienurlaub zurück gerufen, da jeder Mann gebraucht wird. In seinem Privatleben gibt es einige Schwierigkeiten, seine Tochter wurde offenbar im letzten Fall schwer verletzt und um seine Ehe steht es auch nicht gerade gut. Einer der Mörder ist der sogenannte Würfler, der seine Opfer und die Todesart mit Hilfe von Würfeln bestimmt. Das Buch ist sehr interessant und spannend geschrieben. Leider hat mir der Schluss so gar nicht behagt - ich mag es nicht, wenn am Ende nichts geklärt wird. Und hier blieben bis zuletzt noch zu viele Fragen offen. Dazu hätte ich gerne mehr Infos gehabt, die mir gefehlt haben, weil ich die ersten Bände nicht kenne.
Der Würfler würfelt
von tweed - 06.06.2019
10 Stunden tot ist der vierte Teil der Fabian-Risk-Reihe, ein fesselnder und dichter Thriller, der es in sich hat. Man sollte auf jeden Fall die vorigen Teile gelesen haben, Quereinsteigern könnte es schwer fallen, den Einstieg zu finden, da Handlungen aus den vorigen Teilen fortgeführt werden. Zudem gibt es eine Menge an Protagonisten und viele verschiedene Stränge. Aber wer diese Herausforderung liebt, ist hier genau richtig. Fabian Risk ist noch von den Ereignissen aus Teil 3 erschüttert, seine Familie zerrüttet, er hat sich eine Auszeit genommen. Doch viel zu schnell ist er wieder im Dienst, denn die Kollegen sind mit den aktuellen Fällen überfordert und brauchen seine Hilfe. Ein Junge wird brutal ermordet, ein Flüchtlingsheim brennt und dann gibt es noch Morde, die das Team in Atem halten. Parallel dazu ermittelt Fabian Risk im Alleingang gegen einen Kollegen, er hat einen Verdacht, von dem niemand außer ihm weiß. Eine Vielzahl an Strängen erfordert die Aufmerksamkeit des Lesers, es ist definitiv kein Thriller, den man mal so nebenbei lesen kann. Belohnt wird man mit einem sehr dichten Plot, bei dem man eigene Überlegungen anstellen kann, wie alles zusammenhängt, wie die losen Fäden verknüpft werden. Das Ermittlerteam wirkt zuweilen überfordert und etwas planlos, am meisten konnte ich mit Risk mitfiebern. Kollegin Lilja wird dazu noch persönlich angegangen, doch anstatt sich ihren Kollegen anzuvertrauen, versucht sie dieses Problem alleine zu lösen. Irgendwie wird nicht zusammen ermittelt, sondern jeder ermittelt mehr oder weniger im Alleingang. Am faszinierendsten waren für mich die Einblicke in die Psyche des Würflers, alleine das Ausdenken seines komplizierten Würfelkonzepts ist grandios. Aber auch Risks Nachforschungen gegen einen Kollegen sind super spannend, der Cliffhanger am Ende macht neugierig auf den nächsten Teil. Fazit: Alles in allem ein wahrer Pageturner, fesselnd, den Leser fordernd und atmosphärisch dicht. Einen Stern Abzug gibt es für den Schluss, bei dem einiges offen bleibt und wohl im nächsten Teil fortgeführt wird. Für Fans der Reihe jedenfalls ein Must-Read.
Nicht zu empfehlen
von EntdeckerMau - 05.06.2019
Der Autor bringt mit seinem Buch "10 Stunden tot" eine Story, die mich als Leser irritiert zurücklässt. Doch beginnen wir vorne, nicht das meine Rezension ebenso Fragezeichen hinterlässt. Die Geschichte an sich ist flüssig geschrieben und es wird ein toller Spannungsbogen aufgebaut. Was der Titel oder das Buchcover mit dem Inhalt zu tun haben, hat sich mir bisher noch nicht eröffnet, aber es wäre nicht das erste Mal, dass ein spannend klingender Titel über den Inhalt hinweghelfen soll. Die Geschichte an sich findet sich bei mir im Mittelfeld wieder. Wie gesagt, es gibt einen Spannungsbogen, dieser ist nicht außergewöhnlich, auch die Geschichte packt den Leser nicht vollends. Es ist eher leichtere Lektüre. Was mich aber wirklich stört ist folgendes: das Buch ist nicht zu Ende geschrieben. Es hört mittendrin auf und dieses offene Ende soll mich als Leser dazu bewegen, das (hoffentlich bald) folgende nächste Buch der Reihe zu kaufen. Es tut mir wirklich leid, aber das schmälerte mein Lesevergnügen im Nachhinein SO sehr, dass ich das Buch einfach nicht empfehlen kann.
Überzeugt, bis auf das offene Ende
von books4ever - 02.06.2019
"10 Stunden tot" ist der vierte Fall für den Helsingborger Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen. Die Stadt wird von einer Reihe rätselhafter Morde erschüttert: Ein Flüchtlingsjunge wurde grausam getötet, eine junge Frau in ihrer Wohnung vergiftet und ein Angestellter in einem Supermarkt vor den Augen der Kunden erstochen. Fabian Risk kehrt nach einer Auszeit zu seinen Kollegen zurück, um unter Hochdruck an der Aufklärung der Morde zu arbeiten, doch diesmal scheinen alle Spuren ins Leere zu laufen Dies war mein erster Thriller von Stefan Ahnhem und dennoch habe ich mich relativ schnell in die Handlung eingefunden. Zwar fehlten an der ein oder anderen Stelle hilfreiche Hintergründe zu Fabian Risk und seinem Team, dennoch hat dies den Lesefluss nicht zu sehr gestört und mich eher dazu animiert, nun auch noch die anderen Bände der Reihe zu lesen. Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ereignissen aus den vorherigen Bänden zu Beginn des Buches hätte jedoch nicht geschadet. Die verschiedenen Fälle, an denen das Team rund um Fabian Risk arbeitet, waren sehr spannend geschildert und man konnte als Leser die einzelnen Ermittlungsschritte der Polizei, ihre Erfolge und Misserfolge, hautnah mitverfolgen. Zwischendurch hat der Autor immer wieder Szenen aus dem Privatleben von Fabian Risk, dessen Familie nach seinem letzten Fall zu zerbrechen dort, in die Handlung eingewoben. Dies hat dazu geführt, dass ich ein besseres Verständnis für Fabian entwickeln konnte, der mir trotz all seiner Problem und mit seinem Drang, unbedingt die mysteriösen Todesumstände seines Kollegen Elvin aufzuklären, mit der Zeit doch recht sympathisch wurde. Und auch in seine Kollegin Irene Lilja, welche mitunter zu gefährlichen Alleingängen neigt, konnte ich mich durch die detaillierten Schilderungen ihrer Gedanken und ihres persönlichen Umfelds besser hineinversetzen. Der einzige Kritikpunkt ist für mich, dass die Auflösungen der unterschiedlichen Handlungsstränge am Ende doch sehr offen gestaltet waren. Zwar gelingt es der Polizei, einige lose Fäden der Ermittlungen zusammenzuführen, doch nicht alle Fälle können schlussendlich zu einem befriedigenden Abschluss gebracht werden. Und für den Leser stellt sich die Frage, ob die Polizei tatsächlich die wahren Schuldigen stellen konnte. Auch Fabian Risks private Ermittlungen zum Tod seines Kollegen Elvin werden wohl erst im nächsten Band zu Ende geführt werden. Es bleibt in jedem Fall spannend und ich werde definitiv noch die Vorgänger- bzw. dann auch den Nachfolgerband lesen! Von mir gibt es (aber nur aufgrund des doch sehr offenen Endes) 4 von 5 Sternen.
Eine Enttäuschung
von Anonym - 01.06.2019
10 Stunden tot war mein erstes gelesenes Buch von Stefan Ahnhem. Da er als Bestsellerautor gekennzeichnet und für seine spannenden Plots gelobt wurde, war ich sehr gespannt und voller freudiger Erwartung. Ich muss hinzufügen, dass ich die Vorgänger nicht gelesen habe und daher nicht beurteilen kann, inwiefern sie Wissen vorweg liefern. Fabian Risk erholt sich noch von einem schweren Schlag innerhalb seiner Familie, kehrt jedoch wegen des kniffligen Falls in die Ermittlungen zurück. Es tauchen Leichen auf, deren Tod scheinbar kein Motiv, keinen gemeinsamen Nenner und demnach auch keinen vermutlichen Täter hat. Risk und sein Team sollen dem Täter, der seine Opfer anscheinend willkürlich auswählt, wie der Leser erfährt durch Wüfeln, auf die Schliche kommen. Parallel zu diesem Fall öffnet Stefan Ahnhem noch drei weitere Handlungsstränge, die teilweise so wirken, als wären sie noch aus dem vorherigen, dritten Band mitgeschleppt worden. Zunächst ist die Orientierung zwischen all den Figuren, deren Zugehörigkeit und Ausgangslage schwierig einzuordnen - durch die Anzahl der Figuren und der Menge des Erzählten. Der Würfler nimmt im Verlauf des Buches immer weniger Raum ein, obwohl ich davon ausgegangen bin, dass es in erster Linie darum geht, diese Ermittlungen voranzutreiben und den Fall zu lösen. Dafür treten sämtliche Nebenhandlungen in den Mittelpunkt. Der Schreibstil ist zwar flüssig und lässt sich gut lesen, die Sprache wird aus mir nicht plausiblen Gründen immer vulgärer und Spannung kommt nur passagen- oder kapitelweise auf. An einer Gesamtspannung oder gar einem straff gespannten Spannungsbogen fehlt es gänzlich. Obwohl ich die verschiedenen Stränge skeptisch beäugt habe, weil ich mich gefragt habe, wie der Autor sie wohl auf der verbliebenen Anzahl der Seiten lösen und vor allem miteinander in Verbindung bringen will, habe ich auf ein starkes Ende gehofft. Das konnte mich jedoch nur enttäuschen durch seine Offenheit, die mir in keiner Form plausibel oder nachvollziehbar erschien. Wer wissen will, bei wem es sich um den Würfler handelt, muss wohl den fünften Band kaufen und hoffen, dass dort Handlungsstränge beendet und nicht nur neue aufgemacht werden.
Viele Handlungsstränge - spannend aber anspruchsvoll
von Büchermaulwurf - 30.05.2019
"10 Stunden tot" ist bereits der 4. Band einer schwedischen Reihe um Kommissar Fabian Risk. Das düstere Titelbild fand ich ganz gut, ich konnte es aber nicht mit der Handlung verbinden, ebensowenig wie den deutschen Titel "10 Stunden tot". Der schwedische Titel "Motiv X" wäre meiner Meinung nach passender gewesen. Ich kannte die ersten drei Bände noch nicht, konnte mich aber trotzdem gut in die Handlung und die Charaktere der Ermittler einfinden. Stefan Ahnhem hat mich mit einer sehr komplexen Handlung und einem außergewöhnlich guten Schreibstil positiv überrascht. Es gibt mehrere Handlungsstränge und mit jedem Kapitel wechselt die Erzählperspektive, was das Erzähltempo und die Spannung stetig steigert. Ahnhem hat in seinem Krimi gleich mehrere gesellschaftskritische Themen wie Ausländerhass, Rechtsradikalismus, Pädophilie, Pornosucht und Stalking aufgegriffen und glaubwürdig in die Handlung integriert. Der ständige Wechsel der Erzählperspektive und die vielen Handlungsstränge erfordern allerdings auch eine gehörige Portion Aufmerksamkeit, um nichts zu verpassen. Der rote Faden war für mich aber immer vorhanden. Die handelnden Charaktere fand ich durchweg glaubwürdig, hatten sie doch (wie in skandinavischen Krimis üblich) alle ihr Päckchen zu tragen. Fabian Risk kämpft gegen das Auseinanderbrechen seiner Familie, nachdem seine Tochter im Koma lag und der Sohn vermutlich in ein Verbrechen verwickelt ist. Außerdem ermittelt er heimlich gegen einen Kollegen aus der Kriminaltechnik, der vermutlich für mehrere Morde verantwortlich ist. Seine Chefin kämpft gegen ihre Alkoholsucht und die Kollegin Irene Lilja gerät ins Visier von rechtsradikalen Rockern. Als Leser wurde ich diesmal wirklich gefordert: gleich mehrere grausame Verbrechen, mehrere Täter, ein Mörder in den eigenen Reihen und dazu ein Serienmörder, der seine Opfer mit Hilfe eines Spezialwürfels auswählt (ebenso wie den Tatort und die Waffe). Dazu noch die privaten Probleme der Ermittler, die zusätzlich für Spannung sorgten. Ich konnte das Buch jedenfalls kaum aus der Hand legen und werde die ersten drei Bände demnächst nachholen um meine Lücken aufzufüllen. Einziger Wermutstropfen: es werden nicht alle Verbrechen aufgeklärt. So wird der Würfelmörder nicht gefasst und der mordverdächtige Kollege Molander konnte auch noch nicht überführt werden. Ich fand das nicht so schlimm, weckt es doch meine Vorfreude auf den nächsten Band, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.
Spannend, brutal und fortsetzungsbedürftig
von Rosmarin - 30.05.2019
"10 Stunden tot" ist Stefan Ahnhems vierter Thriller mit Kommissar Fabian Risk. Krasse Todesfälle erschüttern Helsingborg an der schwedischen Küste: ein Migrantenjunge erleidet ein grausamen, unmenschlichen Tod, ein unbescholtener Metzgereiverkäufer wird scheinbar grundlos vor Zeugen brutal erstochen und auch zurückliegende Morde bereiten Kommissar Risk nach wie vor Kopfzerbrechen. Man kann auch ohne Vorwissen in diesen spannenden Krimi eintauchen, es gibt Rückblicke, die einem auf die Sprünge helfen. Allerdings ist es ein wirklich vielschichtiger, dicht gepackter und detailreicher Thriller, der dem Leser Konzentration und Mitdenken abverlangt. Mehrere Handlungsstränge, jeder für sich schon einen Krimi Wert, spalten die Ermittler. Gegen Ende nimmt die Geschichte noch einmal richtig Fahrt auf, lässt den Leser dann aber nur mit Teilergebnissen zurück. Risk kann mit seinen Kollegen zwei Täter dingfest machen, aber die letzte Frage im Klappentext ist, soviel darf man vielleicht verraten, berechtigt und man fragt sich nach dem Bezug zum Titel. Insgesamt ist es ein Thriller, in dem es grausam, brutal und blutig zugeht, er ist düster, aber ungemein spannend und Band 5 sollte schon bereit liegen, damit man gleich weiter lesen kann, ohne die vielen Details und Indizien zu vergessen! Ein Thriller für starke Nerven und hartnäckige Leser!
Wildes Thrillerdurcheinander
von isaba - 29.05.2019
Stefan Ahnhems Thriller "10 Stunden tot" liest sich auf den ersten Seiten wie der Beginn eines klassischen und doch ideenreichen Skandinavienthrillers. Leider wird recht schnell deutlich, dass die Geschichte dem Klappentext nicht gerecht wird. Die Geschichte spielt in verschiedenen Handlungssträngen, die mehr oder weniger unabhängig voneinander parallel laufen: Ein beurlaubter Polizist recherchiert auf eigene Faust einem Kollegen hinterher, den er des Mordes verdächtigt und hat nebenbei ziemlich umfassende familiäre Sorgen. Eine alkoholkranke Kripo-Chefin überlässt ihre Truppe trotz diverser Mordfälle sich selbst. Ein grausam ermordeter Flüchtlingsjunge beschäftigt eine Polizistin, die nebenbei ihren Partner zu verlassen versucht. Und ein mysteriöser Würfler spielt sich voller Freude von Mord zu Mord. Ohne zu wissen, dass es sich bereits um den vierten Band einer Reihe handelt, bin ich in die Geschichte gestartet. Zu Beginn habe ich mich damit arrangiert, dass es offenbar viel Hintergrundwissen aufzuholen gibt und ging davon aus, dass Ahnhem auch mich als Neueinsteiger im Laufe des Buches abholen wird und die relevanten bisherigen Ereignisse zusammenfasst. Hier wurde ich leider gnadenlos eines Besseren belehrt. Während des gesamten Buches hatte ich das Gefühl, die Hälfte nicht wirklich nachvollziehen zu können. Da leider weder das Cover noch der Klappentext darauf hinweist, dass es sich um einen Folgeroman handelt, konnte man sich als Leser kaum darauf vorbereiten. Grundsätzlich gefällt mir der Stil des Autors sehr gut, die Geschichte liest sich spannend und flüssig. Zudem fließen viele gute Ideen ein, die einen gelungenen Thriller ausmachen. Allerdings sind sämtliche handelnden Figuren für mich meistens unsympathisch oder sogar völlig platt geblieben. Viele Vorgehensweisen konnte ich nicht nachvollziehen und hatte so auch keine Chance, mich mit jemandem zu identifizieren. Vielleicht liegt das auch an der Masse der Charaktere und den schnellen Wechseln der verschiedenen Handlungsstränge. Mein Fazit fällt leider sehr negativ aus: Guter Einstieg...lieblos weitergeführt...das Ende auf ganzer Linie enttäuschend.... Offenbar möchte der Autor die Leser bei der Stange halten, um Band 5 gut zu verkaufen. Nach meiner Ansicht funktioniert das überhaupt nicht, ich werde weder die Vorgänger noch die Nachfolger lesen. Schade.
spannend, aber auch verwirrend
von Vivi 73 - 29.05.2019
Fabian Risk und sein Team sind gleich an mehreren Fällen dran. Hier ein toter Junge, da Brandstiftung, ein entführtes Mädchen und ein Mord im Supermarkt. Und ganz nebenbei geht er auch noch privat einem alten Fall nach, bei dem er versucht den Tod seines Kollegen zu durchleuchten. 10 Stunden Tot ist nun schon der vierte Fall aus der Fabian Risk Reihe von Stefan Ahnhem. Für mich war es der erste. Das war nicht so gut, denn ich hatte Schwierigkeiten viele Dinge, die sich auf vergangenes bezogen, zu verstehen. Trotzdem hat Ahnhem mit seinen kurzen Kapiteln und ständig wechselnden Handlungsorten für Kurzweile gesorgt. Sein Schreibstil ist flüssig und einfach. Die Spannungskurve verläuft ganz oben und fällt kaum ab. Und doch gibt es einige Längen und die Vielzahl an Fällen ist verwirrend. Zum traurigen Abschluss findet auch nicht wirklich jeder Fall seinen Abschluss. Es bleiben viele Fragen offen. Natürlich will Ahnhem damit gleich Spannung auf sein nächstes Werk aufbauen. Doch sind es einfach zu viele offene Fakten. Es wirkt so, als dürfte er nicht mehr als 500 Seiten schreiben. Wegen meiner aber gerne. Um nun den gesamten Inhalt um Fabian Risk zu verstehen, bleibt mir nichts anderes übrig, als die drei Vorgänger zeitnah noch zu lesen. Da diese ja um einiges besser sein sollen, steht dem von meiner Seite her nichts entgegen. Natürlich bin ich auch gespannt auf den nächsten Teil und erhoffe mir dort dann mehr Durchblick und etwas mehr Ordnung. Und vor allem Abschlüsse.
Ich bin leider enttäuscht
von nellsche - 28.05.2019
Ein Mörder, der seine Opfer scheinbar willkürlich auswählt und der keine Spuren hinterlässt. Kommissar Fabian Risk ermittelt, tappt jedoch völlig im Dunkeln. Das ist allerdings nicht der einzige Fall, der ihn beschäftigt. Und auch seine Familie braucht eigentlich seine Aufmerksamkeit. Ich kannte die vorherigen Bände um Fabian Risk, so dass ich auf diesen Teil sehr gespannt war und mich drauf gefreut habe. Leider konnte mich dieser Band aber nicht so überzeugen, wie ich es gewohnt war und deshalb auch erwartet habe. Die Idee mit einem Serientäter, der seine Opfer völlig zufällig durch ein Würfelspiel auswählt, fand ich richtig spannend. Ich war extrem neugierig, was dahinter steckt und wie Fabian Risk ihm auf die Spur kommt. Leider spielt dieser Strang dann letztlich nur eine relativ kleine Rolle, worüber ich sehr enttäuscht war. Es gab mehrere bzw. viele Handlungsstränge, die parallel erzählt wurden. Eigentlich eine tolle Variante, um Spannung zu erzeugen, doch hier war mir das deutlich zu viel. Ich hatte das Gefühl, als wenn mich die ständigen Wechsel überforderten und ich habe dadurch auch teils den Faden verloren, sofern es denn einen gab. Die sonst so übliche hohe Spannung kam bei mir nicht so richtig auf. Klar, es gab spannende Abschnitte und Aspekte, aber diese atemlose Spannung war irgendwie nicht da. Das Ende gefiel mir leider gar nicht, denn es blieben viel zu viele Fragen offen. Es stört mich nicht, wenn nicht alles in Gänze aufgeklärt wird, doch hier war es zu viel. Das war für mich kein richtiges Ende. Ob ich den nächsten Band lesen werde, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Mich hat dieser Thriller leider nicht überzeugt, so dass ich 2 von 5 Sternen vergebe.
Der Würfel ergibt die Todesart.
von Eva Fl. - 28.05.2019
Einige komische Morde erschüttern den sonst so idyllischen Ort Helsingborg an der schwedischen Küste. Die Morde sind so verschieden und brutal, dass man beim Ermitteln nicht recht vorankommt. Kommissar Fabian Risk jedoch ist noch nicht wieder mit am Ermitteln, da er noch unter der persönlichen Tragödie in der Familie leidet. So droht die Familie an seiner Arbeit zu zerbrechen. Als er nun wieder im Dienst ist, kommen er und seine Kollegen dem Mörder nicht auf die Spur. Wer kann schon ahnen, dass jemand würfelt, um solche Taten zu planen? Thriller finde ich immer wieder mal spannend, von daher war ich auf diesen auch wirklich gespannt. Es sollte für mich dann wohl auch der erste Schweden-Krimi sein, bislang habe ich bewusst keinen gelesen - falls doch, dann ist das wohl eher unterbewusst geschehen und ich habe nicht auf den Autoren geachtet. Die Geschichte klang wirklich unterhaltsam, von daher war ich auf die Taten und darauffolgenden Ermittlungen gespannt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch lässt sich gut lesen, es ist verständlich und unterhaltsam geschrieben. Keine schweren Wörter, Fremdwörter oder Fachbegriffe. Was ich verwirrend fand, war die Art und Weise wie von den Ermittlern geschrieben wird. Da wird Lilja mal persönlich angesprochen und ist dann "Irene", ansonsten ist nur vom Nachnamen die Rede. Das habe ich als verwirrend empfunden. Hier wäre dann eine Übersicht über die Personen im Buch echt toll gewesen. Das Buch ist der vierte Band einer Reihe - und wenn man die vorherigen Bände nicht kennt, dann bleibt man wohl im Dunkeln, was die Geschichte um Fabian Risk und seine Familie angeht. Er schildert zwar immer wieder etwas davon, aber zu bruchstückhaft, als dass man es als gesamtes verstehen könnte. Außerdem macht er sich hier meiner Ansicht nach keine wirklichen Gedanken um seine Familie - oder eben abstruse. Auch die anderen Ermittler sind privat nicht weniger betroffen oder gar blockiert, war so mein Gefühl. Was auffällt, ist die Tatsache, dass vornehmlich die Frauen irgendwelche Probleme haben (Alkohol, Depression, ständiges Unterordnen). Die Morde, die im Buch geschildert werden, waren schon sehr heftiger Natur. Durch andere Bücher habe ich schon viel über Rechtsmedizin, Pathologie und Co. gelesen, mir ist also nicht viel fremd. Wie in diesem Buch aber Dinge beschrieben werden, war echt an der Grenze für mich. Ich war sogar noch kurz vor Schluss davor, dass ich das Buch fast abgebrochen hätte. Bei manchen Schilderungen frage ich mich dann schon, wie krank man im Kopf sein kann oder vielleicht auch muss, um sowas auf Papier zu bringen? Leider hatte dieser Thriller viel zu viele Handlungsstränge und so war auch das Ergebnis der Emittler für mich unzufriedenstellend. Hätte man hier einfach mal ein bisschen weniger dick aufgetragen, hätte man vielleicht einen richtig guten Thriller gehabt. So bin ich einfach enttäuscht davon. Vor allem war es für mich auch kein richtig spannendes Buch, sondern mehr so ein Weiterlesen um des Lesens willen, damit man erfährt, was wie geschah. Grundsätzlich waren hier interessante Ansätze am Werk, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Das Buch ist gut verständlich geschrieben, ist zwar in gewisser Weise unterhaltsam, aber nicht spannend auf die Art und Weise, wie ich es bei einem Thriller erwarten würde. (Für mich gibt es Unterschiede, was Spannung betrifft). Von mir gibt es hier leider keine Empfehlung und nur 2 von 5 Sternen.
Spannung? Fehlanzeige!
von AmaraSummer - 27.05.2019
Meine Meinung 10 Stunden tot ist für mich das erste Buch von Stefan Ahnhem (die Vorgänger Bände der Fabian Risk Reihe habe ich nicht gelesen). Was für mich, wie ich im Laufe des Buches lernen musste, ein erheblicher Nachteil war. Okay, weder der Autor noch der Verlag können was dafür, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, aber der eine oder andere Hinweis zu bisher Geschehenem wäre manchmal ganz angebracht gewesen. Denn eiskalt vorauszusetzen, dass jeder die Vorgängerbände gelesen hat, ist meiner Meinung nach mehr als dreist. Ich kann nur begrenzt beurteilen ob es wirklich so ist. Aber auf mich wirkte das Buch als hätte es weder einen richtigen Anfang noch etwas, das ich als Ende bezeichnen würde. Das Gefühl, das ist nichts Halbes und nichts Ganzes, wurde mit jedem weiteren Kapitel bei mir immer stärker. Da es sich bei 10 Stunden tot laut Buchumschlag um Thriller handelt, war das "fertige Buch" für mich gelinde gesagt eine herbe Enttäuschung, denn es ist nicht wirklich fertig. Was mich zunehmend gestört hat, war die utopische Anzahl von Fällen. Mir kam das ganze so vor, als hätte der Autor versucht all seine Ideen der letzten Jahre zwischen zwei Buchdeckel zu quetschen. Das damit angerichtete heillose Wirrwarr hatte weder Hand noch Fuß. Sicherlich! Bücher aus diesem Gerne haben meistens mehrere Handlungsstränge, die am Ende zusammenlaufen. Auch zwei bis drei Fälle gleichzeitig sind mittlerweile keine Seltenheit mehr, aber die meisten Autoren solcher Bücher achten darauf, dass die einzelnen Elemente am Ende der Geschichte zu einem Ganzen verschmelzen. Bei Stefan Ahnhem ist dies aber leider überhaupt nicht der Fall. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Klappentext, denn der hat nahezu gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun. Ich kann nicht beurteilen, ob das ein Übersetzungsfehler ist (ich spreche kein schwedisch), oder ob das gewollt war. Das Zweite wäre allerdings das Resultat eines grauenhaften Marketings. Denn der Fall, der im Klappentext beschrieben wird, spielt nur eine kleine Nebenrolle in der Geschichte. Und was der Titel mit dem Buch zu tun hat, hat sich mir ebenfalls nicht erschlossen. Das einzig Positive war für mich die Länge der einzelnen Kapitel, denn die waren maximal 9-10 Seite lang. Die Perspektivwechsel fand ich einerseits gut, anderseits waren es für meinen Geschmack zu viele. Der Schreibstil der deutschen Übersetzung ist halbwegs solide, lädt aber nicht zu einem flüssigen und entspannten Lesegenuss ein. Zu den Charakteren selber möchte ich mich nicht äußeren, denn dank dem fehlenden Wissen aus den Vorgängerbänden kann ich sie nur sehr schwer einschätzen. Fazit Würde ich das Buch weiterempfehlen? NEIN! Auf gar keinen Fall. Denn dieses Werk sollte sich meiner Meinung nach nicht als Thriller bezeichnen dürfen. Die Spannung habe ich regelrecht suchen müssen und der Nervenkitzel war schlichtweg nicht vorhanden. Beides ist aber für einen guten bis hervorragenden Thriller unverzichtbar.
Skandinavisch-spannend
von mars - 26.05.2019
orweg ein Hinweis oder vielleicht sogar doch eher eine Warnung: für dieses Buch sollten meiner Meinung nach unbedingt die übrigen Bücher der Reihe vorher gelesen werden, denn sonst werden sicherlich viele der Stränge zu verwirrend wirken. Es werden einige Fälle aus den vorhergehenden Bänden weiter verfolgt, so beschäftigt sich Fabian Risk weiter mit den Machenschaften von Molander und kommt ihm gefährlich nahe - oder sind das doch alles nur Hirngespinste? Auch sein Sohn Theo und seine Rolle wird weiter thematisiert, aber hier geht es vor allem um die Beziehung der beiden und auch Matilda hat sich weiter entwickelt. Die Familiengeschichte lässt sich am ehesten ohne Kenntnisse der Vorgänger lesen. Es beginnt mit dem brutalen Mord an einem Jungen - steckt hier ein fremdenfeindliches Motiv dahinter? Welche Rolle spielt die Schwedenpartei? Und dann gibt es noch einen Mörder, der scheinbar willkürlich mordet. Ich fand das Buch sehr spannend mit vielen unterschiedlichen Erzählsträngen, allerdings hätte ich mir am Ende etwas mehr Aufklärung gewünscht und bin schon jetzt gespannt auf den Folgeband.
Der Würfelmörder
von Hennie - 25.05.2019
"Helsingborg ist nicht mehr der idyllische Ort an der schwedischen Küste, der er mal war." Der 4. Band um Kommissar Fabian Risk, das sei vorangestellt, war für mich ein anspruchsvoller Thriller. Damit stehe ich im Gegensatz zu vielen anderen Lesermeinungen. Für mich gab es keine ungeklärten Fragen. Es beginnt mit dem Prolog im August 2007, in dem eine Frau in kürzester Zeit auf grausamste Art und Weise aller ihrer Illusionen und ihres Lebens beraubt wird. Der Täter ist ein guter Bekannter aus Teil 3 und spielt auch weiterhin eine wesentliche Rolle. Trotz größter, ermittlerischer Bemühungen Risks wird er bis zum Ende des 490 Seiten starken Buches nicht öffentlich entlarvt werden. Weiter geht es fünf Jahre später mit vielen verschiedenen Handlungsebenen, die aber nie aus der Luft gegriffen, sondern entweder einen Bezug zu früheren Fällen herstellen oder neu aufgeklärt werden müssen. Dazu kommen die privaten, schwerwiegenden Probleme der Ermittler, wie Risk selbst und seiner Familie, die von der Kripochefin Astrid Tuvesson, der Kriminalinspektorin Irene Lilja u. a. Der Autor hat wie in seinem Vorgängerband "Minus 18 Grad" sehr viele Untaten, aber auch gesellschaftliche, politische Vorgänge in seinen Krimi hineingepackt. Dazu kommen noch die alten Verbindungen zu Straftaten, die in Dänemark verübt wurden und deren Verflechtungen in die Familie von Fabian Risk (- die dänischen Kollegen Kim Sleizner, Dunja Hougaard - ) hineinreichen. Ich war gezwungen aufmerksam den Inhalt zu verfolgen, um die Zusammenhänge im richtigen Kontext zu verstehen. Die Menge an auftretenden Personen, die von Kapitel zu Kapitel zunahmen und einhergingen mit dem ständigen Wechsel der Örtlichkeiten und der Handlungsebenen forderten mich. So schnell wie sonst, kam ich mit dem Lesen nicht voran. Trotzdem blieb bis zum Ende der rote Faden erhalten. Es gibt keinen Charakter in Ahnhems Thriller, der einfach zu nennen wäre. Eine zielgerichtete, gemeinsame Zusammenarbeit der Ermittler konnte ich nicht feststellen. Irgendwie fehlt die Gemeinsamkeit, das Zusammengehörigkeitsgefühl, das Vertrauen. Trotzdem können zwei der mehreren Straftaten aufgeklärt, die Täter ihrer Strafe zugeführt werden. Wie einer der Mörder vorgeht, erfährt nur der Leser. Er würfelt nach einer komplizierten, nur für ihn durchschaubaren Methode seine Opfer, ihre Todesart, den Todeszeitpunkt und den -ort aus. Über ihn und noch weitere ungelöste Fälle wird der Autor im nächsten Band aufklären, denn es endet mit Cliffhangern. Ich fand "10 Stunden tot" äußerst spannend erzählt, wobei sich mir der Titel leider nicht erschloß. Der Originaltitel "Motiv X" paßt besser. Von mir gibt es die Lese-/Kaufempfehlung für einen kompakt erzählten, intensiven Thriller.
Spannender Thriller mit enttäuschendem Ende!
von bärin - 23.05.2019
Der schwedische Ermittler Fabian Risk muss ein traumatisches Erlebnis verkraften - seine Tochter wurde angeschossen und lag im Koma. Seine Familie scheint darüber zu zerbrechen und er tut alles, um sie wieder zu vereinen. Obwohl er noch einen längeren Urlaub vor sich hat, beginnt er doch wieder seinen Dienst, da mehrere Mordfälle auch seinen Einsatz fordern. Ein syrischer Flüchtlingsjunge wurde brutal umgebracht, eine junge Frau wurde gestalkt und vergiftet, ein Supermarkt-Verkäufer in aller Öffentlichkeit abgestochen. Zudem versucht Fabian noch, in einem alten Mordfall an den Verdächtigen ran zu kommen. Ein Mörder bedient sich eines komplizierten Verfahrens, mittels Würfeln sein nächstes Opfer und die Tötungsmethode heraus zu finden. Es gibt also viele Handlungsstränge und das wird alles sehr spannend erzählt. Leider kenne ich die Vorgängerbände nicht - dies ist der vierte Fall einer Reihe - und so fehlten mir einige Informationen. Der Ermittler Fabian blieb für mich etwas blass und nichtssagend, seine Kollegin Lilja - eigentlich eine taffe Frau - ließ sich meiner Meinung nach viel zu viel von ihrem Freund gefallen. Das Ende war leider nicht nach meinem Geschmack - es blieben viel zu viele Fragen offen - schade! Die Antworten darauf bekommt der Leser wohl erst im nächsten Band dieser Reihe.
Nicht ganz so gut wie erwartet
von Anonym - 22.05.2019
Ein kleiner Junge verschwindet, während eine Frau sich verfolgt fühlt und dann plötzlich tot aufgefunden wird. Dazu versucht Fabian Risk auf eigene Faust einen Fall zu lösen. Und dann wird auch noch ein Verkäufer vor Augenzeugen ermordet. Man merkt, dass das ganz schön viele Fälle für ein Buch sind und da ich die Vorgängerbände nicht kenne, war der Einstieg ziemlich schwierig. Dazu kommt noch, dass es viele Personen gibt, die man erst einmal kennenlernen muss und die nur halb so gut beschrieben werden, wie ich es mir gewünscht hätte. Denn wirklich sympathisch fand ich fast keine Person. Dennoch wurde meine Neugier geweckt und ich wollte die ganze Zeit wissen, was es mit all den Fällen auf sich hat. Der Autor hat ein gutes Talent die Spannung bis zum letzten Moment auszukosten, sodass man neugierig bleibt und mitfiebert. Jedoch habe ich zwischendurch den Überblick über all die Fälle verloren, was mich ein bisschen geärgert hat. Aber das Ende war am schlimmsten, denn es ist gar keins. Ich habe bis zum Ende mitgefiebert nur um zu merken, dass die Ermittler sich fast 500 uneinig sind und im Kreis drehen und den Fall nicht wirklich lösen können. Das ist etwas enttäuschend. Ich finde es sehr schade, dass die Geschichte so in die Länge gezogen ist und unbefriedigend endet, denn ich glaube der Autor hat sehr viel Talent und hat hier auch einen sehr interessanten und kreativen Fall entwickelt. Vielleicht haut der nächste Teil wieder alles raus und ich denke, man sollte unbedingt die Vorgänger kennen. Aber so konnte mich das Buch nur wenig überzeugen.
Hatte mehr erwartet
von ela58 - 21.05.2019
10 Stunden Tot war mein erster Thriller, den ich aus der Fabian-Risk-Reihe von Stefan Ahnhem gelesen habe. Die vorherigen Bücher standen ja auf der Spiegel-Bestseller-Liste und entsprechend hoch waren meine Erwartungen. In diesem vierten Band geht es um eine Reihe von Morden an zwei Frauen, einem Jungen und einem Verkäufer, einen Brandanschlag auf eine Asylantenunterkunft und auf das Büro des Leiters einer rechtspopulistischen Partei. Gibt es eine Verbindung zwischen all diesen Taten? Und kann das Team um Fabian Risk den oder die Täter überführen? Meiner Meinung nach war dieser Thriller mit viel zu vielen Handlungssträngen überlastet. Und dazu kamen noch die vielen privaten Probleme des Ermittlers Risk und seiner beiden Kolleginnen. Das bedeutet für mich persönlich, kein entspanntes, sondern hochkonzentriertes Lesen, um der Geschichte folgen zu können. Außerdem hätte ich wohl die vorhergehenden Bände lesen müssen, um so manchen Zusammenhang zu verstehen. Aber total enttäuscht hat mich das Ende mit zu vielen offenen Fragen. Mein Fazit: ich habe keine Lust mehr, einen weiteren Thriller um den Ermittler Fabian Risk zu lesen!
Fabian Risk
von Castilleja - 20.05.2019
Dies ist bereits der vierte Band um den Ermittler Fabian Risk. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich fand die Vorgänger immer sehr spannend - und typisch skandinavisch, im positiven Sinne. Allerdings ist mir hier - mehr noch in den anderen Bänden - aufgefallen, dass Leser, die die Vorgänger nicht kennen, vermutlich nicht so sehr dieses Buch verschlingen werden und alles nachvollziehen können, da es sehr viele Verbindungen zu den anderen Büchern gibt und Fälle weiter bearbeitet werden, die noch nicht gelöst werden und auch das Beziehungsgeflecht der Personen für einen Neueinsteiger sicherlich nicht immer gut nachvollziehbar ist.
Schwedenkrimi
von Anonym - 20.05.2019
Kommissar Fabian Riskuss muss einen Mörder fassen, der keine Spuren hinterlässt und seine Opfer wie zufällig aussucht. Ich habe mir die Hörbuchversion angehört. Der Sprecher David Nathan, den man schon aus viele anderen Hörbüchern kennt, hat eine sehr angenehme Stimme der man gerne zu hört. Das Buch beginnt sehr spannend. Jedoch hatte ich Schwierigkeiten der Geschichte zur folgen, da es sehr viele Handlungsstränge gibt. Dies könnte auch daran liegen, dass es das erste Hörbuch ist das ich aus der Reihe höre. Man sollte hier lieber mit Band 1 anfangen. Außerdem ist das Ende offen gehalten, was nicht jeder gut findet. Wahrscheinlich soll es die vollständige Auflösung im Nachfolge Band geben. Alles in allem hat mich das Buch nicht überzeugt.
Gut geschrieben, Schluss enttäuscht
von Mathildis Schmitz - 20.05.2019
Bisher habe ich alle Bände der Reihe um Fabian Risk gelesen und freute mich auch auf den vierten Band. Während Risk wegen des Mordversuchs an seiner Tochter beurlaubt ist, wird in Helsingborg ein kleiner Flüchtlingsjunge brutal ermordet. Kurze Zeit später stirbt ein Fleischverkäufer auf ungewöhnliche Art und Weise und eine junge Frau wird mit Rizin umgebracht. Es gibt vielfältige Spuren, einige führen zu Rechtsradikalen und nur Irene Lilja und Klippan ermitteln einigermaßen gründlich, weil die Dienststelle chronisch unterbesetzt ist. Gleichzeitig geht Risk privat einer Vermutung nach, die ihm ein verstorbener Kollege anvertraut hat, angeblich starb der durch Selbstmord. Das alles und besonders die vertrackte Familiensituation lassen Risk an seine Grenzen kommen. Das Buch ist stilistisch gut geschrieben und auch spannend.Die verschiedenen Handlungsstränge sind oft ungewöhnlich, gut nachvollziehbar die Personen wirken authentisch. Leider läuft das Buch am Ende aus dem Ruder. Die Fälle werden nicht alle aufgeklärt, alles bleibt in der Schwebe und so soll man gezwungen werden, auch den nächsten Band zu kaufen. Das mag ich gar nicht und fühle mich genötigt! Schade, denn eigentlich ist es ein gutes Buch und hätte solche Tricks nicht nötig.
Mehr erwartet
von flieder - 19.05.2019
Fabian Risk ist, nach dem schrecklichen Überfall den seine Familie vor einigen Wochen erleiden musste, immer noch beurlaubt. Die Tochter Matilda ist endlich aus dem Krankenhaus entlassen und Fabian will die Zeit ganz für seine Familie nutzen. Die Ehe steht auf der Kippe und die Kinder geben ihm noch immer die Schuld an den damaligen Vorkommnissen. Allerdings lässt eine grausame Mordserie seinen Kollegen, die zudem noch an Personalmangel leiden, kaum noch Luft zum Atmen. Ein syrischer Junge wird in einer Waschmaschine grausam ermordet, ein kleines Mädchen wird aus dem Park entführt und es gibt noch einige andere unerklärliche Morde, die sich in der Todesart stark unterscheiden. Dazu kommen noch einige fremdenfeindliche Angriffe, die selbst vor der Ermittlerin Lilja nicht halt machen. Es wird ganz bestimmt kein leichter Weg hier Licht ins Dunkel zu bringen. Aber Fabian Risk hat noch ein ganz anderes Problem, er glaubt den Täter eines weit zurückliegendem Mordes zu kennen und seine Beweise könnten ihn durchaus in akute Lebensgefahr bringen. Eigentlich bin ich ein Fan von der Krimireihe rund um Fabian Risk, allerdings hat mich dieses Buch, dass mittlerweile schon Band 4 ist, sehr enttäuscht. Irgendwie konnte der Autor nicht die sonst übliche Spannung aufbauen. Der Prolog beginnt noch richtig vielversprechend, weshalb ich mich auch für das Buch entschlossen habe. Leider wird es dann immer schwerer einen roten Faden zu erkennen. Es folgt ein ständiger Handlungswechsel, der es schwer macht bei der Sache zu bleiben. Dazu kommen noch die vielen privaten Probleme der Ermittler, die man so geballt nicht wirklich braucht. Erst etwa ab der Mitte des Buches konnte ich wieder so etwas wie fesselnde Spannung spüren. Schade, leider kann ich diesem Buch nur 3 Sterne geben. Fazit: Kann man lesen muss man aber nicht
Ikosaeder
von *RC* - 19.05.2019
[*]Die Würfel fallen! Und der der Zufall bestimmt, wer, wann, wo und wie dem Mörder zum Opfer fällt. Es könnte jeden treffen![*] Ein Ikosaeder ist ein vielflächiger Körper (Polyeder). Er hat zwanzig Flächen (Seiten), die aus gleichseitigen Dreiecken gebildet werden. Mich hat es in diesem Buch beeindruckt, dass ein Täter - neben normalen sechsseitigen Würfeln - einen solchen platonischen Körper als Hilfsmittel nimmt, um seine perfiden Mordgelüste auszuleben. Aber dieses abartige Würfelspiel ist nur ein kleiner Aspekt in diesem vom schwedischen Autor Stefan Ahnhem geschriebenen Thriller "10 Stunden tot" aus der Thriller-Reihe um den Ermittler Fabian Risk. Und genau diese Würfelidee, auf die im Klappentext hingewiesen wird, hat mich bei diesem Thriller besonders neugierig gemacht und zum Lesen animiert. Ebenso hat mich das düstere Cover mit der etwas mit Gras zugewachsenen Eisenbahnschienen-Weichen gefangen genommen. Helsingborg, ein kleiner schwedischer Küstenort wird in kurzer Zeit von einer Reihe von Morden, Verbrechen und Anschlägen überschattet, die teils von hoher Grausamkeit zeugen. Doch wer steckt dahinter? Bald stellen Fabian Risk und sein Team fest, dass sie nach mehreren Tätern suchen müssen. Eine aufreibende Ermittlungsarbeit hält das Team nahezu Tag und Nacht Trab. Dies geht auch an die Belastungsgrenze im privaten Bereich - vor allem bei Fabian Risk, dessen Familie auseinanderzubrechen droht. Während Fabian Risk mit diversen Fällen mit seinem gesamten Team beschäftigt ist, zweifelt er am Selbstmord seines Kollegen Hugo Elvin und vermutet, dass einer seiner Kollegen, Ingvar Molander, Elvin auf dem Gewissen haben könnte, da Elvin - nicht unbegründet - Molander beschattet hatte. Im Buch werden viele aktuelle und brisante Themen wie Fremdenhass, Rechtsradikalität, Pädophilie, Stalken mit krankhafter Sexbesessenheit aufgegriffen und gekonnt in den Kriminalfällen zu Schwerpunkten verarbeitet, die packend und aufreibend erzählt werden. Und wie muss es sein, wenn man feststellt, dass sein eigener Partner eine politische Gesinnung hat, die man selber nicht gutheißt. Diesem Konflikt muss sich beispielsweise die Polizistin Irene Lilja stellen und lösen. Der Thriller ist aufgrund der vielen Fälle durch eine hohe Komplexität gekennzeichnet, was auch eine gewisse Aufmerksamkeit erfordert, wodurch aber auch eine hohe Fesselung an die Story erreicht wird. Aber wenn man einmal den Einstieg gefunden hat, dann bleibt man in und von der Geschichte gefangen. Ahnhem schafft es durch kurze Kapitel, kombiniert mit einem ständigen Perspektivenwechsel, eine konstante Spannung aufrecht zu erhalten, was zudem Speed und Dynamik in die Handlung bringt. Besonders gut gelungen ist, dass, bei einzelnen Kapiteln, je nachdem, welchen Protagonisten er ins Zentrum eines Kapitels stellt, dass er den Sprachstil und Satzbau dem Charakter anpasst, sei es beispielsweise kindlich-subtil oder auch hasserfüllt und vergrämt. Diese Authentizität bringt einen diese Personen besonders nahe und man kann sie sich extrem gut vorstellen. Etwas enttäuschend fand ich, dass das "Würfelthema" nicht so viel Raum im Thriller eingenommen hat, wie ich es mir gewünscht habe. Aber so eine perfide - wenn nicht so grausam, würde ich schon sagen: geniale und ausgeklügelte- Idee, ist mir noch nie in einem Krimi/Thriller untergekommen. Das Ende ist offen, und man schließt den Thriller mit einem Fragezeichen. Auf der einen Seite ist es unbefriedigend, die Geschichte nicht mit einem zufriedenen Gefühl der Fallaufklärung schließen zu können, auf der anderen Seite hat es aber auch den Vorteil, da der Leser dazu möglicherweise motiviert werden soll, sich "sein" Ende zu erdenken. Also, es liegt an Dir! Ich habe lange keinen Thriller mehr gelesen, aber diese kurzweilige Story konnte mich überzeugen und hat auch des öfteren meinen Atem stocken lassen, da die Schilderungen der Straftaten teilweise sehr schockierend und auch barbarisch waren. Leider kam die "Würfel-Geschichte" etwas zu kurz und die Fälle sind nicht richtig abgeschlossen. Außerdem konnte ich keinen Bezug vom Titel "10 Stunden tot" zum Inhalt feststellen. Er ist zwar spannend aber irgendwie isoliert. Auch wenn ich zwischen 3 und 4 Sternen schwanke, gebe ich 4 Sterne, da mich die Vielseitigkeit und Verstrickung der einzelnen Plots der Geschichte fasziniert haben.
Erwartungen nicht erfüllt
von Anonym - 18.05.2019
Meine Erwartungen waren nach der Leseprobe recht hoch - dem wurde das Buch dann aber leider nicht gerecht. Der Schreibstil ist gut, lässt sich gut lesen. Die Story an sich ist auch sehr spannend, jedoch hat das Buch einige Längen. Zu viele Beschreibungen von unnötigen Sachen. Die Geschichte um Fabian Risk und seine Familie ist nicht ganz glaubhaft - einerseits Streit, es scheint, als hätte sich sowohl das Paar total auseinander gelebt, und auch die Kinder sind in einer "schlimmen" Teenie-Phase, andererseits wird dann "zu" schnell wieder alles gut. Es gibt unterschiedliche Handlungsstränge, in kurzen Kapiteln springt man zwischen diesen und das macht das Buch auch spannend, jedoch ist das Ende absolut enttäuschend, einige Handlungsstränge werden einfach nicht aufgelöst.
Was war denn das?
von Xanaka - 16.05.2019
Am Anfang hatte ich wirklich Schwierigkeiten mit diesem Buch zurechtzukommen. Es gibt so viele verschiedene Handlungsstränge. Da ist der Tod des kleinen Jungen, der offensichtlich ermordet wurde. Es gibt aber auch einen rechtsradikalen Angriff auf ein Asylbewerberdorf. Kommissar Fabian Risk, ist nach dem schlimmen Angriff auf seine eigene Familie beurlaubt. Aber auch er kämpft mit einem Problem. Sein enger Kollege soll sich das Leben genommen haben, weil er mit seiner Sexualität Probleme hatte. Risk ist der Meinung, der Selbstmord ist inszeniert, weil er schon lange gegen einen eigenen Kollegen ermittelte. Und dann ist da dieser offensichtlich gestörte Mensch, der sich seine potentiellen Opfer durch würfeln aussucht. Was hat das alles miteinander zu tun? Das Buch ist zu Ende und ich bin echt wütend. Was hat Stefan Ahnheim sich dabei gedacht? Oder ist er mit dem Buch nicht fertig geworden? Die vielen offenen Baustellen, in denen man ja auf Grund der vielen Seiten nun endlich drin steckte und so in etwa Ahnung hatte, sind alle offen geblieben. Ich finde bei so einem Ausgang sollte man in jedem Fall ankündigen, dass es einen weiteren Teil geben wird. Dann kann sich der Leser von vornherein darauf einstellen und wird jetzt nicht so enttäuscht, wie ich es bin. Grundsätzlich muss ich sagen, das Buch ist nicht schlecht. Aber die vielen Handlungsstrenge, die Fülle der handelnden Personen machen diesen Krimi sehr unübersichtlich und man hat beim Lesen Schwierigkeiten nicht den Faden zu verlieren. Zum ungeahnten Ende habe ich bereits weiter oben geschrieben. Ich kann für dieses Buch nur gut gemeinte 2,5 Sterne vergeben. Möglicherweise ist es nach dem Folgeband dann wirklich rund und man könnte es dann auch weiter empfehlen. Davon ist es im Moment aber noch weit entfernt!
Der vierte Fall für Fabian Risk
von Peter - 15.05.2019
Der vierte Fall für Fabian Risk ... und mein erster Fall von diesem Autor. Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne bin ich sehr gut in das Geschehen hinein gekommen, hätte es aber so manches Mal als Vorteil empfunden die Vorgänger gelesen zu haben da des öterne Bezug dazu genommen wird. Fabian Risk lerne ich als Ermittler kennen der eine dringend benötigte Auszeit nach sehr belastenden Ereignissen rund um seine Familie genommen hat - doch damit ist es rasch vorbei denn in Helsingborg geschehen Morde die seine Mitwirkung zur Lösung der Fälle unabdingbar machen, unter anderem ein toter Flüchtlingjunge in einer Waschmaschine - ein unfassbares Verbrechen das alle Erschüttert. Doch welcher unmenschliche Täter kommt auf so eine Idee? Ein guter Skandinavienkrimi um eine interessante Persönlichkeit. Ich werde auf jeden Fall noch die anderen Fälle von Kommissar Fabian Risk lesen.
Viele Krimi mit Spannung
von Paul Schmitz - 13.05.2019
Viel zu lesen, viel zu merken, viele Personen und viele Handlungsstränge, das ist hier, gleich zu Beginn, die Zusammenfassung. Fabian Risk ermittelt mit seinen Kollegen und Kolleginnen in einem sehr außergewöhnlichen Fall. Das Außergewöhnliche ist, dass der Mörder seine Morde mit Hilfe verschiedener Würfel plant, nach deren Würfelergebnis er sich bei seinen Morden richtet. Das weiß aber nur der Leser und ist damit gewissermaßen gegenüber Risk im Vorteil. Für Risk und seine Kollegen/innen ergibt sich kein System oder auch nur der Schimmer eines Motivs. Viele verschiedene Handlungsstränge, viele Namen stellen hohe Ansprüche an den Leser. Da sind zum Beispiel private Schwierigkeiten bei Risk und seiner Familie oder die Bedrohung einer Kollegin durch eine Nazi-Gruppe. Da ist der Tod eines Kollegen unter rätselhaften Umständen, der Verdacht gegen einen anderen Kollegen und ... Also, wie gesagt, viele Personen und viele Handlungsstränge, eigentlich Fehler, wie man sie bei Anfängern findet. Dass Anhem kein Anfänger ist, merkt man daran, dass man dennoch die Übersicht behält. Anhem hat einen spannenden Krimi geschrieben.
Erwartung nicht erfüllt
von Leseente - 12.05.2019
Der Autor Stefan Ahnhem, das Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf das Buch gemacht. Am liebsten lese ich skandinavische Thriller, doch bei diesem wurde ich enttäuscht. In Schweden treibt ein perfider Mörder sein Unwesen. Die Suche nach ihm gestaltet sich sehr schwierig, denn er hinterlässt keine Spuren. Zudem wählt er seine Opfer, die Tatwaffe und auch den Tatort mit Hilfe von Würfeln zufällig aus. Kommissar Fabian Risk möchte den Fall unbedingt lösen und den Mörder fassen. Meine Meinung: Mir fiel es sehr schwer in die Geschichte hinein zu kommen. Die verschiedenen Handlungsstränge machten es mir nicht leicht dabei. Der Schreibstil von Stefan Ahnhem hat mir nicht gefallen, er ist eher verwirrend. Die Charaktere waren meiner Meinung nach nicht so gut heraus gearbeitet worden. Viele Fragen blieben offen, ebenso das Ende. Was mir nicht so gut gefiel. Stellenweise habe ich mich durch das Buch geschleppt, doch ich habe es zu Ende gelesen.
Hochspannung aus Schweden
von bücherwurm10 - 12.05.2019
Der 4. Band in der Fabian-Risk-Reihe: Der Thriller beginnt im Jahr 2007. Beim Joggen drehen sich die Gedanken einer Frau um die anstehende Trennung von ihrem Mann. Alle Vorbereitungen dazu hat sie schon getroffen, heute soll das letzte gemeinsame Essen statt finden. Doch plötzlich stürzt sie über eine Schnur und ein Mann tritt aus einem Gebüsch und überwältigt sie. Im nächsten Handlungsstrang trifft man im Jahr 2012 auf ein Frau, die nach dem Aufstehen auf dem Smartphone neues Foto als Bildschirmhintergrund entdeckt, dass sie schlafend in ihrem aktuellen T-Shirt zeigt. Fabian Risk und sein Team ermitteln zunächst im Fall eines verschwundenen Jungen. Im Keller des Wohnhauses wird die Leiche des Jungen gefunden - in einer Waschmaschine! Nichts für schwache Nerven! Alle Ereignisse hängen irgendwie zusammen! Das Ermittlerteam hat alle Hände voll zu tun und Fabian Risk ermittelt zusätzlich privat und im Geheimen. Mich hat der Schreibstil von Anfang gefesselt und die Spannung ist direkt da und steigert sich im Verlauf immer weiter. Das Buch konnte ich kaum aus den Händen legen, man muss einfach immer weiter lesen! Für mich ist der Thriller von Stefan Ahnhem ein schwedischer Thriller der Spitzenklasse! Obwohl ich vorher noch kein Buch aus dieser Reihe gelesen habe, konnte ich mich gut in die Geschehnisse hinein finden. Ich warte jetzt ungeduldig auf das nächste Buch aus der Reihe! Daher gibt es von mir eine klare und eindeutige Leseempfehlung!
Fabian Risk - Band 4
von Alexandra Baunach - 11.05.2019
Das Cover ist ansprechend gestaltet und nachdem ich die ersten drei Bände der Reihe gelesen habe, war klar, dass ich auch Band 4 um Fabian Risk lesen werde. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich war gespannt auf das Buch. Klappentext: Eine grausame Mordserie. Ein unlösbares Rätsel. Fabian Risks härtester Fall. Ein Mörder wählt seine Opfer scheinbar zufällig aus. So hinterlässt er keine Spuren. Kommissar Fabian Risk und das Helsingborger Kommissariat stehen vor einem Rätsel. Helsingborg ist nicht mehr der idyllischen Ort an der schwedischen Küste, der er mal war. Während eine Reihe von Morden die Stadt erschüttert, kämpft Kommissar Fabian Risk gegen sein ganz persönliches Leid: Seine Familie droht an seiner Arbeit als Mordermittler zu zerbrechen. Aber sein Job ist sein Leben. Er kann nicht anders und nimmt sich der Aufklärung der Morde an, doch er findet keine Spur. Risk und seine Kollegen ahnen nicht, dass der Täter seine Opfer durch ein Würfelspiel rein zufällig auswählt, genau wie die Mordwaffe und den Tatort. So lassen sich keinerlei Verbindungen zu ihm herstellen. Wird dieser Fall ungelöst bleiben? Der Schreibstil ist flüssig und ich war direkt in der Geschichte drin. Die handelnden Personen und auch die Handlungsorte konnte ich mir dank der detaillierten Beschreibungen gut vorstellen und hatte beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Das lag sicherlich auch daran, dass mir die Hauptakteure von den vorherigen Büchern bekannt waren. Ich denke, es ist sinnvoll, die Bücher um Fabian Risk in der erschienen Reihenfolge zu lesen, da einem ansonsten viele Informationen aus den bisherigen Büchern fehlen. Der Fall an sich, ist zwar auch ohne die Vorkenntnisse verständlich und nachvollziehbar, aber eben nicht die vielen Nebenhandlungen. Die Spannung baut sich nach und nach auf und hält bis zum Schluss. Mich konnte auch dieser Band gut unterhalten und ich vergebe 4 Sterne für Band 4 der Fabian Risk-Reihe.
Ein Thriller, der in der Masse untergeht
von lesebiene - 09.05.2019
Meine Meinung: Vor Jahren las ich bereits das erste Buch aus der Reihe und den Debütroman von Stefan Ahnhem Und morgen du , dieser blieb leider damals weit hinter meinen Erwartungen zurück und konnte mich nicht begeistert. Doch nun sprach mich der Klappentext zu seinem neuen Thriller so an, dass ich ihn einfach lesen musste und was soll ich sagen: 10 Stunden tot ist ein wirklich sehr solider und atmosphärischer Thriller, der die gewonnen Stilmittel des skandinavischen Kriminalromanes sehr gekonnt umsetzt, wenn mir auch das Spannungsniveau zu wenig war. Die Stärke des Autors liegt definitiv in der Konstruktion seines Falls, und der großartig ausgearbeiteten Atmosphäre, die an der ein oder anderen Stelle durchaus Gänsehaut beim Leser erzeugen kann. Und auch der Spannungsbogen war zu Anfang wirklich grandios und sehr mysteriös, verlor sich allerdings gerade im Mittelteil sehr in Einzelheiten und Ermittlungsarbeiten, weshalb dadurch leider die ein oder andere langatmige stelle entstanden ist. Mein Fazit : In meinen Augen ist das neue Buch des Autors, ein durchaus solider und atmosphärischer Thriller, der allerdings im Mittelteil einiges an Spannung und Potential verschenkt. Dennoch ein Thriller der Spaß macht, sich allerdings nicht aus der Masse hervorheben kann, da ihm die Innovation und Eigenständigkeit fehlt.
von Anonym - 09.05.2019
Fabian Risk ist eigentlich beurlaubt, da er in seinem Privatleben gerade eine sehr schwierige Phase durchmacht. Seine Familie droht auseinanderzubrechen. Als Helsingborg von einer Reihe von Morden erschüttert wird, kehrt Fabian an seinen Arbeitsplatz ins Kommissariat zurück um bei den Ermittlungen zu helfen. Da der Mörder seine Opfer scheinbar zufällig auswählt, gestalten sich die Ermittlungen sehr schwierig und komplex. Das Team findet einfach keine Spur. Es kann nicht ahnen, dass der Täter seine Opfer, Mordwaffe und Tatort durch ein Würfelspiel zufällig auswählt. Wird Fabian Risk es zusammen mit seinen Kollegen schaffen die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Täter zu überführen? Ich habe bis jetzt alle Bände der Reihe gelesen, so dass mir die Charaktere und Fabians Vorgeschichte bekannt waren. Der Einstieg in den neuen Krimi viel mir trotzdem etwas schwer, da es viele verschiedene Handlungsstränge und Personen gab, was zunächst etwas unübersichtlich war. Der Perspektivwechsel hat einerseits für Spannung gesorgt, teilweise war es aber etwas schwierig die verschiedenen Fälle zu verfolgen da es doch einige lose Enden gab nicht bis zum Ende verfolgt wurden. In meinen Augen hat das Privatleben von Fabian mit seinen Eheproblemen und dem Unwissen über die Rolle seines Sohnes in einem anderen Fall etwas zu viel Raum eingenommen. Sehr spannend fand ich die Kapitel die aus der Sicht des Täters geschrieben waren. Das Würfelspiel zur Ermittlung des nächsten Opfers war eine ausgefallene Idee und die Gedanken, die sich der Täter gemacht hat, interessant zu verfolgen. Leider blieb das Motiv und die Identität des Täters, wie so viele andere Dinge offen. Auch das Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen und kam sehr plötzlich. Im Ganzen war der neue Band der Reihe um den Ermittler Fabien Risk in meinen Augen ein spannender und aktueller Krimi. Er konnte mich persönlich aber nicht durchgängig fesseln.
von StephanieP - 07.05.2019
Die Helsingborger Polizei steht vor einem Rätsel: Es werden mehrere Menschen ermordet aufgefunden, aber es scheint zwischen den Opfern keine Verbindung zu geben. Die Ermittler haben den Eindruck, dass der Täter seine Opfer wahllos tötet. Um weitere Morde zu verhindern ermittelt die Polizei beinahe pausenlos und in alle Richtungen. Unter ihnen ist auch der Kommissar Fabian Risk. Doch auch in Fabians Privatleben geht es rund, neben Streitereien mit seinen Kindern hat er auch Eheprobleme. Stefan Anhems Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Durch die Perspektivenwechsel kann der Autor schnell Spannung aufbauen und diese zunehmend steigern. Die Spannung ist durchgehend sehr hoch und kann das gesamte Buch über gehalten werden. Leider haben die vielen verschiedenen Perspektiven und Fälle zur Folge, dass ich hin und wieder durcheinander kam und verwirrt war. Das Ende konnte mich leider weder überzeugen noch begeistern und hat meine Freude an dem Buch deutlich geschmälert. Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und facettenreich. Besonders überzeugen konnten mich die Kapitel aus der Perspektive des Täters, diese haben die Spannung immer wieder erhöht, daher finde ich es besonders schade, dass weder seine Identität noch das Motiv geklärt werden. Ich mag es, wenn in einem Thriller auch auf das Privatleben der Ermittler eingegangen wird. In diesem Buch nahmen mir die Szenen rund um Fabians Familienleben und Eheprobleme allerdings deutlich zu viel Platz ein. FAZIT: "10 Stunden tot" ist ein spannender Thriller mit einer wirklich gelungenen Grundidee. Allerdings hat mich persönlich das Ende ziemlich enttäuscht. Zudem haben mich die vielen Perspektivenwechsel hin und wieder verwirrt und die Ausschweife in Fabians Privatleben konnten mich nicht begeistern. Daher kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.
Mit Vorsicht zu genießen
von LadyNinily - 07.05.2019
Dies ist mein erstes Buch von Stefan Ahnhem, meine Meinung bezieht sich demnach ausschließlich auf "10 Stunden tot" und bietet keinerlei Vergleich zu vorherigen Werken des Autors. Gerade als Quereinsteiger empfand ich den Mix aus bekannten Klischees und originellen Bestandteilen sehr gelungen. Man findet hierbei zwar die klassischen Typen, aber gemixt mit ein, zwei Besonderheiten, die dem Leser sehr helfen, sich einzelne Charaktere einzuprägen und diese voneinander unterscheiden zu können. Da ist beispielsweise die knallharte, unabhängige Polizistin, die eine unglaubliche Abneigung gegen rechtsextreme Weltanschauungen hat, die alkoholabhängige Chefin mit einem erstklassigen Ruf oder der kauzige Rechtsmediziner, der erstaunlicherweise nicht freiwillig 24/7 in seinem Labor zugegen ist. Des Weiteren wird auf alle relevanten Ereignisse aus vorherigen Bänden noch einmal ausreichend eingegangen, ohne dabei zu einer lästigen Aufzählung oder ermüdenden Nacherzählung der Geschehnisse zu werden. So hat man auch als Quereinsteiger nie das Gefühl, an irgendeinem Punkt der Geschichte auf dem Schlauch zu stehen. Zudem ist es sehr angenehm, dass die Fälle eher bodenständig gehalten sind und die Opfer nicht in 234 Stücke zerteilt mit Goldnägeln an die Decke gehängt werden, nur um den Leser mit einem Wow-Effekt zu schockieren. Ich als Vielleser war zusätzlich erstaunt, wie gut es dem Autor trotzdem gelungen ist, mir mit den Gräueltaten und vereinzelten Äußerungen im Buch unter die Haut zu gehen. Dabei sind es nicht irgendwelche ausschweifende Beschreibungen, wo welcher Blutstropfen und welches Stück Innerei sich im Raum und nicht mehr im Opfer befindet, sondern vielmehr die nüchtern-klare Darstellung der Szenen, gepaart mit der Reaktion der Protagonisten. Es gab einige Passagen, bei denen ich die Erschütterung und die Abneigung der Charaktere sehr, sehr gut nachempfinden konnte. Ein großer Kritikpunkt scheint aber für einige Leser der konstante Widersacher zu sein, dessen Fall sich durch das ganze Buch - und offenbar die ganze Reihe - zieht. Viele scheinen sich an diesem Charakter zu stören, was ich zwar nachvollziehen, aber nur bedingt verstehen kann. Solch einen hartnäckigen Gegner findet man beispielsweise auch in Sherlock Holmes` Erzfeind Professor Moriarty, Christopher Pelant aus der Fernsehserie Bones, Gretchen Lowell aus der Feder von Chelsea Cain oder sogar banaler einfach Lord Voldemort aus Harry Potter. Für mich verleiht das einem Stück eine gewisse Würze und Besonderheit, die mich als Konsument an eine Reihe fesselt. Dadurch kann sich nämlich ein sehr vielschichtiger Antagonist entwickeln, mit einer verstrickten Geschichte, die mit den Facetten von Gut und Böse zu spielen weiß. Außerdem bietet sich dem Autor die Möglichkeit, seine Reihe in einem hochspannenden und vor allem für den Leser befriedigenden Showdown zum Abschluss zu bringen. Des Weiteren muss auch ich anmerken, dass die Aufklärungsrate in diesem Buch erstaunlich gering ist und man am Ende nicht einem, sondern zwei Antagonisten gegenübersteht, die nichts - zumindest soweit dem Leser bekannt - miteinander zu tun haben. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass das den ein oder anderen Leser am Ende unbefriedigt und wütend zurücklässt. Mich persönlich hat das nicht gestört, denn erstens ist es sehr offensichtlich, dass uns beide Antagonisten im nächsten Band wieder begegnen werden und zweitens ist es auch erfrischend realistisch, dass am Ende eines Buches mal nicht alle bösen Buben dingfest gemacht werden. Außerdem - und das bringt mich noch immer sehr zum Schmunzeln - wurden wir als Leser quasi vom Autor vorgewarnt: "Wird dieser Fall ungelöst bleiben?" (Klappentext). Das ist zwar eine ziemlich gemeine "epische Vorausdeutung", aber eben wiederum auch so fies, dass ich es super finde und Herr Ahnhem absolut nicht böse sein kann. Fazit Ein sehr spannender Thriller, der sich gleich mit mehr als einem Täter auseinandersetzt und einen recht eigenwilligen Weg geht. Absolut zu empfehlen, aber mit Vorsicht zu genießen.
Spannend und komplex
von leseratte1310 - 06.05.2019
Helsingborg wird von einem Serienmörder heimgesucht, der seine Opfer scheinbar zufällig aussucht und keine Spuren hinterlässt. Obwohl Fabian Risk eine längere Auszeit nehmen wollte, um sein Familienleben in Ordnung zu bringen, muss er nun doch in den Dienst zurück. Aber die Polizei kommt in dem Fall nicht wirklich weiter. Wie können sie auch ahnen, dass der Mörder die Würfel zu Rate zieht. Er würfelt nicht nur das Opfer aus, sondern auch den Tatort und die Waffe. Man kann also keine Gemeinsamkeiten finden. Dies ist bereits der vierte Band um den Kommissar Fabian Risk. Ich habe nur das erste Buch der Reihe gelesen, denke aber, dass man gut daran tut, wenn man alle Bücher in Folge liest, denn immer wieder wird auf die Vorgänger Bezug genommen. Natürlich ist Risk Familie wichtig, aber noch viel wichtiger ist ihm sein Job, denn er ist mit Leib und Seele Kommissar. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Kurze Kapitel, verschiedene Handlungsstränge und Handlungsorte sorgen dafür, dass das Tempo sehr hoch ist. Man muss schon aufpassen, um den Überblick nicht zu verlieren. Ich denke auch, dass das Buch nicht für jeden etwas ist, denn es ist doch oft sehr erschreckend und brutal. Es sind einige Themen, die in diesem Buch aufgegriffen werden: Rassismus, Pädophilie und Gewalt an Frauen. Es wird aber auch aufgezeigt, wie die Behörden versagen, die eigentlich für Recht und Sicherheit sorgen sollen. Es gibt eine Reihe von Wendungen, die einen in die Irre leiten und am Ende erwartet den Leser ein Cliffhanger, der einen mit einer Reihe Fragen zurücklässt. Wer temporeiche Thriller liebt und sich nicht an drastischen Beschreibungen stört, dem Wird dieses Buch gefallen.
Der übliche Genremix
von Hardy Knoll - 06.05.2019
Ahnhem tut das, was seine Leser fordern, er liefert einen Schwedenkrimi mit den üblichen Zutaten ab: Ermittler, die persönliche Probleme oder Traumata zu bekämpfen haben, verschiedene Handlungsstränge um zumindest den Anschein einer spannenden Handlung zu erzeugen und natürlich brutale Morde eines perversen Killers. Was mich zunächst störte, ist der eindeutige Serienbezug. Das heißt, ohne die vorherigen Bände zu kennen, tut man sich etwas schwer, alle Zusammenhänge oder Anspielungen zu verstehen. Der nächste Nachteil einer Serie: es muss eine Steigerung da sein, sonst wird es irgendwann langweilig. Nicht ohne Grund wird der neue Fall als der härteste für die Hauptperson bezeichnet. Ich vergleiche das gerne mit einer bekannten Horrorserie im Kino: der erste Teil war klasse, weil sich alles in einem Raum mit zwei Personen und einer Säge abspielte. Die Nachfolger mussten immer ausgefallenere Todesarten, Maschinen und mehr Opfer haben, um das Publikum zu befriedigen. In der Buchserie ist das ähnlich. Der Autor will schließlich fast 500 Seiten füllen. Da reicht der rechtsextreme Ausflug der Handlung oder sich rivalisierende Polizeibeamte auf Dauer nicht aus. Immer wieder wird ein brutaler und abscheulicher Mord eingefügt. Damit das Ganze so richtig fies wirkt, sucht sich hier der Mörder mithilfe eines komplizierten Würfelspiels die Opfer zufällig aus. Das wirkt zwar auch teilweise konstruiert, aber zumindest ist es ausreichend originell, um kurze Zeit zu fesseln. Logiklücken, wie zum Beispiel Beamte die auf eigene Faust agieren oder sogar selbständig im Kollegenkreis ermitteln, werden dadurch allerdings nicht besser. Aber irgendwie soll ja schließlich Spannung erzeugt werden. Merke: ein guter Krimiautor schafft es mit einem gewöhnlichen Mord und einer guter Story einen tollen Roman zu schreiben. Wer diese Fähigkeit nicht hat, setzt auf Effekte und Schockmomente oder versucht auf Stieg Larssons Spuren zu wandeln. Leider gibt es von diesen Büchern mittlerweile zu viele, beliebig austauschbar und letztendlich ohne wirklichen Wiedererkennungsfaktor. Ein weiteres Problem dieser Machart: irgendwann läuft sich eine solche Serie tot , weil es einfach keine Steigerung mehr gibt. Dann wiederholen sich nur noch ganze Bücher und der abgestumpfte Leser verschlingt eingelullt die Massenware. Was wahre Krimifans an diesen Büchern auch missen, ist die Möglichkeit, den Fall mit Spürsinn zu lösen. Ein beliebtes Stilmittel ist es leider mittlerweile, einfach eine Lösung aus dem Hut zu zaubern, die ohne Hinweise aus dem nichts geliefert wird (also z.Bsp. ein absolut unverdächtiger Täter, der ein Kindheitstrauma nicht verarbeitet hat und nun Menschen meuchelt. Kommt bekannt vor, oder?). Also Fazit: das Buch wird von Fans der Serie sowieso gelesen. Alle Anderen finden besseres auf dem Markt. Durchschnittliche Thrillerunterhaltung mit Spannungsmomenten, aber leider auch den oben beschriebenen Mängeln. Bevor jetzt wieder auf allen möglichen Wegen Proteste gepostet werden: dies ist eine persönliche Rezension, basierend auf eigenem Geschmack und mehreren hundert, eher tausend gelesenen Büchern. Also: lesen, hinnehmen oder ignorieren.
von Nele33 - 06.05.2019
10 Stunden tot ist der 4. Band um Fabian Risk und sein Team. Schon der Prolog war spannend und zeigte Fabians Kollegen in mörderischer Aktion. Der Verlag hätte gut daran getan das Buch auch als 4. Band zu deklarieren, da der Inhalt sehr stark an den Vorgänger Band anschließt und sich stark auf die vorherigen Vorkommnisse bezieht. Der Stil des Autors ist wie gewohnt packend und sehr detailreich in der Schilderung. Nach dem letzten sehr intensiven Fall für Fabian Risk, bei dem seine Tochter fast zu Tode kam, nimmt er sich eine Auszeit um sein Privatleben wieder auf die Reihe zu bekommen-seine Ehe steht vor dem aus, sein Sohn war in widerliche kriminelle Aktionen verstrickt und er selber ziemlich ausgelaugt und am Ende. Der Thriller besticht durch viele Handlungsstränge, was ein konzentriertes Lesen erforderlich machte und auch die Themen gehen über Rechtsradikalität, Pädophilie, psychopatischen Serienmörder zu seiner Kollegin, die noch eine Rechnung mit ihrem Chef offen hat und untergetaucht ist. Fabian Risk taucht erst nach ca einen Viertel des Buches auf, als seine Kollegen Irene Ilja und Klippan die Häufung der Fälle nicht mehr alleine bewältigen können. Neben der laufenden Ermittlung widmet sich Risk noch der Suche nach dem Mörder seines Kollegen, der Molander einem anderen Kollegen auf der Spur war, bevor er unter äußerst seltsamen Bedingungen zu Tode kam. Der Autor löst quasi keinen Fall in seinem Thriller auf, was mich jedoch nicht störte, da der Plot und die Spannung die Geschichte stimmte. So kann ich mich auf den nächsten Band um Fabian Risk freuen.
Fabians 4.Runde
von Miss Marple - 04.05.2019
In Helsingborg fallen die Würfel- im wahrsten Sinne benutzt ein perfider Mörder Würfel, um seine nächsten Opfer zu finden. Als ein kleiner syrischer Junge tot aufgefunden wird und als dann auch noch ein Flüchtlingsheim brennt, vermuten die Ermittler um Irene Lilja schnell einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Übergriffe gehören mittlerweile zur Tagesordnung. Doch der Autor führt seinen Leser in die Irre. Immer wieder nimmt er einen neuen Faden auf. Fabian Risk ist noch von den dramatischen Ereignissen im vorhergehenden Buch traumatisiert- seine Tochter liegt seit einem Monat im Koma, sein Sohn zieht sich immer mehr zurück und um seine Ehe ist es auch nicht gut bestellt. Noch während seiner Beurlaubung verfolgt er im geheimen einen weiterzurückliegenden Fall, von dem er glaubt, dass ein Kollege darin verwickelt ist. Leider gelingt es dem Autor nicht, hier und bei weiteren Handlungssträngen, dem Leser einer Lösung zu präsentieren. Vieles bleibt am Ende offen und der gespannte Leser wartet auf die Fortsetzung, in der Hoffnung, bis dahin nicht alles vergessen zu haben. Die Kenntnis der vorhergehenden Bände sei empfohlen.
offenes Ende
von Anonym - 04.05.2019
Das Buch fängt spannend an. Dann kommen immer mehr neue Handlungssträge hinzu für die man teilweise die vorher erschienen Bücher kennen sollte. Ich kenne sie nicht und bin daher nicht sehr begeistert. Ausserdem ist es mir zu sexlastig. Swinger Club, heimlicher Beobachter, ein Pädophiler, ganz schön viel für ein Buch! Und am Ende wird so gut wie nichts aufgelöst! Grundsätzlich sehr spannend geschrieben so daß man immer weiter lesen (hören) möchte, aber plötzlich ist Schluß und man bleibt irritiert zurück. David Nathan liest wie immer sehr gekonnt das Hörbuch vor. Einfach gut ohne Übertreibungen. Das Cover ist für einen Thriller angemessen. Der Titel stellt für mich keinen Zusammenhang zum Buch her. Schade, eine Info, daß man die Bücher vorher kennen sollte wäre schön, denn eigentlich liebe ich Serien!
Das Ende der Auszeit
von Bennet - 04.05.2019
Ein geradezu klassisches Cover welches uns hier präsentiert wird - das finde ich sehr gut, denn Action gibt es in dem Buch genug! Fabian Risk befindet sich nach den dramatischen Begebenheiten des letzten Buches eigentlich in einer Auszeit um sich sich selbt und seiner Familie zu widmen doch leider kann er sie nicht weiter in Anspruch nehmen. Denn es geschehen brutale Morde in Helsingborg und seine Hilfe wird von den Kollegen dringend benötigt. Doch kann es wirklich sein das Opfer und Mordart ausgewürfelt werden? Kaum vorstellbar. Der Autor verbindet in dem Buch mehrere Handlungsstränge deren Verknüpfung anfänglich nicht zu erkennen sind und die jeder für sich schon viel Spannung mit sich bringen. Da ist die Aufmerksamkeit des Lesers gefordert! Gerade anlässlich der schwierigen familiensituation von Fabian Risk ist es von Vorteil die Vorgänger zu kennen, aber es ist kein Muss da jedes Buch für sich eine Einheit bildet. Meine Persönliche Meinung zum Buch: Absolut Spannend und ein würdiger Nachfolger von Minus 18 Grad - und dank der rasanten Entwicklungen ein echter Pageturner den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte!
Spannung pur beim 4. Fall
von Kruems - 03.05.2019
10 Stunden tot - der 4. Fall für Fabian Risk, hat es in sich. Eigentlich hat er eine Auszeit genommen um sich um seine Familie zu kümmern die an den kürzlichen Ereignissen zu zerbrechen droht - nicht nur die Sorge um seine Kinder beschäftigt ihn sondern auch um die Beziehung zu seiner Frau steht es nicht zum besten. Trotzdem kann er nicht anders - als Helsingborg gleich mehrere Morde aufzuweisen hat, unter anderem die grausame Tötung eines 11jährigen Jungen in einer Waschtrommel, muss er wieder an vorderster Front seinen Mann stehen. Das Buch hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Durch die verschiedenen Handlungsstränge kommt man von einer spannenden Szenerie zur nächsten und trotz des doch beachtlichen Buchumfangs kommt niemals Langeweile auf. Es macht durchaus Sinn die vorangegangenen Teile gelesen zu haben, doch auch Ahnhem-Neulinge können diesen Thriller in vollen Zügen genießen, weist er doch grundsätzlich unabhängiges Geschehen auf. Das Cover ist düster aber insgesamt nicht so spektakulär gestaltet, was mir jedoch sehr zusagt. 5 Sterne für ein spannendes Buch!
Spannender Schwedenkrimi
von misery3103 - 03.05.2019
Das Team um Fabian Risk steht vor vielen Herausforderungen. Ein kleiner Flüchtlingsjunge wird ermordet, was das Team in die rechte Szene führt. Gleichzeitig erschüttern mehrere Morde die Stadt, die scheinbar nicht zusammenhängen. Fabian Risk, der nach dem letzten Fall, bei dem seine eigene Familie bedroht wurde, eine Auszeit genommen hat, muss in den Dienst zurück, um sein Team zu unterstützen. Können sie den Täter fassen? Wieder ein spannender Teil der Serie rund um Fabian Risk und sein Team. Für Neueinsteiger ist dieser Teil nicht unbedingt zu empfehlen, denn es wird Bezug auf alte Fälle genommen und auch die aktuellen Fälle werden in diesem Buch nicht gelöst, sondern der böse Cliffhanger am Ende lässt Fans der Serie auf den nächsten Teil hinfiebern. Der Weg der Ermittlungen ist dabei allerdings sehr spannend, weil Fabian nebenbei auch zum Tod des Kollegen weiterermittelt, der scheinbar von einem Mitglied des Teams begangen wurde. Auch hier ist am Ende nichts geklärt, so dass man auch hier gespannt auf den Folgeband sein kann. Spannend sind in diesem Buch vor allem die Entwicklungen im Privatleben der Mitglieder des Teams. Fabian muss um seine Familie bangen, weil sowohl seine Frau als auch seine Kinder durch Ereignisse beim letzten Fall traumatisiert sind und die Familie somit kurz vor dem Aus steht. Auch seine Kollegin Irene Ilja muss in ihrem Privatleben einige Rückschläge hinnehmen und gerät außerdem in den Fokus der rechten Szene. Auch hier bleibt es spannend, wie es mit ihr weitergehen wird. Mir hat das Buch gefallen, aber wie gesagt ist es kein Band für Neueinsteiger. Fans der Serie werden ihren Spaß haben, da die Ermittlungen sehr spannend sind und auch die Entwicklungen im Privatleben der Ermittler auf viel Spannung im nächsten Band hindeuten. Gut!
Seltsam
von Lesemone - 02.05.2019
Das Buch beginnt mit einem super spannenden Prolog. Dann folgen viele verschiedene Handlungsstränge, bei denen es sowohl um diverse Mordermittlungen, als auch um die Familie von Protagonist Fabian Risk geht. Die einzelnen Handlungsstränge werden schon sehr spannend erzählt und der Schreibstil ist auch sehr fesselnd, aber alles wird irgendwann so verworren, dass der Durchblick immer schwerer wird. Einiges wird aufgeklärt, doch bis zum Ende bleiben Fragen offen und das Buch endet leider mit einem Cliffhanger, der aber bei mir keine Lust hinterlassen hat, das nächste Buch unbedingt lesen zu müssen. Ein sehr großes Rätsel war für mich der gewählte Buchtitel. Ich habe auch nach dem lesen des Buches keine Ahnung, was der Buchtitel mit dem Inhalt des Buches zu tun hat.
Spannender, komplexer Krimi
von Diana - 01.05.2019
Stefan Anhem - 10 Stunden tot Fabian Risk hat es im moment nicht leicht und deswegen hat er sich auch eine Auszeit von der Polizeiarbeit genommen, um sich für seine zerbrechene Familie Zeit zu nehmen. Das ausgerechnet auf seine Tochter geschossen wurde, konnte er nicht absehen und noch weniger verkraften. Das er sich ausgerechnet mit der Waffe vor dem Täter verteidigen musste, die sein Sohn mit nach Hause gebracht hat, wirft Fragen auf. Um seine Ehe steht es auch nicht zum Besten und er versucht das bestmögliche zu machen, um seinen Sohn Theo zum reden zu bringen, um Matilda die Angst zu nehmen, denn sie glaubt weiterhin fest daran, dass ein Geist prophezeit, jemand aus ihrer Familie würde sterben und nicht zuletzt um sich mit seiner Ehefrau Sonja wieder anzunähern. Doch dann holen ihn seine Kollegen aus dem Urlaub, denn sie haben gleich mehrere offene Fälle. Ein kleiner syrischer Junge wurde in einer Waschmaschine zu Tode geschleudert. Es gibt einige Spuren, ist ein Pädophiler oder doch eine rechtsradikale politische Gruppe darin involviert? Irene Lilja ermittelt mit Klippan, und gerät selbst ins Fadenkreuz, als sie zu tief buddelt. Außerdem wird eine ermordete Frau aufgefunden, die nur Tage vorher zur Polizei gegangen ist, um Anzeige zu erstatten, jedoch nicht ernst genommen wurde, weil sie ihren Stalker nicht beschreiben konnte. Weiterhin gab es einen Mord in einem Kaufhaus, in dem der maskierte Täter einen Fleischverkäufer vor Zeugen niedergemetztelt hat. Und nicht zuletzt ermittelt Fabian Risk heimlich in einem Fall seines toten Kollegen Elvin, der auf einer besonders heißen Spur war... Gibt es einen Mörder direkt unter ihnen? Ich kenne noch nicht alle Krimis aus der Fabian Risk-Reihe, aber den direkten Vorgänger "Minus 18 Grad" habe ich verschlungen. Ich bin zugegenen auch kein großer Fan von Krimis aus Schweden, aber Stefan Anhem ist ein Autor, der mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln kann und besonders gut gefällt mir, dass trotz hoher Seitenzahlen oder auch vieler Tracks im Hörbuch, die Story von Anfang bis Ende spannend, fesselnd, vielseitig und durchweg interessant bleibt. Ich habe das Ebook und parallel dazu das Hörbuch gehört, denn ich mag es, direkte Vergleiche zwischen beiden Medien ziehen zu können. Da es sich um die ungekürzte Fassung handelt, gab es hier keine wesentlichen Unterschiede. Der Schreibstil von Stefan Anhem ist durchweg modern, flüssig und lässt sich leicht lesen, was dazu führt das das Buch nach wenigen Seiten schon ein Pageturner trotz der verschiedenen Handlungsstränge und seiner Komplexität ist und ich es nur schwerlich aus der Hand legen konnte. Schauplätze und insbesondere Tatorte sind detailliert, bildhaft dargestellt, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen kann. Mich würde es übrigens nicht wundern, wenn es irgendwann eine Verfilmung der Bücher geben würde. Zurück zu den Tatorten, diese sind teilweise unschön beschrieben und vielleicht nicht unbedingt was für schwache Nerven, obwohl ich auch schon deutlich gewalttätigeres gelesen habe. Der Autor schafft es, den Ekelfaktor recht gering zu halten. Die Charaktere wirken auch hier wieder lebendig und facettenreich, ich mag wie der Autor seinen Figuren Leben einhaucht. Sie besitzen allesamt eine angenehme Tiefe, wirken realtitätsnah, haben ihre Sorgen und Nöte, und das macht sie menschlich. In diesem Buch gibt es keine "Übermenschen", keine besondere Helden, keine besonderen Bösewichte. Alles wirkt so realistisch und normal, dass es sich vielleicht sogar einfach nur um einen Nachbarn handeln könnte (hoffentlich nicht!). Fabian gefällt mir auch diesmal als Hauptfigur sehr gut. Er wirkt oft überfordert, versucht das richtige zu tun, will das seine Familie nicht zerbricht, was nicht gerade einfach ist, wenn seine Ehefrau Sonja ihm die kalte Schulter zeigt, sein Sohn Theodor scheinbar schwerwiegende Geheimnisse hat und seine Tochter mehr auf einen Geist hört, als auf ihren Vater. Etwas befremdlich ist, nachdem Matilda aus dem Krankenhaus kommt redet sie ihren Vater nur noch mit "Fabian" an. Nachdem "Minus 18 Grad" so tragisch geendet hat, läuft der Handlungsstrang um die verdeckten Ermittlungen von Elvin weiter. Hier hat er seinen Kollegen in Verdacht, einige Morde begangen zu haben. Risk ermittelt und muss plötzlich mit genau diesem Kollegen wieder arbeiten, was zu der einen oder anderen kleinen Schwierigkeit führt. Dunja Hougaard ist untergetaucht, die Kollegen versuchen sie zu finden, zwar steht sie nicht unbedingt im Fokus der Story, aber ich hatte mich schon gefragt, wie es mit ihr weiter geht und ich muss mich wohl bis zum nächsten Band gedulden, wie es mit ihr weiter geht. Überhaupt endet das Buch diesmal mit einem echt fiesen Cliffhanger, der mich ein wenig ärgert, aber natürlich verstehe ich, dass man die Spannung auf den nächsten Krimi schon mal legen muss. Die Story ist durchgängig spannend, fesselnd und auch emotional, denn wie könnte man nicht emotional werden, wenn ein Kind in der Waschmaschine zu Tode geschleudert wird. Gerade Irene Lilja nimmt diesen Fall sehr persönlich und gerät selbst ins Fadenkreuz brutaler und abscheulicher Täter. Die verschiedenen Perspektivwechsel machen die Story noch spannender, egal ob es um Fabian oder Irene, ob es um Dunja oder sogar um die Sicht des Täters geht, jeder muss sich mit seinen eigenen Problemen herumschlagen. Gerade die Sicht des Täters ist erschreckend, da er keinem Muster folgt. Wie sollen Fabian und sein Team ihn nur schnappen. Es gibt einige Handlungsstränge die nicht zu Ende geführt werden, was das ganze ein wenig unbefriedigend macht, dennoch ist das Buch so fesselnd, dass ich es nicht zur Seite legen konnte. Die Hörbuchversion besteht aus 2 mp3 CDs (ca 840 Minuten) und David Nathan leiht dem Krimi seine Stimme. Das ist mit einer der Gründe, warum ich unbedingt das Hörbuch hören wollte, da er für mich einer der besten Synchronsprecher ist, ich seine Stimme sehr angenehm finde. Gekonnt baut er auch hier wieder schnell die Spannung auf, liest die Geschichte temporeich und emotional, entschleunigt sie, wenn es ruhigere Passagen gibt. Er gibt seinen Charakteren eine besondere Note und ich hatte das Gefühl, mitten in der Story zu stehen. Die Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert und passt sehr gut zu diesem Krimi. Eins ist klar, zu jeder Zeit kann er die Stimmung halten, die Atmosphäre einfangen und auf den Hörer transportieren. Egal ob Hörbuch oder in Print/Ebook, ich kann diesen Krimi auf jeden Fall empfehlen, da die Story zwar komplex aber durchweg faszinierend und spannend ist. Der Krimi ist eigenständig lesbar, auch wenn die Grundgeschichte durchgängig ist. Es gibt kleinere Rückblicke auf die Geschehnisse in der Vergangenheit. Das Cover ist mit der blauen Schrift auf dem grauen Landschaftscover ein netter Blickfang. Fazit: Spannender, komplexer Krimi der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und Fabian Risk und sein Team vor fast unlösbare Aufgaben stellt. 4,5 Sterne.
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