Das weiße Gold der Hanse

Ein Lübeck-Roman. Empfohlen ab 16 Jahre. 3. Aufl. 2019.
Taschenbuch
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Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram weckt völlig unverhofft das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter. Aber die zarte Liebe ist unmöglich. So heuert er als junger Mann bei einem Hanseschiff an, um sein Glück zu machen. Als sich das Schicksal nach … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das weiße Gold der Hanse
Autor/en: Ruben Laurin

ISBN: 3404178890
EAN: 9783404178896
Ein Lübeck-Roman.
Empfohlen ab 16 Jahre.
3. Aufl. 2019.
Lübbe

1. November 2019 - kartoniert - 620 Seiten

Beschreibung

Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram weckt völlig unverhofft das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter. Aber die zarte Liebe ist unmöglich. So heuert er als junger Mann bei einem Hanseschiff an, um sein Glück zu machen. Als sich das Schicksal nach vielen gefährlichen Abenteuern gegen ihn zu wenden droht, gelobt er: Wenn der Tod ihn noch einmal verschone, werde er einen Ort der Barmherzigkeit für die Alten und Schwachen erbauen. Und er setzt alles daran, sein Gelübde zu erfüllen.


Portrait

Ruben Laurin ist das Pseudonym eines preisgekrönten Autors phantastischer und historischer Romane, darunter auch "Die Kathedrale des Lichts", der sich mit dem Bau des Magdeburger Doms befasst. Insbesondere fasziniert ihn die Geschichte des Alltags und das Leben des kleinen Mannes im Spiel der großen Mächte.


Pressestimmen

"Der Jury gefiel besonders, wie der Autor mit seinem packenden Schreibstil, der Liebe zum historischen Detail und den vielschichtig angelegten Charakteren den Leser mit jeder Seite immer tiefer in den Bann der spannenden Geschichte ziehen kann." Burkhard Bierschenck, Vorsitzender des "Homer e.V. - Historische Literatur" in der Laudatio zum goldenen Homer 2020

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Bewertungen unserer Kunden
Cover und Titel unpassend, aber eine solide und gut recherchierte Geschichte!
von WriteReadPassion/Lidia - 20.07.2020
Bewertung: Das Cover an sich ist schön, jedoch finde ich es nicht sonderlich passend zur Geschichte. Zum Titel passt es zwar, aber der Titel passt gar nicht zur Geschichte. Der Autor hat uns erklärt, dass das der Verlag entschieden hat, er hätte gerne einen passenderen Titel gewählt. Das Finde ich ärgerlich, da die Autoren die Geschichten schreiben und selbst entscheiden sollten, wie sie ihre Geschichten nennen möchten. Ich finde das vom Verlag nicht in Ordnung. Ich durfte das Buch bei einer Leserunde lesen, habe es aber nach langem Überlegen abgebrochen. Erstmal hatte ich pausiert, mir ging es nicht so gut, und nun habe ich entschieden, es gut sein zu lassen. Es zieht mich einfach nicht, die letzten 200 Seiten zu lesen. Das tut mir sehr leid, da die Geschichte selbst nicht abbruchswürdig ist. Schön finde ich erst mal die Personenliste (merkwürdig, dass die Überschrift nicht in deutsch gefasst ist ...), die Karte, die Zeittafel und das Glossar. Gerade bei so einem vielschichtigem Werk brauche ich persönlich etwas Übersicht und Ordnung. Diese Geschichte, basierend auf einigen historischen Fakten erzählt der Autor in zwei Handlungssträngen, der eine spielt in der Vergangenheit mit dem Protagonisten Moses, der andere in der historischen Gegenwart des Jahres 1232 mit dem Protagonisten Bertram Morneweg, beide Handlungsstränge sind miteinander verwoben und schließen sich zum Ende des Romans zu einem Kreis. Zuerst wird vom Überfall des Schiffes erzählt und wie es für den jungen Bertram beginnt. Dann werden wir zu dem Erwachsenen Bertram geleitet, und anfänglich riss es mich auch mitten im Gefühl für den Anfang raus. Aber am Ende des Kapitels wird die Verbindung klar und wie die Erzählung eingeteilt ist, gefällt mir jetzt sehr gut. Ich konnte sofort in dem Rückblick eintauchen. Schon witzig, was für Ausdrücke damals gängig waren ... Der erwachsende Bertram (übrigens schöner Name) ist schon ein witziger Mann. Ich mag seine Gebete sehr gerne! Amüsiert mich gut. Die Zeitsprünge verwirrten mich anfänglich etwas, da im Klappentext steht, Bertram trifft 1232 auf Gertrud. In der Erzählung lebt er aber 1233 noch beim Räuber Jacobi. Irritierend. Ich finde es komisch, dass so viel Erzählung über den jungen Moses draufgeht - ich hatte mir das so vorgestellt, dass einige Kapitel auf ihn schauen und dann ihn als jungen Mann, der seinen Weg geht und sein Ziel verfolgt. Aber das es fast durchweg nur um den Jungen geht, überrascht mich. Aber das ist dem blöden Klappentext geschuldet! Der macht den Eindruck, als ob wir ihn durch viele Jahre auf seinen Weg begleiten, aber wir stecken in seinem Jungenalter fest. Gertrud ist wirklich eine ganz Süße, obwohl sie mir als Erwachsene sehr unsympathisch ist, muss ich gestehen. Sie ist immer so kalt und abweisend. Fridos Aussprache finde ich ja grauenhaft!! Ich mag sowieso keine deutschen Dialekte, aber dann noch so ein Gebrabbel ... furchtbar! Als Mensch finde ich ihn sympathisch und witzig. Er gehört zu den Menschen, die unfreiwillig witzig sind und es oft selbst nicht merken. Das gefällt mir sehr. Auch, dass er jeden so sein lässt, wie er möchte. Das ist generell sehr selten, aber gerade zur damaligen Zeit, wo Status alles war, besonders. Moses Frömmigkeit wundert mich nicht. Heute wäre das nicht gängig, aber zu dieser Zeit war der Glaube in der Gesellschaft fest verankert. Ich finde daher, das passt sehr gut. Und vor allem, erkennt man den erwachsenden Bertram, den wir bereits kennengelernt haben, sofort wieder. Ich finde das eine schöne Entwicklung bis zum Erwachsenenalter. Das macht es realistisch und nicht unlogisch. Wäre komisch, wenn der Erwachsene Bertram plötzlich so gottesfürchtig ist, wir das aber nie in den Rückblenden als Junge erleben ... Fazit: Da ich das Buch nach 405 Seiten abgebrochen habe, kann ich zum Schluß der Geschichte nichts schreiben. Aber die Seiten, die ich gelesen habe - den größten Teil des Buches - wechseln sich zwischen fesselnd und fade ab. Manche Kapitel sind etwas lang gezogen in der Erzählung, es geht irgendwie nicht weiter. Die Grundidee der Geschichte, sowie die Charaktere finde ich durchschnittlich gut wiedergegeben. Daher kann ich hier auch 3 Sterne trotz Abbruch vergeben. Wenn es geschichtlich schlecht wäre, würde ich nur 2 Sterne verteilen. Hast du Angst? Der Junge nickte stumm. Gut so. Angst macht klug. Nur Dummköpfe haben keine Angst. (Seite 18)
Wunder und Glück
von Lesefee23.05 - 07.05.2020
"Bring mich zurück nach Lübeck [¿]. Wenn du das tust, [¿] dann werde ich dir in Lübeck ein neues Hospital bauen [¿]." "Das weiße Gold der Hanse" ist ein historischer Roman von Ruben Laurin und in sich abgeschlossen. Er erschien im Oktober 2019 im Bastei Lübbe Verlag. Durch einen Piratenüberfall verliert der junge Bertram nicht nur seinen Vater, sondern auch sein Gedächtnis. Mit viel Glück gelangt er schließlich nach Lübeck, wo er bereits als Kind das Herz einer jüngeren Kaufmannstochter gewinnt und als Kaufmannsgeselle bei ihrem Vater angestellt wird. Die Liebe des ungleichen Paars erscheint jedoch unmöglich und so begibt sich Bertram auf eine gefährliche Seereise, von der es womöglich kein Zurück mehr gibt¿ Bertrams Geschichte ist emotional und geprägt von Trauer und Verlust auf der einen Seite, aber Glück und Freude auf der anderen. Nach einer schwierigen Kindheit und aufregender Jugendzeit muss er sich selbst auf dem Meer beweisen und so manches Hindernis in seinem Leben überwinden. Auf seiner Schiffsreise über Riga, bis ins ferne Nowgorod gerät er in eine scheinbar ausweglose Lage, während der er verspricht ein Hospital in Lübeck zu erbauen, sollte er überleben¿ Im Laufe der Jahre wird also aus dem jungen und naiven Kind ein selbstbewusster und mutiger Mann, der das Herz am rechten Fleck hat. Auf seinem Weg lernt er, was es heißt sich durchzusetzen und zu wehren, dabei aber stets gerecht zu bleiben. Später setzt er sich sogar für schwächere Menschen ein und unterstützt sie, soweit es ihm möglich ist. Er ist eine Figur, die einem mehr und mehr ans Herz wächst und definitiv sympathisch ist. Die Handlung erzählt Bertram Morneweg dabei als personaler Erzähler selbst, die Zeitebene wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Geschickt wird die Lebensgeschichte Bertrams in die Gegenwart eingebettet und dient zudem als aufmunterndes Beispiel für einen jungen Mann, der den Glauben an das Glück verloren hat. Ruben Laurin schreibt seinen Roman sehr bildreich und ausführlich. Ortsbeschreibungen sind detailliert und wecken gerade dann, wenn man die benannten Städte von heute kennt, ein unglaublich reales Bild in der Lesefantasie. Die detailgenaue Beschreibung der Orte spiegelt sich auch insgesamt in der Beschreibung der Figuren wider. Jede für sich ist authentisch dargestellt und bildhaft beschrieben. Die Geschichte des Stifters des Heiligen Geist Hospitals beruht auf historischen Fakten. Fiktion und Realität werden dabei im Roman sehr gut miteinander vermischt und durch Nachwort und Glossar noch einmal erläutert. Die historischen Fakten wirken dabei sehr gut recherchiert und werden ebenso gut veranschaulicht beziehungsweise in die Handlung eingefügt. Die Kombination von Fiktion und Realität, sowie die anschaulichen Beschreibungen Lübecks und die guten Erklärungen von vergangen Bräuchen haben mir sehr gut gefallen. Ich habe einiges über die Geschichte Lübecks erfahren und auch über die Entstehung des Heiligen Geist Hospitals neues lernen können. Insgesamt war auch der Schreibstil des Romans sehr flüssig, wobei ich zu Beginn die Handlung als sehr zäh und langatmig empfunden habe. Erst im Laufe der Geschichte wurde der Erzählstil dann flüssiger und die Handlung spannender. Schade fand ich, dass der Titel des Buches kaum aufgegriffen wird und das "weiße Gold der Hanse" - das Salz, mit dem die Hanse ihren Hauptumsatz machte, kaum bis gar nicht erwähnt wurde. Hier hätte ich mir eine größere Relevanz oder einen anderen Buchtitel gewünscht. Mein Fazit: Die Geschichte des Stifters des Heiligen Geist Hospitals ist unterhaltsam und gerade für Lübecker oder Lübeck-Fans sehr interessant. Fiktion und Realität werden gut miteinander kombiniert und durch ein Nachwort abgerundet. Ich habe den Roman gern gelesen, ziehe aber einen Stern ab, da ich zunächst Schwierigkeiten hatte in die Handlung hineinzukommen und ich den Titel als unglücklich gewählt empfinde. Daher gibt es für den Roman von mir 4 von 5 Sternen.
Wundervoller historischer Roman ...
von Smaragdeidechse - 21.01.2020
Ruben Laurin Das weisse Gold der Hanse Historischer Roman Worum es geht, Klappentext : Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram weckt völlig unverhofft das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter. Aber die zarte Liebe ist unmöglich. So heuert er als junger Mann bei einem Hanseschiff an, um sein Glück zu machen. Als sich das Schicksal nach vielen gefährlichen Abenteuern gegen ihn zu wenden droht, gelobt er: Wenn der Tod ihn noch einmal verschone, werde er einen Ort der Barmherzigkeit für die Alten und Schwachen erbauen. Und er setzt alles daran, sein Gelübde zu erfüllen. Meine Meinung : Nach Die Kathedrale des Lichts mein zweiter historischer Roman des Autors, Ruben Laurin. Er har es wieder geschafft, mich zu fesseln und mitzureissen und einmal zu lesen begonnen, war das Buch einfach nicht mehr aus der Hand zu legen. Bin regelrecht durchgesuchtet und war ganz traurig, als ich am Ende angelangt war ... Bin absolut begeistert und hingerissen von dieser wundervollen, dramatischen und auch romantische Geschichte, die ich nur allerwärmstens empfehlen kann. Das weisse Gold der Hanse ist zwar ein eigenständiger Roman, ich kann aber sehr empfehlen auch Die Kathedrale des Lichts zu lesen, denn man trifft eventuell alte Bekannte wieder :-) Geniale 5 Sterne von mir für Das weisse Gold der Hanse von Ruben Laurin !!!
Ein historischer Lesegenuss, fundiert recherchiert und wunderbar erzählt.
von sommerlese - 29.12.2019
Der historische Roman Das weiße Gold der Hanse von Ruben Laurin erscheint im Bastei Lübbe Verlag. Bei dem Pseudonym Ruben Laurin handelt es sich um den Autor Thomas Ziebula. Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram ist hilflos den Übergriffen und Befehlen grober Seeleute ausgesetzt. Er weckt das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter, doch diese Zuneigung ist gesellschaftlich unmöglich. Um sein Glück zu machen, heuert Bertram bei einem Hanseschiff an. Er wird in mehrere gefährliche Überfälle und Abenteuer verwickelt. Er gelobt, wenn er überleben sollte, baut er einen Ort der Barmherzigkeit für die Alten und Schwachen. Dieser Roman gründet sich auf die wahre Geschichte des Bertram Morneweg, dem Stifter des Lübecker Heiligen-Geist-Hospitals. Der achtjährige Bertram gerät auf der Kogge seines Vaters nach einem Piratenüberfall in die Hände des Kapitäns Jacobi, der ihn als Sklave in Wismar für sich arbeiten lässt. Die Jüdin Rebecca kümmert sich um Bertram und nennt ihn Moses. Nach Jacobis Tod fliehen sie beide nach Lübeck. Dort ermöglicht ihm der Kaufmann Martinus Bardewik eine Ausbildung zu machen, später geht Moses auf Handelfahrten nach Riga und Nowgorod. Bertram erzählt dem jungen Maler Johannes von Köln zur Aufmunterung von seinem eigenen Leben und den Schwierigkeiten, die er überwunden hat, um schliesslich Ratsherr und einflussreicher Kaufmann zu werden. Mit diesem Roman konnte ich wunderbar in das Zeitalter der Hanse in Lübeck eintauchen. Obwohl ich bei diesem Titel mehr über den Salzhandel vermutet hatte, lehnt Ruben Laurin den Roman an diese einflussreiche Zeitepoche an und erzählt seine Version über das Leben von Bertram Morneweg, dem Begründer des Lübecker Heiligen-Geist-Hospitals. Er verbindet geschickt die Schilderung der Kindheit von Moses und seinem Leben als Ratsherr Bertram. Der Erzählton ist sehr bildreich, spannend und stellt die verschiedenen Schicksale und Lebensumstände der damaligen Zeit authentisch dar. Die Handlung lässt sich sehr gut verfolgen, sie wirkt authentisch recherchiert und wird mit fiktiven Vorgängen und vielschichtigen Personen zu einem perfekten Historienschmöker ausgeschmückt. Beim Lesen sieht man die Kaufmannshäuser, Piratenschiffe, Koggen und Handelsplätze vor dem inneren Auge vorbeiziehen und erlebt die unterschiedlichen Menschen mit ihren jeweiligen Charakterzügen lebhaft mit. Rebecca und Moses sind hier die Hauptfiguren, deren Weg man gespannt mitverfolgt und mit ihnen bangt und leidet. Ruben Laurin vermag es auf besondere Weise, seinen Figuren soviel realistisches Leben einzuhauchen, sie so akurat zu beschreiben, das man nur gespannt weiterlesen kann. Seine Charaktere sind wiedererkennbar, sie zeigen Gefühle und brennen für ihre Sache. Es läuft beim Lesen förmlich ein richtiger Film ab. So habe ich die mittelalterlichen Handelsplätze von Wismar, die Galeere der Piraten, die Kämpfe Mann gegen Mann und die Fassaden der Gebäude des alten Lübecks wie eine Kulisse vor Augen gehabt. Die Gründung eines Hospitals war zu dieser Zeit nicht selbstverständlich und die Beweggründewerden hier glaubwürdig geschildert. Dieser Roman ist eine Mischung aus Geschichte, Abenteuer und natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. Es ist ein wunderbar erzählter historischer Roman, der ein echtes Lesevergnügen für Freunde dieses Genres bietet.
Die Hanse
von Katzenmicha - 14.12.2019
Die Geschichte ist in zwei Handungsstränge geschrieben und spielt zwischen 1232 und 1286.Einmal mit dem Jungen Moses(der da sein Gedächnis verloren hat) und im anderen um Bertram(der Moses war).Der Junge ist Bertram der mit seinem Vater ein Handesschuff befuhr-welches von Piraten gekappert wurde.Er war 8 Jahre alt als er aus dem Meer von Kapitän Jakobi gefischt wurde.Mehr tot als lebengig und er hatte sein Gedächnis verloren.Rebekka die Gefährtin von Kapitän Jakobi kümmerte sich um Bertram.Sie wird für ihn wie eine große Schwester.Da er sich an nichts mehr erinnern kann-auch nicht an seinen Namen ,wird er Moses genannt.Bei einem Brand flieht Rebekka mit Moses vom Schiff und Kapitän Jokobi kommt ums Leben.... Der Schreibstil von Ruben Laurin ist flüssig,spannend und mitreißend geschrieben.Ich hatte das Gefühl durch das alte Lübeck zu wandern.Die Händler zu beobachten,wie sie feilschten.Der Autor beschreibt alles so ,das man es vor seinem inneren Auge sieht. Am Anfang des Buches  ist ein Personenverzeichnis,am Ende ein Glossar -was einem die Begriffe von Damals erklärt.Ich habe das Buch mit Genuss gelesen und gebe volle 5 Sterne.
von dorli - 09.12.2019
In seinem historischen Roman "Das weiße Gold der Hanse" erzählt Ruben Laurin aus dem Leben des Kaufmanns und Ratsherrn Bertram Morneweg, der zu den Stiftern des Heiligen-Geist-Hospitals von Lübeck gehört. Ruben Laurin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen - das Leben und Wirken Mornewegs in den 1270er Jahren dient als Rahmenhandlung. Hier versucht Bertram, den von Liebeskummer geplagten jungen Maler Johannes von Köln aufzumuntern und ihn davon abzuhalten, Lübeck zu verlassen, indem er ihm von den Höhen und Tiefen in seiner eigenen Lebensgeschichte berichtet. Diese Lebensgeschichte mit der Kindheit und dem Werdegang Bertrams zu einem erfolgreichen Kaufmann beginnt im Jahr 1231 und bildet die Haupthandlung. Nach einem Piratenüberfall auf das väterliche Schiff treibt der 8-jährige Bertram mehr tot als lebendig auf einer Planke in der Ostsee und wird in letzter Minute gerettet. Da er sein Gedächtnis verloren hat und daher nicht weiß, wie er heißt und woher er kommt, bekommt er den Namen Moses. Moses landet zunächst in Wismar, wo er als Sklave für seinen Retter Kapitän Conrad Jacobi arbeiten muss und reist nach dessen Tod gemeinsam mit seiner Nennschwester Rebecca nach Lübeck. Hier bekommt er bei dem Kaufmann Martinus Bardewik die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen und geht schließlich auf große Fahrt nach Visby, Riga und Nowgorod. Ruben Laurin hat die historischen Ereignisse der Region und die wenigen Fakten, die über das Leben Bertram Mornewegs bekannt sind, mit einer spannenden fiktiven Handlung verknüpft und diesen Roman damit zu einer interessanten, kurzweiligen Zeitreise werden lassen. Der Autor versteht es ganz ausgezeichnet, die Straßen und Häuser des alten Lübecks mit Leben zu füllen und diese genauso wie die anderen mittelalterlichen Handelsmetropolen rings der Ostsee vor den Augen des Lesers aufblühen zu lassen. Die Figuren wirken allesamt echt und glaubwürdig, sie haben Ausstrahlung, zeigen Emotionen und handeln entsprechend ihren Eigenarten - es hat großen Spaß gemacht, Moses und seine Weggefährten durch die für sie sehr aufregenden Zeiten zu begleiten und ihr Miteinander und Gegeneinander zu beobachten. "Das weiße Gold der Hanse" hat mir sehr gut gefallen - die gut ausbalancierte Mischung aus historischen Fakten, Spannung und Abenteuer wird anschaulich und lebendig erzählt und hat mir nicht nur kurzweilige Lesestunden beschert, sondern mir auch interessante Einblicke in die Blütezeit der Hanse ermöglicht.
Ein Buch, dass einen ins 13. Jahrhundert abtauchen lässt
von Galladan - 06.12.2019
Das weiße Gold der Hanse von Ruben Laurin, erschienen im Bastei Lübbe Verlag am 31.10.19. Der Kaufmann und Ratsherr Bertram Morneweg lebt in der Stadt Lübeck wo wir ihn im Herbst 1275 treffen. Er ist sehr beschäftigt mit dem Bau des neuen Heiligen-Geist-Hospitals und hat dazu einen jungen Maler gebeten, der den Christophorus malen soll. Nur hat dieser Maler Liebeskummer da er sich in eine Tochter aus gutem Haus verliebt hat, die aber jemandem Anderen versprochen wurde. Morneweg lädt den verzweifelten Maler Johannes ein, um ihm die Geschichte einer anderen unmöglichen Liebe zu erzählen. Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen, die zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden erzählt. Einmal treffen wir auf ein Kind, welches durch einen Piratenangriff den Vater und fast auch das eigene Leben verliert, aber aufgrund seiner Freundlichkeit und einer jungen jüdischen Frau ins Leben zurückfindet. Der andere Strang beschäftigt sich mit dem Ratsherren Morneweg, eine historisch belegte Figur, und dem Leben in einer Stadt mit reichen Kaufleuten und armen Menschen, die von milden Gaben leben müssen. Bei dem Autor Ruben Laurin handelt es sich um ein Pseudonym des Autors Thomas Ziebula der schon diverse Preise gewonnen hat. Es handelt sich nicht um eine Geschichte, um die das Salz der Hanse und auch der Klappentext ist etwas unglücklich formuliert. Da ich aber bereits "Die Kathedrale des Lichts" gelesen habe, bin ich sofort begeistert gewesen, als dieser Roman aus der Feder des gleichen Autors erschien. Sehr lebendig wird die Geschichte von verschiedenen "kleinen" Leuten erzählen, die sich ihr Brot hart verdienen müssen und manchmal unter den strengen Gesetzen und dem Mangel an Mitteln leiden müssen. Die Sprache, in der der Autor schreibt, lässt einen sofort in jene Zeit reisen und man versinkt regelrecht in diesem Buch, dass den Protagonisten so viel Leben gibt, dass man mit ihnen fühlt und leidet, oder sich mit ihnen von ganzem Herzen freuen kann. Es gibt fürchterliche Bösewichte und herzensgute Menschen. Man merkt, dass der Autor viel Zeit verbracht hat sich in diese Zeit ein zu arbeiten, wobei er die Erzählung so leicht und flüssig zum Leser bringt, dass auch Anfänger bei historisch angehauchten Romanen mit seinen Geschichten Freunde daran haben. Man erlebt sozusagen eine Geschichtsstunde, ohne belehrt zu werden. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und gebe gerne eine Leseempfehlung für dieses Buch.
Spannende Lebensgeschichte des Lübecker Ratsherrn Bertram Morneweg
von Siglinde Haas - 02.12.2019
Der Lübecker Ratsherr Bertram Morneweg stiftet der Stadt Lübeck das Heilig-Geist-Spital. Als der Maler Johannes, der die Kirche ausschmücken soll, aus Liebeskummer den Lebenswillen verliert, erzählt ihm Morneweg sein Leben. Morneweg verliert als Junge von 10 Jahren bei einem Piratenüberfall auf das Schiff seines Vaters nicht nur sein Elternteil, sondern auch sein Gedächtnis. Er wird in letzter Sekunde aus dem Meer gerettet, erhält den Namen Moses und fristet sein Leben von nun an als Sklave. Sein einziger Lichtblick und schützende Hand ist die Jüdin Rebecca. Gemeinsam gelangen sie dank einer glücklichen Fügung von Wismar nach Lübeck. Moses will unbedingt zur See fahren. Er hofft so, sein Gedächtnis wieder zu erlangen und seine Familie zu finden. Trotz seiner ungewissen Herkunft nimmt ihn der Lübecker Kaufmann als Lehrling in sein Kontor . Als Moses am Ende seiner Lehrzeit auf Handelsreise geht, sieht er sich am Ziel seiner Träume. Die Reise verläuft nicht so , wie erwartet. Doch Gott ist auf seiner Seite. Nun gilt es auch für Johannes alles zum Guten zu wenden. Der Autor erzählt eine sehr unterhaltsame und bewegende Geschichte, die mich von Anfang an gefesselt hat. Mir hat auch gut gefallen, dass zwei Geschichten parallel erzählt wurden., weil dadurch die Spannung zusätzlich erhöht wurde. Ich habe den Waisenjungen Moses richtig ins Herz geschlossen. Obwohl ich wusste, dass er am Ende sein Glück gefunden hat, war ich erbost ob der Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren sind. Bewundert habe ich ihn für sein Gottvertrauen und Mitmenschlichkeit. Das gleiche gilt für die Jüdin Rebecca, die schließlich auch ihre Bestimmung findet. Für mich war der spannendste Abschnitt Moses Handelsreise. Besonders gefallen haben mir die geschichtlichen Hintergründe, die ganz nebenbei in die Handlung eingeflossen sind. Der Roman wurde dadurch noch anschaulicher. Am Ende des Buches schließt sich der Kreis, was ich passend und stimmig fand. Zufrieden und ein wenig wehmütig habe ich das Buch zugeklappt.
Sehr informativer und spannender historischer Roman
von mabuerele - 28.11.2019
"...Plötzlich wusste der Junge: Dieser Tag würde anders werden als alle Tage zuvor, seit sie in See gestochen waren. Anders als alle Tage seines Lebens bisher..." Wir schreiben das Jahr 1275. In Lübeck besucht der Ratsherr Bertram Morneweg die Baustelle des Heiligen-Geist-Spitals. Für ein besonderes Gemälde hat er den jungen Maler Johannes engagiert. Der aber ist gerade in einer Lebenskrise und zweifelt am Sinn seines Tuns. Daraufhin erzählt ihm der Ratsherr eine Geschichte. Der Autor hat einen spannenden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Zwei Handlungsstränge werden gekonnt miteinander verknüpft. Das ist zum einen das Geschehen ab dem Jahre 1275, zum anderen die Erzählung des Ratsherrn, die 1231 mit dem Prolog beginnt. Daraus stammt das Eingangszitat. Der Junge erlebt an diesem Tag, dass das Schiff des Vaters von Piraten überfallen wird. Als ihn später eines der Schiffe aus dem Wasser fischt, sieht auf den Planken seinen toten Vater liegen. Ihm selbst fehlt jede Erinnerung an Herkunft und Namen. Dass er überlebt, verdankt er der Sklavin des Schiffsherrn, der Jüdin Rebecca. Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Er passt sich dem Handlungsverlauf an. Der Ratsherr Morneweg redet nicht nur über Barmherzigkeit, er übt sie tatkräftig aus. Gleichzeitig geht er behutsam mit den Schwächen seiner Mitmenschen um. Er gibt ihnen lieber eine Chance zu viel als zu wenig. Mir gefällt sein trockene Humor. Immer wieder kommt ihm der oberste Pfarrherr in die Quere. Deshalb wünscht er sich: "...Schenke diesem zornigen und stolzen Mann endlich einen Kardinalshut. In Rom kann er unserem schönen Lübeck keinen Schaden zufügen..." !931 erhält der Junge von Rebecca den Namen Moses. An seiner Seite erlebe ich als Leser das Geschehen an Bord, seine Arbeit als Diener des Kapitäns in Wismar und seine Reise nach Lübeck. Diese Stadt soll ein Wendepunkt in seinem Leben werden. Die kleine Kaufmannstochter Trudi mag ihn. Deshalb bietet ihn sein Vater eine Stelle als Lehrling bei sich an. Gut wird dargestellt, wie Handel und Wandel in Lübeck zu jener Zeit funktionierten. Als neuer Lehrling war man erst einmal ein Spielball der gestandenen Gesellen. Später darf ich den jungen Gesellen nach Schweden und ins russische Nowgorod begleiten. Der Handel in Europa macht gerade eine schwierige Zeit durch, denn von Osten kommen die Heere der Mongolen. Der Autor legt auch auf Kleinigkeiten wert. Wo es notwendig ist, erklärt er historische Fakten. So erfahre, was eine bestimmte Summe Geld damals Wert war, wie der Stand beim Brauen des Bieres war und welche Handelsgüter zwischen den Ländern ausgetauscht wurden. Zu den stilistischen Besonderheiten des Buches gehören für mich etliche der Dialoge. Iim Gespräch von Rebecca mit den 10jährigen Moses geht es um Grundfragen des Glaubens. "...Der Gütige und Allmächtige ruft uns zu sich, wann immer er will, Moses. So wie er keinen von uns gefragt hat, ob er geboren werden will, fragt er auch keinen von uns, ob und wann er sterben will..." Gerade die Gespräche mit Rebecca werden Moses für sein Leben prägen. Auch Bertrams gedankliche Gebete zeugen davon. Im Buch geht es um Eigennutz und Barmherzigkeit, um echte Freundschaft und Verrat aus Scham und Neid, um tiefe und uneigennützige Liebe. . Eines Tages wird der Junge dem Mann gegenüberstehen, der seinen Vater getötet hat. Nun muss er sich entscheiden. Eingebettet in das Geschehen sind weitere Lebensgeschichten, so die eines schottischen Mönchs oder die Rebeccas. Eine Zeittafel, eine historische Karte, ein Personenverzeichnis, ein inhaltsreiches Nachwort des Autors und ein Glossar ergänzen das Buch. Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Sie besitzt einen hohen Spannungsbogen, ist exakt recherchiert und gibt die Lebensverhältnisse anschaulich wieder.
Schiff ahoi!
von Tulpe29 - 27.11.2019
Diese historische, teilweise auf Tatsachen beruhende, Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Facettenreiche Charaktere, spannende Ereignisse, ein flüssiger Schreibstil und unterhaltsame Dialoge tragen dazu bei. Die Blüte zeit der Hanse war schon eine ganz besondere für See- und Kaufleute. Durch gute Geschäfte konnten Städte wie Lübeck, Hamburg, Rostock usw. schnell zu Reichtum und Ansehen gelangen. Leider war es nicht zum Nutzen der ganzen Bevölkerung, aber daran hat sich bis heute nicht sehr viel geändert. Die Protagonisten erleben diverse Abenteuer mit unterschiedlichem Ausgang, haben Glückssträhnen und auch sehr traurige Phasen in ihrem oft nur kurzen Leben. Es war eine harte, aber oft trotzdem schöne Zeit für sie, in der die einzelnen Figuren zum Teil eine erstaunliche Entwicklung machen. Ich finde es immer wieder interessant, einige Details aus der damaligen Zeit zu erfahren und gehe gern mit auf die Reise in die Vergangenheit.
Mitreißend von der ersten bis zur letzten Seite
von Plush - 24.11.2019
Inhalt: "Das weiße Gold der Hanse" von Ruben Laurin erzählt die Geschichte eines jungen Kaufmannssohnes, dessen Leben sich schnell drastisch verändert. Als das Schiff des Vaters von Piraten angegriffen wird, überlebt der Junge wie durch ein Wunder, muss von da an jedoch als Sklave eines brutalen Kapitäns leben. Gemeinsam mit der Sklavin Rebecca kann er nach Lübeck fliehen und dort als Bettler ein neues Leben beginnen¿ Im Jahre 1275 dann - etwa 40 Jahre später - erzählt der Ratsherr Bertram Morneweg die Geschichte dieses Jungen und seines Werdegangs einem lebensmüden jungen Maler, um in ihm neue Hoffnung und Lebenswillen zu wecken. Meine Meinung: Was für ein spannendes und mitreißendes Buch! Ein historischer Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen und spannend unterhalten hat - sowohl mit der historischen Kulisse als auch mit den Charakteren. Einziger kleiner Kritikpunkt für mich vorneweg: Der Titel "Das weiße Gold der Hanse" und der Klappentext sind in meinen Augen etwas unpassend gewählt. Stehen doch weder der anhand des Titels vermutete Salzhandel noch die im Klappentext genannte Liebesgeschichte wirklich im Vordergrund der Erzählung. Worum geht es? Wie der Inhalt schon verrät, handelt es sich hier um eine Geschichte in der Geschichte. Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, was mir sehr gut gefallen hat, da man direkt überlegt, wie diese beiden Stränge später wohl zusammenkommen. Ruben Laurin versteht es hervorragend, den Sprachstil der damaligen Zeit aufzugreifen und trotzdem auch für Geschichts-Laien verständlich zu bleiben. Dabei wird die historische Atmosphäre so elegant und malerisch aufgebaut, dass man gar nicht merkt, dass man hier gerade auch etwas lernt. In die Beschreibung der Orte, der Gegebenheiten, der Menschen kann man sich mühelos hineinfühlen und die Bilder vor dem inneren Auge heraufbeschwören. Gleiches gilt für die Charaktere, die sehr vielschichtig ausgearbeitet sind. Man konnte sich in sie hineinversetzen, ihre Beweggründe nachvollziehen, mit ihnen mitfühlen. Und es gab viel Gelegenheit zum Mitfühlen! Es geht ums Überleben, um Freundschaft, Zusammenhalt, Liebe, aber auch um das Streben nach Ansehen und Geld, um das Leben als Kaufmann und natürlich immer auch um den Glauben. Wenn man am Ende des Buches angelangt ist und traurig wird, weil man es nun zuschlagen muss, dann hat der Autor wohl alles richtig gemacht.
wunderschöner histoischer Roman
von Katharina Richter - 24.11.2019
Klapptext: Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram weckt völlig unverhofft das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter. Aber die zarte Liebe ist unmöglich. So heuert er als junger Mann bei einem Hanseschiff an, um sein Glück zu machen. Als sich das Schicksal nach vielen gefährlichen Abenteuern gegen ihn zu wenden droht, gelobt er: Wenn der Tod ihn noch einmal verschone, werde er einen Ort der Barmherzigkeit für die Alten und Schwachen erbauen. Und er setzt alles daran, sein Gelübde zu erfüllen. Rubin Laurin hat hier einen wunderschönen historischen Roman geschrieben.Ich kannte schon ein Buch von dem Autor und war total begeistert.Deshalb waren meine Erwartungen natürlich sehr groß.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Wieder einmal hat mich der Autor mit dieser Lektüre in den Bann gezogen Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen. Ich wurde in das 13.Jahrhundert nach Lübeck entführt.Dort lernte ich den Kaufmann Bertram Morneweg kennen.Dieser erzählt einem jungen Maler seine Lebensgeschichte. Es gibt zwei Handlungsstränge in unterschiedlichen Zeitebenen.Die Geschichte um Moses beginnt im Jahre 1231 und Bertram Mornewegs Erzählung liegt im Jahre 1275. Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Moses und Rebecca.Ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch alle anderen Personen waren interessant. Der Autor hat eine wirklich faszinierende und mittelalterliche Atmosphäre geschaffen.Viele Szenen wurden sehr detailiert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Vor meinen Augen sah ich die Hansestädte,die Handelsschiffe,das Heilige Geist Hospital und die Bevölkerung zu jener Zeit.In mir war Kopfkino.Die Geschichte von Moses und Rebecca hat mir wahnsinnig gut gefallen.Die beiden waren so mutig,hilfsbereit und stark.Mit ihnen erlebte ich so viele aufregende,atemberaubende und brutale Abenteuer.Immer wieder gab es unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Aber sie haben nie aufgegeben und immer weiter gekämpft.Durch die fesselnde und packende Erzählweise des Autors wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Ich habe mitgelitten,mitgekämpft und mitgefühlt.Auch die Geschichte des Kaufmanns war interessant .Durch die sehr guten Recherchen von Rubin Laurin habe ich auch viel Wissenswertes über die Hansestädte,die Schifffahrt,die Handelskaufleute und der armen Bevölkerung zu dieser Zeit erfahren.Besonders das Leben der armen Menschen war unheimlich schwer.Dies hat mich sehr berührt und bewegt.Der Autor hat es geschickt verstanden historische Ereignisse mit Fiction zu verbinden.Die Handlung blieb von Anfang bis zum Ende wahnsinnig interessant.Zu keiner Zeit wurde mir langweiligFasziniert haben mich auch die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zu erleben.Die zwei Handlungsstränge wurden allmählich zusammengeführt und so blieben am Schluss keine Fragen mehr offen.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt.Ich hätte noch ewig weiter lesen können.Erwähnenswert sind noch eine historische Karte,ein Personenverzeichnis und ein Glossar. Das Cover finde ich sehr gut gewählt und wunderschön.Für mich rundet es das brillante Werk ab. Ich hatte viele interessante und spannende Lesestunden mit dieser Lektüre.Natürlich vergebe ich glatte 5 Sterne.
Das bewegte Leben eines Kaufmanns
von Philiene - 20.11.2019
In dem Roman wird das ereignissreiche Leben eines Lübecker Handelsherrn geschildert. Die Geschichte beginnt im Jahr 1275 als der Kaufmann Bertram Morneweg einem jungen Maler die Geschichte eines kleinen Jungen erzählt. Dieser hat als Einziger einen Piratenüberfall überlebt und dabei seine Erinnerungen verloren. Sein Leben ist danach alles andere als leicht. Er erlebt Gewalt und Unterdrückung, aber er lernt auch Menschen kennen die ihm von Herzen zugetan sind. Trotzdem gibt er nicht auf und will sich seine Träume erfüllen.... Mehr möchte ich gar nicht zum Inhalt erzählen, das sollte man schon selbst lesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mag Bücher die die Geschichten von Menschen abseits der Fürstenhöfe und Klöster erzählen. Die mittelalterliche Städte zum Leben erwecken und mich durch ihre Straßen streifen lassen. Die mir Einblicke in den Alltag der Menschen und ihrer Umgebung geben. Genau das tut dieser Roman. Ich war gedanklich in Wismar, Lübeck und auf Hansekoggen. Ich saß am Tisch eines Kaufmanns und stand an den Krankenbetten im Heiligen Geist Hospital. Mein einziger Kritikpunkt ist tatsächlich auch der Titel, der ist wirklich irreführend und hat mit der Geschichte nichts zu tun.
von Mine_B - 19.11.2019
Mit "Das weiße Gold der Hanse" ist ein weiteres Buch aus der Feder von dem Autor Ruben Laurin erschienen. Wobei der Name ein weiteres Pseudonym eines Autors ist, von dem ich schon mehrere Bücher gelesen hatte. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und da ich bereits weitere historische und auch fantastische Werke von diesem Autor mit Genuss gelesen habe war mein Interesse sofort geweckt. Und ich war gespannt, welche Geschichte dieses Mal erzählt wird und daher stürzte ich mich voller Vorfreude in ein neues Abenteuer. Zuerst möchte ich erwähnen, dass der Titel leider irreführend ist, dieser passt einfach nicht zum Inhalt des Buches und führt zu falschen Erwartungen. Dies ist kein reiner Hanseroman, in dem der Handel von Salz oder anderen Gütern der damaligen Zeit im Mittelpunkt steht. Zwar ist die Hanse und auch der Handel Teil der erzählten Geschichte, steht aber eher im Hintergrund. Positiv möchte ich im Gegensatz dazu die Gestaltung des historischen Romans erwähnen. Im Buch ist eine hilfreiche Karte, ein umfangreiches Personenverzeichnis und eine interessante Zeittafel, sowie ein Glossar mit den wesentlichen Begriffen beigefügt wurden. Lauter Dinge, die das Leserherz höherschlagen lässt. Solche Extras empfinde ich bei historischen Romanen immer als recht ansprechend und daher nutze ich sie ganz gerne während des Lesens. Gekrönt wird dieses Buch durch ein beigefügtes Nachwort, in dem der Autor nochmal auf die historischen Umstände und auch auf die Person Bertram Morneweg eingeht, auch wird auf die Mixtur von Fakt und Fiktion nochmal näher eingegangen. Der Schreibstil von Laurin hat mir auch dieses Mal wieder zugesagt. Dieser ist angenehm und lässt sich flüssig lesen. Sein bildgewaltiger Stil schafft es, dass ich mir alles gut vorstellen kann. Man wird in eine vergangene Zeit versetzt und bekommt dabei einen guten Eindruck über die damaligen Verhältnisse. Ein Bild wird gemalt, wie es damals vielleicht gewesen sein könnte. Dieser historische Roman besteht aus zwei Erzählsträngen. Hierbei bekommt man in dem einen Strang einen Einblick über das Leben des gutmütigen Kaufmanns Bertram Morneweg. Man erfährt das ein oder andere interessante Detail aus seinem Leben. Dieser Charakter ist eine historische Person, welche mir vor dem Buch leider vollkommen unbekannt war. Daher hat es mir umso mehr Spaß gemacht, seine Geschichte zu lesen. In der anderen Perspektive erzählt Bertram Morneweg dem jungen Maler Johannes eine Geschichte. Diese spielt etwa vor vierzig Jahren im Vergleich zum Haupterzählstrang. In diesem Part wird die Geschichte von Moses erzählt. Wie er mit seinem Vater auf seinem Schiff unterwegs war, dieses jedoch von Piraten gekapert wurde und wie er deswegen in die Hände vom Kapitän Jacobi gelangen konnte. Auch wird berichtet, wie dieser Junge die Jüdin Rebecca kennenlernt und welche Abenteuer diese beiden erleben. Wie sie immer mehr wie Geschwister zusammenwachsen und wie der eine den anderen braucht. Im Verlauf des Buches wird auch klar, wie die beiden Perspektiven zusammengehören und was Bertram Morneweg mit dem Moses gemeinsam hat. Im Mittelpunkt stehen Bertram Morneweg, aber auch die Geschichte des jungen Moses. Morneweg ist ein angesehener Kaufmann, welcher in Lübeck im 13. Jahrhundert lebt. Er ist ein Förderer der Stadt und der Kirche. Er lebt ein erfülltes Leben an der Seite seiner Frau. Dieser Kaufmann ist an dem Bau eines kirchlichen Hospitals als finanzieller Förder beteiligt. Dem jungen Maler Johannis erzählt er eine Geschichte, welche ihn aufmuntern soll. Diese Erzählungen handeln von Moses und seinem Lebensweg. Besonders den Erzählstrang von Moses habe ich mit Begeisterung mitverfolgt. Dieser Junge musste vieles in seinem noch recht jungen Leben erleiden, dabei musste er einige Hürden meistern, aber manchmal meinte es das Leben auch gut mit ihm. Seine Erlebnisse waren abenteuerreich und vielseitig, dabei haben sie das Buch bereichert. Der Spannungsbogen wird leider nicht immer aufrechterhalten. Zu Beginn wird der Leser in ein Abenteuer gestoßen, langsam lernt man die Protagonisten kennen. Immer mehr Zusammenhänge werden erkennbar. Manche Szenen sind hierbei spannender als andere. Besonders das zweite Viertel empfand ich als etwas schwach. Dennoch fängt sich die Geschichte meiner Meinung nach wieder, es kommt wieder Schwung in die Story. Manchmal gibt es Szenen, die plätschern nur so dahin. Und dann gibt es Passagen, von denen würde man gerne mehr lesen. Manches wird nur in einem Nebensatz angedeutet, von denen ich nur zu gerne mehr gelesen hätte. Besonders am Ende des Buches erging es mir mehrmals so. Hier hatte ich das Gefühl, dass schnell alle offenen Fragen geklärt werden mussten. Ein paar mehr Ausführungen auf den letzten Seiten hätten diesem Buch gutgetan. Dafür vielleicht ein paar Kürzungen im mittleren Teil. Insgesamt hat mir der neue historische Roman von Ruben Laurin mit dem Titel "Das weiße Gold der Hanse" gut gefallen. Ein paar kleinere Schwächen hatte es meiner Meinung nach, dennoch ist es ein solider Roman, welchen ich mit Freude gelesen habe. Besonders den Weg, welchen Moses bestreiten musste, empfand ich als spannend und konnte mich begeistern. Daher möchte ich insgesamt 4 Sterne vergeben.
Moses und Rebecca - Freunde fürs Leben
von liesmal - 16.11.2019
Ruben Laurin erzählt in "Das weiße Gold der Hanse" aus dem Verlag Bastei Lübbe in zwei Zeitebenen die Geschichte eines Jungen, der bereits als Fünfjähriger mit seinem Vater zur See gefahren ist. Als er acht Jahre alt ist - es ist zu Beginn der 1230er-Jahre - wird die Kogge von Piraten überfallen und das Leben des Jungen ändert sich dramatisch¿ Überschrieben ist das erste Kapitel mit "Das Ende". Es ist im Jahr 1275, als ein Lübecker Ratsherr beginnt, die Geschichte des kleinen Jungen zu erzählen, um einem jungen Maler damit neue Hoffnung für dessen Leben zu schenken. "Vom Leben nach dem Tod" heißt es im Ersten Buch. Etwas verwirrend und ungewöhnlich erscheint die Geschichte, die mit dem Ende beginnt. Doch schon bald wird Licht in das Dunkel gebracht. Spannend und mit einem packenden Schreibstil versteht es Ruben Laurin, den Leser mit hineinzunehmen in das Leben in der Hansezeit. Sklaverei, Schreckensherrschaft, Gräueltaten machten es für viele Menschen nicht leicht. Doch in allem Unglück gab es auch damals immer Menschen, die Gutes tun und immer wieder Hoffnung schenken. So auch für den kleinen Jungen, der in Rebecca eine mütterliche Freundin fürs Leben gewinnt. Viele unterschiedliche Charaktere, mal liebenswert, mal grausam und böse, mal undurchsichtig und mal ganz klar, tragen zu einer spannenden und unterhaltsamen Geschichte bei. Das einzige, was sich mir nicht erschlossen hat, ist der Titel. "Das weiße Gold der Hanse" habe ich vergeblich gesucht. Am Anfang des Buches gibt es ein Personenverzeichnis, das Aufschluss gibt über historische und erfundene Personen. Dem Autor ist es gut gelungen, Realität und Fiktion miteinander zu verbinden. Ebenfalls zu Beginn informiert eine Zeittafel (von 1226 bis 1312) über wichtige geschichtliche Daten. Interessant sind auch die Landkarten aus dem Jahr 1300 n. Chr., die die nördlichen Länder mit den Orten zeigen, in denen der Handel stattfand. Ein Glossar auf den letzten Seiten des Buches erklärt mit kurzen, einfachen Worten viele Begriffe der Hansezeit. Das gefällt mir gut, weil es das Nachschlagen an anderer Stelle überflüssig macht.
Historsches Lübeck
von Leseratte83 - 15.11.2019
Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram weckt völlig unverhofft das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter. Aber die zarte Liebe ist unmöglich. So heuert er als junger Mann bei einem Hanseschiff an, um sein Glück zu machen. Als sich das Schicksal nach vielen gefährlichen Abenteuern gegen ihn zu wenden droht, gelobt er: Wenn der Tod ihn noch einmal verschone, werde er einen Ort der Barmherzigkeit für die Alten und Schwachen erbauen. Und er setzt alles daran, sein Gelübde zu erfüllen. (Kurzbeschreibung vom Buch) Die historische Geschichte die überwiegend in der Hansestadt Lübeck spielt, ist ein interessantes Buch. Der Text ist gut und flüssig zu lesen. Die Personen sind sehr bildlich dargestellt, so dass man sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen kann bzw. auch in die damalige Zeit. Die Geschichte dreht sich um zwei Persondn, einmal lernen wir den Kaufmann und Ratsherrn Bertram Morneweg kennen. Der dann die Lebensgeschichte eines Jungen, der bei einem Piratenüberfall sein Gedächtnis verliert und wie der Junge erwachsen wird, erzählt. Der Junge erlebt einiges in der Zeit, das spannend zu lesen ist. Aber mehr will ich jetzt hier nicht verraten und euch die Spannung nehmen. Ich kann das Buch nur empfehlen, auch wenn der Spannungsbogen immer schwankt. Aber zum Schluss erreichter seinen Höhepunkt.
Hat mir sehr gut gefallen
von Didi2256 - 14.11.2019
Das weisse Gold der Hanse von Ruben Laurin ist ein Historischer Roman über den Werdegang des Kaufmann Bertram Morneweg. Schon als kleiner Junge reist er mit seinem Vater zur See. Bis eines Tages das Schiff von Piraten gekäntert wird, wo sein Vater ums Leben kommt. Er kann sich an nichts mehr erinnern und hat sogar seinen Namen vergessen. Rebecca, die Geliebe seines Retters nimmt sich seiner an und nennt ihn Moses. Ein harter Lebensweg beginnt für ihn, sein Wunsch ist es wieder zur See zu fahren, doch es werden ihm Steine in den Weg gelegt. Halt findet er bei Rebecca und Frido. Das Cover gefällt mir sehr gut, allerdings denkt man bei dem Titel an das weiße Gold der damaligen Zeit, dem Salz. Das ist etwas irritierend. Erzählt wird hier die Geschichte von Bertram Morneweg, einem reichen Kaufmann, der im 13.Jahrhundert gelebt hat. Der Roman teilt sich in zwei Erzählstränge. Zum Einen erfahren wir den harten Weg des schiffbrüchigen Moses und zum Anderen lernen wir den einflußreichen Kaufmann Bertram Morneweg kennen, der den Bau des Heilige Geist Hospital beaufsichtigt. Beide Geschichten fügen sich allmälig zusammen. Der Autor hat mich mit seinem flüssigen, der damaligen Zeit angepassten Schreibstil, in die Vergangenheit eintauchen lassen. Zu Anfang werden die Protagonisten benannt und die damals lebenden Personen mit einem Sternchen versehen. Eine Zeittafel mit Landkarte machen die Geschichte lebendig. Am Ende werden in einem Glossar, bestimmte historische Begriffe erläutert. Durch die zwei Erzählstränge, die sich mit der Zeit immer weiter zusammen fügen, entsteht ein angenehmerLesefluß. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich fühlte mich von Anfang an unterhalten. Leider ist der Titel etwas irreführend, trotzdem gebe ich 5 Sternen und eine klare Weiterempfehlung an Leser die Historische Romane lieben.
Lebensgeschichte im 13. Jahrhundert
von buecherwurm_01 - 12.11.2019
Die Erzählung findet auf zwei Zeitebenen statt. Zum einen wird die Geschichte eines Jungen erzählt, der aus hoher See gerettet wird. Hierbei lernt er nicht nur seinen künftigen Peiniger kennen, sondern auch seine bald beste Freundin. Gemeinsam setzen sie ihren Lebensweg fort, der immer ineinander greifen wird. Die andere Ebene spielt zu einem späteren Zeitpunkt und basiert auf der Lebensgeschichte eines Lübecker Ratsherren. Weitere Personen sind hier involviert, was dieses Buch zu einem interessanten Leseobjekt macht. Der Text ist locker formuliert, was ein flüssiges Lesen ermöglicht. Die Geschichte ist fesselnd, logisch aufgebaut, interessant entwickelt und die unterschiedlichen Erzählstränge passen hervorragend zusammen, entwickeln sich behutsam. Mir hat der Sprachstil gefallen, man kann gut folgen. Auch die Sprache ist ansprechend, sie passt zur Geschichte und auch zum 13. Jahrhundert. Das Thema, das ich aufgrund des Titels erwartet hatte, fand ich interessant und hatte gehofft, einiges über die Hanse und deren Länder übergreifenden Kontakte zu erfahren. Ebenso hatte ich mehr Informationen zum Handel mit Salz erwartet. Das Leben in der damaligen Zeit ist gut beschrieben und liefert viele Details. Zum Ende des Buches ging es sehr rasant voran mit der Auflösung der offenen Fragen, gerne hätte ich mir einige Aspekte ausführlicher dargestellt gewünscht, auch fand ich nicht alles logisch verfolgt. Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen und mich an der Geschichte erfreut.
Gutes Buch
von Brina88 - 12.11.2019
Klappentext: Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram weckt völlig unverhofft das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter. Aber die zarte Liebe ist unmöglich. So heuert er als junger Mann bei einem Hanseschiff an, um sein Glück zu machen. Als sich das Schicksal nach vielen gefährlichen Abenteuern gegen ihn zu wenden droht, gelobt er: Wenn der Tod ihn noch einmal verschone, werde er einen Ort der Barmherzigkeit für die Alten und Schwachen erbauen. Und er setzt alles daran, sein Gelübde zu erfüllen. Meine Meinung: Mir hat das Buch gut gefallen. Die Geschichte ist sehr interessant und voller Wendungen. Nach und nach wird immer klarer, dass Moses Bertram ist und uns hier seine Geschichte erzählt. Bereits in jungen Jahren musste der arme Moses einiges erleben. Zum Glück begegnet er Rebecca, die sich liebevoll um ihn kümmert und die er als seine Schwester ansieht. Gemeinsam ziehen sie in die Welt und erleben einiges. Später darf Moses die Ausbildung zum Kaufmann machen und geht dann auf große Fahrt. Auf dieser Fahrt erlebt er wieder einiges und das Buch ist sehr spannend. Man möchte am liebsten immer weiter lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Der Schluss ist sehr unerwartet und auch traurig, aber ich möchte nicht zu viel verraten... Der Schreibstil ist schön und das Buch hat sich angenehm und unkompliziert lesen lassen. Der Autor hat es geschafft den Leser zu fesseln und in die Geschichte hinein zu versetzen. Man fiebert die ganze Zeit mit Moses und Rebecca mit und hofft, dass die beiden doch noch ihr Glück finden werden. Das Cover sieht schön aus und ist passend gewählt. Alles in allem ein interessantes un tolles Buch. Das Lesen lohnt sich.
Kaufmann, Mörder und Philantrop
von Aischa22 - 12.11.2019
Ja, das war ein Historienroman ganz nach meinem Geschmack: Ruben Laurin hat die Lebensgeschichte des historisch verbrieften Bertram Morneweg, eines Lübecker Kaufmanns Mitte bis Ende des 13. Jahrhunderts, geschickt mit fiktiven Elementen ausgeschmückt. Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Besonders schätze ich die - zumal für ein Paperback - hervorragende Ausstattung: Liste der handelnden Personen sowie eine historische Karte erleichtern den Überblick, ein Glossar mit Fachbegriffen erspart dem Leser aufwändige Eigenrecherche. Der Autor zeichnet seine Protatgonisten vielschichtig, es gibt wenig Schwarz-Weiß-Malerei, sondern vielmehr gute Charakterstudien. Auch sprachlich kann sich der Roman durchaus mit den großen dieses Genres messen, ja, ich habe z.B. von Ken Follet schon schlechtere Werke gelesen. Beim Plot mache ich kleinere Abstriche, hier war es mir gegen Ende teils doch etwas sehr konstruiert. Was den Titel angeht, ist er in meinen Augen ein wenig irreführend. Ja, es geht um die Hanse, jedoch kommt das weiße Gold , das Salz nur als Randnotiz vor. Dennoch reicht es für aufgerundetet 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die gute Historienromane schätzen.
sorgfältig recherchiert
von Anonym - 12.11.2019
Ruben Laurin entwirft in "Das weiße Gold der Hanse" eine wunderbar detaillierte Szenerie des Lebens in der Welt der Kaufleute des 13. Jahrhunderts. Piraterie, Sklaverei, Antisemitismus, Heiratspolitik, Frömmigkeit, Rechtswesen, Stadtbau und das Handelswesen werden - sorgfältig recherchiert - in den Roman eingebaut. Die Rahmengeschichte von der Liebe des mittellosen Bertrams zur Kaufmannstochter endet natürlich romantisch und heldenhaft, stellt aber nur einen kleinen Teil des Stoffes dar. Mir gefällt die Tiefe, in die der Autor in seinen Stoff vorgedrungen ist. Außerdem ist die Gesamtanlage des Buches sehr gut komponiert. Die einzelnen Abschnitte bauen sehr gut aufeinander auf und geben trotz eingeplanter Zeitbrüche ein rundes Ganzes. Wir finden hier Lesevergnügen für alle Liebhaberinnen von historischen Beschreibungen und Abenteuergeschichten vergangener Zeiten. Einziger Minuspunkt: Der Titel führt absolut in die Irre: Es geht weder um die Hanse, noch um deren weißes Gold (Salz), sondern um das Kaufmannswesen einer Hafenstadt insgesamt. Auch der Klappentext erwähnt nur einen eher als Episode zu bezeichnende Teilhandlung des Buches. Eher müsste man ankündigen, dass es um die heldenhafte Lebensgeschichte der Kaufleute des 13. Jahrhunderts geht.
Fesselnder historischer Roman
von Cyrana - 09.11.2019
Mit diesem Buch ist dem Autor Ruben Laurin ein weiterer unterhaltsamer und spannender mittelalterlicher Roman gelungen. Protagonist ist der junge Moses (und der Alte, da das Buch auf zwei Zeitebenen spielt). Als Kind wurde das Schiff seines Vaters von Piraten überfallen und nur er wird in letzter Sekunde aus dem Wasser gezogen; jedoch hat er seinen Namen und die Namen seiner Eltern vergessen, erinnert sich gar nicht, woher er stammt und auch nicht an seine Mutter oder eventuelle Geschwister. Die junge Rebecca nimmt sich seiner an und verteidigt ihn vor dem gewalttätigen Kapitän. Bald geraten die beiden nach Lübeck, wo Moses - wie Rebecca ihn genannt hat - recht bald in die Lehre bei einem Kaufmann geht. Seine Lebensgeschichte erzählt er nach und nach und dem Leser erschließen sich recht bald die Zusammenhänge, doch nicht, wie es dazu gekommen ist. Der Leser erfährt hier viel über Händler, Schiffsreise, aber auch über den Bau eines Hospitals und das Alltagsleben im 13. Jahrhundert in Lübeck. Geschickt verflicht der Autor hierbei bekannte Fakten mit seiner Geschichte und gibt im Nachwort Auskunft darüber, was seiner Fantasie entsprungen ist und wofür es Belege gibt. Gut gefallen haben mir auch die Liste der handelnden Personen, die Zeittafel. das Glossar und vor allem die tolle Karte. Für alle, die gerne historische Romane, die über reine Liebesgeschichten hinausgehen, sondern ein Bild der Zeit wiedergeben.
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