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Harz

von Ane Riel
Thriller. Ausgezeichnet mit dem Skandinavischen Krimipreis 2016. Originaltitel: Harpiks. Deutsche Erstausgabe.…
Taschenbuch
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Liv ist seit dem sechsten Lebensjahr tot, ertrunken in der Brandung. Das zumindest lässt ihr Vater Jens die Behörden glauben. Jens ist ein krankhafter Sammler, getrieben von der Angst, seine einzige Tochter zu verlieren. Und so lebt Liv in der Einsam … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Harz
Autor/en: Ane Riel

ISBN: 3442715539
EAN: 9783442715534
Thriller. Ausgezeichnet mit dem Skandinavischen Krimipreis 2016.
Originaltitel: Harpiks.
Deutsche Erstausgabe.
Übersetzt von Julia Gschwilm
btb Taschenbuch

8. Juli 2019 - kartoniert - 300 Seiten

Beschreibung

Liv ist seit dem sechsten Lebensjahr tot, ertrunken in der Brandung. Das zumindest lässt ihr Vater Jens die Behörden glauben. Jens ist ein krankhafter Sammler, getrieben von der Angst, seine einzige Tochter zu verlieren. Und so lebt Liv in der Einsamkeit eines Containers hinter dem Hof, versteckt zwischen selbst gezimmerten Särgen und in Harz konservierten Tieren - ein sorgsam von der Außenwelt abgeschirmtes Leben, ein Leben in der Falle. Meisterhaft erzählt Ane Riel von einer scheinbar verkehrten Welt, in der aus Liebe Obsession wird und aus dem Wunsch nach Sicherheit tödliche Gefahr.

Portrait

Ane Riel, Studium der Kunstgeschichte, wurde 1971 in Aarhus geboren. Ihr Debütroman "Blutwurst und Zimtschnecken" wurde als bester dänischer Krimiroman des Jahres ausgezeichnet. Für "Harz" hat sie gleich alle vier wichtigen skandinavischen Krimipreise bekommen: den dänischen, norwegischen, schwedischen Krimipreis sowie den Preis für den besten Kriminalroman Skandinaviens insgesamt.
Bewertungen unserer Kunden
Eine gefährliche einseitige Liebe oder wenn eine Obsession zum Alptraum wird!
von leseratte54 - 15.08.2019
Am 8. Juli 2019 erschien von der Dänin Ane Riel im Taschenbuch Format der Thriller "Harz" im btb Verlag. Auf 304 Seiten erhält die Leserin / der Leser geballte skandinavische Spannung. Die kleine Liv ist ein Einzelkind und ertrinkt im zarten Alter von 6 Jahren im Meer - dies zumindest ist die Version, die der Vater Jens den Behörden erzählt. Die Wahrheit ist jedoch eine andere. Liv lebt. Sie lebt einsam in einem Container zwischen Särgen und in Harz konservierten Tieren. Warum? Der Vater ist ein krankhafter Sammler und hat Angst seine Tochter zu verlieren. Wie geht es weiter? Spannend kann ich Euch sagen. Es absolut lesenswerter Thriller, der mich gleich auf den ersten Seiten gefesselt hat. Untergliedert in Personen die beschrieben werden bekam ich einen sehr guten Einblick in deren Seelenleben. Parallel baute sich die Geschichte auf, die am Ende ein Ende nahm, mit welchem ich nicht rechnete. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Klar, sehr gut strukturiert, keine verschachtelten Sätze, sondern ein flüssiger Schreibstil trugen dazu bei, dass ich das Buch nur kurz aus der Hand legte und damit ruckzuck das Werk las, welches viele Bilder in meinem Kopf projizierte.
Beklemmend spannend
von Anonym - 12.08.2019
Das Taschenbuch HARZ von Ane Riel fällt schon optisch durch das tolle Cover direkt ins Auge! Schon die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen, und nachdem ich es leider nicht für eine Leserunde gewonnen habe bin ich sofort losgegangen um es mir zu kaufen. Die Geschichte ist extrem spannend, wenn auch leicht verstörend! Eine bedrückend und dunkle Atmosphäre wird sehr bildlich beschrieben und mir fiel es schwer das Buch aus den Händen zu legen. Liv's Vater macht alle glauben, dass seine Tochter mit sechs Jahren bei einem Unfall ums Leben kam. Eigentlich möchte er sie schützen und hälllt sie deswegen in großer Einsamkeit versteckt. Sie lebt in einem Container zwischen Krempel und in Harz konservativen Tieren. Eigentlich ist es fast unvorstellbar, doch leider Ane Riel beschreibt alles so real, dass ich oft das Gefühl hatte echt erlebtes zu lesen. Dieser Thriller hat es in sich und ich empfehle ihn gern weiter!
Ein guter Thriller? Naja. Ein gutes Buch? Ja.
von Lacastra - 11.08.2019
Zunächst ein Hinweis für alle Freunde des Harzes, der Thriller spielt keineswegs im Harz, der Titel bezieht sich auf Baumharz. Bücher aus der Ich-Perspektive sind meist besonders intensiv, so auch hier von der Autorin wunderbar umgesetzt. Für einen Thriller ist die Handlung an sich jedoch relativ gemächlich, ein Pageturner ist Harz daher eher weniger. Die Geschichte allerdings konnte mich durchaus überzeugen, wenn sie auch zeimlich krank und seltsam ist. Wer ein Buch mit einer soliden Geschichte sucht, die gut erzählt ist, der wird hier durchaus seinen Spaß haben. Wer jedoch ein Freund von nervenaufreibenden Thrillern ist, bei denen man am liebsten ein Kapitel nach dem anderen wegliest, der könnte eventuell enttäuscht werden.
Faszinierendes hochdramatisches Familiendrama
von Nijura - 10.08.2019
(0) Eine Familie - Vater, Mutter, Kind - sie lieben einander und doch ist diese Liebe unheilvoll. Jens, der Vater mutiert mit der Zeit zum krankhaften Sammler, die Mutter wird immer dicker und kraftloser und verlässt kaum mehr das Bett. In Jens wächst immer mehr die Angst, alles zu verlieren, so wie seinen Sohn, den Zwillingsbruder von Liv, der tödlich verunglückt ist. Als Liv sechs Jahre alt wird und zur Schule gehen müsste, meldet Jens der Polizei, seine Tochter sei ertrunken. So muss sein Kind nicht den Hof verlassen und wächst versteckt und einsam in einem Container heran. Und Jens tut alles, um dieses Geheimnis zu bewahren Meine Meinung: Ich habe das Hörbuch gehört, es wird von drei verschiedenen Sprechern gelesen. Einmal aus erzählerischer Sicht, des weiteren aus der Sicht der Mutter und der Tochter. Das Buch ist kein wirklicher Thriller, sondern ein Familiendrama, aber es ist zu jeder Zeit eine subtile Spannung zu spüren. Am Anfang ist Jens noch ein recht normaler Mensch, aber mit der Zeit wird er immer seltsamer, diese allmähliche Wandlung wird sehr gut beschrieben. Liv die Tochter, wird in das Handeln des Vaters mit einbezogen, auch wenn sie manches seltsam findet, so liebt sie ihren Vater und hilft ihm bei vielen Sachen, die ich als Außenstehender abstoßend empfinde. Aber für Liv ist das die Normalität. So richtig spannend wird es, als ein Fremder diesen Frieden stört und das Ausmaß der Zustände auf dem Hof richtig sichtbar werden. Fazit: Ich bin immer noch fasziniert von diesem spannenden Familiendrama, das so ganz anders ist, als alles was ich bisher gelesen habe. Absolute Lese- bzw. Hörempfehlung!
Beklemmend und verstörend
von Gisel - 10.08.2019
Liv Haarder lebt mit ihren Eltern sehr abgeschieden. Offiziell gilt sie als tot, ertrunken in der Brandung. Das ist der Angst ihres Vaters zu verdanken, sie zu verlieren. Ihre Mutter ist unförmig dick und kommt seit langem nicht mehr aus dem Bett heraus, sie kann auch nicht mehr sprechen. Ihr Vater schottet sich und seine Familie völlig von der Umwelt ab. So lebt Liv ein sorgsam abgeschirmtes Leben, nur in der Begleitung ihres Vaters und ihrer Mutter sowie der vielen angesammelten Dinge in Haus und Hof sowie einiger in Harz konservierter Tiere. Es ist eine beklemmend verkehrte Welt, die vorwiegend aus Livs Sichtweise erzählt wird, eines Kindes, das diese verkehrte Welt als völlig normal erlebt. Aber auch die Erwachsenen dieser kleinen, begrenzten Welt dürfen zu Wort kommen - und trotz leichter Zweifel der Mutter gilt diese Sichtweise für die gesamte Kleinfamilie Haarder. Dies wird so meisterhaft und konsequent beschrieben, dass diese Beklemmung mit jeder Seite, die der Leser umblättert, noch mehr spürbar wird. Aber gleichzeitig sind die Innenansichten der Protagonisten völlig nachvollziehbar. Ganz zu Recht hat die Autorin Ane Riel für dieses Buch mehrere Literaturpreise gewonnen. Am Schluss dieser Geschichte musste ich erstmal tief durchatmen, um wieder aus der Beklemmung dieses Buches aufzutauchen. Dieses Buch als Thriller einzuordnen fällt schwer. Es ist eher das Psychogramm eines gestörten Familienverbundes, und mit diesem Etikett wird jeder Leser genau das erhalten, was er sich von dieser Geschichte erwartet. Für dieses Buch vergebe ich sehr gerne 4 von 5 Sternen und empfehle es unbedingt weiter.
Verstörend
von lese.liebe - 07.08.2019
In "Harz" erzählt Ane Riel die tragische Geschichte über das Leben von Liv und ihrer Familie. Jens Harder, Livs Vater, leidet an starken Verlustängsten, die das Leben der ganzen Familie so sehr prägen, dass Liv schließlich für tot erklärt und versteckt gehalten wird. Die Familie lebt isoliert und nach ihren eigenen, völlig realitätsfernen Regeln. Was für Außenstehende mehr als verstörend erscheinen mag, bedeutet für Liv Normalität und Sicherheit. "Harz" ist für mich kein typischer Thriller - die Handlung läuft relativ ruhig dahin, ist aber dennoch voller subtiler Spannung sowie einiger großartigen Gänsehaut-Momente. Ich hätte mir insgesamt einen größeren Spannungsbogen gewünscht, kann das Buch aber dennoch empfehlen!
Definitiv Horror
von Fornika - 04.08.2019
"Ich weiß nicht, ob ich unser Leben als Märchen oder als Horrorgeschichte bezeichnen soll. Vielleicht ein bisschen von beidem?" Die 7Jährige Liv lebt mit ihrem Bruder und ihren Eltern auf einem verborgenen Hof im Norden einer Insel. Der Vater bringt ihr vieles bei, erklärt ihr viel zu der örtlichen Flora und Fauna, bringt ihr Fischen und Bogenschießen bei. Dafür nutzt er auch gerne Dinge, die andere einfach so entsorgt haben, schließlich kann man im Sinne der Nachhaltigkeit viel upcyclen. Klingt so erst mal ganz normal. Doch der Leser merkt sehr viel schneller als Liv, dass in ihrem Leben gehörig etwas falsch läuft. So circa auf Seite eins, da wird nämlich erst mal die Großmutter ermordet. Doch die Isolation von anderen Menschen verhindert eben auch, dass Liv lernen kann was richtig und falsch ist. Die Ansichten des Vaters sind dazu eben - naja - speziell. Man sieht als Leser hilflos zu wie der Hof und die Menschen darin im absoluten Chaos und Elend versinken. Die Hoffnung gibt man nie auf, schon alleine deswegen, weil einem Liv so schnell ans Herz gewachsen ist. Bei der Lektüre wird man von Ane Riel nicht geschont, Ekel, Abscheu, Angst, Verzweiflung, viele Emotionen prasseln auf einen ein. Aber auch die wenigen Lichtblicke sind von der Autorin so unglaublich intensiv geschildert wie sie eben auch die negativen Seiten zeigt. Mich hat ihr Stil völlig gefesselt. Harz ist sicherlich kein typischer Thriller, sondern eher ein Psychogramm eines sehr kranken Mannes, und die Auswirkungen auf seine Familie. Mir hat die Geschichte trotzdem sehr gefallen.
Beklemmendes Familienporträt
von books4ever - 04.08.2019
Die 6-jährige Liv lebt mit ihrem Vater Jens und ihrer Mutter Maria auf einem abgelegenen Hof im nördlichen Teil einer kleinen Insel, dem Kopf. Wie auch schon sein Vater sammelt Jens krankhaft alle möglichen Dinge, die ihm bei seinen Streifzügen über die Insel in die Hände geraten. Zudem leidet er unter der ständigen Angst, seine einzige Tochter Liv verlieren zu können. So kommt es, dass er seine Tochter schließlich eines Tages als ertrunken meldet und diese sich fortan immer öfter in einem Container auf dem Hof verstecken muss. Mit der Zeit entwickelt sich Jens Liebe zu seiner Tochter mehr und mehr zu einer gefährlichen Obsession. Für "Harz" wurde Ane Riel zurecht mit vier skandinavischen Krimipreisen ausgezeichnet. Detailliert und schonungslos schildert die Autorin das Leben der Familie Haarder auf ihrem einsamen Hof. So erlebt der Leser hautnah mit, wie sich die Familie immer mehr von der restlichen Inselbevölkerung abschottet und die kleine Liv zusehends in völliger Isolation aufwächst. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Liv, ihrem Vater Jens und ihrer Mutter Maria, welche in Form von Briefen an ihre Tochter zu Wort kommt, geschildert. Besonders deutlich werden die Folgen dieser Isolation, wenn die kleine Liv von ihrem Alltag erzählt. Für sie ist es völlig normal, zwischen all dem Schrott zu leben, den ihr Vater über all die Jahre angesammelt hat, und nachts allein auf Beutezug durch das Dorf zu gehen. Bereits zu Beginn des Buches schildert sie völlig nüchtern, dass sie gesehen hat, wie ihr Vater ihre Großmutter umgebracht hat. Ein wirklich schockierender erster Satz und noch dazu, wenn er von einem 6-jährigen Mädchen kommt. Im Laufe der Handlung gerät die Situation auf dem Hof mehr und mehr außer Kontrolle. Jens Haarder wird nur noch von dem verzweifelten Obsession getrieben, seine Tochter vor der Außenwelt zu schützen, da er fürchtet, sie eines Tages verlieren zu können. Dabei greift er zusehends zu immer drastischeren Maßnahmen. "Harz" ist ein beklemmendes und düsteres Familiendrama. Die Autorin nimmt sich viel Zeit, um das Leben der Familie Haarder zu schildern und man erhält tiefe Einblicke in das Innenleben der einzelnen Familienmitglieder. So kann man - zumindest ansatzweise - nachvollziehen, warum Jens so ist, wie er ist und wie er diesen Weg einschlagen konnte. Ein spannender Krimi der etwas anderen Art mit Gänsehautgarantie!
Ein ungewöhnlicher Roman
von Patrick Dietrich - 02.08.2019
Klappentext: Liv ist seit dem sechsten Lebensjahr tot, ertrunken in der Brandung. Das zumindest lässt ihr Vater Jens die Behörden glauben. Jens ist ein krankhafter Sammler, getrieben von der Angst, seine einzige Tochter zu verlieren. Und so lebt Liv in der Einsamkeit eines Containers hinter dem Hof, versteckt zwischen selbst gezimmerten Särgen und in Harz konservierten Tieren - ein sorgsam von der Außenwelt abgeschirmtes Leben, ein Leben in der Falle. Meisterhaft erzählt Ane Riel von einer scheinbar verkehrten Welt, in der aus Liebe Obsession wird und aus dem Wunsch nach Sicherheit tödliche Gefahr. Der Autorin: Ane Riel, Studium der Kunstgeschichte, wurde 1971 in Aarhus geboren. Ihr Debütroman Blutwurst und Zimtschnecken wurde als bester dänischer Krimiroman des Jahres ausgezeichnet. Für Harz hat sie gleich alle vier wichtigen skandinavischen Krimipreise bekommen: den dänischen, norwegischen, schwedischen Krimipreis sowie den Preis für den besten Kriminalroman Skandinaviens insgesamt. Buchcover: Ein angenehmes Cover, welches nichts verrät und wenig Einblicke in das Buch oder die Handlung ergibt. Es hat eine durchaus düstere Wirkung und passt somit zu dem Buch. Handlung: Eine klare und lineare Handlung die stets wieder überrascht und keine echten Wendungen bietet. Insgesamt einfach gestrickt und nicht zu kompliziert, wodurch ein schneller Einstieg ermöglicht wird. Schreibstil: Ein Schreibstil der sehr authentisch wirkt und eine wunderbare Erzählung ist. Er passt zum Roman und der Handlung und ergibt so eine runde Sache. Protagonisten: Eine Protagonistin die im Vordergrund steht, jedoch werden immer ein paar neue Protagonisten in den Vordergrund gerückt, was dem Leser einen umfassenden Überblick ergibt. Die Mischung macht es hier aus und passt zur Handlung und dem Schreibstil. Fazit: Ein ungewöhnlicher Roman, der ein richtiger Thriller ist und wenig Gewalt benötigt bzw. die Darstellung von Gewalt unblutig ist. Dennoch bin ich nicht ganz überzeugt und so sind es am Ende nur vier Sterne.
Ein ungewöhnlicher Roman
von Patrick Dietrich - 02.08.2019
Klappentext: Liv ist seit dem sechsten Lebensjahr tot, ertrunken in der Brandung. Das zumindest lässt ihr Vater Jens die Behörden glauben. Jens ist ein krankhafter Sammler, getrieben von der Angst, seine einzige Tochter zu verlieren. Und so lebt Liv in der Einsamkeit eines Containers hinter dem Hof, versteckt zwischen selbst gezimmerten Särgen und in Harz konservierten Tieren - ein sorgsam von der Außenwelt abgeschirmtes Leben, ein Leben in der Falle. Meisterhaft erzählt Ane Riel von einer scheinbar verkehrten Welt, in der aus Liebe Obsession wird und aus dem Wunsch nach Sicherheit tödliche Gefahr. Der Autorin: Ane Riel, Studium der Kunstgeschichte, wurde 1971 in Aarhus geboren. Ihr Debütroman Blutwurst und Zimtschnecken wurde als bester dänischer Krimiroman des Jahres ausgezeichnet. Für Harz hat sie gleich alle vier wichtigen skandinavischen Krimipreise bekommen: den dänischen, norwegischen, schwedischen Krimipreis sowie den Preis für den besten Kriminalroman Skandinaviens insgesamt. Buchcover: Ein angenehmes Cover, welches nichts verrät und wenig Einblicke in das Buch oder die Handlung ergibt. Es hat eine durchaus düstere Wirkung und passt somit zu dem Buch. Handlung: Eine klare und lineare Handlung die stets wieder überrascht und keine echten Wendungen bietet. Insgesamt einfach gestrickt und nicht zu kompliziert, wodurch ein schneller Einstieg ermöglicht wird. Schreibstil: Ein Schreibstil der sehr authentisch wirkt und eine wunderbare Erzählung ist. Er passt zum Roman und der Handlung und ergibt so eine runde Sache. Protagonisten: Eine Protagonistin die im Vordergrund steht, jedoch werden immer ein paar neue Protagonisten in den Vordergrund gerückt, was dem Leser einen umfassenden Überblick ergibt. Die Mischung macht es hier aus und passt zur Handlung und dem Schreibstil. Fazit: Ein ungewöhnlicher Roman, der ein richtiger Thriller ist und wenig Gewalt benötigt bzw. die Darstellung von Gewalt unblutig ist. Dennoch bin ich nicht ganz überzeugt und so sind es am Ende nur vier Sterne.
Bizarr und verstörend - super!
von LadyNinily - 30.07.2019
Liv ist ein ganz besonderes kleines Mädchen. Sie liebt ihre Eltern, ihren Zwillingsbruder und den angrenzenden Wald. Denn dort erschlägt sie nachts die Tiere, die sie zuvor mit Pfeil und Bogen erlegt hat - denn im Dunkeln fühlt man keine Schmerzen, sagt Papa. Die Geschichte von Livs Vater Jens ist dabei eng mit ihrer eigenen verflochten und fast schon tragischer Mittelpunkt dieses Buches. Geplagt von Verlustängsten und getrieben von einem extremen Sammelbedürfnis, entwickelt Jens immer krankhaftere Verhaltensweisen, die sich die kleine Liv natürlich bei ihrem Vorbild abschaut. Dass die Großmutter zu Weihnachten mit einem Kissen erstickt wird, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Der Leser erlebt diesen Horror hauptsächlich durch die noch unschuldigen Augen von Liv. Deren Gedanken sind typisch kindlich eher sehr simpel, so etwas wie einen "Mord" kennt sie nicht und demnach ist auch Omas Ableben für sie einfach nur bizarr normal. Solche Vorkommnisse durch Livs unbedachte Perspektive zu durchleben, verleiht dem Buch einen ganz eigenen, unglaublich großartigen und befremdlichen Gänsehautfaktor. Fazit Ich würde dieses Buch nicht als einfachen Thriller abtun. Es ist vielmehr eine dramatische Familiengeschichte, die kuriose Grausamkeiten und tragische Schicksale aus der Sicht einer eigentlich unschuldigen und reinen Seele erzählt - und damit ein wahrlich erfrischendes Leseerlebnis!
Dieses Buch ist schwer zu ertragen
von Smberge - 30.07.2019
Inhalt: Die kleine Liv lebt mit ihrem Zwillingsbruder Carl und ihren Eltern auf einer einsamen Halbinsel in Schweden. Als ihr Bruder bei einem Unfall im Säuglingsalter ums Leben kommt, wir Livs Vater immer sonderlicher, ihn plage große Verlustängste um seine verbleibende Tochter. Er geht so weit, als vermißt nach einem Bootsausflug zu melden, damit sie nicht die örtliche Schule besuchen muß. Auch seine Mutter bringt er um, da sie versucht hat Ordnung in das Leben der Familie zu bringen. Liv führt ab diesem Zeitpunkt ein Leben im Verborgenen, ihr leben spielt sich hauptsächlich nachts ab bis es irgendwann zum großen Showdown kommt. Meine Meinung: Auf mich hat das Buch in weiten Teilen verstörend gewirkt, erleben wir die Handlung doch zu weiten Teilen direkt aus der Sicht von Liv und für sie ist das Leben das sie führt vollkommen normal, für den Leser aber hoffentlich nicht. Schon der erste Satz gibt einen passenden Geschmack auf das ganze Buch Im weissen Zimmer war es dunkel, als mein Vater meine Großmutter umbrache , ein erschreckend emotionsloser Satz für so ein Ereignis. Liv lebt in einem Container, abgeschlossen von der Welt, auch ihre Mutter kann das Schlafzimmer aufgrund ihrer Fettleibigkeit nicht verlassen. Zusammen mit ihrem Vater sammelt sie Harz, um die neugeborene Schwester einzubalsamieren. Alls diese Dinge scheinen für Liv normal zu sein. Ich fand diese Beschreibungen schwer zu ertragen und habe mehrmals überlegt, dieses Buch nicht weiterzulesen. Aber es hat mich immer wieder gepackt. Irgendwann wurde mir klar, dass man in diesem Buch erleben konnte, wie ein Vater an dem Verlust seines Kindes zerbrach, sich mit einem Schutzwall von Dingen umgibt und immer weiter in seine Welt verschwindet. Der Charakter des Vater wird sehr gut entwickelt, von dem jungen, attraktiven Mann hin zu dem Verrückten, zu dem er sich entwickelt. Liv erstaunt mit ihrer Bereitschaft, das Handeln des Vaters für normal zu halten. Aber woher soll sie auch wissen, dass sein Verhalten nicht normal ist? Dieses Buch ist schwer zu ertragen, aber auch sehr fesselnd und zeigt, wohin ein Verlust einen Menschen bringen kann. Ein etwas anderer Thriller, die Handlung wird gut entwickelt und ist auf seine Art einfach anders. Man muß sich als Leser auf dieses Buch einlassen, um es ertragen zu können
Nichts verlieren können
von cosmea - 28.07.2019
Mit Harz , ihrem zweiten Roman, legt die preisgekrönte Autorin Ane Riel einen Roman vor, der düsterer ist als die grausamsten Märchen der Gebrüder Grimm. Im unbesiedelten Norden einer dänischen Insel lebt Jens Haader mit seiner Frau Maria und seiner Tochter Liv. Jens Haader, ursprünglich Tischler, geht keinem Beruf mehr nach, sondern hat sich auf nächtliche Raubzüge im nächsten Ort spezialisiert. Schon früh hat er seine Tochter Liv angelernt, die später allein unterwegs ist, weil Jens wegen seiner Ängste nicht mehr in der Lage ist, seinen Hof zu verlassen. Seine Frau liegt inzwischen nur noch im Bett und ist schließlich so dick, dass sie nicht mehr aufstehen kann. Ohnehin kann man sich nirgendwo im Haus und auf dem Grundstück noch normal bewegen, weil alles zugemüllt ist. Jens Haader ist nicht nur ein bisschen eigen, sondern komplett verrückt, und es wird immer schlimmer. Als seine Tochter 6 Jahre alt war, hat er den Behörden gemeldet, dass sie ertrunken ist, damit sie nicht zur Schule gehen muss. Seitdem lebt sie in einem alten Container inmitten von Gerümpel. Jens hat sein Haus und Grundstück mit tödlichen Fallen umgeben, um eventuelle Eindringlinge abzuhalten. Riels Geschichte ist spannend und unheimlich und hat mehr Tiefgang als die Mehrzahl der skandinavischen Krimis und Thriller. Der Leser fragt sich mit wachsender Beklemmung, ob es für Mutter und Tochter ein Überleben oder sogar ein Entkommen aus der Falle gibt. Ein beeindruckender Roman über eine fehlgeleitete obsessive Liebe.
Gruselig
von Lesemone - 27.07.2019
Wer hier auf einen spannenden Thriller hofft, der wird wahrscheinlich, wie ich, etwas enttäuscht sein. Hinter dem Buchtitel verbirgt sich eine richtige Familientragödie, die teilweise spannend, teilweise sehr zäh zu lesen war. Anfangs erfährt man sehr viel über Vater Jens, wie er aufgewachsen ist usw., was sich etwas langweilig las. Teilweise ist das Buch dann aus der Sicht von Liv geschrieben und zwischendrin sind auch noch Briefe von ihrer Mutter abgedruckt. Ich empfand das Buch weder als Thriller, noch als Psychothriller. Es war einfach nur die Lebensgeschichte eines sehr kranken Vaters, der sein Kind vor der Welt beschützen wollte. Es ist für mich sehr befremdend und gruselig gewesen, alle diese fürchterlichen Details aus dem Leben der Familie zu lesen. Liv tat mir fürchterlich leid, da sie alles was ihr Vater ihr erzählte natürlich glaubte und nie infrage stellte, da sie ja nichts anderes kannte. Was mir aber sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil der Autorin. Es war mein erstes Buch von ihr und vielleicht werde ich ihr nochmal eine Chance geben.
Erschreckend und beklemmend
von Büchermaulwurf - 26.07.2019
Mit "Harz" hat Ane Riel zu Recht alle vier wichtigen skandinavischen Krimipreise abgeräumt. Ich würde es jedoch nicht als Krimi oder Thriller bezeichnen. Es ist eher ein Familiendrama, das sich nach und nach zum Thriller steigert und mit einem dramatischen Finale abschließt. Sehr gut gefiel mir auch das Cover, dass ich immer wieder gerne in die Hand nehme. Der Titel "Harz" aus Bernstein ist ungemein passend und die plastisch hervortretenden Holzklötze runden es ab. Zum Inhalt: Die Familie Harder lebt auf einer kleinen Insel, abgeschottet von der Außenwelt. Doch hier ist nichts normal, auch wenn das die sechsjährige Liv denkt. Ihr Vater Jens ist ein krankhafter Sammler mit starken Verlustängsten, was seine Familie betrifft. Ihre Mutter ist stark übergewichtig und kann das Bett zuletzt nicht mehr verlassen und die kleine Liv muss sich in einem Container zwischen Gerümpel verstecken, da ihr Vater ihren Tod vorgetäuscht hat. Die obsessive Liebe des Vaters mündet schließlich in eine Katastrophe. Ruhig und eindringlich, aber auch überaus fesselnd entwickelt die Autorin die Familientragödie aus verschiedenen Perspektiven. Das meiste wird aus der naiv kindlichen Sicht von Liv erzählt. Das alltägliche Grauen, das hier Einzug in den Familienalltag gehalten hat, lässt dem Leser zeitweise den Atem stocken. Und die Sichtweise von Liv macht es um so beklemmender. "Im weißen Zimmer war es dunkel, als mein Vater meine Großmutter umgebracht hat. Ich war da." Man erhält auch durch Rückblenden einen Einblick in die Kindheit und Jugend von Jens. Die Wandlung seines Charakters von einem gutaussehenden, naturverbundenen jungen Mann, hin zu dem verwahrlosten Messie wurde sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Auch die übergewichtige Mutter Maria kommt durch Briefe zu Wort, die sie für Liv geschrieben hat und die ebenfalls sehr betroffen machen. Sie liebt ihren Mann noch immer, trotz ihrer schrecklichen Lage. Obwohl Jens wirklich erschreckende Dinge tut, spürt man doch, dass er nicht "böse" ist, sondern aus Liebe zu seiner Frau und Tochter handelt, die er unter keinen Umständen verlieren will. Diese Wandlung von obsessiver Liebe in Wahnsinn wurde sehr gut beschrieben. Ganz am Ende gibt es noch eine schockierende Enthüllung, die mich genau wie die Familientragödie noch einige Zeit beschäftigt hat. Fazit: "Harz" ist ein ungewöhnliches Buch, dass mich gleichzeitig gefesselt, erschüttert, schockiert und mir Gänsehaut verursacht hat. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung.
Horror oder Märchen
von Happymountain - 26.07.2019
Harz hat in Skandinavien so richtig abgeräumt! Ane Riel hat mit ihrem Roman den dänischen, norwegischen und schwedischen Krimipreis gewonnen. Als ob es nicht schon genug wäre, natürlich auch noch den Preis für den besten skandinavischen Kriminalroman. Vorweg: Für mich ist es aber kein Kriminalroman. Auch nicht unbedingt ein (Psycho-)Thriller. Ich kann mich gar nicht recht entscheiden, wie ich es einstufen soll, da ich noch nichts Vergleichbares gelesen habe. Ich tendiere zur Bezeichnung "Familiendrama mit Horror-Elementen". Am besten hat es Ane Riel in ihrem Buch vermutlich selbst formuliert: "Ich weiß nicht, ob ich unser Leben als Märchen oder als Horrorgeschichte bezeichnen soll. Vielleicht ein bisschen von beidem? Ich hoffe, du kannst das Märchen sehen." - Maria zu ihrer Tochter Liv Den Inhalt des Buchs möchte ich nicht vorweg nehmen - die Leser werden mit vielerlei Kuriositäten der Familie Haarder konfrontiert. Tote Großmütter am Weihnachtsbaum, extreme Fettleibigkeit, Messi-Verhalten, ein Kind, dass in einem Baucontainer wohnt, Einbalsamierungen und viele weitere ungewöhnliche Umstände. Zunächst beginnt das Buch in der Gegenwart mit der Erzählung von Liv. Danach erfährt man in einer Rückblende etwas über die Kindheit und Jugend ihres Vaters. Es wird auch darauf eingegangen, wie Jens und Maria Haarder sich kennenlernten. Erst danach kehrt die Geschichte zurück zu Liv. Später im Buch kommen dann noch Eindrücke von Jens selbst und vom Gastwirt des Dorfes hinzu. Der Gastwirt macht merkwürdige Feststellungen in seinem Lokal, die mit der Familie Haarder in Verbindung stehen. Davon ahnt er jedoch nichts. Liv ist für mich die tragende Figur in diesem Psychogramm einer nicht ganz normalen Familie - nett ausgedrückt. Einer Familie, in der Liebe zu Obsession wird. Eine Familie, in der die Grenzen von Eigenarten überschritten werden und in psychischen Erkrankungen enden. Eine Familie, die sich vielleicht hätte selber retten können, retten müssen. Liv zu Liebe! Liv ist für ihr Alter unheimlich intelligent, manchmal altklug, in anderen Momenten aber wieder ganz naiv und träumerisch. Ich fand diese Mischung durchaus glaubhaft dargestellt aufgrund der Umstände unter denen sie aufgewachsen ist und der Erziehung, die sie erlebte. Besonders gefiel mir ein Ausspruch von Liv zu Beginn: "Eigentlich habe ich nie darüber nachgedacht, was ich bin. Ich glaube, ich bin das, was sie sehen. Und ab und zu sehe ich etwas, das sie nicht sehen." Aber Liv ist nicht die Hauptfigur in "Harz". Ihr Vater Jens ist das Bindeglied in dieser unheimlichen Geschichte. Das hätte ich aufgrund des Klappentextes nicht vermutet und hat die Geschichte daher auch in einen ganz andere Richtung getrieben, als ich erwartet hätte. Jens ist absolut empathisch, sensibel und tief im Innern - so bin ich überzeugt - ein wirklich guter Mensch. Aber Jens kann nicht loslassen, keine Dinge, keinen Müll und erst recht nicht seine Familie! Egal, ob tot oder lebendig. Jens hat sich nicht helfen lassen und konnte sich auch nicht selbst helfen. Und so nimmt das Schicksal der Familie seinen Lauf. Wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, dem habe ich die aussagekräftigsten Beschreibungen aus vielen Rezensionen zusammengetragen: Bewegend und verstörend, eindringlich, anders, schwer zu ertragen, beklemmend, überraschend und bizarr, erschütternd und krank, Gänsehaut, verstörend, berührend, fesselnd und faszinierend, makaber, großartig und spannend, erzählerische Wucht, zart und brutal, schockierend! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und volle Punktzahl - mit Bonussternchen!
Schwer zu ertragen
von Miss Marple - 25.07.2019
Die Autorin präsentiert dem Leser eine Familientragödie, die kaum ertragbar ist. Ständig ist man versucht, dieses Buch zu schließen, ob der unterschwelligen Grausamkeit. Das beginnt bereits auf den ersten Seiten, als aus Sicht des Mädchens Liv berichtet wird, wird der Vater die Großmutter tötet. Aber man möchte ja wissen, wie es weitergeht. Es sind die leisen, so dramatischen Töne dieser Familiengeschichte, die den Leser in Atem halten. Wir erhalten aus verschiedenen Perspektiven Einblick in Livs Leben, wobei mir der naive und nüchterne Blick des Kindes auf die Katastrophe am besten gefallen hat. Trotz allem würde ich "Harz" nicht als Thriller bezeichnen, eher als Familiendrama. Auch der Auslobung als preisgekröntes Buch auf dem Klappentext und der Vergleich mit Stephen King könnte zu falschen Erwartungen führen.
außergewöhnliche Story
von mfurch - 24.07.2019
Harz von Ane Riel ist ein wirklich fesselndes Buch. Die Geschichte wird aus der Sicht von Liv erzählt. Liv lebt mit ihrer Familie auf einem Hof auf einer Insel, einem Teil der Insel der Kopf genannt wird und abgeschieden liegt. Livs Vater Jens hat sie für tot erklären lassen, angeblich im Meer ertrunken, doch in Wahrheit versteckt er Liv. Sie lebt in einem Container auf dem Hof, versteckt und ohne Kontakt zur Außenwelt. Jens hat definitiv ein Problem, er kann sich von nichts trennen, und will seine Familie bzw. Tochter nur für sich alleine haben. Ich fand den Schreibstil eindringlich und konnte in die Story eintauchen, was das Schicksal von Liv nur um so beklemmender macht. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Fesselnd von Anfang bis zum Ende und wirklich harter Tobak. Eine Story die fassungslos macht und mich bewegt hat. Und auf jeden Fall ein Buch, das nachwirkt und einen lange nicht los lässt. Ich kann das Buch absolut empfehlen.
Messi und Fressi
von SaintGermain - 24.07.2019
Die 6-jährige Liv lebt zusammen mit ihren Eltern auf einem abgelegenen Teil einer Insel, der Kopf genannt wird. Sie wird von ihren Eltern gelehrt, allerdings lernt sie außer lesen und schreiben Dinge wie Diebstahl, Jagd und auch Mord. Als ihr Vater seine Mutter tötet, der Liv in einer Schule anmelden will, wird sie von ihrem Vater als tot gemeldet und muss sich fortan verstecken. Das Cover des Buches und auch der Klappentext haben mich neugierig auf das Buch gemacht. Das Cover ist zwar nicht außergewöhnlich, passt aber perfekt zum Buch und ist auch sehr gut gemacht. Das Buch wurde mit den 4 wichtigsten skandinavischen Krimi-/Thrillerpreisen ausgezeichnet. Dies kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Die Spannung ist relativ niedrig gehalten, immer wieder gibt es sehr langweilige Passagen und einen Überraschungsfaktor gibt es sowieso nicht - es wird ja auch kein Täter gesucht. Es handelt sich weniger um einen Thriller (oder Krimi) wie es am Cover angepriesen wird, sondern um eine Mischung aus Psychogramm und Familientragödie. Die Charaktere wurden meiner Meinung nach sehr überspitzt bzw. übertrieben dargestellt, und trotzdem fehlte ihnen etwas die Tiefe. Da ist zu einem Jens - der Vater von Liv - der vom liebenswürdigen, hübschen Tischler immer mehr zum Messi wird und damit nicht nur das Haus, sondern den ganzen Grund zumüllt und dies alles durch Diebstahl, wie er es schon von seinem Vater gelernt hat. Zum anderen ist da Maria - die Mutter von Liv - die von einer hübschen, eher energischen Frau plötzlich zu einer fetten Person verkommt, die ihr Bett nicht mehr verlassen kann und auch nicht mehr sprechen kann. Und schließlich eben dann Liv, die nicht nur die Diebstähle durchführt, sondern auch ihren toten Zwillingsbruder sieht und mit ihm redet und alles hinnimmt wie es kommt, obwohl sie eigentlich ganz anders wirkt - energisch und reif für ihr Alter. Zusätzlich dann noch Jens Bruder und seine Eltern. Jens Mutter ist ebenso außergewöhnlich, denn zuerst ist sie falsch und gemein, sodass sie einen Sohn vom Hof vergrault und schließlich selbst den Hof verlassen muss und man ihr sogar die Tötung ihres Enkels glaubt. Allerdings war sie vorher eigentlich relativ nett und genauso kehrt sie auch später zurück. Sie will plötzlich allen - vor allem Liv - helfen, bis sie von Jens ermordet wird. Auch insgesamt war der Schreibstil nicht meins. Immer wieder gibt es endlose Aufzählungen der gesammelten Dinge von Jens, die ohne Komma und mit sehr vielen und nicht nur irrelevant, sondern auch langweilig waren. Insgesamt war das Buch für mich nicht wirklich ein Vergnügen zu lesen. Schade, denn aus dem Thema hätte man mehr herausholen können, indem man Spannung erzeugt hätte und so einen Thriller daraus hätte machen können. Fazit: Psychogramm und Familientragödie ohne Spannung und daher definitiv kein Thriller oder Krimi. 2,5 von 5 Sternen.
Psychothriller vom Feinsten
von ES - 24.07.2019
Puh, das ist ein Thriller, der durchaus fesselt - obwohl es eine ganze Zeit dauert bis er Fahrt aufnimmt. Und doch fand ich in unglaublich gut. Wobei hier sicher die Meinungen auseinander gehen und es ist sicher auch Geschmacksache. Liv ist ein Mädchen, dass eigentlich eingeschult werden sollte. Doch da ihr Vater Jens krankhafte Verlustängste aber auch eine Sammelleidenschaft hat, meldet er sie kurzerhand als ertrunken und versteckt sie in einem Container. Er lässt niemanden mehr auf seinem abgelegenen Hof, stellt überall Fallen auf und schottet die Familie ab. Sogar seine Mutter tötet er deswegen. Der Verfall des Grundstückes, der Gebäude und er Familie begann aber schon viel früher und ist somit nicht mehr aufzuhalten...
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