Die Tote am Lago Maggiore

Ein Fall für Matteo Basso. 7. Auflage.
Taschenbuch
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Ein verhängnisvolles Unglück am traumhaft schönen Lago Maggiore: Matteo Bassos erster Fall

Am italienischen Ufer des Lago Maggiore, wo die Frühlingssonne das klare Wasser wärmt, versucht Matteo Basso vergeblich, seinen ersten Fisch zu fangen. Der ehem … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Tote am Lago Maggiore
Autor/en: Bruno Varese

ISBN: 3462048198
EAN: 9783462048193
Ein Fall für Matteo Basso.
7. Auflage.
Kiepenheuer & Witsch GmbH

18. Februar 2016 - kartoniert - 299 Seiten

Beschreibung

Ein verhängnisvolles Unglück am traumhaft schönen Lago Maggiore: Matteo Bassos erster Fall

Am italienischen Ufer des Lago Maggiore, wo die Frühlingssonne das klare Wasser wärmt, versucht Matteo Basso vergeblich, seinen ersten Fisch zu fangen. Der ehemalige Mailänder Polizeipsychologe hat seinen Job an den Nagel gehängt und ist zurückgekehrt nach Cannobio, um die Macelleria seiner verstorbenen Eltern zu übernehmen. Am Wochenende soll das große Oldtimer-Rennen stattfinden und Gisella ihm bei den Salsiccia-Kreationen helfen, die ihm leider noch regelmäßig misslingen. Doch dann wird Gisellas Leiche am Ufer des Sees gefunden. Man vermutet, sie sei ertrunken. Matteo glaubt nicht an einen Unfall, denn Gisella war eine exzellente Schwimmerin. Er ermittelt auf eigene Faust. Warum wollte sie ihn in der Nacht zuvor so dringend sprechen? Und was hatte sie mit Maldini, dem windigen Gran Signore aus Stresa, zu tun? Als es beim Autorennen zu einem mysteriösen Unglück kommt und Matteo selbst in Gefahr gerät, ahnt auch Kommissarin Zanetti, dass sie es mit einem verzwickten Fall zu tun haben. Die aufreibenden Ermittlungen führen die beiden bis ins luxuriöse Mailand und tief in die Geschichte der Region.

Entdecken Sie den Lago Maggiore auf den Spuren von Matteo Basso: Zur Krimireise in Kooperation mit Maggioni Tourist Marketing.

Portrait

Bruno Varese lebt im Valle Vigezzo und in der Schweiz. »Wenn es Nacht wird am Lago Maggiore« ist nach »Die Tote am Lago Maggiore«, »Intrigen am Lago Maggiore« und »Totenstille über dem Lago Maggiore« der vierte Band seiner Reihe um den ermittelnden Fleischer und ehemaligen Polizeipsychologen Matteo Basso.

Leseprobe

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Pressestimmen

»Wen es nach Italien zieht, der sollte sich dieses Buch zur Hand nehmen um nebenbei ein paar besonders liebenswerte Urlaubsbekanntschaften zu machen.« vormagazin, Österreich

»Ein lesenswerter Ferienkrimi mit Lokalkolorit, empfohlen allen Italienurlaubern und Liebhabern der oberitalienischen Seen.« stuttgarter-zeitung.de

»Das ist Urlaubslektüre mit viel Lokalkolorit, echten Typen und einem außergewöhnlichen Ermittler. Mehr davon!« Mokka Stadtmagazin

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Bewertungen unserer Kunden
Die Tote am Lago Maggiore
von karin1966 - 04.06.2016
Das wunderschöne Cover und der Titel haben mich neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreistil ist sehr spannend und angenehm zu lesen. Die einzelnen Charaktere sind vortrefflich gewählt. Matteo, ein ehemaliger Polizeipsychologe hat sich aus seinem Beruf zurückgezogen. Er führt jetzt eine Metzgerei, die vorher seinem Vater gehört hat. Jeden Morgen geht er am See angeln. Am nächsten Wochenende soll das legendäre Autorennen stattfinden, bei dem Matteo auch einen Stand hat. Gieselle, die ihm immer wieder in der Metzgerei hilft, hat ihn dazu überredet. Doch Gieselle erscheint nicht zum Dienst. Matteo sucht nach ihr. Doch erst nach einiger Zeit wird sie Tod im See aufgefunden. Matteo glaubt nicht an einen natürlichen Tod. Als auch noch ein Rennfahrer stirbt, kommt ihm alles verdächtig vor und er beginnt eigene Nachforschungen zu betreiben. War es Mord, Selbstmord oder Unfall? Um die Spannung zu erhalten, möchte ich an dieser Stelle nicht mehr von dem Buch erzählen. Ein sehr angenehm geschriebener Krimi, den ich sehr gerne und zügig gelesen habe. Etwas schade fand ich, dass nirgends erwähnt wird, weshalb Matteo aus dem Polizeidienst ausgetreten ist. Aber vielleicht wird das ja in der Fortsetzung herauskommen.
Ein klassischer Krimi mit viel Flair
von Georgina Giefing - 18.04.2016
Dieses Buch ist ein richtig schöner, atmosphärisch gelungener Krimi, der ohne Blut und viel Action auskommt, aber mit einer aktuell angehauchten und gut durchdachten Geschichte aufwarten kann. Mit Charme und Charisma ermittelt Matteo Basso, von Hauptberuf Fleischer, auf eigene Faust und mit glücklicherweise den richtigen Kontakten, im Fall um die ertrunkene Giselle. Dabei hat er - ganz der unvollkommene Held - immer wieder mit seinen Gefühlen zu kämpfen, war er doch mit der Toten befreundet. Doch nicht nur das mit Basso glaubhaft und sympathisch, auch seine bisherige Lebensgeschichte, von der nicht alles erzählt wird, macht neugierig auf diesen Charakter und wirkt nicht konstruiert. Ebenso vielfältig und glaubhaft beschrieben sind die anderen Personen - man merkt, dass der Autor, weiß, über welches Volk er schreibt - und auch die Landschaft, die Umgebung, das Wetter, rufen Sehnsucht nach einem Italienurlaub hervor. Das Zusammenspiel der Dorfbewohner, die Atmosphäre auf den Bergen und die richtige Prise Humor lesen sich sehr stimmig. Auch die italienische Küche kommt nicht zu kurz und macht das Flair dieses Buches perfekt. Doch trotz der privaten Erzählungen wird die Aufmerksamkeit des Lesers nie weit von der Krimihandlung abgelenkt, in der der Autor gekonnt falsche Fährten mit interessanten Wendungen kombiniert. Ganz nebenbei findet sich auch Platz für aktuelle Gesellschaftskritik. Stichwort Lampedusa. In meinen Augen ist dieser leichte Krimi ein guter Start für eine Serie mit Herrn Basso und ich bin gespannt, ob er noch weitere Fälle lösen darf.
Feine Pinselstriche
von amena25 - 01.04.2016
Matteo Basso, Polizeipsychologe im mondänen Mailand, hat seinen Job an den Nagel gehängt und kehrt zurück nach Cannobio am Lago Maggiore, um die Metzgerei seines verstorbenen Vaters zu übernehmen. Aus welchem Grund Matteo seinen Beruf im Polizeidienst aufgegeben hat, erfährt man - noch- nicht, aber es wird schon deutlich, dass es mit einem schlimmen Erlebnis zu tun hat. Vielleicht erfährt man in einem Folgeband Näheres darüber? In diesem Krimi gibt es, zumindest zu Beginn, keine hektische Action, sondern eher ein Dahinschlendern. Anmutig wird die frühmorgendliche Landschaft am See wie ein Gemälde mit feinen Pinselstrichen gezeichnet. Die ruhige, etwas schwermütige Stimmung Matteos, die auch über dem Ort zu liegen scheint, ist nun zwar nicht Krimi-typisch und in keinster Weise reißerisch, berührt einen aber umso mehr. Wer Cannobio und seine idyllische Lage am Westufer des Lago Maggiore kennt, weiß auch, dass es sich dennoch seine Bescheidenheit bewahrt hat. Dies macht sich auch in den Figuren in Vareses Roman positiv bemerkbar. Hier wird kein typisches dolce vita Italien-Klischee ausgebreitet, sondern authentisch wirkende, sympathische und unsympathische Figuren vorgestellt. Obwohl es sich um einen Regionalkrimi handelt, bleibt man glücklicherweise von seitenlangen Szenen verschont, in denen die Ermittler ausdauernd irgendwelche Spezialitäten kochen und essen, wie inzwischen schon inflationär in vielen (italienischen) Krimis. Die Handlung beginnt eher bedächtig, steigert sich aber zum Ende hin umso mehr. Und aus dem melancholischen Matteo wird ein waghalsiger Ermittler, dem aber sympathischerweise auch so mancher Fehler unterläuft. Und Matteo - obwohl Psychologe - muss seine Menschenkenntnis deutlich auf den Prüfstand stellen, da sich so manche Person ganz anders entpuppt, als sie auf den ersten Blick auf ihn gewirkt hat. Für Leute, die Cannobio kennen, ein absolutes Muss. Für alle, die atmosphärische Krimis mögen, unbedingt lesenswert. Gerne mehr von Matteo, Cannobio und dem Lago Maggiore!
Eine trügerische Idylle
von Martin Schult - 17.03.2016
Sehr gelungener Kriminalroman aus der wunderschönen Umgebung des Lago Maggiore. Matteo Basso hat sich aus dem Dienst der Mailänder Polizei verabschiedet und führt ein zufriedenes und zurückgezogenes Leben am Lago Maggiore. Er hat einen kleinen Metzgereiladen geerbt, den er nun mit Unterstützung einer guten Freundin namens Gisella weiterführt. Eines Tages wird das entspannte Leben durchkreuzt, die Leiche Gisellas wird im Lago Maggiore aufgefunden. Die Polizei geht von einem Badeunfall aus, was Matteo Basso aber nicht glauben kann. Gisella war eine sehr gute Schwimmerin, zudem hat sie kurz vor ihrem Tod versucht ihn telefonisch zu erreichen. Er beginnt nun auf eigene Faust mit den Recherchen und stößt dabei immer wieder auf neue Ungereimtheiten, die ihn vermuten lassen seine Freundin Gisella nicht wirklich gekannt zu haben... Bruno Varese hat mit Matteo Basso einen sehr interessanten Charakter in einer unglaublich schönen Umgebung geschaffen. Die sehr natürliche und abgeklärte Art des Hauptprotagonisten mit seinen Vorlieben für gutes Essen und Kultur geben dem Kriminal-roman einen zusätzlichen Flair. Zudem überzeugt das Buch mit detaillierten und ausführlichen Beschreibungen der Menschen vor Ort und ihrer Umgebung. Der Spannungsbogen wird zu Anfang aufgebaut und über die gesamte Länge des Romans aufrecht-gehalten, um dann in einem überraschenden und nachvollziehbaren Finale zu enden. Der Leser bekommt immer wieder die Gelegen heit eigene Rückschlüsse auf die Täterschaft zu ziehen, wird aber wahrscheinlich doch am Ende von der Auflösung überrascht. Für mich war Die Tote am Lago Maggiore ein typischer Krimi aus dem Hause KiWi, in deren Kriminalromanen immer viel Wert auf die regionalen Besonderheiten und Charaktere gelegt werden. Insgesamt hat mich der Kriminalroman von Bruno Varese sehr gut unterhalten und ich kann das Buch an Liebhaber spannender Literatur nur weiterempfehlen. Von mir erhält das Buch 4 von 5 Sternen.
Die Tote am Lago Maggiore
von raschke64 - 09.03.2016
Matteo Basso war Polizeipsychologe in Mailand und ist an den Lago Maggiore zurückgekehrt, um nach dem Tod der Eltern die Fleischerei zu übernehmen. So richtig Lust hat er dazu nicht. Er will mehr seine Ruhe haben und hält auch nichts vom Vorschlag seiner Freundin Gisella, beim Autorennen einen Stand aufzubauen. Doch dann ertrinkt Gisella. Die Polizei geht von einem Unfall aus, doch Matteo hat schnell Zweifel an dieser Version. Nach und nach gelingt es ihm, auch Kommissarin Zanetti von einem Mord zu überzeugen und so beginnen sie zu ermitteln... Mich hat das Buch über weite Strecken nicht überzeugt. Anfangs war es noch nett, die ausführlichen Beschreibungen über den See, die Natur und das italienische Essen zu lesen. Man fühlte sich eher in Urlaubsstimmung als in einem Krimi. Doch das Fortschreiten der Handlung verlief immer zäher und es gab so gut wie keine Spannung. Ich musste mich mehr und mehr zum Lesen zwingen und langweilte mich doch sehr. Oft war ich versucht, ganz abzubrechen. Erst im letzten Viertel entwickelt sich das Ganze besser und die Ereignisse überschlagen sich fast. Hier war es dann wieder zu viel. Aber für mich konnte das das Buch nicht mehr retten. Mit viel Wohlwollen kann ich gerade noch eine durchschnittliche Bewertung vergeben.
Die Tote am See
von Christine Adamski - 08.03.2016
Matteo kehrt seinem Beruf als Polizeipsychologe in Mailand den Rücken um eine Familientradition aufrecht zu halten. Er übernimmt die Fleischerei seines Vaters in einer Kleinstadt am titelgebenden Lago Maggiore. Leider ist er in seiner neuer Profession noch nicht ganz so erfolgreich, lieber frönt er am Ufer des Sees seinem Hobby und angelt. Er freut sich sehr als eine ehemalige Kollegin, Gisella, ihn besuchen will. Doch dann wird Gisellas Leiche am Ufer angeschwemmt und Matteo ist herausgefordert. Varese lässt in seinem Erstling den privat ermittelnden Matteo sich eher gemächlich und behutsam an den Fall herantasten. Er will auf eigene Faust "schnüffeln", da er der örtlichen Polizei nicht so recht vertraut und auch dort nicht richtig ernst genommen wird. Bald findet er auch die ersten Spuren. Aber allmählich erkennt auch Kommissarin Zanetti, dass es sich lohnen könnte mit Matteo zusammen zu arbeiten. Das Buch ist ein eher stiller, klassischer Krimi. Die Handlung schreitet langsam voran, es gibt keine größeren Spannungsbögen. Dafür ist für italienische Lebensart und die wunderschöne Landschaft am Lago Maggiore sehr viel Platz im Buch reserviert. Es gibt immer wieder Szenen, die den Leser schmunzeln lassen, aber leider nie mit fiebern. Ich kann mir vorstellen, dass manche Leser das Buch schlicht als langweilig bezeichnen werden, so weit möchte ich nicht gehen, aber ein bisschen mehr Krimihandlung, oder besser gesagt Krimispannung hätte nicht geschadet. Für mich blieb auch die Hauptfigur Matteo zu blass. Da hätte Varese vielleicht mehr auf die Entscheidung Matteos eingehen können, es blieb mir unklar, warum ein Mailänder Psychologe sich plötzlich zum Metzger berufen fühlt. Allein um eine Familientradition fortzuführen? Das Buch setzt das inzwischen erfolgreiche Genre der Krimis fort, deren Autoren ihre Kommissare oder Ermittler an touristisch besonders schöne Orte schicken und die allein durch die schönen Beschreibungen schon das Fernweh wecken. Wenn in diesem Fall noch etwas mehr Spannung dazu gekommen wäre, hätte ich das Buch sicher noch lieber gelesen. So waren es einige eher gemächlich-stille Lesestunden. Aber es ist ja ein Debüt, geben wir dem Autor ruhig noch eine zweite Chance. Eines ist aber besonders gelungen, das Cover und die Landkarten. So ist man sofort im Geschehen und fährt mit dem Buch die Küstenlinie des Sees ab.
von Diana E - 03.03.2016
Bruno Varese - Die Tote am Lago Maggiore Mitten in der Nacht versucht versucht Giselle Tonetti ihren guten Freund und Chef Matteo Basso telefonisch zu erreichen, doch dieser sieht erst am nächsten Morgen, dass sie angerufen hat. Was wollte Giselle von ihm und warum kommt sie nicht zur Arbeit? Doch nur wenige Stunden später hat der ehemalige Polizeipsychologe aus Mailand Matteo seine Antwort: Giselle wird tot aufgefunden, die Behörden meinen, es sei ein Unfall. Doch Matteo kann und will sich nicht damit abfinden und hat auch schnell einen Verdächtigen. Doch dieser stirbt ebenfalls bei einem Unfall. Matteo ermittelt auf eigene Faust, obwohl die Komissarin Zanetti ihn dabei unterstützt, gerät er selbst sehr schnell ins Visier des Täters und erlebt einige Überraschungen. Der Roman ist flüssig, bedrückend, trotzdem locker, temporeich und fesselnd geschrieben und hat mich von Anfang an gefangen genommen. Ich konnte mich gut in die Geschichte einlesen und hatte das Gefühl direkt im Geschehen zu stehen. Der Spannungsbogen wurde überwiegend im gesamten Buch aufrecht erhalten. Die Handlung ist zwar detailreich, dennoch erschlägt sie nicht mit weitschweifenden Beschreibungen. Ich konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt von Matteo reinversetzen, der mir sehr sympathisch und gut ausgearbeitet erschien. Er hat noch mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen und beendet deswegen seinen Dienst als Polizeipsychologe in Mailand. Er übernimmt die Fleischerei von seinen Eltern. Hilfe bekommt er dabei von Giselle, die zu einer Freundin wird, bevor sie zu Tode kommt. Komissarin Zanetti ist ebenfalls ein sehr sympathischer Charakter, sie kennt Matteo zwar nicht persönlich, aber ihr Vater, der ebenfalls bei der Polizei war, hatte Matteo sein Leben zu verdanken. Immer wieder unterstützt sie Matteo bei den Ermittlungen oder hilft ihm aus brenzligen Situationen. Auch die weiteren Charaktere waren mir je nach Rollenverteilung sympathisch/unsympathisch, gut ausgearbeitet und haben die Geschichte gut abgerundet. Die Örtlichkeiten und das Geschehen rundherum sind gut beschrieben, was mich noch besser in die Geschichte hinein finden ließ. Dieses Buch bereitete mir Freude beim Lesen. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir zwar etwas anderes vorgestellt, aber ich war überrascht, dass mir das Buch so gut gefiel und es hat meine Erwartungen übertroffen. Die eine oder andere Passage hätte etwas weniger ausgeschmückt werden können, trotz allem hat mir das Buch gut gefallen. Der Autor verbindet am Ende des Buches alle Handlungsstränge und nur wenige Fragen unbeantwortet. Eine Fortsetzung mit Matteo Basso kann ich mir gut vorstellen. Ein Roman, der die Langeweile vertreibt und ein paar schöne Lesestunden garantiert. Das Cover ist leider gar nicht mein Geschmack, passt jedoch hervorragend zum Titel und zur Handlung des Buches. Der idyllische Ausblick aufs Meer macht zwar Freude, ist aber meines Erachtens zu unspektakulär für dieses Buch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.
Spannender Krimi mit viel italienischem Flair
von Badeamsel - 01.03.2016
Die Tote am Lago Maggiore erscheint im Februar 2016 im KiWi-Verlag als Taschenbuch, es kostet 9,99 Euro. Für den Autor Bruno Varese ist es der erste Kriminalroman, er wohnt in der Gegend des Lago Maggiore. Das Cover des Buches zeigt den Blick von einer Terrasse auf den Lago Maggiore, ich würde gern selbst von dort aus auf den See schauen. Besonders gut gefallen mir auch die Innenseiten, sowohl vorn als auch hinten sind Karten von der Gegend des Lago Maggiore zu sehen. So kann sich auch ein Ortsunkundiger besser vorstellen, wo ein Großteil der Handlung stattfindet. Zum Buch: Matteo Basso war Polizeipsychologe in Mailand, hat den Job dort aber an den Nagel gehängt und ist in seine Heimat nach Cannobio am Lago Maggiore zurückgekehrt, um dort die Macelleria (Metzgerei) seines verstorbenen Vaters weiterzuführen. Das Fleischerhandwerk hat er schon in jungen Jahren von seinem Vater gelernt. Seine Probleme hat er allerdings mit der Herstellung schmackhafter Salsiccia, die kriegt er einfach nicht hin. Dabei unterstützt ihn Gisella Tonetti, seine Angestellte und (platonische) Freundin. Diese wird eines Morgens tot im Wasser aufgefunden - ertrunken. Doch warum wollte sie ihren Chef mitten in der Nacht vor ihrem Tod telefonisch erreichen? Außerdem war Gisella eine ausgezeichnete, erfahrene Schwimmerin. Matteo Basso zweifelt daran, dass Gisellas Tod nur ein tragischer Unglücksfall sein soll. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und findet schon bald heraus, dass Gisella ein Restaurant eröffnen wollte und bereits ein Gebäude gekauft und fleißig renoviert hat. Doch woher stammen die 50 000 Euro, die Matteo in Gisellas Wohnung findet? Matteo hält Franco Maldini, den Mann für den Gisella an ihrem letzten Abend gearbeitet hat, für verdächtig und spioniert dem Mann nach. Er wird aber beim Schnüffeln in dessen Haus erwischt und von der Polizei in Gewahrsam genommen. Außerdem erhält Matteo einen Droh-Anruf, er soll dem mysteriösen Anrufer das geben, was er will . Kommissarin Zanetti ist die Einzige, die nicht an einen Unglücksfall glaubt, sie und Matteo unterstützen sich gegenseitig bei Spurensuche und Ermittlungen. Mehr von diesem Buch verrate ich nicht, um dem Buch nicht die Spannung zu nehmen. Meine Meinung: Das Buch ist ein eher ruhiger Krimi, in dem erfreulicherweise kein Blut fließt. Der Autor schafft es von der ersten Seite weg, den Leser ins Geschehen einzubinden, es wird bis zum Schluss auf keiner Seite langweilig. Die Charaktere sind ganz toll beschrieben, besonders die drei Alten aus der Autowerkstatt hatten es mir angetan (besonders gelacht habe ich, als sie sich um Matteos Macelleria kümmern...). Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, es gibt viele Spuren und Verdächtige, auf den tatsächlichen Täter hätte ich nie im Leben getippt. Sehr stimmiges Buch, allein das Vorleben Matteos und die Frage warum er in seine Heimat zurückkehrt, wird nicht beantwortet. Das ist allerdings auch nicht wichtig für das Buch und bietet Raum für weitere Fälle und Geschichten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich würde auch gern eine Fortsetzung lesen. 5 Sterne und mein Tipp: LESEN !!
Von Mailand bis an den Lago Maggiore: Start einer neuen Krimireihe
von Inge Weis - 18.02.2016
Literarischer Kurztrip an den sonnigen Lago Maggiore der blendend unterhält, jedoch eher Lesern zu empfehlen ist, die sich auch an der Schönheit der Sprache erfreuen und von der Erzählung treiben lassen können. Echter italienischer, kurzweiliger und kulinarischer Krimi. Pflichtlektüre für Krimifans - nicht nur im Reisegepäck! Locker zu lesen und doch mit Fakten, die zu denken geben. Ich wette ein verregneter Sonntag vergeht wie im Flug. Matteo Basso, ehemalige Mailänder Polizeipsychologe, Liebhaber von Opern und Oldtimern, will am malerischen Ufer des Lago Maggiore zur Ruhe kommen und endlich lernen, schmackhafte Salsiccia zu machen, die ihm leider noch regelmäßig misslingen. Doch als seine Freundin Gisella tot aufgefunden wird und sich die Hinweise häufen, daß es kein Unfall war ermittelt er, obwohl er seinen Job an den Nagel gehängt hat, auf eigene Faust und gerät bald selbst in Gefahr...Was zunächst aussieht wie ein verhängnisvolles Unglück am traumhaft schönen Lago Maggiore, entwickelt sich zu einem komplizierten Fall, aber Matteo glaubt nicht an einen Unfall, denn Gisella war eine exzellente Schwimmerin. So einfach fängt es an, aber das, was der Autor daraus macht ist vom Feinsten. Charmant, spannend, clever und mit leisem Humor. Der Start einer neuen Krimireihe, der erste Fall für Matteo Basso erfüllt alles, was man von ihm erwartet, ein äußerst gelungenes kriminelles Kleinkunstwerk. Blauer Himmel, klares Meer, idyllische Buchten von Mailand bis an den Lago Maggiore - und trotzdem Gänsehaut! Bruno Varese versteht es wie kein anderer, die Landschaften anderer Länder nachzuzeichnen und mit düsterer Krimispannung zu erfüllen. Die Auflösung des Falles selbst gestaltet sich frappierend und spitzfindig, dabei wie selbstverständlich einleuchtend. Sympathische Figuren, lebendige Beschreibungen und eine spannende Handlung machen diesen Krimi zur idealen Lektüre - im Urlaub ebenso wie zuhause, in Italien genau wie anderswo! Gott sei Dank gibt es noch Krimis, dessen in seinem Temperament und in seinen Macken kaum zu bremsender Hauptakteur die Erwartungen der Leser weiterhin voll und ganz erfüllt. Varese erzählt mit Hochspannung und in einer schönen Sprache, sympathisches ungleiches Ermittlerduo, toller Roman: Wie ein Tatort zum Lesen.. Vareses Hauptfigur, Matteo Basso, gilt als Inbegriff italienischer Lebensart und einfallsreicher Kriminalistik. Ein kleiner feiner Krimi der gekonnt italienisches Flair verbreitet.
Matteo muss noch mal ran
von leseratte1310 - 07.02.2016
Matteo Basso hat eine eigenwillige Laufbahn. Zunächst arbeitete er als Polizeipsychologe, nun führt er die elterliche Macelleria (Fleischerei) in Cannobio. Unterstützt wird er von Gisella. Hier möchte er die Ruhe genießen. Doch das geplante Oldtimer-Rennen verpricht alles andere als Ruhe. Gisella hat ihn überredet, seine Salsicca-Würste neben der Rennstrecke zu verkaufen. Er hat sich überreden lassen unter der Bedingung, dass ihm Gisella hilft. Doch sie erscheint nicht und schon bald wird auch bekannt warum. Sie wird tot aufgefunden. Die Polizei interessiert nicht, dass Giselle eine gute Schwimmerin war, es wird von einem Unfall ausgegangen. Doch Matteo sieht das anders. Er macht sich nochmal an die Klärung eines Falles. Das italienische Flair kommt in diesem Buch sehr gut zur Geltung. Die Beschreibung der Gegend rund um den Lago Maggiore bringt einen direkt in Urlaubsstimmung. Die Charaktere sind gut und authentisch geschildert. Matteo ist ein sympathischer Typ. Warum er seinen Job als Polizeipsychologe in Mailand aufgegeben hat, erfahren wir nicht. Er pflegt seine kleinen Marotten, wie das morgendliche Angeln. Das Rauchen und seinen fahrbaren Untersatz, seine Diva", mag er nicht aufgeben. Auch Kommissarin Nina Zanetti gefällt mir gut, aber am tollsten finde ich Matteos alte Freunde, die immer zur Stelle sind, wenn man sie braucht. Beppo, Luigi und Flavio von der Autowerkstatt können auch Macelleria. Sie brachten viel Humor in die Geschichte. Trotzdem gibt es auch ernste Töne, den auch das aktuelle Flüchtlingsthema wird angeschnitten. Es bleibt nicht bei dem einen Todesfall und trotzdem ist es ein eher ruhiger Krimi, bei dem die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Trotzdem ist die Geschichte spannend und immer neue Wendungen sorgen dafür, dass das so bleibt und sich zum Schluss sogar noch steigert. Ein toller Krimi mit besonderer Atmosphäre.
Italienische Ermittlungen vor traumhafter Kulisse
von Alexandra Baunach - 05.02.2016
Fesselnder Auftakt zu einer hoffentlich neuen Krimiserie rund um den Ermittler Matteo Basso. Matteo Basso war Polizeipsychologe und hat nach dem Tod seiner Eltern deren Macelleria am Lago Maggiore übernommen. Erst stirbt Gisella, die ihm in der Fleischerei geholfen hat, bei einem mysteriösen Badeunfall, dann gerät er selbst bei einem Oldtimer-Rennen in Gefahr. Nun glaubt auch die ermittelnde Kommissarin Zanetti, dass die alles keine Zufälle sind und beide beginnen gemeinsam zu ermitteln. In diesem Krimi lernt man die Hauptfigur Matteo Basso sehr gut kennen und der Autor gewährt viele Einblicke in das Leben des Ermittlers. Ihm ist gutes Essen genauso wichtig wie seine Freunde und die Landschaft rund um den Lago Maggiore. Aber auch als er mit den Ermittlungen rund um den Tod von seiner Freundin Gisella beginnt, kommt die Beschreibung der Hauptfigur nicht zu kurz. Das Cover macht auch direkt Lust auf Urlaub am Lago Maggiore und passt auch gut zu diesem Krimi, der nicht mit zu großer Brutalität geschrieben ist. Bruno Varese hat einen schönen, nicht allzu brutalen Krimi, mit ausreichend Spannung geschrieben, der sich flüssig lesen lässt und mich auf weitere Fälle rund um den traumhaften Lago Maggiore mit dem Ermittler Matteo Basso hoffen lässt.
Die Tote am Lago Maggiore
von Philo - 21.01.2016
Ein schönes und zum Inhalt des Buches passendes Cover sowie die Kurzbeschreibung vermitteln den Eindruck eines spannenden Krimis. Die dem Cover entsprechende Landschaftsbeschreibung läßt Urlaubsstimmung aufkommen. Dieser Teil des Buches ist dem Autor gelungen. Dem eigentlichen Kriminalfall fehlt meiner Meinung nach jedoch die Spannung. Die Leser erfahren viel über den Protagonisten Matteo Basso, der seinen Dienst als Polizeipsychologe in Mailand quittiert hat und in sein Heimatdorf zurückgekehrt ist. Hier will er die Metzgerei seines verstorbenen Vaters weiterführen. Weshalb er Mailand verlassen hat, wird nicht erzählt, doch hängt dies wohl mit einer gewissen Teresa zusammen. In Cannobio lernt er Gisella kennen, die ihm mit ihren Kochkünsten in der Macelleria hilft und mit der ihn eine tiefe Freundschaft verbindet. Eines Tages wird Gisella am Ufer des Sees tot aufgefunden. Die Polizei glaubt an einen Unfall, aber Matteo will durch eigene Ermittlungen seine Theorie von einem Mordfall beweisen. Viele Personen werden mit Gisella in Verbindung gebracht, doch es zeichnet sich keine Spur ab und als Leser tappt man im Dunklen und erkennt kein Mordmotiv. Die Erzählung zieht sich so dahin mit vielen Beschreibungen der Landschaft und der Wetterlage. Erst zum Schluß nimmt der Krimi dann etwas Fahrt auf und Matteo gerät selbst noch in Gefahr. Den unerwarteten Täter konnte man als Leser ncht auf der Rechnung haben, weil er nicht in den Focus des Geschehens gerückt war. Daß Matteo und die junge Kommissarin Zanetti offensichtlich Gefallen aneinander gefunden haben, läßt eine Fortsetzung erwarten. Matteo selbst ist ein sympathischer Zeitgenosse, von dem ich gerne noch etwas mehr lesen würde. Dem Autor fällt hierzu eine hoffentlich echt spannende Fortsetzung ein.
Matteo Basso und die Tote am See
von claudi-1963 - 19.01.2016
Matteo Basso der seinen Beruf als Polizeipsychologe an den Nagel gehängt hat und jetzt die Macelleria (Fleischerei) seines Vaters in Cannobia am Lago Maggiore übernommen hat. Dort hilft im Gisella Tonetti z. B. beim Herstellen von Salsiccia einer besonderen ital. Wurstspezialität. Doch eines morgens kommt Gisella nicht zur Arbeit und als man später dann die Leiche einer toten Frau am See findet verdichtet es sich schnell das Gisella die Tote ist. Die Polizei geht von einem Unfall aus, aber Matteo weiß das Gisella eine gute Schwimmerin war und er vermutet das sie ermordet wurde. Als er später auch noch einen Anruf von Gisella auf seiner Mailbox findet bestätigt das seinen Verdacht. Und so ermittelt er und muss noch nebenher in der Fleischerei arbeiten, wie gut das er Freunde hat die er im Notfall rufen kann. Immer mehr stellt er fest wie wenig er von Gisella gewußt hatte, nach dem er heraus findet das sie ein Restaurant eröffnen wollte. Der erste Verdächtige ist schnell gefunden, Franco Maldini für den Gisella ab und zu gearbeitet hatte. Aber da passiert ein Unfall bei einer Rallye und ausgerechnet Maldini ist das Opfer. Aber auch Kommissarin Zanetti glaubt inzwischen an keinen Unfall mehr und so ermitteln beide um den Mörder von Gisella zu finden. Und so wird dieses Suche Matteo Basso manchesmal an seinen Grenzen bringen. Meine Meinung: Wo mich die Leseprobe noch gut unterhielt, wurde dieser Krimi zusehends immer ruhiger und langweiliger. Klar hat er Autor schöne Beschreibungen von der Gegend um den Lago Maggiore und er wirft auch ordentlich mit vielen Ortsnamen um sich. Aber die große Spannung kam nur sehr spärlich auf und am Ende wurde es dann auch noch sehr verworen bis der Mörder entlarvt wird. Manchmal hatte ich das Gefühl ich lese einen seichten Roman aber keinen Krimi, das fand ich sehr schade. Den es ist der zweite ital. Krimi der mich enttäuschte, dachte ich doch immer die Italiener hätten mehr drauf. Leider kam mir dann die Frage zu kurz warum er seinen Beruf aufgegeben hat, aber wahrscheinlich kommt das im nächsten Buch. Das Cover gefällt mir sehr gut, zeigt es doch einen Blich auf den Lago Maggiore. Ich hoffe das Matteo Basss nächsten Fall etwas mehr Spannung verspricht. Von mir leider dieses Mal nur 3 von 5 Sternen.
Ein gemütlicher Italokrimi
von Jennifer Hempel - 19.01.2016
INHALT Der ehemalige Mailänder Polizeipsychologe Matteo Basso kehrt in seine Heimat zurück. Im kleinen Örtchen Cannobio, direkt am Lago Maggiore, wagt er einen Neustart als Metzger in der elterlichen Macelleria (Fleischerei). Kurz darauf wird Matteos Kollegin Gisella tot im See gefunden. Der 43-Jährige glaubt nicht an einen Badeunfall und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren, was der lokalen Polizei nicht verborgen bleibt. MEINUNG Bruno Vareses Erstling konnte mich durch seine ruhige Grundstimmung und seinen ungemein gescheit agierenden Ermittler überzeugen. Ich bin kein großer Krimifan, vor allem wenn es sehr blutig und brutal zugeht, möchte ich das Buch nur zuschlagen. Vareses Krimi hebt sich deutlich von der Masse an Gewalt-Geschichten ab. Im Stile von Donna Leona Commissario Brunetti setzt der Autor auf einen feinsinnigen und logisch vorgehenden Detektiv. Was sollte man bei einem Ex-Psychologen wie Matteo Basso auch erwarten? Mir hat der kettenrauchende Gourmet und Hobbyangler mit seiner bedächtigen, schon väterlichen Art sehr gefallen. Nur das Fleischerberuf scheint so gar nicht zu ihm zu passen, da er nicht mal die landestypischen Salsiccias schmackhaft zubereiten kann. Aber dies sei ihm verziehen, denn aufgrund seiner Ermittlertätigkeit hat er nicht viel Zeit, Wurst & Co herzustellen. Der Tod der quirligen Gisella und die folgenden Anschläge bzw. Morde machen ihn stutzig. Gibt es einen Zusammenhang? Seite für Seite taucht der Leser tiefer in die regionalen Verstrickungen und Familiengeschichten ein. Diese tröpfenweise Fütterung mit Information lässt die Spannung nie abflauen. Besonders das Ende konnte mich mitreißen, weil es einige Überraschungen bereithält und man als Leser einfach erkennen muss, dass voreilige Verdächtigungen nicht immer der Wahrheit entsprechen. Den Schauplatz der Handlung, der Lago Maggiore und seine Umgebung, hat der Autor atmosphärisch, d.h. realitätsnah, sehr schön eingefangen. Ohne Umschweife konnte sich der Leser sofort nach Cannobio wähnen. Auch das italienische Lebensgefühl bzw. die italienische Lebenswelt kam nicht zu kurz. Hierbei konnten mich vor allem die kulinarischen Sequenzen und Naturbeschreibungen überzeugen. Abgesehen von den alles und jedem überstrahlenden Charakter Matteo gab es noch einige mit großer Detailliebe angelegte Figuren, wie z.B. Kommissarin oder die drei Männer von der Werkstatt, die perfekt in den Plot integriert wurden und mich zum Schmunzeln brachten. An den flüssigen, charmanten und mit italienischen Vokabeln versetzen Sprachstil habe ich mich schnell gewöhnt. Ich mag es sehr, wenn Fragmente aus der Landessprache mit einfließen, weil dies der Story das nötige Lokalkolorit verleiht. Die 300 Buchseiten schmeichelten dem Leserauge sehr, so dass das Buch schnell ausgelesen war. Ich kann nur hoffen, dass dies nicht Matteo Bassos letzter Fall gewesen ist. Denn mir hat der Krimi ausgesprochen gut gefallen. Das Cover hat meine Urlaubslust geweckt. Die gesamte Atmosphäre strahlt Ruhe und viel italienisches Flair aus und erinnert damit keinesfalls an einen Krimi. Mein Lieblingszitat (S. 12): Wer Seelen sezieren kann, der wird es doch mit ein paar Kalberhälften aufnehmen können. FAZIT Ein ruhiger Krimi, bei dem man sehr gut in die italienische Lebenswelt eintauchen kann und von Reiselust gepackt wird.
4,5 Sterne für einen gemächlichen Start und ein super Finale
von Elke Seifried - 18.01.2016
Bruno Varese hat mit die "Tote am Lago Maggiore" ein wirklich vielversprechendes Debüt vorgelegt und ich freue mich schon jetzt auf mehr aus seiner Feder. Polizeipsychologe Matteo, hat warum auch immer seinen Job in Mailand an den Nagel gehängt und führt jetzt in seinem Heimatort Cannobio die Macelleria (Fleischerei) seiner verstorbenen Eltern weiter. Bei seiner Arbeit geht ihm Gisella zur Hand, die ihm bereits zur Vertrauten geworden ist. Für den kommenden Tag ist ein Oltimerrennen geplant und Gisella soll ihm bei der Herstellung der Salsicca (Würste) helfen, erscheint jedoch nicht. Kann sie auch gar nicht, denn sie wird wenig später tot aufgefunden. Die Polizei geht von einem Badeunfall aus, für Matteo steht aber fest, dass sich die geübte Schwimmerin nie selbst in Gefahr begeben hätte. Hier muss jemand nachgeholfen haben. Warum nur hat er ihren nächtlichen Anruf überhört, bei dem sie ihn um Hilfe bittet? Matteo, der sich eigentlich geschworen hat nicht mehr im Leben anderer herumzustochern, wirft der Gisellas Tod aus der Bahn und er beginnt zu ermitteln. "Die Tote am Lago Maggiore" ist ein Krimi der ruhigeren Art, zumindest was den Anfang betrifft. Die Personen und die Gegend rund um den Lago Maggiore werden langsam eingeführt. Man bekommt traumhafte Kulissen beschrieben, kann sich richtig in die Gegend träumen und bekommt das Gefühl die Bewohner dieses kleinen Dorfes selbst zu kennen. Matteos Ermittlungen gehen gemächlich voran und man hat fast das Gefühl, dass er nicht immer die besten Methoden wählt. Geheimnisse um Gisella und auch um Matteos Vorgeschichte sorgen für etwas Spannung. Wäre das Buch nach knapp 200 Seiten zu Ende gewesen, hätte es mir deutlich an Spannung gefehlt, auch wenn Gisella nicht die einzige Tote bleibt. Aber dann legt der Autor dermaßen an Spannung zu, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Richtig beeindruckt hat mich auch welche genial ausgedachte Wendungen und Überraschungen der Autor bereit hatte. Zugeklappt habe ich diesen Krimi mit einem WOW Gefühl. Die Charaktere sind wirklich aussagekräftig dargestellt und toll ausgewählt. Matteo war mir von Anfang an sympathisch. Der besondere Mann mit dem großen Geheimnis darum, was in Mailand vorgefallen ist, lebt recht zurückgezogen. Sein morgendliches Angelritual ist ihm extrem wichtig, ebenso wie seine traditionelle Tabakmarke Futura. Sein Oldtimer lässt ihn immer wieder im Stich, trotzdem liebt er seine Diva, wie er den alten Dacia nennt. Erwähnen möchte ich noch seine Nussallergie, die ihm noch so manchen ganz besonderen Dienst tut. Richtig gut hat mir auch Kommissarin Nina Zanetti gefallen. Bei ihr hatte ich manchmal den Eindruck sie kann in Matteo blicken, außerdem hat sie für viele witzige Dialoge gesorgt. Mit Beppo, Luigi und Flavio von der Oldtimerwerkstatt, haben sich Drei gefunden, die Matteo nicht nur bei seinem Dacia wertvolle Hilfe leisten. Dino mit seiner Osteria ist eigentlich bekannt dafür, dass er ein echtes Händchen für schlechte Köche hat, aber bei Ibrahim hat er endlich einen Glücksgriff getan. Mir hat wirklich sehr gut gefallen, dass ein Lampedusa Flüchtling eine Rolle spielen darf und sein Schicksal hat mich auch wirklich betroffen gemacht. Ich könnte noch ein Weilchen weiter aufzählen, aber kurz auch alle anderen Nebendarsteller sind toll gezeichnet. Das Regionalkolorit ist hier wirklich ein kleines Highlight. Man bekommt traumhafte Landschaftsbeschreibungen. Besonders gut finde ich den tollen Blick auf die einheimische Bevölkerung, auch in den Bergen rund um den Lago. Kulinarische Genüsse gehören ebenso dazu und ab und an ist mir wirklich das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Gut hat mir auch gefallen, dass ich immer wieder schmunzeln durfte. Die Dialoge zwischen Matteo und Nina sind köstlich, gerne hätte ich davon noch etwas mehr gehabt. Auch Matteo hat mich oft zum Schmunzeln gebracht mit seinen Gedanken. So ist er z.B. froh, dass ihn der liebe Gott nicht mit Reichtum ausgestattet hat, als er mörderische Schuhe in den Auslagen der Mailänder Modegeschäfte entdeckt. Normal bewerte ich das Cover und Buchgestaltung nicht. Hier muss ich aber sehr lobend die Umschlaginnenseiten erwähnen. Man bekommt nämlich farbige Karten der Gegend geliefert, auf denen alle Orte, die auch im Krimi vorkommen, eingetragen sind, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Alles in allem ein wirklich tolles Debüt, das von mir wegen dem doch sehr gemächlichen Anfang 4,5 Sterne bekommt, die aber wegen des tollen Finales zu 5 aufrunde.
Stimmungsvoll geschriebener Krimi vor traumhafter Kulisse
von sommerlese - 11.01.2016
Der Autor führt den Leser in die traumhafte italienische Gegend am Lago Maggiore und in seinen ausführlichen Beschreibungen fängt er das landschaftliche Umfeld in seinem Krimi sehr stimmungsvoll ein. Man ist als Leser von Anfang an in das Geschehen eingebunden und erlebt die vielfältige Atmosphäre wunderbar mit. Das typische Dolce Vita erlebt man bei den Ausflügen in die Welt der Oper, mit den noblen gediegenen Oldtimern der Reichen der Gegend oder in den Restaurants mit ihrer schmackhaften italienischen Küche. Es ist wie ein richtiger Urlaub in dieser traumhaft schönen Ecke am Lago Maggiore, der vor dem geistigen Auge des Lesers abläuft. Die Krimihandlung ist unblutig, sehr ruhig und lebt in erster Linie von den Ermittlungen und den vielseitigen Charakteren. Diese sind durch die Bank weg alle interessant und vielschichtig beschrieben. Matteos alte Freunde, die mit Enthusiasmus eine Autowerkstatt betreiben und auch in der Schlachterei aushelfen können, haben mir besonders gut gefallen. Ihre Aktionen brachten Humor mit ins Buch. Der Mordfall entwickelt sich ganz allmählich zu einer echten Mordserie und gewinnt langsam an Spannung. Der Fall ist interessant aufgebaut und der Täter ist bei den vielen Spuren und Verdächtigen nicht offensichtlich zu entdecken. Matteo deckt schliesslich skrupellose Machenschaften auf. Matteos wahrer Grund für seinen Wegzug von Mailand wird nicht genauer erklärt, das bietet also noch Potential für einen weiteren Fall dieses psychologisch geschulten Schlachters. Dieser stimmungsvolle Krimi besticht durch seine landschaftlichen Schönheiten, das Dolce Vita und tolle Charaktere. Mit dem Kartenmaterial kann man die Gegend selbst erkunden und den Krimiermittlungen örtlich folgen.
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