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David Copperfield als Taschenbuch
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David Copperfield

Roman. Mit e. Essay v. W. Somerset Maugham.
Taschenbuch
Die Geschichte der Kindheit und Jugend des David Copperfield: Schon früh ein Waisenkind, erfährt er bald die Härten des Lebens und muß schon als Zehnjähriger in einer Fabrik schuften. Mit Intelligenz, Sensibilität und der Hilfe von guten Menschen gel … weiterlesen
Taschenbuch

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David Copperfield als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: David Copperfield
Autor/en: Charles Dickens

ISBN: 3257210345
EAN: 9783257210347
Roman. Mit e. Essay v. W. Somerset Maugham.
Übersetzt von Gustav Meyrink
Diogenes Verlag AG

1. Januar 1982 - kartoniert - 816 Seiten

Beschreibung

Die Geschichte der Kindheit und Jugend des David Copperfield: Schon früh ein Waisenkind, erfährt er bald die Härten des Lebens und muß schon als Zehnjähriger in einer Fabrik schuften. Mit Intelligenz, Sensibilität und der Hilfe von guten Menschen gelingt es David jedoch, sich einen Platz in der Gesellschaft zu erringen.

Portrait

Projekt der University of California, deckt alles über und um Dickens ab. Die Page ist kultig, perfekt und schön gestaltet. In englischer Sprache.

Umfangreiche, einfach gestaltete Page mit vielen Links. In englischer Sprache.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 07.05.2002

Ausgeliefert - im Guten wie im Bösen

1979 hatte die britische Gruppe "Pink Floyd" mit ihrem Slogan "We don't need no education" aus "The Wall" den Nerv einer Generation getroffen, die der Prüfungen müde war. Einige Jahre später landete die deutsche Gruppe "Extrabreit" einen Hit mit "Hurra, hurra, die Schule brennt", einem Lied, das vorzugsweise bei Abiturfeiern gespielt wurde, als es für die Rebellion also längst zu spät war. Aus der Begeisterung für die Liedtexte mag man dennoch ablesen, daß das seit Generationen festgefügte Autoritätsverhältnis zwischen Lehrern und Schülern ins Wanken geriet.

Ein weiteres Beispiel dafür, daß die Lehrer sich inzwischen um die Macht der Schüler sorgen, liefert der Fall jenes elfjährigen Mädchens in den Vereinigten Staaten, das in der letzten Woche von der Schule suspendiert wurde. Es hatte ein Bild seiner Lehrerin auf die Rückseite eines Vokabeltests gezeichnet. Der Test war mit einer schlechten Note bewertet worden; auf der Zeichnung war der Kopf der Lehrerin von einem Pfeil durchbohrt. Die Behörden interpretierten das Bild als Morddrohung; die Schülerin muß einstweilen zu Hause bleiben. Zu den beliebtesten Zeichenmotiven einer ganz gewöhnlichen Schulzeit in den achtziger Jahren gehörten neben dem "Haus vom Nikolaus" auch das eines Menschen am Galgen, einsam baumelnd. Es zielte nicht etwa auf Lehrer, denen man ein solches Schicksal buchstäblich an den Hals wünschte - solche Kritzeleien drückten vielmehr das Ohnmachtsgefühl der Schüler gegenüber einer Institution aus, die sie ihrem Schicksal oft gnadenlos zu überlassen schien.

Dieses Ohnmachtsgefühl der Schüler gegenüber den Lehrern ist so alt wie die Schule selbst. Es ist ein zentrales Thema in Charles Dickens' autobiographisch gefärbtem Roman "David Copperfield" von 1849/50. Kein Leser wird je vergessen können, wie David und seine Mitschüler in Salem House unter Mr. Creakle und dessen spanischem Rohrstock zu leiden haben. Dabei sind Creakles Schläge keineswegs eine Strafe, wie sie nur Aufmüpfige oder Unaufmerksame auf sich ziehen, sondern sie gelten der ganzen Klasse, die "weinte und sich vor Schmerzen krümmte, ehe das Tagwerk begann". Bei Dickens reagieren die Schüler auf die Brutalität des Lehrers mit einer Unterwürfigkeit, vor der es David selbst ekelt: "Mr. Creakle reißt einen Witz, ehe er prügelt, und wir elenden, kleinen Hunde lachen darüber, mit aschfahlen Gesichtern und Herzen, die uns in die Hosen gefallen sind." Die Schüler in Salem House, so folgert der Erzähler, "wurden viel zu sehr gepeinigt und herumgestoßen, um etwas lernen zu können".

Durch seine empfindsame Beobachtungsgabe lernt David Copperfield dort aber doch allerhand; die Erfahrung der seelischen Grausamkeit in Salem House macht ihn wach für die Schwächen und Stärken seiner Mitschüler und fördert Eigenschaften wie Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Solidarität. Glücklicherweise erfährt David aber auch, daß es an Schulen keineswegs nicht so zugehen muß wie in Salem House, als er nämlich an die "vortreffliche" Schule des Dr. Strong in Canterbury kommt. In Dr. Strong findet David erstmals einen Lehrer, zu dem er aufsehen kann und der ihm ein Vorbild ist. An dieser Schule gelten andere Grundsätze: "In allen Dingen appellierte man an das Ehrgefühl und den guten Willen der Knaben und rechnete so lange mit dem Vorhandensein solcher Eigenschaften, als sich nicht direkt das Gegenteil herausstellte. Und das wirkte Wunder." An dieser Schule hängen die Jungen "mit warmer Liebe" und tun alles, um ihren guten Ruf aufrechtzuerhalten. Dennoch zweifelt Dickens in seinem "David Copperfield" eines niemals an: daß die Schüler der Schule, also den Lehrern, ausgeliefert sind - im Guten wie im Bösen. Sie haben keine Möglichkeit, sich zu wehren. Dieses Ungleichgewicht hat sich verlagert. Heute sind es häufig die Lehrer, die Angst vor ihren Schülern haben, wie der Fall des suspendierten Mädchens in den Vereinigten Staaten zeigt.

FELICITAS VON LOVENBERG

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