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Preisverleihung

Roman. 'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
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Günter de Bruyn legt in der 'Preisverleihung' mit gewohnt elegant lakonischer Sprache und Ironie einen reizvollen und immer unterhaltenden Roman über den Kulturbetrieb der ehemaligen DDR vor - ein Roman, des Autors der erfolgreichen Autobiographie 'Z … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Preisverleihung
Autor/en: Günter de Bruyn

ISBN: 3596116600
EAN: 9783596116607
Roman.
'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
FISCHER Taschenbuch

1. Mai 1993 - kartoniert - 139 Seiten

Beschreibung

Günter de Bruyn legt in der 'Preisverleihung' mit gewohnt elegant lakonischer Sprache und Ironie einen reizvollen und immer unterhaltenden Roman über den Kulturbetrieb der ehemaligen DDR vor - ein Roman, des Autors der erfolgreichen Autobiographie 'Zwischenstation' (S. Fischer), der zu den amüsanteren Stücken deutschsprachiger Gegenwartsliteratur gehört. Die Hauptfiguren in dieser turbulenten Dreiecksgeschichte sind Dr. Teo Overbeck, Literaturwissenschaftler, dessen Frau Irene und deren gemeinsamer Schriftstellerfreund Paul Schuster - Irenes ehemaliger Geliebter. Die Geschichte wird um so vertrackter, als dieser sich in die siebzehnjährige Tochter der Overbecks verliebt, deren wirklicher Vater er selber ist. Anlaß für ihr Wiederbegegnen ist eine Preisverleihung. Teo Overbeck soll die Laudatio des Buches halten, das Schuster bereits vor achtzehn Jahren geschrieben, aber aufgrund von Overbecks übermächtigen Einfluß immer wieder umgeschrieben hat. Nur: den Glauben an das Buch - und damit den Glauben an einen Literaturbetrieb, "dem Grenzen jeglicher Art mehr bedeuten als die Pflichten des Autors, ihrer zu spotten" -, diesen Glauben hat Teo Overbeck inzwischen verloren.

Besprechung

Günter de Bruyn legt in der Preisverleihung mit gewohnt elegant lakonischer Sprache und Ironie einen reizvollen und immer unterhaltenden Roman über den Kulturbetrieb der ehemaligen DDR vor - ein Roman, des Autors der erfolgreichen Autobiographie Zwischenbilanz (S. Fischer), der zu den amüsanteren Stücken deutschsprachiger Gegenwartsliteratur gehört.

Die Hauptfiguren in dieser turbulenten Dreiecksgeschichte sind Dr. Teo Overbeck, Literaturwissenschaftler, dessen Frau Irene und deren gemeinsamer Schriftstellerfreund Paul Schuster - Irenes ehemaliger Geliebter. Die Geschichte wird um so vertrackter, als dieser sich in die siebzehnjährige Tochter der Overbecks verliebt, deren wirklicher Vater er selber ist.

Anlaß für ihr Wiederbegegnen ist eine Preisverleihung. Teo Overbeck soll die Laudatio des Buches halten, das Schuster bereits vor achtzehn Jahren geschrieben, aber aufgrund von Overbecks übermächtigen Einfluß immer wieder umgeschrieben hat. Nur: den Glauben an das Buch - und damit den Glauben an einen Literaturbetrieb, "dem Grenzen jeglicher Art mehr bedeuten als die Pflichten des Autors, ihrer zu spotten" -, diesen Glauben hat Teo Overbeck inzwischen verloren.

Portrait

Günter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren und lebt heute im brandenburgischen Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung, dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays »Als Poesie gut« und »Die Zeit der schweren Not«, die autobiographischen Bände »Zwischenbilanz« und »Vierzig Jahre« sowie die Romane »Buridans Esel« und »Neue Herrlichkeit«.

Literaturpreise:
Heinrich-Mann-Preis (1964)
Lion-Feuchtwanger-Preis (1982)
Ehrengabe des Kulturkreises des Bundesverbandes der deutschen Industrie (1987)
Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck (1989)
Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (1990)
Ehrendoktor der Universität Freiburg (1990)
Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der schönen Künste (1993)
Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (1996)
Brandenburgischer Literaturpreis (1996)
Jean-Paul-Preis (1997)
Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität, Berlin (1998)
Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik (2000)
Friedrich-Schiedel-Literaturpreis (2000)
Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung (2002)
Jacob-Grimm-Preis für Deutsche Sprache (2006)
Hanns Martin Schleyer-Preis (2007)
Hoffmann-von-Fallersleben-Preis (2008)
Preis für deutsche und europäische Verständigung der Deutschen Gesellschaft e.V. (2010)
Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay (2011)

Leseprobe

Man hat mich aufgefordert, eine vorbildliche Ehe zu beschreiben und mir ein Modell dafür gezeigt. Mit Vorbehalten habe ich zugesagt und das beispielhafte Paar beobachtet. Jetzt versuche ich, das Erforschte zusammenzufassen in der Beschreibung eines Tages, der damit beginnt, daß Teo Overbeck Gardinen aufzieht, Fenster öffnet und dabei denkt: Den Auftrag hätte ich nicht annehmen dürfen! Er sagt aber: "Ein schöner Tag heute!"

Es ist ein Maitag, kühl und sonnig. Sein Licht blendet Teos an Lampenlicht gewöhnte Augen. Irene, seine Frau, liegt im Bett und frühstückt. Sie hat den Oberkörper halb aufgerichtet und die Beine so angezogen, daß sie das Tablett mit Bauch und Knien halten kann.

Daß Teo seine Gedanken nicht ausspricht, hat nichts mit Heuchelei zu tun, nur mit Rücksichtnahme. Er will die Morgenfröhlichkeit Irenes nicht stören. Die Sorgen, die ihn bedrucken, werden nicht leichter, wenn er sie mit ihr teilt. Irene aber will ihre Fröhlichkeit mit ihm teilen. "An solch einem Tag muß alles gut gehen!" sagt sie in einem Ton, den sie den ganz, ganz lieben nennt, mit einem Gesicht, das ausdrückt: Das ist nicht Tröstungsversuch, das ist feste Überzeugung, mit einer Geste, die ihn vom Fenster weg und zu ihr hin zieht, zur ersten Morgenzärtlichkeit, die ihm wohltut, seinen Gedanken aber keine andere Richtung geben kann.

Er ist, wie es seinen Angewohnheiten entspricht, schon korrekt gekleidet, mit Anzug, weißem Hemd, Krawatte. Seine dürftigen Haarsträhnen sind glatt gekämmt, sein Gesicht rasiert, seine Miene beherrscht, ruhig, freundlich. Er sitzt auf ihrem Bett, sieht ihr beim Essen zu, ißt selbst nur Tabletten, trinkt einen Schluck aus ihrer Kaffeetasse mit und raucht die vierte Zigarette dieses Morgens; denn er ist seit fünf munter, nach schlechter Nacht mit

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