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Hass verjährt nicht

6. Hannover-Krimi mit Marike Kalenberger.
Taschenbuch
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Harald Perkuhn, Immobilienberater, Finanzinvestor und Großprotz: forsche Lebenspartnerin, schwangere Geliebte, teure Autos, Oldtimer-Sammlung. Jetzt liegt er einsam und allein auf seinem Hochsitz im Wald. Tot. Herzinfarkt? Die Großeltern flüchteten 1 … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Hass verjährt nicht
Autor/en: Günter von Lonski

ISBN: 3827194431
EAN: 9783827194435
6. Hannover-Krimi mit Marike Kalenberger.
Niemeyer C.W. Buchverlage

7. September 2016 - kartoniert - 248 Seiten

Beschreibung

Harald Perkuhn, Immobilienberater, Finanzinvestor und Großprotz: forsche Lebenspartnerin, schwangere Geliebte, teure Autos, Oldtimer-Sammlung. Jetzt liegt er einsam und allein auf seinem Hochsitz im Wald. Tot. Herzinfarkt? Die Großeltern flüchteten 1945 aus Ostpreußen und wurden in Ronnenberg zwangseinquartiert. Im Laufe der Jahre kamen sie zu Geld und Einfluss und verdrängten die alteingesessenen Besitzer. Ein Bild der Nachkriegszeit entsteht: Flucht und Vertreibung, Mangel und Not, Gewinner und Verlierer des Wirtschaftswunders. Bedrückende Parallelen zwischen 1945 und 2015. Rücksichtslosigkeit verdrängt die Menschlichkeit und ein Harry Perkuhn wird nicht der Einzige sein, der beim skrupellosen Ringen um persönlichen Gewinn auf der Strecke bleibt ...

Portrait

Günter von Lonski wurde 1943 in Duisburg-Laar geboren. Er studierte an der Hochschule der Künste in Berlin. Seit 1981 schreibt er Romane, Krimis, Jugend- und Kinderbücher, Hörspiele, Kurzgeschichten, Glossen, Satiren und Schulbuchbeiträge. 2010 erhielt er den Rolf-Wilhelms-Literaturpreis der Stadt Hameln. Günter von Lonski ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in der Nähe von Hannover. Er ist außerdem Autor von bereits fünf erschienenen Weserbergland-Krimis "Das letzte Lied", "Tödlicher Wind", "Bittere Medizin", "Teufelskralle" und "Gewissenlose Gier", in denen der akribische Journalist Hubert Wesemann ermittelt - spannend, unterhaltend, mit einem Schuss Humor und Ironie. "Hass verjährt nicht" ist nach "Mord auf dem Schützenfest", "Eis!", "Elend!", "Royal Flash" und "Ich, Zwölf" der sechste Hannover-Krimi aus der Feder von Günter von Lonski.

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Bewertungen unserer Kunden
Geschäfte mit ganz besonderem Gschmäckle
von Elke Seifried - 14.11.2016
Günter von Lonski hat mir bereits mehrfach wunderbare Unterhaltung geboten und deshalb war ich sehr gespannt auf seine Hannover-Krimis mit Marike Kalenberger. Dies ist bereits der 6. Fall für die Ermittlerin, für mich war es der erste, wird aber mit Sicherheit nicht der letzte bleiben. Weiterhin "Funghi Heil", das ist dem Pilzsammler wohl erst einmal gehörig vergangen, nachdem er die Leiche am Hochsitz entdeckt hat. Warum hatte der Immobilienberater und Finanzinvestor Harald Perkhuhn ausgerechnet hier einen Herzinfarkt und was hat es mit den seltsamen Bissspuren auf sich? Jetzt ist Kalenbergers und Obanczeks ganzer Spürsinn gefragt um diesen kniffeligen Fall zu lösen. Ich musste mich erst ein wenig an den Schreibstil gewöhnen. Ich hatte das Gefühl zwischen den Dialogen eher distanzierte Regieanweisungen für die Szenen zu erhalten, als eine Erzählung zu lesen, das kannte ich bisher so intensiv nicht. Allerdings hat sich das relativ schnell gelegt und dann sind die Seiten nur so an mir vorbei geflogen. Ich konnte unheimlich viel schmunzeln, sei es über schräge Nebendarsteller oder über Kalenbergers und Obanczeks Dialoge. Kalenberger hat z.B. ihre ganz eigene logische Erklärung, warum sie während der Arbeit zum Friseur muss und er nicht, und gibt ihm auch gern Tipps, wie z.B. dass er heiraten soll, damit er weiß woher seine schlechte Laune kommt. Der Krimi ist spannend von Anfang an, denn es geht sofort mit dem Leichenfund los. Dem Leser ist klar, dass es sich nicht um einen "normalen" Herzinfarkt handeln kann, und man ist von Anfang an auf der Suche nach einem Motiv und einem möglichen Täter. Eine Lebensgefährtin, die den Toten keck betrügt, eine Liebhaberin, die schwanger ist, ein Oldtimerhändler, der krumme Geschäfte mit Perkhuhn gemacht und Leute beauftragt hat, die ihn einschüchtern sollen, eine Biogasanlage, mit der er sich Feinde gemacht hat, wer kommt infrage und vor allem was hat es mit den Briefen aus dem Jahr 1945 auf sich, die von der Vertreibung aus Ostpreußen und der Ansiedelung in Ronnenberg berichten? Man ist als Leser bei den Ermittlungen live mit dabei und bekommt immer mehr Stoff zum Grübeln. Ich war bis zuletzt am Raten und die finale Auflösung war mehr als raffiniert und überraschend. So muss spannungsgeladener Krimi für mich sein, der zwar mehr als einen Toten liefert, aber dennoch ganz ohne Blutvergießen auskommt. Marike Kalenberger war mir von Anfang an super sympathisch und ich konnte mich stets gut in sie hineindenken. Auch ich weiß doch meist erst nach dem ersten Kaffee, was es Neues gibt. Sie hat mich zum Schmunzeln gebracht, ganz besonders, wenn sie mal wieder ihren Nagellack auspackt, während Obanczek die Akten vorlesen muss. Stellenweise hatte ich Mitleid mit ihr, denn privat hat sie ihr Glück noch nicht gefunden und hat daran zu knabbern. Sehr imponiert hat mir ihr Einsatz für Obanczeks private Probleme. Urs Obanczek ist mehr für Kalenberger als nur Arbeitskollege, "Aber rein platonisch ihm fehlt irgendwie der Kuschelfaktor", behauptet sie zumindest. Bei den beiden herrscht perfektes Teamwork, sie können sich blind aufeinander verlassen und Obanczek tut für ein Bounty oder zur Not auch einen Müsliriegel fast alles für sie. Das lockere Verhältnis der beiden fand ich richtig klasse. Auch die Nebendarsteller sind alle originell ausgewählt und toll dargestellt. Viel schmunzeln konnte ich über Polizeiobermeister Martin Matthes, der nur zu gern mit seinen Zitaten um sich wirft. "Tuchmantel" zu Tannenberg, wie Obanczek, den mysteriösen Verehrer von Kalenberger nennt, hat mich mit seinem sensiblen Jack Russel nicht nur zum Schmunzeln gebracht, sondern auch ganz schön überrascht. Mein Highlight unter den Nebendarstellern ist aber Pierre, der eifersüchtige, aber auch nicht so treue Lebenspartner eines Oldtimerhändlers. Über ihn habe ich Tränen gelacht. Richtig begeistert bin ich davon, wie es dem Autor gelingt seinen Krimi mit dem Flüchtlingsthema zu verweben. Günther von Lonski zeichnet durch Rückblenden ein Bild von Flucht und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg. Wie ging es den Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, wie wurden sie aufgenommen, wie haben die Anwohner, die gezwungen wurden aufzunehmen, reagiert? Was wurde aus den damals Vertriebenen, gab es auch da Gewinner, wer hat alles profitiert? Gelungen sind auch die zahlreichen Parallelen zur derzeitigen Situation, die der Autor deutlich, aber urteilsfrei aufzeigt. Richtig begeistert war ich auch von seinem Epilog zum Thema, der nicht nur daran erinnert, dass Deutschland nicht zum ersten Mal vor der schwierigen Aufgabe der Integration von Flüchtlingen steht, sondern auch sehr nachdrücklich gegenseitigen Respekt fordert und sich gegen jegliche Form von Diskriminierung und Ausgrenzung ausspricht. Trotz meiner kleinen Anlaufschwierigkeiten hat "Hass verjährt nicht" für mich auf jeden Fall noch 5 Sterne verdient, denn der spannende Krimi, der mit äußerst sympathischen Ermittlern aufwarten kann, erinnert und regt zusätzlich zum Nachdenken über ein brandaktuelles Thema nach.
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