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Das Haus der schönen Dinge

Roman. Originalausgabe. 'Knaur Taschenbücher'.
Taschenbuch
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Der neue große Roman von Erfolgs-Autorin Heidi Rehn über Aufstieg und Fall einer jüdischen Münchner Warenhaus-Dynastie über 100 Jahre - opulent, dramatisch, emotional! Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hofliefe … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Haus der schönen Dinge
Autor/en: Heidi Rehn

ISBN: 3426519372
EAN: 9783426519370
Roman. Originalausgabe.
'Knaur Taschenbücher'.
Knaur Taschenbuch

2. Mai 2017 - kartoniert - 656 Seiten

Beschreibung

Der neue große Roman von Erfolgs-Autorin Heidi Rehn über Aufstieg und Fall einer jüdischen Münchner Warenhaus-Dynastie über 100 Jahre - opulent, dramatisch, emotional! Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Zwar begegnet seine Frau Thea Jacobs Enthusiasmus mit einer gewissen Skepsis, doch der Erfolg des Kaufhauses belehrt sie eines Besseren. Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet ...

Trailer

Portrait

Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben. 2014 erhielt sie den "Goldenen Homer" für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman. Als "Kopfkino live" bietet sie sehr erfolgreich Romanspaziergänge durch die Münchner Innenstadt an, bei denen das fiktive Geschehen eindrucksvoll mit der realen Historie verbunden wird. Aktuelle Infos dazu auf www.heidi-rehn.de

Pressestimmen

"Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen mag. Unterhaltsam, spannend, lesenswert." Ruhr Nachrichten, 12.07.2017
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung München Willy-Brandt-Platz - 22.10.2018
Tauchen Sie ein in die Welt des fiktiven Münchner Kaufhauses "Hirschvogel" am Rindermarkt. Wunderbar erzählt wird das Schicksal einer jüdischen Kaufmannsfamilie von 1897 bis 1952. Ein tolles Zeitporträt, schön zu lesen.
Bewertungen unserer Kunden
Starke Frauen vor dem Hintergrund deutscher Geschichte
von bücherbelle - 29.07.2017
"Es kommen Zeiten, da wird uns das, was uns jetzt so große Sorgen bereitet, geradezu lächerlich erscheinen", erklärte Samuel geheimnisvoll. "Denn das, was uns dann bevorsteht, wird alles Bisherige völlig in den Schatten stellen." (S. 459) Zusammenfassung. "Das Haus der schönen Dinge" ist das Kaufhaus Hirschvogl, dessen Geschichte wir in diesem Buch über gut 50 Jahre begleiten dürfen. Während dabei zunächst vieles gut läuft, hält der Schrecken der dreißiger Jahre in Deutschland doch auch dort Einzug. Erster Satz. Endlich war der große Tag da! Cover. Dem Cover von Heidi Rehns Roman gelingt es ganz wunderbar, den Kaufhauszauber einzufangen, der mich an diesem Buch angesprochen hat und den ich großartig fand. Inhalt. So ganz einig bin ich mir mit mir selbst nicht, was ich nun endgültig von diesem Buch halte. Das hängt unter anderem in nicht unerheblichem Ausmaß damit zusammen, dass eine Information vom Klappentext leider nicht korrekt ist (ich sollte aufhören, Klappentexte zu lesen. Die sind oft so furchtbar!): Während dort nämlich ein Buch beworben wird, in dem man der "beinahe 100 Jahre" langen Geschichte des Kaufhauses folgen kann, erstreckt sich der tatsächliche Handlungsrahmen von 1897 bis 1952 und man muss gar nicht so gut rechnen können, um zu erkennen, dass das mit den 100 Jahren etwas weit hergeholt ist. Das mag nun kleinlich wirken, hat jedoch einen Hintergrund, der für mich wichtig war. Denn natürlich ist der erste Gedanke, der bei der Geschichte einer jüdischen Kaufmannsfamilie im 20. Jahrhundert in Deutschland den meisten unweigerlich kommt, kein guter. Meine Hoffnung dabei war, dass auch nach den schrecklichen Zeiten, die in den dreißiger Jahren vorherrschten, die Handlung weitergeht - das ist jedoch leider nicht der Fall. Das hat zumindest mir das letzte Drittel des Romans schwergemacht. Abgesehen davon glaube ich, dass die Schönheit des Kaufhauslebens in Verbindung mit dem ernsten Thema gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Erinnerung ist. So unerträglich ich es fand, einige Passagen zu lesen (zu meiner Schande habe ich tatsächlich einige Seiten übersprungen, weil so vieles so grauenvoll zu lesen, vorzustellen ist), so sehr hoffe ich, dass die nicht aufhörende Erinnerung Menschen in der heutigen Zeit davon abhält, ähnlich kurzsichtig zu handeln wie damals zu Beginn der dreißiger Jahre. Personen. Das Beste an den Figuren dieses Romans sind meines Erachtens die Frauen der Familie Hirschvogl. Wenn sie auch alle unterschiedlich sind, so haben sie doch die Stärke gemeinsam, die das Kaufhaus und auch die Familie erhalten konnte. Ein deutlicher Schwachpunkt allerdings: Abgesehen von den starken Hirschvogl-Frauen sind viele andere Charaktere erstaunlich charakterschwach, leichtgläubig und wenig loyal. Dazu kommt, dass ich nach einigen hundert Seiten das Gefühl hatte, wir hätten nun alle Konflikte durch und es gäbe Wiederholungen der bereits gesehenen Machtkämpfe und Streitigkeiten. Fazit. Vieles an diesem Buch war wirklich schön, die Atmosphäre im Kaufhaus, die Begeisterung der Figuren, der Wandel der Zeit, den man am Kaufhaus so deutlich spürt. Es war jedoch phasenweise kein Genuss, dieses Buch zu lesen - und trotzdem glaube ich, dass es viele Menschen lesen sollten. Gerade heute.
Faszinierende Geschichte
von Zyrima - 24.07.2017
Inhalt (Klappentext): Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Das von ihm begründete Kaufhaus Hirschvogl am Rindermarkt bedeutet für ihn die Verwirklichung eines Lebenstraums. In den »Goldenen Zwanzigern« folgt ihm Tochter Lily mit ebenso großer Begeisterung in der Leitung des Hauses nach - zunächst mit Erfolg, doch dann muss sie erleben, wie sich ihre Heimat ­Anfang der 30er Jahre plötzlich gegen sie wendet ¿ Beinahe 100 Jahre und drei Generationen umfasst die Geschichte einer jüdischen Kaufmannsfamilie, die Bestsellerautorin Heidi Rehn packend und voller Emotionen erzählt - vom glanzvollen Aufstieg über ruhmreiche Zeiten bis hin zum tiefen Fall. Meine Meinung: Nie hätte ich gedacht das mich ein Buch über die Geschichte eines Kaufhauses so fesseln könnte, aber Heidi Rehn hat es mit ihrem Hirschvogel geschafft. Die Jüdische Familie ,die diesen Einkaufstempel erschafft, lebt und wirkt eher im Hintergrund, obwohl man über sie erfährt was man wissen sollte. Die detaillierten Beschreibungen lassen Bilder im Kopf entstehen, zum Beispiel wie die Damen der besseren Gesellschaft durch das Kaufhaus flanieren, hier einen edlen Stoff bewundern und dort an erlesenen Düften schnuppern.Man fühlt ein leises Bedauern das die heutige Zeit so schnelllebig ist und der Einkauf eher von Hektik und Gerenne geprägt ist. Auch wenn das Hirschvogel fiktiv ist so sind die historischen Ereignisse doch real und sehr gut recherchiert . Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig und macht das lesen zu einem Vergnügen. Fazit: Ein Buch das mich überrascht hat und das ich sehr gerne weiterempfehle.
von Maya Wagner - 18.07.2017
"Das Haus der schönen Dinge" von Heidi Rehn nimmt uns mit in das München der Jahre 1897-1952 und erzählt uns die Geschichte des Kaufhauses "Hirschvogel" das im Besitz einer jüdischen Familie ist. Im Laufe dieser Zeit gelangt das Kaufhaus zu gigantischem Ruhm, dennoch erfährt die Familie nie die volle Anerkennung auf Grund ihrer Religion. Dass es bei diesem Ruhm und diesem Wohlstand nicht bleiben wird ahnt der Leser natürlich, dennoch ist die Spannung vorhanden, weil man als Leser wissen möchte, wie der Verlauf der Dinge sein wird. Die Geschichte hat keinen realen Hintergrund ist komplett fiktiv. Dennoch hat es die Autorin geschafft, die Geschichte so lebendig werden zu lassen, als wäre sie so wirklich geschehen. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, flüssig und fesselt den Leser. Ein absolutes Lesehighlight.
Langatmiger Anfang, dann aber eine Achterbahn der Gefühle
von Alexandra Sieg - 16.07.2017
Ich hab beim sehen des Covers und des Titels direkt gedacht "Das ist was für mich". Ich finde die Kombination sehr ansprechend. Und auch die Inhaltsangabe hat mich angesprochen. Ich dachte das wird eine Familiengeschichte mit Höhen und Tiefen. Aber was mich da wirklich erwartet hat, hätte ich nicht gedacht. Eine Geschichte voller Emotionen und viel deutscher Geschichte. Eingeteilt in 4 Teile, schildert das Buch eine 55 Jahre andauernde Geschichte. (Anders als auf dem Klappentext geschildert sind es keine 100 Jahre.) Den Schreibstil der Autorin finde ich sehr gut. Locker, leicht konnte ich mich direkt in die Welt von Familie Hirschvogel Ende des 19. Jahrhunderts hineinversetzen. Mir sind die Hirschvogels direkt sehr ans Herz gewachsen.Zu Beginn fand ich das Buch nett geschrieben aber etwas langatmig. Erst am Ende des 1. Teils nahm die Geschichte Fahrt auf. Und dann so richtig. Die weiteren 3 Teile fand ich sehr spannend und mitreißend. Ich wollte dann unbedingt wissen wie es weitergeht. Und es hat mich sehr berührt. Die deutsche Geschichte in dieser Form "zu erleben" ist noch mal was anderes als sie im Geschichtsunterricht durchzugehen. Mir ist nochmal einiges in Erinnerung gekommen und einiges habe ich neu dazu gelernt. (Z.B. dass es eine Rentenmark gab.) Was mich gestört hat waren die teils sehr großen Zeitsprünge, weshalb ich manchmal den Faden verloren hatte und im Kapitel zuvor erst nochmal nachlesen musste in welchem Jahr sie sich da noch befunden haben. Mein Fazit: Langatmiger Anfang, dann stetige Steigerung des Tempos und der Emotionen. Insgesamt eine runde, sehr durchdachte Geschichte. Ich kann sie auf jeden Fall weiterempfehlen und würde mich freuen noch mehr von Heidi Rehn zu lesen.
Faszinierend und wunderschön
von romy Haußmann - 06.07.2017
Meinung :  Dieser Historische Roman , hat mich voll und ganz überzeugt . Er hat alles was ein gutes Buch aus diesem Genre braucht , Spannung , gut recherchierte Informationen , die perfekt in den Roman mit eingebunden werden und eine Handlung, die den Leser in seinen Bann zieht !  Der Schreibstil der Autorin ist perfekt an die Zeit, um 1897 angepasst und verleiht dem Buch somit eine atmosphärische Grundstimmung !  Und trotzdem ist es keines Falls langatmig oder anstrengend zu lesen . Ich habe mich auf den ca.650 Seiten , immer gut unterhalten gefühlt . Der Schreibstil ist trotz seines sprachlich angepassten Stils schnell und flüssig lesbar !  Bereits nach den ersten paar Seiten , zieht die spannende Geschichte, den Leser fast spielerisch in ihren Bann ! Dabei kommen politische Handlungen und weitere historischen Fakten (Wie gewisse politische Spannungen der Länder ) nicht zu kurz !  Die Autorin hat ein Talent dafür Geschehnisse , so real und eindringlich zu beschreiben , dass der Leser völlig gebannt vor dem Buch sitzt , und förmlich in eine andere Welt eintaucht . In eine Welt aus spannender historischer Zeitgeschichte .  Fast schockierend und spannend wie Thriller !Und trotzdem verliert sie dabei nie , die wahren Begebenheiten aus dem Auge !  Alle Charaktere sind rund und perfekt ausgearbeitet .  Im Laufe der Zeit , entwickelt dieses Buch einen solchen Sog , dem ich mich nicht entziehen konnte . Ich habe dieses Buch an einem Tag förmlich verschlungen und geliebt! Denn es ist ein Historischer Roman , der gut recherchiert ist und trotzdem auf keiner Seite trocken oder gar langatmig wirkt . Es ist dauerhaft eine angenehme Grundspannung vorhanden und die Autorin schafft es auf bemerkenswerte Art den Leser nach jedem Kapitel interessiert zurückzulassen , sodass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen !  Fazit :  Einer der besten Historischen Romane die ich je gelesen habe !  Spielerisch schafft es die Autorin , Heidi Rehn , den Leser mit Spannung und geschichtlichen Fakten an das Buch zu fesseln !  Der außergewöhnlich tolle Schreibstil , und die fesselnde , gut recherchierte Geschichte , machen diesen Roman, für mich zu etwas ganz besonderem!  Ich liebe es , wenn in Historischen Romanen wahre Begebenheiten und Personen mit einfließen ! Leider gibt es in meinen Augen, nur sehr wenige Autoren , die den Spagat zwischen gut recherchiertem historischen Material und einem guten Historischen Roman mit Spannung schaffen . Und dies ist hier absolut gelungen.  Das Buch ist atmosphärisch dicht und absolut faszinierend !  Niveauvoll , atmosphärisch dicht und mit einer Gänsehaut machenden Spannung !  Ein durch und durch gelungenes Buch
Ein wichtiges Zeitdokument
von Philo - 27.06.2017
Von philo Nach Sommer der Freiheit ist dies mein zweites Buch von Heidi Rehn, und ich bin auch dieses Mal wieder total begeistert. Heidi Rehn erzählt die Geschichte der Familie Hirschvogl, die Ende des 19. Jahrhunderts in München ein Kaufhaus errichtet, das den Münchnern das Herz höher schlagen läßt. Nicht nur das Bauwerk selbst stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten, auch das Angebot an Waren läßt keine Wünsche offen. Das Kaufhaus wird zum Treffpunkt der Reichen und Schönen der Münchner Gesellschaft, die sich von Thea Hirschvogl beim Kauf der neuesten Mode aus Paris beraten lassen. Aber auch die Dinge für den täglichen Gebrauch gibt es hier zu kaufen, das Kaufhaus ist Anziehungspunkt für alle Münchner, und sein Aufstieg zum ersten Haus am Rindermarkt beginnt unaufhörlich. Jacob und Thea Hirschvogl können mit Recht stolz sein auf ihr Haus der schönen Dinge . Aufgrund des wunderbar gelungenen Covers kann ich mir vorstellen, wie das Kaufhaus gestaltet war. Dort hätte ich auch gerne eingekauft. In den Folgejahren des 20. Jahrhunderts sind es vor allem die Tochter Lili Hirschvogl und dann deren Tochter Edna, die das Kaufhaus erfolgreich weiterführen, während die Söhne der Familien andere Ambitionen haben. Nach dem stetigen Aufstieg sieht sich die Familie Hirschvogl aber den Repressialen der Naziherrschaft ausgesetzt, was letztendlich nicht nur den Verlust des Kaufhauses bedeutet, sondern auch tiefe Wunden in den privaten Beziehungen hinterläßt. So dürfen zwei geplante Hochzeiten nicht mehr stattfinden, weil die Ehen zwischen Juden und Ariern nicht mehr erlaubt sind. Heidi Rehn hat ein gut recherchiertes und hochinteressantes Buch geschrieben über eine der schrecklichsten Zeiten in der Geschichte Deutschlands. Sie zeichnet ihre Protagonisten mit sehr viel Sorgfalt, schreibt über Liebe, Freundschaft und Verrat. Letzten Endes aber siegt das Wissen darüber, daß der Zusammenhalt in der Familie über allem steht, und hierfür ist die Familie Hirschvogl ein leuchtendes Beispiel. Ich habe das Buch nicht geschlossen, ohne Tränen zu vergießen. Ich habe mit den Mitgliedern der Familie Hirschvogl mitgelitten und werde das Geschehen wohl nie begreifen. Solche Bücher müssen geschrieben werden und sind wichtig, um dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte niemals zu vergessen. Fünf Sterne für dieses Buch und eine unbedingte Leseempfehlung.
Leider abgebrochen
von HK1951 - 25.06.2017
Dieses Buch hat mir nun eine Freundin geschenkt und obwohl ich erst dachte, das sei so gar nichts für mich, wollte ich ihm dennoch eine Chance geben... Leider wurde ich aber - da trog mich meine Intuition also doch nicht... - so gar nicht "warm" mit diesem hochgelobten Buch, das sicherlich zurecht viele Leser fand bisher und es gibt ja auch genügend positive Stimmen, aber wie gesagt: für mich war es leider nichts... Die Geschichte umspannt einen Zeitraum von 100 Jahre und drei Generationen und da kam ich irgendwann sowohl mit den Zeiten als auch den Leuten durcheinander. Das wurde mir einfach zuviel... Und dann verlor ich den Faden und damit leider auch die Lust am Lesen - zum Glück nicht generell, sondern nur dieses Buch betreffend. Ich habe es auch leider schlussendlich abgebrochen, weil mir der Stil auch zu fad und eintönig war. Es tut mir auch immer leid, wenn ich mal ein Buch etwas "negativer" bewerten muss, weil sich natürlich jeder Autor/jede Autorin Zeit nimmt und Mühe gibt, aber hierzu sei angemerkt, dass das natürlich nur ein rein subjektiver Eindruck ist.
Eine spannende und berührende Geschichte
von zauberblume - 02.06.2017
In ihrem neuesten Roman Das Haus der schönen Dinge entführt uns die Autorin Heidi Rehn in die Landeshautpstadt München. Hier dürfen wir die Familie Hirschvogel über drei Generationen hinweg begleiten und tauchen beim Lesen wieder tief in die Vergangenheit ein. Wir befinden uns im Jahre 1897. Endlich ist es soweit. Für den jüdischen Kaufmann Jacob Hirschvogel geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Die Eröffnung des von ihm gegründeten Kaufhauses Hirschvogl am Rindermarkt steht an. Und Jacob wird zum Königlich Bayerischen Hoflieferanten ernannt. Endlich wird seine Familie als gleichwertiges Mitglied der Münchner Gesellschaft anerkannt. Aber der Schein trügt. Wir erleben die Goldenen Zwanziger und die Blütezeit des Hirschvogls. Tochter Lily ist mit ebenso großer Begeisterung dabei und unterstützt ihren Vater und ihre Mutter wo sie nur kann. Eine Zeit ist alles vom Erfolg gekrönt, doch dann muss Lily erleben, wie sich ihre Heimat Anfang der 30er Jahre gegen sie wendet. Über drei Generationen begleiten wir die Familie - von ihrer Blütezeit bis zum tiefen Fall ..... Für mich ein absoluter Bestseller. Ich bin noch jetzt ganz gefangen in der Geschichte, die so was von spannend und voller Emotionen war. Und die mich auch sehr berührt hat. Ich befinde mich im Jahr 1897 und sehe die glanzvolle Eröffnung des Kaufhauses vor mir. Die damalige Mode und dann das Erscheinen des Prinzregenten. Es herrschte einfach weißblauer Himmel und Lebensfreude. Ich sehe die erste Kundschaft als sie das Kaufhaus betreten. Ihre erstaunten Gesichter über die Vielfalt der dargebotenen Waren und das prunkvoll geschmückte Haus. Und Stolz durften Thea und Jacob auch sein. Wir lernen ihre Kinder kennen, allen voran Lily, die eine besondere Liebe zum Hirschvogl entwickelt. Wir lernen Lily und ihre Brüder als Kinder kennen und dürfen sie auf ihrem Lebensweg, der wahrlich nicht einfach war, begleiten. Wir lernen echte und falsche Freunde können, Gönner und Neider. Die Glanzzeiten gehen viel zu schnell vorbei. Und in der Zeit des Nationalsozialismus mußte die Familie Schreckliches erleben. Es werden viele Bilder, die irgendwie verdrängt wurden, wieder lebendig. Die Angst ist förmlich zu spüren. Und dann diese Zerstörungswut und die furchtbare Hilflosigkeit der Menschen. Solch eine Zeit brauchen wir nie mehr. Durch diesen Roman wird uns auch wieder Geschichte nahe gebracht, es ging dadurch auch viel verloren. Ein Wahnsinnsroman, der für unterhaltsame und nachdenkliche Lesestunden gesorgt hat. Denn auch wenn dies ein fiktiver Roman ist, könnte man sich solche Ereignisse wirklich vorstellen. Total interessant finde ich auch das Glossar am Ende des Buches. War wirklich sehr informativ. Und das herrliche Cover - ein echter Hingucker. Genauso prunkvoll habe ich mir Das Haus der schönen Dinge vorgestellt. Selbstverständlich vergebe ich 5 Sterne (leider können es nicht mehr sein).
jüdische Kaufhausgeschichte
von spozal89 - 02.06.2017
Eine Familie, 3 Gernerationen und ein ganzes Jahrhundert: Von 1897-1952 wird die Geschichte der jüdischen Familie Hirschvogel und deren Kaufhaus Hirschvogel in München erzählt. Dabei erlebt die Familie Höhen und Tiefen. Jacobs erster Erfolg, als Hoflieferant des bayrischen Hofes lässt in in der Münchner Gesellschaft ganz oben ankommen. Dabei ist er mächzig stolz auf sich, denn diesen Erfolg hat er sich hart erarbeitet. Seine Frau Thea ist dabei immer an seiner Seite und hat mit ihren grandiosen Ideen das Hirschvogel ebenfalls großartig unterstützt. Obwohl Jacobs Kaufhaus an erster Stelle bei den Münchner Bürgern steht, stößt er immer wieder auf Judenhasser, die ihm versuchen das Leben zu erschweren. Doch Jacob arbeitet hart um das Hirschvogel noch interessanter zu machen. Dabei hilft ihm auch seine Tochter Lily, die das Kaufhaus später übernimmt. Über 100 Jahre erlebt das Kaufhaus Höhen und Tiefen und auch die Hirschvogels selbst müssen einiges durchleben. Das Haus der schönen Dinge war das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Ich bin mehr als begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist gigantisch gut und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich komme selbst aus Oberbayern und habe nicht weit bis nach München, daher habe ich das Buch über die Münchner Vergangenheit ins Auge gefasst. Historische Romane mag ich sowieso gerne, vorallem die des letzten Jahrhunderts. Obwohl die Story über die Hirschvogels und deren Kaufhaus fiktiv ist, hat die Autorin gut die geschichtlichen Geschehnisse in die Story mit eingebaut. Ich war richtig gefesselt von der Geschichte des Kaufhauses, denn die Charaktere und deren Werdegang haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Thea und Lily, die in Zeiten, als Frauen noch an zweiter Stelle standen, dennoch ihren eigenen Kopf durchgesetzt haben und großartiges geleistet haben. Die Verknüpfung mit dem jüdischen Hintergrund und dessen großer Problematik früher war gut umgesetzt und ich stelle es mir jedesmal schrecklich vor, wie es den Menschen früher ergangen ist. Für mich eines der Highlights in diesem Jahr. Auf Grund der guten Geschichte und des tollen Schreibstils, werde ich mir defintiv die Autorin absofort genauer ansehen. Daher volle Sternezahl.
von dorli - 30.05.2017
München, Ende Mai 1897. Mit einem großartigen Festakt eröffnet das Kaufhaus Hirschvogl am Rindermarkt seine Türen. Ein glanzvoller Tag, der den Grundstein für viele erfolgreiche Jahre legt und noch nichts von den stürmischen Zeiten und bitteren Enttäuschungen erahnen lässt, die im Verlauf der Geschichte auf die jüdische Kaufmannsfamilie zukommen sollen¿ In ihrem historischen Roman "Das Haus der schönen Dinge" nimmt Heidi Rehn den Leser mit auf eine Reise in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und erzählt die wechselvolle Geschichte einer fiktiven Kaufmannsfamilie. Anschaulich und äußerst detailreich schildert die Autorin die Ereignisse zwischen Mai 1897 und Mai 1952 und zeichnet damit ein vielschichtiges und glaubwürdiges Bild eines großen Warenhauses in der damaligen Zeit. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Das lebhafte Gewusel, die muntere Geschäftigkeit, die ganze Aufregung am Eröffnungstag des Kaufhauses Hirschvogl - es ist einfach wundervoll, wie Heidi Rehn den Glanz und die Pracht und die erwartungsfrohe Stimmung an diesem besonderen Tag einfängt. Auch die jeweilige Atmosphäre der Ereignisse in den folgenden Jahren vermittelt die Autorin ganz ausgezeichnet. Man begleitet Lily und ihre Familie vom grandiosen Aufstieg bis hin zum tiefen Fall des Kaufhauses, fühlt sich durchweg in frühere Zeiten zurückversetzt und kann die schönen, heiteren Momente genauso spüren, wie die Ängste, Sorgen und Hoffnungen der Akteure. Die Figuren wirken echt und glaubwürdig, sie haben Persönlichkeit, zeigen Emotionen und handeln entsprechend ihren Eigenarten. Es war sehr mitreißend, die Wege der Akteure zu verfolgen und das Miteinander und Gegeneinander zu beobachten. "Das Haus der schönen Dinge" hat mir sehr gut gefallen. Die gelungene, gut ausbalancierte Mischung aus Historie und Fiktion hat mir nicht nur unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mich auch lebensnah an einem Stückchen deutscher Geschichte teilhaben lassen.
Interessante Familiengeschichte, aber nicht perfekt
von Isaopera - 30.05.2017
Das Haus der schönen Dinge ist der dritte Roman, den Heidi Rehn in der Zeit der Jahrhundertwende ansiedelt und der zweite, den ich davon gelesen habe. Wie zuvor bei Tanz des Vergessens gelingt es der Autorin sehr gut, die Atmosphäre der Zeit einzufangen und ihre Beschreibungen sind sehr ausführlich und bildhaft, fast wie in einem Drehbuch. Ich habe mich dadurch wirklich immer sehr schnell in die Zeit eingefunden und finde, alles ist sehr authentisch beschrieben. Doch ebenso wie bei oben genanntem Roman hat mich der Stil der Autorin dennoch nicht 100% überzeugen können. Die Geschichte ist interessant und abwechslungsreich, ich mag die gestalteten Figuren und ihre vielfältigen Charaktere. Für mich waren es jedoch einfach zu viele Zeitsprünge, wodurch wichtige Ereignisse immer wieder erst im Nachhinein erzählt wurden oder untergingen. Dies fand ich sehr schade. Ein Roman, der mit gut 600 Seiten 100 Jahre umfasst, kann von der Gewichtung eigentlich nicht bis kurz vor Schluss in den 1930ern spielen...das war für mich etwas enttäuschend. Insgesamt ein gut geschriebener und interessanter Jahrhundertwende-Roman, für mich aber nicht mehr als solide 3 Sterne.
Ein Jüdisches Kaufhaus und seine Geschichte
von Lena Kaspers - 29.05.2017
Inhalt Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Zwar begegnet seine Frau Thea Jacobs Enthusiasmus mit einer gewissen Skepsis, doch der Erfolg des Kaufhauses belehrt sie eines Besseren. Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet ¿ Meine Meinung Frau Rehn hat einen sehr tollen bildhaften Schreibstil und die Charaktere im Buch sehr detailreich beschrieben. Die Geschichte um das Kaufhaus war wirklich emotional un wirklich spannend. Leider waren mir die Zeitsprünge manchmal ein wenig zu groß und Sachen die gerne gewusst hätte wie z.b wie die Reise nach Amerika war und wie sie dort Leben wurde nicht erzählt. Schade. Das Kaufhaus ist war nur Fiktiv aber ich kann mir vorstellen das es genauso in anderen Käufhäusern in Deutschland zu der Zeit war auch wenn es nicht unbedingt die Frauen waren die dort die Leitung hatten. Man erlebt mit den Hirschvogels einige bedeutende Epochen mit und erfährt wie es einer jüdischen Familie zu der Zeit er ging. Fazit Ein spannende Geschichte einer jüdischen Kaufhausfamilie die mich beeindruckt hat.
Fiktives Zeitzeugnis
von Anonym - 28.05.2017
Obwohl die jüngere deutsche Geschichte meiner Meinung nach schon oft genug Gegenstand von Filmen und Büchern war, sollte man dieses Buch unbedingt gelesen haben, um sich damit auseinander zu setzen. Das (fiktive) Kaufhaus Hirschvogl eröffnet zum Ende des 20. Jahrhunderts am Rindermarkt in München und bildet den erzählerischen Rahmen um die Geschichte der jüdischen Familie Hirschvogl und ihr Schicksal im kriegsgebeutelten Deutschland. Die Geschichte beginnt etwas schleppend, da der Erzählstil sehr detailreich ausfällt und mit vielen Namen und Figuren spielt. Auch ist der Handlungsstrang zeitlich nicht fließend, sondern springt immer wieder episodenhaft von Monat zu Jahr. Das erschwert das Lesen anfangs etwas, bis man sich daran gewöhnt hat. Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Allein zu erleben, welche Stricke im Hintergund eines großen Kaufhauses gezogen und welche Entscheidungen getroffen werden müssen, um eine solch große Maschinerie am Laufen zu halten, ist faszinierend. Aber auch die zwischenmenschlichen Bindungen, die im Laufe der Geschichte geknüpft und auch wieder zerbrochen werden, schaffen es, den Leser zu fesseln. Ein Buch, das definitiv an die Substanz geht, wenn man sich denn darauf einlässt.
Eine interessante und bewegende Familiengeschichte
von Kerstin Klaar - 25.05.2017
Der Titel Das Haus der schönen Dinge ist genau das, was das Kaufhaus, welches Jacob und Thea Hirschvogel im Jahr 1897 eröffnen, am besten beschreibt. Es handelt sich um eine bewegende Geschichte, bei der man die Hirschvogels über drei Generationen begleitet, in der das Kaufhaus in all seiner Pracht an erster Stelle steht. Nun hat sich das Ehepaar Hirschvogel mit der Eröffnung des neuen Kauhauses einen lang ersehnten¿Wunsch erfüllt. Dieses Kaufhaus wird etwas ganz besonderes werden, vor allem Thea hat immer wieder neue Ideen wie sie es exklusiv gestallten können. Immer wieder mit der neuesten Mode aus Paris wo Theas Bruder lebt, sowie aus London wo Jacob seine Geschäftspartner hat. Es gibt ein so großes Angebot, welches die Kundschaft wundern und staunen lässt. Es dauert nicht lange und die Münchner lieben ihr Hirschvogel und kommen nicht umhin immer wieder ins Kaufhaus einzukehren. Jacob und Thea sind Juden, zur damaligen Zeit wurden die großen Kaufhäuser in München fast ausschließlich von Juden betrieben und so blieb es auch schon 1997 nicht aus, das manche den Juden gegenüber nicht freundlich gesinnt waren. Wie schon seit Jahrhunderten, wo Juden immer wieder vertrieben wurden, wird man in diesem Roman mitverfolgen, wie es diesen ergangen ist. Lily und Benno, die Kinder von Thea und Jacob sind so wie ihre Eltern liebevolle Menschen. Besonders Lily liebt es im Kaufhaus zu wandeln und sich mit zunehmendem Alter immer mehr mit in den Alltag des Hirschvogels einzubringen, ist es doch ihr Wunsch, so wie ihre Mutter im Kaufhaus zu arbeiten. Auch später Lilys und Franzs Kinder, Edna und Leopold, leben für das Lebenswerk ihrer Großeltern und bringen ihre eigenen Ideen mit ein und geben dem Kaufhaus eine modernere Note. Es gibt viele Protagonisten, Freunde und Freundinnen, Ehepartner und deren Kinder sowie die Angestellten des Hirschvogels.Folgedessen geht es nicht nur um das Kaufhaus, sondern auch um Familienverbundenheit, Freundschaften, die so manch eine Probe die das Leben stellt bestehen müssen. Um die große tiefe innige Liebe, nicht erfüllte Liebe, aber auch um Intriegen und Hinterlist. Da der Roman in der Zeit von 1897 bis 1952 spielt, bekommt der Leser einen Einblick in die Zeit des ersten und des grausamen zweiten Weltkriegs¿mit all seinen Folgen. München, die Hochburg des aufkeimenden Nationalsozialismus, stellt die Hirschvogels und viele jüdische Bürger vor immer größere Herausforderungen. Immer in der Hoffnung, dass¿ sich alles wie 1923 nach dem Hitler Putsch, beruhigen wird, versucht die Familie das Kaufhaus so normal wie möglich am Laufen zu halten. Mit der Zeit gestaltet sich dies jedoch zunehmends immer schwieriger, erlassen die Braunen immer wieder neue Gesetzte gegen die Juden. Meine Meinung: Heidi Rehn hat mit Das Haus der schönen Dinge einen sehr gefühlvollen und anspruchsvollen Roman geschaffen. Wenn das Hirschvogel auch fiktiv ist, so lässt Frau Rehn interessante geschichtliche Hintergründe und Fakten excellent in den Roman einfließen. Viele Protagonisten haben sympathische Charaktere, so das mir der ein oder andere sehr ans Herz gewachsen ist. Wie von der Autorin gewohnt, spiegelt auch dieser Roman wieder mit wieviel Hingabe er geschrieben wurde. Von der ersten Seite an hat er mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Da die Erzählungen drei Generationen, 55 Jahre lang begleitet, ist es doch sehr umfangreich. So gab es immer wieder Zeitsprünge, die ich aber nicht als störend empfand. Immer wieder gab es unvorhersehbare Ereignisse die der Geschichte eine gute Spannung verlieh. Das Buch regt zum Nachdenken an und wird mir lange im Gedächtnis bleiben, für mich ein Buch was ich mit Sicherheit mehr als einmal lesen werde. Das Cover finde ich wunderschön, auch der Inhalt des Buches ist stilvoll mit einem Stammbaum und einer Karte Münchens gestaltet. Ebenfalls gibt es einen Glossar der sehr hilfreich und interessant ist. Ich kann diesen historischen Roman wirklich nur weiterempfehlen.
Filmreifes Sujet
von heinoko - 24.05.2017
Auf üppigen 650 Seiten wird hier intensiv und detailreich ein Zeitgemälde ausgebreitet, das 3 Generationen umfasst. Jacob Hirschvogl, jüdischer Kaufmann, und seine Frau Thea lassen um die Jahrhundertwende zum 20. Jh. das Kaufhaus Hirschvogl am Rindermarkt in München entstehen, einen Kauftempel der Superlative, in dem es alles gibt, was das Herz der feinen Gesellschaft begehrt. Das Kaufhaus wächst und wächst, alles dreht sich bei Familie Hirschvogl nur um Ideen und Erweiterungen rund um das Kaufhaus. Auch Tochter Lily ist von dieser lebenserfüllenden Begeisterung für das Kaufhaus erfasst, insbesondere in den Zwanziger Jahren blüht und gedeiht alles, was die Familie auf die Beine stellt. In den 30er Jahren fallen die ersten zeitgeschichtlichen Schatten auf die Familie Hirschvogl... Dank der großen Kunst der Autorin, sehr bildreich und malerisch Details zu schildern, läuft das Geschehen wie ein Film vor dem inneren Auge des Lesers ab. Man fühlt den Stoff, das Rascheln, die Farben, die Üppigkeit der Dekorationen. Und man fürchtet schon zu Beginn das schreckliche Ende... Ich war von diesem Buch fasziniert, nein, geradezu hingerissen, konnte, da ich vor meiner Pensionierung selbstständige Geschäftsfrau war, restlos mitempfinden, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Geschäft der Mittelpunkt des Lebens ist. Die Autorin beschreibt am intensivsten die Zeit der Geschäftsblüte. Hier gelingt es der Autorin meisterhaft, den Idealismus, die Träume, die Hoffnungen und die Freude über Gelungenes in zündende Worte zu packen. In der Darstellung der 30er Jahre und später bekommt das Buch meiner Meinung nach leider Längen, wird zunehmend flacher, grauer, trockener, teils mühsam zu lesen. Für mich war anhand des Erzählten das Grauen des Endes nicht spürbar. Das Entsetzliche spürte ich nicht. Es wurde erzählt, aber ohne Leben erzählt. Ich empfand das Buch leider zum Ende hin geradezu als leer. Dennoch insgesamt ein absolut lesenswertes Buch, das ich mir wunderbar als Film vorstellen könnte.
von allegra - 20.05.2017
Im Roman "Das Haus der schönen Dinge" erzählt Heidi Rehn die Geschichte eines fiktiven Kaufhauses "Hirschvogl" in München zwischen 1897 und 1952. Wie viele andere Kaufhäuser gehört das "Hirschvogl" einer jüdischen Kaufmannsfamilie und so erzählt dieses Buch exemplarisch auf sehr herzerwärmende aber auch verstörende Weise das Schicksal einer jüdischen Familie in den lebhaften 20er Jahren und während der schrecklichen Zeit unter den Nationalsozialisten. Die Schauplätze in München sowie des Kaufhauses sind sehr anschaulich beschrieben, so dass man richtig zum Träumen kommt. Liebhaber von Fernsehserien wie "The Paradise" oder "Selfridges" werden in diesem Schmöker voll auf ihre Kosten kommen. Die Charaktere sind sehr sorgfältig und liebevoll ausgearbeitet, so dass auch der Zwiespalt, in dem viele Menschen in der Zeit der aufstrebenen NSDAP steckten, sehr deutlich wird. Sehr viele Informationen zur Geschichte Bayerns und Deutschlands sind eingestreut und auch viele wirtschaftliche Aspekte werden beleuchtet. Mein Leseverlauf war so, dass ich die ersten etwa 150 Seiten wirklich faszinierend fand und mich immer wieder richtig gefreut habe, wenn ich mal für eine halbe Stunde in das Buch eintauchen konnte. Danach, etwa im mittleren Drittel ist mir etwas zu wenig passiert. Es war nach wie vor flüssig zu lesen, aber ich habe dennoch einiges etwas übersprungen, ohne dass mir wirklich viel Information zur Handlung gefehlt hätte. Das letzte Drittel war dann wirklich sehr mitreißend von der Spannung her, aber auch von der gefühlsmäßigen Bindung her, die man mit den Figuren aufgebaut hat. Ich empfehle das Buch allen Liebhabern der etwas ausschweifenderen historischen Romane und natürlich Münchnern. Von mir erhält dieses Buch 4,5 Sterne. Da wo das nicht möglich ist, runde ich auf 5 Sterne auf.
Dramatische Familiengeschichte
von Lea - 17.05.2017
"Das Haus der schönen Dinge" ist ein gelungener Roman über die Geschichte eines Kaufhauses und der jüdischen Inhaberfamilie über drei Generationen hinweg. Es beginnt mit Thea und Jacob, die das (fiktive) Kaufhaus Hirschvogl in München am Rindermarkt eröffnen. Mit ihren fantasievollen Arrangements und Ideen schaffen sie es an die Spitze. Von da an beginnt die Erzählung der Geschichte des Kaufhauses. Gute Jahre, schlechte Jahre, Skandale, Freude, Frieden, Krieg. Alles ist dabei. Nach Thea und Jacob geht es um die Kinder von ihnen: Lily, Benno und Sepp. Schließlich auch um die Kinder von Lily: Edna und Leopold. Mit diesen Personen erleben wir spannende Jahre und Abenteuer. Vom rasanten Aufstieg des Hirschvogls vor der Jahrhundertwende begleiten wir die Geschichte bis zum Zweiten Weltkrieg. Die Geschichte ist spannend, es gibt viele Drehungen und Wendungen, Schicksalsschläge und Freudenmomente. Wie die Autorin Heidi Rehn die Atmosphäre im Kaufhaus Hirschvogl beschreibt, ist wirklich einzigartig und man sieht all die schönen Dinge darin sofort vor Augen und träumt sich selbst in diese Märchenwelt. Die Personen sind alle sehr lebensnah mit Ecken und Kanten beschrieben, manche mag man mehr, manche weniger. Das Buch wird aus vielen verschiedenen Perspektiven beschrieben, so erfährt man viele Hintergründe und Gedanken, trotzdem ist es nicht zu verwirrend, weil die Handlungen klar strukturiert und beschrieben werden. Mein einziger Kritikpunkt an der Geschichte sind die vielen Zeitsprünge. Zum einen verstehe ich, dass man springen muss, sonst kann man in einem Buch nicht so einen langen Zeitraum beschreiben. Trotzdem finde ich es nicht ganz gelungen, dass sehr viele Kapitel mit Cliffhangern enden und dann das neue Kapitel mit einer ganz neuen Situation beginnt, auch wenn im Laufe der Zeit alle Sachen aufgriffen und erklärt werden. Aber das gefällt mir nicht besonders. "Das Haus der schönen Dinge", ist vielleicht kein Buch, das glücklich macht, aber eines, das das Leben einer Familie wiederspiegelt, in guten und in schlechten Zeiten. Dabei berührt es den Leser mit den Schicksalen der Personen und lädt in ein wundervoll geschildertes Kaufhaus ein. Das ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Eine wunderschöne Familiengeschichte mit einem Traditionskaufhaus im Mittelpunkt
von Wencke - 17.05.2017
Die Autorin nimmt den Leser bei dieser wunderschönen Familiengeschichte mit in die Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht dabei das Traditionskaufhaus Hirschvogl in München. Insgesamt dürfen wir das Leben der jüdischen Familie Hischvogl mit allen Höhen und Tiefen von 1897 bis zum Jahr 1952 miterleben. Das Buch beginnt mit der Eröffnung des Kaufhauses Hirschvogl. Der Leser kann richtig spüren, wie besonders die Situation war, dass ein so großes Kaufhaus mit so erlesenen Waren eröffnet. Die Münchener lieben das Einkaufen bei den Hirschvogls. Schnell wird bekommt das Kaufhaus den Beinamen: Das Haus der schönen Dinge. Insgesamt drei Generationen überlebt das Kaufhaus und immer sind es die Frauen, die mit ihrem besonderen Gespür, den Kaufhausbesuch für die Menschen zu einem Erlebnis macht. Ich liebe Romane, bei denen man in eine andere Zeit abtauchen kann - und das gelingt bei diesem Buch besonders gut. Das Bewusstsein, dass bereits zur Jahrhundertwende die Juden in der Gesellschaft anders betrachtet wurden und sie nicht mit einer Selbstverständlichkeit zur Gesellschaft dazugehören, wird hier sehr gut vermittelt. An manchen Stellen fehlte mir jedoch die Tiefe zur Situation. Gerade bei besonderen Familienereignissen gingen mir die Gefühle nicht tief genug. So werden z. B. Hochzeiten, Geburten oder Todesfälle oft in der Vergangenheitsform erzählt, wenn das Ereignis selber schon einige Zeit zurück liegt. Sehr gut und hilfreich finde ich auf der Buchinnenseite vorne den Stammbaum der Familie Hirschvogl sowie auf der Buchinnenseite hinten der Stadtplan von dem damaligen München. Insgesamt hat mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden bereitet.
Als shoppen in München noch etwas Besonderes war!
von G. Schad Hugendubel Landshut - 15.05.2017
Exklusive Lingerie nach neuestem Pariser Chic, edle Stoffe, Krawatten aus teurer Seide für den Herrn, teure Möbel, feinste Delikatessen alles finden Sie hier. Nach dem Bummel rundet ein Tee im Salon oder eine Soiree am Abend das Einkaufserlebnis ab. Wo Sie so etwas finden? Bei den Münchner Vorgängern von Karstadt, Hertie, Beck und Co. Unglaublich aber wahr und wunderbar zu lesen!
Eine Familiengeschichte rund um das Kaufhaus Hirschvogl
von Rebecca Kiwitz - 14.05.2017
Der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl nutzt seine Chance als er 1897 zum Königlich Bayrischen Hoflieferanten ernannt wird und eröffnet das Kaufhaus Hirschvogl am Rindermarkt. Dies war der größte Traum von ihm und seiner Frau Thea. Die Tochter Lily hat sich von Anfang an sehr für das Haus interessiert und folgt in den "Goldenen Zwanzigern" ihren Eltern in der Leitung des Hauses. Leider kann Lily dies nicht lange genießen und das Haus weiterhin mit Erfolg führen wie sie es mochte, denn Anfang der 30er Jahre wendet sich das Blatt für die jüdischen Kaufhausbesitzer. Auf diesen Roman von Heidi Rehn war ich schon längere Zeit gespannt und konnte es gar nicht erwarten mit dem Lesen zu beginnen. Dadurch dass der Roman gut 55 Jahre der Familiengeschichte umfasst, ist er mit knapp 650 Seiten auch recht umfangreich. Der Einstieg in den Roman ist mir relativ leicht gefallen und wenn man die dicke des Buches bedenkt bin ich auch recht gut vorangekommen. Etwas verwirrend empfand ich zu Beginn nur die vielen Erzählstränge, aber im Verlauf des Romans hatte ich damit immer weniger Probleme. Das Buch an sich war in drei Teile aufgeteilt, der erste Teil ist der dickste und der dritte eindeutig der dünnste. Da es sich um eine fiktive Familie handelt und somit natürlich auch das Kaufhaus fiktiv ist, konnte die Autorin hier einiges von der Zeitgeschichte mit hineinpacken und ja ab und zu empfand ich persönlich es doch als etwas zu viel. Der Handlung an sich konnte man sehr gut folgen, auch wenn es ab und zu Zeitsprünge gab hatte man nie Probleme wieder in die Handlung einzutauchen. Frau Rehn hat auch die Geschichte rund um die Kaufhäuser sehr gut recherchiert, jedenfalls empfinde ich es als Leser so, auch wenn ihr bei Karstadt ein etwas größerer Fehler unterlaufen ist welcher mich doch einige Zeit beschäftigt hat und ich erst das Internet bemühen musste um dem genau auf den Grund zu gehen. Ich bin mir allerdings sicher, dass es den wenigsten Lesern auffallen wird. Sehr gut hat mir auch der Epilog gefallen, denn so wurden noch einige Fragen geklärt die ich noch im Kopf hatte und so konnte ich das Buch mit einem guten Gefühl beenden. Die verschiedenen Figuren des Romans fand ich alle mit sehr viel Liebe zum Detail beschrieben, so dass man sie sich während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Zum besseren Verständnis gab es aber auch im vorderen Einband des Buches den Stammbaum der Familie Hirschvogl. Aber auch die Handlungsorte konnte man sich dank der liebevollen Beschreibungen sehr gut vorstellen. Damit man sich die Lage des Kaufhauses besser vorstellen kann gab es im hinteren Einband einen Stadtplan der Münchner Innenstadt. Mir hat dieser Roman wirklich gut gefallen und ich habe schöne Lesestunden mit ihm verbracht. Wenn ich den Roman aber mit dem Roman von Justus Pfaue vergleiche der den Titel trägt " Ein Paradies für alle" hat mir dieser mit der teilweise fiktiven Geschichte um das Kaufhaus Wertheim doch einen Tick besser gefallen und deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen für diesen Roman hier.
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