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Es kann einem bange werden als Taschenbuch
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Es kann einem bange werden

Schriften und Reden 1976 - 1977. 'dtv Taschenbücher'. 'dtv Literatur'.
Taschenbuch
Aus der Reihe 'Schriften und Reden'
Taschenbuch

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Es kann einem bange werden als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Es kann einem bange werden
Autor/en: Heinrich Böll

ISBN: 3423106069
EAN: 9783423106061
Schriften und Reden 1976 - 1977.
'dtv Taschenbücher'. 'dtv Literatur'.
Herausgegeben von Bernd Balzer
dtv Verlagsgesellschaft

1. Dezember 1985 - kartoniert - 232 Seiten

Beschreibung

Aus der Reihe 'Schriften und Reden'

Die Jahre 1976/77 bringen einen Aufschwung der Bürgerinitiativen und der ökologischen, grünen Bewegung. "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt", heißt die Parole der Jungen. An Heinrich BöU wird sie von Dorothee Solle herangetragen, die ihn bittet, "etwas mehr für uns zu tun". Böll reagiert müde, fast resigniert. "Spürst Du nicht auch, wenigstens vorübergehend, die Versuchung, in Lähmung zu verfallen, auf irgendeine 'Reise' zu gehen?" fragt er. "Du rennst und rennst, und wo Du auch hin- oder ankommst, stehen sie schon mit ihrem Grinsen der Ausgewogenheit: Du hast Deine Rolle gespielt."

In der Praxis bedeutet das: In diesen Jahren des "deutschen Herbstes" schreibt Böll wieder mehr Rezensionen, reagiert auf ketzerische, oppositionelle Bücher von anderen, versucht ihnen Popularität zu verschaffen. Der Theologe Horst Herrmann, der Ex-Terrorist Bommi Baumann, der Ex-Dissident Solschenizyn, Lew Kopelew, Horst-Eberhard Richter, Wolfgang Bächler, Reiner Kunze, Wolf Biermann, Jurij Trifonow, Jiri Pelikan und Bernward Vesper gehören dazu. Daneben: die Besinnung auf die eigene Person, die eigene Herkunft, wie in der Betrachtung über den "Husten meines Vaters".

Portrait

Heinrich Böll, geb. am 21. Dezember 1917 in Köln, gest. am 16. Juli 1985 in Langenbroich, war Sohn eines Tischlers und Holzbildhauers, in dessen Hause in Köln ab 1933 Zusammenkünfte verbotener katholischer Jugendverbände stattfanden. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er desertierte 1944 und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire 'Die schwarzen Schafe' mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u.a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen das Grauen des Krieges und seiner Folgen, polemisierte er gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte er sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den 60er und 70er Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare 'Nachrüstung'. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock (Reisen in die UdSSR und CSSR). Der 1974 aus der UdSSR deportierte Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift 'L 76. Demokratie und Sozialismus' heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971-74). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Georg-Büchner-Preis (1967), den Literatur-Nobelpreis (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).

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