Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei
Herbst in der Großen Orange als Taschenbuch
PORTO-
FREI

Herbst in der Großen Orange

N. -Auflage.
Taschenbuch
"Los Angeles, die Große Orange, lauter Schnitze um ein Nichts. In solchen Schnitzen hatte er seinen Herbst verbracht. Wie grün war dieser Herbst." Loetschers melancholische Satire umkreist das Thema 'Herbst' vielfach: die Jahreszeit in einer Landscha … weiterlesen
Taschenbuch

8,90 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Herbst in der Großen Orange als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Herbst in der Großen Orange
Autor/en: Hugo Loetscher

ISBN: 3257211724
EAN: 9783257211726
N. -Auflage.
Diogenes Verlag AG

28. September 2001 - kartoniert - 164 Seiten

Beschreibung

"Los Angeles, die Große Orange, lauter Schnitze um ein Nichts. In solchen Schnitzen hatte er seinen Herbst verbracht. Wie grün war dieser Herbst." Loetschers melancholische Satire umkreist das Thema 'Herbst' vielfach: die Jahreszeit in einer Landschaft zwischen Wüste und Ozean, in der es eigentlich keinen Herbst gibt; den Lebensherbst der Hauptfigur; den Herbst schließlich einer Zivilisation.

Portrait

Hugo Loetscher, geboren 1929 in Zürich. Seit 1965 regelmäßige Aufenthalte in Lateinamerika und in den USA, an verschiedenen Schweizer Universitäten und in München. Seit 1969 freier Schriftsteller und Publizist.

Leseprobe

Los Angeles, die »Große Orange« lauter Schnitze um ein Nichts. In solchen Schnitzen hatte er seinen Herbst verbracht. Wie grün war dieser Herbst.

Zwei Grün hatte er. Eines, das man aussäte, und eines, das man per Meter von der Rolle kaufte. Einen Rasen, der von selber wuchs, mit so viel Chlorophyll, als sei er im Labor erzeugt worden. Und einen zweiten Rasen, den man aufklebte, von solch unregelmäßiger Struktur, als habe nicht eine Maschine, sondern der Zufall der Natur mitgewirkt. Lagen die beiden im Freien nebeneinander, war nicht auszumachen, für welchen er den Mäher brauchte und für welchen das Fleckenwasser.

Als Kontrastprogramm zeichneten sich am Horizont kahl und nackt die Hügel ab; sie stiegen gleich hinter der Küste hoch, und ihre Ketten verliefen sich in alle Richtungen. Als H. herüberflog und sie sich der Großen Orange näherten, hing unter dem Flugzeug eine schäbige Decke aus Rauch und Wolken, zerwühlt wie nach einem schlechten Schlaf. Zwischen den Rissen sah er vereinzelte Buschfeuer, riesige Motten, die sich durch die Hügel fraßen, Löcher hinterlassend, die nicht mehr Kunstzustopfen waren.

Später lernte er auf seinen wahllosen Fahrten unzählige dieser Hügel kennen. Gleich hinter den Gärten und Rasen wurde der Boden gelb und struppig. Nur noch Schotterstraßen führten hinauf zu den knapp bewachsenen Kuppen. Dort, neben bloßem Fels und inmitten von Geröll, machte der Chaparall mit seinem Gestrüpp auf Immergrün, als ob dieses nicht leichter Zunder wäre.

Nein, es war keine Zeit, um mit Streichhölzern zu spielen. Das hatte er auch nicht im Sinn.

Pressestimmen

"H.s. Erlebnisse und Beobachtungen spiegeln grundsätzlich den american way of life aus der Perspektive des nicht mehr ganz so fortschrittsgläubigen, etwas konsumüberdrüssigen und der Überzivilisiertheit müden Europäers, der sich über die Auswüchse des Kapitalismus ebenso wundert wie über künstlerisches Epigonentum, gepaart mit Machbarkeitswahn.§Loetschers Roman entlarvt in einer künstlerisch überzeugend überhöhten Reportageform den Mythos vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Er gibt eine ziemlich diversifizierte, teils ironisch, teils satirisch gefärbte Darstellung amerikanischen Großstadtlebens, indem er all die Scheinwelten bloßstellt und dem Leser unübersehbar die Dekadenz und Endzeitlichkeit dieser Kultur vor Augen führt." (Neue Zürcher Zeitung)§§"Eines seiner witzigsten Bücher." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)§§"Hugo Loetscher ist mit Herbst in der Großen Orange ein großer Wurf gelungen. Loetscher enttarnt eine Scheinwelt, reiht ein sprachliches Kabinettstückchen ans a ndere, ist mal lyrisch, mal satirisch." (Stern)§§"Tod in Venedig am Pazifik: eine verödende Stadt-Agglomeration, ein Meeresufer, das die Pest hat, ein Beobachter, dem die Neugier vergeht." (Süddeutsche Zeitung)§§


Mehr aus dieser Reihe

zurück
Porträtzeichnungen 1977-1979
Taschenbuch
von Anna Keel
Superhero
Taschenbuch
von Anthony Mccarten
Gefährliche Ferien - Nordsee, Ostsee
Taschenbuch
von Bernhard Schlink…
Blaubart
Taschenbuch
von Amélie Nothomb
Drei tränenlose Geschichten
Taschenbuch
von Erich Hackl
vor
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.