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Unbarmherzig

Kriminalroman. 2. Auflage.
Taschenbuch
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Gina Angelucci, die Spezialistin für ungeklärte Mordfälle, klärt auf, was seit dem 2. Weltkrieg im Verborgenen lag

Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Unbarmherzig
Autor/en: Inge Löhnig

ISBN: 3548290973
EAN: 9783548290973
Kriminalroman.
2. Auflage.
Ullstein Taschenbuchvlg.

1. Juni 2019 - kartoniert - 380 Seiten

Beschreibung

Gina Angelucci, die Spezialistin für ungeklärte Mordfälle, klärt auf, was seit dem 2. Weltkrieg im Verborgenen lag

Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.

Spannung auf höchstem Niveau: abgründig, scharfsinnig, düster

Portrait

Schon als Kind verfügte Inge Löhnig über so viel Fantasie, dass ihre Geschichten noch heute in der Familie legendär sind. Neben dem Beruf als Grafik-Designerin war Schreiben lange ein Hobby. Erst mit dem Erscheinen der Reihe um den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort wurde daraus die neue Profession. Die Kriminal-Romane von Inge Löhnig sind ebenso regelmäßig auf der Bestsellerliste zu finden, wie die spannenden Familien-Romane, die sie unter dem Pseudonym Ellen Sandberg veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

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Die Toten und ihre Geschichte
von Claudia S. / Kreis HD - 25.06.2019
Kaum aus der Elternzeit zurück, bekommt Gina Angelucci einen neuen Cold Case auf den Tisch. Es wurden die Gebeine von zwei Toten entdeckt. Es stellt sich heraus, dass sie schon mehrere Jahrzehnte da gelegen haben. Wer sind die beiden und warum schleicht diese seltsame Frau immer in Ginas Nähe herum? Dieses Buch lässt sich unabhängig von den anderen der Reihe lesen. Es beschäftigt sich mit der Zeit kurz vor Kriegsende und zeigt eine der vielen üblen Facetten jeder Zeit und Gesinnung auf. Stilistisch sehr schön und frisch angelegt erfährt der Leser aus einer neuen Sicht von den Gräueltaten, die so einige unter dem Deckmantel des Krieges begangen haben. Auch die Wendigkeit, mit der so manche direkt nach der Kapitulation vom Befürworter zum Gegner wurde. Sehr vieles, das zwischen den Zeilen steht, geht direkt unter die Haut. Das Privatleben der Ermittlerin Gina Angelucci und ihrem Mann Tino Dühnfort, das Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom, die sich ausbreitende rechte Gesinnung - hier wird gekonnt und geschickt ein immer aktuelles Thema aufgegriffen und beleuchtet. Auch wenn Frau Löhnig mit dem Strang um die Kriegszeit einem aktuellen Trend folgt, schafft sie es doch, ihm eine neue Perspektive, eine andere Richtung zu geben und sich damit von der Masse abzuheben. Auch traut sie sich, keinem Schema zu folgen, sondern eine Wendung einzubauen, die für den Leser etwas weniger schön, für die Autorin aber wichtig ist. Dazu noch die Krönung, das Ende nicht ganz so zu gestalten, wie es die meisten Autoren tun würden. Doch genau diese Kombination macht das Buch authentisch und glaubwürdig. Die Kapitel sind recht kurz gehalten. Das macht das Buch besonders leicht lesbar. Die Perspektiv- bzw. Zeitenwechsel sind sauber erkennbar. Gewisse Teile sind in Kursivschrift gehalten. Dies mag den einen oder anderen etwas stören. Ich persönlich finde das gut lesbar und für die Trennung sehr wirksam. Es gibt sehr viele Personen und damit Namen zu merken. Die verwandtschaftlichen Verhältnisse spielen auch eine Rolle (und haben mich teilweise verwirrt). Ein paar Unklarheiten und Ungereimtheiten ließen mich ebenfalls stutzen. Dennoch habe ich das Buch sehr gern gelesen. Für mich ist "Unbarmherzig" nicht Inge Löhnigs bestes, aber ein sehr gutes und empfehlenswertes Buch. Ich gebe vier Sterne.
Das Schicksal der Zwangsarbeiterin
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In einer Kiesgrube in der Nähe von München werden menschliche Knochen von einer Spaziergängerin entdeckt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um zwei Personen, die vor ca. 70 Jahren erschossen worden sind. Bei der Leichenschau wird festgestellt, dass es sich wahrscheinlich um einen deutschen Mann und eine Frau aus dem Baltikum handelt. In der Nähe des Fundorts befand sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs eine Munitionsfabrik, in der verschleppte Zwangsarbeiter arbeiten mussten. War die Frau dort beschäftigt? Gina Angelucci, die gerade aus dem Erziehungsurlaub zurückgekehrt ist, und für die Altfälle zuständig ist, möchte herausfinden wer die Toten sind und was ihnen zugestoßen ist. Gegen den Widerstand des Oberstaatsanwaltes beginnt sie zu ermitteln. Ich habe bisher alle Bücher der Reihe um Kommissar Dühnfort und den ersten Band um seine Frau Gina Angelucci gelesen und bin ein großer Fan beider Reihen. Auch dieser Fall war wieder sehr interessant, der Schreibstil wie immer flüssig und angenehm zu lesen. Zwischendurch hatte die Handlung mal einen Hänger, aber das Ende war spannend und für mich sehr emotional. Die Handlung ist in zwei Zeitebenen unterteilt - die Gegenwart in der Gina herauszufinden versucht, was damals geschah und aus der Sicht der jungen Kairi, die 1944 als Zwangsarbeiterin in der Heeresmunitionsfabrik in Altbruck arbeiten musste. Besonders der historische Teil hat mir sehr gut gefallen. Fazit: Wieder ein sehr gelungener Kriminalroman mit einem sehr interessanten Thema.
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von Daggy - 23.06.2019
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Was ist passiert? Im Schuttablageplatz einer Baufirma werden Teile zweier Skelette gefunden. Nach einer ersten Untersuchung wird klar, dass die beiden in der Zeit des Nationalsozialismus gestorben sind. Potentiell durch einen Mord. Das ruft die Polizistin Gina auf den Plan. Sie ist für alte Fälle zuständig und möchte den Toten ihre Namen zurückgeben und wenn möglich herausfinden wer sie getötet hat. Sie stößt dabei auf viele Probleme. Denn die meisten die ihr dabei helfen könnten sind bereits tot. Und die, die ihr helfen könnten schweigen. Außerdem werden ihr von verschiedenen Figuren Steine in den Weg gelegt. Meine Meinung: Rein optisch bin ich nicht unbedingt ein Fan von dem Buch, da ich diese Hochglanzoptik nicht wirklich mag. Allerdings gefällt mir die Prägung. Das Buch ist wirklich leicht zu lesen. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme mich unter den Charakteren zurechtzufinden. Das Buch springt immer wieder in der Zeit und erzählt aus verschiedenen Perspektiven. Der Autorin ist es aber gut gelungen, dass man den Faden nicht dabei verliert. Die Figuren sind finde ich schön ausgestaltet und der Umgebung hat sie wirklich Leben eingehaucht. Man kann sich die Munitionsfabrik und die Arbeitsumstände wirklich vorstellen. Auch die Einschübe über Erfahrungen mit der rechten Szene finde ich sehr gelungen, denn leider ist das ja nun wirklich nicht aus der Luft gegriffen. Solche Situationen gibt es leider einfach viel zu häufig. Ich finde schön, dass Ginas Ziel ist den Hinterbliebenen Gewissheit über den Verbleib ihrer Angehörigen zu geben. Das Ende, als sie Kairis Knochen zu deren Bruder gebracht hat, hat mir tatsächlich die Tränen in die Augen getrieben. Was ich allerdings relativ unnötig fand, ist die Nebengeschichte mit der Psychopathin die sich an Gina rächen möchte. Sie hat zwar nicht wirklich gestört aber irgendwie auch nicht richtig gepasst. Fazit: Ein wirklich gelungenes Buch voller Spannung und Ungewissheit. Ich habe es in einem Rutsch verschlungen und da es mich am Ende wirklich zu Tränen gerührt hat, bekommt es von mir verdiente fünf Sterne.
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Inhalt: Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will. Meinung: Es ist der zweite Fall für die Cold Case Ermittlerin Gina Angelucci von der Münchner Kripo. Privat kommt sie gerade aus der Elternzeit zurück. Ihr erster Fall nach dieser Zeit hat es in sich. Eine Frau findet in einem kleinen Dorf die Knochen zweier Menschen. Die Identifizierung gestaltet sich als schwierig. Die Ermittlungen werden sogar behindert. Welche grausame Geschichte steckt dahinter? Weiß jemand etwas? Wenn ja. Was weiß er/sie alles und warum wird es verheimlicht? Und dann ist da noch ein privates Problem das Gina Angelucci herausfordert. Ein überaus spannender Fall, der seinen Ursprung in den Wirren des zweiten Weltkrieges hat. Der Schreibstil ist flüssig. Der Lesefluss auch. Die Geschichte an sich ist toll entwickelt und nimmt einen voll mit. Gerade der Bezug zum 2. Weltkrieg macht es unglaublich spannend. Die im Laufe der Geschichte vorzufindenden Rückblenden verstärken dies. Die Charaktere sind stark und fügen sich nahtlos in den Plot ein. Die jeweiligen Situationen werden gut dargestellt und die Reaktionen und Verhaltensmuster der Beteiligten überzeugend rübergebracht. Privat ist Ginas gesamte Familie in Gefahr. Eine Nebengeschichte die beinahe so spannend ist wie die Haupterzählung! Zwischendurch wird diese Geschichte fokussiert, zum Ende hin rückt sie jedoch immer weiter in den Hintergrund ohne weiter erwähnt zu werden. Dafür 0,5 Sterne Abzug von mir. Vielleicht geht das Ganze aber auch im 3. Teil weiter? Das würde mich freuen! Alles in allem ein toller Krimi, in dem man sich auch hineinfindet ohne den 1. Teil gelesen zu haben. Von mir 4,5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!
Solide Kost
von Nele33 - 20.06.2019
Unbarmherzig von Inge Löhnig ist der zweite Solo-Band um Gina Angelucci, die Spezialistin für sogennante Cold Cases - ungelöste Kriminalfälle bei der Münchner Kriminalpolizei. Ich habe sowohl alle Bände um Kommissar Tino Dühnfort, als auch den ersten Band um Gina gelesen. Gina Angelucci kehrt nach der Elternzeit wieder zurück an ihren Arbeitsplatz und Tino übernimmt die Rolle des Hausmannes. Schon an ihrem ersten Arbeitstag entdeckt Ella, eine Spaziergängerin auf einem Kiesabladeplatz Knochen die zu einem bzw zwei menschlichen Skeletten gehören. Nach der Untersuchung steht fest, diese Knochen wurden schon vor 80 Jahren verscharrt. Doch der Fundort ist nicht gleichzeitig der Tatort. Schnell kommen Fragen auf, wo war der wirkliche Ablageort, um wen handelt es sich ,was hat die Familie des ehemaligen Bürgermeisters zu verbergen? Ella gehört zu einem Teil dieser Familie. Entgegen der Meinung ihres Chefes, der den Fall zu den Akten legen möchten, findet Gina gute Gründe um zu ermitteln und schreckt auch nicht vor der Zusammenarbeit mit der Presse zurück um ihr Ziel zu erreichen. Inge Löhnig versteht es gekonnt die historischen Hintergründe vom 2. Weltkrieg, den Zwangsarbeitern und die Gegenwart miteinander zu verbinden. Wie auch bei den Vorgängerbänden gefällt mir das Team und der Chef um Gina mir ausgesprochen gut. Unbarmherzig ist ein solider Krimi im gewohnten Löhnig Stil und für kurzweilige Lesestunden geeignet.
hat wieder überzeugt
von Marita Robker-Rahe - 19.06.2019
Der nunmehr 2. Band der Gina Angelucci Reihe von Inge Löhnig ist da und hat mich wieder begeistert. Die Autorin versteht es einfach gut konstruierte geschichten zu erzählen, die immer einen Mehrwert haben. Gina Angelucci ist aus der Elternzeit zurück, die nun ihr Mann Tonio weiterführt. Sie soll sich zwar mit einem alten Fall , der sich um einen Lehrer dreht beschäftigen, doch da kommt ihr ein Fall in die Quere, der schon 70 Jahre zurückreicht. Und zwar werden in einem kleinen bayrischen Ort, in dem im 2. Weltkrieg eine Munitionsfabrik war, die Leichenteile von zwei Menschen gefunden. Gina berührt das sehr, denn sie ist der Ansicht, dass ein jeder das Recht hat über den Verbleib seiner Lieben Bescheid zu wissen, egal wie lange dieser Fall zurück liegt.Also tut sie alles , um die Identität und die Todesursache dieser beiden Menschen herauszufinden. Mich hat dieses Buch sofort in seinen Bann gezogen. Ich weiß nicht , wie Frau Löhnig es schaft, aber ich bleibe an ihren Büchern immer so lange kleben, bis ich endllich das Buch durch habe, egal ob sie unter Pseudonym schreibt, oder unter ihrem wirklichen Namen, die Bücher fesseln einfach. Ihre Fälle sind nicht nur gut konstruiert, sie beschreibt ihre Figuren einfach immer so menschlich und nahbar, dass man sich gleich mit ihnen verbunden fühlt. Auch Gina ist kein Übermensch, sondern eine normale, aber Gott sei Dank vorurteilsfreie Frau, die ein Downsyndrom Kind hat und deren Ehemann sich die Elternzeit mit ihr teilt. Danke Frau Löhnig, ich fand diese Schilderungen einfach klasse. Kein schwarz-weiß Denken, sondern Eltern, die die gleichen Sorgen haben, wie andere Eltern. Spannend war der Fall allemal, aber er regt auch zum Nachdenken an. Wie empfinden Menschen, die nie erfahren haben, was mit ihren nahen Verwandten im Krieg passierte, die nie ein Grab besuchen können ? Frau Löhnig schafft es einfach immer mit ihren Bücher zu überzeugen und einem ein sattes und zufriedenes Gefühl zu vermitteln, wenn man das Buch geschlossen hat.
Gerechtigkeit verjährt nicht
von Thea - 19.06.2019
Die noch junge Ermittlerin Gina Angelucci bekommt nach ihrer Elternzeit einen Fall auf den Tisch, der sie und die Leser in ein düsteres Kapitel der Vergangenheit führt. Das ist für Gina nichts Neues, denn sie ermittelt Cold Cases, rollt bisher ungelöste Fälle für die Münchner Kripo auf. In diesem Fall werden Knochen bei Bauarbeiten auf dem ehemaligen Gelände einer Munitionsfabrik in der Nähe von München gefunden. Das Interesse auf Seiten der betroffenen Gemeinde ist ebenso gering, wie das der Staatsanwaltschaft, diese alte Geschichte komplett aufzuarbeiten. Aber Gina findet, dass Gerechtigkeit auch nach Jahrzehnten wichtig ist und die Familien nur so zur Ruhe kommen. Und jetzt wird es spannend, denn parallel zu Ginas Ermittlungen erfahren wir von zwei zerstrittenen Familien in eben jenem Dorf und wir springen als Leser hinein in das Leben der blutjungen Lettin Kairi, die als Zwangsarbeiterin in der Munitionsfabrik arbeiten muss. Inge Löhning versteht es mit einer schönen anschaulichen Sprache, mit vielen Emotionen und starken Bildern die Lebenswelten verschiedener Frauen lebendig zu werden. Kunstvoll und intelligent verflicht sie die Schicksale dieser Frauen und Generationen zu einer sehr realistischen, glaubwürdigen Geschichte. Tatsächlich kommen in diesem Buch Männer nur als Randfiguren vor, aber das ist völlig in Ordnung. Die zusätzlich eingeflochtene Geschichte einer Stalkerin, die Gina Angelucci und ihre Tochter bedroht empfinde ich persönlich dagegen als völlig überflüssigen Fremdkörper. Die Geschichte braucht diese Nebenhandlung nicht, sie lenkt nur ab und erscheint mir wie nachträglich aufgepfropft. Dass sich die Autorin das Schicksal der Zwangsarbeiter zum Thema eines Krimis ausgesucht hat, finde ich ganz großartig. Besonders gut hat mir der Schluss gefallen, bei dem nicht alles juristisch aufgeklärt, aber doch Frieden gestiftet wird. Wenn ein Roman nicht nur gut unterhält, sondern auch Erkenntnisse bringt, ist das wunderbar. Ich kann den Kriminalroman nur empfehlen.
Gelungene Mischung aus Spannung und jungem Familienleben
von Marie aus E. - 18.06.2019
Gina ist inzwischen Mama einer entzückenden Tochter, Chiara und steigt mit Buchbeginn nach der Elternzeit wieder in ihren Job ein, während ihr Mann nun den zweiten Teil der Elternzeit nimmt. Die private Seite der jungen Familie nimmt einen nicht unerheblichen Teil des Buches ein und das hat mir hier sehr gut gefallen. Die Rollenverteilung, die damit einhergehen Probleme (¿eine Mutter hat bei ihrem Kind zu bleiben¿, das Hinterfragen, ob das wirklich eine gute Idee war, weil man vermeintlich oder auch tatsächlich manche Situation besser gemeistert hätte, wenn man statt des Mannes zu Hause geblieben wäre) und nicht zuletzt die kleine süße Chiara, die das Downsyndrom hat und zwar motorisch etwas hinter ihren Altersgenossen hinterherhinkt, ansonsten aber ein bezauberndes, putziges, dickköpfiges Kleinkind ist. Es hat mir gut gefallen, mal über ein zeitgemäßes Familienbild zu lesen und hat mir auch nicht zu viel Raum eingenommen. Der eigentlich Cold Case geht siebzig bis achtzig Jahre zurück in die Kriegszeit. Mit Rückblenden in das damalige Dorfleben und in das Zwangsarbeiterlager wird der Fall mit den heutigen Bewohnern verknüpft. Obwohl es ein fiktiver Fall ist, hätte er genauso stattfinden können und die Situation der Zwangsarbeitenden sowie die Entnazifizierung der größten Nazis hat mich schon schwer schlucken lassen. Gleichzeitig fand ich es sehr spannend, wer nun hinter den Morden steckt und vor allem warum. Interessant fand ich auch Nebensätze wie über den Brutalismus. Zuerst dachte ich, das wäre eine gelungene Erfindung der Autorin, aber den Architekturstil gibt es wirklich. Oder sehr treffende Beschreibungen wie ¿die Insektenfrau¿. Alles in allem eine richtig Runde Mischung aus Spannung, Historie und Familienleben.
Cold Case
von crimson_king - 17.06.2019
Inge Löhnig zählt zu meinen Lieblingsautorinnen, das hat sie mit dem zweiten Teil aus der Gina Angelucci Reihe wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. Gina Angelucci ist nach ihrer Elternzeit wieder zurück bei der Münchner Kripo, ihr Fall führt sie nach Altbruck, einem kleinen Ort in der Nähe von München. Dort entsteht ein neues Gewerbegebiet, bei den Bauarbeiten werden Teile von zwei menschlichen Skeletten gefunden. Gina will die Identität der Toten unbedingt herausfinden, auch wenn ihr Chef erst dagegen ist, beginnt sie zu ermitteln. Für Gina ist klar dass sie nicht eher aufgeben wird, bis die Identität geklärt ist. Sie hat das richtig Händchen, das richtige Gespür für diesen Fall und findet bald heraus, dass es Verbindungen zu einer Munitionsfabrik gibt, die während der Zeit des zweiten Weltkrieges mit Zwangsarbeitern arbeitete. Während sie mit den Ermittlungen beschäftigt ist, wird ihre Familie auch noch gestalkt. Gina ist eine sympathische Protagonistin, mal keine die ausgebrannt ist oder zu viel Alkohol trinkt. Was sich positiv aus dem Gros der Ermittler abhebt. Sie stürzt sich fast verbissen in die Recherche, genau das hat mir gefallen. Inge Löhnig zeichnet starke Charaktere, die lebendig sowie authentisch wirken. Schreibstil und Aufbau der Story ist top, sie versteht es ihre Leser zu fesseln und Spannung aufzubauen. Verdiente 5 Sterne.
Spannend und aktuell
von Gwenni - 17.06.2019
Ich war sehr schnell in der Geschichte gefangen, musste anfangs jedoch nur aufpassen, dass ich die vielen Namen und Familien nicht miteinander verwechsle, da kommt man jedoch mit der Zeit rein. Die Thematik ist spannend, verjährte Todesfälle aufzuklären, bedarf einer ganz anderen Ermittlungsweise. Dabei kommen so einige scheinbar lang gehütete Geheimnisse zum Vorschein. Hier thematisiert die Autorin die Nazizeit und schlägt auch eine gute Kurve in die Gegenwart, in der das rechte Gedankengut wieder gefährliche Ausmaße annimmt. Dieser aktuelle Bezug hat mir sehr gut gefallen! Hier und da gab es ein paar Nebenschauplätze, die ich für die Story überflüssig fand und zu dem Ende der Geschichte muss jeder sein eigenes Urteil fällen. Mir ging die Spannung jedenfalls nie verloren, man hat das Buch ganz gut in einem Rutsch lesen können. Es bleibt Stoff für weitere Bände übrig.
Endlich mal wieder ein guter Krimi
von Buchkenner - 17.06.2019
Es war mal wieder Zeit für einen ordentlichen Krimi, den ich in "Unbarmherzig" gefunden habe. Die Autorin Inge Löhnig versteht ihr Handwerk und bietet in ihrem neuen Buch genau das, was man sich von einem soliden Kriminalroman erwarten darf. Gute Schreibe, durchdachter Fall und ein interessantes Setting, treffen auf vielseitige Charaktere und gescheite Ermittler. Der einzige Kritikpunkt liegt in einem Nebenhandlungsstrang, der für mich überflüssig war, ansonsten bin ich absolut zufrieden mit diesem Buch. Besonders das Thema der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs fand ich als Hintergrund sehr interessant, erfährt man doch in Deutschland recht wenig über das Baltikum während der Kriegszeit. Aber nicht nur der Krieg als solcher ist Thema, auch der Bezug zur sich heute wieder ausbreitenden rechten Gesinnung ist da. Ein heißes Eisen, das die Autorin damit anfasst, das sie aber zu händeln weiß. Gefallen hat mir neben dem Thema auch die Polizistin Gina. Sie scheint eine ganz normale Frau zu sein ohne Depressionen, Drogensucht oder Sonstigem was Ermittlern oft zu schaffen macht, was ich als Leserin aber wirklich anstrengend finde. Sie, ihr Mann Tino und ihr kleines Töchterchen wirken einfach wie eine herrlich normale Familie. Ganz so normal waren die Bewohner von Altenbruck zwar nicht, trotzdem waren sie für mich das eigentliche Highlight des Krimis. Einzeln interessant aber vor allem im Zusammenspiel miteinander haben sie der Geschichte ihren Stempel aufgedrückt und konnten mich wirklich unterhalten. Fazit: 4 1/2 Sterne Eine klare Empfehlung für die Krimifans unter euch.
Cold Case, die Zweite
von cabotcove - 17.06.2019
Cold Case, die Zweite Bereits der erste Teil um die Spezialistin für ungelöste, sogenannte "cold cases", bei denen es längere Zeit keine neue Spuren gab, die aber nicht ganz "ad acta" gelegt wurden bzw. dann nochmal "aufgerollt" werden - "Gedenke mein" heißt er - hat mir ebenso gut gefallen wie die Krimis mit Konstantin Dühnfort als Kommissar. Auch Gina macht sich wie Dühnfort hervorragend als Protagonistin, hat Charakter und ist durchaus eine vielschichtige Persönlichkeit - die dem Leser, ebenso wie Dühnfort, der ja nun schon seinen 8. Fall (wenn ich nicht irre oder waren es vielleicht auch schon mehr..??) hinter sich gebracht hat - auch noch für mehr Fälle interessant bleiben wird. Auch diese Story "Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will." wartet dank Inge Löhnig¿s hervorragendem Erzähltalent wieder mit hoher Spannung auf, und das fast von der ersten Seite an bereits. Man ist gebannt in der Geschichte und harrt gespannt der Dinge, die als Nächstes passieren werden. Meiner Meinung nach war es eine sehr gute Idee, Tino Dühnfort¿s Frau den Raum für eigene Krimis zu geben, denn sie ist auch eine beeindruckende Persönlichkeit, sympathisch und macht ihre Sache wirklich sehr gut. Wenn Krimis so spannend sind, dass sie fast schon als Thriller durchgehen und ich sie in einem Rutsch durchlese, was soll ich dann noch sagen..?? Phantastisch und fünf wohlverdiente Sterne von mir für Gina Angelucci¿s zweiten Fall "Unbarmherzig" !
Gelungene Verknüpfung zwischen Gegenwart & Vergangenheit
von Tara - 15.06.2019
"Unbarmherzig" ist der zweite Gina-Angelucci-Krimi der Autorin Inge Löhnig, der sich problemlos ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes lesen lässt. In dem Dorf Altbruck werden zwei Skelette gefunden. Schnell kommt der Verdacht auf, dass es sich dabei um Zwangsarbeiter handelt, die Ende des Zweiten Weltkrieges in der nahe gelegenen Munitionsfabrik gearbeitet haben. Gina Angelucci übernimmt den Fall während sich ihr Ehemann Tino Dühnfort um die kleine Tochter kümmert. Zielstrebig bemüht sich Gina mehr über die Identität der Toten herauszubekommen und wühlt dafür tief in der Vergangenheit der Bewohner des Dorfes. Gleichzeitig bekommt sie Probleme mit einer Stalkerin, die immer wieder und überall auftaucht und das Glück ihrer Familie bedroht. Der Schreibstil von Inge Löhnig ist kurzweilig und angenehm zu lesen. Direkt von Anfang an wird Spannung aufgebaut. Perspektivwechsel und Einblicke in die Vergangenheit der Opfer durch Tagebuchausschnitte sorgen für Abwechslung und fesseln so zusätzlich. Neben den Ermittlungsarbeiten erfährt man auch einiges über Ginas Privatleben. Als Eltern eines Kindes mit Herzfehler und Down Syndrom wird ihnen auch privat einiges abverlangt. Die Ermittlungsarbeiten sind interessant zu lesen. Man merkt, dass die Autorin die Hintergründe für den Roman gut recherchiert hat und die Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit ist ihr einfach großartig gelungen. Die Charaktere werden authentisch beschrieben. Dabei gibt es sympathische und weniger liebenswerte Zeitgenossen. Mich hat dieser Krimi gut unterhalten und mir hat dabei besonders gut gefallen, dass er ohne unnötige Brutalität auskommt und sehr einfühlsam geschrieben ist. Das Ende war stimmig und rund und ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen.
Rätselhaft, teils fesselnd
von Martina Ernst - 14.06.2019
"Unbarmherzig" ist Band 2 der Gina Angelucci-Krimireihe von Autorin Inge Löhnig. Ein mysteriöser Knochenfund setzt Spekulationen in Gang. Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, übernimmt die Ermittlungen in einem 70 Jahre alten Fall. Zwei Leichen geben Rätsel auf. Was ist damals geschehen? Eine Identifizierung erscheint unmöglich. Dann gibt es einen ersten Hinweis auf eines der Opfer. Der Prolog lässt Atmosphäre aufkommen und sorgt für anfängliche Spannung. Die Geschehnisse bleiben rätselhaft. Mit dem Zeitsprung und ominösen Fund nimmt das Tempo ab. Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Das Thema "Familie" nimmt viel Raum ein. Verfeindete Dorfbewohner werden von der Vergangenheit eingeholt. Misstrauen, Verdächtigungen, Geheimnisse, Lügen und Schweigen. Wer weiß mehr als er zugibt? Derweil braut sich in Ginas Umfeld eine lauernde Gefahr zusammen, die sich nicht so recht in die Geschichte integrieren will. Gib es Zusammenhänge? Die Ermittlungen kommen nur langsam voran. Gina trifft auf Hindernisse. Über lange Strecken kommt der Krimi nicht so richtig in Fahrt. Dagegen fesseln die Ereignisse von damals. In Rückblicken lebt die Kriegszeit 1944 auf. Willkür, Hunger, Angst, Ausgeliefertsein, das Schicksal der Menschen berührt. Die beiden Hauptcharaktere aus dieser Zeit wirken sehr real. Der intensivste Handlungsstrang des Krimis. Details zu den Opfer setzen Spekulationen in Gang. Die Irreführung mit bald mehreren Verdächtigen ist gelungen. Gina will das Rätsel lösen und lässt sich von nichts aufhalten. Trotz ihres interessanten Jobs, der Herausforderungen und Einblicken in ihr Privatleben bleibt sie eher blass. Genau wie Ehemann Tino und Kollege Holger. Im letzten Buchdrittel zieht das Tempo zwar an, aber ein Handlungsstrang wird zu schnell ad acta gelegt. Eine Gefahr kann sich aufgrund der Kürze nicht entfalten. Alles steuert auf die Auflösung zu. Die ist einerseits überraschend, nicht so ganz überzeugen wollen Hintergründe und Motiv. Ein paar Zufälle zu viel sind im Spiel. Ein durchwachsener Krimi, mit einer interessanten Opfergeschichte. Obwohl der Autorinnenname sehr ins Auge fällt, ist der Titel gut in Szene gesetzt. Die Coverszene unterstreicht den düsteren Eindruck. "Unbarmherzig" erfüllt nicht die hochgeschnellten Erwartungen, trumpft aber mit historischem Bezug und berührenden Schicksalen auf. Die ausschlaggebenden Fäden sind gut gesponnen, entfalten aber nicht das Potential.
solider Krimi, der mich bis auf ein paar Kleinigkeiten gut unterhalten konnte
von Diana - 13.06.2019
Inge Löhnig - Unbarmherzig Eigentlich wollte Ella nur den Kopf frei bekommen, in dem der Verlust ihres Ehemannes und Geldsorgen schwirren, als sie zufällig bei einer Radtour über menschliche Knochen in einer Kiesgrube stolpert. Noch kann Ella nicht ahnen, dass sie damit eine Reihe Ereignisse in Gang setzt, die vor über 70 Jahren ihren Anfang nahmen. Gina hat nach der Babypause wieder ihren ersten Tag in der Abteilung "Ungeklärte Altfälle". Während sie viel lieber den Knochenfund in der Kiesgrube bearbeiten möchte, werden ihr andere Fälle zugeteilt. Als sich allerdings die Presse darauf einschiesst, dass keine Ermittlungen aufgenommen wurden, erhält Gina und ihr Kollege Holger den Fall doch noch. Allerdings werden ihr von höchster Stelle Steine in den Weg gelegt und die Puzzleteile müssen mühsam zusammen gesucht werden. Während Gina sich um die Ermittlungsarbeit kümmert, kümmert sich ihr Ehemann Tino um die gemeinsame Tochter Chiara, denn nun ist er in der Elternzeit. Als ihnen auffällt, dass sie von einer Frau verfolgt werden, wendet sich Tino an seine Kollegen bei der Polizei. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen? Ich kenne bereits ein paar Bücher der Autorin und war auf ihr neuestes Werk neugierig, da mir die Leseprobe gut gefallen hat. Der Schreibstil ist modern, die Erzählart überwiegend flüssig aber oft sehr detailliert, die Kapitel sind angenehm kurz. Der Kriminalroman baut schnell die Spannung auf, die aber leider nicht durchgängig gehalten wird. Immer wieder gibt es kleinere Wiederholungen der Handlung oder Situationen (Es wurde sehr oft wiederholt, dass Ella ihren Mann liebt und vermisst, ebenso wurde immer wieder die Fehde der Familie Anger und Schattenhofer angesprochen, auch das Gina gegen Windmühlen kämpfen muss, weil ihr Steine bei den Ermittlungen in den Weg geworfen werden,...), oder ausschweifende, detaillierte Beschreibungen der Handlung, die dann leider meinen Lesefluss etwas gestört haben und die Spannung abfallen ließen. Ebenso werden einige Handlungsstränge eröffnet, die sich hinterher verlaufen, wahrscheinlich um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Ebenso bleiben einige Fragen ungeklärt oder bereiten vielleicht schon auf den nächsten Roman vor. Nicht falsch verstehen, "Unbarmherzig" ist ein solider Krimi, der fesseln kann, aber mir persönlich war er streckenweise etwas zu langatmig, dazu kam die politische Seite, die zwar interessant ist, aber dennoch gefühlt in jedem dritten Krimi verarbeitet wird. Es gab einige Überraschungen, es gab Irrwege und der Fokus liegt eigentlich auf einem Familiendrama, das noch bis heute andauert. Ein Hauptaugenmerk liegt auf das Jahr 1944, mitten in Kriegszeiten, wo die Zwangsarbeiterin Kairi lebt und arbeitet. Das auch hier natürlich das Augenmerk auf die politische Situation liegt, war zu erwarten. Auch in der Gegenwart wird die "rechte Gesinnung" etwas vordergründig behandelt, was dazu führt, das Gina angefeindet oder sogar in ihren Ermittlungen behindert wird. Die Charaktere wurden detailliert und facettenreich beschrieben. Ich konnte mir sämtliche Figuren gut vorstellen, aber bis auf Tino, den ich bereits aus anderen Büchern kenne und den ich immer noch sympathisch und authentisch finde, konnte mich nur noch Gina von sich überzeugen, die tough und klug an die Arbeit geht, aber ihrem Mann scheinbar nur wenig zu traut. Wirklich sympathisch ist sie mir nicht geworden, aber sie ist eine Frau mit Charakter und als Polizistin beweist sie Wille, Mut und Schlagfertigkeit. Holger, der in diesem Buch kaum präsent war, ist zwar ein Sympathieträger, aber er kam meiner Meinung diesmal viel zu kurz. Die Streitigkeiten zwischen der Familie Anger und Schattenhofer zieht sich über Jahrzehnte hinweg und machen einen Großteil des Buches aus, auch hier gibt es ständige Wiederholungen der Twistigkeiten und natürlich fing alles mal mit einem Mann an, was aber eher nebensächlich ist. Die Handlungsorte sind gut beschrieben, wirken anschaulich und ich konnte mir Altbruck, die Tatorte und die Umgebung sehr gut vorstellen. Es tut mir leid, keine positivere Rezension schreiben zu können, aber manchmal stimmt die Chemie zwischen Leser und Buch nicht so ganz. Das heißt aber nicht, dass das Buch schlecht ist, es hat einen guten Unterhaltungswert und wer Bücher mit Schwerpunkt auf historische Begebenheiten gut findet, wird auch diesen Krimi gerne lesen. Das Cover ist genretypisch, der See hat jetzt nicht wirklich etwas mit dem Inhalt zu tun, ist aber ein Blickfang. Fazit: solider Krimi, der mich bis auf ein paar Kleinigkeiten gut unterhalten konnte. 3 Sterne.
1944 - Vermisst, gefallen oder doch ermordet?
von Rolands Bücherblog - 11.06.2019
Unbarmherzig ist der zweite Band aus der Gina-Angelucci-Reihe von Inge Löhnig. Die Spezialistin für Cold Cases kehrt frisch aus ihrer Elternzeit zurück zur Kripo. Als man in Altbruck in einem neu erschlossenen Gewerbegebiet auf die Knochen zweier Personen trifft, ist Gina gegen den Willen des Oberstaatsanwalts gleich Feuer und Flamme. Sie will deren Identität klären und den eventuellen Angehörigen damit die Ungewissheit nehmen. Als sich bei der Obduktion die Todesursache eindeutig als Mord erweist, beginnt sie mit ihren Recherchen, die sie zurückführen in das Jahr 1944, einer Heeresmunitionsfabrik und Zwangsarbeit. Und anscheinend haben die Bewohner von Altbruck auch so einige Altlasten, eine Mauer des Schweigens gilt es zu durchdringen. Inge Löhnig baut in diesem Krimi geschickt die schrittweise Annäherung an die Geschehnisse von damals auf. Gibt es anfangs noch viele Spuren denen man als Leser folgen kann, zieht sich nach und nach das Netz um den Täter zu. Dabei eingebaute Rückblenden erleichtern dann auch das Verständnis, was im Herbst 1944 tatsächlich passierte. Der Krimi lebt nicht von reißerischen Szenen, vielmehr überzeugt er durch seine atmosphärische Erzählung, den Verstrickungen der Familien in dem kleinen Ort und der hartnäckigen Ermittlerin, die nach und nach die Geschehnisse ans Licht bringt. Als Leser taucht man dabei wunderbar mit ein. Zusätzlich baut Inge Löhnig einen Handlungsstrang ein, der das Privatleben von Gina und ihrer Familie betrifft. Dieser ist meiner Ansicht nicht nötig, er läuft für mich ein wenig wie ein Fremdkörper nebenher. Der eigentlichen Hauptstory tut dies aber keinen Abbruch, denn Unbarmherzig ist zweifellos ein sehr gelungener Krimi und für mich auch eine klare Leseempfehlung für Fans von Cold Cases .
Der Knochenfund von Altbruck
von PeLi - 11.06.2019
Unbarmherzig ist der zweite Kriminalroman von Inge Löhnig, in dem nicht Tino Dühnfort ermittelt, sondern seine Frau Gina Angelucci. Während Tino sich nun um die gemeinsame Tochter Chiara kümmert, kehrt Gina nach ihrer Elternzeit gerade wieder an ihren Arbeitsplatz bei der Münchner Kripo zurück. Dort bearbeitet sie , zusammen mit ihren beiden Kollegen Holger und Thomas, ungelöste Altfälle. Kurz vor ihrem Arbeitsbeginn erfährt sie von einem Knochenfund auf einer Baustelle in dem kleinen Ort Altbruck. Offenbar liegen diese Knochen dort schon seit mindestens 70 Jahren und Ginas Interesse, herauszufinden, wer die unbekannten Toten sind, bei denen es sich um eine Frau und einen Mann, handelt, ist sofort geweckt, denn leider weiß sie aus eigener Erfahrung, wie belastend es für Angehörige ist, wenn ein nahestehender Mensch einfach verschwindet , ohne dass man je erfährt, wo derjenige ist und was mit ihm passiert ist. Doch ihr Chef und einige andere einflussreiche Männer sind gar nicht begeistert über ihr Interesse an diesem Fall, denn die Toten stammen aus einer Zeit, in der es in dem Ort Altbruck eine Heeresmunitionsanstalt gab, in der hauptsächlich Zwangsarbeiter eingesetzt wurden und diesen wenig rühmlichen Teil der Altbrucker Vergangenheit möchte man nicht so gerne wieder ans Licht zerren. Doch auch die Presse hat inzwischen Wind bekommen von diesem brisanten Fund und das ist Glück für Gina, denn nun darf sie mit ihren Kollegen doch den Fall untersuchen. Und tatsächlich gelingt es ihr sogar, die Identität der beiden Toten , die schon so lange dort verscharrt waren, aufzudecken und je tiefer sie und ihre Kollegen durch ihre Recherchen in die Vergangenheit eintauchen, umso ungeheuerlichere Dinge aus dieser Zeit gegen Ende des zweiten Weltkriegs kommen ans Licht. Und nicht nur dieser Fall beschäftigt Gina sehr, sondern sie und Tino müssen sich auch noch mit beängstigenden Vorkommnissen in ihrem Privatleben auseinandersetzen, die immer mehr zur Bedrohung ihrer kleinen glücklichen Familie werden. Es war sehr interessant, in diese Geschichte einzutauchen, aber teilweise auch sehr deprimierend, zu lesen, wie mit den Zwangsarbeitern umgegangen wurde und dass ganze Familien gewaltsam auseinandergerissen wurden. Besonders gut haben mir trotzdem die Kapitel gefallen, in denen das Opfer selbst zu Wort kam, in Form ihrer Tagebücher. Inge Löhnig ist es wunderbar einfühlsam gelungen, die Gedanken und Ängste des Opfers in ihren letzten Wochen und Monaten wiederzugeben. Auch ist es sehr angenehm, dass die Hauptprotagonisten in Inge Löhnigs Büchern mir sehr sympathisch sind, denn ich mag es gar nicht, Kriminalromane zu lesen, in denen die Ermittler fast mehr Dreck am Stecken haben als die Verbrecher, die sie suchen. Ein sehr gutes Buch mit einem überzeugendem Ende, deshalb von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
Spannender Cold Case
von KerstinT - 11.06.2019
Gina Angelucci hat ihre Elternzeit beendet und kehrt jetzt in ihren Dienst zurück. Gina ist für Cold Cases zuständig. Das sind alte Fälle, die noch nicht gelöst worden sind, allerdings zu den Akten gelegt wurden. Nach Jahren werden sie wieder hervorgeholt, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. An ihrem ersten Arbeitstag findet eine Spaziergängerin menschliche Überreste. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um das Skelett eines Mannes und einer Frau handelt - beide wurden ermordet. Und dass sie um die 80 Jahre lang verscharrt waren. Ort und Zeit weisen auf eine Munitionsfabrik im zweiten Weltkrieg hin. Kann der Mörder der beiden überhaupt noch gefunden werden? Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Gerade der Cold Case hat es interessant gemacht. Es ist beeindruckend, was aus alten Knochen alles gelesen werden kann! Die Ermittlungsarbeit von Gina hat mir gut gefallen. Als Leser konnte man Miträtsel und selbst ein paar Puzzleteile zusammensetzen. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er ist flüssig zu lesen und spannend. Gut gelöst fand ich die Handlung auf mehreren Zeitebenen spielen zu lassen. Zum Teil erfährt der Leser die Vergangenheit direkt aus den Abschnitten, die damals spielen und zum Teil aus Erinnerungen der Charaktere aus der Gegenwart. Gina kämpft sich durch die Geschichte und besteigt alle Steine, die ihr in den Weg gelegt werden. Denn niemand in dem kleinen Dorf will die alte Geschichte wieder aufwärmen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und individuell. Ginas und Tinos Privatleben nimmt auch einen gewissen Teil der Geschichte ein, was mir gut gefallen hat. Da es sich ja um eine Reihe handelt, ist das interessant, da man die Charaktere über eine längere Zeit begleitet. Eigentlich sind es ja sogar zwei Reihen, da es auch Krimis mit Tino Dühnfort als Ermittler gibt. Hier handelt es sich dann um aktuelle Fälle. Was mir an Inge Löhnigs Krimis so gut gefällt ist, dass sie ohne Brutalität und Action auskommen. Es geht um Ermittlungsarbeit. Indem die Ermittler einen kühlen Kopf bewahren lösen sie ihre Fälle. Ich wurde mit diesem Krimi sehr gut unterhalten und vergebe somit sehr gerne volle fünf von fünf Sterne.
Vergangenes gerät nie in Vergessenheit
von SiWel - 11.06.2019
In dem Kriminalroman von Inge Löhnig treffe ich wieder auf die Ermittlerin Gina Anelucci und ihren ehemann, dem Kommissar Konstantin Dühnfort- Beide kenne ich bereits aus dem Vorgängerband und bin nun gespannt wie es hier weitergeht. Gina wird in ihrer Cold Case Abteilung im ersten Fall nach ihrer Elternzeit sofort wieder gefordert. Es geht um die Aufklärung eines Knochenfundes, der seit Jahrzehnten schon verborgen in der Erde geschlummert hat. Der Prolog beginnt mit einem jungen Paar, das sich in einer Hütte während eines Unwetters versteckt und dann erschossen wird. Sofort war mir klar, das hat bestimmt etwas mit dem geheimnisvollen Knochenfund zu tun und schon war ich in der Geschichte drin. Es spielt zur Kriegszeit und heute. Interessant ist wie es sich anschließend noch zusammenfügt. Ich konnte Gina toll bei ihrer akribischen Ermittlungsarbeit begleiten und wurde auch hier des öfteren auf eine ganz falsche Fährte geführt. Selbst in das Privatleben des Ermittlerpaares konnte ich mich gut mit einfügen. Sie werden gestalkt, was ein komplett anderer Fall ist und immer mal wieder von dem Knochenfund ablenkt. Ob es jetzt unbedingt hier mit hinein gehört sei mal dahingestellt. Ich finde, dafür das es ein eher ruhiger unblutiger Krimi ist, ist er durchaus lesenswert. Es bleibt bis zum Ende spannend und hat für mich eine Wendung gefunden mit der ich so nicht gerechnet hätte
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