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Unbarmherzig

Kriminalroman. 2. Auflage.
Taschenbuch
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Gina Angelucci, die Spezialistin für ungeklärte Mordfälle, klärt auf, was seit dem 2. Weltkrieg im Verborgenen lag

Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Unbarmherzig
Autor/en: Inge Löhnig

ISBN: 3548290973
EAN: 9783548290973
Kriminalroman.
2. Auflage.
Ullstein Taschenbuchvlg.

1. Juni 2019 - kartoniert - 380 Seiten

Beschreibung

Gina Angelucci, die Spezialistin für ungeklärte Mordfälle, klärt auf, was seit dem 2. Weltkrieg im Verborgenen lag

Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.

Spannung auf höchstem Niveau: abgründig, scharfsinnig, düster

Portrait

Schon als Kind verfügte Inge Löhnig über so viel Fantasie, dass ihre Geschichten noch heute in der Familie legendär sind. Neben dem Beruf als Grafik-Designerin war Schreiben lange ein Hobby. Erst mit dem Erscheinen der Reihe um den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort wurde daraus die neue Profession. Die Kriminal-Romane von Inge Löhnig sind ebenso regelmäßig auf der Bestsellerliste zu finden, wie die spannenden Familien-Romane, die sie unter dem Pseudonym Ellen Sandberg veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

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von Inge Löhnig
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Bewertungen unserer Kunden
Cold case - sehr fundiert und spannend erzählt
von lucyca - 21.07.2019
Gina Angelucci, Spezialistin für ungelöste Fälle, kehrt aus ihrer Elternzeit zurück. Gleich wird sie und ihr Kollege Holger Morell mit einem Fall betraut, der sich als eine richtige Knacknuss entwickelt. In einem kleinen bayrischen Ort etwas ausserhalb des Dorfes gab es während des 2. Weltkriegs eine Munitionsfabrik, in der dazumal viele Zwangsarbeiter und -innen Zwangsarbeit verrichteten. Kürzlich wurden ganz in der Nähe Leichenteile von einem Mann und einer Frau von einer Dorfbewohnerin gefunden. Gina als überzeugte Cold case Ermittlerin setzt alles daran, diesen Fall zu lösen und ihnen ihre Identität zurückzugeben, auch wenn sie schon 70 Jahre tot sind. Auch diese Geschichte hat mich gleich von Anfang an total eingefangen. Inge Löhnig hat einen Schreibstil, der mich jeweils immer wieder überzeugt. Ihre Figuren werden von ihr so lebendig beschrieben, es ist eine wahre Freude. Die jeweils gut konstruierten Fälle tragen das seine dazu bei. Was auch in diesem Buch nicht fehlt, sind Begebenheiten mit ihrer kleinen Familie Tochter Chiara und Tino. Chiara ist ein besonderes Mädchen, geboren mit dem down Syndrom. Auch im Privatleben werden Gina und Tina mit einer Situation konfrontiert, die es in sich hat. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Das Thema hat mich sehr nachdenklich gemacht, bin ich doch der Meinung, dass jedermann ein Recht hat, zu erfahren, was mit plötzlich verschwunden Personen geschehen ist. Auch der zweite Fall mit der Hauptperson Gina Angelucci hat mich voll überzeugt. Dafür gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Der zweite Fall für Gina Angelucci
von trucks - 20.07.2019
Der zweite Fall für Gina Angelucci Konstantin Dühnfort ist ja fast ein guter, alter Bekannter und nun legt Inge Löhnig den zweiten Krimi mit Gina Angelucci, seiner Lebensgefährtin vor, die einen ebenso "tragende Figur" sein kann wie ihr Freund, denn auch sie ist sehr charismatisch und interessant als Person. Sie ist Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo und aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt, während Tino Dühnfort sich um die kleine Tochter kümmert. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will... Ich finde es gerade schön, dass die Hintergrund-Geschichte immer weiter erzählt wird und das mit einer Spannung, dass man sich dem Buch nicht entziehen kann, sehr gut !
Guter deutscher Krimi
von Cindy - 19.07.2019
4,5 Sterne Sehr guter Krimi, der vom Stil her typisch deutsch ist würde ich sagen - und meine das keinesfalls negativ! Trotzdem es sich um einen Cold Case handelt, schafft die Autorin es, auch im heutigen Zeitstrang eine gewisse Spannung in der Geschichte zu erzeugen. Und strickt dabei eine verzwickte aber wahrscheinlich gar nicht so unrealistische Familiengeschichte. Auf jeden Fall eine interessante! Die Ereignisse von damals werden in eingestreuten Rückblenden ebenfalls Stück für Stück offenbart. Und damit macht Inge Löhnig gleich auch noch auf das Schicksal von Zwangsarbeitern in Nazideutschland aufmerksam. Ein Thema, über das ich selbst im Grunde gar nichts weiß und zu dem man auch fast nie was in den Medien hört. Das Thema wurde erfolgreich verdrängt, insofern fand ich gut hier mal etwas darüber zu lesen. Irritiert hat mich einzig die häufige Erwähnung von Ginas alter Schulfreundin. Bis auf die Tatsache, dass Gina immer mal wieder an sie denkt, hat es sonst keinerlei Relevanz. Wahrscheinlich wird hier schon die Grundlage für einen nächsten Teil gelegt, aber es fühlte sich hier immer fehl am Platz an. Gut integriert in die Krimigeschichte fand ich hingegen das Privatleben von Gina und ihrer Familie, das war sehr authentisch dargestellt.
Wie immer spannende Unterhaltung
von World of books and dreams - 16.07.2019
Bei einer Radfahrt durch den kleinen Ort Altbruck stösst Ella auf einen gruseligen Fund: zwei Schädel und wenige weitere Knochen. Schnell wird neben der Polizei auch die Presse aufmerksam und Kommissarin Gina Angelucci wird mehr als neugierig. Kurzerhand beginnt sie, zunächst gegen den Willen des Chefs, zu recherchieren, was es mit den Knochenfunden auf sich hat. Gar nicht so leicht, denn laut Gerichtsmedizin lagen die Gebeine ca. siebzig Jahre in der Erde. Doch Gina ist hartnäckig und stösst bei ihren Ermittlungen auf Geheimnisse des kleinen Ortes, in dem im zweiten Weltkrieg eine Firma ansässig war, in der Zwangsarbeiterinnen ihren Dienst vollbrachten. Ist eine der Leichen eine von ihnen? Bei all den spannenden Ermittlungen merkt Gina dabei gar nicht, dass auch sie persönlich ins Visier genommen wird und es jemand auf sie und ihre Familie abgesehen hat. Meine Meinung Die Kriminalromane aus der Feder von Inge Löhnig sind für mich immer ein Garant für spannende Geschichten und mit Unbarmherzig erschien nun der zweite Fall für Gina Angelucci, Tino Dühnforts Frau. Diese ist nach der Geburt ihrer Tochter frisch zurück im Präsidium, während Tino seine Elternzeit antritt. Schnell wird es auch in diesem neuen Fall für Angelucci spannend, denn Autorin Inge Löhnig führt den Leser in ein kleines, bayrisches Dorf, in dem nicht alles so Friede, Freude, Eierkuchen ist, wie es auf dem ersten Blick scheint. Wie immer, liest sich auch dieser Krimi wieder leicht und flüssig und schnell taucht man ab in eine Geschichte voller Geheimnisse und eines Familienstreits, der seit vielen Jahrzehnten bereits andauert. Fast von Beginn an ist es spannend und immer wieder gibt es auch hier kleinere Einblicke in die Vergangenheit, denn Angelucci arbeitet für die Abteilung der Cold Cases. Der neue Fall für die Ermittlerin führt allerdings so weit in die Vergangenheit, dass es fraglich ist, diesen noch klären zu können. Doch tatsächlich gibt es noch einige Zeitzeugen und hier hat so mancher etwas zu verbergen. Als Leser darf man hier auf jeden Fall wieder selbst mit Theorien aufstellen und rätseln und der Fall sorgt für gelungene Unterhaltung. Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei bekommt man als Leser nicht nur die Ermittlungen präsentiert, sondern erlebt auch ein wenig aus dem Privatleben Angeluccis und Dühnforts. Dieses bleibt aber soweit am Rande, dass auch ein Serieneinsteiger keine inhaltlichen Probleme bekommen wird. Alles in allem sorgen die unterschiedlichen Blickwinkel und Ebenen für interessante Wendungen und so manch einer Überraschung. Mit den Ermittlern Angelucci und Dühnfort hat Inge Löhnig zwei tolle Charaktere ins Leben gerufen, die mir mittlerweile ans Herz gewachsen sind. Beide sind bodenständig und nicht die klischeebehafteten Ermittler voller Probleme, was sie einfach authentisch macht. Mir ist es jedes Mal eine Freude, ihren Ermittlungen beizuwohnen. In diesem Buch steht Tinos Frau Gina Angelucci wieder deutlich im Mittelpunkt und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Auch die Nebencharaktere, die für den Fall interessant werden, bieten eine gelungene Bandbreite an unterschiedlichsten Eigenschaften. Auch sie wirken dadurch lebendig und real. Inge Löhnig versteht es wieder einmal hervorragend, glaubwürdige Charaktere zu zeichnen. Mein Fazit Wie immer gelingt es Inge Löhnig mich mit einem ihrer Kriminalroman hervorragend zu unterhalten. Das Buch bietet spannende Lesestunden und liest sich leicht und flüssig. Immer wieder gibt es kleinere Überraschungen, die die Spannung aufrecht halten und der Fall selber wirkt glaubwürdig. Wer die Krimis der Autorin noch nicht kennen sollte, sollte einfach mal hineinlesen, denn sie sind absolut lesenswert und bisher wurde ich noch nie enttäuscht.
Kommisariat Ungeklärte Altfälle
von Ele - 14.07.2019
Unbarmherzig, Kriminalroman von Inge Löhnig, 384 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag. Gina Angelucci ermittelt in ihrem zweiten Fall. Die Kommissarin Gina Angelucci ist nach ihrer Elternzeit wieder ins Kommissariat "Cold Cases" für ungeklärte Altfälle, K12 zurückgekehrt. Dort gibt es jede Menge zu tun, doch Skelettfunde in Altbruck etwas nördlich von München lassen sie nicht los. Gegen den Widerstand des Oberstaatsanwalts beginnt sie zu ermitteln. Die erste Spur führt in das neu ausgewiesene Gewerbegebiet der Gemeinde, wo sich zur Zeit des Nationalsozialismus eine Munitionsfabrik befand. Das männliche Skelett scheint zu einem jungen Mann zu gehören der aus der Nähe kam und in den letzten Kriegsmonaten verschwunden ist, das weibliche Opfer jedoch, welches aus dem Baltikum zu stammen scheint, gibt Rätsel auf. Könnte es sich um die sterblichen Überreste einer jungen Lettin handeln die zeitgleich mit dem jungen Mann verschwunden ist? Gina will es sich zur Aufgabe machen, den Toten ihre Identität wieder zu geben. Doch nicht alle Bewohner des Dorfes sind an einer Lösung des Falls interessiert. Schon im Prolog ist der Leser dabei als ein Liebespaar erschossen wird, die Spannung setzt also unmittelbar bei Beginn des Buches ein. 51 Kapitel in angenehmer Länge, lebhafte Dialoge, zum Teil im Dialekt, was mir besondere Freude machte, bildhafter Schreibstil und hervorragend gezeichnete Charaktere waren der Grund, warum ich sofort in Lesefluss kam und ungern die Lektüre unterbrach. Bis der Fall geklärt und der letzte Satz gelesen war fiel es mir schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Die Autorin verwendete die auktoriale Erzählweise, der Leser ist also immer nah am Geschehen und etwas besser informiert als die ermittelnden Beamten. Es handelt sich um einen Plot in zwei Zeitebenen, zum einen kursiv geschrieben und somit deutlich hervorgehoben, der Rückblick ins Jahr 1944, als Tagebucheintrag der Lettin Kairi. Zum anderen die Gegenwart, die die Ermittlungsarbeit und das nicht minder aufregende Privatleben der Kommissarin aufzeigt. Gleichzeitig wird auch ein langjähriges Eifersuchtsdrama, und eine daraus resultierende, mir sehr zu Herzen gehende, Familienfehde erzählt. Löhnig hat mich mit diesem atmosphärisch dichten Kriminalroman hervorragend unterhalten, obwohl ich den Vorgängerband nicht gelesen habe hatte ich keinerlei Mühe der Geschichte zu folgen. Besonders anrührend fand ich die Bestrebungen der Protagonistin, den Familien der Opfer, nach so vielen Jahren noch die Gewissheit über das Schicksal ihrer Lieben zu geben. Das wurde auch im Buch zu einem zufriedenstellenden Abschluss gebracht. Die Charaktere sind gut gelungen. Gina war natürlich meine Lieblingsfigur, eine gute Polizistin und Mutter. Den beiden verfeindeten Cousinen Lisbeth und Toni gehörte meine Sympathie, wie auch der jungen Zwangsarbeiterin Kairi. Ihre Notizen im Tagebuch haben mich zu Tränen gerührt. Inge Löhnig gibt allen Figuren ihre Geschichte, selbst den eher unbedeutenden. Ein überaus ergreifender Plot aus der Nazi-Zeit und die Spannung aus den gegenwärtigen Ermittlungen ,dazu der private Stalker-Fall. Ich bin begeistert und der Vorgängerband steht nun ganz oben auf meiner Leseliste. Ich hoffe, dass es noch weitere Gelegenheiten gibt, Gina Angelucci, ihre sympathische Familie und die tüchtigen Kollegen, bei weiteren Fällen zu begegnen. Eine absolute Leseempfehlung für die Fans von Inge Löhnig. Ein mitreißender Krimi, der alles hat, was eine fesselnde Geschichte braucht, deshalb von mir 5 Sterne.
Spannend
von Buecherfreund - 14.07.2019
"Unbarmherzig" ist bereits der zweite Fall für Gina Angelucci. In der Nähe von München werden auf einem Kiesplatz die sterblichen Überreste zweier Menschen gefunden. Was mit ihnen passiert ist und wie diese dorthin kamen, ist unklar. Kann nach über 70 Jahren dieser Cold Case noch aufgeklärt werden? Das Buch ist spannend. Der Leser begleitet Angelucci bei den aktuellen Ermittlungen, taucht aber auch immer wieder in das Jahr 1944 ab, in dem das Verbrechen geschah. So erfährt der Leser eine ganze Menge an historischen Details, was ich sehr interessant fand. Was ich an Inge Löhnigs Büchern so mag ist der flüssige Schreibstil, mit dem sie es versteht, den Leser an die Protagonisten heran zu führen, als würde man ihnen auf Schritt und Tritt folgen. So wird eine Nähe zu den Charakteren aufgebaut, wodurch die Geschichte noch mal ein Stück realer wirkt. Zum Ende hin wurde das Buch leider etwas vorhersehbar. Doch dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt. Die Geschichte ist trotzdem interessant und führt den Leser auf eine spannende Reise in die Vergangenheit.
von SaBineBe - 13.07.2019
Gina Angelucci ist Bearbeiterin von Cold Cases bei der Münchener Polizei. Als eines Tages in einem Kieshaufen menschliche Knochen gefunden werden, wird sie mit der Untersuchung des Falles beauftragt. Es stellt sich heraus, dass es sich bei einer der Leichen um eine Frau aus dem Baltikum handelt. Schnell führen die Untersuchungen in dem kleinen Dorf Altbruck zu einer ehemaligen Munitionsfabrik, in der während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Zuständen leben und arbeiten mussten. Bei ihren Nachforschungen über die Identität der zweiten Leiche wird Gina in eine verzwickte Familiengeschichte verwickelt, die ihren tragischen Höhepunkt ebenfalls in den letzten Tagen des Krieges fand. Gibt es eine Verbindung zwischen beide Geschichten? Der Autorin ist hier nicht nur ein spannender Krimi gelungen. Sie hat es auch gekonnt verstanden, die geschichtlichen Hintergründe der Munitionsfabriken und der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkrieges mit der Geschichte zu verknüpfen. Durch eingestreute Tagebucheinträge des weiblichen Opfers erfährt der Leser viel über die damalige Zeit und die Zustände in den Lagern. Nicht nur die Hauptfiguren sind detailreich herausgearbeitet, auch den Nebenfiguren wird auf gekonnte Art Leben eingehaucht. Durch die kleinen persönlichen Fehler und Launen der Figuren, werden sie greifbar und lebensnah. Entstanden ist eine Geschichte, die den Leser sehr schnell fesselt und nicht mehr loslässt. Am Ende blieb ich nachdenklich zurück. Gleichzeitig bin ich aber auch gespannt auf die nächste Geschichte um Gina Angelucci.
Unbarmherzig
von Gelinde - 11.07.2019
Unbarmherzig, von Inge Löhnig Cover: Bombastische und Unheil versprechende Farben und eine dicke Blockschrift! Passt! Inhalt: Gina Angelucci, Spezialistin für ungelöste Fälle bei der Münchner Kripo, will unbedingt den Fall der ungeklärten Knochenfunde, mit einer Jahrzehnte langen Liegezeit, übernehmen. Die Gebeine von zwei jungen Menschen und die wenigen Spuren führen in die NS Zeit zurück. Gab es hier ein Verbrechen? Wird Gina nach so langer Zeit noch Antworten finden? Meine Meinung: Dies ist nun das dritte Buch der Autorin Inge Löhnig (und das zweit um, die Kommissarin Gina Angelucci), das ich lese und ich muss sagen, die Autorin hat es einfach drauf! Es ist unglaublich wie Gina sich in den Fall "verbeißt" und wir als Leser so peu à peu mit ermitteln können. Immer wieder werden geschickt neue Spuren ermittelt und es gibt neue unerwartete Wendungen. Dadurch wird eine unglaubliche Spannung aufgebaut. Was mir auch sehr gut gefällt: Immer wieder werden gesellschaftskritische Themen angesprochen und entsprechend eingebaut. (z.B. schlechte Bezahlung von Pflegepersonal oder der Umgang mit Menschen mit einer Behinderung). Hier spielt auch das Privatleben von Gina, eine ganz wichtige Rolle. Dies ist perfekt in den Fall eingebunden so dass nichts dem anderen den Raum nimmt. München, oder besser gesagt das Umfeld, als Handlungsort ist klasse in Szene gesetzt. Autorin: Inge Löhnig ist studierte Graphikerin und lebt als Autorin mit ihrer Familie in der Nähe von München. Mein Fazit: Ein geheimnisvoller und sehr spannender Krimi, der mich am Ende sehr nachdenklich zurück lässt.
Reise in die Vergangenheit
von misery3103 - 05.07.2019
Auf einem Kiesabladeplatz in der Nähe einer Großbaustelle werden die Gebeine zweier Menschen gefunden. Scheinbar wurden sie vor 70 Jahren verbuddelt. Gina Angelucci und ihr Kollege von der Abteilung für ungelöste Fälle bei der Kriminalpolizei München werden auf den Fall angesetzt. Doch können sie nach so langer Zeit noch herausfinden, was den Toten widerfahren ist? Gina Angelucci ist gerade aus der Elternzeit zurück als sie und ihr Kollege Holger den alten Fall aufnehmen. Zunächst ist nicht klar, ob es sich um Mord handelt, auch die Identität der Leichen ist nicht so einfach zu klären, da in dem Dorf Altbruck in der entsprechenden Zeit im Zweiten Weltkrieg niemand als vermisst gemeldet wurde. Als die Identität der beiden Toten geklärt ist, wird auch immer klarer, wie es zu dem Verbrechen kommen konnten. Die in Altbruck angesiedelte Munitionsfabrik wurde im Krieg mit Zwangsarbeitern betrieben. In Rückblenden und Erinnerungen der alteingesessenen Familien im Ort klärt sich nach und nach, wer die Toten waren und wie es zu ihrem Tod gekommen ist. Zwei verfeindete Teile einer Familie sind die fehlenden Puzzleteile, die Gina und Holger nach und nach zusammensuchen. Mir hat das Buch rund um Gina und ihre Arbeit bei der "Cold-Case-Einheit" gut gefallen. Ich mag es, wenn so alte Fälle doch noch gelöst werden, weil sich ein Polizistenteam damit beschäftigt. So war es auch hier und zwei Familien konnten endlich ihre vermissten Angehörigen, die man im Krieg verloren glaubte, begraben. Das Buch ist gut geschrieben und fesselnd, auch der Teil, der das Privatleben von Gina und Tino sowie ihrer Tochter Chiara beleuchtet. Das hat mir gut gefallen und ich kann mir sehr gut vorstellen, weitere kalte Fälle mit dem Team zu lösen. Gut erzählter Krimi, der auch viel aktuelles Geschehen mit verarbeitet. Hat mir gefallen!
Nur eine kleine Schwäche am Ende
von Lea - 01.07.2019
"Unbarmherzig" hat mir für einen Krimi wirklich ganz gut gefallen, deswegen gebe ich vier Sterne. Am Schluss gibt es in meinen Augen ein großes Manko, aber das möchte ich hier natürlich nicht verraten. Sagen wir einfach, es war nicht ganz zufriedenstellend, deswegen kann ich nicht die volle Punktzahl geben. Es ist der zweite Fall von Gina Angelucci, die sich um Cold Cases kümmert. Eine Spaziergängerin findet Knochen auf einem Baugelände. Die Identität der beiden Opfer zu klären, scheint zunächst unlösbar, aber dann kann Gina doch gute Fortschritte machen. In den Mittelpunkt des Buchs rückt neben Gina das Dorf Altbruck. Hier lernen wir einige verschiedene Charaktere kennen. Die Dynamik dieses Dorfs zu sehen, war auf jeden Fall interessant. Außerdem lässt die Autorin einiges auf politischer Ebene einfließen, manchmal ganz subtil, manchmal ziemlich offenkundig, aber meiner Meinung nach mit genau der richtigen Botschaft. Was mir ganz gut gefallen hat, ist, dass so viel Persönliches von den Figuren miteingebracht wird. Das hat zwar manchmal vom Krimi etwas abgelenkt, aber die Charaktere viel nahbarer gemacht. Die wechselnden Perspektiven haben das Lesen unterhaltsam gemacht. Auch von Gina selbst bekommen wir viel Familienleben mit, gerade das mit ihrer Tochter finde ich eine nette Nebenhandlung. Der zweite Nebenstrang, der hier eingebaut wird, hätte es allerdings nicht unbedingt gebraucht. Richtig interessant waren die Rückblicke in die Vergangenheit, in kursiver Schrift, in denen nach und nach die Hintergründe der beiden Opfer erläutert werden. Das waren meine Lieblingsabschnitte, auch wenn man schon wusste, dass es nicht gut enden kann. Ich fand das Buch sehr spannend und gut geschrieben, bis zum Ende war man sich nicht ganz sicher, wer der Täter war. Genau so soll es sein und bis auf die Sache am Schluss ist alles gut gelungen. Ich würde das Buch trotzdem weiterempfehlen.
SCharfsinnig
von AKRD - 30.06.2019
Scharfsinnig Inge Löhnig beobachtet anscheinend nicht nur ihre Umwelt sehr sorgfältig, sie schreibt auch sehr scharfsinnig. Ich bin im Grunde eher ein Fan von Thrillern, weil mir die meisten Kriminalromane nicht spannend genug sind - meistens ziehen sich die Geschichten eher so dahin und ich mag eher die nervenzerfetzende Spannung, die dem Leser den Atem raubt. Doch Löhnig baut ihre Geschichten so spannend auf, dass man sie fast wie einen Thriller ansehen könnte. Man wird quasi in die Story "geschmissen" und kann sich den Personen und der Handlung nicht mehr entziehen, bis man den Plot gelesen hat, den ich bei dieser Autorin auch immer glaubwürdig finde. Hier handelt es sich um den zweiten Krimi um Gina Angelucci, der Lebensgefährtin von Kommissar Konstantin Dühnfort, den wir aus vielen Krimis schon kennen, und einer Spezialistin für sogenannte "cold cases" bei der Münchner Kripo. Sie ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt, ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.
Unbarmherzig
von Philiene - 30.06.2019
Für mich war es der erste Krimi der Autorin. Ich hatte aber keine Schwierigkeiten mit den Protagonisten, da alles gut erklärt wurde. Zum Inhalt: In einem kleine Ort nahe München werden Knochen gefunden. Bald stellt sich heraus, das diese von einem Mann und einer Frau kommen, aus der Zeit des zweiten Weltkrieges stammen und es sich wohl um ein Verbrechen handelt. Gina Angelucci ist Spezialistin für alte Fälle und will den Tod der Beiden unbedingt klären. Doch schon die Klärung der Identität der Toten ist alles andere als einfach.... Der Fall ist spannend und führt den Leser in Rückblenden in die Zeit um 1944. Vor allem diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen. In der Gegenwart erlebt der Leser sowohl die Polizeiarbeit als auch einige Details aus dem Dorfleben. Aber auch das Privatleben von Gina kommt nicht zu kurz. Einzig die ewigen Anspielungen auf das Gewicht der weblichen Charaktere hat mich etwas gestört. Alles un allem ein empfelenswerter Krimi.
Gelungene Mischung aus Historie und Gegenwart
von Annabell95 - 28.06.2019
Gina Angelucci ist kaum aus ihrer Elternzeit zurück, schon übernimmt die Spezialistin der Cold Case Abteilung der Kripo München ein neuen Fall. Im idyllischen Dorf Altbruck hat eine Frau, namens Ella, menschliche Überreste, die schon mehrere Jahrzehnte alt sind, gefunden. Gina nimmt die Herausforderung an den scheinbar unlösbaren Fall aufzuklären, um die Identität der beiden herauszufinden. Was haben die beiden Leichen miteinander zu tun? Gibt es noch mehr Überreste. Was für ein Motiv steckt dahinter und lebt der Täter evtl. noch? Während Gina in dem Fall ermittelt übernimmt ihr Mann Tino die Elternzeit und kümmert sich um die gemeinsame Tochter. Dabei fällt beiden auf, das immer eine mysteriöse Frau in ihrer Nähe umher schleicht. Wer ist sie und was will sie von der Familie? Dies ist der zweite Teil der Gina-Angelucci Reihe und man kann ihn unabhängig vom ersten Teil lesen. Ich fand diesen Teil sogar besser als den ersten Teil. Dieses Buch hat mich einfach noch mehr gefesselt und in seinen Bann gezogen, dass ich immer unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Das Buch spielt in zwei verschieden Zeiten und auch immer in unterschiedlichen Perspektiven. Die Abgrenzung der verschiedenen Zeiten und die unterschiedlichen Perspektiven wurden super miteinander verknüpft und auch immer der Spannungsbogen gehalten, sodass man bis zum Schluss nicht wusste welche Wendungen dieses Buch nimmt. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Zeit kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges und zeigt auch die üblichen Facetten zu dieser Zeit auf. Es wird damit ein Stück deutsche Geschichte perfekt umgesetzt. Außerdem wird das Thema der politischen Rechtseinstellung durch das Privatleben der Gina Angelucci und ihrem Mann Tino mit einem Down-Syndrom Kind gekonnt ein aktuelles Thema aufgegriffen und auch näher beleuchtet. Durch die unterschiedlichen Wendungen und dem offen gehaltenen Abschluss des Buches folgt die Autorin kein Schema wie es andere Autoren tun. Somit macht es dieses Buch noch einzigartiger. Ebenfalls lies es sich einfach durch die relativ kurzen Kapitel lesen. Gut fand ich außerdem, dass teilweise auch in dem Münchener Dialekt geschrieben wurde, da konnte man sich noch besser in die Gegend reindenken. Dadurch das viele Personen mit Namen und teilweise auch deren Verwanschaftsverhältnisse vorkommen, kann dies etwas verwirren. Trotzdem ist dieser Kriminalroman nur zu empfehlen.
Spannender Krimi mit historischem Bezug
von Martin Schult - 26.06.2019
Gina Angelucci kehrt nach der Elternzeit wieder an ihre Arbeitsstelle zurück und wird gleich mit einem Cold Case betreut. Ein Knochen-fund wirft viele Fragen auf. Die zwei Opfer scheinen vor über 70 Jahren erschossen worden zu sein, so dass die Recherchen bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückreichen. Ein Zwangsarbeitslager, in dem auch baltische Kräfte untergebracht wurden, wird Zentrum der Ermittlungen. Kann man anhand der Knochen noch die Identität der beiden Toten ermitteln? Wie soll Gina in einer so fernen Vergangenheit noch den Täter ausfindig machen? Lebt dieser überhaupt noch? Viele Fragen ergeben sich in diesem komplizierten Fall, der die sympathische Ermittlerin noch sehr beschäftigen wird... Unbarmherzig ist der zweite Band um die engagierte und zugleich sehr sympathische Ermittlerin Gina Angelucci. Die sehr erfolgreiche Autorin Inge Löhnig konnte mich bereits mit dem ersten Teil der Serie begeistern, so dass ich mit hohen Erwartungen in ihr neues Buch gestartet bin. Schnell konnte sie mich aber wieder mit ihrem sehr lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil in den Bann ziehen. Der Spannungsbogen wird mit dem rätselhaften Knochenfund klassisch aufgebaut und es entwickelt sich eine raffiniert konstruierte Geschichte mit zwei Handlungssträngen. Geschickt wechselt Inge Löhnig zwischen den Zeiten und verleiht so dem Buch eine zusätzliche Dynamik. Der historische Bezug des Zweiten Weltkrieges wirkt sehr gut recherchiert, was dem Verlauf des Buches eine zusätzliche Tiefe gibt. Das Finale war in seiner Art für mich stimmig und völlig überzeugend. Mit Unbarmherzig hat Inge Löhnig eine aus meiner Sicht fesselnde und zugleich völlig überzeugende Fortsetzung geschrieben, die mich noch auf weitere Fälle für die Ermittlerin hoffen lässt. Wieder einmal hat die Autorin ihren Ruf als Meisterin ihres Fachs unter Beweis gestellt, so dass ich das Buch sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.
Hochkarätige deutsche Krimiliteratur
von Manfred Fürst - 26.06.2019
Trotz Unkenntnis der Autorin Inge Löhnig stellt sich UNBARMHERZIG nach dem Lesen als ein wahrer Glücksgriff heraus. Die Geschichte und der Schreibstil sind phänomenal. So unaufdringlich und klar, dadurch wird jede Seite ein Leseerlebnis. Münchner Lokalkolorit, aber weit entfernt von blödsinnigen Anbiederungen anderer Dorfkrimis. Hier gibt es keine Trottel und Dorfdeppen. Die Protagonisten strahlen eine überragende Authentizität aus. Glaubwürdige und nachvollziehbare Charaktere. Inge Löhnig zeigt tiefe Menschenkenntnis, bildet die Strukturen des dörflichen und familiären Miteinander perfekt ab. Die Verbindung von 75 Jahren Familiengeschichte zweier nicht freundschaftlich verbundenen Familien mit einem Doppelmord und die Einbindung der persönlichen Familiengeschichte von Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo sind eindrucksvoll. Nur der Hartnäckigkeit bei den Ermittlungen gelingt es Gina den Tathergang zu rekonstruieren und die Identität der beiden Toten gegen alle Widerstände festzustellen. Die Morde liegen 75 Jahre zurück und Inge Löhnig gibt mehrere sehr aufschlussreiche Rückblicke in das Jahr 1944, wie sich Leben und Arbeit mit Zwangsarbeiterinnen in einer Munitionsfabrik abspielte. Die Mordermittlungen erschweren sich, weil vermutete Täter nicht mehr am Leben sind. Letztendlich hat Gina aber das richtige Gespür, kann aber den Täter nicht (mehr) überführen. Die Zwistigkeiten zwischen den beiden Familien Anger und Schattenhofer werden vor allem von den Frauen erbittert geführt, bis sie sich am Grab versöhnen. Gina und ihre Familie müssen sich einer psychischen Herausforderung stellen und entgehen nur knapp einer Katastrophe. Teilweise werden die Ereignisse sehr emotional beschrieben was von großer Empathie der Autorin zeugt. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für den zweiten Fall von Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases.
Absolute Leseempfehlung - ein richtig, richtig guter Krimi!
von Dark Rose - 25.06.2019
Ich muss vorneweg schicken, dass dies mein erster Roman von Inge Löhnig ist. Der Name kam mir bekannt vor, aber da ich recht wenig deutsche Krimis lese, ist mir zuvor noch keiner untergekommen. Mich hat das Cover direkt angesprochen. Es ist gleichzeitig schlicht, düster, schön und mystisch. Was mir aber noch besser gefallen hat, war der erste Blick ins Buch. Ich lese seit Jahren mehr eBooks als "echte" Bücher. Ein Grund dafür ist, dass sich praktisch jedes Buch auf dem Markt in Schriftgröße und Satz unterscheidet und mir viele Bücher zu eng gesetzt und / oder zu klein gedruckt sind. Ich habe gute Augen, daran liegt es nicht. Aber manche Bücher empfinde ich durch den Satz oder die Schriftgröße als sehr anstrengend, einfach weil man leichter verrutscht, wenn der Zeilenabstand zu niedrig ist und kleine Schrift ist für mich einfach ermüdender. Der Grund warum ich das erwähne ist, dass mir beim Blick in "Unbarmherzig" direkt aufgefallen ist, dass Satz und Schriftgröße für mich perfekt sind. Das macht für mich schon viel aus, wenn ich ein Buch aufschlage. Irgendwie fühle ich mich dann gleich verstanden und das Buch fühlt sich mehr nach "meins" an - ich hoffe, ich drücke mich einigermaßen verständlich aus. Für mich ist das Schriftbild einfach sehr wichtig geworden. Zum Inhalt: Ein Pärchen wird während eines Unwetters ermordet. Kannten sie ihren Mörder? Ella, eine durch ihren verstorbenen Mann hoch verschuldete Witwe findet einen menschlichen Schädel, bzw. zersplitterte Einzelteile eines menschlichen Schädels. Seit Generationen lebt ihre Familie in einem bayerischen Dorf namens Altbruck. Die Knochen, die gefunden wurden gehören zwei Personen und lagen 70 bis 80 Jahre dort. Handelt es sich um das Pärchen vom Anfang? Niemand scheint sich für die Toten zu interessieren, bis auf Gina Angelucci. Vor vielen Jahren verschwand eine Freundin von ihr spurlos - das scheint zumindest eine, wenn nicht die Motivation für sie gewesen zu sein in der Münchner Mordkommission in der Abteilung für Alt-Fälle zu arbeiten. Ihrer Meinung nach, verdient jeder Tote Gerechtigkeit, egal wie lange der potentielle Mord zurückliegt. Ebenso, wie die Angehörigen verdienen zu erfahren, was passiert ist. Durch öffentlichen Druck knickt der Staatsanwalt schließlich ein und lässt den Fall doch untersuchen. Er wird Gina zugeteilt, die gerade frisch aus der Elternzeit für ihre am Down-Syndrom erkrankte Tochter kommt. Relativ schnell erfahren sie und ihr Partner, dass die Frau aus dem Großraum Riga, im Baltikum stammte und vermutlich in einer Munitionsfabrik der Nazis arbeitete. Doch wer ist der männliche Tote? Damals waren doch längst alle jungen Männer an der Front - oder etwa doch nicht? Die älteren Dorfbewohner scheinen einige Geheimnisse zu hüten. Nach ersten Untersuchungen scheint die weibliche Tote Zwangsarbeiterin gewesen sein, der Mann stammt wohl aus dem Dorf oder der Umgebung. Hat ihn denn keiner vermisst, oder wussten die Einwohner, was mit ihm passiert ist? Oder liegt dem Ganzen vielleicht sogar eine Verschwörung zugrunde? Der Schreibstil hat mich direkt gepackt. Man bekommt sehr viele Informationen über Gina und ihre Kollegen, über die jeweilige Umgebung, auch über Nebencharaktere, dadurch entsteht das Gefühl, jeden, auch auf den ersten Blick unwichtige Personen, zu kennen und wirklich "dabei" zu sein. Genau wie die Beschreibung des Dorflebens und der Fehden der Bewohnerfamilien miteinander. Man ist schnell mittendrin, allerdings ohne den Überblick zu verlieren. Bald fangen die Puzzleteile an ineinander zu passen, allerdings werden auch ständig Widersprüche aufgedeckt und neue Fragen aufgeworfen. Das Buch bleibt bis zum Schluss spannend. Fazit: ich kann das Buch aus vollem Herzen empfehlen! Es ist sehr spannend und man kann bis zum Schluss miträtseln. Gut, ich hätte mir das Ende ein kleines bisschen anders gewünscht, aber das ist Geschmackssache, denke ich. Der Schreibstil war sehr flüssig und sehr detailliert, aber aus gutem Grund. Ohne die vielen Details würde man keine kleinen Hinweise bekommen. Der Roman ist sehr gut aufgebaut und durchdacht. Ich sagte ja schon, dies war mein erster Roman von Inge Löhnig aber nach der Lektüre von "Unbarmherzig" ist mir eines klar: es wird nicht mein letzter bleiben! Absolute Leseempfehlung!
Die Toten und ihre Geschichte
von Claudia S. / Kreis HD - 25.06.2019
Kaum aus der Elternzeit zurück, bekommt Gina Angelucci einen neuen Cold Case auf den Tisch. Es wurden die Gebeine von zwei Toten entdeckt. Es stellt sich heraus, dass sie schon mehrere Jahrzehnte da gelegen haben. Wer sind die beiden und warum schleicht diese seltsame Frau immer in Ginas Nähe herum? Dieses Buch lässt sich unabhängig von den anderen der Reihe lesen. Es beschäftigt sich mit der Zeit kurz vor Kriegsende und zeigt eine der vielen üblen Facetten jeder Zeit und Gesinnung auf. Stilistisch sehr schön und frisch angelegt erfährt der Leser aus einer neuen Sicht von den Gräueltaten, die so einige unter dem Deckmantel des Krieges begangen haben. Auch die Wendigkeit, mit der so manche direkt nach der Kapitulation vom Befürworter zum Gegner wurde. Sehr vieles, das zwischen den Zeilen steht, geht direkt unter die Haut. Das Privatleben der Ermittlerin Gina Angelucci und ihrem Mann Tino Dühnfort, das Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom, die sich ausbreitende rechte Gesinnung - hier wird gekonnt und geschickt ein immer aktuelles Thema aufgegriffen und beleuchtet. Auch wenn Frau Löhnig mit dem Strang um die Kriegszeit einem aktuellen Trend folgt, schafft sie es doch, ihm eine neue Perspektive, eine andere Richtung zu geben und sich damit von der Masse abzuheben. Auch traut sie sich, keinem Schema zu folgen, sondern eine Wendung einzubauen, die für den Leser etwas weniger schön, für die Autorin aber wichtig ist. Dazu noch die Krönung, das Ende nicht ganz so zu gestalten, wie es die meisten Autoren tun würden. Doch genau diese Kombination macht das Buch authentisch und glaubwürdig. Die Kapitel sind recht kurz gehalten. Das macht das Buch besonders leicht lesbar. Die Perspektiv- bzw. Zeitenwechsel sind sauber erkennbar. Gewisse Teile sind in Kursivschrift gehalten. Dies mag den einen oder anderen etwas stören. Ich persönlich finde das gut lesbar und für die Trennung sehr wirksam. Es gibt sehr viele Personen und damit Namen zu merken. Die verwandtschaftlichen Verhältnisse spielen auch eine Rolle (und haben mich teilweise verwirrt). Ein paar Unklarheiten und Ungereimtheiten ließen mich ebenfalls stutzen. Dennoch habe ich das Buch sehr gern gelesen. Für mich ist "Unbarmherzig" nicht Inge Löhnigs bestes, aber ein sehr gutes und empfehlenswertes Buch. Ich gebe vier Sterne.
Das Schicksal der Zwangsarbeiterin
von Nijura - 24.06.2019
In einer Kiesgrube in der Nähe von München werden menschliche Knochen von einer Spaziergängerin entdeckt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um zwei Personen, die vor ca. 70 Jahren erschossen worden sind. Bei der Leichenschau wird festgestellt, dass es sich wahrscheinlich um einen deutschen Mann und eine Frau aus dem Baltikum handelt. In der Nähe des Fundorts befand sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs eine Munitionsfabrik, in der verschleppte Zwangsarbeiter arbeiten mussten. War die Frau dort beschäftigt? Gina Angelucci, die gerade aus dem Erziehungsurlaub zurückgekehrt ist, und für die Altfälle zuständig ist, möchte herausfinden wer die Toten sind und was ihnen zugestoßen ist. Gegen den Widerstand des Oberstaatsanwaltes beginnt sie zu ermitteln. Ich habe bisher alle Bücher der Reihe um Kommissar Dühnfort und den ersten Band um seine Frau Gina Angelucci gelesen und bin ein großer Fan beider Reihen. Auch dieser Fall war wieder sehr interessant, der Schreibstil wie immer flüssig und angenehm zu lesen. Zwischendurch hatte die Handlung mal einen Hänger, aber das Ende war spannend und für mich sehr emotional. Die Handlung ist in zwei Zeitebenen unterteilt - die Gegenwart in der Gina herauszufinden versucht, was damals geschah und aus der Sicht der jungen Kairi, die 1944 als Zwangsarbeiterin in der Heeresmunitionsfabrik in Altbruck arbeiten musste. Besonders der historische Teil hat mir sehr gut gefallen. Fazit: Wieder ein sehr gelungener Kriminalroman mit einem sehr interessanten Thema.
Ein Krimi ohne Blut und Horror, aber mit viel Information zum Leben Ende des Kr
von Daggy - 23.06.2019
In einem Ort bei Müchen werden Knochen gefunden und Gina, eine Kommissarin, die aus dem Mutterschutz zurückkehrt, möchte diesen Fall klären, weil sie es wichtig findet, dass die Angehörigen erfahren, wo ihr Familienmitglied geblieben ist. Ihr Mann übernimmt den Haushalt und versorgt die Tochter, die mit Trisomie 21geboren wurde. Eine Stalkerin beunruhigt Gina und Toni, sie versuchen sie mit polizeilichen Massnahmen zu vertreiben. In Altbruck, dem Fundort der Knochen, lebt Ella, die gerade Witwe wurde, nahe ihrer Mitter Lisbeth, die den Verlust ihres Bruders Bene, der im letzten Kriegsjahr fiel, dessen Leiche aber nicht beerdigt werden konnte, immernoch betrauert. Der Vater ihrer Cousine Toni, ein strammer Nazi, war wohl Schuld, dass der Bruder in den Krieg zog. Daraus hat sich im Laufe der Jahre eine Fehde zwischen den Familien ergeben. Während des Krieges gab es am Ort eine Heersmunitionsanstalt in der Zwangsarbeiter*innen und Häftlinge die gefährliche Arbeit machten. Der schöne Fritz, der später Toni heiratet, ist hier Wärter. Zum einen ermittelt Gina und nutzt dazu die moderne Technik. zum anderen erfahren in kusiv gedruckten Kapiteln die Geschichte der Lettin Kairi. Sie arbeitete in der Fabrik und ihre Knochen, sowie die Knochen von Bene können identifiziert werden. So erfahren wir von Kairis traurigem und kurzen Leben. Aber auch von der Gefahr, die in der Gegenwart wieder von Menschen mit rechter Gesinnung ausgeht. Das Buch war sehr gut zu lesen, es war flüssig geschrieben und nachdem ir die Darsteller vertraut waren konnte ich sehr gut folgen. Einige Handlungsstränge hätte die Autorin vielleicht weglassen können, aber vielleicht ist es ja ein Hinweis auf einen neuen Band von Gina.
von LenaThur - 23.06.2019
Was ist passiert? Im Schuttablageplatz einer Baufirma werden Teile zweier Skelette gefunden. Nach einer ersten Untersuchung wird klar, dass die beiden in der Zeit des Nationalsozialismus gestorben sind. Potentiell durch einen Mord. Das ruft die Polizistin Gina auf den Plan. Sie ist für alte Fälle zuständig und möchte den Toten ihre Namen zurückgeben und wenn möglich herausfinden wer sie getötet hat. Sie stößt dabei auf viele Probleme. Denn die meisten die ihr dabei helfen könnten sind bereits tot. Und die, die ihr helfen könnten schweigen. Außerdem werden ihr von verschiedenen Figuren Steine in den Weg gelegt. Meine Meinung: Rein optisch bin ich nicht unbedingt ein Fan von dem Buch, da ich diese Hochglanzoptik nicht wirklich mag. Allerdings gefällt mir die Prägung. Das Buch ist wirklich leicht zu lesen. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme mich unter den Charakteren zurechtzufinden. Das Buch springt immer wieder in der Zeit und erzählt aus verschiedenen Perspektiven. Der Autorin ist es aber gut gelungen, dass man den Faden nicht dabei verliert. Die Figuren sind finde ich schön ausgestaltet und der Umgebung hat sie wirklich Leben eingehaucht. Man kann sich die Munitionsfabrik und die Arbeitsumstände wirklich vorstellen. Auch die Einschübe über Erfahrungen mit der rechten Szene finde ich sehr gelungen, denn leider ist das ja nun wirklich nicht aus der Luft gegriffen. Solche Situationen gibt es leider einfach viel zu häufig. Ich finde schön, dass Ginas Ziel ist den Hinterbliebenen Gewissheit über den Verbleib ihrer Angehörigen zu geben. Das Ende, als sie Kairis Knochen zu deren Bruder gebracht hat, hat mir tatsächlich die Tränen in die Augen getrieben. Was ich allerdings relativ unnötig fand, ist die Nebengeschichte mit der Psychopathin die sich an Gina rächen möchte. Sie hat zwar nicht wirklich gestört aber irgendwie auch nicht richtig gepasst. Fazit: Ein wirklich gelungenes Buch voller Spannung und Ungewissheit. Ich habe es in einem Rutsch verschlungen und da es mich am Ende wirklich zu Tränen gerührt hat, bekommt es von mir verdiente fünf Sterne.
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