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Mord ist ihre Leidenschaft

Roman. Originaltitel: Vengeance in Death. 'Blanvalet Taschenbücher'.
Taschenbuch
Lieutenant Eve Dallas ermittelt in ihrem 6. Fall - Hochspannung garantiert!

Eine erfahrene Polizistin kann wenig erschüttern. Doch diese neue Mordserie, in der sie ermitteln soll, ist selbst für Lieutenant Eve Dallas mehr als grenz... weiterlesen
Taschenbuch

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Produktdetails
Titel: Mord ist ihre Leidenschaft
Autor/en: J. D. Robb, Nora Roberts

ISBN: 3442356342
EAN: 9783442356348
Roman.
Originaltitel: Vengeance in Death.
'Blanvalet Taschenbücher'.
Übersetzt von Uta Hege
Blanvalet Taschenbuchverl

1. November 2003 - kartoniert - 448 Seiten

Beschreibung

Lieutenant Eve Dallas ermittelt in ihrem 6. Fall - Hochspannung garantiert!

Eine erfahrene Polizistin kann wenig erschüttern. Doch diese neue Mordserie, in der sie ermitteln soll, ist selbst für Lieutenant Eve Dallas mehr als grenzwertig. Nicht nur, dass der Täter bei seinen Opfern unfassbar grausam vorgeht - die Spuren führen außerdem direkt in Eves eigenes Haus und in die undurchsichtige Vergangenheit ihres Mannes Roarke. Kann es sein, dass jemand Rache an ihm üben will? Eve kann nicht zulassen, dass weitere unschuldige Menschen sterben müssen und heftet sich an die Fersen des Mörders und kommt ihm so nah, dass sie die Aufmerksamkeit schließlich auf sich selbst lenkt - mit verheerenden Folgen ...







Portrait

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.


Leseprobe

F'r die Aufkl'ng eines Mordes brauchte man Zeit, Geduld, Engagement und Toleranz gegen'ber dem t'ichen tr'bsinnigen Einerlei. Lieutenant Eve Dallas war jemand, der all diese Dinge besa'
Sie wusste, dass es nichts davon bedurfte, um einen Mord zu begehen. Allzu h'ig wurde einem Menschen aus einem Impuls heraus, im Zorn, aus Spa'oder schlicht aus Dummheit das Leben geraubt. Letzteres war ihrer Meinung nach der Grund, weshalb ein gewisser Charles Michael Renekee von einem Typen namens John Henry Bonning aus dem Fenster einer Wohnung im zw'lften Stock eines Hauses in der Avenue D geworfen worden war.
Sie hatte Bonning vor sich im Verh'rraum und nahm an, dass sie in sp'stens zwanzig Minuten ein Gest'nis von ihm h'e und dass er nach einer weiteren Viertelstunde sicher hinter Schloss und Riegel s' und ihr Bericht fertig geschrieben bei ihrem Vorgesetzten l'. Vielleicht k' sie doch noch rechtzeitig nach Hause.
'Komm schon, Boner.' Dies war die Sprache, in der sich die erfahrene Polizistin mit dem altgedienten b'sen Buben unterhielt. Auf m'glichst niedrigem Niveau, doch damit kannte sie sich aus. 'Tu dir selbst einen Gefallen, mach ein Gest'nis und dann kannst du auf Notwehr und verminderte Schuldf'gkeit pl'eren. Bis zum Abendessen k'nnen wir die Sache abgeschlossen haben. Wie ich h're, kommen heute Abend in der U-Haft Pasta Sorprese auf den Tisch.'
'Ich habe ihn nicht anger'hrt.' Bonning presste seine wulstigen Lippen aufeinander und trommelte mit seinen langen, fetten Fingern auf den Tisch. 'Das Arschloch ist einfach gesprungen.'
Seufzend setzte sich Eve an den kleinen Metalltisch im Verh'rraum A. Sie wollte nicht, dass Bonning einen Anwalt forderte und dadurch ihre Arbeit unn'tig erschwerte. Sie musste ihn davon abhalten, die Worte auszusprechen, ihn weiter in die bereits eingeschlagene Richtung lenken und schon h'e sie die Sache unter Dach und Fach.
Zweitklassige Drogendealer wie Bonning waren alle gleicherma'n bescheuert, fr'her oder sp'r jedoch
w'rde er jammernd einen Rechtsbeistand verlangen. Es war stets das gleiche alte Spiel, ebenso zeitlos wie die S'nde des Mordes selbst. W'end inzwischen das Jahr 2058 seinem Ende entgegenstolperte, verlief die Jagd auf M'rder grundlegend nach demselben Schema wie noch in grauer Vorzeit.
' Er hat also einfach einen Satz aus dem Fenster gemacht. Nur - aus welchem Grund?'
Bonning legte seine Affenstirn in nachdenkliche Falten. ' Vielleicht weil er verr'ckt war?'
'M'glich, Boner, aber mit dieser Antwort bist du immer noch nicht f'r die zweite Runde des Spielchens F'hr-die-Bullen-hinters-Licht qualifiziert.'
Es dauerte ungef' drei'g Sekunden, bis er d'ich grinste. 'Witzig. Wirklich witzig, Dallas.'
' Ja, ich habe bereits erwogen, mich nebenberuflich als Komikerin zu versuchen. Aber, um auf meinen Hauptberuf zur'ckzukommen, ihr beiden habt in deinem tragbaren Labor in der Avenue D irgendwelche Erotika zusammengebraut, und urpl'tzlich kam Renekee - verr'ckt, wie er nun einmal war - auf die glorreiche Idee, durch das geschlossene Fenster zu springen, zw'lf Stockwerke tiefer auf dem Dach eines Taxis aufzuschlagen, dadurch dem auf der R'ckbank sitzenden Touristenpaar aus Topeka einen Heidenschrecken einzujagen, und schlie'ich sein Hirn auf der Stra' zu verspritzen.'
'Mann, war das ein Aufprall' , erkl'e Bonning mit einem beinahe ehrf'hrchtigen L'eln. 'Wer h'e das gedacht.'
Sie hatte nicht die Absicht, ihn wegen vors'lichen Mordes dranzukriegen, und w' bereits zufrieden, liefe die ganze Sache nach Verhandlung mit dem Pflichtverteidiger auf Totschlag hinaus. Drogendealer, die einander an die Gurgel gingen, entlockten Justitia nicht einmal ein erwartungsfrohes Schmunzeln. Sicher s' er wegen des Handels mit illegalen Drogen l'er als wegen der von ihm begangenen T'tung. Selbst, wenn man beides zusammenn'e, wanderte er bestimmt nicht l'er als drei Jahre in den Kahn.
Sie kreuzte die Arme auf den Tisch und beugte sich nach vorn. 'Boner, sehe ich viellei
cht dumm aus?'
Bonning, der die Frage ernst nahm, sah ihr ins Gesicht. Sie hatte gro' braune Augen, doch ihr Blick war alles andere als weich, und auch ihr h'bscher, voller Mund dr'ckte statt warmer Sanftmut k'hle H'e aus. 'Wie ein Bulle', stie'er schlie'ich widerstrebend aus.
' Gute Antwort. Also versuch am besten nicht, mich zu verarschen. Du hattest einen Streit mit deinem Partner, er hat dich genervt und, indem du seinen knochigen Arsch aus dem Fenster geworfen hast, hast du eure berufliche und private Beziehung ein f'r alle Mal beendet.' Ehe Bonning nochmals leugnen konnte, hob sie eine Hand. 'So sehe ich die Sache. Ihr habt euch gezofft, eventuell wegen der Gewinne, wegen der Verkaufsmethoden, wegen irgendeiner Frau. Ihr beide seid immer w'tender geworden. M'glicherweise hat er dich angegriffen. Da war es doch wohl logisch, dass du dich gewehrt hast, oder etwa nicht?'
'Man hat ja wohl das Recht, sich zu verteidigen', stimmte Bonning ihr kopfnickend zu. Die Geschichte schien ihm zu gefallen. 'Aber wir haben nicht gestritten. Er hat einfach versucht zu fliegen.'
' Und woher stammen deine blutige Lippe, dein blaues Auge und die aufgerissenen Kn'chel?'
Bonning verzog den Mund zu einem breiten Grinsen. ' Ich hatte eine Schl'rei in einer Kneipe.'
'Wann? Wo?'
'Wer kann das jetzt noch sagen?'
'Du solltest es k'nnen. Und du wei', dass du es sagen k'nnen solltest, denn wenn wir das Blut, das wir von deinen Kn'cheln haben, untersuchen, finden wir bestimmt auch Blutspuren von Renekee darin. Und wenn wir seine DNA an deinen fetten Fingern finden, werde ich auf Mord pl'eren - und das hei' lebenslangen Knast.'
Er blinzelte verwirrt, als w' diese neuerliche, verbl'ffende Wendung zu viel f'r sein geplagtes Hirn. 'Also bitte, Dallas, das ist doch totaler Schwachsinn. Sie werden niemanden davon 'berzeugen, dass ich dem alten Chuckaroo ans Leder gehen wollte. Schlie'ich waren wir beide alte Kumpel.'
Eve sah ihn reglos an und zog dabei ihr H
andy aus der Tasche. 'Dies ist deine letzte Chance. Wenn ich meine Assistentin die Untersuchungsergebnisse holen lasse, bringe ich dich wegen vors'lichen Mordes vor Gericht.'
' Es war kein Mord.' Er wollte dringend glauben, dass sie bluffte. Doch ihr Blick war unergr'ndlich und so leckte er sich aufgeregt die Lippen. 'Es war ein Unfall', brachte er schlie'ich vor, doch Eve sch'ttelte den Kopf. 'Ja, wir haben miteinander rumgebl'delt und dabei ist er... gestolpert und kopf'ber aus dem Fenster gefallen.'
'Jetzt f'st du an mich zu beleidigen. Ein erwachsener Mann f't nicht schlicht aus einem Fenster, das einen Meter 'ber dem Boden anf't.' Eve schaltete ihr Handy ein. 'Officer Peabody.'
Innerhalb von Sekunden erschien auf dem kleinen Bildschirm Peabodys rundes, regloses Gesicht. 'Ja, Madam.'
'Ich brauche die Ergebnisse der Blutuntersuchung von Bonning. Schicken Sie sie mir direkt in den Verh'rraum -und melden Sie dem Staatsanwalt, dass ich einen Mordfall f'r ihn habe.'




Pressestimmen

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