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Die schwarze Spinne / Elsi, die seltsame Magd / Kurt von Koppigen als Taschenbuch
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Die schwarze Spinne / Elsi, die seltsame Magd / Kurt von Koppigen

Ausgewählte Erzählungen II. 'detebe Diogenes Taschenbücher'. 'Ausgewählte Werke'. 'Ausgewählte Erzählungen'.
Taschenbuch
Die furiose Erzählung Die schwarze Spinne ist Horrorgeschichte und polternde Predigt in einem. Teuflisch gut.
Die schwarze Spinne ist ein romantischer Nachtmahr, der schwärzestes Grauen in eine fröhliche ländliche Kindstaufe einbettet. Ein wildes Weib … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die schwarze Spinne / Elsi, die seltsame Magd / Kurt von Koppigen
Autor/en: Jeremias Gotthelf

ISBN: 3257205708
EAN: 9783257205701
Ausgewählte Erzählungen II.
'detebe Diogenes Taschenbücher'. 'Ausgewählte Werke'. 'Ausgewählte Erzählungen'.
Diogenes Verlag AG

6. September 2001 - kartoniert - 284 Seiten

Beschreibung

Die schwarze Spinne ist ein romantischer Nachtmahr, der schwärzestes Grauen in eine fröhliche ländliche Kindstaufe einbettet. Ein wildes Weib verbündet sich mit dem Teufel, wofür sie und ihre Nachkommen einen furchtbaren Preis bezahlen müssen In der zweiten Erzählung verdingt sich die stolze Jungfer Elsi , deren ehemals reicher Vater Schande über die Familie gebracht hat, in der Fremde als schlichte Bauernmagd. Die Werbung eines angesehenen Mannes wagt sie nicht anzunehmen, um ihre Herkunft nicht offenbaren zu müssen Kurt von Koppigen ist eine trutzige Raubritter-Mär, in der Gotthelf einen Kübel bissigen Humors über seinen tumben Helden und dessen Umkreis ausleert. Drei Juwelen Gotthelfscher Erfindungskraft, die den ganzen Reichtum seiner schöpferischen Phantasie offenbaren.

Portrait

Geboren am 4.10.1797 in Murten, gestorben am 22.10.1854 in Lützelflüh (Bern), dort begraben auf dem Kirchhof. Albert Bitzius studierte Theologie, wurde Vikar und schließlich Pfarrer in Lützelflüh. Seinem Engagement als Liberaler wurde mit der neuen Verfassung ein Ende gesetzt: Geistlichen wurde politische Betätigung ver- boten. Mit 40 begann er erste Erzählungen zu schrei- ben. 1845 war Bitzius als Schulkommissär untragbar geworden und verlor sein Amt: Er wurde zusehends kon- servativer, kritischer, unbequemer, seine Traktate und Erzählungen wurden düsterer und satirischer. Den Namen Gotthelf hat Bitzius von der Erzählerfigur seines ersten, autobiographischen Romans Der Bauernspiegel entlehnt. Er bevölkerte seine Romane mit den Menschen, die ihn umgaben, der ländlichen Mittel- und Unter- schicht. In Deutschland erfuhr Gotthelf Annerkennung, mehr jedenfalls als in der Schweiz. Als er 58jährig starb, meldete dies der freisinnige Patriot in zwei Sätzen, die Berner Zeitung mit keinem Wort. Jahr- zehnte später wurde Gotthelf zum Patrioten umgedeutet.

Leseprobe

Über die Berge hob sich die Sonne, leuchtete in klarer Majestät in ein freundliches, aber enges Tal und weckte zu fröhlichem Leben die Geschöpfe, die geschaffen sind, an der Sonne ihres Lebens sich zu freuen. Aus vergoldetem Waldessaume schmetterte die Amsel ihr Morgenlied, zwischen funkelnden Blumen in perlendem Grase tönte der sehnsüchtigen Wachtel eintönend Minnelied über dunkeln Tannen tanzten brünstige Krähen ihren Hochzeitreigen oder krächzten zärtliche Wiegenlieder über die dornichten Bettchen ihrer ungefiederten Jungen.

In der Mitte der sonnenreichen Halde hatte die Natur einen fruchtbaren, beschirmten Boden eingegraben; mittendrin stand stattlich und blank ein schönes Haus, eingefaßt von einem prächtigen Baumgarten, in welchem noch einige Hochäpfelbäume prangten in ihrem späten Blumenkleide; halb stund das vom Hausbrunnen bewässerte üppige Gras noch, halb war es bereits dem Futtergange zugewandert. Um das Haus lag ein sonntäglicher Glanz, den man mit einigen Besenstrichen, angebracht Samstagabends zwischen Tag und Nacht, nicht zu erzeugen vermag, der ein Zeugnis ist des köstlichen Erbgutes angestammter Reinlichkeit, die alle Tage gepflegt werden muß, der Familienehre gleich, welcher eine einzige unbewachte Stunde Flecken bringen kann, die Blutflecken gleich unauslöschlich bleiben von Geschlecht zu Geschlecht, jeder Tünche spottend.

Nicht umsonst glänzte die durch Gottes Hand erbaute Erde und das von Menschenhänden erbaute Haus im reinsten Schmucke ...

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