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Die schwarze Spinne

Erzählung. Nachw. v. Konrad Nussbächer. 'Reclam Universal-Bibliothek'.
Taschenbuch
'Die schwarze Spinne' (erschienen 1842) ist die berühmteste Novelle Jeremias Gotthelfs und ein Meisterwerk der Erzählliteratur des Biedermeier. In der kunstvoll aufgebauten Novelle mit seiner komplexen Erzählstruktur wird eine Geschichte um Gottlosig … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die schwarze Spinne
Autor/en: Jeremias Gotthelf, Wolfgang Mieder

ISBN: 3150064899
EAN: 9783150064894
Erzählung. Nachw. v. Konrad Nussbächer.
'Reclam Universal-Bibliothek'.
Reclam Philipp Jun.

15. Februar 2001 - kartoniert - 133 Seiten

Beschreibung

'Die schwarze Spinne' (erschienen 1842) ist die berühmteste Novelle Jeremias Gotthelfs und ein Meisterwerk der Erzählliteratur des Biedermeier. In der kunstvoll aufgebauten Novelle mit seiner komplexen Erzählstruktur wird eine Geschichte um Gottlosigkeit und Aberglauben erzählt. In zwei legendenartigen Rückblicken berichtet ein Großvater vom tödlichen Wüten einer teuflischen Spinne und der Rettung durch christlich-heldenmütige Gesinnung. Versinnlicht wird die didaktische Absicht des Autors durch die genrehafte Schilderung der Dorfwelt und eine Sprachkraft, die die groteske Handlung in ihrer ganzen Phantastik entfaltet.
Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen von Wolfgang Mieder.

Portrait

Jeremias Gotthelf (d. i. Albert Bitzius), 4. 10. 1797 Murten (Kanton Fribourg) - 22. 10. 1854 Lützel üh (Kanton Bern).
G. stammte aus einem Pfarrhaus, besuchte das Gymnasium in Bern (1812-14) und studierte anschließend bis 1820 Theologie an der Berner Akademie. Er unterbrach seine Vikariatszeit bei seinem Vater in Utzenstorf (Oberaargau) durch einen Studienaufenthalt in Göttingen und eine Reise durch den Norden Deutschlands (1821- 1822). Danach war er wieder Vikar in Utzenstorf; nach dem Tod seines Vaters wurde er 1824 nach Herzogenbuchsee, 1829 nach Bern und 1831 nach Lützel üh im Emmental versetzt; hier erhielt er 1832 eine Pfarrstelle. Sein politisches Engagement für den Liberalismus fand mit der Verfassung von 1831 ein Ende; sie verbot Geistlichen die politische Betätigung. Stattdessen trat er in der Nachfolge J. H. Pestalozzis und der Schweizer Volksaufklärung für die Verbesserung des Erziehungswesens und der sozialen Verhältnisse ein; seine Kritik an der Berner Erziehungspolitik trug ihm 1845 die Entlassung als Schulkommissär seines Bezirks ein. Sein Pseudonym als Schriftsteller ist seinem ersten Roman entnommen (Der Bauern-Spiegel oder Lebensgeschichte des Jeremias Gotthelf). Hier und in den folgenden frühen Romanen und Erzählungen, die die Seelsorge auf der literarischen Ebene fortsetzen, dominiert die drastische Kritik an sozialen Missständen, an Pauperismus und Alkoholismus. Mit Uli dem Knecht gelangte G. zu einer episch-breiten, gelassenen Darstellung des Bauerntums seiner Zeit, wobei sich der pädagogische Anspruch in der Gegenüberstellung exemplarischer Verhaltensweisen und Lebenshaltungen in positivem und negativem Sinn niederschlagen. G.s Romane spiegeln dabei, mit zunehmend konservativer Tendenz, die sozialen und ideologischen Kon ikte, die aus der industriellen Revolution, aus dem Vordringen des modernen Zeitgeists in Bezug auf Religion, Wissenschaft, Geldwirtschaft in die agrarische Welt resultierten. Repräsentativ für G.s Erzählen mit seiner plakativen Gegenüberstellung von Gut und Böse und seinem rhetorisch-biblischen Stil ist die Erzählung Die schwarze Spinne, die den ersten Band seiner Bilder und Sagen aus der Schweiz eröffnet.


In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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