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Wilder Winter als Taschenbuch
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Wilder Winter

Ein Hap & Leonard-Roman. Originaltitel: Savage Season. Taschenbuch.
Taschenbuch
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Hap Collins: weiß, hetero, Kriegsdienstverweigerer.

Leonard Pine: schwarz, schwul, Vietnamveteran.

Der Auftakt zur Kult-Krimi-Reihe HAP & LEONARD von Autor Joe R. Lansdale
Dieses Taschenbuch ist auch verfügbar als:
Taschenbuch

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Wilder Winter als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Wilder Winter
Autor/en: Joe R. Lansdale

ISBN: 3965090003
EAN: 9783965090002
Ein Hap & Leonard-Roman.
Originaltitel: Savage Season.
Taschenbuch.
Übersetzt von Richard Betzenbichler, Katrin Mrugalla
Golkonda Verlag

7. Juni 2019 - kartoniert - 235 Seiten

Beschreibung

Die beiden ungleichen Freunde haben schon bessere Tage gesehen und schlagen sich mit Gelegenheitsjobs auf den Rosenfeldern von Texas durch. Eines schönen Wintermorgens tauchen Haps Ex-Frau Trudy und ein paar Kumpels aus den 60er Jahren auf, die den bewaffneten Kampf gegen das Establishment wiederbeleben wollen.

Das Startkapital dazu liegt angeblich im Sabine River: eine Million Dollar aus einem schiefgelaufenen Bankraub. Hap ist in der Gegend aufgewachsen und soll bei der Suche helfen. Doch die Zeiten haben sich geändert, und auch ehemaligen Revolutionären sitzt mittlerweile das Hemd näher als die Hose. So bewahrheitet sich bald das, was Leonard von Anfang an klar war: Wo Trudy ist, gibt's Ärger. Es wird ein wilder Winter.

Portrait

Joe R. Lansdale gehört mit zahlreichen Romanen und Erzählbänden zu den Stars der amerikanischen Kriminalliteratur. Er wurde mit dem American Mystery Award, dem British Fantasy Award und viermal mit dem Preis der Horror Writers of America ausgezeichnet. »Kahlschlag« stand zwei Monate lang auf der Krimibestenliste von Arte und ZEIT. »Gauklersommer« platzierte sich von Oktober 2011 bis Januar 2012 vier Monate lang durchgängig auf der Krimibestenliste.

Pressestimmen

"Neon-Bikini-Killer, Alt-Hippies und Zynismus, wie True Detective ihn nicht besser hinkriegt: Hap & Leonard ist die Fernsehüberraschung 2016."
Christian Alt, puls

"Eine Serie wie ihre Hauptfiguren: cool, unkonventionelle, etwas sperrig, aber mit ganz viel Herz!"
Christian Hanisch, quotometer.de

"Dieser vielschichtige Autor hat mit der Hap & Leonard-Reihe eine Krimiserie geschrieben, die ihresgleichen sucht. Witzige Sätze und absurde Dialoge gibt es am laufenden Band. Schräger Humor und zwei vom Pech verfolgte Ermittler, die man einfach mögen muss." (Kamikaze Radio, 06.06.2019)

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Bewertungen unserer Kunden
Auch nach so vielen Jahren noch ein umwerfendes Buch!
von Claudia S. / Kreis HD - 02.07.2019
Hap Collins und Leonard Pine könnten kaum unterschiedlicher sein und doch sind die die besten Freunde. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch und verbringen viel Zeit miteinander. Als Haps Exfrau auftaucht, kann das nur Ärger bedeuten. Aber Hap und Leonard haben gerade nichts Besseres zu tun, also gehen sie auf die Suche nach dem Boot, das im Sabine River liegen und die Beute eines Bankraubs an Bord haben soll. Der Winter ist extrem kalt. Und wird extrem wild ¿ Lansdale hat einen ganz eigenen Stil, der ruppig und doch herzlich ist. Der Südstaaten-Charme kommt sehr klar rüber, finde ich. Und wenn man dann noch bedenkt, wann dieser Roman (Krimi?) ursprünglich herauskam, ist es unverkennbar: Lansdale ist ein genialer Autor. Man verzeiht ihm auch gern ein paar kleine Ungereimtheiten, zumal sie wirklich nicht schwerwiegend sind, seine Bücher aber immer genau da hin bringen, wo sie den Leser packen. Dies ist der erste Band einer Reihe. Anlaufschwierigkeiten gibt es da fast immer. Man muss zunächst die Figuren und ihr Umfeld etablieren, dann einen genialen Plot darum bauen und am Ende genug gesagt haben, um die Story rund werden zu lassen, gleichzeitig aber auch Lust auf mehr zu machen. Tja, ich persönlich hab riesig Lust auf mehr von Hap und Leonard! Der mehr oder weniger feine Humor, die exakt dosierte Bissigkeit, hat der Autor unbeschreiblich genial in die spannendsten Momente eingebaut. Dennoch hat man hier keinen Slapstick vorliegen, sondern erlebt ein fesselndes, spannendes Abenteuer mit Charakteren, die kein bisschen ausgelutscht sind. Sie alle sind schräg und haben ihre Macken und Eigenheiten, dennoch ist das Buch nicht überladen. Alles fügt sich sehr gut ineinander. Lansdales Sprache ist deutlich und direkt, aber nicht billig. Das Buch strotzt vor Sätzen, die schon kleine Kunstwerken gleichen! Man fühlt sich einfach wohl beim Lesen, auch wenn dies alles andere als Cosy-Crime ist. Von jetzt auf gleich geht es zur Sache und das sind dann Szenen, bei denen zarte Gemüter hart auf die Probe gestellt werden. Vor allem, weil Lansdale vor nichts Halt macht. Besonders gut gefällt mir, dass Lansdale ohne "Füllstoff" auskommt. Er zeigt, dass man auch auf 236 Seiten Spannung und extrem gute Unterhaltung liefern kann. Es muss nicht immer ein Klopper von 400+ Seiten sein! Dennoch geize ich und gebe "nur" vier Sterne - und freue mich auf die weiteren Bände. Sowohl Lansdale als auch seine Protagonisten machen einfach süchtig!
von Anonym - 02.07.2019
Der Krimi "Wilder Winter" ist der Beginn der Serie mit den beiden Protagonisten Hap & Leonard. Die beiden Freunde Hap Collins und Leonard Pine können unterschiedlicher kaum sein. Hap ist weiß, hetero und Kriegsdienstverweigerer, Leonard ist schwarz, schwul und ein Vietnamveteran. Beide schlagen sich mit Gelegenheitsjobs auf den Rosenfeldern von Texas durch. Als Haps Exfrau Trudy auftaucht beginnen unruhige Zeiten für die Freunde. Sie schlägt den Beiden ein Geschäft vor, bei dem Hap schnelles Geld mit wenig Aufwand wittert. Hap soll bei der Suche nach einer Milllion Dollar aus einem schiefgelaufenen Bankraub helfen. Die Beiden Freunde nehmen das Angebot an, da sie das Geld dringend brauchen. Leider läuft die Sache nicht so glatt wie gedacht und es gibt viel Ärger und es wird ein wilder Winter ¿ Die beiden Freunde Hap und Leonard sind zwei originelle und skurrile Typen. Sie schrecken vor nichts zurück. Ihre Dialoge sind derbe, mit Sticheleien gespickt und sehr witzig und unterhaltsam zu lesen. Auch die anderen Charaktere sind außergewöhnlich in ihrer Art und passen perfekt in die wilde Story. Durch die detailreiche und authentische Beschreibung kann man die Personen regelrecht vor sich sehen. Die Handlung spielt in einer geheimnisvollen und wilden Natur voller Wälder und morastiger Gewässer. Irgendwo in der texanischen Moorlandschaft soll das Geld aus dem Bankraub zu finden sein. Die Beschreibungen der undurchdringlichen und urwüchsigen Natur haben mir sehr gut gefallen und vermitteln eine unheimliche, teilweise bedrohliche Stimmumg. Die Story ist von Anfang an unterhaltsam, die Spannung steigert sich im Laufe der Geschichte und endet in einem furiosen und blutigen Showdown. Das Buch konnte mich vom Anfang an fesseln, der Roman ist voll von schwarzem Humor aber auch unterschwelliger Gesellschaftskritik. Ich freue mich auf weitere Bände mit und um Hap & Leonard!
einfältige Dialoge
von Anonym - 28.06.2019
Auf den Rosenfelder im Osten Texas schlagen sich Hap und Leonard durchs Leben. Hap kommt immer noch nicht los von seiner Exfrau Trudy, die ihn verlassen hat, als er als Kriegsverweigerer für den Vietnamkrieg im Gefängnis saß. Leonard, ein schwuler Schwarzer, war im Krieg und ist froh, es überstanden zu haben. Beide sind ständig in Geldsorgen und so sagen sie zu, als Trudy den Beiden ein Angebot macht. Ihr zweiter, nun auch Exmann, saß ebenfalls im Gefängnis und hat dort von einem Bankraub und einer großen Summe Geld gehört, die in einem Fluss versenkt worden ist. Dieser Schatz muss nur gehoben werden. Die Truppe, in der es so manche Reibereien und Eifersüchteleien gibt, macht sich in den Sümpfen Texas auf die Suche. Spielen alle mit offenen Karten? Mit dem so hochgelobten Krimi konnte ich nicht viel anfangen. Der Anfang ist sehr langatmig, erst ab der Hälfte wird es leidlich spannend. Die Dialoge sind einfältig bis nervtötend, die Wortwahl einfach gestrickt. Es geht um Schlägereien, Schießereien und Brutalität. Nichts für mich.
Sehr unterhaltsam
von Anonym - 23.06.2019
Die beiden Freunde Hap Collins und Leonard Pine werden von Haps Ex-Frau Trudy in eine dubiose Geschichte hineingezogen. Im Sabine River soll ein Boot mit 1 Million Dollar aus einem Bankraub gesunken sein. Da Hap die Gegend aus seiner Kindheit kennt, sollen Leonard und er Trudy und ihren Freunden bei der Suche helfen. Leider läuft die Sache ziemlich schnell aus dem Ruder und es wird blutig. Die Wiederveröffentlichung des Romans von Joe R. Lansdale war für mich die Gelegenheit, mein erstes Buch der Reihe über Hap und Leonard zu lesen. Der Roman hat mich hervorragend unterhalten. Die Geschichte ist spannend erzählt, wenn auch die Versatzstücke durchaus aus anderen Romanen und Filmen bekannt sind. Was den Roman heraushebt, sind die zynischen und ironischen Kommentare von Leonard und dem Ich-Erzähler Hap. Ich fühlte mich bisweilen an einen Tarantino-Film erinnert, auch wegen der Gewalt am Ende des Buches. Fazit: Toller Roman, allerdings nicht für zarte Gemüter.
Trashiger Kultkrimi
von isaba - 23.06.2019
Joe R. Lansdale liefert hier einen echten Trashkrimi - im positiven Sinne. Herrlich skurille Typen, tolles Setting und bösartig witzige Dialoge liefern eine tolle Basis für die Geschichte einer winterlichen Schatzsuche. Die beiden Titelhelden Hap und Leonard sind sehr unterschiedlich und doch sehr gute Freunde. Hap ist ein weißer Idealist und Leonard ein farbiger Veteran, die beide mehr schlecht als recht von einem Job zum nächsten leben und sich irgendwie über Wasser halten. Als Haps Ex Trudy wieder in dessen Leben auftaucht, macht sie Ihnen ein Angebot: Gemeinsam mit ihrem aktuellen Freund Howard (und ein paar weiteren abgehalfterten Typen) eine vergesse Bankraubbeute finden, die irgendwo in Texas in einem Creek versteckt sein soll. So zieht die ungleiche Truppe los und erlebt einen wilden Winter.... Zu Beginn war ich mir nicht sicher, ob mir das Buch gefallen würde, den es beginnt etwas langatmig. Sobald die Truppe los gezogen ist, nimmt die Story aber richtig Fahrt auf und es macht Spaß zu lesen, wie sich die Figuren entwicklen. Keiner traut dem anderen und die Dialoge sind zynisch, bösartig und völlig politisch unkorrekt. Wenn man sich als Leser darauf einlassen kann, macht dieser Krimi wirklich Spaß zu lesen. Lansdale schafft so seinen ganz individuellen Stil und die Charaktere sind einzigartig bildhaft gezeichnet. Durch die Perspektive von Hap erlebt man die abenteuerliche Schatzsuche sehr subjektiv, aber auch als Teil der Gruppe, was der Story sehr zuträglich ist. Stellenweise waren mir die Szenen zwar fast etwas zu krass dargestellt, aber dem gesamten Lesevergnügen tut das keinen Abbruch. Insgesamt finde ich Hap und Leonard sind coole Jungs, die sicherlich auch in den anderen Büchern der Reihe skurille und lesenswerte Abenteuer erleben. Wenn man Lust auf Trash und coole Typen hat, ist man bei diesen beiden richtig.
Spannend und unterhaltsam
von nellsche - 23.06.2019
Die beiden ungleichen Freunde Hap und Leonard schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch, als Haps Ex-Frau Trudy auftaucht und Hap überreden will, ihr zu helfen. Im Sabine River soll das Geld aus einem schiefgelaufenen Bankraub liegen. Klingt verlockend, doch wo Trudy ist, gibts auch Ärger.  Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn neben dem Cover hat mich auch die Leseprobe sehr angesprochen.  Das Buch ist mit rund 240 Seiten recht dünn gehalten, so dass ich es auch sehr zügig fertig gelesen hatte.  Der Schreibstil ließ sich hervorragend lesen und ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen und sie genießen.  Die Charaktere wurden prima beschrieben, so dass sich bei mir schnell entsprechende Bilder von ihnen entwickelten.  Hap und Leonard waren absolut klasse. Ich mochte sie beide sehr gerne und fand auch ihre teils herb-sarkastischen Dialoge miteinander einfach nur super. Sowas mag ich! Die Freundschaft der beiden wurde richtig toll beschrieben und war spürbar.  Die Story gefiel mir sehr gut. Sie war unterhaltsam, spannend und fesselnd und es gab auch interessante und überraschende Wendungen.  Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Hap und Leonard auf Schatzsuche
von cosmea - 23.06.2019
Joe R. Lansdales 1990 unter dem Titel "Savage Season" veröffentlichter Kriminalroman um die ungleichen Freunde Hap und Leonard ist der Auftakt einer Serie. Hap Collins ist Kriegsdienstverweigerer und hat für seine Überzeugungen im Gefängnis gesessen. Leonard Pine ist ein farbiger homosexueller Vietnamveteran. Die beiden Freunde schlagen sich mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs durch - zuletzt auf den Rosenfeldern von Texas. Eines Tages taucht Haps Ex-Frau Trudy auf, und Leonard warnt seinen Freund, denn Trudy bedeutet stets Ärger. Sie ist immer noch eine sehr schöne Frau, und es ist für sie leicht, Hap zu verführen und für ihre Zwecke einzuspannen. Sie verspricht ihm 200.ooo Dollar, wenn er erfolgreich bei der Suche nach der verschwundenen Millionenbeute aus einem Bankraub hilft. Trudys derzeitiger Partner Howard hat ebenfalls gesessen und von dem einzigen überlebenden Bankräuber von damals gehört, dass dieses Geld in einem gekenterten Boot auf dem Grund des Sabine River in Texas liegt. Es gibt nur wenige Anhaltspunkte, wo das sein könnte, aber Hap begibt sich mit dem widerstrebenden Leonard auf die Suche. Zu dem Team gehört noch der durch Brandnarben verunstaltete Paco und der dicke psychisch labile Chub. Die Auftraggeber der Aktion wollen mit dem Geld - entsprechend ihren Idealen aus den späten 60er Jahren - den revolutionären Kampf für eine bessere Welt finanzieren. Hap und Leonard finden Boot und Geld, aber dann kommt alles anders als geplant. So viel Geld weckt ganz andere Begehrlichkeiten, und Verrat und Mord sind dabei nur ein Mittel zum Zweck. Der Roman liest sich gut und besticht vor allem durch die witzigen Dialoge der Freunde, aber auf die Gewaltorgie am Schluss hätte ich gern verzichtet. "Ein feiner dunkler Riss" und "Dunkle Gewässer haben mir vor Jahren wesentlich besser gefallen. Positiv ist jedoch anzumerken, dass der Autor sich nicht auf eine simple Krimihandlung beschränkt, sondern viel vom Zeitgeist und den Idealen der 60er Jahre einfließen lässt und die wilde Schönheit seiner texanischen Heimat zum Ausdruck bringt.
Zwei ungewöhnliche Freunde
von Edith Schmitt - 22.06.2019
Haps Ex-Frau Trudy taucht unerwartet auf und bietet ihm einen ungewöhnlichen Job an: er soll ihr und ihrem Mann helfen eine Millionen Doller aus dem Sabine River zu bergen. Niemand vermisst das Geld, es ist die Beute aus einem Bankraub der mit kleinerem Verlust gemeldet wurde. Hap zieht seinen Freund Leonard hinzu, was Trudy und ihre Komplizen, nicht gefällt. Es ist bitter kalt und so dauert es auch eine Weile bis das Geld gefunden wird und geborgen werden kann. Doch als dies dann endlich möglich war, läuft alles aus dem Ruder. Hap und Leonard sind schon ein ungewöhnliches Gespann mit einem ganz eigenen Humor. Was zunähst erst wie ein eher langweiliger Roman beginnt, nimmt nur langsam an Fahrt auf und wird erst zum Schluss so richtig spannend. Ich hatte sogar eine Zeit lang überlegt nicht zu Ende zu lesen. Mein Geschmack trifft er nicht so richtig.
Lieber für die Wale spenden
von von Beust - 17.06.2019
Die 60er sind vorbei - und damit kommen einige nicht so gut klar. Hap Collins und Leonard Pine beispielsweise, die hartgesottenen Underdogs, die einander so gegensätzlich sind (außer dem Humor), dass sie sich verstehen wie zweieiige Zwillinge. Aber auch Haps Exfrau Trudy will die Welt wieder verbessern, wie sie früher einmal war, ihr neuer Lover Howard auch und der dickliche Chub sowieso. Paco mit dem verbrannten Gesicht hat es auf seine Weise mal versucht und alles viel schlimmer gemacht, vor allem für sich selbst. Trudy bringt die Truppe zusammen, um versenktes Geld aus einem texanischen Creek im Nirgendwo zu haben. Und wo abgeranzte Typen, Ex-Knackis, Bombenbauer und eine bindungsscheue Wuchtbrumme eine Sache unternehmen, kann man sicher gehen, dass sie schief geht und sich die Beteiligten anschließend die Schädel einschlagen. Joe R. Lansdale ist bekannt für seine harten Texas-Krimis, in denen er sich den Abgehängten, den Unterprivilegierten und den Desillusionierten annimmt und seine Leser daran teilnehmen lässt, was menschliche Schwächen und Schlechtigkeiten für grausame Folgen haben können. Es sind die verstellten Horizonte der Hinterwäldler, die gemeine Kurzsichtigkeit der Kleinkriminellen und die herzlose Grausamkeit der Selbstsüchtigen, die Lansdale vorführt - auch im "Wilden Winter", in dem die verhinderten Weltverbesserer ihr Fett wegbekommen. Der Roman ist der Auftakt der Reihe um die beiden großartig gelungenen Charakterköpfe Hap & Leonard, weshalb in der Vorstellung der beiden die eine oder andere erzählerische Schleife das Tempo verringert, das ansonsten sehr hoch ist. Die zweite Hälfte spult sich scheinbar von selbst ab wie die Filmrolle eines Actionwestern - brutal, kompromisslos und überraschend. Das Geld hätten die Schatzsucher mal lieber rechtzeitig für die Wale spenden sollen. Wenn das hier die Pilotfolge ist, dann will ich den Rest der Serie sehen - hart, blutig und politisch unkorrekt, aber sauschnell und witzig
Buddy Comedy?
von Sago - 16.06.2019
Leider konnte mich der Auftakt der Hap & Leonard-Krimireihe nicht für sich gewinnen. Das Buch wird gleichzeitig als Buddy Comedy beworben, aber bedauerlicherweise fand ich es nicht witzig. Joe R. Lansdale lässt seine beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten zwar äußerst dialoglastig zu Wort kommen, was sich jedoch eher in Schimpfwörtern als Komik erschöpft. Hap ist ehemaliger 68er und hängt noch immer seiner Exfrau Trudy nach, während der farbige, homosexuelle Vietnam-Veteran Leonard härter im nehmen ist. Leonard weiß sofort, als Trudy wieder bei Hap auftaucht, bedeutet das nichts Gutes. Tatsächlich will Trudy mit ihrem derzeitigen Freund und ein paar Handlangern eine Beute aus einem Bankraub bergen. Ausgerechnet Hap soll das Geld aus einem Fluss fischen. Hap und Leonard sind die einzigen sympathischen Figuren, während Trudy und die übrige Bande fast abstoßend wirken. Leider haben auch Hap und Leonard nicht genügend Charisma entfaltet, um mich zum Mitfiebern zu bringen. Es wurde auch einfach viel zu viel geredet, so dass es wirklich dauert, bis die Geschichte überhaupt Fahrt aufnimmt und es zum Showdown kommt. Bis dahin hatte ich aber irgendwie die Geduld verloren.
Schwarzer Humor
von badwoman - 15.06.2019
Hap Collins und Leonard Pine sind ungleiche Freunde: der eine weiß, hetero und Kriegsdienstverweigerer, der andere schwarz, schwul und Vietnamveteran. Die beiden schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch. Bis eines Tages Trudy auftaucht, Haps Exfrau. Leonard ist sofort klar, dass sie etwas von Hap will, denn Hap kann ihr auch nach einigen schlechten Erfahrungen kaum widerstehen. Das alles riecht für Leonard nach Ärger. Und wirklich, Trudy braucht Haps Hilfe beim Aufspüren von einer Million Dollar, die aus einem Bankraub stammen und angeblich im Sabine River versenkt wurden. In dieser Gegend hat Hap seine Jugend verbracht. Seine Ortskenntnisse sollen nun Trudy und ihren Mitstreitern zum großen Geld verhelfen. Doch ganz so einfach ist dieser Job nicht¿ "Hap & Leonard - Wilder Winter" von Joe R. Lansdale ist ein flotter, actionreicher Krimi. Er ist spannend geschrieben und besticht durch seine witzigen und politisch völlig unkorrekten Dialoge. Der Autor schafft es, mit dem Thema Rassismus locker und schnoddrig umzugehen, der Leser weiß diese Selbstverständlichkeit zu schätzen. Auf einen Witz über Schwarze folgt ein Scherz über Weiße, das alles in schlagfertige Dialoge gepackt - wirklich toll! Hier möchte ich ausdrücklich auch den Übersetzern ein großes Lob aussprechen: tolle Wortwahl, die den Leser die tiefe Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten spüren lässt. Hap und Leonard sind wirkliche Typen mit sehr schwarzem Humor, mir gefallen diese Charaktere ausgesprochen gut. Der Spannungsbogen zieht sich über das ganze Buch, einige überraschende Wendungen inbegriffen, bis zum fulminanten Finale. Das Cover mit pinkfarbenen Elementen ist ungewöhnlich für einen Krimi, dadurch fällt es aber auch auf. Der Titel "Hap & Leonard" bestimmt das Cover, das lässt schon ahnen, dass "Wilder Winter" einer von mehreren Bänden einer Serie ist.
skurill, abenteuerlich, amüsant, brutal
von M - 15.06.2019
Als Krimi würde ich diesen neuaufgelegten 6bändigen Reihenauftakt (ursprünglich noch mehr Bände) eher nicht bezeichnen. Eher als einen skurrilen, schrägen, tragisch-komischen Abenteuerroman, der etwas ins Horrorhafte und Blutige abgleitet. Nun denn, worum geht es. Die Geschichte spielt in Texas. Hap bekommt Besuch von seiner Ex Frau Trudy. Sie sind schon lange getrennt, aber hin und wieder treffen sie sich und er verfällt ihr immer wieder. Diesmal hat sie ein besonderes Anliegen. Und zwar soll er ihr und ihrem aktuellen Freund Howard dabei helfen, ein Boot zu bergen, auf dem die Beute eines Banküberfalls von vor ca. 20 Jahren lagert. Hap sagt zu, nimmt jedoch seinen besten Kumpel Leonard mit. Mit von der Partie sind zudem noch zwei andere Männer Paco und Chub, die noch die Ideale der 60er Jahre in sich tragen... und so beginnt der wilde Winter . Lansdale kann einfach gut erzählen. Er schafft besondere Atmosphären und besondere Charaktere. Man kann sich alles sehr gut bildlich vorstellen....und ist in diesem speziellen Fall ganz froh, dass man nicht dabei sein muss..:) Der Hof von Leonard samt den Hundezwingern und der Scheune mit Boxsack, die Bruchbude Howards oder auch die Flusslandschaft in Marvel Creek in den Bottoms erscheinen deutlich vor den Augen. Die am Rande der Gesellschaft stehenden Leute, die hier beschrieben werden, sind durchweg schräg, skurril, eigen, kantig, auf den ersten Blick nicht sonderlich sympathisch. Auf den zweiten Blick wachsen Hap und Leonard einem doch ans Herz. Sie sind beide im Grunde gute Typen. Zudem gefiel mir die Freundschaft zwischen ihnen ausnehmend gut. Sie liefern sich herrliche Dialoge, wunderbar zynisch und sehr schlagfertig. Generell ist der Sprachstil etwas derb, rauh, oft auch vulgär. Ironie, schwarzer Humor und Zynismus sind durchweg vorhanden, gesellschaftskritische Beobachtungen fliessen oft mit ein. Von Beginn an liest der Roman sich spannend. Zudem ergeben sich unerwartete Wendungen, wodurch das Tempo am Ende noch rasanter wird. Gleichzeitig aber auch sehr brutal und blutig, so dass ich einige Stellen überlas, da ich diesbezüglich eher zart besaitet bin. Generell habe ich mich jedoch sehr amüsiert, oft gelacht und bin nun neugierig, wie es mit Hap und Leonard weiter geht..:)
von StephanieP - 14.06.2019
Hap und Leonard könnten unterschiedlicher kaum sein und dennoch sind der weiße Kriegsdienstverweigerer und der dunkelhäutige, homosexuelle Vietnamveteran gute Freunde. Beide halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Eines Tages taucht Trudy, Haps Exfrau, auf und verspricht den beiden einen lukrativen Job: Im Sabine River wurde eine Millionen Dollar versenkt, welche bei einem missglückten Bankraub erbeutet wurden. Trotz schlechtem Gefühl lassen sich Hap und Leonard auf den Vorschlag das Geld gemeinsam zu suchen ein. Die beiden hätten besser auf ihr Gefühl gehört, denn sie geraten in große Lebensgefahr. Joe R. Landsdale schreibt flüssig und es finden sich einige humorvolle Szenen im Buch. Der erste Teil zieht sich leider in die Länge, da die Spannung erst relativ spät aufkommt. Allerdings ist die Spannung von da an sehr hoch und wird durch actionreiche Szenen auch immer wieder gesteigert. Besonders gut haben mir die Sticheleien zwischen Hap und Leonard gefallen, obwohl mir persönlich dabei zu viele Schimpfwörter und Beleidigungen vorkamen. Diese meiner Meinung nach viel zu häufig eingesetzten Beschimpfungen und das Machogehabe haben mein Lesevergnügen leider deutlich getrübt und dadurch ist mir die Freude an der ansonsten wirklich gelungene Handlung etwas vergangene. Nichts desto trotz fliegt die Handlung nur so dahin und das Buch lässt sich sehr schnell lesen, da es auch ziemlich kurz ist. Hap und Leonard sowie Trudy sind wirklich interessante und facettenreiche Protagonisten, welche sich deutlich von anderen Charakteren in diesem Genre unterschieden. Ich habe gerne mehr über die verschiedenen Charaktere erfahren und bin vor allem von der Freundschaft zwischen Hap und Leonard fasziniert. Allerdings wurde mir aufgrund der Ausdrucksweise der Protagonisten niemand wirklich sympathisch, wodurch ich nicht wirklich mitfiebern konnte. FAZIT: "Hap und Leonard- Wilder Winter" baut erst relativ spät Spannung auf, diese wird von da an allerdings hoch gehalten, was vor allem an der Action lag. Da mich persönlich leider keiner der Protagonisten wirklich überzeugen konnte und ich ihre Ausdrucksweise zu übertrieben fand, vergebe ich 3 Sterne!
Wilder Winter, ein Krimi mit Wurzeln in den 60ern
von Gelinde - 14.06.2019
Wilder Winter, von Joe R. Lansdale Hap & Leonard Cover: Passend zur Geschichte (außer vielleicht das rosa?) Inhalt: Der Beginn einer Reihe. Hap Collins (Weiß, Hetero, Kriegsdienstverweigerer) und Leonard Pine (Schwarz, Schwul, Vietnamveteran), ein Duo (kriminell?) das doch auf den ersten Blick so gar keine Gemeinsamkeiten hat, sind aber bester Freunde. Wenn man das aber unter Männern auch nie so zugeben würde. Als Haps Ex-Frau Trudy auftaucht und Hap für einen Coup engagieren will, bei dem sie eine Million Dollar "finden" können, beginnt der Ärger. Alte Kumpels und Weggefährten aus den 60er-Jahren tauchen auf. Aber keiner traut dem anderen und keiner spielt mit offenen Karten. Meine Meinung: Ein Krimi(?) bei dem ich lange Zeit dachte, was wird aus dieser Geschichte? Ist dies ein Buch über die 60er? Love, Peace und Flowerpower, sowie Weltverbesserer und Alt-Revoluzzer? Am Ende, als dann jeder jeden irgendwie austrickst und es so richtig zur Sache geht, wird es dann Knall auf Fall recht dramatisch und brutal. Ein Showdown - kurz aber heftig! Der Schreibstil ist super, hier hätte ich gerne mehr als nur diese ca. 240 Seiten gelesen. Sehr abwechslungsreich mit bildgewaltigen Worten und Vergleichen. Zitat: Der Himmel war so flach wie Schiefer und hatte die Farbe von abgesplittertem Feuerstein. Autor: Joe R. Lansdale ist als Schriftsteller in zahlreichen Gefilden zu Hause. Der gebürtige Texaner weiß nicht nur durch seine Ideenvielfalt und seinen schwarzen Humor zu überzeugen, es ist vor allem seine erzählerische Urwüchsigkeit, die seine Fans begeistert. Mein Fazit: Ich wüsste jetzt gar nicht in welches Genre ich dieses Buch einordnen soll. Es hat viel Gesellschaftskritisches (vor allem aus den 60er Jahren/USA). Dann sind das zwei verkrachte Existenzen, die doch so gar nichts gemeinsam haben, aber die besten Freunde sind. Und am Schluss gibt es einen filmreifen Showdown der ganz schön brutal ist. Ein Buch das zu unterhalten vermag, dem aber von allem ein bisschen fehlt: Spannung, Inhalt, Handlung, Dialoge, ein paar Seiten mehr etc. Deshalb von mir 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.
Nur 1/4 Krimianteil, aber der hat es in sich ;-)
von Xirxe - 12.06.2019
Hap und Leonard sind trotz ihrer Gegensätzlichkeiten Freunde, sogar sehr gute Freunde. Während der weisse Kriegsdienstverweigerer Hap noch immer seiner Ex-Frau Trudy hinterhertrauert, versucht der schwarze schwule Vietnamveteran Leonard ihn davon abzuhalten, bei ihrem nächsten Erscheinen wieder schwach zu werden. Doch er hat keine Chance. Als Trudy erneut auftaucht und Hap um Hilfe bittet bei der Suche nach dem verschwundenen Geld eines Bankraubs, ist er sofort damit einverstanden. Allerdings nur, wenn Leonard dabei ist. Widerwillig stimmt sie zu und sie machen sich auf den Weg, um den Rest des Teams zu treffen. Die Suche beginnt, doch dann geht Alles schief. Von den rund 230 Seiten erinnern vielleicht gerade einmal 60 an einen Krimi oder Thriller. Dennoch ist das Buch keine Enttäuschung, denn die Dialoge der beiden Freunde machen richtig Spaß und Joe R. Lansdales Beschreibungen des Lebens der beiden, ihrer Umgebung und der Verhältnisse sind einfach sehr unterhaltend und ausdrucksvoll. Wie auch in seinen anderen Büchern beschreibt der Autor den Süden der USA auf eine Weise, dass man ihn förmlich vor sich sieht und manchmal sogar glaubt, ihn riechen zu können ;-) Im letzten Viertel wandelt sich die Geschichte dann von einer eher harmlosen Schatzsuche hin zu einem fast schon splatterhaften Finale. Dazu die ziemlich vulgäre Ausdrucksweise - für allzu zart besaitete Lesende dürfte dieses Buch nicht gerade die erste Wahl sein. Mir hat es aber gefallen. Ich habe mich gut amüsiert und war durchaus über die ein oder andere Wendung überrascht. Mehr von Hap & Leonard!
schade, schade, schade
von Manuela Pfleger - 12.06.2019
Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, dachte ich mir, dass es sich um einen sehr spannenden Krimi mit coolen Typen handelt, aber leider wurde ich enttäuscht. Am Anfang konnte mich der tolle, leichte, flüssige und flotte Schreibstil fesseln, aber leider hat auch der Schreibstil es nicht mehr gut machen können, dass es sich hauptsächlich nur immer um Sex, Beziehungen, Schimpfwörter handelt. Die beiden Protagonisten Hap und Leonard wären so coole Typen und Charaktere, wenn man eine viel interessanter Geschichte daraus gemacht hätte und einige Schimpfwörter, Sexszenen und Probleme weggelassen hätte. Leonard ist schwul und ich habe kein Problem, dass man auch homosexuelle Charaktere in den Büchern findet, denn die gefallen mir oft besser, als hetero. Von Leonard hätte ich viel mehr erwartet, aber auch Hap konnte bei mir die Stimmung mit Trudy nicht mehr gut machen. Trudy, hm irgendwie wurde ich mit ihr gar nicht warm und ich mochte sie von Anfang nicht. Das Setting und Plot, die Idee zum Buch haben mir gut gefallen, aber der Inhalt, Spannungsaufbau (der mir leider ab der Hälfte total verloren ging) und die Charaktere hätten viel mehr Potenzial nach oben gehabt. Mein Fazit: Toller Plot mit zwei interessanten Typen, von denen ich viel lieber mehr an Charakterzügen kennengelernt hätte. Zu viele Sexszenen, Beziehungsprobleme, Schimpfwörter (obwohl ich freche Dialoge auch sehr gern habe, aber in diesem Zusammenhang waren diese für mich Fehl am Platz). Schade, dieses Buch konnte mich nicht begeistern. Die zwei Sterne vergebe ich für die Idee, Protagonisten und Schreibstil.
Kurz, Knackig, Kultig
von Hardy Knoll - 12.06.2019
Die beiden Helden der Geschichte könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Das beginnt beim Äußeren und endet bei der Lebenseinstellung. Und so, wie sich die Beiden mit dummen Sprüchen kloppen , könnte man sie auch für ein altes Ehepaar halten. Aber wenn es hart wird, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Hap bekommt eines Tages von seiner Ex einen Tipp, wie man an schnelles Geld kommen könnte. Obwohl Leonard skeptisch ist, begleitet er seinen Freund auf der Suche in den kalten Sümpfen. Die Truppe, die sich um das Duo gesammelt hat ist eine sehr bunte Mischung von Glücksrittern und fundamentalistischen Weltverbesserern. Dass das in Streit ausartet, ist klar. Doch das Geld, bzw. die Möglichkeit der Existenz desselben, schweißt zusammen. Und tatsächlich wird etwas gefunden. Doch damit beginnen erst die richtigen Probleme.... Das Buch ist kurz, eignet sich für eine lange Zugfahrt oder einen gemütlichen Nachmittag im Liegestuhl. Und da es Suchtpotential hat, legt man das Buch auch nicht vor der letzten Seite weg. Die Handlung könnte einem Tarantinofilm entsprungen sein. Es gibt knackige Dialoge und heftige Action. Das ist verdammt gute Krimiunterhaltung und der Auftakt zu einer tollen Krimiserie. Das Buch erschien bereits 1990 und wurde nun neu aufgelegt. Aber keine Angst, das ist weder altmodisch, noch aus der Zeit gefallen. Ganz im Gegenteil, davon könnten sich manche Autoren moderner Krimis noch eine Scheibe abschneiden. Langweile kennt dieser Hochgeschwindigkeitszug mit den beiden durchgeknallten Lokführern nicht.
Nicht überzeugend
von Philo - 11.06.2019
Hap und Leonard, zwei unterschiedliche Typen, sind eng befreundet, ständig in Geldnot und immer auf der Suche nach Arbeit. Hap ist weiß und hetero, Leonard ist schwarz und schwul. Laut Buchankündigung hätte ich eine spannende Story mit den beiden erwartet. Leider wurde ich enttäuscht und war mehrmals versucht, das Buch zu schließen. Der Autor hätte sich für die beiden Protagonisten wahrlich eine tolle Geschichte einfallen lassen können, stattdessen läßt er die beiden durch Trudy, die Exfrau von Hap, in ein abstruses Abenteur hineinziehen. Die dabei auftauchenden Personen sind gewalttätige und schießbereite Typen mit einer so primitiven Ausdrucksweise (Schreibstil des Autors), die mir das Lesen schwer gemacht hat.
Hardboiled Krimi mit witzigen Dialogen
von takabayashi - 11.06.2019
Die Protagonisten dieser Geschichte aus den siebziger Jahren sind zwei sehr unterschiedliche texanische Landarbeiter: Hap - Weiß, Ex-Revoluzzer, Pazifist und Hetero - und sein bester Freund Leonard - Schwarz, schwul, Vietnam-Veteran. Diese beiden unwahrscheinlichen Freunde geraten in ein blutiges Abenteuer, als Haps Exfrau Trudy auftaucht. Sie sollen dabei helfen, die in den texanischen Sümpfen versenkte Beute eines Bankraubs zu bergen; speziell Haps Ortskenntnis ist gefragt. Und trotz ihrer Skepsis gegenüber Trudy lassen sie sich von den in Aussicht gestellten 200000 Dollar verlocken. Hap und Leonard wollen einfach nur das Geld, während Trudy und ihre drei männlichen Kumpane als ewiggestrige Altachtundsechziger das Geld für "die gute Sache" haben wollen, bzw. wie sich später herausstellt, in den Untergrund gehen wollen. Einer von ihnen hat im Gefängnis einen - inzwischen verstorbenen - Bankräuber kennengelernt, der ihm von der versteckten Beute erzählt hat. Hap und Leonard finden tatsächlich die Geldkanister im eiskalten Wasser, aber dann gehen die Probleme erst richtig los. Der ungewöhnliche, originelle Krimi mit seinem Sammelsurium von merkwürdigen Charakteren endet in einem furiosen und sehr blutigen Finale. Die Geschichte folgt nicht dem üblichen Krimi-Schema und besticht vor allem durch die Beziehung und die Dialoge zwischen den beiden Freunden, den schwarzen Humor und die Gesellschaftskritik zwischen den Zeilen. Für mich eher etwas zu gewalttätig, aber trotzdem hat mich dieser witzige und spannende Krimi gut unterhalten.
Oh Trudy!
von Paulaso - 10.06.2019
Rasante Geschichte über Freundschaft und Schicksal. Hap lernt vor vielen Jahren die schöne und sinnliche Trudy kennen. Mit ihr an seiner Seite fühlt er sich beflügelt über sich selbst hinaus zu wachsen und die Welt ein klein wenig besser zu machen. Jedoch scheitert er in seinem Idealismus, wird freiwillig wegen Kriegsdienstverweigerung inhaftiert und zu allem Überfluss von Trudy, die er inzwischen geheiratet hat verlassen. Nach 18 Monaten Gefängnisaufenthalt driftet er beinahe komplett ab. Sein Glück, dass er auf den bodenständigen Kriegsveteranen Leonard trifft. Von ihm lernt er wieder an sich selbst zu glauben und über Kampfsport seinen Körper aufzubauen. Beide arbeiten auf einer Rosenplantage um über die Runden zu kommen, als eines Tages Trudy wieder auftaucht. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, denn Hap will unbedingt glauben dass Trudy es ernst mit ihm meint, außerdem begehrt er sie so sehr, dass auch Leonards klare und spitze Warnungen ihn nicht davon abhalten können in ein riskantes Abenteuer hineinzuschlittern, bei dem ihn Leonard mehr oder weniger freiwillig zur Seite stehen soll. Es geht schließlich um einen Deal im Wert von 1 Million Dollar, wobei für Hap & Leonard jeweils 100.000 Dollar herausspringen sollen. Wilder Winter ist eine rasant-sinnliche Story mit einem gepflegten Wortwitz, der mich oft zum Lachen gebracht hat. Manchmal jedoch wirken die Ausführungen etwas überladen wie zum Beispiel: Ihre Muskeln hüpften wie ein Kaninchen oder Der Morgen lag da wie die Eingeweide einer Schildkröte. Leonard war mir von Anfang an sympathisch. Er steht als Freund hinter dem nicht ganz so hellen Hap, der nicht müde wird, als Icherzähler dem Leser auszuführen, dass die mittlerweile 36-Jährige Trudy einen Hammer Körper hat, aber bei einem bestimmten Lichteinfal,l und ohne Make Up ihr Gesicht nicht mehr ganz so jung aussieht. Nach der Mitte des Buches gibt es nochmal eine krasse Wendung. Der Schluss, sprich die letzten Seiten, war aus meiner Sicht etwas zu sehr hingehudelt und Haps letzten Entschluss muss der Leser wohl erstmal verdauen. Jedoch gelingt es dem Autor insgesamt eine tiefere Botschaft zu transportieren. Daher empfehle ich dieses Buch Lesern die unterhalten werden wollen aber sich auch gedanklich mit gesellschaftsrelevanten Themen wie Homophobie, Rassismus, zerstörten Träumen und sozialen Unterschieden beschäftigen wollen.
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