Unterleuten

von Juli Zeh
Roman.
Taschenbuch
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Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unb … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Unterleuten
Autor/en: Juli Zeh

ISBN: 3442715733
EAN: 9783442715732
Roman.
btb Taschenbuch

11. September 2017 - kartoniert - 643 Seiten

Beschreibung

Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit "Unterleuten" hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?




Portrait

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015), und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln. 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

Pressestimmen

"Juli Zehs Roman ist ein Thriller unserer Zeit, der von ihren Widersprüchen und Verwerfungen erzählt." Martin Schulz (SPD-Kanzlerkandidat später Parteivorsitzender 2017), Frankfurter Allgemeine Zeitung

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 18.06.2017

Das Dorf der Abgründe

Juli Zehs Roman ist ein Thriller unserer Zeit, der von ihren Widersprüchen und Verwerfungen erzählt .

Von Martin Schulz

Am Ende ist der Mann in den Brunnen gefallen. So viel wird man verraten dürfen. Doch dort "befand sich kein Wasser". So fällt der Sterbende in "Bilder, die ihn in sich aufnahmen". Ein letztes Mal also zerstößt die tragische Figur Unterleutens die Spiegelungen seiner selbst, bis Selbstund Fremdwahrnehmung endlich eins sind, ein Bild, Bilder.

Nein, eigentlich ist es ein Gemälde, das dann mit dem Ende des Buches vor einem liegt. Denn der Roman "Unterleuten" der Autorin Juli Zeh entfaltet ein Kaleidoskop des dörflichen Lebens unweit und doch so fern der Großstadt. Wie auf einem dieser etwas unübersichtlichen, aber an Facetten und Anekdoten überreichen Gemälde Brueghels zeigt "Unterleuten" das Leben im Dorf mit all seinen faszinierenden Menschen und Geschichten, aber auch mit seinen Widersprüchlichkeiten, Abgründen und Verwerfungen. Juli Zeh lässt ihre Leser ab der ersten Zeile eintauchen in diese Welt, in die Biographien von Ostdeutschen, die sich durchkämpfen mussten, aber auch von Zugezogenen und dem brüchigen, dem zerbrechenden Zusammenhalt im Dorf.

Was mich an diesem Roman am allermeisten fasziniert, sind die Personen, die Charaktere, die Juli Zeh mit wenigen Federstrichen so plastisch erfasst, dass man meint, mit ihnen verwandt oder zumindest sehr gut bekannt zu sein. Juli Zeh bringt uns "Unterleuten" als ein Dorf nahe, in dem wir jeden Grashalm kennen und den Qualm brennender Autoreifen riechen können.

Ich bin ein leidenschaftlicher Leser. Auch an den längsten Arbeitstagen versuche ich abends, zumindest zwei, drei Seiten zu lesen. Und seit Jugendtagen packen mich tolle Storys, interessante Charaktere und symbolische Szenen. Oft erinnere ich mich jahrzehntelang daran. Ich erlebe das als enormen Schatz, den die Literatur uns schenkt. Ein solcher Schatz ist "Unterleuten" von Juli Zeh.

Ich mag Menschen und ihre Geschichten. Das ist wohl meinem ursprünglichen Beruf als Buchhändler geschuldet. Als junger Mann mit eigenem Laden in meiner Heimatstadt Würselen las ich Bücher, um sie zu verkaufen. Meinen Kunden erzählte ich Kern-Szenen, blätterte Bilder vor dem geistigen Auge auf, die ein bestimmtes Buch bieten würde.

Mich verbindet mit Juli Zeh auch eine Debatte im F.A.Z.-Feuilleton - gehegt und gepflegt von ihrem damaligen Herausgeber und meinem leider verstorbenen Freund Frank Schirrmacher -, die ich mit meinem Text "Warum wir jetzt kämpfen müssen" eröffnet hatte. Es war der Versuch, die Digitalisierung in den Mittelpunkt einer politischen und gesellschaftlichen Debatte zu katapultieren. Die digitale Revolution ist in Wirklichkeit kein technisches Problem, sondern eine politische Gestaltungsaufgabe. Deshalb muss die Diskussion darüber raus aus der Nische der Technikfreaks und am besten mitten hinein in die Sozialdemokratie, die seit 154 Jahren Wandel gestaltet. Juli Zeh hat zu dieser Debatte mit einem Plädoyer für ein digitales Grundrecht und den Datenschutz beigetragen, und ich betrachte sie als wichtige Kämpferin für die politische Gestaltung dieser Herausforderungen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass der Roman "Unterleuten" große moralische Fragen wälzt und Widersprüchlichkeiten unserer Zeit meisterhaft aufblättert. In einem Unterhändler eines Windenergiekonzerns, der die Bewohner von "Unterleuten" gegeneinander aufbringt, demaskiert Zeh ein zynisches Kalkül, für das der moralische Anspruch des Natur- und Klimaschutzes nur als Deckmäntelchen für knallharte Profitinteressen dient. Der Egoismus unserer Zeit wird in "Unterleuten" mit dem Satz beschrieben: "Der größte Vorteil entsteht, wenn jeder bekommt, was er sich wünscht." Die Zivilisationsmüdigkeit, die zwei der Hauptfiguren aus der Stadt ins Dörfliche treibt, lässt die Autorin dort auf eine schwer zugängliche Welt der Nostalgie treffen.

Am eindrücklichsten aber ist wohl das Schicksal Gombrowskis, des Mannes im Brunnen. Pragmatischer Verwalter des Erbes der örtlichen LPG, der wohlmeinend einen Gestaltungsanspruch für sich geltend macht. Er meint es gut, müsste man ihm zugutehalten. Doch von außen betrachtet steht dieser Paternalist vor allem für einen rücksichtslosen Machtanspruch, der auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Und so beginnen sich die Ränke und Intrigen im dörflichen Gefüge am Ende in diesem Mann zu verknoten, zu beißen, und er stirbt als Täter und Opfer zugleich.

Und so liegt das Gemälde "Unterleuten" der Autorin Juli Zeh vor uns. Ein Thriller unserer Zeit zwischen "Landlust" und überalternden ländlichen Räumen, zwischen Nostalgie und Aufbruch und zwischen Gestaltungsanspruch und reinem Machterhalt. Juli Zeh hat uns einen Schatz geschenkt, den niemand verpassen sollte.

Martin Schulz ist Kanzlerkandidat und Vorsitzender der SPD. Im Verlag Rowohlt Berlin ist diese Woche sein Buch "Was mir wichtig ist" erschienen.

Juli Zeh: "Unterleuten". Roman. BTB-Verlag, 656 Seiten

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Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Potsdam Stern-Center - 22.10.2018
Mit großer Begeisterung lese ich derzeit den neuesten Roman von Juli Zeh. Die Errichtung eines Windparks stellt das brandenburgische Dorf Unterleuten vor eine Zerreißprobe. Juli Zeh erschafft einen Ort voller interessanter Figuren und Lebenswege.
Stefan G.
von Stefan G. - Hugendubel Buchhandlung Frankfurt/Main Steinweg - 18.09.2018
"Unterleuten" Juli Zehs Roman ist ein äußerst spannend zu lesender Gesellschaftsroman. Aus verschiedenen Perspektive blickt Zeh auf ein brandenburgisches Dorf und garniert den roten Faden des Buches, ein in der Dorfgemeinschaft schwelender Konflikt, mit Themen wie Stadtflucht, DDR-Geschichte, Liebe, Hass u.v.m. Fesselnd!!
Beate Leinweber
Eine regelrechte Gesellschaftsstudie
von Beate Leinweber - Hugendubel Buchhandlung Leipzig Petersstr. - 09.09.2017
Endlich ist Julie Zehs großartiger und unbedingt lesenswerter Roman als Taschenbuchausgabe erschienen! Was als Roman, oder auch als eine Art Stück Aufarbeitung deutsch-deutscher Geschichte beginnt, entwickelt sich nach und nach und immer mehr zu einem äußerst klugen, psychologischen Kammerspiel, über menschliche Abgründe. Der Roman zeigt auf (anfangs sehr subtil, später immer deutlicher und drängender), was Neid und Missgunst, jahrelange, unter der Oberfläche brodelnde, unterdrückte Wut und lang gehegte, unausgesprochene Konflikte, gepaart mit einer gut funktionierenden Gerüchteküche im Menschen an sich und in einer kleiner Dorfgemeinschaft, wo die Nachbarn sich ein Leben lang kennen, anrichten können- wenn man nur einen passenden Aufhänger findet, der den schon lange Zeit vor sich hin schwelenden Vulkan schließlich zum emotionalen Ausbruch bringt. Und wie erschreckend einfach es ist, eine kleine Gemeinschaft von Leuten so gegeneinander aufzuhetzen und so sich gegenseitig auszuspielen, dass Würde, Freundschaft und Anstand auf der Strecke bleiben- man braucht dazu nur ein paar gezielte Seitenhiebe. Unterleuten mag zwar an manchen Textstellen etwas überspitzt wirken, aber im Kern trifft Juli Zeh mit ihrer ganz eigenen Beobachtungsgabe völlig ins Schwarze, meiner Meinung nach; sie legt quasi ihren Finger in die noch immer aktuelle, brisante Wunde, die (stellvertretend dafür) das Dörfchen Unterleuten in verschiedene Lager spaltet: Auf der einen Seite stehen die Menschen, die nach der Wende nie mehr so richtig auf die Beine kamen, dann sind da noch die Menschen, die den alten Zeiten nachtrauern, oder die Einwohner, die die neue Zeit als Chance sehen und schließlich kommen noch die vermeintlich reichen Zugezogenen aus dem Westen - und mittendrin ein Windpark, der neu gebaut werden soll... Und der letztenendes das Fass zum Überlaufen bringt, bzw. die vor sich hin brodelnden Probleme der Dorfgemeinschaft zum Überkochen. (Denn hier zeigt sich ganz deutlich ein weiteres gesellschaftliches Phänomen: Viele Bürger sind für die Abschaffung der Atomkraftwerke und wollen gerne die Energiewende haben- aber bitte nicht vor der eigenen Haustür .) Beeindruckend finde ich, mit welcher Genauigkeit die Autorin unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält: Unwillkürlich musste ich beim Lesen an solche Redewendungen wie Schuld sind immer die Anderen , oder Jeder ist jedermanns Feind , oder auch Jeder ist sich selbst der Nächste denken, denn solche Sätze werden in diesem großartigen Gesellschaftsroman zur bedrückenden Realität. Toll finde ich den Schreibstil der Autorin: Sie schreibt einfach über gesellschaftliche und persönliche Abgründe, ohne dem Leser ihre eigene, ganz persönliche Meinung aufzudrängen, nein- sie schreibt ganz einfach so, dass man sich beim Lesen in die Protagonisten hineinversetzen kann, ob man dies nun will oder nicht, und Juli Zeh regt mit ihrem Roman Unterleuten zum Nachdenken an. Also: Wie oben schon gesagt: Unbedingt lesenswert!!
Bewertungen unserer Kunden
Ein etwas ruhigeres Buch, dem die Tiefe etwas fehlt
von Lia48 - 16.02.2019
INHALT: Die Einwohner des irgendwo in Brandenburg angesiedelten Dorfes Unterleuten , stehen Kopf. Bisher gab es in ihrem kleinen Ort weder Geschäfte, Ärzte, Schulen, oder gar eine Kanalisation. Und nun soll ausgerechnet eine große Windkraftanlage vor ihren Augen errichtet werden! Während sich die einen strikt dagegen wehren, um die ländliche Idylle zu wahren, gibt es andere, die ihren Nutzen daraus ziehen wollen. Jeder sieht sich im Recht. Und so dauert es nicht lange, bis alte Streitereien wieder ans Tageslicht gelangen... MEINUNG: Mit Unterleuten hat Juli Zeh einen vielschichtigen Gesellschaftsroman geschrieben. Dabei wirft der Leser einen Blick hinter die Kulissen. So wird das Buch aus den verschiedenen Perspektiven einiger Dorfbewohner geschildert: Naturschützer, Landwirte, Investoren, Eingesessene, Hinzugezogene - jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge. Durch die vielen Perspektiven ist es nicht unbedingt ein Buch, das man nebenbei lesen kann, man muss sich schon etwas konzentrieren, um die Beziehungen und Absichten der Dörfler zu erkennen. Gleichzeitig lebt das Buch regelrecht von den verschiedenen Blickwinkeln, wodurch das Dorfgeschehen von unterschiedlichen Seiten betrachtet werden kann und dabei anschaulich beschrieben wird. Zudem kommt dadurch ein bisschen Schwung in die Handlung, so dass Längen - die es für mich schon häufig gab - glücklicherweise nie all zu lange anhielten. Mir persönlich blieb die Geschichte trotzdem inhaltlich ein bisschen zu ruhig, was natürlich immer eine Frage des persönlichen Geschmacks sein dürfte. Die zum Teil sehr gegensätzlichen Lebensweisen und Ansichten der Einwohner, boten schon von sich aus einiges an Konfliktpotential für den Verlauf der Geschichte. Dabei wirkten die verschiedenen Charaktere auf mich stets authentisch und ihr Handeln nachvollziehbar. Während ich bei Neujahr von dem Blick in die Vergangenheit absolut begeistert war, weil mich dieser so mitgerissen hat, hat mir hier bei Unterleuten die Tiefe gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass mich das Buch beim Lesen auch emotional erreicht hätte, was hier leider eher selten der Fall war. Fazit: Ein vielschichtiger Gesellschaftsroman für Leser, die ruhigere Handlungen zu schätzen wissen. Viele interessante Blickwinkel und authentische Charaktere sprechen für das Buch. Längen blieben zum Glück nie all zu lange bestehen. Leider hat mich das Buch persönlich jedoch emotional kaum berührt. 3,5-4/5 Sterne
Fiktive Idylle!
von Connie Ruoff - 18.04.2018
"UNTERLEUTEN" VON JULI ZEH 2. ZUM INHALT Der Trailer Juli Zeh stellt uns ein fiktives Dorf vor: Unterleuten im Jahr 2010. In ständig wechselnden Perspektiven lernt der Leser die Dorfgemeinschaft mit ihren unterschiedlichen Bewohnern und deren Ziele dahinter kennen. Ein Teil ist aus dem Westen zugezogen, ein anderer Teil sind Alteingesessene. Alle wollen nur das Beste für das Dorf. Der Roman ist in sechs Teile mit jeweils 13 Kapiteln gegliedert. Die Teile tragen die Überschrift der Person, aus deren Blickwinkel bzw. Perspektive erzählt wird. Zur Orientierung kann der Leser auf das Personenglossar oder die Internetseite zurückgreifen. Der Investor aus dem Westen weckt viele Konflikte. Es geht um Familiengeheimnisse, DDR-Vergangenheit, Ehekrisen, persönliche Probleme. "Die Wahrheit war das, was die Leute erzählen. Und immer wieder stellt sich die Frage, was ist die Wahrheit?" Zwei Männer polarisieren das Dorf Unterleuten in zwei Lager. Und schon wird aus der idyllischen Gemeinde ein Kampfplatz der Lokalmatadore. Wie weit gehen die Eigeninteressen? Es ist eine Gesellschaftsstudie, die eine vorgetäuschte Realität durch Facebook, Xing Account und Homepages entwickelt. Rache, kriminelle Aktionen, Selbstjustiz, Tratsch und Verleumdung, soziale Verstrickungen, Abhängigkeiten beeinflussen mögliche Investoren genauso, wie Dorfbewohner, die einen Gewinn aus dem Landverkauf ziehen möchten. Bei diesen Nachbarn braucht man keine Feinde. Alles das, was in der Großstadt geschieht, passiert auch hier in der Anonymität des Dorfes, die für die meisten so transparent ist, dass diejenigen nicht selten am Pranger enden. Eine Gemeinschaft, die ihrer Gemeinschaft selbst das Ende bereitet. 5/5 Punkten 3. PROTAGONISTEN Linda Franzen war mit Frederic Wachs zusammen, liebt aber Bergamotte, einen Oldenburger Hengst. Sie verehrt die Schriften von Manfred Gortz. Besondere Merkmale: blond, hübsch, knallhart. Sie ist Stolz darauf eine Rolle in Unterleuten innezuhaben. Sie strebt danach, das eigene Schicksal zu optimieren. Das Prinzip des unbewegten Bewegers Rudolf Gombrowski war Landwirt und Geschäftsführer der Ökologica GmbH. Auf den ersten Blick wirkt er ungeschickt, auf den zweiten Blick ist er ziemlich schlau. Sein Motto: "Der größte Vorteil entsteht, wenn jeder bekommt, was er sich wünscht - dieser Satz war für Gombrowski keine Masche, sondern eine Philosophie. Wenn alle zufrieden seien, sagte Gombrowski, hätten am Ende auch alle den größten Nutzen. Das sei das Schöne in Unterleuten. Man schaffe es immer, sich gütlich zu einigen." Sein größtes Vermögen war, dass ihm jeder im Dorf etwas schuldete. Bodo schaller ist Automechaniker und Kleinkrimineller. Seine besonderen Merkmale: dick und dubios. Kron ist ein ehemaliger Brigadeführer und schon immer Gombrowskis Erzfeind. Die Rollen der Protagonisten sind ständig im Wandel. Sie entwickeln sich und reagieren auf jedes Ereignis. 5/5 Punkten 4. LINKS ZU UNTERLEUTEN Juli Zeh erweckt das fiktive Brandenburgische Unterleuten zum Leben durch geschickte fingierte Internetauftritte. Zu Manfred Gortz und Dein Erfolg: 5. SPRACHLICHE GESTALTUNG Juli erzählt humorvoll, ironisch, manchmal auch mit Untertönen - bisweilen gar sarkastisch. Helene Grass moduliert mit ihrer Sprache und setzt die Untertöne, die bei Juli Zeh fast immer fast immer mitklingen. Die wechselnden Erzählperspektiven offenbaren dem Leser die unterschiedlichen Beweggründe der Parteien. In der Mitte zieht es sich ganz schön, deswegen ziehe ich einen Punkt ab. Allerdings gebe ich den Punkt als Extrapunkt für die gelungenen Fake Accounts im Internet. Sehr amüsant. 5/5 Punkten 6. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUNG "Unterleuten" von Juli Zeh hat 656 Seiten, einen flexiblen Einband und ist am 11.09.2017 unter der ISBN 9783442715732 bei btb im Genre Romane erschienen. 5/5 Punkten 7. FAZIT Zwanzig Hauptakteure zeigen auf 656 Seiten ein Abbild der Gesellschaft. Es ist ein Roman, der digitale Komponenten hat, eine Art gesellschaftliches Rollenspiel. Die Leser sind herzlich eingeladen, einzusteigen. Es ist wirklich ein Buch, das durchaus zwischendurch einen Ausflug ins Internet schätzt, um Unterleuten und die Bewohner näher kennenzulernen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Deswegen "Leseempfehlung! @btb Ich bedanke mich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.
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