Im Eissturm der Amsel als Taschenbuch
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Im Eissturm der Amsel

Taschenbuch
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Pierre DuMont ist ein junger Abenteurer, der um 1809 am Yellowstone unterwegs ist, um als Voyageur sein Glück zu machen. Doch nicht nur die Wildnis ist ein unbarmherziger Gegner, sondern vor allen Dingen feindliche Indianerstämme machen ihm und seine … weiterlesen
Taschenbuch

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Im Eissturm der Amsel als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Im Eissturm der Amsel
Autor/en: Kerstin Groeper

ISBN: 394148575X
EAN: 9783941485754
Traumfänger Verlag GmbH

1. März 2020 - kartoniert - 562 Seiten

Beschreibung

Pierre DuMont ist ein junger Abenteurer, der um 1809 am Yellowstone unterwegs ist, um als Voyageur sein Glück zu machen. Doch nicht nur die Wildnis ist ein unbarmherziger Gegner, sondern vor allen Dingen feindliche Indianerstämme machen ihm und seinen Freunden das Leben schwer. Er heiratet die Mandan-Indianerin Mato-wea, um eine Lebensversicherung in der Wildnis zu haben. Es ist eine Zweckehe auf Zeit, denn selbstverständlich möchte er bei seiner Rückkehr nach St. Louis eine ehrbare weiße Frau heiraten. Als die kleine Claire geboren wird, kommen ihm Zweifel an seiner reichlich pragmatischen Einstellung, denn er muss zugeben, dass ihm weit mehr an Mato-wea und der kleinen Tochter liegt, als er vorgesehen hatte. Als Blackfeet den Posten überfallen, gerät sein Leben außer Kontrolle.
Eine spannende Geschichte aus der Zeit des Pelzhandels am Oberen Missouri - erzählt aus drei Blickwinkeln: dem französischen Trapper Pierre DuMont, seiner indianischen Frau Mato-wea und Wambli-luta - einem selbstbewussten und gefährlichen Lakota-Krieger. Auch Wambli-luta und Mato-wea verbindet das Schicksal, denn bei einem Angriff auf das Dorf der Mandan hatte er ihr Leben verschont und glaubt seitdem an eine Fügung der Geister. Die Lebenspfade der drei Personen verknüpfen sich auf abenteuerliche Weise.

Portrait

Kerstin Groeper, als Tochter des Schriftstellers Klaus Gröper in Berlin geboren, arbeitete 20 Jahre lang als Sicherheitschefin für Mama-Concerts, ehe sie sich wieder der Schriftstellerei widmete. In Kontakt mit nordamerikanischen Indianern entdeckte sie ihre Liebe zur indianischen Kultur. Durch viele Gespräche mit indianischen Freunden und Ratgebern gelingt es ihr, ein authentisches Bild der verschiedenen Stämme zu vermitteln. Kerstin Groeper spricht Lakota, die Sprache der Teton-Sioux und führt regelmäßig Vorträge und Seminare über Sprache, Kultur und Spiritualität der Lakota-Indianer durch. Zuletzt war sie Beraterin der Ausstellung "Indianer" im Lokschuppen Rosenheim. Seit 2009 ist sie zudem Moderatorin bei den Karl May-Festtagen in Radebeul. Kerstin Groeper studierte Sozialpädagogik, arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitschriften und schreibt heute Artikel zum Thema Indianer, u.a. für das renommierte Magazin für Amerikanistik. Im Sommer 2011 verfasste sie eine Reportagereihe zum Thema "Indianerstämme" für das OVB. Sie lebt mit ihrem Mann und einem Sohn in der Nähe von München. Zwei erwachsene Kinder sind bereits ausgezogen. Im Juli 2015 wurde ihr Titel "Indianisch für Anfänger - ein Au-pair-Mädchen auf Pine Ridge" bei "Book meets film" beim Münchner Filmfest vorgestellt. 2018 schaffte sie es mit ihrem Roman "Donnergrollen im Land der grünen Wasser" auf die Shortlist des Homer-Literaturpreises für den besten historischen Roman.

Seit 2016 schreibt sie auch Krimis, die in ihrer Lieblingsstadt Siena handeln. Kerstin Groeper ist getauftes Mitglied der Nobile Contrada dell' Aquila und verbringt seit 25 Jahren jeden Sommer in der Toskana. "Im Schatten des Palio" ist ihre erste Krimiveröffentlichung, die tief in die Welt des Palios eintaucht und Siena aus Insider-Sicht beschreibt. Giuseppe Bruno ist ihr geheimer Informant/ Co-Autor/ Go-For und Ehemann.

Leseprobe

Pierre DuMont lag in seinem Versteck zwischen den tiefhängenden Ästen einer Fichte und beobachtete die beiden Indianer, die ganz in seiner Nähe vorbeischlichen. Er sah schwarz und rot bemalte Gesichter, Hauben mit hoch aufgerichteten Adlerfedern und nach unten hängenden Hermelinstreifen, hemdenähnliche einfache Gewänder mit langen Fransen und griffbereite Waffen. Sie hatten ihre Bisonroben abgelegt, um für den Kampf beweglicher zu sein. Pekuni! Er wusste, dass sie verteufelt noch mal etwas gegen seine Anwesenheit hier hatten. Die Pekuni waren erbitterte Feinde der Trapper oder auch Waldläufer, die es wagten, den Missouri entlang in ihre Jagdgründe vorzustoßen. Pierre zog ein Tuch vor seinem Mund, damit die Rothäute nicht seine Atemwölkchen sahen, die in der klirrenden Kälte von seiner Nase aufstiegen. Zur Sicherheit nahm er Schnee in den Mund, um den Atem zu kühlen. In den Händen hielt er sein Gewehr. Es war geladen und der Hahn gespannt. Aber Pierre wusste, dass allein das Klicken, wenn er das Gewehr entsicherte, in der Wildnis weit zu hören sein würde. Obwohl die Kälte langsam in seine Glieder kroch, sammelte sich auf seiner Stirn der Schweiß. Mit einer langsamen Bewegung schob er die Biberfellmütze etwas nach oben und wischte sich die Stirn trocken. Er konnte unmöglich
einen genauen Schuss abfeuern, wenn ihm der Schweiß in die Augen lief. Sein braunes lockiges Haar klebte am Haaransatz und juckte unangenehm. Eine Schweißperle lief an der Nase entlang und sammelte sich an seinem gestutzten Oberlippenbart. Mit seiner Zunge leckte er sie weg, mehr Bewegung wagte er nicht. Die beiden Indianer unterhielten sich leise in ihrer Sprache und folgten einem Pfad zum Ufer des schmalen Baches. Pierre
atmete tief durch. Dort hatte er noch keine Spuren hinterlassen! Er war über den Hügel gekommen und hatte den Bach, eigentlich ein kleiner Nebenarm des breiten Yellowstone-Flusses, noch nicht erreicht. Das war vielleicht sein Glück, denn im Schnee konnte man seine Spuren nicht verwischen. Unter der Fichte lag kaum Schnee, sodass die ledernen Leggins und der warme Mantel aus dem Wollstoff der Hudson`s Bay Company ihn etwas vor dem Frost schützten, der vom Boden aufstieg. Der Mantel war weiß und hatte im unteren Bereich und an den Ärmeln einen breiten roten Streifen. Er hatte ihn von einem französischen Trapper eingetauscht, der sonst weiter im Norden Handel mit den Assiniboine trieb. Im Moment wurden der untere Streifen verdeckt, weil er auf ihm lag, aber die Ärmel hätten ihn verraten können. Er hielt die Arme tief und hoffte, dass die Inyuns das Rot nicht sahen. Mit seinen dunkelbraunen Augen beobachtete er die Indianer, dabei flogen seine Gedanken. Als fast mittelloser Sohn eines französischen Farmers in St. Louis hatte er mit sechzehn die Chance
ergriffen, sich einer Brigade Trapper anzuschließen. Anfangs war ihm alles wie ein großes Abenteuer erschienen, doch das Leben hatte ihm gezeigt, dass das Fallenstellen seine Tücken hatte: Indianer und unberechenbare Wildnis. Inzwischen war er vierundzwanzig, und irgendwie hatte er noch immer keine Reichtümer ansammeln können. Er war ein Voyageur, ein Angestellter, der vertragsmäßig für einen Pelzhandelsposten arbeitete. Dieses Mal war er von Manuel Lisa, einem spanischen Bourgeois, wie die Bosse genannt wurden, angeheuert worden, der den Pelzhandel am Oberen Missouri etablieren wollte. Lisa finanzierte das Unternehmen und hatte Voyageure, Führer, aber auch erfahrene Soldaten angeworben, um in der Wildnis Handelsposten zu errichten. Der Pelzhandel brachte viel ein! Pierre schickte das meiste Geld seinen Eltern, die inzwischen außerhalb von St. Louis eine größere Farm bewirtschafteten, die er mal übernehmen sollte. Im Moment hoffte er nur, dass er hier lebend wieder rauskam. Vielleicht hätte er doch auf seine Mutter hören sollen, die ihn gebeten hatte, endlich sesshaft zu werden.

Die Stimmen kamen wieder näher, und Pierre wusste, dass er dem Kampf nicht ausweichen konnte. Mit seiner Hand tastete er an die Seite seines Gürtels und zog das Beil hervor. Er hatte vielleicht noch den Vorteil der Überraschung! Er legte das Beil griffbereit und schob vorsichtig das Gewehr an seine Schulter. Wenn er mit dem ersten Schuss traf, hätte er gegen den zweiten Mann eine Chance. Zum Laden der Pistole blieb keine Zeit mehr. Jede weitere Bewegung, jedes Klicken würde ihn nur verraten. Merde! Wo kamen die beiden überhaupt her? Waren vielleicht noch mehr Rothäute in der Umgebung? Dann stand es schlecht um ihn. Die Pekuni waren nicht zimperlich, wenn sie einen weißen Trapper erwischten. Oft genug wurde aus den armen Kerlen Wolfsfutter gemacht. Pierre knirschte mit den Zähnen, als er kurz die Lage einschätzte. War das Pulver trocken? Würde das Gewehr schießen? Bisher hatte er sich auf seine Dicky , wie er seine Dickert Rifle liebevoll nannte, verlassen können. Es regnete nicht, und es blies auch kein heftiger Wind, der den Schuss hätte beeinflussen können. Die Waffe war in gutem Zustand. Er brauchte nur ein wenig Glück!
Bewertungen unserer Kunden
Phantastisch, kraftvoll, ein Pageturner - muß man gelesen haben!
von Kerstin1975 - 11.04.2020
Buchinhalt: 1808 im Grenzland zwischen Mississippi und Missouri: Trapper und Pelzhändler stoßen immer weiter in das indianische Territorium vor. Unter ihnen auch Pierre, der sein Glück als Fallensteller machen will. Er nimmt die Indianerin Mato-wea zur Frau, doch nicht aus Liebe, sondern aus rein praktischen Gründen. Bereits vor einiger Zeit hat auch der Hunkpapa-Krieger Wambli-luta ein Auge auf Mato-wea geworfen: das Mädchen erscheint ihm mehrfach in seinen Visionen. Das Schicksal will es schließlich, dass sich die Wege der drei Personen kreuzen, mitten im Kampf zwischen den Weißen und den roten Völkern¿. Persönlicher Eindruck: Phantastisch! Dieser Roman stellt vieles, was ich bisher aus diesem Bereich gelesen habe, in den Schatten. Ein wahrer Pageturner, den man nur schwer oder gar nicht aus den Händen legen kann. Die Handlung des Romans teilt sich in drei zunächst getrennte Handlungsstränge, die sich nach und nach überkreuzen. So wird die Geschichte sowohl aus Pierres, als auch aus Mato-wes und Wambli-lutas Perspektive erzählt, was das Ganze wahnsinnig spannend macht. Pierre als erster der drei Protagonisten blieb mir von Anfang bis zum Schluß unsympathisch. Er "heiratet" das Indianermädchen Mato-wea allein aus Berechnung, tauscht sie gegen ein Gewehr und einen Suppentopf ein und nutzt die Indianerin allein für sein persönliches (sexuelles) Vergnügen. Er will sie nur behalten, solang er in der Wildnis ist, nach St. Louis will er sie nicht mitnehmen, da er sie als nicht standesgemäß betrachtet. Mato-wea ist eine stolze Tochter ihres Volkes. Gemäß der Traditionen und ihrer Erziehung steht sie zu ihrem Mann, auch wenn er zunächst grob zu ihr ist und sich herumkommandiert. Dass sie nur die Bettgespielin des Trappers ist, nimmt sie klaglos hin, sie fügt sich in diese "Beziehung", doch zu melden hat sie nichts, obwohl Pierre meist gut zu ihr ist. Wambli-luta ist meiner Meinung nach die vielschichtigste der Figuren. Stolz, ein Bild von einem Mann, fürsorglich gegenüber seiner Familie, seinem Stamm und auch gegenüber Mato-wea, die er seit ihrer ersten kurzen Begegnung liebt. Wambli-luta ist ein Krieger, er schreckt nicht davor zurück, einen Feind zu töten und ist doch der, den ich von den beiden Männern am meisten mochte. Die Geschichte an sich ist detailreich und plastisch angelegt - ein Buch wie ein Film. Es wird nie langweilig, der Spannungsbogen ist durchgängig und es macht einfach Spaß, sich in den Weiten am Missouri zu verlieren. Die Art, wie die Autorin das Leben der Indianer, die Denkweise und die Unterschiede zum Weißen Mann darstellt und mit Leben füllt, sind immer wieder ein Genuss. Der Roman hat einige explizit erotische Szenen, die aber harmonisch in den Kontext passen, er verfügt zudem über eine Landkarte, auf der die einzelnen Schauplätze nachvollziehbar gemacht werden. Eine absolute Leseempfehlung, das war ganz große Erzählkunst - und top recherchiert!
Trapper am oberen Missouri
von yellowdog - 09.04.2020
Im Eissturm der Amsel ist ein neuer, komplexer historischer Roman von Kerstin Groeper, der im frühen 19.Jahrhundert am oberen Missouri angesiedelt ist. Zunächst möchte ich gerne etwas über das Cover sagen. Es sagt viel über die Message aus: Indianische Kultur, Zuneigung und Verbundenheit. Und passt somit sehr gut zum Roman. Auch der Titel "Im Eissturm der Amsel" hat etwas poetisches, was sich auch im Buch wiederfindet. Es beginnt erstaunlich dramatisch. Mit der Zeit werden 3 bemerkenswerte Figuren vorgestellt: Der Trapper Pierre DuMont, die junge Mandan-Indianerin Mato-wea und den stolzen Lakota Wambli-Luta. Für meinen Lesegeschmack ist das Buch zu ausführlich, andererseits erlaubt der Umfang, die Figuren und ihr Verhältnis zueinander vollumfänglich auszuarbeiten und auf Details einzugehen. Dabei werden die Verhältnisse der Zeit glaubhaft beschrieben. Das Buch ist auch deswegen eine große Leistung, weil es auf historisch belegten Ereignissen beruht.
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