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Prinzenjagd

Kriminalroman. 'Grafit Taschenbuch'. 'Lila Ziegler'.
Taschenbuch
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Ein Auftrag mit Beigeschmack: Lena Staschek bittet Lila Ziegler herauszufinden, ob ihr Vater fremdgeht. Der Bochumer Kommissar glänzt häufiger als sonst zu Hause durch Abwesenheit. Auch wenn es der jungen Detektivin missfällt, einem Freund hinterherz … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Prinzenjagd
Autor/en: Lucie Flebbe

ISBN: 3894254580
EAN: 9783894254582
Kriminalroman.
'Grafit Taschenbuch'. 'Lila Ziegler'.
Grafit Verlag

11. August 2015 - kartoniert - 250 Seiten

Beschreibung

Ein Auftrag mit Beigeschmack: Lena Staschek bittet Lila Ziegler herauszufinden, ob ihr Vater fremdgeht. Der Bochumer Kommissar glänzt häufiger als sonst zu Hause durch Abwesenheit. Auch wenn es der jungen Detektivin missfällt, einem Freund hinterherzuschnüffeln, gibt Lila dem Drängen nach. Und stellt fest: Lennart Staschek hat derzeit eine harte Nuss zu knacken. Auf dem Parkplatz eines Hotels wurde die Leiche eines Starkochs gefunden - grausam hingerichtet und verstümmelt.
Als ein zweiter attraktiver und erfolgreicher Mann auf ähnliche Art und Weise in einem Hotelzimmer zu Tode kommt, befürchtet nicht nur die Bochumer Kripo den Beginn einer Serie, die sich gegen vermeintliche 'Traumprinzen' richtet. Hans Flegenfeld, der Hotelmanager, wendet sich an Ben Danner und Lila Ziegler. Die beiden Detektive sollen helfen, das Allee-Hotel, das bisher nicht nur wegen seiner vier Sterne, sondern auch wegen seines sozialen Engagements einen ausgezeichneten Ruf genossen hat, aus den geschäftsschädigenden Schlagzeilen zu bekommen.
Damit hat Lila offiziell einen Grund, Staschek auf den Fersen zu bleiben. Allerdings kommt sie so auch dem Mörder sehr nah ...

Portrait

Lucie Flebbe, geb. 1977 in Hameln, lebt mit Mann und Kindern in Bad Pyrmont. Mit ihrem Krimidebüt Der 13. Brief (noch unter dem Namen Lucie Klassen) mischte sie 2008 die deutsche Krimiszene auf. Folgerichtig wurde sie mit dem Friedrich-Glauser-Preis als beste Newcomerin in der Sparte Romandebüt ausgezeichnet. Mit jedem weiteren Roman sicherte sie sich eine Topplatzierung unter Deutschlands besten KrimiautorInnen und eine immer größer werdende Fangemeinde.

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Verdeckte Ermittlungen im Hotel
von Heimfinderin - 30.10.2015
Inhalt Das Bochumer Allee-Hotel liegt neben dem vielbesuchten Musicalhaus von "Starlight-Express" und wird nicht nur von Theatergästen, sondern gerne auch mal von mehr oder weniger bekannter Prominenz als Übernachtungsort gewählt. Als zuerst ein Fernsehkoch auf dem Gelände ermordet und kurz danach junger Musiker im Hotel tot aufgefunden wird, beauftragt der besorgte Hotelmanager das Detektivbüro Ziegler und Danner, um diese verdeckt in seinem Hotel ermitteln zu lassen. Denn der Zustand der Leichen gibt Anlass zur Sorge, es könnten noch mehr Morde geschehen und einen Serienkiller kann der Hotelbesitzer nun überhaupt nicht in seinem Haus gebrauchen. Gleichzeit bittet Lena, die Tochter des Kommissars und Freund von von den beiden, Lila darum, ihren Vater zu beschatten und herauszufinden, ob er wieder eine Affäre hat. Schon einmal hat er die Familie mit Fremdgehen zerstört und gerade wieder verhält er ich sehr seltsam. Meine Meinung Dies ist der siebte Fall der jungen Lila und er ist, wie die anderen Fälle auch, unabhängig von den anderen Krimis lesbar. Trotzdem kann ich nur raten, von vorne zu beginnen und die Reihenfolge einzuhalten, um die Entwicklungen der Figuren Ben und Lila von Beginn an mitzuerleben. Denn die Beziehung der beiden ist so turbulent wie intensiv und gerade durch die Vergangenheiten der beiden, mit denen jeder von ihnen immer wieder mal zu kämpfen hat, erklären sich die Probleme und zeigen sich aber auch nach und nach die Entwicklungen der beiden viel besser. Sie haben in der kurzen Zeit, die sie zusammen leben, schon einiges mehr oder weniger gemeinsam durchgemacht und für mich ist neben den einzelnen Fällen auch die Geschichte um Lila und Ben besonders spannend. Gerade hier kämpft Lila wieder gegen ein paar Dämonen ihrer Vergangenheit. Sowieso gerade ein bisschen dünnhäutig, drängen sich ihr in Verbindung mit ihren Ermittlungen wieder einige Bilder aus von früheren Erlebnissen hoch. Gleichzeitig hat sie (und auch Ben) aber auch schon gelernt, dass es nicht immer hilfreich ist, gleich auszuflippen, wenn ihr etwas nicht gefällt, sondern im Gegenteil auch zuzulassen, dass man sich um sie sorgt. Das sind kleine Momente, die einfach schön sind, wenn man Lila und Ben eine Weile kennt. Mit den heimlichen Ermittlungen gegen den Kommissar, der gleichzeitig ein Freund der beiden ist, zieht allerdings eine etwas bedrückende Stimmung auf, denn einem Freund hinterher zu spionieren, kann schnell das Vertrauen zerstören. Hier bin ich auf die weiteren Entwicklungen gespannt, die sich aus der Sache vielleicht noch ergeben werden im nächsten Buch. Der Fall selbst ist wieder sehr spannend und voller Puzzleteile, die die Autorin wieder sehr geschickt verstreut. Auch wenn ich schnell einen richtigen Verdacht hatte, so tauchten im Laufe der Ermittlungen immer wieder neue Fragen und Möglichkeiten auf, wurden immer wieder neue Erkenntnisse gefunden, die zu neuen Theorien und neuen Tätern führen konnten. Das machte ein Miträtseln sehr gut möglich und hielt die Spannung schön oben. Die verdeckten Ermittlungen waren zudem nicht ungefährlich und ich konnte sehr gut mit Lila und Ben mitfiebern. Daneben kam aber auch hier der Humor wieder nicht zu kurz. Die schlagfertigen Dialoge und die bissigen Kommentare ließen mich wie gewohnt öfter auflachen. Wie auch in den anderen Krimis hat die Autorin auch hier ein gesellschaftliches Thema eingebunden, nämlich die Integration behinderter Menschen ins Arbeitsleben. Sehr eindringlich hat sie die Probleme, Vorurteile und Ängste mit denen die beeinträchtigten Menschen immer wieder zu kämpfen haben, dargestellt. Die Zusammenarbeit ist nicht immer einfach. Oft fehlt das Verständnis oder Vorurteile verhindern eine Annäherung. In schlimmen Fällen endet es in Mobbing, in noch schlimmeren Fällen in Missbrauch. Mir gefällt es immer wieder gut, dass die Krimis sich gesellschaftlichen Themen annehmen und mit dem Finger auf Probleme zeigen. So bieten die Krimis von Lucie Flebbe für mich immer wieder neben Spannung und Humor auch viel Tiefe.
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