Heinrich von Ofterdingen als Taschenbuch
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Heinrich von Ofterdingen

von Novalis
'Reclam Universal-Bibliothek'. Rev. Ausg.
Taschenbuch
Die im Hochmittelalter angesiedelte Handlung stellt den Prozess dar, in
dem sich der etwa 20-jährige Heinrich zum Dichter entwickelt. Der erste
Teil - Die Erwartung - beginnt mit dem berühmten Traum von der blauen Blume,
in deren Kelch Heinrich ein weib … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Heinrich von Ofterdingen
Autor/en: Novalis

ISBN: 3150089395
EAN: 9783150089392
'Reclam Universal-Bibliothek'.
Rev. Ausg.
Herausgegeben von Wolfgang Frühwald
Reclam Philipp Jun.

16. Januar 2001 - kartoniert - 255 Seiten

Beschreibung

Die im Hochmittelalter angesiedelte Handlung stellt den Prozess dar, in
dem sich der etwa 20-jährige Heinrich zum Dichter entwickelt. Der erste
Teil - Die Erwartung - beginnt mit dem berühmten Traum von der blauen Blume,
in deren Kelch Heinrich ein weibliches Gesicht erblickt. Als Ahnung nimmt
der Traum die Begegnung mit einer zunächst noch fremden Welt vorweg. In
Begleitung von Kaufleuten wird er mit praktischen Lebensverhältnissen sowie
mit Märchen und Erzählungen bekannt. Unterwegs begegnet er einem Bergmann,
der ihn ins Erdinnere und damit auch ins Innere bzw. in die >>fabelhafte
Urzeit>die Welt wird Traum, der Traum wird Welt
TML>

Portrait

Novalis (d. i. Friedrich Freiherr von Hardenberg), 2. 5. 1772 Gut Oberwiederstedt (Harz) - 25. 3. 1801 Weißenfels.
N. stammte aus einem stark pietistisch geprägten Elternhaus. Als sein Vater 1784 Direktor der kursächsischen Salinen in Thüringen wurde, zog die Familie nach Weißenfels. N. studierte 1790-94 Jura in Jena, Leipzig und Wittenberg (Staatsexamen 1794) und trat in den Staatsdienst ein (1794 Praktikant in Tennstedt, 1796 Akzessist bei der Salinendirektion in Weißenfels). 1795 verlobte er sich mit der zwölfjährigen Sophie v. Kühn, die zwei Jahre später starb. Ende 1797 ging er zum Studium an die Bergakademie Freiberg, um seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse zu erweitern. Nach dem Studienabschluss wurde er im Dezember 1797 Salinenassessor und Mitglied des Salinendirektoriums in Weißenfels. Als er im Dezember 1800 zum Amtshauptmann des Thüringischen Kreises ernannt wurde, war er bereits schwer erkrankt (wahrscheinlich Lungenschwindsucht). Er konnte das Amt nicht mehr antreten. N. hörte 1791 in Jena Schillers Geschichtsvorlesungen, lernte Goethe kennen, beschäftigte sich neben seiner berüichen Tätigkeit mit Johann Gottlieb Fichtes Wissenschaftslehre und fand dann 1795-96 zur so genannten Jenaer Romantik, dem Freundeskreis um die Brüder Schlegel, Dorothea Veit, Caroline Schlegel, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, L. Tieck usw., die durch die Praxis der Symphilosophie ihre Produktivität gegenseitig zu fördern suchten. 1798 erschien unter dem Pseudonym Novalis (der Neuland Rodende) im Athenaeum seine erste bedeutende Veröffentlichung, die Fragmentensammlung Blüthenstaub. Eine weitere Sammlung folgte, doch die große Masse seiner Fragmente wurde erst postum gedruckt. Sie weisen eine große thematische Vielfalt auf, behandeln religiöse, ästhetische und literarische Gegenstände und re ektieren N.' Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Philosophie und Naturwissenschaft. Hier nden sich zentrale programmatische Äußerungen der Frühromantik (Nach innen geht der geheimnißvolle Weg), darunter auch ein grundlegendes, mit mathematischen Begriffen operierendes Poesieprogramm. Romantische Geschichtsdeutung bietet sein Essay Die Christenheit oder Europa von 1799, der auf Rat Goethes zunächst ungedruckt blieb (vollständige Veröffentlichung zuerst in der 4. Aü. der Schriften, 1826). Sein bedeutendstes lyrisches Werk sind die Hymnen an die Nacht, die auf äußerst subjektive Weise Persönlichstes und Allgemeines - Todeserfahrungen, Mystik, Religion, Fichtes Ich-Philosophie - zur visionären Schau eines Reichs der Liebe als poetische Religion verbinden. Traditioneller sind N.' Geistliche Lieder, die z. T. in Gesangbücher eingingen. Als Erzähler begann N. mit dem fragmentarischen symbolischen Naturroman Die Lehrlinge zu Saïs (entst. 1798-99), der vom Weg zur Selbst- und Naturerkenntnis spricht; unvollendet blieb auch der Roman Heinrich von Ofterdingen, dessen erster Teil 1799-1800 entstand. Er schließt an die Reihe der romantischen Künstlerromane an; in betontem Gegensatz zur oeconomischen Natur von Goethes Wilhelm Meister geht er den Weg nach Innen, zielt auf eine Poëtisierung der Welt durch die schöpferische Einbildungskraft. Die blaue Blume, der sich der Held im Traum nähert, wurde zu einem Symbol für die Romantik schlechthin. N.' Romanfragmente wurden zuerst in den von F. Schlegel und Tieck postum herausgegebenen Schriften gedruckt.


In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 24.11.1997

1800
Novalis "Heinrich von Ofterdingen"

In seinen jungen Jahren, aber er hatte eben leider nur diese jungen Jahre, war er unter denen, die sich am Roman versuchten, sicher der am wenigsten geeignete dafür, und dann starb er auch noch darüber; und nun haben wir da ein unausgewachsnes Schlänglein, nichts dran außer ein paar wunderlich blinkenden Schuppen süßer Prosa. Deutsches Mittelalter; und Heinrich sucht, er weiß nicht was, eine blaue Blume spielt eine Rolle, und Mädchen, und der Mond, der "stand in mildem Glanze über den Hügeln, und ließ wunderliche Träume in allen Kreaturen aufsteigen. Selbst wie ein Traum der Sonne, lag er über der in sich gekehrten Traumwelt . . ." Gleich am Anfang badet Heinrich nackt (ach nein, er träumt, er bade nackt), und jede Welle des lieblichen Elements schmiegte sich wie ein zarter Busen an ihn . . ." - schön geträumt, möchte man gern sagen, aber was ein richtiger Romancier werden will, der läßt anders träumen. Doch dann findet Heinrich Mathilde, des Dichters Klingsohr Tochter (dieser selber, vor Novalis, ist eine sehr sehr zweideutige Figur bei Wolfram und im Wartburgkrieg, dazu sehr schön E.T.A. Hoffmann, später Gutzkow), und dann träumt er wieder - es ist ein ungeheures Träumen in dieser Welt, wenn selbst der Mond doch ein Traum ist, und die Busen sind einer, und nun auch das Küssen: "Ewig, versetzte sie, indem sie ihre Lippen an die seinigen drückte, und ihn so umschloß, daß sie nicht wieder von ihm konnte. Sie sagte ihm ein wunderbares geheimes Wort in den Mund, was sein ganzes Wesen durchklang. Er wollte es wiederholen, als sein Großvater rief, und er aufwachte. Er hätte sein Leben darum gegeben, das Wort noch zu wissen"; und als er sie wirklich geküßt hat, weiß er auch wieder nur dies, "es ist mir wie ein Traum, daß du mein bist". Das findet Mathilde so schön, daß sie gleich für ihn sterben möchte (stärker noch als er vorher für das geträumte Wort), und er darauf: jetzt erst fühle er, was es heiße, unsterblich zu sein. Und am Ende, als Novalis bald starb, und als da, in einem Erzählchen vom armen Pilgrim, dieser das unaussprechlich lächelnde Mädchen (als sie Blumen, Rosen, aber keine blauen aufs Gras schüttet) fragt, "wo gehn wir denn hin", sagt sie, "immer nach Hause" - da sind sie dann endlich eins geworden, das süße Träumen und die schöne alte Unsterblichkeit (Novalis: "Heinrich von Ofterdingen", Reclam Verlag, Stuttgart 1987. Mit Tiecks Bericht über die geplante Fortsetzung und den nachgelassenen Fragmenten. 254 S., br., 10,- DM.) R.V.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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