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Das Parfum

Die Geschichte eines Mörders. Originaltitel: Das Parfum.
Taschenbuch
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Ein rares Meisterwerk zeitgenössischer Prosa, eine dicht gesponnene, psychologisch raffiniert umgesetzte Erzählung, die an die frühen Stücke von Patricia Highsmith erinnert, in ihrer Kunstfertigkeit aber an die Novellistik großer europäischer Erzählt … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Parfum
Autor/en: Patrick Süskind

ISBN: 3257228007
EAN: 9783257228007
Die Geschichte eines Mörders.
Originaltitel: Das Parfum.
Diogenes Verlag AG

1. Oktober 2000 - kartoniert - 336 Seiten

Beschreibung

"Von Jean-Baptiste Grenouille, dem finsteren Helden, sei nur verraten, daß er 1738 in Paris, in einer stinkigen Fischbude, geboren wird. Die Ammen, denen das Kerlchen an die Brust gelegt wird, halten es nur ein paar Tage mit ihm aus: Er sei zu gierig, außerdem vom Teufel besessen, wofür es untrügliche Indizien gebe: den fehlenden Duft, den unverwechselbaren Geruch, den Säuglinge auszuströmen pflegen."

Pressestimmen

Dieses Buch war ein Ereignis. Im Frühjahr 1985 erschien »Das Parfum«, 449 Wochen lang blieb der Roman auf den Bestsellerlisten, wurde in 42 Sprachen übersetzt, weltweit mehr als 15 Millionen Mal verkauft. Nun hat Tom Tykwer jene Geschichte eines Mannes ohne Geruch, aber mit unglaublichem Geruchssinn verfilmt. Zeit, das Buch wieder zu lesen und das Frankreich des 18. Jahrhunderts zu riechen. Denn im Kino wird es nur zu sehen sein.

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Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 17.03.2002

Patrick Süskind: Das Parfum
1985 - Ein Buch so gefährlich und betörend wie ein Monster

In der Mitte der achtziger Jahre des soeben vergangenen Jahrhunderts lebte, teils in München, teils in Ambach am Starnberger See, ein Mann, der zu den seltsamsten Figuren dieses an seltsamen Figuren nicht gerade armen Jahrzehnts gehörte. Seine Geschichte kann hier nicht völlständig erzählt werden, da sie erstens, so Gott will, noch lange nicht zu Ende ist, und zweitens gehört es zu den Besonderheiten dieser Geschichte, daß wir nur ihren Anfang kennen. Denn der Mann, von dem hier erzählt werden soll, hat sich aus der Welt zurückgezogen und ignoriert auch jenen Literaturbetrieb, der doch damals keinen größeren Helden und vielleicht auch keinen schlimmeren Ketzer kannte als diesen Patrick Süskind, der, erst mit seinem kleinen Theaterstück "Der Kontrabaß" und dann mit seinem auch nicht allzu umfangreichen Roman "Das Parfum", sich an allen Konventionen dieses Betriebs versündigte, dafür aber kaum bestraft und nur mäßig gescholten wurde, was vermutlich auch daran lag, daß das Publikum ihn so heftig dafür liebte, daß die Kritiker, hätten sie ihn gescholten, nur für Nörgler und Spielverderber gegolten hätten. Dabei war, was Süskind da betrieb, seit Jahrzehnten strengstens verboten. Wer einen Roman mit einer Kleist-Paraphrase begann und dann weitererzählte, als ob seit Balzacs "Verlorenen Illusionen" nur ein paar Jahre vergangen wären, wer sich aus Thackereys "Jahrmarkt der Eitelkeiten" den allwissenden Zynismus borgte und dessen Konzept "A novel without a hero" noch verschärfte zu "a novel with just a villain" - den verbannte man damals eigentlich ins Reich des Trivialen und der Irrelevanz. Aber die großen Zeitungen schickten das Buch an ihre besten Rezensenten, und als dann eine wohlwollende Kritik nach der anderen erschien, da wurden Süskind, sein Buch und der Skandal, den es bedeutete, von der geballten Sympathie geradezu erdrückt.

Es war nämlich ein Skandal, und es ist ein gefährliches und abscheuliches Buch, wie es, mit seiner Sprache, die man wohl, wie einen der Düfte, von denen es erzählt, betörend nennen muß, den Leser geradezu süchtig machte, ihn verführte und ihm fast den Willen raubte, so wie sein Held, oder vielmehr sein Bösewicht, das Scheusal Jean-Baptiste Grenouille, sich führen und verführen läßt vom Duft einer Jungfrau, den er schon aus meilenweiter Entfernung spürt, und als er dann bei ihr steht, muß er sie töten für ihren Duft.

Es war ein Skandal, weil das Buch seinen Leser nicht mehr losließ, und wenn er dann bemerkte, wohin das alles führte, wenn er endlich sah, daß Süskind nur schwarzsah, weil er die alte Zeit, von der er schrieb, als eine Hölle schilderte, und die neue, die wissenschaftliche Zeit mit Menschenopfern beginnen ließ - da war es immer schon zu spät. Jean-Baptiste Grenouille, der Waise, Sohn einer Kindsmörderin und im größten Dreck von ganz Paris geboren, ist ein Monster, weil einer wie er unter dem ancien regime nur als Monster überleben kann. Und es ist dieses Monster, und es kann nur so ein Monster sein, welches den Fortschritt, der in diesem Fall der Fortschritt der Parfumindustrie ist, mit der nötigen Entschlossenheit und Brutalität vorantreibt und dabei aufs Leben unschuldiger Jungfrauen keine Rücksicht nehmen kann.

War es eigentlich auch ein Skandal, daß da einer, der 1949 geboren wurde, sich hineinbohrte in eine Vergangenheit, die nicht die eigene war; daß er die große Sperre, welche es doch noch immer gibt zwischen der deutschen Gegenwart und allem, was weit vorher geschah, einfach niederriß oder jedenfalls ignorierte; daß er also von einer Vergangenheit erzählte, ohne von deutscher Schuld zu erzählen?

Und ist es vielleicht noch immer ein Skandal, daß Süskind gerühmt wurde und gelesen erst recht und demnächst auch verfilmt - aber sonst kaum eine Wirkung hatte, kaum Nachfolger oder Nachahmer fand?

Man müßte mit Süskind darüber sprechen, wenn Süskind nur zu sprechen wäre.

cls

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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von M.P., Redaktion Hugendubel.de - 01.11.2017
Aus meiner Sicht einer der ganz großen Romane des 20. Jh. Spannend, tiefgründig, mit starken Bildern und einer Geschichte, die den Leser bis zur letzten Seite absolut gefangen nimmt. Eine Empfehlung, die ich in den vergangenen Jahren immer wieder ausgesprochen habe und hier nur wiederholen kann: unbedingt lesen!
detebe.22800 Süskind.Parfum
von sommerlese - 23.06.2015
Von Jean-Baptiste Grenouille, dem finsteren Helden, sei nur verraten, daß er 1738 in Paris, in einer stinkigen Fischbude, geboren wird. Die Ammen, denen das Kerlchen an die Brust gelegt wird, halten es nur ein paar Tage mit ihm aus: Er sei zu gierig, außerdem vom Teufel besessen, wofür es untrügliche Indizien gebe: den fehlenden Duft, den unverwechselbaren Geruch, den Säuglinge auszuströmen pflegen. Dieser Roman ist wirklich ein echter Klassiker. Die beschriebene Atmosphäre ist einzigartig und versetzt den Leser in eine andere Welt. Eine Welt der Grausamkeit, Angst, Emotionen, Neugier und der Düfte. Man wird von dieser Geschichte angezogen und gleichzeitig auch abgestossen. Die Figuren sind lebendig und die kranke Obsession Grenouilles ist fühlbar und angstmachend. Der Autor Süskind spielt mit der Sprache und schafft eine unglaubliche literarische Kraft, die mich in den Bann zieht und nicht wieder los lässt. Sagenhaft gut und sehr beeindruckend in seiner ganzen Form. Die Szenerie wird so bildhaft und genau beschrieben, die Düfte riecht man förmlich und die grausamen Taten scheinen fast real zu sein. So ein Schreibtalent sollte man gelesen haben. Dazu kommt eine Handlung, die zwar abstossend wirkt, aber nachvollziehbar erscheint, weil die Gedanken Grenouilles dem Leser bekannt sind. Dieses Werk einzigartiger Erzählkunst Patrick Süskinds sollte man gelesen haben. Es ist ein Feuerwerk der Emotionen, die beim Lesen explodieren und mitreißen.
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