Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

Roman. Originaltitel: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren. 1. Aufl.…
Taschenbuch
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Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
Autor/en: Petra Hülsmann

ISBN: 3404176901
EAN: 9783404176908
Roman.
Originaltitel: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2018.
Lübbe

25. Mai 2018 - kartoniert - 576 Seiten

Beschreibung

Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als an Hausaufgaben interessiert sind - die Musical-AG, die Annika gründet, stellt sich auch noch als völlig talentfrei heraus. Aber wenn's einfach wär, würd's schließlich jeder machen. Annika gibt nicht auf und wendet sich hilfesuchend an Tristan, ihre erste große Liebe und inzwischen Regisseur. Von nun an spielt sich das Theater jedoch mehr vor als auf der Bühne ab, und das Chaos geht erst richtig los.

Portrait

Petra Hülsmann wuchs in einer niedersächsischen Kleinstadt auf. Nach einem erfolgreich abgebrochenen Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft arbeitete sie in Anwaltskanzleien und reiste sechs Monate mit dem Rucksack durch Südostasien, bevor sie mit ihren Romanen die Beststellerliste eroberte. Petra Hülsmann lebt mit ihrem Mann in ihrer Lieblingsstadt Hamburg.

Pressestimmen

"Petra Hülsmann hat es geschafft, so viele Charaktereigenschaften und Problematiken hervorzuheben, dass man einfach mit jedem einzelnen mitgefiebert hat. Mir fiel es schwer, zwischen den einzelnen Lese-abschnitten nicht weiterzulesen, da man einfach mit jeden einzelnen mitfiebert." Zeilenliebhaberin, 06/06/2018 "Ich habe richtig mitgefiebert!" OK!, 23/05/2018 "Unter diesem Titel hat der Bastei-Lübbe-Verlag ein Buch herausgegeben, das an bester Unterhaltung großen Stellenwert einnimmt. Hülsmann gehört zu jenen Autoren, die es verstehen ihre Leserschaft zu beeindrucken, zu fesseln. Eine Bereicherung für alle Leserinnen und Leser" Bonnreport, 12/06/2018 "Ein turbulenter und doch sehr warmherziger Roman" Frankfurter Stadtkurier, 29/05/18 "Tempo, Witz, tolle Typen - und ein herrlich ironischer Blick auf den ganz normalen Schulwahnsinn" Für Sie, 02/07/18 "Petra Hülsmann zeichnet ihre Figuren - besonders Heaven-Tanita und Co. - mit so viel Sprachwitz, Sympathie und Tiefgang, dass es Spaß macht, in die Geschichte einzutauchen. Ihr Buch ist ein fluffiger Frauenroman - und gleichzeitig eine Liebeserklärung an angeblich schwierige Schüler und die Menschen, die sie mit viel Hingabe unterrichten" Hamburger Morgenpost, 14/06/18 "Dieses Buch hat man (leider) im Nullkommanix durchgelesen" Kölnische Rundschau, 11/08/18 "Tolle Sommerlektüre" TV für mich, 13/07/18

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Herrlich schräg ist der neue Roman von Petra Hülsmann! Ein ernstes Thema im richtigen Ton treffen und dabei die optimale Portion an Humor zu bewahren - das hat die Autorin geschafft! Sie räumt mit Vorurteilen auf und bringt den Leser zum Lachen und zum Nachdenken.
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von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Kiel Holtenauer Straße - 22.10.2018
"Wenn's einfach wär, würd's jeder machen" - deswegen lässt Annika sich auch nicht unterkriegen, als sie an eine Hamburger Problemschule versetzt wird. Dieses Buch ist genauso humorvoll, wie man es von Petra Hülsmann kennt! Ein wunderbar spannender und lustiger Sommerroman.
Bewertungen unserer Kunden
Ein tolles Buch für Zwischendurch
von Iris V. - 24.06.2020
Meine Meinung Ich hatte irgendwann mal die Leseprobe von diesem Buch gelesen und habe es mir danach sofort gekauft. Die Schreibweise ist toll, vom ersten Wort an macht es einfach Spaß das Buch zu lesen. Die Charaktere sind alle etwas überspitzt dargestellt und das zusammen mit der tollen Schreibweise von Petra Hülsmann hat eine Menge Schmunzler auf meine Lippen gezaubert. Die Lehrerin Annika mag ihr gemütliches und einfaches Leben und als sie von einer Schule mit privilegierten Schülern an eine Brennpunktschule versetzt wird, schlägt ihr das reale Leben unter anderem in Form von Armut und Mobbing ins Gesicht. Leider bleibt das Buch an dieser Stelle hinter seinen Möglichkeiten. Trotz eines Umfangs von 576 Seiten werden die ernsten Themen nur oberflächlich betrachtet und die Protagonistin wirkt in dieser Situation nicht echt. Sie hat selber schlimme Erfahrungen gemacht und sieht dann die Probleme nicht? Auch wenn die überspitzten Charaktere in Form der Schüler sehr lustig sind, ist die Naivität von Annika ziemlich übertrieben. Die Story selbst ist leider auch ziemlich vorhersehbar. Mein Fazit Wenns einfach wär, würds jeder machen ist ein angenehmes Buch für Zwischendurch und macht viel Spaß beim Lesen. Auch wenn ein paar Sachen besser hätten sein können zählt für mich beim Lesen der Unterhaltungsfaktor und der war hier sehr groß. Deswegen gebe ich 4 Sterne.
Der Blick hinter das Klischee
von Suska - 19.02.2019
Ich habe schon viel von Petra Hülsmann gehört, bisher aber noch nichts von ihr gelesen. "Wenn's einfach wär, würd's jeder machen" ist mein erstes Buch der Autorin und ich bin durchaus positiv angetan. Zur Story: Die junge Lehrerin Annika hat es sich in ihrer Komfortzone gemütlich gemacht. Sie unterrichtet Musik und Erdkunde an einem Hamburger Gymnasium, macht das auch gut, aber nur so gut es eben sein muss. Bis ihr Idyll ein jähes Ende findet: Gegen ihren Willen wird sie an eine Hamburger Brennpunktschule versetzt. Hier sieht sie sich plötzlich den typischen Klischeeschülern gegenüber: Kein Bock auf Schule, kein Bock auf Hausaufgaben, und richtiges Deutsch können sie auch nicht. Schnell schmiedet Annika einen Plan, wie sie schnellstmöglich an ihre gemütliche Schule zurück kehren kann. Eine Musical AG soll's richten. Hilfesuchend wendet sie sich an ihre Jugendliebe Tristan. Und muss feststellen: So einfach ist das gar nicht. Aber wenns einfach wär, würd's ja auch jeder machen. Das Buch spielt natürlich mit den Klischees. Und das eine oder andere Mal kommt beim Lesen das Gefühl auf, dass die Autorin großer "Fack ju Göhte" Fan ist. Aber von den Klischees lebt das Buch, sie lassen einen schmunzeln, und nach und nach kommt der Leser hinter die Fassaden der Schüler, mit denen Annika konfrontiert wird. Da gibt es Perspektivlosigkeit, Schreie nach Aufmerksamkeit und Liebe, unerfüllte Träume, aber auch Hoffnung, Zusammenhalt und Erfolg. Der Leser begleitet Annika auf ihrem Weg zur Selbsterkenntnis: Das man auch mal aus seiner Komfortzone muss, um wirklich was zu erreichen. Dass die Schwärmerei von damals heute ganz anders aussieht. Und dass das Glück manchmal so nah liegt. Ich habe das Buch gern gelesen, es unterhält und zieht einen in seinen Bann. Sicher nicht mein letztes Buch von Petra Hülsmann.
Life is not easy...
von Nicito5684 - 06.09.2018
Wenn's einfach wär, würd's jeder machen von Petra Hülsmann aus dem Bastei Lübbe Verlag Zum Inhalt: Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als an Hausaufgaben interessiert sind - die Musical-AG, die Annika gründet, stellt sich auch noch als völlig talentfrei heraus. Aber wenns einfach wär, würds schließlich jeder machen. Annika gibt nicht auf und wendet sich hilfesuchend an Tristan, ihre erste große Liebe und inzwischen Regisseur. Von nun an spielt sich das Theater jedoch mehr vor als auf der Bühne ab, und das Chaos geht erst richtig los. Meine Meinung: Zu allererst das Buch ist der Hammer, ich musste es gleich zwei mal lesen. Petra Hülsmann zählt zu meinen Lieblingsautoren, mit diesem Buch hat sie wieder einmal einen Volltreffer in Thema Herzensangelegenheiten gefunden und das nicht nur zum Thema Liebe. Ich musste mehrmals zum Taschentuch greifen und auch am Tage hat mich dieses Buch einfach beschäftigt. Petras Schreibstil ist einfach wundervoll und toll zu lesen. Fesselnd, emotional, herzzerreißend, gefühlvoll, einfach nicht in Worte zu fassen. Sie zeigt das Thema untere Gesellschaft und Armut so emotional auf, dass man einfach mit den Kids mitfühlen kann. Kinder die mutlos sind, die meine sie haben keine Chance im Leben. Oft vergessen wir, wie schlecht es manchen die neben uns leben, doch geht. Kinder die nichts zum anziehen haben, manchmal auch nichts zum essen. Und unser engstirniges Verhalten oder unsere Meinung über andere. Viel öfter sollten wir auf die Gefühlsebene gehen und uns dem öffnen was um uns herum passiert. Auch können wir viel von Kindern lernen. Sie sehen die Welt noch mit anderen Augen. Sind begeistert von einfachen Sachen und Dingen. Brauchen gar nicht das ganze Tamtam, sondern einfach Zeit und jemand der für sie da ist. Und gerade diese Kinder in dem Buch, bei denen Zuhause Drogen, Alkohol und auch Schläge herrschen, die nur noch ihre Träume haben, diese man ihnen nicht nehmen kann - diese Kinder denen es im wirklichen Leben und den Ghettovierteln so geht - haben mich wahnsinnig berührt. Annika Paulsen, bekommt an ihrem 27. Geburtstag die Nachricht, dass sie von der Elite-Schule Hamburgs an eine Brennpunktschule versetzt wird. Hier herrscht Armut, Mobbing, Ghetto-Slang und vor allem eine Null-Bock Einstellung zur Schule und zum Leben. Ihr wird bewusst, hätte sie sich in der alten Schule mehr engagiert wäre dies nicht passiert. So schmiedet sie einen Plan um schnellstmöglich in ihr altes gewohntes Umfeld zurückzukommen. Eine Theater-AG muss her um mit dieser eine Preis zu gewinnen der ihr den Rückgang beschert. Doch leider lässt sich das alles nicht so leicht umsetzen und so braucht sie die Hilfe ihrer Jugendliebe Tristan, der Theaterregisseur ist und mit ihr die Theater-AG führen und leiten soll. Dieser ist gar nicht davon angetan und wird nur mit List von Annika und einigen Schülern überzeugt. Annika war am Anfang wie viele unserer Gesellschaft. Voreingenommen, oberflächlich, auf sich und ihre Wünsche bedacht, und letztendlich waren ihr die Kinder und deren Lebensumstände egal, für sie einfach mittel zum Zweck. Und total besessen diesen lachhaften Preis zu gewinnen um ihr Können zu beweisen. Im Laufe des Buchs macht sie eine Gradwanderung durch und wird erwachsen. Ihr wachsen die Kinder ans Herz und auch die Theater-AG wird mehr und mehr ihr Lebensinhalt und ihre Erfüllung. Und langsam schleichen sich nicht nur eine Heaven-Tanita, ein Meikel oder ein Mesut in ihr Herz, sondern auch ein Tristan, den sie nie aufgehört hat zu lieben. Nach und nach kommt ihr auch der Gedanke, des es gar nicht mehr so einfach wäre in ihr altes Leben zurück zu gehen. Mithilfe ihrer Kollegen, gibt sie diesen Kindern Mut und Selbstvertrauen es im Leben zu schaffen. Ihre besten Freunde Nele, Kai und Sebastian waren wundervolle Charaktere die man sofort ins Herz geschlossen hat. Sebastian, den mega coolen hilfsbereiten Nachbarn, der den Mann im Haus spielt wenn Dinge zu reparieren und aufzubauen sind. Und doch auch verschlossen und unnahbar wirkt, öffnet sich mit der Zeit und wird zum soften smarten Typ. Annika besticht ihn mit einer Abmachung, der Theater-Ag das Bühnenbild zu bauen. Auch wenn er nicht begeistert ist, so hilft er ihr doch an seiner alten Schule. Und die Kids lieben ihn einfach. Selbst Annika ist sich nach einiger Zeit nicht mehr so ganz sicher wem ihre Gefühle wirklich gehören. Manchmal liegt das Gute so nah, man muss es nur annehmen und zu deuten wissen. Dann gibt es da noch eine Rolle die ich auch sofort in mein Herz geschlossen habe. Den Taxifahrer Knut. Seine tollen Ratschläge und Sprüche sind mir noch oft nachgegangen und haben mich beschäftigt. Das Buch zeigt einem dass sich nicht alles was wir wollen im Leben erfüllt. Manchmal wird man da hin katapultiert, wo man nie landen möchte. Und doch soll man das Beste aus dieser Situation machen und nicht aufgeben. Wie heißt es so schön - das Leben ist kein Wunschkonzert. Auch wenn nicht jeder Wunsch wahr wird, so können wir trotzdem glücklich sein. Dinge, die wir lieben, sollten wir mit vollem Herzen tun, sei es unser Sport, Musik, all das was uns gut tut. Und das lässt uns mehr strahlen als jede Sache die man sich mit Geld erkaufen kann. Selbst wenn wir Fehler machen, denn niemand ist perfekt, sollten wir uns nicht von unserem weg abbringen lassen. Jede Situation die wir meistern lässt uns wachsen. Und genau das sollten wir unseren Kindern mit auf den Weg geben. Leben ohne zu urteilen, Akzeptanz unseren Mitmenschen gegenüber, egal aus welchen Schichten wir kommen. Ich könnte ewig noch so weiter schreiben über dieses tolle Buch. Mein Fazit: ein Buch dass ihr euch nicht entgehen lassen dürft. 5 Daumen hoch und ganz klare Kaufempfehlung. Vielen Dank an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt
von schafswolke - 03.09.2018
Annika fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie von nun an die Problemschule in Hamburg-Ellerbrook muss. Ihre Gedanken drehen sich nur noch darum, wie sie von dort wieder an ihr geliebtes Gymnasium kann. Und so reift die Idee einer Musical-AG. Leider sind ihre Schüler weder musikalisch noch schauspielerisch begabt und so setzt sie auf einen Profi. Ihre letzte Chance ist schließlich ihre Jugendliebe Tristan. Es fließen viele Probleme mit in die Geschichte. Mobbing, Schulprobleme, Integration sind alles Themen, die mich teilweise auch sehr berührt haben. Doch trotzdem geht die Leichtigkeite des Buches nicht verloren. Annika hat ein Ego, wie ein Hochhaus. Auf der einen Seite war sie mir schnell sympathisch, aber in Bezug auf ihren Beruf war sie schon arrogant und zu sehr von sich überzeugt, aber ganz langsam verändert sie sich. Bei ihrer Geschichte sind bei mir auch schon ein Paar Tränchen geflossen. Aber es gibt hier auch Humor und ene süße Liebesgeschichte. Das Buch lässt sich locker und flockig lesen. Es war auch mein erstes Buch von Petra Hülsmann und hat mir gut gefallen. Ich werde von ihr definitiv noch mehr lesen. Mich hat das Buch gut unterhalten und so gibt es hier 4 Sterne.
ein persönliches Highlight
von RoRezepte - 03.08.2018
»Tja, nu. Wenns einfach wär, würds ja auch jeder machen. Und du kommst mir nich vor wie eine, die schnell aufgibt. Weißte, ich hab n astreines Gespür für Menschen. [...]« Petra Hülsmann bringt es wieder auf den Punkt und schreibt ein neues Highlight 2018! Einen Roman mit Tiefgang, Erkenntnissen und unglaublicher und natürlicher Weiterentwicklung der Hauptprotagonistin. Als Leserin wollte ich unbedingt Teil dieser tollen Geschichte sein. Die Hauptprotagonistin Annika, ihre Freundin Nele und ihre mit gemieteten Nachbarn Sebastian und Kai sind liebevoll und detailliert beschrieben. Besonders habe ich die zwei sympathischen und verrückten Jungs ins Herz geschlossen, sodass ich zu Team Sebastian gehöre. Und was wäre der Hamburger Kiez ohne seinen Taxifahrer Knut, der auch im neuen Hülsmann-Roman einen Gastauftritt bekommt und so manch guten Rat auf der Zunge hat: [...]»Weißte, die Sache is die: Allein schon, weil du dir darüber so den Kopp zerbrichst, bin ich mir sicher, dass du nen super Job machst und dass die Lüdden dich gut gebrauchen können. Sei dir einfach im Klaren darüber, dass du immer wieder Fehler machen wirst. Wieder und wieder. Isso.« »Und dann? Was soll ich dann machen?« [...] »Tja, nu. Manchmal kannste nix machen außer weiter.« [...] »Du darfst dir nich einbilden, dass du die Welt redden wirst. Und wennde das alles nich auf die Kedde krichst, wird dir niemand n Vorwurf machen, wennde hinschmeißt. Der Job is nu mal nich einfach.« »Stimmt. Wenns einfach wär, würds ja auch jeder machen.« Anni muss für die nächsten 2-3 Jahre an die Brennpunktschule in Ellerbrock und hat es von nun an nicht mehr leicht, sondern muss sich um Kinder kümmern, welche alle ihre ganz eigenen privaten Probleme haben. Ein preisträchtiges Musical an der neuen Schule könnte sie vielleicht doch schon eher an ihr geliebtes Gymnasium zurück bringen. Nachdem Anni zu Beginn viele Probleme mit der Handhabung der Kids hat, schließt sie im Laufe der Zeit die Schüler der 9c, sowie ihre Musical-Kids ins Herz. Während das Musical erst nur eigensinnig war, wird Anni im Verlauf des Schuljahres umdenken, die Kinder auf ihre persönliche weiße ganz besonders fördern und fordern und mithilfe des Musicals Selbstvertrauen entwickeln lassen. Sie schenkt den Kindern Aufmerksamkeit und Vertrauen sowie Lob und Zuspruch. Der Roman zeigt Verständnis und Einfühlvermögen für die typischen ALS-Kids und gibt Apell zum eigenen Nachdenken. Besonders folgendes Zitat hat mich nicht mehr losgelassen: »Tja. Wenn wir unsere Träume nicht mehr haben, was bleibt uns denn dann? Dann haben wir doch gar nichts mehr« [...] Wenns einfach wär, würds jeder machen gehört zu meinen persönlichen Highlight-Büchern für 2018. Eine so schöne Geschichte, mit soo viel Tiefgang und natürlicher Weiterentwicklung. Und der Humor, sowie die Liebe kam natürlich auch nicht zu kurz. Ein Must Have für jeden! Die Rezepte aus Wenns einfach wär, würds jeder machen findet ihr unter www.rorezepte.com & http://rorezepte.com/wenns-einfach-waer-wuerds-jeder-machen-petra-huelsmann
Wie im wahren Leben
von sommerlese - 28.07.2018
So hat sich Annika ihren 27. Geburtstag auch nicht vorgestellt. Denn genau an dem Tag erfährt die Musik- und Geografielehrerin, dass sie von ihrer Lieblingsschule im elitären Hamburger Elbvorort an eine Brennpunktschule im Problembezirk Ellerbrook versetzt wird. Doch aus der Nummer kommt sie nicht so einfach raus, es sei denn, sie kann ihrer alten Schule beweisen, dass sie doch eine hervorragende und damit unentbehrliche Lehrerin ist. Deshalb startet sie eine Musical-AG, um damit einen Preis zu gewinnen. Ihre Schüler kommen überwiegend aus den unteren Bildungsschichten, richtig Bock auf die Schule hat hier kaum jemand. Die Idee mit dem Musical gefällt den Schülern, denn sie alle träumen von Erfolg und Anerkennung. Leider sind die meisten von ihnen relativ talentfrei und Annika spricht den Regisseur Tristan an, der war ihre erste große Liebe. Wird das Musical ein Erfolg werden und kommen sich Annika und Tristan endlich näher? Annikas Einsatz an einer Brennpunktschule in Ellerbrook bringt reichlich Aufregung in ihr recht ruhiges Leben. Die Schüler dort sind eine ganz andere Nummer und so muss Annika sich auf einige Dinge gefasst machen. Sie möchte so schnell wie möglich zurück an die alte Schule. Doch als sie die Schüler näher kennenlernt, wachsen sie ihr ans Herz und sie fühlt sich ihnen verbunden, denn sie selbst war auch lange Zeit ein Mobbingopfer und kennt manche Dinge nur zu gut. Annika ist eine herzensgute Seele und als Lehrerin immer um das Wohl ihrer Schüler besorgt. Petra Hülsmanns Romane bestechen stets durch ihre lebensnahen Figuren und realistischen Themen. Man wird abwechslungsreich und authentisch unterhalten und fühlt sich den Charakteren sehr verbunden. Wenns einfach wär, würds jeder machen ist ihr erneut sehr überzeugend und humorvoll gelungen. Der Roman wirkt schwungvoll, ist mit einigen Klischees gefüllt, die jedoch im wahren Leben auch ähnlich anzutreffen sind, hier jedoch in etwas geballter Menge auftreten und dadurch für amüsante Leseerlebnisse und Sprüche sorgen. Der dargestellte Schulalltag reißt Themen wie Mobbing, Migration, häusliche Gewalt und Chancenlosigkeit an, geht darauf allerdings nur in Sinne der Rahmenhandlung ein und sorgt trotzdem dafür, dass man sich als Leser dazu Gedanken macht. Die Schüler werden detailgenau und glaubhaft beschrieben, man erkennt sie schon an ihrer persönlichen Sprache und kann sich sofort ein Bild von ihnen machen. Da fällt mir das Sorgenkind Meikel ein, Maryam aus Syrien, die eingebildete Heaven-Tanita, Pawel mit der großen Klappe und die unscheinbare Pola. Was anfangs noch an Streit, Unterdrückung und Zoff zwischen den Schülern abläuft, zeigt sicherlich ein authentisches Bild von Schule. Umso interessierter begleitet man ihr großes Projekt in der Musical-AG. Dort entsteht ein echtes Team. Die Schüler wachsen als Gruppe zusammen und ziehen miteinander und füreinander an einem Strang. Gleichzeitig macht aber auch Annika eine entscheidende Entwicklung durch. Sie stellt sich neuen Aufgaben mit schwierigeren Schülern, fühlt mit ihnen und gewinnt die Schüler richtig gern. Das bringt ihr zwar reichlich Trubel, aber auch neuen Lebensmut zurück und sie wird einfach mutiger und lockerer. Gleichzeitig lässt sie allmählich wieder Schmetterlinge im Bauch zu und entdeckt die Liebe neu. Durch das Musical hat sie Kontakt mit Tristan, aber auch mit Sebastian, der das Bühnenbild mit den Schülern erstellt. Beide sind ihr sehr sympathisch. Ich konnte mit Annika, ihrer WG und den Schülern die Sorgen, Freuden und Hoffnungen mitfühlen, mich mit ihnen amüsieren und fieberte gemeinsam ihrer großen Aufführung entgegen. Ich verrate nicht zuviel, wenn ich vorwegnehmen, dass es ein schönes und emotionales Finale gibt. Die Handlung liest sich super, sie trifft den Zeitgeist und zeigt, wie engagierte Lehrer/innen ihre Schüler motivieren und ihnen einen Weg aus der Chancenlosigkeit heraus weisen können. Diesen kurzweiligen Roman habe ich sehr genossen, er ist locker und schwungvoll erzählt und mit sympathischen Figuren besetzt. Wer trubelige und humorvolle Liebesgeschichten mag, sollte sich dieses Buch zulegen.
Unterhaltsam, aber unsympathische Protagonistin
von Bücher in meiner Hand - 17.07.2018
Vor zwei Jahren griff ich zu Glück ist, wenn man trotzdem liebt von derselben Autorin. Viel Gutes darüber habe ich gelesen, doch mich konnte der Roman nicht überzeugen, die Protagonistin Isabelle war mir eindeutig zu überspannt. Der amüsante Schreibstil der Autorin gefiel mir hingegen gut, so dass ich ihrem neuen Roman Wenns einfach wär, würds jeder machen eine Chance geben wollte, zudem fand ich das Thema Lehrerin in einer Multikulti-Schule in einem Roman verarbeitet, interessant. Der Roman beginnt dann auch gleich mit einem Tiefschlag für Annika: sie wird in solch eine Schule versetzt. Es ist ein ganz anderes Unterrichten für sie, der Unterricht verläuft sehr unruhig. Annika ist sich das nicht gewohnt und es scheint sie hatte bisher auch in ihrer Ausbildung Glück und immer nur problemlose Schüler gehabt. So schnell wie möglich will sie zurück in ihre geliebte Bonzenschule . Sie merkt, dass ihr das nur gelingt wenn sie sich mehr einsetzt - etwas was sie bisher nie gemacht hat. Also gründet sie eine Musical-Gruppe. Mit Hilfe ihres ehemaligen Mitschülers (und heimlicher erster Liebe) Tristan, mittlerweile ein bekannter Regisseur, will sie einen Preis gewinnen. Sie stösst auf Widerstände an allen Fronten, sogar zuhause. Annika wohnt mit Nele zusammen, doch mit Kai und Sebastian aus der Nachbarwohnung fühlt es sich eher als eine erweiterte Wohngemeinschaft an. Annika eckt mit ihren Vorurteilen der neuen Schule gegenüber bei Sebastian an, denn er selbst ging dort zur Schule. Es scheint, dass ich mit den Protagonistinnen von Petra Hülsmann einfach nicht klar komme. Leider auch mit Annika aus diesem Roman. Annikas Spektrum reicht von arrogant bis naiv, sie ist mir nicht wirklich sympathisch. Sie entwickelt sich zwar, aber trotzdem kommen diese beiden Aspekte bis zuletzt zum Tragen. Annika merkt nicht, dass Sebastian mehr als nur ein Nachbar sein wird und Tristan ist ebenso oberflächlich wie Annika. Anfangs will er mal was sagen, sie lässt ihn nicht ausreden. Dabei wär interessant gewesen zu hören was er sagt. Viele Klischees werden erfüllt in der Geschichte: es wird gebechert wie wild. Kaum ist Feierabend, wird Alkohol getrunken. Die Sprache (und einige Namen) der Schüler sind übertrieben dargestellt. Dazu Annikas Tick zu korrigieren anstatt zuhören. Annikas Geburtstagsgeschenk fand ich angesichts ihres Berufes als unsensibel, damit läuft ein Lehrer sicher nicht durch die Stadt. Vieles war oberflächlich, auch die Geschichte um die Schüler Meikel oder Maryam. Da hätte man mehr draus machen können und der Roman hätte an Tiefe gewonnen. Ein kleines Highlight war Taxifahrer Knut, der wie schon in Hülsmann anderen Romanen gute Tipps verteilt und immer ein offenes Ohr hat. Fazit: Trotz naiver Protagonistin unterhaltsam, wenn man die Klischees überliest. 3.5 Punkte.
Wer Friends liebte, wird auch dieses Buch mögen...
von Karschtl - 04.07.2018
Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen ausgelesen, und bin jetzt eigentlich traurig, dass ich die Welt von Anni und ihren Freunden und Schülern so schnell verlassen musste. Ich habe sie gern auf ihrem Weg ein Stück begleitet. Die Idee, die Protagonistin eine Lehrerin sein zu lassen und an eine Brennpunktschule zu versetzen, hört sich zwar vielleicht so an als würde das Buch auf der Fack ju Göthe -Welle mitschwimmen, aber ich las ein Buch in diesem Setting tatsächlich erst zum 2. Mal (das andere Mal war die Frau Freitag-Reihe). Für mich war das also neuartig, vor allem aber sehr interessant. Über die Entstehung des Schüler-Musicals zu lesen fand ich ebenso gut. Schade, dass es sowas damals an meiner Schule noch nicht gab. Die Geschichte spielt in Hamburg, und die Stadt (samt ihren Stadtteilen, Besonderheiten, Kiezlokalen, Alster & Elbe, Dom, Planten un Blomen, ihrem Dialekt und ihren Unikaten) kommt sehr häufig vor, was ich extrem gut fand. Ich kenne Hamburg nicht so gut, aber hatte wirklich das Gefühl mit Anni dort zu sein. Bei der Wohnsituation von Anni, Nele, Kai und Sebastian musste ich unwillkürlich an die Serie Friends denken! Sie gehen beieinander ein und aus, die Mädels kochen meist das Essen für alle, bei den Jungs wird TV geschaut, sie unternehmen privat viel zusammen und wenn man mal Chips verkrümelt ist das überhaupt nicht schlimm (besonders da musste ich an die Szene mit Joey und Rachel denken, wo Rachel Spaghetti auf den Boden von Joeys Apartment kleckert). Ich liebe Friends , und so fühlte ich mich auch mit den vieren hier gleich so richtig wohl! (Ich fand es dann nur etwas verwunderlich, als Anni und Sebastian mal sagen, dass ihre Freundschaft ja gar nicht so eng ist, sie sind eher Bekannte. Nachbarn halt. Fand ich gar nicht!) Die Angewohnheit, bei Tchibo unnütze Dinge zu kaufen ist mir ebenfalls nicht fremd, wobei ich immerhin sagen kann, dass ich keinen der von Anni aufgezählten Dinge je gekauft habe. Da besteht bei mir ja wohl noch Hoffnung, oder? Und dann war da ja noch die Liebesgeschichte. Hach ja, die fand ich auch wunderschön. Als Leser weiß man ja schon recht früh wie es enden wird, wie es einfach enden muss! Aber bis dahin haben wir Anni einfach gern beobachtet! Achtung: kleiner SPOILER ------------ Einzig die Selbstzerfleischung von Anni, dass sie an der ALS soo vieles falsch gemacht hat, fand ich ein bißchen übertrieben. Ich fand nämlich gar nicht, dass sie so viele Fehler gemacht hat, ganz im Gegenteil! ------------ Ich hätte ja fast nur 4,5 Sterne gegeben, aber dann wurde ich am Ende, bei der Rede von Heaven-Tanita, genauso emotional wie Anni. Für mich ein Zeichen, dass ich voll drin steckte in der Geschichte, und mitgerissen wurde. Mehr geht nicht, und daher verdienterweise die Bestnote! Es war bereits mein 2. Roman von Petra Hülsmann, und weitere werden definitiv folgen!
Petra Hülsmann fast überzeugend über das moderne Lehrerdasein
von Ann-Sophie Schnitzler - 28.06.2018
Cover: Das Cover ist auf jeden Fall sehr farbenfroh gestaltet. Meinen Geschmack trifft es damit nicht wirklich, aber ich finde es toll, wie ähnlich die Bücher der Autorin gestaltet sind, denn dadurch ist immer wieder ein gewisser Wiedererkennungswert gegeben. Über die Geschichte verrät es nichts, aber ich denke schon, dass es zumindest die richtige Zielgruppe anspricht. Inhalt: Annikas Erlebnisse als Lehrerin eines Elitegymnasiums an einer sogenannten Brennpunktschule sind auf jeden Fall spannend. Man fällt zu Anfang in ihr Leben rein, sodass ich sofort mittendrin war. Nach dem schönen, leichten Einstieg war ich sehr gespannt, was mich erwartete. Als angehende Lehrerin war ich neugierig und hatte große Erwartungen an das Buch. Der Handlungsverlauf bietet aus meiner Sicht definitiv Unterhaltung. Man fiebert durchaus mit Annikas Gefühlschaos und all den Herausforderungen mit. Sie entwirft einen Plan, um an ihre alte Schule zurückzukommen, doch letzten Endes verläuft natürlich nicht so wirklich etwas wie gedacht. Unterhaltsame Dialoge zwischen ihr und ihren WG-Mitbewohnern bzw. Nachbarn konnten mich immer erheiten und emotional mitfühlen lassen. Auch die Blicke in ihre Vergangenheit, die so manche Schattenseiten in ihrer Schulzeit hat, konnten mich fesseln. Insgesamt empfand ich die Geschichte zu, Großteil gut durchdacht und mitreißend, weil ich schon neugierig war, für den Annikas Herz letzten Endes schlägt und wie es mit dem von ihr geplanten Musical an der Brennpunktschule ausgeht. Lediglich gewisse Kleinigkeiten haben mich inhaltlich gestört. So empfand ich manch dargestellte Gegebenheiten unglücklich oder auhc unlogich. Eine Torte wird gebacken und 3/4 davon weggeschmissen? Die Schüler der BRennpunktschule laufen plötzlich über vor Motivation und Liebe zu ihrer Lehrerin und die Lehrerin natürlich zu ihnen? Das eine oder andere alkoholische Getränk zu viel vielleicht? Es waren einige kleine Punkte, die die Geschichte für mich etwas oberflächlich und leider in diesen Punkten auch lächerlich gemacht hat, was ich sehr schade fand, denn ansonsten habe ich mich bestens unterhalten gefühlt. Charaktere: Grundsätzlich fand ich die Figuren der Geschichte überzeugend. Man konnte auf jeden Fall nicht nur von den Protagonisten, sondern auch von Nebenfiguren, wie den Schülern, ein gutes Bild bekommen- Meiner Meinung nach wurde jedem Charakter da ausreichend Raum gegeben. Zur Protagonistin Annika lässt sich sagen, dass ich besonders ihre Entwicklung und ihren Sinneswandel sehr mochte, auch wenn er nicht in allen Zügen authentisch war. Sie ist nicht die perfekte, gutherzige Heldin der Geschichte, sondern hat auch einige schlechte Seiten an sich, was mir persönlich gefallen hat. Manche der bereits im Inhalt erwähnten Logiklücken machten sich aber auch hier bemerkbar. Besonders ihre Freunde haben es mir angetan, denn ich fand sie einfach so erfrischend abwechslungsreich und authentisch, dass ich gerne noch mehr von ihnen gelesen hätte. Schreibstil: Stilisitisch hat mir das Buch sehr gefallen. Es ließ sich flott lesen, weil Petra Hülsmann Annikas Geschichte leicht und locker erzählt. Dadurch habe ich nicht bemerkt, wie die Seiten nur so an mir vorbeiflogen und ich schneller bei der Hälfte des Buches war als gedacht. Erzählt werden die Geschehnisse aus der Perspektive der Protagonistin Annika, was mir persönlich zugesagt hat, da man ihre Entwicklung und Veränderungen besonders stark mitbekommt. Und es baut Spannung auf, über die gedanken der anderen Figuren zu grübeln. Was den Schreibstil betrifft, konnte mich das Buch auf jeden Fall befriedigen. Fazit: Dies war mein erstes Buch von der Autorin, muss ich sagen. Ihr Schreibstil konnte mich auf jeden Fall fesseln und dies gelang auch der Geschichte zum Großteil sehr gut. Ich habe mitgefiebert und mitgefühlt und das Buch in kurzer Zeit beendet. Lediglich einige Kleinigkeiten waren mir nicht schlüssig bzw. habe ich nicht als realitätsnah empfunden. Dennoch kann ich die geschichte als leichte Lektüre für zwischendurch empfehlen, denn eine fesselnde Geschichte ist der Autprin hier meiner Meinung nach gelungen. Auch wenn man sie nicht zu ernst nehmen sollte ....
Wie immer genial
von Anika F - 28.06.2018
[*]Rezension Petra Hülsmann - Wenns einfach wär, würds jeder machen ____ Klappentext: Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als an Hausaufgaben interessiert sind - die Musical-AG, die Annika gründet, stellt sich auch noch als völlig talentfrei heraus. Aber wenns einfach wär, würds schließlich jeder machen. Annika gibt nicht auf und wendet sich hilfesuchend an Tristan, ihre erste große Liebe und inzwischen Regisseur. Von nun an spielt sich das Theater jedoch mehr vor als auf der Bühne ab, und das Chaos geht erst richtig los. ___ Mein Fazit!!! Ich Sitz hier gerade noch mit meinem Taschentuch in der Hand und strahle. Ich liebe die Romane von Petra. Ihr Schreibstil und ihre strories sind so grandios ... Sie sind mit so viel Humor gespickt, aber auch so tiefgründig. Es sind klassische alltägliche Situationen. Die Thematik dieses Buches fand ich mega gut. Ich hab Annika in mein Herz geschlossen, eine Lehrerin die sehr viel Herz hat. Es gibt so viele lustige Momente in diesem Buch ... oft hab ich herzhaft laut gelacht, aber auch Momente wo man nachdenkt oder eben auch mal n paar Tränchen aus den augenwinkeln wischt ... Natürlich durfte Knut nicht fehlen ... der liebe Knut... ich hab schon sehnsüchtig gewartet beim lesen, wann und wie er in der Story auftaucht ... Ein rundum gelungenes Buch, wie alle anderen von der tollen Autorin auch ... 5 von 5 Sterne mit einer klaren [*]Leseempfehlung ___ [*]PetraHülsmann [*]WennsEinfachWärWürdsJederMachen [*]Büchereule [*]bücherliebe [*]leseverrückt [*]liebsteshobby [*]leseliebe [*]derrealitätentfliehen [*]lesenistliebe [*]basteilübbe [*]meineleidenschaft [*]lesesucht [*]lesewurm [*]lesewahnsinn [*]bücherwurm [*]ohnebücherohnemich [*]buchblog [*]buchbloggerin [*]bücherliebhaberin [*]büchernerd [*]lesesucht [*]lesesüchtig [*]büchersüchtig
Manchmal kommt es anders als man denkt
von Rebecca Kiwitz - 12.06.2018
Mit allem hätte Annika gerechnet aber nicht, dass sie ausgerechnet an ihrem Geburtstag von ihrer Schule in einem Hamburger Elbvorort an eine Problemschule versetzt wird. Zuerst kommt Annika überhaupt nicht mit der Situation an der neuen Schule klar und sie würde lieber heute als morgen wieder gehen. Als sie dann eine Musical AG gründet wendet sie sich an Tristan, der Theaterregisseur ist und den sie von früher kennt, geht das ganze Chaos erst richtig los in Annikas Leben. Da ich die Romane von Petra Hülsmann wirklich sehr gerne lese, hatte ich mich auf diesen aktuellen Roman schon sehr gefreut. Leider muss ich aber sagen bzw. schreiben, dass ich nur sehr schwer ins Buch reingekommen bin und ich bis zum Ende nicht ganz warm geworden bin. Zum einen lag es an Annika, ich bin mit ihr als Mensch einfach nicht so ganz warm geworden und hätte ich gerne mehr als nur einmal so was von die Meinung gesagt. Aber ich hatte auch mit dem Slang den die Schüler sprechen sehr große Probleme und so musste ich mich des Öfteren zwingen weiter zu lesen anstatt Pausen zu machen. Da mich aber der Klappentext so neugierig gemacht hatte, bin ich am Buch drangeblieben und haben eben etwas länger gebraucht. Der gesamte Roman wurde aus der Sicht von Annika erzählt, wobei aber auch alle anderen Figuren zu Wort kamen und alles zusammen dann ein völlig rundes Bild für den Leser ergeben. Dem Handlungsverlauf ans ich konnte man sehr gut folgen, da ich ja allerdings mit Annika, ihren Entscheidungen und ihrer Einstellung Probleme hatte fand ich manches doch etwas zu überzogen dargestellt aber dies ist ja auch immer Ansichtssache. Gut gefallen hat mir, dass der Spannungsbogen bis zum Schluss erhalten war und man sich so Gedanken machen konnte ob für Annika wirklich alles gut ausgehen würde. Die Handlungsorte des Romans empfand ich alle mit sehr viel Liebe zum Detail beschrieben und so konnte man sich diese während des Lesens sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen. Auch die verschiedenen Figuren des Roman waren alle sehr detailliert beschrieben und so konnte man sie sich problemlos vorstellen beim Lesen. Alles in allem hatte ich unterhaltsame Lesestunden mit dem Buch auch wenn ich die Hauptfigur nicht so sympathisch fand. Nach längerer Überlegung vergebe ich vier von fünf Sternen für das Buch.
WILLKOMMEN IM IRRENHAUS!
von LEXI - 11.06.2018
WILLKOMMEN IM IRRENHAUS! "Ich will da einfach nur wieder weg. Mir ist das alles viel zu schwierig." (Annika) "Tja, nu. Wenns einfach wär, würds ja auch jeder machen. Und du kommst mir nich vor wie eine, die schnell aufgibt." (Knut) Der lebenserfahrene Hamburger Taxifahrer Knut schätzt die Lage gut ein - Annika Paulsen ist zwar in einer äußerst verzweifelten Situation, gibt aber allen Widrigkeiten zum Trotz nicht auf. Ihre Versetzung vom elitären Werther-Gymnasium in eine berüchtigte und gefürchtete Stadtteilschule in Ellerbrook wirft sie kurzfristig aus der Bahn. Das bislang ruhige und gemütliche Leben der jungen Lehrerin entwickelt sich zu einem äußerst stressigen Dasein, als sie an ihrem neuen Arbeitsplatz mit Erpressung, Verhaltensauffälligkeiten, Schlägereien, häuslicher Gewalt und Mobbing konfrontiert wird. Nachdem sie aus zweifelhaften Motiven beschließt, im Zuge des "Projekts Ellerbrook" eine Musical-AG zu gründen, stehen Lehrer und Schüler nach kurzer Überzeugungsarbeit sogar geschlossen hinter ihr. Eine längst fällige Konfrontation mit ihrer großen Jugendliebe, ein wertvoller inniger Freundeskreis, eine eingeschworene Wohn- und Nachbarsgemeinschaft und etliche Turbulenzen halten nicht nur die Protagonistin dieses Buches, sondern vielmehr auch dessen Leserschaft auf Trab. Petra Hülsmann hat mir mit ihrer aktuellen Neuerscheinung eine in locker-leichtem Schreibstil verfasste Geschichte, gespickt mit teilweise derber Jugendsprache im Hamburger Dialekt und einer riesengroßen Portion Humor beschert. Die Autorin versteht die Kunst, gewichtige Themen anzusprechen, ihre Leser dabei jedoch zu unterhalten und zugleich auch auf emotionaler Ebene zu berühren. Unglaublich viele Passagen dieses Buches brachten mich zum Schmunzeln, chaotische und teilweise beinahe schon als "schräg" zu bezeichnende Handlungen der Protagonistin sowie deren Gefühls- und Gedankenleben trieben mich manchmal beinahe zur Verzweiflung, und ganz bestimmte Inhalte dieses Buches rührten mich zu Tränen. Petra Hülsmann zeichnet ein ziemlich gutes Bild der heutigen Jugend und ihrer Probleme, schildert schwere häusliche Situationen und scheut auch vor Konflikten ihrer handelnden Figuren nicht zurück. Durch ihren einnehmenden Schreibstil hat sie es geschafft, mich von diesem Roman vollends zu überzeugen und verschaffte mir einige höchst anregende Lesestunden. Die Hamburger Dialektsprache hat mich als Österreicherin zugegebenermaßen ein wenig gefordert, im Verlauf der Seiten gewöhnte ich mich jedoch rasch daran. Die vielen verschiedenen Charaktere dieses Buches waren für mich sehr glaubwürdig dargestellt, und nach der letzten Seite verspürte ich sogar ein leichtes Bedauern, mich von Annika, ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Nele, den beiden netten "Jungs" und Wohnungsnachbarn Kai und Sebastian, dem nachdenklichen Kopfmenschen Tristan, der Lehrergemeinschaft und natürlich von den Schülern der Astrid-Lindgren-Schule zu verabschieden. Als meine liebste Nebenfigur möchte ich den Hamburger Taxifahrer Knut anführen, den ich als ganz besonderen Sympathieträger betrachtete von ihm hätte ich gerne noch mehr gelesen. Fazit: "Wenns einfach wär, würds jeder machen" war mein erstes, aber mit Sicherheit nicht mein letztes Buch dieser Autorin. Dieser turbulente, aufregende, witzige Roman und seine chaotische Protagonistin mit dem riesengroßen Herzen haben mich ausgezeichnet unterhalten!
Glee in the Ghetto
von Anyah Fredriksson - 04.06.2018
Annika Paulsen, Ende zwanzig, Lehrerin für Musik und Geografie und bisher vom Leben verwöhnt, bekommt einen Tag vor den Sommerferien den für sie horriblen Bescheid, dass sie an eine Hamburger Problemschule ausgeliehen wird und dies auch noch für 2-3 Jahre! Annikas heile Welt bricht zusammen, am Werther-Gymnasium war alles so einfach für sie und nun diese schreckliche Herausforderung. Bei ihren Nachbarn und Freunden beschwert sie sich über die mangelnde Motivation ihrer neuen Schüler. Der aufmerksame Sebastian hält ihr dann den Spiegel vor und beschreibt ihr, wie ihre Schüler sie sehen müssen. Denn Annika ist es völlig egal, wenn jemand nicht im Unterricht aufpasst, deren Problem, nicht ihres. So sucht sie dann auch nach einen Plan, der sie schnellst möglichst an das schöne, ruhige Werther Gymnasium zurück bringen wird. Und hat eine Erleuchtung: sie gründet eine Musical-AG und wird damit berühmt, heimst einen Preis ein und darf zurück! Dafür nimmt sie sogar in Kauf, dass sich ihr Plan als ziemlich arbeitsintensiv entpuppt. Doch ihre neuen Kollegen unterstützen sie begeistert und sie fragt sogar ihre erste große Liebe: Tristan, inzwischen erfolgreicher Regisseur, um Rat, damit wird es turbulent und zwar für alle Beteiligten. Petra Hülsmann legt mit ihrem neuesten Werk wieder einmal einen wunderbaren Wohlfühl-Roman vor. Der Ton des Buches ist herrlich entspannend und aufmunternd, die Message kommt ganz nebenbei auch noch rüber. Die Sprache der Autorin ist modern, mitreißend und die Dialoge sind einfach genial und machen das Buch aus. Die Figuren sind brillant angelegt, auch die Nebenrollen sind 1A besetzt und hervorragend durchdacht, bis ins kleinste Detail. Petra Hülsmann kann mich vom ersten Moment des Lesens faszinieren und mich die gesamte Dauer der Lektüre mitnehmen und festhalten. Ein Buch zum Fallen lassen und Genießen. Von Herzen gerne vergebe ich dem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter. Ein wunderschöner Roman in toller Atmosphäre mit Charakteren, die man einfach lieb haben muss. Die Lektüre bringt Unterhaltung und gute Laune ist vorprogrammiert!
Ein tolles Buch
von Anonym - 04.06.2018
Schon lange nicht mehr so ein tolles Buch gelesen!
Endlich erwachsen
von CoraM - 29.05.2018
Roman Wenns einfach wär`, würds jeder machen von Petra Hülsmann erschienen am 25.05.2018 im Bastei Lübbe Verlag, eBook 425 Seiten Annika weiß gerne alles besser und führt ein bequemes Lehrerdasein an einem Elite Gymnasium. Wegen Lehrermangels wird sie an eine Brennpunktschule zwangsversetzt. Dort stößt sie schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Doch ein zunächst eigennütziger Plan lässt sie reifen und über sich hinaus wachsen. Mit dem für sie typischen norddeutschen Humor und einem lockeren Schreibstil lenkt Petra Hülsmann den Leser durch die Geschichte. Zu Beginn wirkt Annika fast ein wenig steif und oberlehrerhaft. Im Laufe des Plots lernt sie viel dazu, erkennt endlich was wichtig ist und wofür es sich zu kämpfen lohnt. Ihre Mitbewohnerin Nele ist ihr eine treue Freundin. Zu den Nachbarn Kai und Sebastian haben die beiden ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Vor allem Sebastian weiß Annika zu nehmen, er bietet ihr entsprechend Paroli, ist aber auch zur rechten Zeit für sie da. Im Laufe der Zeit sieht Annika ihn mit ganz anderen Augen. Die Kids an der Brennpunktschule weisen besondere Charaktere und Begabungen auf und wachsen dem Leser sehr ans Herz. Natürlich gibt es auch ein kurzes Wiedersehen mit Taxifahrer Knut, der mit seinen Lebensweisheiten die Protagonistin stets auf den richtigen Weg führt. Fazit: Ein toller Roman mit viel Humor und Herz, aber auch jeder Menge sozialkritischem Hintergrund. Petra Hülsmann weiß einfach, wie man aktuelle Themen mit einem Augenzwinkern verpackt. Ihre Fans werden diesen Roman mit Sicherheit lieben. Ich hatte viel Spaß und habe mich, wie immer, gut unterhalten und in Hamburg zu Hause gefühlt. Mein ganz herzlicher Dank geht an den Bastei Lübbe Verlag und die Lesejury für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.
Sozialkritisches Thema in einer packenden Geschichte gut eingearbeitet
von Ameland - 27.05.2018
Annika Paulsen hat sich, nachdem sie ihren Traum eine bekannte Pianistin zu werden, aufgegeben hat, an einem elitären Gymnasium als Lehrerin bequem eingerichtet. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag erfährt sie, dass sie an eine sogenannte Brennpunktschule aushilfsweise einspringen muss. Von da an ist ihr ganzes Tun und Handeln nur von dem Willen beherrscht, unbedingt wieder an ihre alte Schule zurückzukommen. Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde genießen und konnte es zwischendurch kaum aus der Hand legen. In einem fesselnden und flüssigen Schreibstil nimmt uns die Autorin mit nach Hamburg in das Leben von Annika und ihren Freunden. Die Geschichte ist humorvoll, stimmt aber auch nachdenklich, wenn es um die Lebensweise und Perspektiven Jugendlicher in sozial schwachen Verhältnissen geht. Selten machen die Protagonisten innerhalb eines Buches so eine starke Entwicklung wie Annika. Wir lernen sie als oberflächliche Lehrerin an einem Elite-Gymnasium kennen. Sie ist egoistisch und setzt Freunde und Bekannte zu ihrem eigenen Nutzen ein. Nach und nach entwickelt sie sich aber zu einer engagierten Lehrerin, der die Schüler am Herzen liegen und diese Veränderung wirkt sich auch positiv auf ihr Privatleben aus. Auch die Charaktere der Nebendarsteller sind mit Tiefe gezeichnet und kamen meist sehr authentisch bei mir an. Da wir hin und wieder einen Kurzurlaub in Hamburg verbringen, haben mir besonders die angegebenen Schauplätze und Lokalitäten gefallen, von denen wir beim nächsten Besuch sicherlich die ein oder andere Kneipe und ganz bestimmt Lühmanns Teestube aufsuchen. Der Roman hat mir sowohl unterhaltsame als auch nachdenkliche Momente beschert und bekommt von mir wohlverdiente 5 Sterne.
Perfekte Mischung aus heiteren und ernsten Tönen
von Rebecca1493 - 26.05.2018
Ehrlich gesagt frage ich mich, warum der Verlag das Cover dieses Romans in einer anderen Art und Weise gestaltet hat, als die vorher erschienen Bücher der Autorin. Natürlich passt die Erdbeertorte zum Inhalt der Geschichte und für die Überschrift und den Autorennamen wurde der gleiche Schrifttyp wie bisher gewählt, aber die markanten zweifarbigen Streifen fehlen. Das Titelbild ist dadurch in meinen Augen leider weniger ansprechend als seine Vorgänger, schade! Mit großer Vorfreude habe ich das Erscheinen des neuen Petra-Hülsmann-Romans erwartet. Ihre bisherigen Bücher hatte ich bis auf eine Ausnahme alle als Hörbuch gehört und war von der Mischung aus erster Thematik und dabei nicht zu kurz kommender witziger Handlung begeistert. Auch ihr neues Werk versprach eine ganze Menge, denn die Leseprobe hatte innerhalb kürzester mein Interesse geweckt. Wie gewohnt wurde die Geschichte aus der Sicht der weiblichen Hauptperson erzählt und wie bisher war der Schauplatz des Romans Hamburg. Besonders gelungen fand ich die kleinen Hinweise auf die Protagonisten aus früheren Büchern wie Weidi oder Isa. Und natürlich durfte auch Knut, der eher unkonventionelle Taxifahrer, nicht fehlen und wieder einmal mit seinen Ratschlägen glänzen. Die urigen Kneipen und der Alsterstrand haben mir Hamburg schmackhaft gemacht, irgendwann werde ich die Stadt hoffentlich einmal selbst besuchen können. Die Idee, dass eine Lehrerin es mit Schülern zu tun hat, die leider eher unmotiviert, frech und teilweise gemein zu ihren Mitschülern sind, hat mich sehr stark an "Fack ju Göthe" oder "Sister Act 2" erinnert. Petra Hülsmann schafft es allerdings neue Akzente zu setzen und das Thema Mobbing, ebenso wie die Hoffnungslosigkeit und Chancenarmut der Kinder zu thematisieren, ohne dabei zu sehr Klischees zu bedienen. Natürlich kommen auch letztgenannte z.B. in Form von sehr fragwürdigen Namensschöpfungen der Eltern mancher Schüler - ich sage nur Heaven-Tanita oder Meikel- oder einer übertriebenen "Kunstsprache" der Kinder vor, aber da auch immer wieder ernsthaft über die Probleme der Jugendlichen gesprochen wird und sie in Form von Annika ernst genommen werden, sind sie zu verkraften. Vor allem die Tatsache, dass die junge Frau selbst in ihrer Kindheit Opfer von üblen Streichen und Ausgrenzung wurde, macht den Roman besonders. Aber auch die Leser eher romantischer Geschichten kommen auf ihre Kosten, denn Annika verstrickt sich bald in ihren Gefühlen und weiß nicht für welchen Mann sie sich entscheiden soll. Besonders sympathisch war mir die junge Frau vor allem wegen ihrer Angewohnheit zu backen, sobald sie über etwas nachgrübeln musste. Das Rezept am Ende des Buches werde ich sobald wie möglich ausprobieren! Auf ihre unnachahmliche Art und Weisekonnte sich Petra Hülsmann mit ihrem neuen Roman in mein Herz schleichen, weshalb ich das Buch mit großem Vergnügen gelesen habe. Der Schreibstil war genial und hat mich innerhalb kürzester Zeit daran erinnert, warum ich ein Fan der Autorin bin. Obwohl es ein doch eher langer Liebesroman ist, habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt Fazit: Durch eine perfekte Mischung aus heiteren und ernsten Tönen, konnte mich die Geschichte von Beginn an bestens unterhalten! Petra Hülsmann hat alles richtig gemacht.
von MsChili - 26.05.2018
Annika ist Lehrerin am Werther Gymnasium in Hamburg. Dort gefällt es ihr gut, doch genau an ihrem Geburtstag erhält sie die Hiobsbotschaft, dass sie nach dem Sommerferien zwangsversetzt wird. Und zwar an eine Problemschule! Das muss sie erst einmal verdauen und dann sind ihre neuen Schüler auch ganz anders und finden alles interessanter als Annikas Unterrichtstunden. Auch ihre ins Leben gerufene Musical AG läuft anders als geplant. Aber wenns einfach wär, würds jeder machen. Auf dieses Buch habe ich mich schon länger gefreut. Petra Hülsmann hat einen eigenen, mitreißenden und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, den man in all ihren Romanen wieder findet. Ebenso sind die Charaktere wieder sehr authentisch und allesamt liebenswert. An manchen Stellen treten ein paar Klischees auf, doch die Charaktere sind eben nicht perfekt, haben alle Ecken und Kanten und das macht sie aus. Bei den verschiedenen Persönlichkeiten findet man immer jemanden, der einem sehr ans Herz wächst. Sie haben Wiedererkennungswert und ich habe mehr als einmal mit ihnen gelacht und geweint. Annika taut im Laufe der Geschichte auf und macht eine große Entwicklung durch. Und natürlich darf auch Knut nicht fehlen, jeder seiner Gastauftritte lässt mich mit einem Schmunzeln zurück. Natürlich ist hier vieles vorhersehbar und auch das Ende war absehbar, doch dieser bunte Mix aus verschiedensten Persönlichkeiten, Handlungsorten und ernsten, wie auch lustigen Szenen macht den besonderen Charme dieses Buches aus. Ein toller Roman, der Ernst und Humor gekonnt verknüpft und seinen eigenen ganz besonderen Charme hat. Ich kann die Bücher der Autorin nur empfehlen!
Sommerroman mit Wohlfühlfaktor
von kelo24 - 26.05.2018
Im Mittelpunkt steht dieses Mal Annika, eine 27-jährige Lehrerin für Geographie und Musik an einem Vorzeigegymnasium, die an eine Brennpunktschule zwangsabgeordnet wird. Gegen ihren Willen ihre schulische Wohlfühlzone zu verlassen um sich künftig mit unerzogenen Schülern mit schlechten Ruf abgeben zu müssen passt nicht in ihr Lebensmodell und so schmiedet sie sofort Pläne, wie sie dies schnellstmöglichst ändern kann. Mithilfe der neu grgründeten Musical-AG muss der erste Preis in einem Schülerwettbewerb her, koste es, was es wolle. In diesem Roman gibt es natürlich auch eine wunderschöne Liebesgeschichte, aber für mich stand die ganze Zeit die Entwicklung von Annika im Vordergrund. Von der verwöhnten, arroganten Lehrerin, die sich auch im Berufsleben nicht mehr anzustrengen brauchte, da ihre Schüler sehr pflegeleicht waren, und nur auf ihren persönlichen Vorteil bedacht war, mausert sich Annika zu einer Lehrerin mit Herz und Interesse an den Sorgen und Nöten ihrer mitunter arg gebeutelten Schützlinge, lernt, sich auch mit unangenehmen Dingen auseinanderzusetzen und wächst an ihren Aufgaben. Hierbei werden auch ernstere Themen wie Mobbing oder häusliche Gewalt angesprochen. Dadurch gibt es immer wieder Momente, die zum Nachdenken anregen, ohne aber den Unterhaltungswert der Geschichte zu schmälern. Nicht nur Annika, auch alle anderen Charaktere sind wieder lebensnah und überwiegend sympathisch beschrieben und sind mitunter tiefgründiger, als sie zunächst erscheinen. Viele davon haben auch eine eigene Geschichte, die hier aber nur am Rande angerissen wird. Leider! Denn so liebevoll, wie sie beschrieben sind, hätten sie mehr Aufmerksamkeit verdient. Und wie auch schon in den anderen Büchern von Petra Hülsmann trifft man zwischen den Seiten "alte Bekannte" aus den vorherigen Romanen wieder. Durch den lockeren Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Ich habe beim Lesen oft gelacht, denn es gibt immer wieder aberwitzige Situationen und herrliche Einfälle (ich sage nur William), noch öfter geschmunzelt, hatte aber auch des Öfteren einen dicken Kloß im Hals und es sind auch ein paar Tränchen geflossen. Ja, die Handlung ist an vielen Stellen vorhersehbar und ja, es werden auch einige Klischees bedient, aber insgesamt ist die Geschichte rund es fügt sich alles zu einem harmonischen Ganzen. Mich hat sie bestens unterhalten und ich wünsche mir noch mehr davon. 4,5 Sterne
eine unterhaltsame und gelungene Geschichte, die in Hamburg spielt
von siraelia - 25.05.2018
"Wenns einfach wär, würds jeder machen" von Petra Hülsmann ist das erste Buch, welches ich von ihr lese und sie konnte mich mit ihrer gelungenen Geschichte überzeugen. Anni, eine junge Lehrerin an einem angesehenen und etablierten Gymnasium in Hamburgs Osten fehlt es an nichts, bis sich kurz vor den Ferien herausstellt, dass sie nach dem Sommer an einer Brennpunktschule unterrichtet wird. Sie hat darauf überhaupt keine Lust und hofft, dass sie schnell wieder an ihre alte Schule zurückversetzt wird. Aber nicht nur das beschäftigt sie. Sie trauert noch immer Tristan, ihrem alten Schwarm aus Schulzeiten nach. Und bei Sebastian ihrem kumpelhaften Nachbar weiß sie auch nicht so genau, woran sie ist Allerdings wachsen ihr ihre neuen Schüler sehr schnell ans Herz und sie ist mit Herzblut bei der Sache, denn sie initiiert eine Theater-AG, die ihr einfach mal die Augen öffnet und sie zum Überdenken ihres Standpunktes anregt. Petra Hülsmann hat mich mit ihrem kurzweiligen Schreibstil und der - für mich realitätsnahen und dabei etwas überspitzen - Darstellung der Situationen und der Reaktionen der Charaktere überzeugt. Die meisten Location gibt es tatsächlich in Hamburg und natürlich nutzt die Autorin ihre schriftstellerische Freiheit, um dem Plot noch spannender zu gestalten. So überzeichnet sie Eigenschaften einiger Charaktere etwas, was das Lesen allerdings noch amüsanter macht. Das Buch ist genau das Richtige für diese schöne Jahreszeit. Ein "Wohlfühl-Geschichte" die mich sehr gut unterhalten hat, für die ich 4 von 5 Sterne vergebe und mich auf weitere Geschichten der Autorin freue.
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