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Stumme Hechte

Kriminalroman. 'Grafit Taschenbuch'. 'Martin Nettelbeck'.
Taschenbuch
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Sie kennen sich seit der Ausbildung: Jedes Jahr machen die vier hochrangigen Polizeibeamten Lutz Büchler, Max Hartl, Steffen Reifenberg und René Walcha eine Woche Männerurlaub. Aber dieses Mal findet die gemeinsame Radtour ein jähes Ende, als nach ei … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Stumme Hechte
Autor/en: Rainer Wittkamp

ISBN: 3894254696
EAN: 9783894254698
Kriminalroman.
'Grafit Taschenbuch'. 'Martin Nettelbeck'.
Grafit Verlag

12. April 2016 - kartoniert - 220 Seiten

Beschreibung

Sie kennen sich seit der Ausbildung: Jedes Jahr machen die vier hochrangigen Polizeibeamten Lutz Büchler, Max Hartl, Steffen Reifenberg und René Walcha eine Woche Männerurlaub. Aber dieses Mal findet die gemeinsame Radtour ein jähes Ende, als nach einer durchzechten Nacht unweit der Campingstelle einer der vier ermordet aufgefunden wird.
Für die Kommissare Martin Nettelbeck und Wilbert Täubner spricht vieles für Selbstmord und sie rechnen mit einem schnellen Abschluss. Doch dann mauern die drei überlebenden Freunde plötzlich bei der Befragung. Nettelbeck nimmt Witterung auf, aber bei diesen Ermittlungen kommt es auf viel Fingerspitzengefühl an - schließlich sind die drei Verdächtigten einflussreiche Kollegen.
Gleichzeitig wird der Kommissar von einem alten Fall eingeholt, und als die kleine Tochter seiner Lebensgefährtin Philomena entführt wird, liegen Nettelbecks Nerven blank.

Portrait

Rainer Wittkamp wurde in Münster/Westfalen geboren. Er führte bei diversen Fernsehserien Regie und betätigte sich als Producer, Dramaturg, Headwriter und Stoffentwickler für namhafte Produktionsfirmen. Seit Mitte der Neunzigerjahre schreibt er auch Drehbücher. Als Kriminalschriftsteller debütierte Wittkamp 2013 mit dem ersten Fall für Martin Nettelbeck Schneckenkönig. Für seinen zweiten Roman Kalter Hund wurde der Autor mit dem Krimiblitz, dem Publikumspreis der krimi-couch.de für den besten Krimi eines Jahres geehrt. Zuletzt erschien Frettchenland.

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Nettelbecks persönlichster Fall
von leseratte1310 - 07.06.2016
Vier Polizeibeamte im gehobenen Dienst unternehmen immer wieder etwas gemeinsam. Doch bei der Radtour läuft dieses Mal etwas völlig falsch. Einer der vier wird nach einer durchzechten Nacht in der Nähe ihres Campingplatzes tot aufgefunden. Einiges deutet auf Selbstmord hin, daher freuen sich Martin Nettelbeck und sein Kollege Wilbert Täubner, dass der Fall so schnell abgeschlossen werden kann. Doch die drei Kollegen mauern und das scheint verdächtig. Aber Nettelbeck muss sich auch noch mit einer alten Geschichte herumschlagen, den die kleine Tochter seiner Lebensgefährtin Philomena wird entführt. Stumme Hechte ist der vierte Band einer Reihe um Kommissar Nettelbeck. Es ist nicht unbedingt erforderlich, die Vorgängerbände zu kennen. Da ich bereits zwei der Vorgängerbände gelesen habe, war ich natürlich sofort in der Geschichte drin. Viele der Protagonisten sind mir schon sehr vertraut. Alle Charaktere sind gut und authentisch beschrieben. Auch in diesem Band gibt es wieder einige originelle Personen, allen voran Campingplatzleiterin Rosa Engelbusch. Die Handlung ist spannend bis zum rasanten Ende und immer wieder wird man als Leser durch unverhoffte Wendungen in die Irre geschickt. Aber es gibt durchaus auch humorvolle Abschnitte. Nettelbeck ist dieses Mal persönlich betroffen, da Efua Marie entführt wird. Dass ihn das nervlich sehr mitnimmt, ist verständlich. Dieser spannende Krimi hat mich wieder sehr gut unterhalten.
Alte Kumpel
von Martin Schult - 27.05.2016
Stumme Hechte ist ein sehr temporeicher und spannender Kriminalroman aus Berlin. Martin Nettelbeck wird zum Campingplatz am Stadtrand berufen, da eine Leiche aufgefunden wurde. Bei dem Toten handelt es sich um einen hochrangigen Kriminalbeamten, der mit seinen langjährigen ebenfalls hoch dotierten Berufskollegen ein gemeinsames Wochenende verbracht hat. Alles spricht für einen Selbstmord und der Fall scheint schnell zu den Akten gelegt werden zu können. Bei den Recherchearbeiten stößt das Ermittlerteam aber auf mehrere Ungereimtheiten, die den Beamten keine Ruhe lassen. Steckt vielleicht doch noch viel mehr hinter dem Tod des Mannes? Handelt es sich doch um Mord? Stumme Hechte ist bereits der vierte Band aus einer Krimireihe um den Kommissar Martin Nettelbeck. Rainer Wittkamp hat mit dem Hauptprotagonisten einen sehr sympathischen und gewissenhaften Ermittler erschaffen, bei dem es Spaß macht, ihm bei seinen Ermittlungsarbeiten über die Schulter zu schauen. Die Spannung baut der Autor direkt zu Beginn der Geschichte auf und hällt sie während des gesamten Buches auf hohem Niveau, indem er vieles im Dunklen lässt. Das Buch lädt immer wieder dazu ein, eigene Überlegungen bezüglich des Todes des hohen Ermittlungsbeamten anzustellen. Die Recherchearbeiten werden dabei sehr gut beschrieben und lenken den Leser immer wieder in neue Richtungen. Rainer Wittkamp arbeitet in seinem Buch mit sehr kurzen Kapiteln, was dem Buch durch die damit verbundenen häufigen Perspektivwechsel ein enormes Tempo verleiht. Die Auflösung zum Ende ist vom Autor gut konzipiert und für den Leser absolut nachvollziehbar. Ich werde mich nun wohl auch mit den Vorgängerbänden auseinandersetzen und hoffe, dass noch einige Bände folgen werden. Für mich war Stumme Hechte beste Krimiunterhaltung, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit 5 von 5 Sternen bewerte.
Esox americanus americanus mit dem bösen Blick
von Elke Seifried - 09.05.2016
"Stumme Hechte" ist bereits der vierte Fall für den Berliner Ermittler Martin Nettelbeck. Für mich war es der erste und ich habe bisher mit Sicherheit etwas verpasst, denn ich hatte super gute Krimiunterhaltung. Vier hochrangige Polizeibeamte, die sich zweimal pro Jahr treffen, machen Radurlaub und nächtigen auf einem Campingplatz am Krossinsee. Nach einer durchzechten Nacht wird René Walcha, einer der vier Freunde, in den Morgenstunden durch einen Kopfschuss am Rande des Sees ermordet. Der Fall landet bei Martin Nettelbeck und Wilbert Täubner. Vieles deutet auf Selbstmord hin, ein Fremdverschulden kann von der Gerichtsmedizin nicht festgestellt werden. Da die drei verdächtigen Freunde einflussreiche Kollegen sind, wäre ein schneller Abschluss des Falls von vielen Seiten gewünscht. Steffen Reifenberg scheint ganz besonders daran gelegen zu sein. Nettelbeck hat deshalb Bedenken und so wird erst einmal weiter ermittelt, natürlich mit ganz viel Fingerspitzengefühl, schließlich handelt es sich um angesehene Beamte. Wird er den Fall lösen können, auch dann noch, wenn ein alter Fall ihn einholt und seine Familie bedroht? Für mich war es der erste Fall, aber ich hatte keinerlei Probleme damit neu in die Reihe einzusteigen. Ich war sofort mitten im Geschehen und hatte relativ schnell einen Überblick über die Verhältnisse der Beteiligten. Es beginnt mit dem Mord auf der ersten Seite sofort spannend. Ein Kopfschuss, eigentlich müsste man als Leser geschockt sein, ich konnte aber gar nicht anders, ich musste schmunzeln. Der Schreibstil des Autors liest sich so toll und die Art die Todesszene zu schildern, ist einfach nur klasse. Somit hat mich der Autor bereits auf der ersten Seite in seinem Bann gehabt und ich musste unbedingt sofort weiter lesen. Ich habe die 220 Seiten so richtig verschlungen. Ich empfehle daher selbst einen kurzen Blick auf den Anfang zu werfen, sie werden sehen,¿ Der Autor hat mich auch im weiteren Verlauf des Krimis nicht enttäuscht. Nettelbeck und Täubner erhalten durch Irina Eisenstein Unterstützung bei den Ermittlungen und als Leser bekommt man Schritt für Schritt neue Erkenntnisse präsentiert, die eine Grübeln und Rätseln lassen. Selbstmord oder Mord, ein Bauskandal oder doch Eifersucht, was ist das Motiv? Die Spannung bekommt durch den zweiten Handlungsstrang, der sich um eine ominöse Nadine, die wegen Beihilfe zu Mord einsaß und seit Kurzem wieder in Freiheit ist, zusätzlich Fahrt. An wem will sie sich rächen, wer ist in Gefahr? Die kurzen knackigen Kapitel mit den häufigen, gekonnten Perspektivwechseln tun ihr Übriges dazu, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Kleine Einblicke ins Privatleben lockern das Geschehen auf und sorgen für einige Schmunzler, wie z.B. die mit Sorge erwarteten Wadenwickel gegen Sommergrippe oder bereiten auch Sorgen, wenn es dann tatsächlich persönlich gegen einen Ermittler geht. Präsentiert wird die Story in einem lockeren Sprachstil, der einen oft grinsen oder schmunzeln lässt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere sind toll gezeichnet. Hauptermittler ist Nettelbeck und er war mir von Anfang an sympathisch. Er hat sein Team gut im Griff und es herrscht ein angenehmes Klima unter den Ermittlern. Gut hat mir sein Verhältnis zu seiner Freundin Philomena und ihren Kindern gefallen. Ich hätte anfangs nicht vermutet, dass es nicht seine eigenen sein könnten. Kriminalrätin Jutta Koschke ist, nachdem sie ihren Mann gepflegt und anschließend eine Auszeit genommen hat, wieder im Dienst. Ihre Vorliebe für Fischtrophäen hat mich zum Schmunzeln gebracht, besonders der Esox americanus americanus mit dem bösen Blick. Die Verdächtigen sind undurchsichtig, teilweise auch unsympathisch dargestellt, ganz so wie es in einem Krimi sein sollte. Meine liebste Nebenrolle hatte Rosa Engelbosch, die Campingplatzbesitzerin, die auf jeden Fall einmal nackt beerdigt werden will, inne. Alles in allem bekommt man hier wirklich tolle Unterhaltung, die einen spannend, rasant und dazu noch humorig unterhält. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören und deshalb sind 5 Sterne redlich verdient.
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