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Spitze des Eisbergs als Taschenbuch
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Spitze des Eisbergs

Notizen eines Zeitgenossen. 'rororo Taschenbücher'.
Taschenbuch
Kühne Stoffwahl und rigorose Fragestellung chrakterisieren Rolf Hochhuths Schaffen: pointierte Wortwechsel in Dialogform, präzise essayistische Formulierungen, hintergründige Anekdoten, auf den Punkt gebrachte aphoristische Sätze.... weiterlesen
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Spitze des Eisbergs als Taschenbuch
Produktdetails
Titel: Spitze des Eisbergs
Autor/en: Rolf Hochhuth

ISBN: 3499133342
EAN: 9783499133343
Notizen eines Zeitgenossen.
'rororo Taschenbücher'.
Herausgegeben von Dietrich Simon
Rowohlt Taschenbuch

Oktober 1994 - kartoniert - 352 Seiten

Beschreibung

Kühne Stoffwahl und rigorose Fragestellung chrakterisieren Rolf Hochhuths Schaffen: pointierte Wortwechsel in Dialogform, präzise essayistische Formulierungen, hintergründige Anekdoten, auf den Punkt gebrachte aphoristische Sätze.

Portrait

Rolf Hochhuth, geb. 1.4.1931 in Eschwege, arbeitete nach Abschluss einer Buchdruckerlehre in verschiedenen Buchhandlungen in Marburg, Kassel und München. Nebenher war er Gasthörer an den Universitäten in Heidelberg und München. 1955 war er Lektor im Bertelsmann-Lesering und arbeitete an der Herausgabe verschiedener Werksausgaben und Erzählanthologien mit. Seit 1963 lebt Hochhuth als freier Autor in Riehen bei Basel. Der Schwerpunkt seiner Themen liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Seine Werke sind mit dokumentarischem Beweis- und Belastungsmaterial angereichert, die Hochhuth in umfangreichen Recherchen zusammengetragen hat. Hochhuth wurde damit zu einem der Hauptvertreter des sogenannten Dokumentartheaters der 60er Jahre. Dabei entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten und umstrittensten Dramatiker in der deutschsprachigen Bühnenwelt. 1980 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und des Verbandes bayerischer Verleger sowie den Geschwister-Scholl-Preis für Literatur, 1990 den Jacob-Burckhardt-Preis der Basler Goethe Stiftung. 2001 folgte der Jacob-Grimm-Preis für seinen Einsatz um die deutsche Sprache.

Leseprobe

Titanic

Fangen wir an mit der Frage, warum ist allein «der Untergang der Titanic, ihr Scheitern am Eisberg, ein prophetisches Zeichen, wie es deren sonst nur im Mythos gibt»?

Wenn der achtundneunzigjährige Ernst Jünger recht hat - ich vermute -, der dies feststellte, so ist das doch ebenso unglaublich wie unerklärlich! Denn seit 1912 hat die Erde zwei Weltkriege, auch Europa bedeutende Revolutionen erlebt. Autofahren und Fliegen sind ebenso selbstverständlich geworden wie - erstmals seit Jahrtausenden - die Erlösung der Pferde und Ochsen von ihrer Fron als Zugtiere: eine Formulierung, die zeigen soll, daß wir nicht zu den Narren gehören, die pathetisch den Fortschritt der Technik bedauern, ohne zuzugeben, daß wie jedermann auch wir stündlich der Nutznießer neuer Erfindungen sind, zum Beispiel als Benutzer von Lichtschaltern, Eisschränken, schnellen Zügen, Zentralheizungen. Warum hat dennoch nichts von all dem mythische Kraft, nicht einmal das Spektakulärste in diesem Jahrhundert: Die Mondlandungen durch Amerikaner (im Bunde mit wenigen Deutschen wie Hermann Oberth und Wernher von Braun) und der Russen? Sondern allein das Scheitern der Titanic, als ihr Kiel durch den Eisberg aufgeschlitzt wurde - wenn auch nicht in ganzer Länge - wie durch den Büchsenöffner ein Dosendeckel?

Zwar haben sich nur dreiunddreißig Jahre später, 1945 auf der Ostsee, Schiffsuntergänge ereignet, die nach Zahl der Ertrunkenen die erschreckendsten der gesamten Weltgeschichte sind. Doch niemand weiß mehr von ihnen, während - erstaunlich! - jedem Erwachsenen in den technisierten Ländern noch heute, noch nach achtzig Jahren, die Titanic als der Alptraum der optimistenstrammen Friedensepoche vor 1914 vor Augen steht!

Pressestimmen

"Wieviel einfühlsame Menschenkenntnis, Phantasie und Mitleid, Kummer, tiefer Ekel und Zorn werden hier unter den Bann der Kunst gezwungen." (Golo Mann)

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