Anekdoten und Balladen als Taschenbuch
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Anekdoten und Balladen

'Reclam Universal-Bibliothek'. Vom Autor durchgesehene und verb. Auflage 2011.
Taschenbuch
Hochhuths großes Thema ist die Geschichte. In der Lyrik eignet sich die Ballade hierfür besonders. In der Prosa wählt der Autor auffällig oft die Anekdote, wo sich Geschichte in kleiner, fast beiläufiger Form kristallisiert. Vorliegende Auswahl versa … weiterlesen
Taschenbuch

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Anekdoten und Balladen als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Anekdoten und Balladen
Autor/en: Rolf Hochhuth, Gert Ueding

ISBN: 3150181127
EAN: 9783150181126
'Reclam Universal-Bibliothek'.
Vom Autor durchgesehene und verb. Auflage 2011.
Herausgegeben von Gert Ueding
Reclam Philipp Jun.

1. November 2011 - kartoniert - 118 Seiten

Beschreibung

Hochhuths großes Thema ist die Geschichte. In der Lyrik eignet sich die Ballade hierfür besonders. In der Prosa wählt der Autor auffällig oft die Anekdote, wo sich Geschichte in kleiner, fast beiläufiger Form kristallisiert. Vorliegende Auswahl versammelt die schönsten und treffendsten Beispiele in Kapiteln wie "Histörchen", "Künstler und ihre Gesellen", "Frauen und Eheleute" oder "Dies und das und Kunterbunt".

Inhaltsverzeichnis

I Vorweg

Oft hatte ich gedacht

Fahndungsbücher

II Histörchen

Johann Georg Elser

Gefallener

Als im alten Rom

Prophezeiung

Judith und Holofernes

Mozarts Tod

Kinder: Kaspar Hauser, Anne Frank

Witze und Lebensgefahr

"Hell"sehen

Schönheitsgalerie
Ein Strich zuviel

Reden tun die Leute ohnedies

Bäume

Churchill

20. 7. 44: Kopfprämie

Elfriede Scholz, geb. Remark

III Künstler und ihre Gesellen

Twens

Ovid in Tomi

Hoffnung

Ehe

Effi Briest wurde neunundneunzig

"Ich bin sehr für die Polygamie!"

Auch Kunst überlebt ihren Inhalt nicht

Ordnungstrieb

"Was soll der Unsinn?"

Karl Valentin

Polgar in Zürich

IV Vom Rande der bürgerlichen Gesellschaft

"Wege des Ruhms"

Punk

Der Dieb

Daß Weihnachten kommt

V Frauen und Eheleute

Großmama

Dem Vetter eines Freundes

Barbara Tuchman über Hannah Arendt

Mondrakete und Demokraten

Scheidungs-'Gründe'

"Ausspannen"

Nie intim werden

Kerzenlicht

Aids in Venedig

"Der Teufel stellt vor allem den Frauen nach"

VI Dies und Das und Kunterbunt

Juristen

Weihnachtsgans

Philosoph

Polizisten-Scheidungen

Wie wird der Prozeß ausgehen

Pavianherz im Menschenkind

Kreidekreis

Hodenbruch

Die Liebe und der Amtsschimmel

Die Brücke über den Bosporus

Erasmus, der "Syphilitiker"

Noch ganze zwei Metzgereien

Intercity Hamburg-Basel
Das Weib, der Feminismus, die Männlichkeit

"Besitzen Sie denn keinen Schirm?"

Gescheitert an Beichten

Aufgebahrt

Textnachweise

Nachwort:
Eine Geschichte ist eine Geschichte

Portrait

Rolf Hochhuth, * 1. 4. 1931 Eschwege (Hessen).
Der Sohn eines Fabrikanten arbeitete nach einer Buchhandelslehre und Universitätsstudien als Gasthörer in Heidelberg und München von 1955 bis 1963 als Verlagslektor in Gütersloh. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller in Riehen bei Basel. Berühmt wurde H. mit seinem ersten Schauspiel Der Stellvertreter, das mit der These von der Mitschuld des 'Stellvertreters' Papst Pius XII. an der Judenvernichtung im Dritten Reich und der rigorosen Kritik an der Haltung der Kirche ein Tabu brach und nach der Berliner Uraufführung 1963 unter der Regie von Erwin Piscator heftige Kontroversen auslöste. Anders als im zeitgenössischen Dokumentartheater, mit dem H. die (stets ausführlich mitgeteilte) dokumentarische Grundlage teilt, stellt H. die moralische Entscheidung des Einzelnen in den Mittelpunkt. In einer Art Wiederaufnahme der Schillerschen Vorstellung vom Theater als moralischer Anstalt besteht H. auf der Entscheidungsfreiheit und sittlich-religiösen Verantwortlichkeit des Individuums und seiner P icht, moralisch handelnd einzugreifen. Auch formal schließt sich H. an das klassische Theater an. Die dem Stellvertreter folgenden Stücke variieren an verschiedenen historischen oder gesellschaftlich brisanten Beispielen dieses Konzept vom Theater als Tribunal. Das Drama Juristen bewies noch einmal die öffentliche Wirkung H.s, indem es wesentlich zum Rücktritt des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger, Marinerichter im Dritten Reich, beitrug. Zurück in diese Vergangenheit führt auch die fünfaktige Groteske Nietzsches Spazierstock, in deren Mittelpunkt der Sohn eines KZ-Opfers steht, der eine Zwangsneurose vortäuscht - er grüßt ständig mit Heil Hitler! und verprügelt jeden, der nicht zurückgrüßt - und von den Ärzten Wahnsinn attestiert bekommt. Auch die bekannteste Erzählung H.s, Eine Liebe in Deutschland, thematisiert Vorgänge aus dieser Zeit - die Beziehung einer Deutschen zu einem polnischen Kriegsgefangenen - und dokumentiert zugleich mit umfangreichem Material die Unwilligkeit der Deutschen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.


In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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