Die Jüdin von Magdeburg

Historischer Roman. 2. Aufl. 2020.
Taschenbuch
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Magdeburg, 1275: Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe. Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge Jüdin Esther, doch der Knappe Wolfram rettet sie. Eine zarte Liebe entsteht, doch der Geldverleiher Amos will seine Tochter keinem Christ … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Jüdin von Magdeburg
Autor/en: Ruben Laurin

ISBN: 3404183134
EAN: 9783404183135
Historischer Roman.
2. Aufl. 2020.
Lübbe

27. November 2020 - kartoniert - 560 Seiten

Beschreibung

Magdeburg, 1275: Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe. Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge Jüdin Esther, doch der Knappe Wolfram rettet sie. Eine zarte Liebe entsteht, doch der Geldverleiher Amos will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben. Wolfram verlässt die Stadt und wird zu einem berühmten Ritter im Dienste des Markgrafen von Brandenburg. Zwei Jahre später kreuzen sich die Wege der Jüdin und des Christen erneut. Nun ist es Esther, die Wolfram retten kann ...


Portrait

Ruben Laurin ist das Pseudonym eines preisgekrönten Autors phantastischer und historischer Romane, darunter auch Die Kathedrale des Lichts, der sich mit dem Bau des Magdeburger Doms befasst. Insbesondere fasziniert ihn die Geschichte des Alltags und Leben des kleinen Mannes im Spiel der großen Mächte.


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Bewertungen unserer Kunden
Reise ins 13. Jahrhundert
von Caro.booklover - 13.04.2021
Der Roman entführt auf authentische Weise ins 13. Jahrhundert, wenn es auch historische Ungenauigkeiten gibt (z. B. das Vorhandensein von Kartoffeln oder Maisfladen - dies soll in Folgeauflagen korrigiert werden). Der Autor fängt die Atmosphäre ein und zeichnet die Stadt Magdeburg dieser Zeit auf eine Art und Weise, dass man mit im Judendorf steht, auf der Brücke am Margaretentag, im unfertigen Dom, im Wald bei der Jagd und in so vielen anderen Situationen. Ich habe mich in der Zeit angekommen gefühlt, die Charaktere sind nachvollziehbar gezeichnet. Die Sprache ist der Zeit angemessen und unterstreicht die bereits erwähnte authentische Atmosphäre. Es gibt kleinere Kritikpunkte, die es letztlich nicht zu einem 5-Sterne-Buch machen, auch wenn es nur knapp dazu fehlt. Einen Teil der Auflösung am Schluss fand ich persönlich nicht hundertprozentig plausibel, aber letztlich ist es auch nicht gänzlich ausgeschlossen, dass es so gewesen sein könnte. Fazit: Ein atmosphärischer und authentischer Roman, der gekonnt ins Magdeburg des 13. Jahrhunderts entführt und mit schöner Sprache die Bilder vorm inneren Auge entstehen lässt. Empfehlenswert!
Fesselnder, historischer Roman
von kleinschorschi - 07.02.2021
Am Tag der heiligen Margareta im Juli 1275 passiert in Magdeburg ein Unglück, bei dem viele Menschen sterben. Der Knappe Wolfram von Hildesheim rettet dabei der jungen Jüdin Esther das Leben und kann sie fortan nicht mehr vergessen. Eine zarte Liebe entsteht, doch Esthers Vater Amor will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben, denn sie ist ihrem Oheim Elias versprochen und ehelicht diesen. Esthers und Wolframs Wege trennen sich vorerst. Er verlässt die Stadt und wird zu einem berühmten Ritter im Dienste des Markgrafen Otto von Brandenburg und kämpft nun gegen Magdeburg. Zwei Jahre später wird Esthers Vater Amor gefangen genommen und sie und ihre Familie sind nun Gero von Greifenstein ausgesetzt. Um ihren Vater aus dem Kerker zu holen muss Esther für Gero als Sklavin arbeiten. Hier kreuzen sich nun die Wege von Esther und Wolfram erneut, nun ist es Esther, die Wolfram retten kann¿¿ Fazit / Meinung: Das Buch ist in zwei Bücher eingeteilt. Es Beginnt mit einem Prolog "Wie alles begann", danach folgt Buch eins, es spielt im Juni / Juli 1275. Es hat 30 Kapitel, die allesamt eine Überschrift haben, die aussagt, um was es im einzelnen Kapitel geht, darunter ist dann immer noch der Ort und das Datum angegeben. Buch zwei spielt von Oktober 1276 bis Januar 1278, es hat 18 Kapitel und ein Nachwort. Insgesamt hat das Buch 559 Seiten. Was mir sehr gut gefallen hat, ist am Anfang die Personenliste, die Zeittafel, einem Lageplan von Magdeburg sowie am Ende des Buches ein Glossar. So kann man immer mal nachlesen, um welche Person es sich gerade handelt, wer mit wem verwandt ist, etc. Ein tolles Buch, welches sehr gut recherchiert und niedergeschrieben ist. Es war interessant zu lesen, wie es sich zur damaligen Zeit zugetragen hat, wie die Religionen untereinander umgegangen sind, wer sozusagen über wen geherrscht hat. Für jemand, der sich für solche historischen Romane interessiert, dem kann ich das Buch mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen. Von mir gibt¿s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!
Die Licht- und Schattenseiten von Magdeburg im 13 Jhd.
von Reading.out.loud - 30.01.2021
Historische Romane- für mich das Genre, dass mir die Liebe zu Geschichten gebracht hat, die Liebe zum Lesen, das Faible für authentische, nahbare Charaktere und das einmalige Eintauchen in längst vergessene Zeiten ermöglicht, die mir kein Zeitzeuge mehr zu erzählen vermag. Mit historischen Romanen fing bei mir alles an, die bewusst verbrachten Stunden im Bett, um in Ruhe lesen zu können, die kurzen Nächte, weil ich wieder einmal kein Ende finden konnte und die unkommunikativen, verregneten Sonntage, die nur ein Roman zu retten vermochte. Historische Romane sind für mich aus der Historie gesehen ein schwieriges Genre. Das mag wie ein Widerspruch klingen, aber durch meine komplette, bereits sehr junge Fixierung auf eben diese Geschichten habe ich früh die großen Namen gelesen und nichts konnte dazu aufschließen, sodass ich irgendwann, schweren Herzens das Kapitel der sehr guten historischen Romane schließen musste. Bis ich auf Die Jüdin von Magdeburg von Ruben Laurin stieß. Vielleicht war es der Titel, vielleicht der Klappentext, vielleicht eine unbewusste Ahnung, aber dieser Roman hat definitiv meine Erwartungshaltung übertroffen. Die Geschichte findet ihren Lauf im Magdeburg des 13. Jhds- eine junge Jüdin mit Namen Esther, Tochter des namenhaften Geldverleihers Amos, verliert bei einem Unglück fast ihr Leben wäre nicht Wolfram, der mutige, christliche Knappe, der sie gerade noch den Fängen des Todes entreißen kann. Wider Willen und Vernunft verknüpft dieses Ereignis das Schicksal beider, bis ein Unglück Wolfram auf einen anderen Weg führt. Doch die Liebe kennt unbekannte und unbequeme Pfade, die die Zeit überdauern. Der Einstieg gestaltete sich zunächst etwas holprig durch die Eigenarten der vielschichtigen Protagonisten, danach ist der Stil jedoch leicht, unkompliziert und zugleich intensiv, die Geschichte dabei spannend, einnehmend. Details stechen hervor, emotionalisieren die Geschehnisse und zeichnen die Charaktere noch deutlicher, sodass ich von Anfang an keine Distanz zu ihnen empfand, was für mich stilistisch sehr wichtig ist. Esther ist eine mutige, junge Frau, die für ihre Rechte kämpft, sich der vorherrschenden Niedertracht gegenüber den Juden nicht beugen will, dabei die Konsequenzen dafür tragen muss. Ihre Entwicklung zu begleiten erinnert mich an heutige Aktivistinnen und das unterstreicht wieder einmal, dass wir feministische Themen nicht erst vorantreiben, seit wir dem ganzen einen Namen geben. Wolfram ist ein Knappe wie aus dem Bilderbuch und mit ihm an meiner Seite habe ich immer den Lichtstrahl am Horizont gesehen, egal in welche Dunkelheit die Geschehnisse mich auch führen würden. Der Roman bietet aber so viele spannende Charaktere, die den Tiefgang der Geschehnisse formen, dass jeder Handlungszweig für mich die Geschichte abgerundet hat. Mein Anspruch an historische Romane umfasst das komplette Versinken im Moment und das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein als dritter im Bunde, der neben den Protagonisten agiert und empathisch selbst auf dem Rad der Fortuna Höhen und Tiefen erlebt. Eine klare Empfehlung für Liebhaber des Genres, Freunde der spannenden Erzählkunst und denen, die einfach nur auf der Suche nach einem guten, unterhaltsamen Buch sind, das fesselt und nicht wieder loslässt.
Magdeburg im 13. Jahrhundert
von Internetmaus - 30.01.2021
Ruben Laurin hat einen sehr opulenten historischen Roman geschrieben. Die vielen handelnden Personen sind teils fiktiv, teils historisch. Das Cover zeigt uns eine junge Frau, ich denke Esther, die Jüdin. Sie schaut über den Fluss zur Stadt, wo sich der Dom noch im Bau befindet. Die Handlung, die wieder in Magdeburg spielt, ist mit allem gespickt, was zu dieser Zeit möglich war. Schlachten, Ritter, Knappen, Intrigen. Die schon immer im Abseits stehenden Juden und auch Beginen, wie Mechthild von Magdeburg, die in der Neustadt leben. Der Brückeneinsturz während einer Prozession ist historisch in der Magdeburger Chronik belegt. Es kamen rund 300 Menschen zu Tode. Viele Wege und Plätze sind mir bekannt. Noch heute gibt es, trotz zweimaliger Zerstörung der Stadt, Bauten, Straßen und Plätze aus dieser Zeit. Die historischen Ereignisse und Machtkämpfe sind sehr gut recherchiert und dargestellt. Gier und Gewalt prägen diese Zeit. Rittertum und Schlachten. Auch der schon lange währende Konflikt zwischen Juden und Christen ist sehr gut dargestellt. Die beschriebenen Grausamkeiten waren mir zu viel und ich mußte mich oft zwingen weiter zu lesen. Allerdings wird im Buch über Maisfladen, die auf dem Alten Markt mit Fisch belegt werden geschrieben. Nur war Amerika noch nicht entdeckt. Einen Monat früher gab es bereits Frühkartoffeln von einer Bäuerin in Magdeburg zu kaufen. Die Akribie, mit der die historischen Personen und geschichtlichen Ereignisse beschrieben sind, fehlt hier leider. Spitzen gab es im 13. Jahrhundert auch noch nicht und Elche nicht mehr in diesen Gegenden. Es waren noch einige andere Dinge, die mir das Lesevergnügen schmälerten, da sie nicht in die Zeit passten. Ich kann auch absolut nicht nachvollziehen, dass eine Mutter ihr Kind nicht erkennt, auch wenn es entstellt ist. Das ist mir als Mutter nicht realistisch. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut lesbar und sehr bildlich. Hilfreich sind ein alter Stadtplan, ein Personenregister und eine historische Zeittafel, die dem Buch voran gestellt sind. Der Roman ist in 2 Bücher unterteilt. Das Zweite beginnt mit etlichen Wiederholungen aus dem ersten Buch. Mir sind es eigentlich zu viele Protagonisten und auch Handlungsstränge, die am Ende sehr schnell zusammengeführt wurden.
von Mine_B - 23.01.2021
Der Autor Ruben Laurin hat mit dem Buch "Die Jüdin von Magdeburg" einen weiteren historischen Roman geschrieben, in denen die Juden eine wichtige Rolle einnehmen. Bisher ist dies ein eigenständiges Werk, sodass man es ohne weitere Vorkenntnisse lesen und genießen kann. Der Name Ruben Laurin ist das Pseudonym von dem Autor Thomas Ziebula, von welchem ich schon mehrere Bücher gelesen habe. Er schreibt im Bereich der historischen Romane, aber auch Fantasy oder auch Krimis. Aus seiner Feder habe ich schon mehrere Bücher gelesen und bisher hat Laurin es immer geschafft, mich von seinem Schreib- und Erzähltalent zu überzeugen. Und auch bei diesem historischen Roman ist es ihm ein weiteres Mal gelungen. Zunächst möchte ich die umfangreiche und liebevolle Gestaltung von diesem historischen Buch positiv erwähnen. Man merkt dem Buch an, wie viel Herzblut in diesem steckt. Eine wunderbare Karte vom historischen Magdeburg wurde beigefügt. Aber auch anderes Zusatzmaterial ist im Buch enthalten, welches mein Leserherz höher schlagen ließ. Besonders die Zeittafel aber auch das Personenregister habe ich gerne zur Hand genommen. Auch das Nachwort des Autors ist hilfreich, wird hier nochmal auf den Unterschied von Fakten und Fiktion eingegangen. Der Schreibstil konnte mich auch dieses Mal wieder überzeugen und in seinen Bann ziehen. Dieser ist angenehm und hat sich flüssig lesen lassen, man merkt jeder Seite an, dass der Autor mit Sprache umgehen und auch spielen kann. Sein bildgewaltiger Stil schafft es, dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Dabei wird man in eine längst vergangene Zeit versetzt und bekommt dabei einen guten Eindruck über die damaligen Verhältnisse. Ein Bild wird gemalt, wie es damals vielleicht gewesen sein könnte. Sein bildhafter Schreibstil verschafft es, das man in das 13. Jahrhundert zurück katapultiert wird und alles hautnah miterleben kann. Ruben Laurin hat für dieses Buch eine umfangreiche Recherchearbeit geleistet, was man dem historischen Roman auf jeder Seite anmerkt. Ich persönlich habe viel über das Leben in Magdeburg im 13. Jahrhundert gelernt. Mir persönlich haben die Darstellungen des Lebens der einfachen Bevölkerung gut gefallen. Man erfährt viel über die Lebensumstände, womit das einfache Volk aber auch der kirchliche Mensch zu kämpfen hatte. Ganz besonders hat mir aber die Darstellung der Juden in Magdeburg zugesagt. Schon damals wurden sie abgegrenzt und ausgenutzt. Sie waren als Geldverleiher gut, wurden dann aber zur Rechenschaft gezogen, wenn mit diesem Geld etwas Unschönes finanziert wurde - obwohl sie dafür ja auch nichts konnten. Sie hatten wirklich kein einfaches Leben, mussten immer bangen, dass die christliche Kirche gegen sie vorgehen wird. Waren quasi auf ihr Wohlwollen angewiesen. Im Nachwort merkt der Autor an, dass er schon immer einen Ritterroman schreiben wollte und ihn mit diesem historischen Roman konnte er sich endlich diesen Traum erfüllen. Was wäre ein Ritterroman ohne Minnelieder oder gedichtete Verse, heimlich vorgetragene Lieder unter dem Fenster? Aber auch blutige Schlachten und Auseinandersetzungen dürfen hier nicht fehlen. Diese werden jedoch nicht zu detailliert beschrieben, ein gutes Mittelmaß wurde hier gefunden. Gut gefallen hat mir an diesem Buch auch die Charakterdarstellung. Sie ist detailliert und man merkt den Charakteren die Entwicklung an. Zum Beispiel an dem männlichen Protagonisten Wolfram. Zu Beginn des Buches ist er ein Knappe, der für seinen Ritter Minnelieder dichtet, damit dieser sie seiner Angebeteten vortragen kann. Doch ist Wolfram auch heimlich in diese Edelfrau verliebt und schwärmt für sie. Im Verlauf der Geschichte entwickelt er sich in einen Ritter mit Prinzipien. Er denkt über seine Taten nach und geht bedacht gegen seine Feinde vor und setzt sich auch für seine Freunde ein. Aber auch starke Frauenfiguren sind relevant für diesen Roman. Zum Beispiel die Begine Mechthild, die sich in Magdeburg behaupten muss und nicht nur Freunde in der Stadt hat. Ihre Predigten und Ansichten sind leider nicht überall beliebt und so macht sie sich einflussreiche Feinde. Aber auch die Jüdin Esther hat kein einfaches Leben und muss einige Hürden meistern und ihren Weg gehen. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, sodass man einen vielseitigen Einblick in die Handlung bekommt. Auch lernt man die Charaktere besser kennen und bekommt dabei eine tiefere Verbindung zu ihnen. Alles in allem konnte mich der Autor Ruben Laurin mit seinem historischen Roman "Die Jüdin von Magdeburg" wieder begeistern. Mit seinem bildhaften Schreibstil und seiner gelungenen Charakterdarstellung konnte er mich in das 13. Jahrhundert befördern. Ich habe mehr über das Leben - vor allem der Juden - in dieser schwierigen Zeit gelernt. Dafür möchte ich 4,5 Sterne vergeben. Auch gibt es von mir eine Leseempfehlung für Leser von historischen Romanen.
Unvergessliches Leseerlebnis
von Smaragdeidechse - 20.01.2021
Ruben Laurin Die Jüdin von Magdeburg Historischer Roman Worum es geht, Klappentext: Magdeburg, 1275: Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe. Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge Jüdin Esther, doch der Knappe Wolfram rettet sie. Eine zarte Liebe entsteht, doch der Geldverleiher Amos will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben. Wolfram verlässt die Stadt und wird zu einem berühmten Ritter im Dienste des Markgrafen von Brandenburg. Zwei Jahre später kreuzen sich die Wege der Jüdin und des Christen erneut. Nun ist es Esther, die Wolfram retten kann ... Meine Meinung: Nach Die Kathedrale des Lichts und Das weiße Gold der Hanse , wieder eine wundervolle Geschichte aus der Feder des Autors, Ruben Laurin. Er versteht es hervorragend seine Leser an der Hand zu nehmen, zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen. Einmal angefangen kann man sich seiner Wortmagie nicht wieder entziehen. Eindrucksvoll zeichnet der Autor ein farbenfrohes Bild der damaligen Zeit, die durch Machtgier, Intrigen, Krieg und Katastrophen aber auch durch Glaube, Hoffnung und Liebe geprägt ist. Er macht es einem leicht, einzutauchen in das 13.Jahrhundert und mit seinen Figuren mitzuleben, zu lieben und zu leiden. Bestens recherchiert, meisterlich inszeniert und wortgewaltig geschrieben ist das Buch mein persönliches Highlight im Dezember 2020 und Januar 2021. Besonders gut gefiel mir auch die detaillierte und liebevoll gestaltete Karte am Anfang des Romans. Auch ein Personenverzeichnis, eine Zeittafel sowie ein Glossar am Ende des Buches fehlen nicht, was es dem Leser noch zusätzlich erleichtert durch die Geschichte zu navigieren. Alles in Allem ein unvergessliches Leseerlebnis, welches mich sogar den Lockdown, mit all seinen Beschränkungen und Risiken, für ein paar wundervolle Stunden ausblenden und vergessen lassen konnte. 5 funkelnde Sterne von mir!!!
Was für ein toller historischer Roman!
von Jeanette Lube - 17.01.2021
Dieses Buch erschien 2020 in der Bastei Lübbe AG und beinhaltet 548 Seiten. "Ein Ritter auf der Jagd nach Glück und Ruhm, eine unbeugsame Frau, die ihren Weg geht, und eine aussichtslose Liebe" In Magdeburg gerät 1275 eine festliche Prozession zur Katastrophe, bei der viele Menschen sterben. Beinahe wäre auch die junge Jüdin Esther darunter gewesen, wäre nicht der Knappe Wolfram gewesen, der sie retten kann. Es entsteht eine zarte Liebe, doch Amos, der Geldverleiher, will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben. Wolfram verlässt Magdeburg und wird zu einem berühmten Ritter, der im Dienste des Markgrafen von Brandenburg steht. Die Wege der Jüdin und des Christen kreuzen sich zwei Jahre später erneut. Dieses Mal ist es Esther, die Wolfram retten kann¿ Der Schreibstil des Autoren Ruben Laurin gefällt mir sehr gut. Eigentlich lese ich historische Romane nicht so gern. Da diese Geschichte aber in Magdeburg spielt und ich selbst in Magdeburg wohne, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Und ich bin begeistert! Hier handelt es sich um eine wirklich schöne Geschichte und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich die damalige Zeit direkt miterleben konnte. Der Autor hat für diese Geschichte sehr viel recherchieren müssen und ich finde, es ist ihm sehr gut gelungen, mit dem geschichtlichen Wissen eine wirklich spannende Geschichte aufzuschreiben, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte das Buch kaum mehr aus den Händen legen. Bisher wusste ich kaum etwas über die Zeit um 1275 in Magdeburg. Die Skizze am Anfang des Buches sowie die Personenliste und die Zeittafel ermöglichten es mir, dass ich mir alles direkt vorstellen konnte. Meine Lieblingsprotagonisten sind dabei Esther, Mechthild und auf jeden Fall Genoveva. Als die Katastrophe sich bei der Prozession anbahnte, hatte ich richtig Herzrasen. Was für ein Unglück! Ihr wollt wissen, was hier passiert ist? Dann lest es selbst! Die Zeit war ganz anders als unsere heutige Zeit, teilweise war die Sprache sehr derb und auch die Kämpfe der Menschen haben mich ziemlich erschüttert. Am Ende war ich dann auch ein wenig sprachlos. Der Autor hat es super geschafft, die Atmosphäre der damaligen Zeit spüren zu lassen und ich hatte einfach nur spannende, aufregende und fesselnde Lesestunden, die mich fasziniert haben. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen. Der Autor hat mich überzeugt!
von mabuerele - 14.01.2021
"...Aber das Schöne trägt kein Schwert und verschafft sich mit keiner Peitsche Gehör. Siehe hin und lerne, Genoveva..." Diese Worte spricht Mechthild von Magdeburg zu ihrem Mündel. Wir schreiben das Jahr 1261. Beide wollten eigentlich zum Laubhüttenfest ins Judendorf. Doch Gesang und Freude weichen Trauer und Tod, als der Priestermönch Gallus mit einer handvoll Bewaffneter im Dorf erscheint. An seiner Seite ist Gero von Greifenstein. Mechthilds mahnende Worte prallen an ihm ab. Vierzehn Jahre später kann Gero seine Blicke nicht von der schönen Jüdin Esther lassen. Die aber hat nicht vergessen, was in der Vergangenheit geschehen ist. Sie wird so beschrieben: "...Sie war von zierlicher Gestalt und ging mit weiten Schritten, geradem Rücken und hoch erhobenen Kopf. Manche hielten die Siebzehnjährige für stolz, andere für altklug und eigensinnig..." Auch Mechthild hat es nicht einfach. Noch aber hält Erzbischof Konrad seine Hände schützend über sie. Doch dessen Lebensuhr tickt dem Ende entgegen. Otto von Brandenburg sähe gern seinen Bruder Erich auf dem Stuhl des Erzbischofs. Er ist aber nicht der einzige Kandidat. Der Autor hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Die Personen werden gut charakterisiert. Mechthild, die mit ihrer Meinung nicht hinter den Berg hält, trifft immer wieder auf ihren Gegenspieler Gallus. Der Priestermönch ist machtbesessen und von sich überzeugt. Machtbesessen ist ebenfalls Otto von Brandenburg. Wenn es nicht nach seinem Kopf geht, greift er zur Waffe. Ihn als Feind zu haben, ist lebensgefährlich. Das begreift auch der Knappe Wolfram, der von Otto protegiert wird, nachdem er diesen mehrmals von seinen Qualitäten überzeugt hat. Der junge Mann glaubt noch an die edlen Eigenschaften eines Ritters. Erwähnenswert ist, dass auch viele der Nebenfiguren gut beschrieben werden. Sie sind nicht nur Namen in der Geschichte, sondern Menschen aus Fleisch und Blut mit ihren Vorlieben, Hoffnungen ud Ängsten. Die Handlung erstreckt sich zwar nur über wenige Jahre, trotzdem wird ein anschauliches Bild der damaligen Zeit gezeichnet. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er macht die Geschichte lebendig und abwechslungsreich und gibt auch Kleinigkeiten Raum, so dem Marktgeschehen, dem Minnesang oder einer Jagd. Vielfältige Informationen gibt es zum Dombau in Magdeburg. Klatsch und Tratsch ist so alt wie die Geschichte. Besonders blühte er in den Badestuben. Gut herausgearbeitet wird die Diskrepanz, in der sich die Juden in der Stadt befinden. Einerseits wäre der Aufschwung der Stadt ohne deren Geld nicht möglich gewesen, andererseits müssen sie im Falle eines Falles als Sündenböcke herhalten. Geschickt versteht es der Autor, das Interesse von Esther an den christlichen Bräuchen der Stadt gleich dafür zu nutzen, um mich als Leser mit nützlichen Informationen zu versorgen. Ebenfalls ausführlich beschrieben wird Wolframs Schwertleite. "...Irgendwann [..] brachten Ottos Ritter und zwei Pagen ihm Wäsche, seine frisch geputzten Stiefel, neue Kleider und ein Handtuch. Er trocknete sich ab und ließ sich danach von den Pagen in schwarze Strümpfe helfen. Deren Farbe sollte einen zukünftigen Ritter daran erinnern, dass er sterblich war..." Eingebettet in die Geschichte sind nicht nur ziemlich komplexe und vielschichtige Beziehungen zwischen den Protagonisten, sondern auch ein gut gehütetes Geheimnis, das erst am Ende Licht in so manches Dunkel bringt. Eine Personenliste, eine Zeittafel, eine historische Karte von Magdeburg, ein Glossar und ein inhaltsreiches Nachwort schließen die Geschichte ab. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeugt an vielen Stellen von der umfangreichen Recherche des Autors, verfügt über einen hohen Spannungsbogen und ist für manche Überraschung gut.
Der schwarze Ritter
von Ele - 13.01.2021
Die Jüdin von Magdeburg, Historienroman von Ruben Laurin, 552 Seiten, erschienen im Lübbe-Verlag Ein Ritter auf der Jagd nach Erfolg und Ruhm, eine unbeugsame Frau die ihren Weg geht, und eine aussichtslose Liebe. Magdeburg 1275, die junge Jüdin Ester wird bei einer Katastrophe beinahe getötet, doch der Knappe Wolfram rettet ihr Leben. Die beiden verlieben sich ineinander doch die verschiedenen Konfessionen der beiden machen eine Heirat unmöglich. Deshalb verlässt Wolfram die Stadt und wird ein berühmt-berüchtigter Ritter. Jedoch kreuzen sich die Wege der beiden noch einmal und wieder steht zuviel Trennendes zwischen den beiden. Gibt es eine gemeinsame Zukunft für sie? Zuerst einmal kann ich dem Autor nur einen bildhaften und flüssigen Schreibstil bestätigen, schon der Prolog war so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, Lesefluss hat sich sofort eingestellt. Das Buch ist in zwei Bücher und insgesamt 18 Kapitel aufgeteilt, jedes Kapitel trägt eine zum Inhalt passende Überschrift. Der Lesende kann zu jeder Zeit erkennen wo und in welcher Zeit die Handlung spielt, denn am Kapitelanfang sind kursiv Ort und Datum vermerkt. Eine angenehme Buchstabengröße macht die Lektüre zum Vergnügen. Lebhafte, zum Teil äußerst deftige Dialoge und Schimpftiraden und eine in die Zeit passende Sprache sorgen für einen lebendigen Lesegenuss. Besonders hilfreich am Buchanfang die Personenliste historische Persönlichkeiten sind mit einem * gekennzeichnet, eine Zeittafel die bis zu Karl dem Großen zurückreicht und wichtige historische Begebenheiten markiert und nicht zuletzt die Karte auf der Magdeburg Anno 1250 n. Chr. darstellt ist, jederzeit konnte ich mich hiermit mit den Personen in der Stadt Magdeburg zurechtfinden. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar immer wieder habe ich dort besondere Begriffe nachgeschlagen. Die Lektüre dieses historischen Romans habe ich sehr genossen, der Schreibstil Laurins kommt mir sehr entgegen, ich kann dem Autor nur eine äußerst gewissenhafte Recherche bestätigen, die Handlung und auch die handelnden Figuren sind glaubhaft und authentisch. Die Figuren wirken echt, genau so könnte es gewesen sein. Die Spannung, z.B. während der Kämpfe ließen mich immer wieder die Luft anhalten, die waren so echt erzählt, dass direkt Bilder vor meinem Auge abgelaufen sind. Viele liebenswerte Figuren kann ich nun, nur schwer gehen lassen, z.B den Dostl und seine Genoveva. Ungeahnte Wendungen haben die Erzählung belebt. Nur eine Kleinigkeit hat mir nicht gefallen, das Ende war mir ein wenig zu turbulent, auf den letzten Seiten noch zwei Plottwist, wer hätte es gedacht? Von mir trotzdem und verdient 5 Sterne.
von dorli - 13.01.2021
In seinem historischen Roman Die Jüdin von Magdeburg nimmt Ruben Laurin den Leser ein weiteres Mal mit in das 13. Jahrhundert nach Magdeburg. Seit Die Kathedrale des Lichts sind einige Jahre vergangen, in denen der Domneubau allerdings nicht wirklich vorangekommen ist. Die mittlerweile ergraute Mystikerin Mechthild lebt nach wie vor in der Stadt und wird von vielen für ihre Güte und Barmherzigkeit geliebt, von einigen jedoch für ihre Ansichten gehasst und als geisteskrank beschimpft. Die Handlung beginnt mit einem spannenden Prolog. Der Leser wird Zeuge eines grausamen Überfalls - während des Laubhüttenfestes im September 1261 lässt Erzbischof Ruprecht das Judendorf angreifen und ausplündern. Das Attentat trifft die Familie des Geldverleihers Amos besonders hart. In diesem kurzen Abschnitt lernt man nicht nur zahlreiche Akteure kennen, die im Verlauf der Handlung eine wichtige Rolle spielen, man kann auch schon erahnen, wie konfliktreich es damals in der Elbstadt zuging. Zeitsprung in das Jahr 1275. Wolfram von Hildesheim dient dem Ritter Adalbert von Stendal als Knappe. Wolframs Ziel ist es, einmal ein gütiger und edler Ritter zu werden - dafür bringt der junge Knappe alle nötigen Voraussetzungen mit, wie der streitlustige Markgraf Otto IV. von Brandenburg feststellt und Wolfram deshalb gerne in seinem Gefolge hätte. Doch Wolfram zögert. Wolfram befindet sich gerade in Magdeburg, als ein schreckliches Unglück über die Stadt hereinbricht. Während einer festlichen Prozession zu Ehren der heiligen Margareta stürzt eine Brücke ein und reißt hunderte Menschen in die Fluten der Elbe. Wolfram kann Amos Tochter Esther vor dem Ertrinken retten und verliebt sich in die junge Jüdin. Als Amos sich weigert, seine Tochter einem Christen zur Frau zu geben und Wolfram zudem nach einem heftigen Streit mit Adalbert dringend die Stadt verlassen muss, nimmt er das Angebot des brandenburgischen Markgrafen an. Ruben Laurin hat einen fesselnden Schreibstil und versteht es ausgezeichnet, den Leser in den Bann seiner Geschichte zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten ist man mittendrin im dramatischen Geschehen, wird von den Höhen und Tiefen, die Esther, Wolfram, Mechthild oder auch deren Pflegetochter Genoveva durchmachen, mitgerissen und fiebert durchweg mit allen mit. Ruben Laurin hat das Schicksal seiner Protagonisten eng mit den tatsächlichen Geschehnissen des 13. Jahrhunderts in und um Magdeburg verflochten. Reale Ereignisse wie der Überfall auf das Judendorf, der Brückeneinsturz oder auch das Gerangel um die Wahl des Erzbischofs und die damit einhergehenden Kampfhandlungen bereichern die spannende fiktive Handlung und lassen eine mittelalterliche Welt aus hinterhältigen Machenschaften, Machtgier, Rittertum und Minnesang vor den Augen des Lesers entstehen. Die Jüdin von Magdeburg hat mir sehr gut gefallen - die gut ausbalancierte Mischung aus historischen Fakten, Spannung und Romantik wird anschaulich und lebendig erzählt und hat mir ein paar kurzweilige Lesestunden beschert.
Magdeburg wird vor dem geistigen Auge lebendig
von Galladan - 13.01.2021
Die Jüdin von Magdeburg: Historischer Roman von Ruben Laurin, erschienen im Lübbe Verlag am 27. November 2020. Wir begegnen den Juden in Magdeburg im Jahr 1261 als Gallus von Trier mit Gero von Greifenstein und einigen anderen die Judengemeinde außerhalb von Magdeburg überfallen hat um eine einige Juden fest zu setzen und sie erst gegen ein Lösegeld frei zu lassen. Einige Jahre später Esther ist zu einer wunderschönen jungen Frau herangewachsen, die die Blicke der Männer auf sich zieht, kommt jener Gero von Greifenstein und verlangt von ihrem Vater, dem Geldverleiher Amos ihm die Hand seiner Tochter zu geben. Diese ist aber schon seit Jahren jemandem anderen versprochen und soll im nächsten Jahr verheiratet werden. Um es noch komplizierter zu machen, trifft sie auf Wolfram von Hildesheim der ihr das Leben rettet und sich natürlich auch verliebt. Ich habe mich sehr gefreut nach "die Kathedrale des Lichts", nochmals auf Mechthild von Magdeburg zu treffen die man in diesem historisch fast immer sehr gut recherchierten Roman besser kennenlernt. Hätte in der Personenliste am Anfang des Buches nicht ein Sternchen für verbürgte Personen gestanden, ich hätte geglaubt, dass sich das alles so zugetragen hat. Man meint wieder auf der Baustelle der Kathedrale zu sein und die Menschen dieser Zeit werden so lebendig, dass man sich in der Zeit zurückversetzt fühlt. Mit jeder gelesenen Seite bin ich mehr ins 13. Jahrhundert hinübergerutscht und konnte mich an so vielem erfreuen. Einziger Wehrmutstropfen für mich waren die Seiten mit dem Minnegesang. Sowas muss man mögen. Es hält sich aber in sehr erträglichen Grenzen. Die Protagonisten werden dem Leser sehr schön und ausführlich beschrieben, die Geschichte ist spannend, die Figuren lebendig. Klare Leseempfehlung.
Ein großartiger Mittelalterroman!
von Aischa - 13.01.2021
Lust auf einen richtig guten Mittelalterroman? Dann lasst euch bitte nicht von den stolzen 560 Seiten abschrecken, keine einzige davon ist langweilig, im Gegenteil: Ruben Laurin hat bei seiner Geschichte in und um Magdeburg Ende des 13. Jahrhunderts aus dem Vollen geschöpft, es kommt alles vor, was das Herz eines Mittelalterfans höher schlagen lässt: adelige Damen, die von Minnesängern umworben werden, blutige Machtkämpfe und intrigante Ränkelspiele, damalige Handwerkskunst und klerikale Strukturen. Sogar ein schwarzer Ritter darf nicht fehlen. Die bildgewaltige Sprache des Autors, zahlreiche unerwartete und dennoch plausible Twists und die intelligente Verwebung der vielen Handlungsstränge machen diesen Roman zu einem außerordentlichen Lesegenuss. Die Bösen sind vielleicht ein wenig zu einseitig dargestellt, aber davon abgesehen zeichnet Laurin seine Charaktere erfreulich facettenreich und lässt sie sich entwickeln. Die Ausstattung ist - für ein Paperback eher ungewöhnlich - überaus aufwendig: ein Personenregister hilft vor allem in den ersten Kapiteln, sich inmitten der doch zahlreichen Figuren zurecht zu finden, und auch die Zeittafel, den eigens angefertigten historischen Stadtplan Magdeburgs und das Glossar mit Fachbegriffen habe ich bei der Lektüre gerne genutzt. Kleiner Wermutstropfen: In Sachen Lebensmittel sind dem Autor leider gleich zwei Fehler unterlaufen, weder Kartoffeln noch Mais hat es zur damaligen Zeit in Europa gegeben, die Entdeckung Amerikas und seiner Vegetation ließ noch ein paar Jahrhunderte auf sich warten. Aber dies fällt nicht wirklich ins Gewicht; ich habe diesen Roman geradezu verschlungen. Wer eine spannende Geschichte voller Leidenschaft und historischer Details vor mittelalterlicher Kulisse sucht, wird hier sicher nicht enttäuscht!
Ritter, Stolz und Glaube, mittelalterliches Magdeburg zum Leben erweckt
von ikatzhorse2005 - 10.01.2021
Die Jüdin von Magdeburg ein historischer Roman von Ruben Laurin (Bastei Lübbe) ..."Eine Pfütze gleich neben dem Altar!", platzte es aus ihr heraus, noch bevor sie ihn begrüßt hatte. "Das muss man sich nur einmal vorstellen: Es regnet herein, es regnet auf den Altar!" S.92 Die gealterte, mystische Mechthild spricht bisweilen aus, was nicht jedem Obrigen und Machthungrigen behagt. Ihre eigenes Schicksal ist eng mit der Geschichte Magdeburgs verknüpft. Die historische Persönlichkeit versucht die ihr anvertrauten Lieben zu schützen, wobei sie sich und ihrem Glauben treu bleibt. Die Geschlechterrolle, Fehltritte und der allgegenwärtige Glaube bieten einiges an Zündstoff und Konflikte sind somit vorprogrammiert. ... Der Autor hat ein Gespür für diese längst vergangene Zeit. Zuweilen derb und direkt, zeitgemäß und eindringlich beschreibt er das Machtgefüge und die Abhängigkeit des Einzelnen von höfischer und kirchlicher Gunst. Es entsteht ein lebendig klares, realistisches Bild vom Mittelalter mit diesem Detailausschnitt von Magdeburg um 1250 bis 1278. Die Charaktere sind beispiellos authentisch und wunderbar glaubhaft gezeichnet. Mit der Jüdin Esther und dem jungen Knappen Wolfram, dem einnehmenden Markgraf Otto von Brandenburg und der ach so feinen Heilwig sowie dem einnehmenden Ritter Gero von Greifenstein und dem hinterhältigen Priestermönch Gallus von Trier erlebt der Leser aufregende Momente. Die Figuren sind vielfältig und beleben die Geschichte auf berührende und bedrückende Art und Weise. Die Personenliste mit historischen und fiktiven Figuren zu Anfang des Buches ist hilfreich, eine weitgefasste Zeittafel dient der Einordnung der vormaligen Geschehnisse. Besonders gut gefallen hat mir die Karte von Magdeburg anno 1250n.Ch. Während des Lesens habe ich die Wege des ein oder anderen Protagonisten durch die Stadt verfolgt. Ein ergänzendes Nachwort des Autors verdeutlicht die geschichtlichen Zusammenhänge und nachfolgenden Jahre dieser bewegten Ritterzeit. Das Glossar hilft bei erklärungsbedürftigen Worten weiter. Alles in allem finde ich diese Details sehr gelungen. Auch das Cover ist passend und ansprechend gestaltet. Neben dem Klappentext ist dies ein Kriterium, warum ich diesen Roman gern lesen wollte. In den Text fließt ein Element des Mittelalters, der Minnesang ein. Der Autor hat dies gekonnt, in fast heiterer Form umgesetzt. Wie wichtig dies in Bezug auf das Werben und Leben war, wird auf informative und erfrischende Weise im Roman eingeflochten. Zahlreiche Einzelthemen fließen hier ein. So auch die Stellung der Juden und deren wichtige Bedeutung für die damalige Zeit. Oftmals stand ihre Bedeutung und ihr Ansehen in keiner Relation zur allgemeinen Behandlung und zweifelhaften Wertschätzung, die ihnen von den Christen mehr oder weniger entgegengebracht wurde. Nochmals wird die Historie und die Hintergründe des Dombaus beleuchtet. Hier erfolgen interessante Einblicke. Fazit: Mit Die Jüdin von Magdeburg liefert Ruben Laurin, wie schon Die Kathedrale des Lichts und Das Weisse Gold der Hanse einen großartigen Roman in einem einzigartigen Schreibstil ab. Mich konnte die Geschichte durchweg begeistern und hat meine Erwartungen übertroffen. Die, in vorangegangenen Rezessionen bemerkten Fehler, störten den Lesefluss nicht. Es überwiegt der fesselnde Erzählstil und die Verflechtung der charakterstarken Figuren. Ich kann die Lektüre gern weiterempfehlen, da mir der Autor mit dem vorliegenden Roman wunderbare Lesestunden beschert hat. Es war eine bildliche Zeitreise in eine bewegte Zeit unserer Geschichte.
Eintauchen ins Mittelalter
von Lisa - 06.01.2021
Auch wenn ich normalerweise eher selten historische Romane lese, konnte mich "Die Jüdin von Magdeburg" auf ganzer Linie überzeugen. Die Geschichte, war gerade auch durch die Vielzahl an unterschiedlichsten Protagonisten, von Anfang bis Ende fesselnd und nie langweilig. Auch wenn der Schreibstil viele alte Begriffe, Flüche, Redewendungen, usw. enthielt, las er sich trotzdem leicht und angenehm. Ein weiterer positive Aspekt war für mich die gute Recherchearbeit des Autors Ruben Laurin, der im Nachwort dann auch noch genau erklärt, welcher Teil der Handlung historischen Fakten entspricht und welcher eigene Dichtung ist. Durch die wechselnden Sichtweise und Orte, sowie gekonnt gesetzte Zeitsprünge, ergibt sich die einmalige Gelegenheit die Protagonisten über viele Jahre hinweg auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Erschreckend für mich war der damals schon stark vorherrschende Judenhass, welchen die junge Jüdin Esther und ihre Familie, immer wieder zu spüren bekamen. Auch deshalb stellt sich bis zu Letzt die Frage kann der christlich erzogene Ritter Wolfram ihr Herz erobern? Wer also Lust hat sich auf auf ein actionreiches Abenteuer, in längst vergangene Zeiten entführen zu lassen, dem kann ich das Buch "Die Jüdin von Magdeburg" nur empfehlen!
Magdeburg im Mittelalter
von Sunshine77 - 05.01.2021
Die Jüdin von Magdeburg ist ein historischer Roman, der in der Zeit spielt, als Markgraf Otto von Brandenburg versucht seinen Bruder als Erzbischof von Magdeburg einzusetzen - gegen den WIllen der Magdeburger Kirchenoberhäupter.Vor diesem Hintergrund wird nicht nur aus dem Blickwinkel der Jüdin Esther, sondern auch aus der des Knappen Wolfram, der Beginin Mechthild von Magdeburg und deren Mündel Genoveva erzählt. Die Schicksale dieser Personen werden miteinander verwoben und spielen sich vor realen geschichtlichen Begebenheiten ab. Spannende, gut recherchierte Geschichte, glaubwürdig handelnde und interessante Protagonisten, Schlachtgetümmel und ein wenig Intrigen - der Roman hat alle Zutaten, die ein guter historischer Roman so braucht. Noch dazu ist er sehr gut geschrieben und zieht einen folgerichtig schnell in den Bann - obwohl er deutlich über 500 Seiten dick ist, habe ich ihn in wenigen Tagen durchgelesen.
Schicksalhafte Begegnung
von Siglinde Haas - 05.01.2021
Magdeburg 1261. Wie überall sind die Juden nur geduldet und leben in einer eigenen Siedlung. Immer wieder kommt es zu Übergriffen. So auch in diesem Jahr und es wird der Grundstein gelegt für eine Fehde, die erst viele Jahre später enden wird. 14 Jahre später dient der junge Wolfram von Hildesheim dem Ritter Adalbert von Stendal als Knappe. Beide haben sich in die schöne Heilweg verliebt und gelangen auf ihren Spuren nach Magdeburg. Dort begegnet Wolfram der jungen Jüdin Esther, die damals ihren Bruder und Onkel verloren hat. Sie ist eine Schönheit und hat das Begehren von Gero von Greifenstein auf sich gezogen, dem Mörder ihrer Verwandten. Durch Zufall kann Wolfram Esther das Leben retten und sie seitdem nicht mehr vergessen. Ihre Wege trennen sich und Wolfram kämpft auf Seiten Ottos von Brandenburg gegen Magdeburg. Esther und ihre Familie sehen sich weiterhin der Verfolgung durch Gero von Greifenstein ausgesetzt. Die Ereignisse eskalieren. Wenn ich an Judenverfolgung denke, fallen mir unweigerlich die Gräueltaten im Dritten Reich ein. Doch die Geschichte der Judenverfolgung ist viel älter. Der Autor schildert an Hand Esthers Familie, welchen Bedrohungen Juden schon immer ausgesetzt waren. Gut gefallen haben mir die Einblicke in das Leben von damals. Aus meiner heutigen Sicht ist es fast unglaublich, wie die Religion das tägliche Leben und Denken der Menschen beeinflusst hat und welche Macht die Kirchenvertreter hatten. Dabei waren die Geistlichen und ihre Anhänger nicht die besseren Menschen, im Gegenteil. Besonders deutlich wird dies im vom Autor anschaulich dargestellten Konflikt um die Nachfolge des Erzbischofs von Magdeburg, der zu heftigen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Otto von Brandenburg und den Domherren von Magdeburg geführt hat. Mord, Verleumdung und Bestechung erscheinen dagegen als die kleineren Übel. Stellvertretend für viele ist hier die hassenswerte Figur des Gero von Greifenstein, den ich von Herzen verabscheut habe. Und inmitten all dieser Gewalt erblüht die Liebe zwischen dem Christen Wolfram und der Jüdin Esther, die gegen alle Regeln verstößt und im Grunde keine Chance hat. Trotzdem habe ich den beiden liebenswerten Figuren die Daumen gedrückt. Der Autor gestaltet mit den zwei gegensätzlichen Elementen Krieg und Liebe einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen historischen Roman, den ich mit Begeisterung und Freude gelesen habe.
Der schwarze Ritter
von Martin Schult - 03.01.2021
Im Jahre 1275 leben Juden und Christen in der Stadt Magdeburg mehr oder weniger friedlich miteinander. Der ständige Konflikt, der erst noch vor etwas mehr als zehn Jahren mit einem Massaker im Judenviertel einen unrühm-lichen Höhepunkt verzeichnete, ruht zwar, aber die Menschen bewahren Abstand in ihren Welten. Esther ist die Tochter des vermögenden jüdischen Geldverleihers Amos und entkommt bei einem Brückeneinsturz nur knapp dem Tod. Ihr Leben hat sie dem jungen Knappen Wolfram zu verdanken, der sich todesmutig in die Fluten wirft und sie vor dem Ertrinken rettet. Wolfram verliebt sich in Esther, aber die Religionen stehen zwischen ihnen. Ohne Perspektive auf eine gemeinsame Zukunft verlässt Wolfram Magdeburg und nimmt ein Angebot wahr, selbst in den Ritterstand aufgenommen zu werden. In den folgenden Jahren führen ihn die kriegerischen Absichten seines Markgrafen wieder in die Stadt Magdeburg, in der Esther unterdessen ein schweres Schicksal ereilt hat... Der Autor Ruben Laurin begibt sich in seinem aktuellen historischen Roman Die Jüdin von Magdeburg wie schon in Die Kathedrale des Lichts nach Magdeburg im 13. Jahrhundert. Er erzählt die Geschichte in einem bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mir die damalige Zeit lebendig vor Augen führte. Der Spannungsbogen des Buches wird über die persönliche Entwicklung der beiden Hauptprotagonisten Esther und Wolfram sehr gut aufgebaut und über den ereignisreichen und teilweise dramatischen Verlauf für die gesamte Länge des Romans auf einem guten Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine packende Geschichte, die hervorragend in den historischen Kontext des 13. Jahrhundert eingebunden wird und stets sehr gut recherchiert erscheint. Ruben Laurin gelingt es dabei aus meiner Sicht immer wieder das damalige Leben in seiner rauen Art authentisch zu schildern, ohne mit möglichst blutrünstigen Szenen überzeugen zu wollen. Insgesamt ist Die Jüdin von Magdeburg für mich eine fesselnder historischer Roman, der mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen hat. Überzeugen konnte er mich in erster Linie mit sympathischen und interessant gezeichneten Charakteren, einem gut herausgearbeiteten historischen Hintergrund und dem Erzähltalent des Autors. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Magedurg, 1275-1278
von Cyrana - 01.01.2021
Der Roman spielt in den Jahren 1275 bis Januar 1278 vorrangig in Magdeburg. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten der jungen Jüdin Esther und die des Knappen Wolfgang, doch auch einige weitere Perspektive spielen immer wieder eine Rolle. Die Stadt Magdeburg erlebte in dieser Zeit eine wechselvolle, spannende und oftmals tragische Zeit. Der historische Kontext wird äußerst gelungen eingebettet in die persönlichen Geschichten der fiktiven Helden und auch einige bezeugte historische Persönlichkeiten spielen eine Rolle. Ruben Laurin ist es sehr gut gelungen, die Balance zwischen Fiktion und tradierter Geschichte zu halten. Zu Beginn des Buches gibt es eine Zeittafel und einen wunderbaren Stadtplan von Magdeburg. Im Nachwort erläutert der Autor, wo er sich dichterische Freiheiten herausgenommen hat und wo er ein wenig von der bekannten Chronologie abgewichen ist. Die Personen sind detailliert ausgearbeitet und wirken sehr überzeugend. Das Leben eines Knappen und Ritters sowie die Stellung der Juden und deren Alltag werden neben der erzbischöflichen und geistlichen Geschichte immer wieder eingeflochten, unterbrochen von einer abwechslungsreichen und interessanten fiktiven Erzählung. Hier kommt keine Langeweile auf und am Ende lässt man die Figuren nur ungerne los.
Magdeburg zur Zeit des Mittelalters
von Jasika - 01.01.2021
Zum Inhalt (übernommen): Magdeburg, 1275: Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe. Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge Jüdin Esther, doch der Knappe Wolfram rettet sie. Eine zarte Liebe entsteht, doch der Geldverleiher Amos will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben. Wolfram verlässt die Stadt und wird zu einem berühmten Ritter im Dienste des Markgrafen von Brandenburg. Zwei Jahre später kreuzen sich die Wege der Jüdin und des Christen erneut. Nun ist es Esther, die Wolfram retten kann ... Meine Meinung: Der Autor hat die mittelalterliche Atmosphäre Magdeburgs gelungen eingefangen. Durch die wechselnden Perspektiven blieb der Spannungsbogen kontinuierlich enthalten, einige Stellen waren dennoch etwas langatmig, auch haben sich kleinere historische Fehler eingeschlichen, welche man aber dem Autor schnell verzeiht. Der Bau des Magdeburges Dom stagniert, es regnet sogar rein. Wolfram ist zu Beginn der Handlung ein Knappe und dient seinem Ritter treu. Bis auch er der Frau verfällt, die Adalbert anbetet... Esther ist eine starke, schöne Frau und Jüdin, sie weiß sich durchzusetzen und besucht gerne Mechthild und deren Ziehtochter, die viele für verrückt halten. Esther Vater verbietet ihr diese Besuche. Doch sie verlässt wieder das Judendorf und es kommt zur Katastrophe.... Esther und Wolfram sind beides sympathische Hauptprotakonisten, deren Entwicklung ich gerne verfolgt habe. Der Autor hat dabei tatsächlich belegte historische Persönlichkeiten mit fiktionalen Charakteren gekonnt verwoben. Otto der IV, Markgraf von Brandenburg, wird auf den jungen Knappen Wolfram aufmerksam, dessen kämpferisches Können und Ehrgeiz beeindrucken ihn und er bietet Wolfram an, ihn zum Ritter zu erheben. Der Streit um die Nachfolge des Erzbischofs Konrad II ist dabei historisch belegt. Als nicht Ottos Bruder Erich von Brandenburg zum neuen Erzbischof gewählt wurde, fällt er mit einem Kriegsherr ins Erzbistum ein. Zudem entlädt sich der ganze Hass auf das Judendorf, da Esthers Vater dem Markgraf viel Geld geliehen hat. Doch mit dem Angriff auf Magdeburg haben auch sie nicht rechnen können. Die üblen Machenschaften des Gallus von Trier sowie Gero von Greifenstein sind spannend zu verfolgen, auch der Weg Wolframs vom Knappen zum Schwarzen Ritter war interessant dargestellt. Am Ende des Buches gibt es noch eine überraschende Wendung.
toller historischer Roman
von Katharina Richter - 31.12.2020
Klapptext: Magdeburg, 1275: Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe. Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge Jüdin Esther, doch der Knappe Wolfram rettet sie. Eine zarte Liebe entsteht, doch der Geldverleiher Amos will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben. Wolfram verlässt die Stadt und wird zu einem berühmten Ritter im Dienste des Markgrafen von Brandenburg. Zwei Jahre später kreuzen sich die Wege der Jüdin und des Christen erneut. Nun ist es Esther, die Wolfram retten kann . Meine Meinung: Ich habe schon zwei Bücher von Rubin Laurin gelesen und war immer total begeistert.Deshalb hatte ich auch große Erwartungen an diese Lektüre und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Wieder einmal hat mich der Autor völlig überzeugt. Ich wurde nach Magdeburg in das Jahr 1275 entführt.Dort lernte ich die Jüdin Esther kennen.Natürlich begleitete ich sie eine Weile und erlebte viele aufregende Momente. Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen. Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele fassettenreiche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Esther und Wolfram.Ich habe die beiden gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch alle anderen Personen waren interessant,egal ob nun liebenswert oder bösartig. Der Autor hat eine einzigartige Atmosphäre geschaffen.In mir war Kopfkino.Vor meinen Augen sah ich das historische Magdeburg,die Burg,den Grafen,die arme Bevölkerung,Esther und Wolfram. Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Durch die sehr fesselnde und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Es gab so viele aufregende und atemberaubende Erlebnisse und ich durfte hautnah dabei sein.Begeistert hat mich auch Esther.Sie war eine starke,selbstbewusste Frau welche nie aufgegeben und immer gekämpft hat.Der Autor beschreibt alles so authentisch und für einige Zeit habe ich den Alltag vergessen und lebte im Mittelalter.Ich habe mitgelitten,mitgebangt und mitgefühlt.Da die Lektüre aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde,konnte ich mich direkt in die einzelnen Personen hinein versetzen und sie verstehen.Immer wieder gab es unvorhersehbare Wendungen.Dadurch blieb es durchweg einfach wahnsinnig interessant.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.Durch die guten Recherchen von Rubin Laurin habe ich viel Wisenswertes über die damalige Zeit erfahren.Das hat mir sehr gut gefallen.Geschickt hat der Autor Fiction und wahre Begebenheiten miteinander verbunden.Fasziniert haben mich auch die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zuerleben.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt.Ich hätte noch ewig weiter lesen können.Den Abschluss fand ich sehr gut gelungen.Erwähnenswert sind noch eine Karte,ein Personenregister,eine Zeittafel und ein Glossar.Diese bereichern das Buch und machen es noch lesenswerter. Das Cover ist einfach sehr gut gewählt und wunderschön.Schon beim ersten Anblick bekommt man Lust zum lesen.Für mich rundet es das brillante Werk ab. Wieder einmal hatte ich sehr lesenswerte und unterhaltsame Stunden mit dieser Lektüre.Natürlich vergebe ich glatte 5 Sterne.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.Und nun freue ich mich schon auf einen weiteren Roman von Rubin Laurin.
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