Wächter

Roman. Deutsche Erstausgabe. Originaltitel: Firstborn.
Taschenbuch
Das Geheimnis der OdysseeDreißig Jahre nach ihrem ersten Auftauchen erscheinen die Erstgeborenen erneut im Sol-System und richten eine zerstörerische Waffe, die Q-Bombe, auf die Erde. Die Lage scheint aussichtslos, doch Bisesa Dutt will sich nicht ge … weiterlesen
Dieser Artikel ist auch verfügbar als:
Taschenbuch

8,95 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Wächter als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Wächter
Autor/en: Stephen Baxter, Arthur C. Clarke

ISBN: 3453524969
EAN: 9783453524965
Roman. Deutsche Erstausgabe.
Originaltitel: Firstborn.
Übersetzt von Martin Gilbert
Heyne

5. Dezember 2008 - kartoniert - 459 Seiten

Beschreibung

Das Geheimnis der OdysseeDreißig Jahre nach ihrem ersten Auftauchen erscheinen die Erstgeborenen erneut im Sol-System und richten eine zerstörerische Waffe, die Q-Bombe, auf die Erde. Die Lage scheint aussichtslos, doch Bisesa Dutt will sich nicht geschlagen geben und reist durch die Galaxie, um einen Schutzschild gegen die Q-Bombe zu finden. Doch wohin sie auch kommt, überall begegnet ihr vor allem eins: große Furcht vor den Erstgeborenen. Als sie fast schon aufgibt, zeigt sich doch noch ein Verbündeter, der bisher Lichtjahre entfernt war

Portrait

Stephen Baxter, 1957 in Liverpool geboren, studierte Mathematik und Astronomie, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er zählt zu den international bedeutendsten Autoren wissenschaftlich orientierter Literatur. Etliche seiner Romane wurden mehrfach preisgekrönt und zu internationalen Bestsellern. Stephen Baxter lebt und arbeitet im englischen Buckinghamshire.

Arthur C. Clarke war einer der bedeutendsten Autoren der internationalen Science Fiction. Geboren 1917 in Minehead, Somerset, studierte er nach dem Zweiten Weltkrieg Physik und Mathematik am King s College in London. Zugleich legte er mit seinen Kurzgeschichten und Romanen den Grundstein für eine beispiellose Schriftsteller-Laufbahn. Neben zahllosen Sachbüchern zählen zu seinen größten Werken die Romane Die letzte Generation und 2001 Odyssee im Weltraum , nach dem Stanley Kubrick seinen legendären Film drehte. Clarke starb im März 2008 in seiner Wahlheimat Sri Lanka.

Leseprobe

Februar 2069


Es war nicht wie ein Erwachen. Es war eher wie ein plötzliches Auftauchen, wie ein Paukenschlag. Ihre Augen waren weit offen und wurden von grellem Licht geblendet. Sie sog in tiefen Zügen Luft in die Lunge und keuchte durch den Schock der Identitätsfindung.
Ja, ein Schock. Sie dürfte eigentlich gar nicht wach sein. Irgendetwas stimmte nicht.
Eine fahle Gestalt schwamm in der Luft.
Dr. Heyer?
Nein. Nein, ich bin es, Mama.
Ihr Blick wurde etwas klarer. Ja, das war ihre Tochter - dieses markante Gesicht, diese klaren blauen Augen, diese leicht buschigen dunklen Brauen. Aber was war das auf ihrer Wange? Eine Art Symbol? Eine Tätowierung?
Myra?, fragte sie mit heiserer Kehle und dünner Stimme. Sie war sich nun bewusst, dass sie sich auf dem Rücken liegend in einem Raum mit Ausrüstungsgegenständen befand. Und Leute hielten sich direkt außerhalb ihres Blickfeldes auf. Was ist denn schiefgegangen?
Schiefgegangen?
Weshalb wurde ich nicht in Estivation, in einen Sommerschlaf versetzt?
Myra zögerte. Mama - was glaubst du wohl, welches Datum wir heute schreiben?
2050. Der 5. Juni.
Nein. Wir haben 2069, Mama. Februar. Neunzehn Jahre später. Der Tiefschlaf hat funktioniert. Nun sah Bisesa graue Strähnen in Myras dunklem Haar und Fältchen um die wachen Augen. Wie du siehst, habe ich den Umweg genommen.
Das stimmte wohl. Bisesa hatte wieder einen Sieben-Meilen-Schritt in ihrer persönlichen Zeit-Odyssee gemacht. Meine Güte.
Dr. Heyer?
Nein. Dr. Heyer ist schon lange im Ruhestand. Mein Name ist Dr. Stanton. Wir beginnen jetzt mit der vollen Blut-Befüllung. Es wird leider etwas wehtun.
Bisesa versuchte, sich die Lippen zu lecken. Weshalb bin ich überhaupt wach?, fragte sie und beantwortete sich die Frage sofort selbst. Ach so. Die Erstgeborenen. Aber weshalb waren sie wieder aktuell? Eine neue Gefahr.
Myra legte schmerzlich das Gesicht in Falten. Du bist seit neunzehn Jahren weg gewesen. Und de
ine erste Frage an uns betrifft die Erstgeborenen. Ich komme wieder, wenn du vollständig wiederbelebt bist.
Myra, warte.
Aber Myra war schon gegangen.
Die neue Ärztin hatte recht. Es tat weh. Aber Bisesa war einmal Soldat in der britischen Armee gewesen. Sie unterdrückte einen Schrei.


DEEP SPRUE MONITOR


Juni 2064


Der Blick der Menschheit für die neue Bedrohung war fünf Jahre zuvor geschärft worden. Und die Augen, die die Anomalie sahen, waren elektronisch und nicht menschlich.
Deep Space Monitor X7-6102-016 schwebte im Schatten des Saturn, wo die Monde wie Laternenketten hingen. Die Ringe des Saturn waren nur noch ein schwacher Abglanz ihrer selbst im Vergleich zur Zeit vor dem Sonnensturm; doch während die Sonde der fernen Sonne hinter den Ringen zustrebte, verwandelten sie sich in eine silberne Brücke, die den Himmel überspannte.
Der Deep Space Monitor wurde zwar nicht von Gefühlen der Ehrfurcht ergriffen. Doch wie jede halbwegs moderne Maschine war auch er bis zu einem gewissen Grad empfindungsfähig, und seine elektronische Seele wurde von den schönen Strukturen aus Gas und Eis berührt, durch die er hindurchflog. Aber er traf keine Anstalten, sie auch zu erforschen.
Lautlos näherte die Sonde sich dem nächsten Ziel auf ihrer Orbitalschleife.
Titan, der größte der Saturnmonde, war eine amorphe ockerfarbene Kugel, angestrahlt vom schwachen Licht der fernen Sonne. Doch unter den tiefen Wolken- und Dunstschichten verbargen sich wahre Wunder. Bei der Annäherung an den Mond lauschte DSM X7-6102-016 aufmerksam auf das elektronische Plappern eines Schwarms von Robot-Explorern.
Unter einem trübe verhangenen orangefarbenen Himmel krabbelten käferartige Rover über steinharte Sanddünen aus Eiskristallen, umrundeten Methan-Geysire, krochen vorsichtig in Täler, die von Flüssen aus Methan gegraben worden waren, und bohrten sich in eine Oberfläche, die durch einen ständigen, den ganzen Mond umspannenden Nie
selregen aus Methan in Schlamm verwandelt wurde. Ein besonders mutiger Ballon-Explorer, der in der dichten Luft Auftrieb bekam, schwebte über einen Cryo-Vulkan, aus dem Lava aus mit Ammoniak versetztem Wasser quoll. Tauchroboter gruben sich ein und untersuchten Taschen mit flüssigem Wasser direkt unter der Eisoberfläche - zugefrorene Seen, die sich in Einschlagkratern erhalten hatten. Es wimmelte hier nur so von komplexen organischen Organismen, die durch Gewitter in der Titan-Atmosphäre erschaffen wurden und durch den Umstand, dass die oberen Luftschichten durch die Einwirkung des Sonnenlichts und Saturns Magnetfeld in einen Hexenkessel verwandelt wurden.
Wohin die Sonden auch schauten, fanden sie Leben. Zum Teil war dieses Leben erdähnlich - anaerobe Organismen, die im Methan im wahrsten Sinne des Worts in ihrem Element waren und unablässig Pfeiler und Hügel im kalten Schlamm der Kraterseen errichteten. Eine exotischere Form von Leben auf Kohlenstoffbasis, die sich mangels Wasser mit Ammoniak behalf, schwamm in der Suppe umher, die aus den Cryo-Vulkanen schwappte. Am exotischsten aber war eine Gemeinschaft von Schleim-Organismen, die Kohlenstoff- anstatt Silikonverbindungen als Grundbausteine ihrer Existenz verwendete; sie lebten in der beißenden Kälte der schwarzen, spiegelglatten Ethan-Seen.
Die Organismen in den Kraterseen waren Verwandte der großen irdischen Lebens-Familien. Die Ammoniak-Fische aber schienen Ureinwohner von Titan zu sein. Der Kälte liebende Titan-Schleim stammte vielleicht von den Monden des Neptun oder von noch weiter draußen. Das Sonnensystem war voller Leben - Leben, das überall spross; sogar in Gesteins- und Eisbrocken, die durch Einschläge abgesprengt worden waren. Und doch nahm Titan eine Sonderrolle ein: Er war ein Schmelztiegel von Lebensformen aus dem ganzen Sonnensystem und vielleicht sogar aus anderen Systemen.
Jedoch war Deep Space Monitor X7-6102-016 nicht aus wissenschaftlichen Gründen zum Titan gekommen. Seine roboti
schen Verwandten wussten nicht einmal von seiner Existenz, als er den nächsten Punkt der Annäherung an den Mond mit seinem zirkusartigen Ensemble des Lebens erreichte.
Das komplexe Herz der Deep Space Monitor war eine Raumsonde, die auf einem jahrhundertealten Konstruktionsprinzip basierte: Sie verfügte über einen rechteckigen Grundkörper, dem Ausleger mit Sensoren und radiothermoisotopischen Stromerzeugern entragten. Dieser innere Kern war in einen Kokon aus Metamaterial eingesponnen, ein Geflecht aus nanotechnischen Drähten und Platten, die die Strahlen des Sonnenlichts von der Sonde ablenkten und sie auf den Weg schickten, den sie genommen hätten, wenn die Sonde überhaupt nicht hier gewesen wäre. Die Deep Space Monitor war aber nicht blind; die innere Schale analysierte die einfallenden Strahlen. Weil das Licht aber weder reflektiert noch abgelenkt wurde, war die Sonde praktisch unsichtbar. Ebenso wenig wie man sie auf irgendeiner Wellenlänge von der harten Gammastrahlung bis zu langen Radiowellen zu orten vermochte.
DSM X7-6102-016 war jedoch kein Explorer. Das getarnte und lautlose Objekt war ein Wächter.

Pressestimmen

"Unglaublich! Eine Zusammenarbeit von Baxter und Clarke ist ja an sich schon eine faszinierende Sache - aber damit, dass ein Science-Fiction-Meisterwerk wie dieses dabei herauskommt, hat wohl niemand gerechnet!" Entertainment Weekly
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Sicher & bequem bezahlen:
Bleiben Sie in Kontakt:
Hugendubel App
Zustellung durch:
1 Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche gekennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den gebundenen Preis eines mangelfreien Exemplars.

2 Diese Artikel unterliegen nicht der Preisbindung, die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Die jeweils zutreffende Alternative wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

4 Der gebundene Preis dieses Artikels wird nach Ablauf des auf der Artikelseite dargestellten Datums vom Verlag angehoben.

5 Der Preisvergleich bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers.

6 Der gebundene Preis dieses Artikels wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

7 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

10 Ihr Gutschein TONIE10 gilt bis einschließlich 31.07.2020. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein gilt nur auf Tonie-Figuren, Tonie-Transporter und Lauscher und nur solange der Vorrat reicht. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

11 Bestellungen ins Ausland und der DHL-Paketversand sind von der kostenfreien Lieferung ausgeschlossen.

* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.