Die fremde Spionin

Roman. Originalausgabe.
Taschenbuch
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Ria ist zehn Jahre alt, als ihre Eltern von der Staatssicherheit abgeholt werden. Sie wird von ihrer kleinen Schwester getrennt und in einer Adoptivfamilie untergebracht. Seither führt Ria in Ostberlin ein scheinbar angepasstes Leben. Erst als der BN … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die fremde Spionin
Autor/en: Titus Müller

ISBN: 3453441257
EAN: 9783453441255
Roman.
Originalausgabe.
Heyne Taschenbuch

14. Juni 2021 - kartoniert - 398 Seiten

Beschreibung

Ria ist zehn Jahre alt, als ihre Eltern von der Staatssicherheit abgeholt werden. Sie wird von ihrer kleinen Schwester getrennt und in einer Adoptivfamilie untergebracht. Seither führt Ria in Ostberlin ein scheinbar angepasstes Leben. Erst als der BND sie als Informantin rekrutiert, sieht sie ihre Chance gekommen. Mithilfe des westlichen Geheimdienstes will Ria sich an der DDR rächen und endlich ihre Schwester wiederfinden. Doch dann erfährt sie im Sommer 1961 von einem ungeheuerlichen Plan, der ihr Schicksal und die Zukunft beider deutscher Staaten für immer verändern könnte ...


Portrait

Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, hat 13 Romane und 7 Sachbücher geschrieben. Er ist Mitglied des PEN-Clubs und wurde u. a. mit dem C. S.-Lewis-Preis, dem Sir-Walter-Scott-Preis und dem Homer-Preis ausgezeichnet. Seine große Spionin-Trilogie erzählt die Geschichte einer mutigen Frau - und drei Jahrzehnte deutsch-deutscher Geschichte.

Leseprobe

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Pressestimmen

»Jüngste Zeitgeschichte wird so spannend und nachvollziehbar aufbereitet und hautnah erlebbar« Peter Zander/Berliner Morgenpost

»Unglaublich spannend.« Kerstin Burlage, Radio Bremen 2

»Spannend, fesselnd und faszinierend entsteht vor dem inneren Auge ein Abschnitt der jüngeren deutschen Geschichte, der unser Land für immer veränderte.« Belletristik Couch, Birgit Stöckel

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Ein überaus lesenswerter Spionage-Roman
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Ria Nachtmanns Verflechtungen innerhalb der politischen Ereignisse rund um den Mauerbau in Berlin sind das Thema dieses Romans. Dabei gewinnt man Einblick in ihre private, persönliche Vergangenheit, ihre beruflichen Ambitionen und zuletzt natürlich in das, was das Genre eines guten Spionageromans auszeichnet: eine Handlung, die sich im Agenten-Milieu bewegt, unerwartete Wendungen, Handwerkszeug und Detailangaben, damit die Neugier bedient wird. Wenn nun, wie im vorliegenden Buch, all dies miteinander geschickt verwoben werden kann, umso besser. "Die fremde Spionin"? - Im Verlauf der Handlung entscheidet sich die Protagonistin Ria immer wieder, getrieben durch private Veränderungen, dazu, nicht nur allein der West- oder Ostseite nachrichtentechnisch zur Verfügung zu stehen. Dabei verliert sie das Fremde, denn sie wird beschrieben als Frau, die man in ihren vielfältigen Facetten und Rollen Stück für Stück besser kennen und verstehen lernt. Dass dieses Buch zu empfehlen ist, liegt einerseits natürlich an der spannenden Geschichte, die - überaus sorgsam recherchiert- in den historischen Kontext des Mauerbaus am 13.08.1961 und der vorhergehenden Zeit eingebunden ist. Die Vermischung fiktiver und realer Personen und Situationen machen den besonderen Reiz aus. Andererseits versteht es der Autor Titus Müller aber auch, eine Geschichte sprachlich voranzutragen; der Erzählstil des personalen Erzählers ist flüssig, eingängig und baut Spannung zum richtigen Zeitpunkt auf. An der ein oder anderen Stelle gerade am Anfang des Romans nimmt allerdings die blumige Sprache ein wenig überhand, hier wären weniger aneinandergereihte metaphorische Ausdrücke wünschenswerter gewesen, doch tut dies dem Lesefluss keinen Abbruch. Besonders gut werden die einzelnen Charaktere gezeichnet, die oft, wie z.B. die Figuren der KGB- und BND-Mitarbeiter Sorokin und Hähner vielschichtig statt eindimensional sind, so entsteht auch für Lesende ein Wechselbad von Sympathie und Antipathie, dem man sich nicht entziehen kann. Gerade diese Ausgestaltung trägt die Geschichte und lässt sie vorangleiten. Wie gut, dass der Autor am Ende des Buches den historischen Kern der Geschichte noch einmal separat beschreibt, es bietet einem einen hilfreichen Abschluss, gestützt durch die Angabe fundierter Quellen. Auf die angekündigten Fortsetzungen darf man sich jetzt schon freuen!
"Vergib deinen Feinden, aber vergiss niemals ihre Namen." (John F. Kennedy)
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Wenn getrennt wird, was doch zusammengehört... Berlin West und Ost kurz vor dem Bau der Mauer: Ria ist Sekretärin im DDR-Aussenhandelsministerium, der BND wirbt sie an, denn Ria hat einen guten Grund, der Staatsmacht der DDR zu trotzen. Sie lässt sich als Spionin für den Westen anwerben, doch sehr bald werden auch die Stasi und der KGB auf Ria aufmerksam. Rias Gegenspieler ist der KGB-Agent Sorokin. Der Mann ist notgedrungen skrupellos in der Ausübung seines Dienstes. Doch auch ihn plagen private Sorgen... Titus Müller gelingt es, eine Phase deutscher Geschichte lebendig werden zu lassen, die Viele von uns inzwischen nur noch aus Filmen und Büchern kennen. Besonders intensiv wird Geschichte immer dann, wenn KGB-Agent Sorokin die Bühne betritt: Er ist kein gewissenloses Monstrum, sondern ein Mann, der Schweres erlebt hat und auch deshalb durchaus eine emotionale Seite zeigt. Er träumt davon, aus seinem Job auszusteigen, wohl wissend, dass ihm dieser Wunsch nich ohne Weiteres erfüllt werden wird. Er sehnt sich nach einem privaten Glück und tut gleichwohl, was man ihm aufträgt, weil es nicht anders geht...Ihm steht Ria gegenüber, die mich nicht immer als Charakter überzeugt hat. Zu leichtfertig wirkte sie manchmal auf mich, fast schon blauäugig in ihrer Selbstüberschätzung. Sympathisch war mir das nicht immer. Zu Höchstform dagegen läuft der Autor auf, wenn er anhand kleiner Episoden den weltgeschichtlichen Zusammenhang der lokalen Begebenheiten mit dem Großen und Ganzen herstellt. Honecker und seine Kaninchen, Kennedy im Sommerhaus, der seine Berater zusammenstaucht, während Jackie Wasserski läuft...Das sind Momente, die in Erinnerung bleiben. Alles in allem eine spannende Lektüre, die eine Fortsetzung bekommen soll...
Deutsch-Deutsche Geschichte
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Die 21-jährige Ria Nachtmann tritt ihre erste Stelle an und ist im Ministerium für Außenhandel Alexander Schalck unterstellt. Dann tritt der BND an sie heran, um sie als Informantin anzuwerben. Ria will ihre Schwester wiederfinden und lässt sich daher auf die Sache ein. Doch dann erfährt sie etwas, dass einschneidende Konsequenzen haben wird - für sie und für die beiden deutschen Staaten. Dies ist der Auftaktband der Spionin-Trilogie von Titus Müller. Im Jahr 1961 ist Berlin zwar schon geteilt, aber noch ist der Übergang von Ost nach West durchlässig. Berlin ist ein Tummelplatz für Agenten und jeder hofft, aus den Informationen einen Vorteil zu haben. Ziemlich bedrückend ist es zu erleben, wie die Menschen ständig überwacht werden und sich jedes Wort überlegen müssen. Natürlich ist das alles bekannt, aber hier wird es nochmals besonders deutlich und erschreckend. Ria hat als 10-Jährige miterleben müssen, wie ihre Eltern von der Stasi abgeholt wurden. Sie und ihre Schwester kamen zu linientreuen Eltern. Eigentlich hatte Ria es nicht schlecht getroffen, denn ihre Eltern lieben sie sehr. Doch über die Vergangenheit darf sie nicht reden. Aber Ria kann nicht vergessen, was geschehen ist und sie hat sich immer angepasst, um sich irgendwann zu rächen und ihre Schwester Jolanthe wiederzufinden. Sie ist eine clevere Person und arbeitet sich schnell ein. Dabei lernt sie interessante Personen kennen. Der KGB Spion Sorokin ist auch eine interessante Persönlichkeit, der gerne ein normales Leben führen möchte, aber aus den Zwängen nicht herauskommt. Es ist eine interessante und komplexe Geschichte, die allerdings auch einige Längen hat. Dennoch hat sie gefallen und ich bin schon gespannt darauf, wie es weitergeht.
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von Christin - 30.06.2021
Ich lese unheimlich viel, dennoch war das der erste Roman dieser Art für mich. Solche Geschichten habe ich sonst immer nur im Fernsehen gesehen und war dementsprechend neugierig, wie man es in Buchform umsetzt. Ich bin ohne Probleme in die Handlung gekommen, habe schnell meinen roten Faden gefunden und konnte das Buch nur schwer weglegen. Die Charaktere sind allesamt sehr facettenreich und haben genug Raum, um mit der Geschichte zu wachsen und sich zu entwickeln. Niemand dieser Charaktere ist durchweg böse und niemand ist durchweg gut. Jeder hat seine eigenen Gründe, um so zu handeln, wie er handelt. Ich liebe historische Romane, die auch gleichzeitig viel Wissen vermitteln. Das schafft dieses Buch hier auf alle Fälle. Es sind viele historische Details eingebaut, die sich tatsächlich so zugetragen haben und kleine Exkurse, wie zum Beispiel die berühmte Pressekonferenz 1961 ("Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!") werden geschickt eingewoben. Der Schreibstil ist sehr angenehm und passt zur dargestellten Zeit. Die Qualität ist gleichbleibend bis zum Ende. Die Thematik rührt mich an und mein Gedankenkarusell kam das ein oder andere mal in Bewegung. Es waren sehr spannende Lesetage und ich freue mich definitiv auf Band 2.
Fesselnd bis zur letzten Seite
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Titus Müller Autor zahlreicher historischer Romane hat sich diesmal eines komplexen Themas angenommen: der Teilung Deutschlands. Er entführt seine Leser in das Berlin des Jahres 1961. Die Stadt ist zwar schon in einen Ost- und Westteil auseinandergerissen, die Mauer steht aber noch nicht... Die Eltern von Ria und Jolanthe wurden vor einigen Jahren als Volksfeinde inhaftiert und die beiden Mädchen getrennt bei regimetreuen Pflegefamilien untergebracht. Während Jolanthe einen Witwer heiratet, tritt Ria eine Stelle im Ministerium für Außenhandel an. Sie hat ihre Schwester nie vergessen und lässt sich auf einen riskanten Handel mit dem BND ein, der ihr verspricht, eine Verbindung herzustellen. Ein hohles Versprechen, wie Ria bald feststellt, denn bald ist nicht nur das MfS, sondern auch der KGB hinter ihr her. Meine Meinung: Titus Müller ist mit diesem Buch ein fesselnder Auftakt einer Trilogie gelungen. Die Charaktere sind echten Personen nachempfunden, wie man im Nachwort lesen kann. Die Recherche zu diesem Buch ist, wie bei Titus Müller üblich, penibel durchgeführt. Geschickt verquickt er Fakten (den Sprung über den Stacheldraht bzw. die Flucht und der tragische Tod von Günter Litfin) mit Fiktion. Obwohl ich als Österreicherin die Spannung an der innerdeutschen Grenze nicht kenne, kann ich das Machtspiel der beiden Welten durch die lebendige Schilderung der Umstände durchaus nachvollziehen. Üble Propaganda auf beiden Seiten. Die Geheimdienste schenken einander nichts. Blöderweise verschlafen nicht nur der BND sondern die gesamte westliche Politik die Anzeichen des Mauerbaus. Denn wie kann es sonst sein, dass plötzlich, quasi über Nacht, an der Zonengrenze eine unüberwindliche Mauer entsteht? Gut beschrieben ist das Klima der Angst, das die Menschen auch nach dem Ende der NS-Diktatur fest im Griff zu haben scheint. Sind es jetzt nicht mehr die Männer die Gestapo, sondern die Spitzel der Stasi, die Andersdenkende willkürlich verhaften. Die Menschen können nicht wissen, wem sie noch trauen können. Der Preis der Denunziation sind zwar keine 30 Silberlinge, aber für ein paar Vergünstigungen meldet man doch gerne den Nachbarn oder einen missliebigen Arbeitskollegen. Ich warte nun gespannt auf den zweiten Teil, der in ca. Einem Jahr erscheinen soll. Fazit: Ein fesselnder zeitgeschichtlicher Roman, der uns die innerdeutschen Spannungen plastisch näher bringt. Gerne gebe ich hierfür 5 Sterne.
Sehr lebendig und spannend
von Lilofee - 21.06.2021
Osterberlin, 1961 Die Staatssicherheit hat Ria im Alter von 10 Jahren aus ihrer Familie gerissen. Ihre Eltern wurden inhaftiert und die Kinder wurden zu verschiedenen Pflegefamilien gegeben. Als Ria eine Stelle im Ministerium für Außenhandel antritt versucht der BND sie anzuwerben. Ria will unbedingt wissen was mit ihrer Schwester passiert ist und wo sie jetzt lebt. Deshalb lässt sie sich auf den Handel ein. Ein sehr gefährliches Unterfangen wie sie bald bemerkt. Denn die Stasi und der KGB sind ihr sehr bald auf der Spur. Eine sehr lebendige und auch spannende Geschichte die den Leser in eine längst vergangene Zeit entführt. In das Jahr 1961. Der kalte Krieg hielt jahrelang die Welt in Atem, forderte viele Opfer und teilte die Welt in zwei Hälften. Deutschland war Hauptschauplatz dieses Kräftemessens, Berlin war sein Brennpunkt. Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben. Kein Autor schafft es die Geschichte in der Geschichte so perfekt umzusetzen wie Titus Müller. Das historisch belegte wird mit dem Erdachten perfekt verbunden. Ein immer noch sehr schmerzhafter Teil der deutsch-deutschen Geschichte wird hier gegenwärtig. Dadurch das in verschiedenen Erzählsträngen erzählt wird bleibt es sehr lebendig und auch spannend. Das Lebensgefühl dieser Zeit kommt wunderbar auf die Seiten. Sehnsüchte und Sorgen einer längst vergangenen Epoche leben noch einmal auf. Machen neugierig auf diese außergewöhnliche Frau. Außerdem erhält dieser Roman sehr viel Lokalkolorit. Die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben. Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah. Sie sprühen so vor Leben, dass man das Gefühl hat, sie wahrhaft zu kennen. Als ob man alles mit ihnen gemeinsam erlebt. Einfühlsam und intensiv - ein Leseerlebnis.
hervorragen
von gagamaus - 13.06.2021
Als die Staatssicherheit der DDR die Eltern abholt, werden Ria und ihre Schwester bei zwei verschiedenen Pflegefamilien untergebracht und jeder Kontakt unterbunden. Jahrelang leben sie nun regelkonform im neu gegründeten Sozialstaat. Aber in Ria schwelt der Wunsch nach Vergeltung und danach, ihre Schwester wiederzufinden. Als der BND die junge Frau aus heiterem Himmel anspricht, lässt sie sich kurzentschlossen als Spionin für den Westen anheuern, weil sie hofft, dass ihr der Geheimdienst hilft. Der BND schmeißt sie ins kalte Wasser und sie muss sehr schnell lernen, wie man mit neuester Technik Unterlagen fotografiert und entwickelt und wie man die Spuren ihrer Spionage wirksam verwischt oder verschleiert, denn in der DDR gibt es drakonische Maßnahmen für Landesverrat bis hin zur Todesstrafe. Wegen ihrer Unerfahrenheit werden sowohl Stasi als auch der KGB schnell auf Ria aufmerksam. Mit dem russischen Geheimdienstoffizier Sorokin entspinnt sich ein gefährliches Katz- und Mausspiel. Was anfangs wie ein ungleicher Kampf aussieht entwickelt sich zu einem Verwirrspiel zwischen allen Fronten, denn Ria ist ein Naturtalent, das an den Gefahren und Problemen wächst und sich nicht beirren lässt. Man wird als Leser mitten hineingeworfen in ein Spiel von Spionage und Gegenspionage, von politischen Machtkämpfen zwischen der DDR-Zentralregierung, russischer Besatzermacht und skrupellosen BND-Führungskräften. Dabei geht es um sehr viel, denn es sind die Tage vor dem Bau der Mauer und Ria ist Honecker und Ulbricht und ihrem perfiden Plan, die Bürger der DDR endgültig an der Ausreise zu hindern, auf die Schliche gekommen. Eine junge Frau, die eigentlich vor allem ihre Schwester finden möchte, wird vom Westen hemmungslos ausgenutzt, gerät ins Visier der feindlichen Spione, muss um ihr Leben fürchten und darum, dass sie ihre Liebsten mit ins Verderben reißen könnte. Ria ist eine tolle Heldin, die einem sofort ans Herz wächst, die sich im Laufe des Romans unheimlich weiterentwickelt und mit Mut, Herz und Verstand und stahlharter Nervenstärke auch aus scheinbar ausweglosen Situationen immer wieder als Siegerin hervorgeht. Dabei verliert sie trotz all der Bedrohungen nie die freie Entscheidung über ihr Leben. Das schmutzige Geschäft der Spionage wird auf vielfältige Weise beleuchtet und man bekommt einen guten Eindruck, dass alle Geheimdienste gleichermaßen menschenverachtend agieren. Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, von dem ich sagen würde, es hat ein wichtiges Stück deutscher Geschichte so eindringlich und nahbar rübergebracht. Die Pläne zum Mauerbau und ihre generalstabsmäßige Durchführung im Geheimen wird ausführlich und mit vielen Details beschrieben. Die Fakten und Daten sind ebenso trocken wie erschütternd und erschreckend. Und sie fügen sich für mich perfekt in die Spionagegeschichte ein. Das Buch ist von der ersten Seite an extrem spannend und die interessant gezeichneten realen und fiktiven Charaktere haben mich wie der Plot begeistert. Dicke Leseempfehlung und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.
Naja
von bambinicky - 09.06.2021
Die Geschichte ist soweit interessant, aber mich interessiert sie nicht so sehr. Sie ist in der Version verschiedener Personen geschrieben und leider etwas langweilig. Hätte sonst etwas werden können.
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