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Allee unserer Träume

Roman. 'Ullstein Taschenbuch'. 1. Auflage.
Taschenbuch
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Eine junge Architektin und ihr Traum von der größten Prachtstraße der DDR
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Allee unserer Träume als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Allee unserer Träume
Autor/en: Ulrike Gerold, Wolfram Hänel

ISBN: 3548291422
EAN: 9783548291420
Roman.
'Ullstein Taschenbuch'.
1. Auflage.
Ullstein Taschenbuchvlg.

25. Januar 2019 - kartoniert - 554 Seiten

Beschreibung

EINE JUNGE ARCHITEKTIN UND IHR TRAUM VON DER GRÖßTEN PRACHTSTRAßE DER DDR

Berlin in den Nachkriegsjahren: Die Stadt liegt in Trümmern, doch die Lebenslust der Menschen erwacht. Die junge Architektin Ilse hat eine Vision. Sie will die Stadt wieder aufbauen und Wohnungen auch für die einfachen Arbeiter schaffen. Der Wettbewerb für den Bau der Arbeiterpaläste in der Karl-Marx-Allee in Ostberlin ist ihre große Chance. Ihre Pläne werden tatsächlich ausgewählt. Aber ihr Ehemann erpresst Ilse mit einem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit und gibt die Entwürfe als seine eigenen aus. Enttäuscht fasst sie einen Entschluss: Sie wird diese Ungerechtigkeit nicht hinnehmen, sondern um ein freies Leben und den richtigen Mann an ihrer Seite kämpfen.

Portrait

Ulrike Gerold und Wolfram Hänel sind ein Schriftstellerehepaar, das in Hannover lebt und seit über 20 Jahren zusammen schreibt. In diesem Roman erzählen die beiden Autoren die Geschichte von Wolfram Hänels Mutter, die als junge Architektin Pläne für den Bau der Karl-Marx-Allee entwarf. In welchem Umfang diese umgesetzt wurden, ist nicht bekannt.

Pressestimmen

"Das Buch bietet Kurzweiligkeit und allerfeinste Unterhaltung auf hohem Niveau.", MagaScene, 01.03.2019
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Volker S.
von Volker S. - Hugendubel Buchhandlung Wismar Hinter dem Rathaus - 25.03.2019
Ein spannender Roman über die junge DDR und eine mutige Architektin. Nach wahren Begebenheiten, absolut lesenswert!
Bewertungen unserer Kunden
Visionen einer jungen Architektin
von Gisel - 23.04.2019
Schon als Kind war Ilse gerne im Architekturbüro ihres Vaters. Nun, als junge Frau, erhält sie die einmalige Chance, an der Berliner Prachtstraße der DDR zu bauen. Dafür allerdings benötigte sie die Identität ihrer Schwester und macht nun zwangsläufig gemeinsame Sache mit ihrem Schwager. Als Frau muss sie in den Nachkriegsjahren um die Umsetzung ihrer Träume kämpfen. Doch dann ist sie mittendrin in der Riege der Architekten, die die Stalinallee entwerfen und ihre Ideen für die neue Arbeiterklasse einbringen. Mit dieser Geschichte ehrt das Autorenduo Wolfram Hänel und Ulrike Gerold die Mutter des Autoren selbst, Ilse Schellhaas, die als junge Frau im Architekturbüro ihres Vaters mitgeholfen hat. Ihre Tagebücher und ihre Biografie geben den Hintergrund für diese Geschichte ab. Dennoch verweisen die Autoren darauf, dass es sich hierbei um einen fiktiven Roman und keine Dokumentation der Ereignisse handelt, das hilft schon mal, die Erzählung richtig einzuordnen. Gut gelungen ist die historische Einbettung der Geschehnisse in die Geschichtsschreibung der jungen sowie der späteren DDR. So erlebt der Leser die Ereignisse aus Ilses Sicht. Sie ist eine starke Frau, die ihre eigenen Visionen zur Architektur schon lange mit sich herumträgt. Und dennoch bleibt sie im emotionalen Bereich eher blass für mich, so richtig kann ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. Überhaupt wirken manche Geschehnisse eher unglaubwürdig, so dass ich mich schwer tat mit dem Verlauf der Geschichte. Die Zeitsprünge der Erzählung haben das noch erschwert. Ganz unpassend fand ich die Zusammenfassung der Erzählung zu Beginn jedes Kapitels, da stellte ich mir die Frage, wozu ich die einzelnen Seiten noch lesen sollte. So richtig überzeugen konnte mich der Roman nicht wirklich. Letztendlich habe ich das Buch weggelegt und ein paar Takte zu den geschilderten Ereignissen gegoogelt, die Lektüre hat mich zumindest neugierig gemacht über das, was der Roman erzählt. Mehr als drei von fünf Sternen kann ich abschließend jedoch nicht vergeben.
Eine starke Frau
von Anonym - 23.04.2019
Ilses Vater ist Architekt, Ilse vergöttert ihn und verbringt viel Zeit in seinem Büro. Dort wird sie früh mit Architektur bekannt gemacht. Daraus folgt natürlich der Wunsch selbst Architektin zu werden. Nun war das zu damaliger Zeit aber eher ungewöhnlich. Aber Ilse erhält einen Studienplatz und verfolgt ihren Plan. Den Krieg übersteht ihre Familie. Und dann verschlägt es Ilse erst einmal in den Westsektor. Als es eine Ausschreibung für den Bau der Stalin Allee gibt, bewirbt sich Ilse. Ihr Vater ist schwer krank, aber unter seinem Namen reicht sie die Unterlagen ein. Und tatsächlich darf sie an der Planung und Umsetzung teilhaben. Natürlich ist die Geschichte nicht so einfach. Da ist ihre Vergangenheit. Sie hat den Namen ihrer Schwester angenommen und ihr Schwager ist mit im Planungsstab. Er deckt sie und als Ehepaar agieren sie jetzt gemeinsam. Das Buch ist sehr komplex. Um die Geschichte des Baus wird viel mehr erzählt. Was gab es für Probleme nach dem Krieg. Noch immer gibt es Menschen, die die Ideologien des Nazi Regimes gut fanden und wieder haben möchten. Auf der anderen Seite die Sozialisten, die aber auch fanatisch handeln. Noch ist die Mauer durchlässig, aber so einfach kommt man nicht von einer Seite zur anderen. Außerdem wird die Stellung der Frau behandelt. Zur damaligen Zeit sollte sie zu Hause am Herd stehen. Das spürt auch Ilse immer wieder. Ich fand die Zeitwechsel gut gemacht. Wenn in den 50 Jahren Ilse eine Erinnerung hat, geht das nächste Kapitel zurück zu dieser Zeit. Über den Kapiteln steht aber eine Jahreszahl, sodass man den Überblick behält.
Absolut interessant
von Xanaka - 07.03.2019
Schon die Inhaltsangabe dieses Buches war für mich äußerst vielversprechend. Ein Buch über die Erbauer der damaligen Stalinallee in Ostberlin. Wobei, es geht hier weniger um die Erbauer sondern eher um die Architekten, die das ganze entwickelt und auch umgesetzt haben. Das ganze wird in einer Familiengeschichte verpackt. Ilse Schellhaase ist nach der Scheidung der Eltern immer froh, wenn sie bei ihrem Vater sein kann. Gerne schaut sie ihm bei der Entwicklung seiner Häuser zu und träumt mit ihm gemeinsam von den Häusern von Brügge, dei so hoch sind, dass die fast die Wolken kitzeln können. Für sie ist ganz klar, später wird auch sie eine Architektin werden und genau diese Häuser bauen. Doch leider kam erst einmal der Krieg dazwischen. Jahre später nimmt Ilse am Wettbewerb der Architekturbüros zur Erbauung der ersten sozialistischen Prachtstraße in Ostberlin teil und kann mit einer List ihre Pläne vorstellen. Jedoch bei diesem Wettbewerb trifft sie auf ihren Schwager, dem sie ihr Geheimnis anvertrauen muss, um nicht als Betrügerin entlarft und möglicherweise verhaftet zu werden. Es ist klar, in diesem Roman ist alles enthalten. Nicht nur die Familiengeschichte, auch Geheimisse die gelüftet werden müssen und ein Stück Zeitgeschichte, über eine Straße, die heute immer noch existiert. Mir hat die Entwicklung von Ilse gut gefallen. Ihr ist es gelungen in der Männerdomäne Fuß zu fassen und ihre Pläne, wenn auch nicht immer wie gewünscht, durchzusetzen. Vieles von dem, was geschrieben war, konnte ich gut nachvollziehen und sehe jetzt die Karl-Marx-Allee - so heißt sie heute - mit ganz anderen Augen. Gerade was die architektonischen Besonderheiten ausmacht, die Individualität der einzelnen Blöcke, jetzt ist mir alles klar. Zum Ende hin fand ich die Visionen von Ilse und ihrer Tochter ein wenig weit hergeholt. Das hat mir nicht so gefallen. Von mir gibt es aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.
Schöner Rückblick in die Anfangszeit der DDR
von Leseratte61 - 07.03.2019
Klappentext: Eine junge Architektin und ihr Traum von der größten Prachtstraße der DDR Berlin in den Nachkriegsjahren: Die Stadt liegt in Trümmern, doch die Lebenslust der Menschen erwacht. Die junge Architektin Ilse hat eine Vision. Sie will die Stadt wiederaufbauen und Wohnungen auch für die einfachen Arbeiter schaffen. Der Wettbewerb für den Bau der Arbeiterpaläste in der Karl-Marx-Allee in Ostberlin ist ihre große Chance. Als einzige Frau will sie sich gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen. Und ihre Pläne werden tatsächlich ausgewählt. Aber ihr Ehemann erpresst Ilse und gibt die Entwürfe als seine eigenen aus. Ilse soll den Architekten nur zuarbeiten. Enttäuscht fasst sie einen Entschluss: Sie wird diese Ungerechtigkeit nicht hinnehmen, sondern um ein freies Leben und den richtigen Mann an ihrer Seite kämpfen. Fazit: Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil ich mehr über die Anfangszeit der DDR erfahren wollte. Diesem Anspruch konnte das Buch gerecht werden. Viele Fakten, die wir in der Schule lernen mussten, wurde hier auf andere Art erzählt. Vom Größenwahn der Politiker, über die Not der Arbeiter bis hin zur Misswirtschaft, fanden Eingang. An manchen Stellen musste ich erst mal innehalten, um nicht von der Masse der Informationen erschlagen zu werden. Sehr gut recherchiert. Auch wenn ich mich nicht so in die Protagonisten einfühlen konnte, wie in anderen Romanen, hat mir Ilse imponiert. Sie hatte ihren Traum und hat alles getan, was in ihrer Macht stand, um ihn zu verwirklichen. Die anderen Protagonisten waren mir teilweise sehr unsympathisch in ihrer Art, sich mit aller Macht nach oben zu dienen. Die Machtrangeleien der Architekten waren mir teilweise dann doch zu viel, da wäre eventuell weniger mehr gewesen. Es gab für mich auch weitere interessante Gesichtspunkte, die durch dieses Buch wieder in mein Bewusstsein gelangten. So zum Beispiel der Umgang mit Schwulen und Lesben in dieser Zeit. Auch in der DDR wurden sie noch verfolgt und mussten mit Ausgrenzung leben. Mir war nicht mehr so klar, dass solche Ausgrenzungen auch nach der Nazi-Zeit noch galten. Auch dieser Teil war gut recherchiert und passte in die Handlung. Der geschichtliche Hintergrund hat mir sehr gut gefallen, da er sehr bildhaft in das Geschehen integriert war. Allerdings benötigte ich durch die vielen Fakten auch meine Zeit, um das Buch zu lesen, da ich manches erst nachlesen und sacken lassen wollte. Alles in Allem ein lesenswertes Buch, ohne reißerischen Anspruch, dass diese Zeit sehr gut näher bringt.
Eine starke Frau
von Anonym - 28.02.2019
Scheinbar vollkommen befreit von Sorgen und Ängsten heißt das Schulmädchen Ilse den Leser auf den ersten Seiten des Buches willkommen. Ein Mädchen, das als eine von zwei Töchtern mit einem Architekten als Vater aufwächst und schon früh weiß, dass es nur einen Lebenstraum hat: selber Architektin werden. Fast 20 Jahre später ist Ilse gebeutelt vom nun beendeten Krieg und versucht weiterhin, ihren Traum zu verwirklichen. Im Namen ihres Vaters und mit einem großen Geheimnis reist sie nach Berlin, um den hohen Genossen der DDR ihre Entwürfe für die neue Prachtallee des Landes zu präsentieren. Dass sie dabei ihre Vergangenheit einholt und sie vor eine alles entscheidende Wahl stellt, wird ihr erst viel später bewusst. Mit Mut, Willen und Durchsetzungsvermögen jedoch auch mit dem weiblichen Charme beißt Ilse sich durch alle Lebenslagen und zieht den Leser so in ihrem Bann. Auch wenn die Sorglosigkeit des kleinen Mädchens Ilse vom Krieg weggeblasen wurde, überzeugt sie nun mit einem erwachsenen Ernst und dennoch ein bisschen Naivität und Träumen. Es ist eine Geschichte, auf die man sich einlassen muss und gewiss nicht für jeden Leser die richtige Wahl. Dennoch ist die Geschichte eingängig, leicht zu verfolgen und der deutschen Geschichte wegen nicht zu verachte und ein wichtiger Repräsentant.
Berliner Geschichte aus Sicht einer Frau
von Esther - 26.02.2019
Allee unserer Träume erzählt die Geschichte der jungen Ilse, die in der frühen Nachkriegszeit in Berlin lebt. Der Krieg ist gerade erst zu Ende, das Grauen noch in den Köpfen der Menschen, aber die Stadt muss wieder aufgebaut werden und Ilse bewirbt sich um die Neubebauung der Karl-Marx-Allee und wird mit ihren Plänen ausgewählt. Daraus ergeben sich aber für sie neue Probleme: Durch den jähen Erfolg Ilses fühlt ihr Ehemann sich bedroht und in einer für seinen Stand nicht angemessenen Konkurrenzrolle. Er verbietet Ilse die Arbeit an den Aufbauten. Insgesamt hat mich das Thema und die Handlung des Buches durchaus angesprochen. So fand ich als Berlinerin natürlich grade die Schauplätze interessant und fand durch den historischen Hintergrund auch gut in die Geschichte hinein. Ilse hat mich in ihrem Kampf um Anerkennung und Selbstbestimmung durchaus imponiert und inspiriert. Als Leser kann man gut nachempfinden, wie schwierig es noch in den 50er Jahren (selbst in einer Stadt wie Berlin) war, als Frau Erfolg zu haben. Darüber hinaus muss man aber eingestehen, dass das Buch eher in die Schublade Unterhaltungsliteratur gehört. Im Großen und Ganzen finden wir hier stereotype Figuren, die entweder nicht oder besonders plakativ aus ihren Rollen fallen, was das Buch am Ende doch sehr vorhersehbar macht. Auch fand ich die Motive der Handlung nicht bahnbrechend neu und innovativ. Dennoch kann man dieses Buch wunderbar an einem Sonntagnachmittag auf dem Balkon genießen, es ist unterhaltsam und mit kleinem Erkenntnisgewinn. Wer nicht zu viel erwartet, kann dieses Buch ohne Reuhe genießen, auch als Nichtberliner!
Am Ende enttäuscht
von raschke64 - 25.02.2019
Ilse, geboren in Mühlhausen, als Tochter eines Architekten möchte ebenfalls Architektin werden. Doch es kommt der Krieg dazwischen. Danach beteiligt sie sich in Berlin am Aufbau der damaligen Stalinallee, später Karl-Marx-Allee. Dafür muss sie allerdings sehr viel aufgeben. Ihre Entwürfe werden unter dem Namen ihres Mannes veröffentlicht, sie selbst übernimmt am Ende die Bauleitung Anfangs hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist wunderbar gut lesbar, Unterhaltung und Geschichte in einem. Doch mit Fortschreiten der Geschichte wurde es immer unglaubwürdiger. Es wird die Geschichte, in großen Teilen allerdings fiktional, der Mutter des Autos beschrieben. Ob aus dem Nichtvorhandensein von Fakten oder dem Schützen der Familie - ist werden große Löcher in der Geschichte sichtbar. So ist es nicht wirklich verständlich, warum die junge Frau den Namen ihrer Schwester annehmen muss, um nicht Probleme mit der sowjetischen Besatzungsmacht zu bekommen. Eine einfache Heirat und eine 14-tägige Ehe erscheinen mir keine ausreichenden Gründe dafür zu sein. Auch merkt man der Geschichte leider sehr deutlich an, dass sie aus Sicht von Westdeutschen geschrieben wurde. Die Beschreibungen Ost und West sind sehr schwarz-weiß gehalten. Auch in Westberlin gab es selbst zu Wende noch Mietskasernen, die genauso grau wie in Ostberlin waren. Aber die Hauptfigur landet ja am reichen Wannsee. Außerdem ganz furchtbar für mich waren die kurzen Sätze am Beginn eines jeden Kapitels, die den Inhalt darstellten. Das mag bei Büchern in den fünfziger Jahren so üblich gewesen sein und sicher hat sich das Autorenpaar daran orientiert, aber es nahm jegliche Spannung vorweg und ich fand es völlig unnötig und sehr störend. Alles in allem ist das Buch am Ende für mich gute Unterhaltung, allerdings dann nur Durchschnitt.
mäßig spannend
von gagamaus - 25.02.2019
Der Bau der Karl-Marx-Allee im Osten Berlins in den 50ger Jahren des 20.ten Jahrhunderts, das ist das Kernelement der Geschichte "Allee unserer Träume". Hier sollten Wohnungen für die einfachen Arbeiter entstehen. Der Architekt wurde wie üblich bei einem ausgeschriebenen Wettbewerb gesucht und die junge idealistische träumt davon, mit diesem Auftrag in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, dessen Konstruktionen sie schon als Kind bewundert hatte. Aber die Männerwelt sieht es nicht so gerne, dass eine Frau so erfolgreich ist und legt ihr viele Steine in den Weg. Ein Roman über die Anfänge der DDR und über die Anfänge der Emanzipation. Ilse ist eine Frau ihrer Zeit, die mit ihrem Ehrgeiz und ihrem Mut dennoch etwas aus der Masse der Frauen herausragt. Das Buch war interessant aber die Figuren und die vor allem der Plot konnten mich nicht durchweg fesseln. Einiges war vorhersehbar, es gab nur einen wirklich dramatischen Höhepunkt in Ilses Biografie. Die Geschichte beruht, glaube ich, auf wahren Begebenheiten und die kann man natürlich nicht willkürlich verändern. Das Buch erinnerte mich in seiner Struktur ein bisschen an Romane von Ulrike Renk, die ja auch reale Personen in ihren Büchern zum Leben erweckt. Interessant aber nur mäßig spannend.
Frauen in der DDR
von Anonym - 23.02.2019
Die Karl-Marx-Allee. Der Prachtboulevard der damaligen DDR. Er lädt auf dem Cover ein zum Schlendern, zum Flanieren ein und das mit der der Frau auf dem Cover, die den Leser noch mehr zum Träumen und Lesen einlädt. Man schlägt das Buch gerne auf und beginnt, (weiter) zu lesen. Auch die ersten Seiten des Buches sind eingängig, gefühlvoll und repräsentieren eine Kindheit zu damaligen Zeiten, wie man sie sich gewünscht hätte. Mit einer sanften Art, die Wörter aneinanderzureihen und in den Zeitfenstern hin und herzuspringen vermag es das Autorenduo Gerold und Hänel, dem Leser alles Notwenige zu unterbreiten und ihn wissend zu machen. Dabei ist die junge Frau Ilse die Hauptperson im Buch. Doch wovon handelt das Buch eigentlich: Ilse wächst als eine von zwei Töchtern eines geschiedenen Architekten Anfang der 30er Jahre auf. Schon zu Kinderzeiten bemerkt sie, dass sie später nichts lieber möchte als in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, anders als ihre Schwester Marga. Doch dann kommen die Kriegsjahre, welche im Buch nicht näher beschrieben werden. Berlin 1950. Die Genossen der DDR haben viele Architektenbüros zur Einreichung von Plänen für die erste Prachtstraße des neuen Landes aufgerufen. Durch ein Versehen gerät Ilse, welche in Namen ihres erkrankten Vaters handelt, in das Treffen der bekannten Architekten. Doch ihre Pläne finden eine solche Zustimmung, dass man sie umgehend aufnimmt. Allerdings trägt Ilse ein Geheimnis mit sich herum und gerade unter den anwesenden Männern ist ein Mann, der ihr daraus das Leben schwer machen könnte. Als Frau wird Ilse zwar abwertender, herablassender und als fehl am Platz von ihrem männlichen Kollegen behandelt, doch hat sie in ihrem eigentlichen Verhängnis einen Verbündeten gefunden. Auf diese Weise durchlebt Ilsa Tag für Tag, Jahr für Jahr, lernt neue Menschen kennen, macht neue Erfahrungen und erlangt schlussendlich einen komplett andern Blick auf ihr Umfeld. Ilse wird als eine junge und mutige Frau beschrieben, die ihren Weg zu beschreite weiß, komme, was wolle. Aus jeder Sackgasse findet sie scheinbar mühelos einen Ausweg und weiß es auch mit der Männerdomäne im Architektenmillieu aufzunehmen. Die weckt eine Sympathie beim Leser. Dass und vor allem welches Geheimnis Ilse mit sich herumträgt, bleibt lange im Dunkeln und wird er nach und nach deutlich. Nichtdestotrotz vermag scheinbar nichts diese aufgebaute Sympathie zu zerstören und so wird der Leser fast zum Teil selbst zum Architekten. Ein bisschen störend fand ich persönlich zu kurzen Inhaltsangaben zu Beginn eines Kapitels, die die Spannung vorwegnahmen und die Handlungen und Geschehnisse erahnen ließen. Es ist ein Buch, das einen Teil der deutschen Geschichte in eine schöne und abwechslungsreiche Story verpackt. Mit Witz und Sympathie wird auch der heutige Deutsche zurückversetzt in die damalige Zeit und bekommt auch später noch zu spüren, was es damals bedeutete, ein geteiltes Land zu sein.
Nett zu lesen, aber für mich nicht immer ganz überzeugend
von anushka - 22.02.2019
Ilse Schellhaas kann sich schon als Kind für die architektonischen Zeichnungen ihres Vaters begeistern und begleitet ihn häufig ins Büro. Jahre später, der Zweite Weltkrieg ist bereits vorbei, taucht Ilse wieder auf, nämlich bei einer Architektenrunde, die mit dem Entwurf eines Vorzeigeprojekts der DDR befasst ist. Es soll eine Prachtstraße mit Wohnungen für Arbeiter entstehen. Ganz im sozialistischen Sinne träumt Ilse davon, Wohnkomfort auch für Arbeiter erschwinglich zu machen. Doch als Frau hat sie es nicht leicht in einer Runde aus Männern mit großen Egos, die alle ihre eigenen Vorstellungen in dem Projekt unterbringen und sich somit unsterblich machen wollen. Und dann hat Ilse da auch noch ein Geheimnis, dessen Entdeckung sie ihren großen Traum kosten könnte. Denn ausgerechnet in der Architektenrunde taucht jemand aus ihrer Vergangenheit auf, der sie entlarven könnte ... Mich hat vor allem angesprochen, dass dieser Roman von einer Prachtstraße handelt, die es heute - allerdings bei weitem nicht mehr so prachtvoll - gibt. Besonders pikant: gerade diese erschwinglichen Wohnungen für Arbeiter sind derzeit prominent in der Presse vertreten, weil sie von Spekulanten aufgekauft werden sollen, die für ihre massiven Mieterhöhungen und schlechte Behandlung ihrer Mieter bekannt sind. Aber das nur am Rande; zurück zur Geschichte um Ilse und der Zeit, als diese in Berlin durchaus noch sehr bekannte Straße zur Entstehung kam. Während Ilse schon von den Bauten träumt, liegen links und rechts der Wege noch die Trümmer des Krieges, die vor allem von Frauen beseitigt werden. Hier haben wir also das erste große Thema: Trümmerfrauen. Doch die Autoren haben sich noch viel mehr große Themen vorgenommen: die Vergangenheit jedes einzelnen unter den Nazis, die Einschränkung der freien Meinungsäußerung in der DDR, die Rolle der Frau in den 1950ern, geheime Clubs und Vergnügungen, Demenz, Homosexualität als Verbrechen, soziale Unruhen, etc. Es hätte dem Buch meiner Meinung nach gut getan, sich auf weniger Themen zu beschränken und sie dafür noch weiter auszubauen und spannend zu gestalten. Denn für mich schleppte sich die Geschichte über etliche Teile einfach nur dahin, ohne dass es wirklich spannend war. Und gerade die Bedrohung, die der Klappentext andeutet, verpufft auf einmal irgendwie sang- und klanglos. Insgesamt war die Geschichte nett, aber eben nicht mehr. Und auch wenn sie (teilweise) auf wahren Begebenheiten beruht, waren mir einige Entwicklungen zu konstruiert, besonders das einschneidende Erlebnis, dass die Beziehungen der zentralen Figuren untereinander zerstört. Ilse ist mir nie wirklich nahe gekommen und ich konnte keine emotionale Bindung zu ihr aufbauen. Im Nachhinein habe ich auch noch ein Interview mit den Autoren gelesen, die von den Schwierigkeiten erzählten, diese Geschichte rund zu machen und welche harte Arbeit das mitunter war. Und leider ist das genau das, was ich beim Lesen manchmal empfunden habe. Als wäre die Geschichte mitunter harte Arbeit gewesen.
Tolle Idee, doch leider nicht gelungene Umsetzung
von dartmaus - 22.02.2019
Das Cover des Buches ist wahnsinnig interessant. Es soll wohl Berlin in den 50er Jahern darstellen. Gefällt mir wirklich gut. Inhalt: Ilse Schellhaas, die bereits in der Kindheit sich sehr für Architektur interessierte, beginnt trotz aller Widerstände ein Architekturstudium in Weimar. Nach Kriegsende bekommt sie die Chance ihres Lebens. Sie reist nach Berlin um dort dem DDR Regime Pläne vorzustellen. Doch alles kommt anders, denn in der DDR in einer Männerdomäne, wie der Architektur zu bestehen, ist äußerst schwierig. Während des des Aufstands am 17. Juni flieht Ilse aus der DDR in den Westen. Erst nach der Wende kann sie Ost Berlin wieder bereisen und sich "ihre" Allee anschauen. Meine Meinung: Eine interessante Geschichte über die Anfänge der DDR. Ilse ist für mich eine faszinierende Frau, die sich der Männerwelt stellt und versucht Hürden zu überwinden. Doch leider bleibt sie im Buch doch ziemlich blass. Man hätte deutlich mehr aus ihr machen können. Hier hätte mehr potential drin gesteckt. So manche Passagen wirken stark an den Haaren herbei gezogen. Da wäre weniger oft mehr gewesen, an anderen Stellen wiederum fehlt so das gewisse etwas. Insgesamt bin ich bei dem Buch echt Zwiegespalten, einerseits echt interessant, andererseits fehlt mir persönlich auch einiges. Mein Fazit: Tolle Idee, doch leider eine nicht ganz gelungene Umsetzung.
Etwas holzschnittartig
von takabayashi - 21.02.2019
Der Klappentext klang nach einer richtig guten Geschichte aus dem 20. Jahrhundert. Gerade auch weil sie vorwiegend in (Ost-)Berlin handelt, interessierte die Geschichte mich als (West-)Berlinerin besonders. Die Hauptperson ist Ilse Schellhaas, 1922 in Thüringen geboren. Sie und ihre Schwester Marga wachsen nach der Scheidung der Eltern bei der Mutter auf, aber Ilse hängt auch sehr an ihrem Vater, einem Architekten und Bauunternehmer, den sie bewundert und von dem sie die Leidenschaft für die Architektur übernommen hat. Sie setzt sich gegen einen gewissen familiären Widerstand durch, macht Abitur, geht zum Studium nach Weimar und gerät dann in die Wirren der Nazizeit und des zweiten Weltkrieges. Der Roman spielt abwechselnd auf 2 Zeitebenen: einerseits im Ostberlin der Jahre 1950 - 53, als es Ilse gelingt, ins Planungskollektiv für die erste sozialistische Prachtstraße - die Stalin- bzw. später dann Karl-Marx-Allee - aufgenommen zu werden; andererseits in Rückblicken auf Ilses Entwicklung und Schicksal ab dem Jahr 1932. Die Grundidee ist sehr gut und die Geschichte historisch interessant, aber die Umsetzung vermochte mich nicht immer zu fesseln, manche Passagen zogen sich recht zähflüssig in die Länge. Im Vordergrund stehen immer Ilse und die Bauarbeiten, denen Ilse sich mit Leib und Seele voller Begeisterung verschrieben hat. Aber es gibt auch zahlreiche andere Figuren, deren Leben mit dem Ilses verwoben ist, die aber oft wie am Reißbrett entworfen wirken und jeweils eine Funktion für den Fortgang der Geschichte haben. Das ist gewiss in Romanen häufiger der Fall, aber hier nehmen sie leider oft nicht wirklich Konturen an, erwachen nicht zum Leben. Die Lektüre von Richard Dübells Jahrhundertsturm-Trilogie hat mich für das Genre der historischen Romane begeistert, er versteht es meisterhaft, historische Fakten und Personen mit fiktiven menschlichen Schicksalen in genau der richtigen Balance zu verbinden, so dass man viel über die jeweilige Epoche erfährt, aber sich auch mit den Protagonisten identifizieren, mit ihnen mitfiebern und sich mit ihnen freuen kann. Diese Qualität habe ich hier vermisst, ich habe mich eher wie ein distanzierter Beobachter gefühlt. Bei Dübell war ich ganz traurig, wenn das Buch zuende war (obwohl mit 700 - 1000 Seiten sehr voluminös), hier habe ich immer mal wieder überprüft, wie viele von den 550 Seiten ich denn noch vor mir hatte... Der Roman wirkte mit zu vielen Themen, Ereignissen und Personen auch etwas überfrachtet, die Bauarbeiten z.B. nahmen eine etwas zu beherrschende Rolle ein im zweiten Teil und eine gewisse Straffung und Kürzung hätte dem Roman möglicherweise gut getan. Trotzdem ist es kein schlechtes Buch, die Geschichte, die sich an das Leben der Mutter des männlichen Teils des Autorenpaares anlehnt, ist durchaus interessant, nur die menschlichen Schicksale erschienen mir hin und wieder zu konstruiert und ließen mich auch häufig kalt.
Freies Leben
von schliesi - 21.02.2019
Inhalt und meine Meinung: Die junge Ilse hat im Berlin der Nachkriegsjahre eine Vision, sie möchte Architektin werden und die Stadt wieder aufbauen um Wohnungen für die einfachen Arbeiter schaffen. Sie ist bei dem Wettbewerb für den Bau der Arbeiterpaläste in der Karl-Marx-Allee in Ostberlin die einzige Frau und will sich gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen. Als ihre Pläne tatsächlich ausgewählt werden gibt ihre Ehemannn ihre Pläne als die seinen aus und erpresst Ilse. Sie soll nun den Architekten nur noch zuarbeiten. Ilse beginnt für ein freies Leben und ihre Träume zu kämpfen. Der Roman hat mir gut gefallen er bietet kurzweilige Unterhaltung. Besonders gut haben mir die Zeitsprünge jedes einzelnen Kapitels gefallen, so lernt man Ilse richtig gut kennen. Die Handlung ist in weiten Teilen recht emotional geschrieben, man leidet und freut sich mit Ilse und ist somit immer nah am Geschehen. Die kurzen Zusammenfassungen zu Beginn eines jeden Kapitels haben mich überrascht, im Nachhinein finde ich dies aber gelungen. Auch die Gestaltung des Buchumschlages passt gut zum Roman.
Lesenswert
von nellsche - 19.02.2019
Die 1950er Jahre in Berlin: Ilse Schellhaas hat den Wunsch, Architektin zu werden und die Stadt wieder aufzubauen. Das ist zu der Zeit nicht einfach und Ilse werden viele Steine in den Weg gelegt. Doch sie hat ihr Ziel vor Augen und lässt sich auch von ihrem Ehemann, der ihre Entwürfe als seine ausgibt, nicht unterkriegen. Sie will um eine freies Leben und den richtigen Mann an ihrer Seite kämpfen. Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Durch den gut zu lesenden und sehr bildhaften Schreibstil hatte ich gute Bilder vor Augen, sowohl von der Umgebung als auch von den Personen. Die Charaktere empfand ich sehr authentisch und der damaligen Zeit entsprechend. Auch das Berlin der Nachkriegszeit wurde echt und eindrucksvoll gezeichnet. Ich fühlte mich in die damalige Zeit versetzt und konnte dem Geschehen sehr gut folgen. Ilse war eine sehr sympathische junge Frau, die mutig und stark für sich selbst und ihre Träume einstand und sie durchzusetzen versuchte. Die Niederlagen, so hatte ich das Gefühl, spornt an sie nur noch mehr an. Das fand ich sehr bewundernswert.  Der Plot war interessant überlegt und beschrieben und ich war gespannt, was alles geschieht und wie sich Ilses Weg gestaltet. Insofern war eine gute Spannung vorhanden. Gut gefiel mir der Aufbau des Buches mit den Überschriften und den Jahreszahlen, denn dadurch konnte ich die Erzählungen gedanklich bestens ordnen. Ein paar Stellen gab es jedoch, die ich etwas zu langatmig fand. Ein interessanter und spannender Roman um eine junge und mutige Architektin, der mir gut gefallen hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Spannende Unterhaltung mit geschichtlichem Hintergrund
von Feelina666 - 18.02.2019
Berlin, Anfang der 50er Jahre. Die Stadt ist vom Krieg noch schwer gezeichnet, doch die Lebenslust der Menschen erwacht. Die junge Architektin Ilse hat einen Traum, sie will die Stadt wieder neu aufbauen und so will sie am Wettbewerb zum Bau der Karl-Marx-Allee in Ostberlin teilnehmen. Ihre Pläne werden auch tatsächlich ausgewählt, aber ihr Mann erpresst sie mit einem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit und gibt ihre Pläne für seine aus. Schwer enttäuscht fasst Ilse einen Entschluss und kämpft für ein freies Leben und den richtigen Mann an ihrer Seite. "Allee unserer Träume" von Ulrike Gerold und Wolfram Hänel ist eine gelungene Mischung aus Zeitgeschichte und Unterhaltung. Ilse wächst wohlbehütet auf und ist die Tochter eines Architekten, weshalb sie schon in jungen Jahren die Liebe zu diesem Beruf entdeckt und trotz Krieg und aller Widerstände wird Ilse dann auch tatsächlich Architektin. Der Roman hat einen flüssigen und einfachen Schreibstil und man kommt recht zügig durch die Geschichte, die in mehrere Zeitabschnitte unterteilt ist. Der Spannungsbogen ist stets konstant und es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die einzelnen Charaktere sind authentisch dargestellt, allerdings fiel es schwer sich in die Personen richtig reinzuversetzen, die Beschreibungen sind mir persönlich einfach nicht tief genug gewesen. Zudem hatte ich das Gefühl, das der Schluss dann doch sehr abrupt kam, als hätten die Autoren alles erzählt und nun müsste schnell ein Ende her. Trotz allem ist es eine tolle Geschichte, mit spannendem geschichtlichen Hintergrund, die fesselt und gut erzählt ist.
Deutsch-deutsche Geschichte in Romanform
von buecherwurm_01 - 15.02.2019
Die Hauptperson des Romans ist aufgewachsen während des 2. Weltkrieges und durch die Arbeit ihres Vaters geprägt, so dass sie Architektin werden möchte. Dies in jener Zeit zu realisieren, ist nicht einfach. Sie hat ihr Ziel klar definiert und lässt sich auch durch Rückschläge nicht davon abhalten. Das Arbeitsleben als einzelne Frau unter egozentrischen und von sich überzeugten Männern prägt die Protagonistin und weist ihr ihren Lebensweg mit seinen unterschiedlichen Facetten in beiden Teilen Deutschlands. Der flüssige Schreibstil lässt Bilder im Kopf entstehen, die diesem Weg folgen. Die berührende Lebensgeschichte einer Frau in der frühen DDR über das Leben im Westteil Berlins in den 1960er Jahren bis hin zum Mauerfall fasst das Zeitgeschehen realistisch auf, auch wenn die Themenvielfalt an manchen Stellen eher störend ist, um dem Verlauf folgen zu können. Ich finde, dass die Stimmung der Zeit gut rübergebracht wird. Die Hauptperson des Romans ist mir sympathisch, ansonsten fehlen mir aber weitere überzeugende Charaktere, die es mit ihr aufnehen können. Das Cover passt sehr gut zur Zeit mit seinem Bild der "Prachtstraße", die zum Lebensmittelpunkt der Protagonistin wird. Die Leseprobe hat meine Neugierde auf die Geschichte geweckt. Im Großen und Ganzen hat mir die fiktive Geschichte mit wahren historischen Elementen gefallen, jedoch nicht absolut überzeugt. Der Klappentext ist im Nachhinein nicht gut getroffen und etwas irreführend.
Eine Frau geht ihren Weg
von Gartenfee - 13.02.2019
Ein sehr schön gestaltetes Cover zieht den Betrachter sofort in seinen Bann und lädt ein, in eine spannende, berührende Geschichte einzutauchen, mit zu fiebern und mit zu kämpfen. Ilse hat schon früh einen Wunsch, sie möchte Architektin werden, doch das ist in den 30iger Jahren fast schon ein aussichtloses Unterfangen. Ilse hat eine besondere Kindheit, denn sie ist ein Kind geschiedener Eltern und das ist zu dieser Zeit nichts Alltägliches. Vater und Großvater sind im Baugeschäft tätig, während ihr Großvater und Vater die Meinung vertreten, Frauen gehören in die Küche, nimmt Ilses Mutter Ilses Träume ernst und setzt sich mit aller Macht dafür ein, dass sie Ihren Traum verwirklichen kann, sie macht ihr Abitur und studiert Architektur, doch in der damaligen Männerdomäne hat sie es nicht leicht, sie beginnt für Ihren Traum, einen Teil des zerstörten Berlins zu planen und mit zu entwickeln, einen schweren und emotionalen Kampf. Die Autoren Ulrike Gerold und Wolfram Hänel schreiben leicht und flüssig und bauen einen Spannungsbogen auf, der es schafft, den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen, Teil zu werden der damaligen Zeit. Die Geschichte ist so voller Emotionen, die das Herz des Lesers für die Protagonistin Ilse erwärmen und sie mitfiebern lassen. Ein gelungener und spannender Romanüber eine Frau, die weiß, was sie will und die gegen alle Widerstände aufbegehrt.
zeitgeschichtliches Kolorit
von lilalesemaus - 12.02.2019
Prolog: Thüringen, 1932, die Protagonisten werden eingeführt, der Rahmen der Handlung gezeigt. Ilse, ein Mädchen, dessen Traum es ist Architektin zu werden. Ihr Vater, der Architekt ist, der Großvater, der eine Tischlerei führt, die Mutter, die vom Vater geschieden ist (sehr unüblich zu dieser Zeit!) und die Schwester Marga, die wie ein flatternder Schmetterling dargestellt wird. Die eigentliche Handlung spielt dann im Nachkriegsberlin - Ilse, inzwischen Archichtektin, reicht ihre sorgsam ausgearbeiteten Entwürfe für den Bau der Stalin-Allee - der zukünftigen Prachtstraße Ost-Berlins, der Hauptstadt der DDR - ein. Sie möchte Erfolg haben in einer von Männern dominierten Welt. Eigentlich hörte sich die Handlung für mich in der Leseprobe sehr spannend an, gerade da ich Romane mit zeitgeschichtlichem Hintergrund mag. Leider haben sich meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und liest sich gut. Jedoch ist die Handlung für mich zum zum Teil zu sprunghaft. Die einzelnen Kapitel spielen immer in einer anderen Zeit, eine kurze Inhaltsangabe ist vorangestellt. Der Handlungsablauf wird dadurch zerrissen. Auch erscheinen mir manche Situationen arg an den Haaren herbeigezogen (Ilse trifft ausgerechnet bei der Vorstellung ihrer Baupläne ihren totgeglaubten Ex-Schwager), ich konnte mich nicht wirklich mit einer der Hauptfiguren identifzieren, Ilse blieb mir fremd. Durch all dies hat sich das Buch für mich nicht wie ich erwartet hatte leicht und schnell gelesen, sondern zog sich manchmal sehr in die Länge. Von mir daher nur 3 von 5 Lesesternen.
Eine starke und mutige Frau, die ihren Weg geht
von Marakkaram - 11.02.2019
[[Je länger sie allerdings der aufgeregten Eitelkeit um sich herum zuhörte, umso lächerlicher kamen diese Männer ihr plötzlich vor. Als wäre keiner von ihnen in der Lage, weiter zu planen als bis zu den einzelnen Bauten, mit denen jeder sich sein persönliches Denkmal setzen wollte.[[ In Allee unserer Träume verknüpft das Autorenduo Ulrike Gerold und Wolfram Hänel geschickt historische Begebenheiten mit ihrer Handlung. Die Geschichte spielt auf zwei Ebenen, einmal der Zeitraum um 1940 und dann ab 1950 bis in die Gegenwart, wobei der erste Strang irgendwann in den zweiten übergeht. Ich fand die jeweiligen Wechsel sehr harmonisch und passend, so bekommt man immer wieder einen Einblick in Ilse`s Vorgeschichte. Ilse, die Hauptprota, die als Kind schon die Bauzeichnungen ihres Vaters vollendet hat und später mutig die Chance ergreift an der baulichen Gestaltung und Entstehung der Karl-Marx-Allee in Berlin mitzuwirken. Doch das hat seinen Preis.... Der Schreibstil der beiden Autoren ist bildhaft und sehr angenehm. Auf der anderen Seite aber auch relativ sachlich und distanziert. Man kommt an die Charaktere nur in seltenen Momenten richtig ran, die sind dann dafür aber umso eindrücklicher. Schon irgendwie passend zu der Generation um die es hier geht. Der Roman gibt einen interessanten Einblick in den Beginn der DDR, das Gefühl der Trennung vom Westen, auch ohne Mauer, die andere Denkweise. Es ist ein schönes Porträt der 50-iger Jahre und man ist quasi bei der Entstehung der Karl-Marx-Allee und vor allem der Idee, die dahinter steckte, live dabei - leider auch bei ihrem Verfall. Fazit: Allee unserer Träume ist ein spannender und interessanter historischer Roman und hat mir so manche neue Einblicke gebracht. Und obwohl der Roman schon über 500 Seiten hat, wäre ich so manches Mal gerne noch tiefer eingetaucht. ***4,5 Sterne***
Leider nicht ganz überzeugend
von Sabine Mach - 10.02.2019
Auf das Buch war ich sehr gespannt, denn mich faszinieren Geschichten, die sich mit unserer jüngeren Vergangenheit beschäftigen. Die beiden Autoren, die auch unter dem Pseudonym Freda Wolff zusammen Kriminalromane schreiben, haben mir schon gezeigt, dass sie in ihrem Schreibstil durchaus miteinander harmonieren können. Hier merkt man davon leider wenig. Der Roman liest sich seltsam hölzern und in großen Strecken sehr langatmig. Normalerweise kann ein Buch für mich nicht dick genug sein, aber hier hätte ich mir deutlich weniger Seiten gewünscht. Dabei hätte der Plot durchaus Potential. Das Thema ist sehr spannend und gerade jetzt zum Jubiläum der Frauenbewegung höchst aktuell. Aber ein Lesefluss mag sich nicht so recht einstellen. Das mag zum einen an den blass bleibenden Protagonisten liegen, aber auch an den zu ausführlich behandelten Themenbereichen, die einerseits Unruhe bringen, aber an vielen Stellen auch eine gewisse Erschöpfung beim Leser hervorrufen. Das Buch hat mich einfach nicht gepackt, was ich sehr schade finde, denn eigentlich beherrschen die beiden Autoren ihr Metier.
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