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Die Jahre der Schwalben

Roman. 'Aufbau Taschenbücher'. 'Die Ostpreußen Saga'. 6. Auflage.
Taschenbuch
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Verlorene Heimat - eine starke junge Frau zwischen Liebe und Verlust.

Kurz nach ihrer Hochzeit erfährt Frederike, dass ihr Mann eine schwere Krankheit hat. Er geht in ein Sanatorium, und Frederike hofft auf seine Genesung. Doch als er stirbt, steht Fr … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Jahre der Schwalben
Autor/en: Ulrike Renk

ISBN: 3746633516
EAN: 9783746633510
Roman.
'Aufbau Taschenbücher'. 'Die Ostpreußen Saga'.
6. Auflage.
Aufbau Taschenbuch Verlag

9. Oktober 2017 - kartoniert - 550 Seiten

Beschreibung

Verlorene Heimat - eine starke junge Frau zwischen Liebe und Verlust.

Kurz nach ihrer Hochzeit erfährt Frederike, dass ihr Mann eine schwere Krankheit hat. Er geht in ein Sanatorium, und Frederike hofft auf seine Genesung. Doch als er stirbt, steht Frederike vor den Trümmern ihres Lebens. Allein und ohne eigenes Vermögen muss sie das Gut mit der großen Trakehnerzucht bewirtschaften. Jahre der Verzweiflung und Einsamkeit folgen, bis sie Gebhard von Mansfeld kennenlernt. Ganz langsam gelingt es ihr, wieder an das Glück zu glauben. Doch dann kommt Hitler an die Macht, und plötzlich weiß Frederike nicht, ob sie und ihre Liebsten noch sicher sind.

Die große emotionale Familiensaga aus Ostpreußen, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Portrait

Ulrike Renk, geboren 1967, studierte Literatur und Medienwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Krefeld. Im Aufbau Taschenbuch liegen ihre Romane „Die Seidenmagd", „Die Heilerin", „Die Frau des Seidenwebers", die Australien-Saga „Die Australierin", „Die australischen Schwestern" und „Das Versprechen der australischen Schwestern" sowie die Ostreußen-Saga „Das Lied der Störche", „Die Jahres der Schwalben" und „Die Zeit der Kraniche" vor. Außerdem erschienen ihre Eifel-Thriller „Echo des Todes" und „Lohn des Todes". Mehr Informationen zur Autorin unter www.ulrikerenk.de

Pressestimmen

" Eindrücklich und spannend erzählt. " Märkische LebensArt 20180701

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Das Lied der Störche
Taschenbuch
von Ulrike Renk
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Bewertungen unserer Kunden
Ein wunderbarer zweiter Teil, der mich wieder begeistert hat
von schafswolke - 21.08.2018
Der Beginn von Frederikes Ehe zerstört alle ihre Träume! Ax ist krank und so muss Frederike ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Freddy wird erwachsen und das auf die harte Tour. Sie muss sich Respekt verdienen und das auch noch in einer fremden Umgebung, natürlich bleibt das nicht ohne Folgen. Und auch der nächste politische Wandel steht an und Hitler kommt an die Macht. Die Jahre der Schwalben ist der zweite Teil einer dreiteilgen Familiensaga, die zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht. Was soll ich sagen? Mich hat der erste Teil schon mitgenommen in eine andere Welt, die ja eigentlich gar nicht so lange zurückliegt. Und auch von diesem Buch bin ich wieder begeistert. Frederike durchlebt viele Tiefen, aber sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen und so gibt es auch einige Höhen für sie. Schnell war ich wieder in der Geschichte drin und auch diesen Teil haben ich in kurzer Zeit gelesen. Wer schon den ersten Teil gelesen hat, kennt die Schreibweise von Ulrike Renk. Sie ist eher etwas ruhiger, doch für mich muss nicht immer viel passieren, um eine schöne und mitreißende Geschichte zu erzählen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band! Auch hier gibt es von mir wieder volle 5 Sterne!
Gelungene Fortsetzung
von Xanaka - 10.12.2017
Ulrike Renk hatte mit ihrem ersten Buch zur Ostpreußen Saga Das Lied der Störche schon einen extrem guten Start hingelegt. Bereits nach diesem Buch war mir klar, dass ich die Geschichte um Frederike unbedingt weiterlesen muss. Da es Frederike - obwohl guter Abstammung - schwerer als andere junge Frauen hat, da sie über kein Erbe verfügte, wollte ihre Mutter sie unbedingt gut verheiraten. Der geeignete Kandidat Ax von Stieglitz ist gefunden, die Hochzeit findet statt. Leider bricht unmittelbar nach der Hochzeit seine einstmals verheilte Lungentuberkulose erneut aus und er muss über Jahre in Davos behandelt werden. Freddy ist jetzt zwar verheiratet, aber allein. Sie muss sich die Bewirtschaftung des Gutes und Gestütes in Sobotka kümmern. Das ist nicht leicht für eine junge Frau, aber mit Hilfe ihres Stiefvater gelingt es ihr das Vertrauen und die Achtung der Angestellten zu erringen. Jedoch die Situation ist verschärft. Bedingt durch die Vorkriegsjahre ist Ostpreußen von Deutschland abgeschnitten. Wenn man nach Deutschland möchte, muss man durch den polnischen Korridor. Die Züge werden versiegelt, die Fenster abgedichtet, niemand darf aussteigen. Und die Situation wird nicht leichter. Geld ist nicht mehr viel wert, bezahlt wird viel mit Lebensmitteln. Es ist bewundernswert, wie die junge Frau mit dieser Vielzahl von Aufgaben umgeht und meistert. Nur ihr persönliches Glück bleibt auf der Strecke. Eine Affäre mit einer Jugendliebe kann nur von kurzer Dauer sein und ist ohne Perspektive. Als ihr Mann dann doch an den Folgen der Tuberkulose stirbt, ist sie unglücklich, noch mehr als festgestellt wird, dass auch sie sich angesteckt hat. Ihr persönliches Glück findet sie erst mit Gebhardt von Mansfeld. Mit ihm gelingt ihr ein neuer Start ins Familienleben. Jedoch wird auch dieses Mal das persönliche Glück von den Ereignissen der Zeit überschattet. Hitlers Machtübernahme macht das Leben und Überleben immer komplizierter. Freddy und ihr Mann können sich aber auch nicht explizit von ihm distanzieren, um nicht alles zu verlieren. Die Fortsetzung der Familiengeschichte ist überaus lesenswert. Zu erfahren, wie die Charaktere sich weiterentwickeln macht unheimlich viel Spaß. Interessant ist aber auch die Entwicklung der politischen Situation in Deutschland. Hier wurde von der Autorin sehr genau recherchiert und ihr ist es aus meiner Sicht gelungen viel Wissen über die damaligen politischen Gegebenheiten weiterzugeben. Spannend fand ich auch das Leben im damaligen Ostpreußen. Das fängt mit dem Leben auf dem Land und auf den Gutshöfen an, worüber ich so gar nichts wusste und endet mit den sprachlichen Besonderheiten, die es damals dort gab. Ich habe hier Begriffe kennengelernt, die ich noch niemals gehört habe. Zum Beispiel wird heute kaum noch jemand wissen, was Glumseflinzen oder Spirkel sind. Auch umgangssprachlich unterschied sich die Sprache damals dort um einiges. Aber es macht Spaß das nachzulesen und man kann es auch verstehen. Alles in allem wieder ein überaus interessanter zweiter Teil der Familiensaga aus Ostpreußen. Ich warte jetzt schon auf den dritten Teil und bin gespannt, was mich da erwartet. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung an alle und verdiente fünf Lesesterne.
von dorli - 16.11.2017
"Die Jahre der Schwalben" ist der zweite Band von Ulrike Renks Ostpreußensaga und schließt fast nahtlos an den ersten Teil an. Diese Etappe der Saga beginnt im Frühjahr 1930 - Frederikes Mann Ax ist mittlerweile nach Davos gereist, in der Hoffnung, dass man dort seine Tuberkulose heilen kann - und endet im November 1944, als das Kriegsende zwar nah ist, die Schrecken der nationalsozialistischen Regierung für Frederike und ihre Lieben aber noch kein Ende gefunden haben. Ulrike Renk nimmt den Leser in diesem auf wahren Begebenheiten beruhenden Roman mit auf eine fesselnde Zeitreise. Sehr anschaulich erzählt die Autorin vom Alltag und den Lebensumständen auf den Gütern in Ostpreußen und in der Prignitz. Alles, was die Bewohner beschäftigt und bewegt, fließt in die Handlung ein. Man erlebt die vielen aufregenden und einschneidenden Momente intensiv mit und kann sich daher bestens in die damalige Zeit und die Lage der Menschen einfühlen. Für Frederike ist eine Welt zusammengebrochen, nachdem sie von der schweren Krankheit ihres Mannes erfahren hat. Plötzlich liegt eine riesige Last auf ihren Schultern. Sie muss mit gerade einmal Anfang zwanzig alleine ein großes Gut führen. Eine wahre Flut von Aufgaben bricht über sie herein, es gilt zahlreiche Problem zu lösen und gewichtige Entscheidungen zu treffen. Sehr mitreißend schildert die Autorin den Zwiespalt, in dem ihre Hauptprotagonistin steckt. Auf der einen Seite die Verantwortung und die Pflichten, die jetzt Frederikes Leben bestimmen und denen sie trotz allem gerecht werden möchte, auf der anderen Seite ihre Wünsche und Träume, die sie für unbestimmte Zeit hintanstellen muss. Frederike lässt sich trotz aller Sorgen und Nöte jedoch nicht entmutigen und versucht stets, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Neben der Familiengeschichte und einer guten Portion Romantik nimmt auch die politische Entwicklung einen wichtigen Part ein. Auch hier zeigt sich, wie hervorragend die Autorin in der Lage ist, dem Leser die vorherrschende Stimmung zu vermitteln. Schon in den ersten Kapiteln spürt man, dass für die Akteure Zeiten anbrechen, die nichts Gutes verheißen. Die Lage im Land wird immer bedrohlicher und radikaler, die allgemeine Stimmung aggressiver. Der Vormarsch der NSDAP beeinflusst den Alltag auf den Gütern und auch die dann folgenden Wirren des Krieges machen vor Frederike und ihrer Familie nicht Halt. "Die Jahre der Schwalben" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die fesselnde, spannend erzählte Mischung aus wahrer Familiengeschichte und fiktiver Handlung hat mir nicht nur kurzweilige Lesestunden beschert, sondern mich auch lebensnah an einem Stückchen deutscher Geschichte teilhaben lassen. Absolute Leseempfehlung!
2. Teil der Trilogie
von vielleser18 - 08.11.2017
Die Fortsetzung von Das Lied der Störche beginnt im Jahr 1930. Frederike (Jahrgang 1909) ist mit Ax verheirtatet und lebt auf seinem Gut Sobotka im polnischen Korridor. Doch bei Ax ist die Tuberkulose erneut ausgebrochen und schon am Tag nach der Hochzeit musste er nach Davos. Frederike muss das Gut alleine leiten und hat davon keine Ahnung. Sie verzweifelt immer mehr, denn es geht mit dem Gut immer weiter bergab. Hilfesuchend wendet sie sich an Erik, ihren Stiefvater. Ulrike Renk erzählt die Geschichte von Frederike weiter. Eine Geschichte, die einen realen Hintergrund hat, vieles von dem was sie erzählt ist wirklich geschehen. Ich bin nur so durch das Buch geflogen und lange habe ich für ein Buch von über 500 Seiten so wenige Tage zum Lesen gebraucht, weil mich diese Geschichte so gepackt hat. Das liegt an der symphatischen Hauptprotagonistin Frederike, aber auch an ihrer so authentischen Entwicklung, die sie im Laufe auch dieser Geschichte macht. Im ersten Band reift sie vom Backfisch zur jungen Frau, hier, im zweiten, wird aus der unerfahrenen jungen Frau eine zupackende, Entscheidungen treffende, erfolgreiche Gutsherrin. Es gibt aber auch so viele andere Nebenschauplätze, die in diese Geschichte hineinverwoben wurden, angefangen von Berichten aus der Gutsherrenküche, das Stadtleben in Berlin um das Jahr 1930, dem Leben der Geschwister, bis zu den politischen Ereignissen vor der Machtübernahme, die Veränderungen nach 1933, beim Kriegsausbruch oder während des Krieges. Alles so miteinander verknüpft, dass es stimmig und vor allem fesselnd, interessant und informativ erzählt wird. Da viele der beschriebenen Protagonisten realen Figuren nachempfunden worden sind, lässt einem das ganze noch intensiver lesen. Aber es ist nicht nur die Realität, die hinter diesem Roman steht, sondern auch, wie die Autorin die Geschichte verpackt hat. Sie kann so lebendig erzählen und unterhaltsam. Mal aufgelockert und humorvoll, aber auch die Tragik und die Bitterkeit, die das Leben bei Frederike mit sich bringt, die Schicksalsschläge und HIndernisse, die ihr in den Weg geworfen werden, werden so erzählt, dass man mitfühlt. Diese Mischung macht das Lesen so interessant und hat dafür gesorgt, dass ich mitfühlen, mithoffen und mitleiden konnte und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Nun warte ich gespannt auf den 3. Teil, der schon im Juni 2018 erscheinen soll. Fazit: Man fliegt nur so durch dieses Buch ! Absolut empfehlenswert und höchtse Punktzahl von mir.
Verlorene Heimat
von Bibliomarie - 05.11.2017
Erst kurz nach der Hochzeit erfährt Frederike, dass ihr Ehemann schwer erkrankt ist. Ihre Mutter, die sie sehr zu dieser vorteilhaften Ehe mit Ax, dem sehr vermögenden und älteren Gutsbesitzer gedrängt hat, wusste offenbar davon. Die junge Frau ist fassungslos, nachdem sie ihren Mann nach Davos zur Kur brachte, lastet nun die ganze Verantwortung über das riesige Gut Sobotka auf ihren Schultern. Einsame Jahre werden nun folgen, denn ihr Mann wird keine Heilung finden. Als junger Witwe bleiben ihr nur Gut, Pferdezucht und harte Arbeit bis sie Gebhard zu Mansfeld kennenlernt. Ihre Zukunft scheint in einem schöneren Licht, aber dann beginnt auch schon die Machtergreifung Hitlers seine Schatten zu werfen. Die Romane um das Leben von Frederike basieren auf echten Begebenheiten, vielleicht geht mir das Schicksal der jungen Frau deshalb so nah. Romanhandlung und wahre Ereignisse werden geschickt miteinander verwoben, dadurch entsteht eine ganz dichte Geschichte, die mich tief berührte und in die Vergangenheit mitgenommen hat. Es ist eine verschwundene Welt, die hier beschrieben wird. Die großen Güter sind Vergangenheit, die Herrenhäuser meist in Hotels umgewandelt. Aber hier wird diese Zeit noch einmal lebendig, das Leben im Wechsel der Jahreszeiten, die harte Arbeit der Gutsbewirtschaftung, aber auch die unglaubliche Weite der Natur. Es ist eine Zeit des Umbruchs, als junge Frau erlebt Frederike das Aufkommen der Nazis, sieht das Unrecht und die Gefahr, die auch sie und ihre Familie bedrohen. Diese Zeitschilderung machte für mich einen ganz besonderen Reiz aus. Das ist Geschichtsschreibung aus ganz persönlicher Sicht, aber es steht trotzdem für das Geschehen einer ganzen Epoche. Menschlichkeit und Unmenschlichkeit finden sich selbst in kleinsten Dörfern eng nebeneinander. Der Figurenkosmos in diesen Büchern wird nicht nur lebendig, sie wurden mir fast zu echten Menschen. So vielschichtig und echt sind sie geschildert. Die Autorin hat es wieder geschafft, mich völlig in Bann zu ziehen. Ich hätte einfach immer nur weiterlesen können, habe jede Seite aufgesogen und mit Frederike gelebt und gelitten und bin ganz tief in den Roman eingetaucht. Ich fiebere dem letzten Teil der Geschichte entgegen und möchte unbedingt mehr aus dem Leben Frederikes und ihrer Familie erfahren.
Die Jahre der Schwalben
von Gelinde - 03.11.2017
Die Jahre der Schwalben, von Ulrike Renk Cover: Sehr schön der Geschichte angepasst und mit hohem Erkennungswert. Inhalt: In der Hochzeitsnacht erfährt Freddy dass ihr Mann Ax schwer an Tuberkulose erkrankt ist. Er geht nach Davos in en Sanatorium und sie hoffen auf Genesung. Doch die lässt auf sich warten und Freddy ist mit knapp 20 Jahren und einem riesigen Gut, auf dem sie niemand ernst nimmt und sie keinerlei Unterstützung hat, alleine. Jahre der Einsamkeit und Verzweiflung folgen. Wird es ihr auf Immer versagt bleiben, die Liebe kennen zu lernen und Kinder zu haben oder je Mutter zu sein? Weitere Schatten wirft die Politik um den an Einfluss und Macht gewinnenden Hitler voraus. Wird sich Freddy ihre Menschlichkeit bewahren können und gegen die "brauen" Ansichten handeln können? Meine Meinung: Ich kann wieder nur sagen: Ein Buch das mich von der ersten bis zur letzen Seite begeistert hat. Der Einstig geht nahtlos dort weiter, wo das erste Buch "Das Lied der Störche" (das mir auch super gefallen hat) aufgehört hat. Doch ich denke man kann es auch ohne Kenntnisse des ersten Buches lesen, wenn ich es auch als ein Versäumnis ansehen würde wenn man das Buch nicht liest. Der Schreibstil ist wieder brillant, spannend und fesselnd. Es liest sich absolut flüssig, und die Personen und Handlungen sind genial beschrieben. Ich bin mitten in der Handlung dabei und habe mit gezittert, mit gehofft und mitgelitten. Glück und Trauer, Bangen und Hoffen, Menschlichkeit sowie die Schatten die die schreckliche Nazizeit vorauswirft, werden berührend und sehr emotional geschildert. Ich liebe die eingestreuten Dialektpassagen, dadurch wirkt es noch realistischer und diese besondere Wärme kommt zum Ausdruck. Freddy ist eine Hauptprotagonistin wie man sie sich nicht besser wünschen könnte. Sie ist ein Mensch durch und durch, mit all ihren Problemen, ihren Sehnsüchten und ihren Schwächen. Sie wächst aber an ihren Aufgaben und wird zu einer starken, willensstarken und "modernen" Frau. Ich habe jede der gut 500 Seiten genossen und hätte gerne noch 200 mehr gelesen. Ich fiebere jetzt schon dem 3. Teil "Die Zeit der Kraniche" entgegen. Autorin: Ulrike Renk, geb. 1967, studierte Literatur und Medienwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Krefeld. Mein Fazit: Ich kann mich nur wiederholen: So berührend, so bewegend, so emotional, so mitreißend, so lebendig, so wunderbar. Ein tolles Buch, das auf wahren Begebenheiten beruht und bei dem der historische Hintergrund (tolle Recherche) perfekt zu einer spannende Familiensaga verknüpft wird. Von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung und von mir 5 Sterne, wenn ich könnte noch mit * zusätzlich.
Zwischen Pflicht und Liebe
von hasirasi2 - 29.10.2017
"Ich bin krank Freddy. Was interessiert mich da das Gut?" (S. 177) Freddy ist erst 20, als sie ihre Jugendliebe Ax zu Stieglitz heiratet. Leider haben er und ihre Mutter (die diese Ehe unbedingt wollte) ihr verschwiegen, dass Ax als Jugendlicher TBC hatte und diese nun wieder ausgebrochen ist. Jetzt steht sie allein mit dem großen Gut da. Das Personal nimmt sie kaum ernst, denn Ax kurt seit Jahren in Davos und am Toten Meer. Was zu Hause passiert, interessiert ihn nicht - dafür hat er ja Freddy geheiratet! Trotzdem hält sie lange zu ihm. Erst als sie Rudolph von Hauptberge nach Jahren wiedertrifft, wird ihr klar, was ihr durch diese Josephs-Ehe alles entgeht - ein normales Eheleben, körperliche Nähe, Kinder. Aber sie hält zu ihrem Mann, bis er sie wissentlich ansteckt und stirbt. Da Freddy das Gut verlieren würde, wenn sie wieder heiratet und auch Rudolph inzwischen gebunden ist, bleibt sie die nächsten Jahre allein. Mit Gebhard zu Mansfeld kommt die Liebe dann doch wieder in ihr Leben. Alles könnte gut werden, aber da kommt Hitler an die Macht. "Die Jahre der Schwalben" ist die Fortsetzung von "Das Lied der Störche" und der zweite Teil der Trilogie von Ulrike Renk. Er umfasst die Jahre 1930 bis 1944. Obwohl ein dreiviertel Jahr zwischen den Bänden liegt, ist man sofort in der Geschichte drin - so als hätte man Freddy und die anderen nie im Buch zurückgelassen. Freddy ist eine junge Frau, zerrissen zwischen Pflicht und Liebe. Aber sie wächst an ihren Aufgaben und mit dem Gut zusammen. Aus dem unbekümmerten jungen Mädchen wird sehr schnell eine feinfühlige und strenge, aber gerechte Gutsherrin. Sie geht mit dem Fortschritt und findet es eigentlich ganz gut, dass Ax nicht da ist, um ihr reinzureden. "Dennoch war dies nicht ihr Zuhause, irgendwie war sie immer noch Gast eines unsichtbaren Gastgebers. Ax war wie ein Geist - nicht da, aber ständig präsent." (S. 136). Auch ihr Traum von einer großen Familie lässt sich mit nicht verwirklichen. Zu Beginn hat man noch Mitleid mit Ax, aber das schlägt schnell um. Er wird immer unleidlicher und uninteressierter an ihr und dem Gut. Sie soll hübsch aussehen und repräsentieren. Und ihm natürlich irgendwann Erben schenken. Eine große Stütze in dieser Zeit ist Freddy ihr Stiefvater Erik, der ihr immer wieder unter die Arme greift. Auch ihre Jugendfreundin Thea steht ihr bei und redet ihr immer wieder gut zu, ein eigenes Leben zu leben: Es ist nichts dabei, sich mit anderen Menschen zu treffen .. Mit dem Ehering hast Du nicht automatisch auch Handschellen angelegt bekommen." (S. 68). Leider wurde sie mir (und Freddy) im Laufe der Handlung immer unsympathischer, da sie immer mehr auf Großgrundbesitzerin machte und mit Hitler sympathisierte. Auch Freddys Mutter Stefanie ist eine Protagonistin gibt, die man aus vollstem Herzen hassen kann - sowas finde ich ja immer toll. Sie steht so gut wie nie hinter ihrer Tochter, wettert gegen Gebhard zu Mansfeld und ist von Hitler und dessen Ideologie total verblendet. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter erkaltet zusehend. Sehr lebendig, anschaulich und extrem fesselnd schildert die Autorin das Leben auf den verschiedenen Gütern und das Erstarken des Nationalsozialismus und seine Auswirkungen. Obwohl man als Leser natürlich weiß, dass Hitler an die macht und der 2. WK kommt, fiebert man trotzdem mit Freddy und den anderen mit und hofft bis zuletzt, dass alles anders wird. Vor allem die letzten 100 Seiten sind mir ganz schön an die Nieren gegangen. Mein heimlicher Held ist übrigens Caspar zu Mansfeld - ich verrate allerdings nicht warum, das müsst ihr schon selber nachlesen! Und auch dieser Band endet wieder mit einem ganz fiesen Cliffhanger ... Mein Fazit: Das Buch ist ein echter Pageturner - ich bin hin und weg! Ganz großes Kino! Hoffentlich wird die Zeit bis zur Fortsetzung nicht so lang.
Schwere Zeiten für Freddy
von leseratte1310 - 29.10.2017
Frederike ahnt schon sehr früh, dass sie auf Gut Fennhusen keine Zukunft haben wird, denn das wird die Heimat ihrer Stiefgeschwister sein. Auf Betreiben ihrer Mutter heiratet sie Ax, zu dem sie sich allerdings als Kind schon hingezogen fühlt. Doch bei der Hochzeit weiß sie noch nicht, dass ihr Mann an Tuberkulose erkrankt ist. Während er ins Sanatorium geht, muss sich Freddy um das Gut und Gestüt Sobotka kümmern. Frederike hofft, dass Ax wieder gesund werden wird, aber er stirbt. Da sie aber keine Erfahrung hat, wie so ein Gut bewirtschaftet wird, holt sie sich zunächst Rat bei ihrem Stiefvater. Doch schon bald meistert sie ihre Aufgaben. Dann lernt sie Gebhard von Mansfeld kennen. Ich habe bereits den Vorgängerband "Das Jahr der Störche" gelesen und bin wieder genauso begeistert wie zuvor. Der wundervolle Schreibstil trägt genauso dazu bei wie die tolle Darstellung von Land und Leuten. Hin und wieder gibt es ein wenig ostpreußischen Dialekt, was alles noch authentischer macht. Die sympathische Frederike war schon immer wissbegierig und verantwortungsvoll. Das alles kommt ihr in dieser schwierigen Zeit zugute. Auch der Umgang mit anderen Menschen fällt ihr leicht. Aber die Zeiten sind schwierig und Freddy hat es nicht leicht. Wie die politische Lage in den dreißiger Jahren war, ist wohlbekannt, und dann kommen die schweren Kriegsjahre. Auch das ist sehr realistisch dargestellt. Stefanies Verhalten kann ich zwar nachvollziehen, weil sie eigentlich das Beste für ihre Kinder will, aber sie wirkt immer so gefühllos. Wie konnte sie Freddy in diese Ehe drängen, obwohl sie wusste, dass Ax todkrank ist. Zum Glück ist Erik von Fennhusen ein so liebenswürdiger Mensch, der sich immer um Frederike gekümmert hat, als wäre es seine leibliche Tochter. Es gibt eine ganze Reihe von Charakteren, die alle sehr liebevoll und authentisch beschrieben sind, so dass man sie sich sehr gut vorstellen konnte. Ich habe Freddy von Anfang an ins Herz geschlossen und bin schon gespannt, wie es ihr weiter ergehen wird, daher ist der nächste Band "Die Zeit der Kraniche" ein absolutes Muss für mich. Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen.
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