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Die Charité

Hoffnung und Schicksal. 'rororo Taschenbücher'. 'Rowohlt Polaris'. 'Die Charité-Reihe'. 5. Auflage. Mit 1…
Taschenbuch
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Sternstunden der Medizin
Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen - und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Pro … weiterlesen
Taschenbuch

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Die Charité als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Die Charité
Autor/en: Ulrike Schweikert

ISBN: 3499274515
EAN: 9783499274510
Hoffnung und Schicksal.
'rororo Taschenbücher'. 'Rowohlt Polaris'. 'Die Charité-Reihe'.
5. Auflage.
Mit 1 s/w Karte.
Rowohlt Taschenbuch

26. Juni 2018 - kartoniert - 490 Seiten

Beschreibung

Sternstunden der Medizin
Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen - und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt ...
Die Charité - Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Schicksal im wohl berühmtesten Krankenhaus Deutschlands.

Portrait

Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt «Die Tochter des Salzsieders» ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.

Leseprobe

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Bewertungen unserer Kunden
Wunderschöner historischer Roman!
von M. Tiller - 23.09.2018
Das Buch spielt in Berlin im Jahre 1831. In dem großen Krankenhaus der Charite arbeiten viele Ärzte und versuchen dort die Cholera, die seit wenigen Wochen dort eingezogen ist, zu bekämpfen. Das Pflegepersonal, die sogenannten Wärter, haben keine Ausbildung und behandeln die Patienten oft nicht richtig oder verschlechtern ihren Gesundheitszustand. Gräfin Ludovica entdeckt die mangelnden Zustände und zusammen mit ihrem Arzt, Herrn Professor Dieffenbach, beginnt sie das Krankenhaus zu verändern. Elisabeth ist seit kurzem Wärterin im Charite und trägt einiges dazu bei, dass sich die Bedingungen im Krankenhaus verbessern. Elisabeth hat sehr großes Interesse an der Medizin und verliebt sich in einen dort arbeitenden Arzt. Der Roman ist wunderschön geschrieben und hat mir sehr, sehr gut gefallen. Der Schreibstil hat mich von der ersten Seite an gefesselt und fasziniert. Die einzelnen Charaktere sind sehr schön beschrieben, so dass ich mir alle Personen gut vorstellen konnte. Besonders die Gräfin, aber auch Elisabeth und Martha sind mir sofort symathisch gewesen und im Laufe des Buches richtig ans Herz gewachsen. Insgesamt ein wundervoller historischer Roman, den ich mit großer Begeisterung gelesen habe. Auch die Umsetzung der Geschichte im Krankenhaus und die Beschreibung der Krankheiten und ihrer Behandlung sind großartig gelungen und waren für mich ein absoluter Lesegenuss!
Rundum überzeugende Geschichte
von Jennifer Hempel - 09.09.2018
Ulrike Schweikerts Mammutwerk Die Charité habe ich mit ausgesprochener Freude gelesen. Das lag vor allem an der brillanten Recherche sowie an den authentischen Charakteren. Seite für Seite lässt die Autorin den Leser in die Welt der Berliner Charité von 1830 bis 1840 eintauchen. In dieser medizinisch noch recht abenteuerlichen, weil rückständigen Zeit bewirkten einzelne Ärzte und Pfleger wirkliche Wunder und ließen Humanität walten. Schweikert entwirft ein lebendiges Bild dieses medizinischen Mikrokosmos, indem sie verschiedene mit der Charité verbundene Einzelschicksale parallel aufgreift. Hierbei vermischt sie Fiktion und Überlieferung auf brillante Weise miteinander. Ein Erzählstrang widmet sich dem legendären Chirurgen Professor Dieffenbach, der stets das neueste medizinisches Knowhow anwendet und heimlich in die Gräfin Ludovica verliebt ist. Darüber hinaus wird das Leben der allein erziehenden Hebamme Martha betrachtet, die sich durchs Leben kämpfen muss. Zu guter Letzt wird auf das Schicksal der verwaisten Pflegerin und späteren Krankenschwester Elisabeth eingegangen, die sich Tag für Tag aufopferungsvoll und mit viel Empathie um ihre Patienten kümmert. Diesen drei Personen über die Schulter schauen zu dürfen, ist ausgesprochen spannend, da man dabei nicht nur viel über die Lebensumstände um 1830/40 erfährt, sondern auch einen detailreichen Einblick in die damalige Medizin erhält. Besonders der Umgang mit den vorherrschenden Krankheiten, wie Cholera, Wundbrand und Kindbettfieber, förderte Neues sowie aus heutiger Sicht Erschreckendes zutage. Obschon die medizinische Komponente einen Großteil der Handlung ausmacht, wird das Privatleben der einzelnen Protagonisten nie vernachlässigt. Es sind vor allem die stetig wechselnden Erzählstränge, die den Plot nie monoton werden lassen. Im Gegenteil, einmal angefangen, möchte man den Historienroman gar nicht mehr zur Seite legen - wahrlich ein Pageturner par excellence. Auch Schweikerts zeittypischer Sprachstil trug seinen Teil dazu bei. FAZIT Ein fesselnder Historienroman mit Mehrwert, den man so bald nicht wieder vergisst. Hier wird Medizinhistorie spielerisch einfach vermittelt. Dafür vergebe ich gern 5 Sterne.
Barmherzigkeit
von HexeLilli - 03.09.2018
Der Autorin ist es gelungen mit diesem wundervollen, historischen Roman mir die damalige Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein Stückchen näher zu bringen. Durch die detailgetreue Beschreibung konnte ich prima eintauchen. Wie schon am Titel und am Cover zu erkennen spielt die Geschichte in Berlin. Rund um das auch heute noch bekannte Krankenhaus Charité. Aber damals ging es nicht unbedingt barmherzig zu. Cholera, Wundbrand, Typhus und Ruhr stellten die Ärzte vor große Herausforderungen. Jede Operation (ohne Narkose) war mit einem Risiko verbunden. Viele Frauen starben bei oder nach der Geburt ihres Kindes. Diese überlebten die heute harmlosen Kinderkrankheiten oft nicht. Dreck und schlechte Luft verpestete die oft überfüllten Krankensäle. Ein Teil der Protagonisten lebte dort zur damaligen Zeit. Unter anderem Dr. Dieffenbach. Die medizinischen Abläufe wurden aus alten Büchern übernommen. Auch geschichtliches fließt mit ein. Die ersten Krankenpflegeschulen wurden gegründet. Der Adel hatte das Geld, wer arm war, selten genug zum Leben. Die damaligen Krankenschwestern (Wärterinen) kamen oft von der Straße und pflegten die Kranken nur wieder willig für Essen und Unterkunft. Die junge Elisabeth ist eine seltene Ausnahme. Sie ist fleißig, gütig klug und sehr wissensdurstig. Zusammen mit der ehemaligen Hebamme Marta spielt sie eine der weiblichen Hauptrollen in dem Buch. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich vergebe die volle Punktzahl. Eine Empfehlung für alle Leser dieses Genere.
Ein großartiger historischer Roman
von Wencke - 23.08.2018
Was mich an diesem historischen Roman sehr begeistert hat, ist zum Einen der Schreibstil der Autorin. Ihr gelingt es wunderbar, dass der Leser in das Berlin von 1831 eintauchen kann. Zum Anderen ist es der Wahrheitsgehalt dieses historischen Romans. Die Charité ist ein geschichtsträchtiges Krankenhaus in Berlin. So gab es Professor Dieffenbach tatsächlich. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin für das aufschlussreiche Nachwort! Es gibt die ersten Toten der Cholera in Berlin. Die Ärzte in der Charité sind noch ratlos. Wenn sie nur wüssten, wie diese tödlich endende Krankheit übertragen wird. Somit bleibt auch die Frage offen, wie diese Krankheit gestoppt bzw. geheilt werden könnte, unbeantwortet. Ein Heilmittel ist nicht in Sicht. Kaum ebbt die Epidemie ab, kommen neue Herausforderungen auf die Ärzte zu, denen sie sich stellen müssen. Im Mittelpunkt dieses Romans steht unter anderem Elisabeth. Die junge Erwachsene lebte bisher mit ihrer Schwester in einer Wohnung am Kanal in Berlin. Es ist die Gegend wo die Armen der Stadt wohnen. Krankheiten breiten sich dort schnell aus. Elisabeth möchte anderen Menschen helfen und entscheidet sich für ein Leben als Wärterin in der Berliner Charité. Sie verdient gerade so viel, dass es zum Leben reicht. Elisabeth hat einen wunderbaren Charakter, sie arbeitet viel, ist sich für nichts zu schade, hat aber doch ihre Vorstellungen und tut diese auch kund. Neben Elisabeth gibt es noch einige andere Persönlichkeiten, die mir über die fast 500 Seiten ein großartiges Lesevergnügen bereitet haben.
Großartiger historischer Roman
von Gisel - 22.08.2018
Im Jahr 1831 bricht in Berlin die Cholera aus. In der Charité versuchen die Ärzte, die Krankheit in den Griff zu kriegen. Wie so viele andere Krankheiten überhaupt. Während die Hebamme Martha im Totenhaus des Krankenhauses arbeitet, um ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu gönnen, arbeitet die Pflegerin Elisabeth auf den Stationen und erweist sich als große Hilfe für die Ärzte und Patienten. Gräfin Ludovica von Bredow engagiert sich für die Zukunft des Krankenhauses und findet Trost in den Gesprächen mit Professor Dieffenbach, der nicht nur Arzt an der Charité ist, sondern auch der Hausarzt der adeligen Familie. Am Beispiel dieser teils erfundenen, teils historisch belegten Personen der Berliner Charité lässt die Autorin Ulrike Schweikert ein farbenfrohes Bild des Krankenhausbetriebs im 19. Jahrhundert entstehen. Man merkt sehr schnell, dass sie akribisch recherchiert hat für diesen Roman. So ist es ihr auch gut gelungen, die jeweiligen Personen in das Geschehen zu integrieren und den geschichtlichen Hintergrund mit viel Leben zu füllen. Ihre Protagonisten wachsen dem Leser schnell ans Herz, sie wirken sehr authentisch, so dass man gut mitfiebern kann mit den Geschehnissen dieser Geschichte. Aber auch der geschichtliche Hintergrund ist sehr gut eingefangen, man kann sich sehr schnell zurechtfinden in diesem Berlin des 19. Jahrhunderts. Ergänzt wird die Erzählung durch Kartenmaterial über die Lage des Krankenhauses. Der Schreibstil ist flüssig, so dass die knapp 500 Seiten des Buches nur so dahinfliegen. Mit diesem Buch ist der Autorin erneut ein großartiger historischer Roman gelungen, den ich sehr gerne weiter empfehle. Von mir gibt es die volle Sternenzahl.
Packend
von BücherwurmNZ - 22.08.2018
Die Geschichte wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Man folgt der Hebamme Martha Vogelsang, die im Totenhaus des Krankenhauses zu arbeiten beginnt, der Hilfsschwester Elisabeth, Prof. Dieffenbach und der an der Medizin interessierten Gräfin Ludovica. Mir waren die vier sympathisch und sie entwickelten sich stark weiter, denn durch geschickt gesetzte Zeitsprünge konnte man die Charaktere über mehrere Jahre hinweg begleiten. Auch wenn das Privatleben der Personen geschildert wird, liegt der Fokus auf dem Geschehen in der Charité. Durch die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Protagonisten lernt man das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln und in der gesamten Charité kennen. Die Krankheiten der Patienten, deren Behandlung, die hygienische Situation in der Charité und der damalige Stand der Medizin sind nachvollziehbar und unbeschönigt geschildert, so dass man ein eindringliches Bild bekommt, was es damals bedeutete, krank zu sein. Vor allem die Behandlungsmethoden der psychisch kranken Menschen waren gruselig und erschreckend. Fazit: Es ist ein tolles Buch mit sympathischen Charakteren, die man gerne begleitet. Zugleich bekommt man einen sehr guten Eindruck in den damaligen Wissensstand der Medizin und in die Arbeit an der Charité.
Was für ein Buch ....
von Xanaka - 19.08.2018
Während des Lesens befinden wir uns in Berlin 1831. Es ist damals in Berlin eine völlig andere Zeit. Die Charité ist bereits eine etablierte Einrichtung um Kranke mehr oder weniger zu heilen. Krankenschwestern und Krankenpfleger werden Wärter bzw. Wärterinnen genannt. Männer, die ihren Job verloren haben, nehmen diesen Job an um nicht auf der Straße zu landen. Es ist die Geschichte von Elisabeth, die als Wärterin in der Charité arbeitet, von Professor Dieffenbach einem dortigen Arzt und von vielen anderen Betroffenen zur damaligen Zeit. In Berlin herrscht die Cholera und die Ärzte sind machtlos. Auf der Suche nach Ursachen für diese Epidemie gibt es verschiedenste Theorien, die aus heutiger Sicht natürlich völlig illusorisch sind. Die Patienten liegen mit allen möglichen Krankheiten in großen Krankensälen. Immerhin haben die Patienten eigene Betten. Aber es riecht in den Sälen. Zur Geruchsverbesserung wird aromatischer Rauch in den Krankensälen verströmt. Aber auch der Zustand in den anderen Bereichen der Charité ist verstörend. Patienten, der Irrenanstalt werden, wenn sie nicht beschäftigt werden können, angekettet. Die Charité war zu dieser Zeit das einzige Krankenhaus und platzt offensichtlich aus allen Nähten. Viele heute bekannte Krankheiten werden skizziert und man kann, ohne wissenschaftliche Belehrung, erfahren wie damals verfahren wurde. So wurden Operationen ohne Betäubung durchgeführt. Die Patienten mussten festgehalten werden, um sich lebensrettenden Operationen unterziehen zu können. Und genau diese Handlungsstränge machen das Buch so informativ, interessant und lesenswert. Wunderbar vermischt die Autorin die einzelnen Erzählstränge mit einzelnen Schicksalen die die Handlung vorantreiben. Besonders lesenswert wird das Buch durch Persönlichkeiten die jeder kennt und die geschickt in die Handlung mit eingebaut wurden. So trifft man beim Lesen auf Heinrich Heine, oder aber auch auf die Humboldt-Brüder. Aber auch die Beschreibungen von Berlin, die Umgebung rund um die Charité in Berlin lassen einen erahnen, wie es damals in und um Berlin ausgesehen haben mag. Für mich war das ein überaus gelungener Ausflug in die Vergangenheit. Aus heutiger Sicht ist das eigentlich gar nicht mehr vorstellbar. Umso besser, dass es darüber Bücher gibt, in denen über die damaligen Gegebenheiten berichtet wird. Ich habe sehr viel über die einfache medizinische Behandlung in damaliger Zeit erfahren und die vergeblichen Versuche der Mediziner Menschenleben zu retten. Ich kann allen diesen wunderbar recherchierten, historischen Ausflug in die Zeitgeschichte empfehlen. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
Was für ein Buch ....
von Xanaka - 17.08.2018
Während des Lesens befinden wir uns in Berlin 1831. Es ist damals in Berlin eine völlig andere Zeit. Die Charité ist bereits eine etablierte Einrichtung um Kranke mehr oder weniger zu heilen. Krankenschwestern und Krankenpfleger werden Wärter bzw. Wärterinnen genannt. Männer, die ihren Job verloren haben, nehmen diesen Job an um nicht auf der Straße zu landen. Es ist die Geschichte von Elisabeth, die als Wärterin in der Charité arbeitet, von Professor Dieffenbach einem dortigen Arzt und von vielen anderen Betroffenen zur damaligen Zeit. In Berlin herrscht die Cholera und die Ärzte sind machtlos. Auf der Suche nach Ursachen für diese Epidemie gibt es verschiedenste Theorien, die aus heutiger Sicht natürlich völlig illusorisch sind. Die Patienten liegen mit allen möglichen Krankheiten in großen Krankensälen. Immerhin haben die Patienten eigene Betten. Aber es riecht in den Sälen. Zur Geruchsverbesserung wird aromatischer Rauch in den Krankensälen verströmt. Aber auch der Zustand in den anderen Bereichen der Charité ist verstörend. Patienten, der Irrenanstalt werden, wenn sie nicht beschäftigt werden können, angekettet. Die Charité war zu dieser Zeit das einzige Krankenhaus und platzt offensichtlich aus allen Nähten. Viele heute bekannte Krankheiten werden skizziert und man kann, ohne wissenschaftliche Belehrung, erfahren wie damals verfahren wurde. So wurden Operationen ohne Betäubung durchgeführt. Die Patienten mussten festgehalten werden, um sich lebensrettenden Operationen unterziehen zu können. Und genau diese Handlungsstränge machen das Buch so informativ, interessant und lesenswert. Wunderbar vermischt die Autorin die einzelnen Erzählstränge mit einzelnen Schicksalen die die Handlung vorantreiben. Besonders lesenswert wird das Buch durch Persönlichkeiten die jeder kennt und die geschickt in die Handlung mit eingebaut wurden. So trifft man beim Lesen auf Heinrich Heine, oder aber auch auf die Humboldt-Brüder. Aber auch die Beschreibungen von Berlin, die Umgebung rund um die Charité in Berlin lassen einen erahnen, wie es damals in und um Berlin ausgesehen haben mag. Für mich war das ein überaus gelungener Ausflug in die Vergangenheit. Aus heutiger Sicht ist das eigentlich gar nicht mehr vorstellbar. Umso besser, dass es darüber Bücher gibt, in denen über die damaligen Gegebenheiten berichtet wird. Ich habe sehr viel über die einfache medizinische Behandlung in damaliger Zeit erfahren und die vergeblichen Versuche der Mediziner Menschenleben zu retten. Ich kann allen diesen wunderbar recherchierten, historischen Ausflug in die Zeitgeschichte empfehlen. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
Medizinische Revolution
von Mathias Lenk - 17.08.2018
Mittlerweile ist im Jahre 1831 bereits eine seit über 100 Jahren bekannte Heilanstalt. Zu Gründungszeiten war es eher als Pesthaus bekannt. Aber als es dann zu einer Lehranstalt aufstieg, wurden dort bereits verschiedene Krankheiten behandelt. Mit der Autorin Ulrike Schweikert reisen wir ins Jahr 1831, dem Jahr, als es immer noch viele ansteckende und zu der Zeit meist noch tödlich verlaufene Krankheiten gab, weil man immer noch nach entsprechenden Heilmittel suchte. Im Laufe des Buches vielen mir 3 Menschen auf, die versuchen, alles für die Kranken in der Charité zu tun. Impfstoffe suchen, Heilmittel herstellen, diese dann selbst zu erproben. Nachdem ich dieses tolle Buch gelesen habe, verfolgte ich auch die gleichnamige Serie im Fernsehen und finde sehr viele Momente und Situationen darin wieder und denke mich dann in die Personen hinein, wer welche Rolle aus dem Buch im Film widerspiegelt. Wie ich finde, wurde die Geschichte sehr realistisch dargestellt. Heute können wir froh sein, dass wir von der Arbeit der damaligen Ärzte an der Charité profitieren können und so schon viele Krankheiten größtenteils ausgerottet sind.
Was für ein Buch ....
von Xanaka - 14.08.2018
Während des Lesens befinden wir uns in Berlin 1831. Es ist damals in Berlin eine völlig andere Zeit. Die Charité ist bereits eine etablierte Einrichtung um Kranke mehr oder weniger zu heilen. Krankenschwestern und Krankenpfleger werden Wärter bzw. Wärterinnen genannt. Männer, die ihren Job verloren haben, nehmen diesen Job an um nicht auf der Straße zu landen. Es ist die Geschichte von Elisabeth, die als Wärterin in der Charité arbeitet, von Professor Dieffenbach einem dortigen Arzt und von vielen anderen Betroffenen zur damaligen Zeit. In Berlin herrscht die Cholera und die Ärzte sind machtlos. Auf der Suche nach Ursachen für diese Epidemie gibt es verschiedenste Theorien, die aus heutiger Sicht natürlich völlig illusorisch sind. Die Patienten liegen mit allen möglichen Krankheiten in großen Krankensälen. Immerhin haben die Patienten eigene Betten. Aber es riecht in den Sälen. Zur Geruchsverbesserung wird aromatischer Rauch in den Krankensälen verströmt. Aber auch der Zustand in den anderen Bereichen der Charité ist verstörend. Patienten, der Irrenanstalt werden, wenn sie nicht beschäftigt werden können, angekettet. Die Charité war zu dieser Zeit das einzige Krankenhaus und platzt offensichtlich aus allen Nähten. Viele heute bekannte Krankheiten werden skizziert und man kann, ohne wissenschaftliche Belehrung, erfahren wie damals verfahren wurde. So wurden Operationen ohne Betäubung durchgeführt. Die Patienten mussten festgehalten werden, um sich lebensrettenden Operationen unterziehen zu können. Und genau diese Handlungsstränge machen das Buch so informativ, interessant und lesenswert. Wunderbar vermischt die Autorin die einzelnen Erzählstränge mit einzelnen Schicksalen die die Handlung vorantreiben. Besonders lesenswert wird das Buch durch Persönlichkeiten die jeder kennt und die geschickt in die Handlung mit eingebaut wurden. So trifft man beim Lesen auf Heinrich Heine, oder aber auch auf die Humboldt-Brüder. Aber auch die Beschreibungen von Berlin, die Umgebung rund um die Charité in Berlin lassen einen erahnen, wie es damals in und um Berlin ausgesehen haben mag. Für mich war das ein überaus gelungener Ausflug in die Vergangenheit. Aus heutiger Sicht ist das eigentlich gar nicht mehr vorstellbar. Umso besser, dass es darüber Bücher gibt, in denen über die damaligen Gegebenheiten berichtet wird. Ich habe sehr viel über die einfache medizinische Behandlung in damaliger Zeit erfahren und die vergeblichen Versuche der Mediziner Menschenleben zu retten. Ich kann allen diesen wunderbar recherchierten, historischen Ausflug in die Zeitgeschichte empfehlen. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
Historischer Einblick
von Nadine Uebel - 09.08.2018
Der Roman "Die Charité" von Ulrike Schweikert ist im Juni 2018 im Verlag Rowohlt Taschenbuch erschienen. Schauplatz des Romans ist wohl das berühmteste Krankenhaus Deutschlands - die Charité in Berlin. Im Jahr 1831 wird Berlin von einer Choleraepidemie heimgesucht. Fortan versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen herauszufinden, wie Cholera übertragen wird und ein Heilmittel zu entwickeln. Zu dieser Zeit nimmt Elisabeth eine Stelle als Wärterin an und kümmert sich aufopferungsvoll und mit viel Freundlichkeit und Hingabe um ihre Patienten, um ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Leider teilen nicht alle Wärterinnen die gleiche Einstellung wie Elisabeth, so dass sie oftmals in die Schusslinie gerät. Nebenbei entdeckt Elisabeth ihr Interesse für Medizin und für einen ganz bestimmten jungen Arzt. Die Hebamme Martha gibt nach einem schlimmen Vorfall ihren Beruf auf und fasst im Totenhaus der Charité Fuß. Dadurch hat sie bessere Arbeitsbedingungen und kann besser für ihren Sohn sorgen. Die Gräfin Ludovica ist unglücklich mit einem Hypochonder verheiratet und findet Trost in der Freundschaft und den Gesprächen mit Professor Dieffenbach. Ulrike Schweikert hat sehr anschaulich beschrieben, welchen Entwicklungsstand die Medizin zur damaligen Zeit hatte: wie der Wissensstand der Ärzte zur Entstehung und Übertragung sowie zur Behandlung von Krankheiten war; welche Behandlungsmethoden angewandt wurden; welche Qualen die Patienten erleiden mussten. Unvorstellbar, das Operationen ohne jegliche Form von Narkose durchgeführt wurden. Ganz zu schweigen von den hygienischen Bedingungen, die damals herrschten und deren dramatische Auswirkungen. Auch die Darstellung der einzelnen Abteilungen und deren Behandlungsspektrum waren beeindruckend. Viele namenhafte Ärzte waren damals in der Charité tätig, denen wir dank ihres Forscherdranges so einige Erkenntnisse verdanken. Interessant war zudem die Entwicklung der Krankenpflegeschule. Schon damals wurde erkannt, dass die Wärterinnen spezielle Anforderungen mitbringen und eine entsprechende Ausbildung absolvieren sollten, um diese Arbeit zum Wohle der Patienten ausführen zu können. Neben der medizinischen Entwicklung vermittelt Ulrike Schweikert ein klares Bild über die Stellung der Frau zur damaligen Zeit. Aufgrund der vielen Charaktere (vorwiegend Ärzte), die in dem Buch vorkommen, hätte ich zur besseren Orientierung eine Übersicht mit den Ärzten und deren Position in der Charité gut gefunden. Im Nachwort klärt die Autorin kurz über einige Protagonisten und deren wirkliche Existenz (oder auch nicht) auf. Hier hätte ich mir mehr Informationen über das Wirken und Schaffen einzelner Ärzte usw. gewünscht. Fazit Ulrike Schweikert ist eine sehr gute Verbindung zwischen Historie und Fiktion gelungen. Dem Roman ist es anzumerken, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und diese Informationen in authentische Protagonisten und Handlungen einfließen ließ. Dieses Buch empfehle ich jedem, der Interesse an der Entwicklung der Medizin und der Charité hat.
von StephanieP - 07.08.2018
Berlin wird im 19. Jahrhundert von einer Choleraepidemie heimgesucht. In dem Krankenhaus der Berliner Charité beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Währenddessen führen drei Frauen ein zum Teil sehr unterschiedliches Leben: Gräfin Ludovica ist in einer unglücklichen Ehe gefangen und flüchtet sich in Gespräche mit einem Professor. Die Hebamme Martha versucht ihrem Sohn ein gutes Leben zu bieten und die Diakonisse Elisabeth entdeckt ihre Liebe für die Medizin und einen Arzt. Das Hörbuch ist in verschiedenen Handlungssträngen aufgebaut, welche äußerst gelungen miteinander verknüpft werden. Ich konnte sofort in die Handlung einsteigen und ihr problemlos bis zum Ende folgen. Ich habe schon einige Hörbücher gehört, war aber bisher von noch keinem so begeistert wie von "Der Charité". Die Autorin und die Sprecherin schaffen es die Gefühle so gelungen zu transportieren, dass ich oftmals Gänsehaut hatte und mit den zum Teil sehr liebenswürdigen Protagonisten mitleiden musste. Zudem fand ich die geschichtlichen Fakten äußerst informativ und beeindruckend. Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und vielschichtig und man konnte sie sich bildlich vorstellen. Bei beinahe jedem Charakter konnte ich mir vorstellen, dass dieser genauso gelebt hat. Obwohl es einige Protagonisten gibt, hatte ich keinerlei Probleme diese auseinander zu halten und ich konnte mir ihre Verbindungen sofort merken. Besonders gelungen finde ich, dass Ulrike Schweikert auch immer wieder sehr ausführlich auf die Behandlungsmethoden der damaligen Zeit und das Leben der Wärterinnen eingeht. Dies macht die Handlung besonders interessant und authentisch. Alle geschichtlichen Fakten, wie die Cholera oder die Behandlungsmethoden in der Charité, wirken sehr gut recherchiert. Als Leser, beziehungsweise Hörer, merkt man sofort, dass alles Geschichtliche Hand und Fuß hat und nicht zu Gunsten der Handlung verändert wurde. Ich war beim Hören immer wieder fasziniert aber auch schockiert vom damaligen Wissensstand und den Erkenntnissen im 19. Jahrhundert. Beate Rysopp ist die perfekte Besetzung für die Rolle der Sprecherin. Sie schafft es jedem Protagonisten seinen eigenen unverkennbaren Charakter zu verleihen und transportiert die Emotionen äußerst glaubwürdig und ergreifend. Die Sprecherin hat eine unglaublich warme und einfühlsame Stimme, der ich sehr gerne zugehört habe. Beate Rysopp konnte mich mitreißen und ich habe ihr sehr gerne zugehört. FAZIT: "Die Charité" ist ein beeindruckender historischer Roman, der äußerst gelungen als Hörbuch umgesetzt wurde. Mich konnten sowohl die faszinierenden Behandlungsmethoden als auch die zum Teil sehr liebenswerten Protagonisten und die spannenden Handlungsstränge überzeugen. Beate Rysopp macht aus dem Roman ein mitreißendes und äußerst kurzweiliges Hörvergnügen, welches ich jedem Hörbuchfan wärmstens ans Herz legen möchte: Aus diesem Grund vergebe ich 5 Sterne!
Zeitgeschichte
von raschke64 - 27.07.2018
1831, in Berlin wütet die Cholera und viele Betroffene kommen auch in das schon damals größte Krankenhaus, die Charité. Die meisten sterben trotz aller Anstrengungen. Neu angefangen hat die Wärterin Elisabeth, ihre einzige Möglichkeit zum Überleben. Schwere, schlecht bezahlte Arbeit, ein Zimmer mit 3 anderen zusammen, das sind ihre Aussichten im Leben. Und trotzdem ist sie froh und will alles über die Medizin lernen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Zeit- und Medizingeschichte vermischt sich hier mit persönlichen Schicksalen. So erfährt man viel über die Zustände der damaligen Zeit, die Lebensumstände der Angestellten, die Möglichkeiten der Ärzte, den Stand der Medizin. Auch den Kampf um Verbesserungen, Fortschritte und Rückschläge. Vieles davon fand ich sehr realistisch dargestellt. Nur die wohl unbedingt vorkommende Liebesgeschichte zwischen der Pflegerin aus einfachsten Verhältnissen und dem aufstrebenden Arzt mit Happy End hätte nicht sein müssen, sie war zu unrealistisch und minderte die ansonsten gute Geschichte.
Medizin im 19. Jahrhundert
von Langeweile - 24.07.2018
Klappentext: Berlin 1831: seit Wochen geht die Angst um, die Cholera können Deutschland erreichen und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Diefenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen,führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit den berühmten Professor Dieffenbach. Hebamme Martha versucht ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt. Meine Meinung: Der Autorin ist auf hervorragende Weise gelungen ein Stück Medizingeschichte des frühen 19. Jahrhunderts zu präsentieren.Sie hat hierfür das wohl berühmteste Krankenhaus Deutschlands, die Berliner Charité, als Schauplatz ausgesucht. Auf eine sehr beeindruckende Weise hat sie die medizinische Entwicklung in eine Geschichte verpackt ,in welcher neben den historischen Persönlichkeiten aus dem Bereich der Medizin , drei starke Frauen im Mittelpunkt stehen. Der eindrucksvolle Schreibstil zog mich von Anfang an in die Geschichte hinein, die ich mit kurzen Unterbrechungen innerhalb von zwei Tagen gelesen habe. Man merkte dem Roman die umfangreichen Recherchen sehr deutlich an. In der heutigen Zeit vermag man sich gar nicht mehr vorzustellen, mit welchen Schwierigkeiten auf damals in der Medizin kämpfen musste. Der Pioniergeist der Ärzte und Pflegerinnen ,welche damals als "Wärterinnen" bezeichnet wurden ,kam sehr gut zum Ausdruck. Einen größeren Raum nahm auch der Kampf der Frauen um mehr Rechte im beruflichen und privaten Bereich ein. Nach der Lektüre dieses Buches, wurde mir wieder einmal bewusst, wie gut es ist im Hier und Jetzt zu leben. Fazit: Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne.
einfach klasse
von Marita Robker-Rahe - 24.07.2018
Das neue Buch von Ulrike Schweikert ist einfach klasse. Sehr informativ und unterhaltsam geschrieben, lernt man viel über die Entstehung der Krankenpflege, die damalige Medizin und ihre Tücken und Probleme sowohl für Ärzte , als auch für die Patienten. Stattfinden tut das Ganze in der berühmten Berliner Klinik Charite, die heute über die Grenzen Berlins weltweit bekannt ist. Gewürzt wird das Ganze durch zwei Liebesgeschichten, die die Geschichte sehr unterhaltsam und kurzweilig werden lässt. Ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt und ich muss sagen dieses Buch ist ein absoluter Treffer, den sich niemand entgehen lassen sollte, nicht nur ,wenn man sich für Medizin und Krankenpflege interessiert.
Kampf um Fortschritt
von Booklooker - 23.07.2018
Es wird die Geschichte der jungen Elisabeth erzählt, deren größter Wunsch die Selbständigkeit ist und als Krankenwärterin in die Charité kommt. Dort soll sie sich der Patienten annehmen und ist den Ärzten untergeordnet. Da sie dem Leid der Erkrankten mit viel Empathie begegnet, Anordnungen der Ärzte hinterfragt und die anderen Wärter kritisiert, wird die Figur der Elisabeth dem Leser schnell sympatisch. Es wird die Geschichte des Herrn Dr. Dieffenbach erzählt, der als Chirurg in der Charité tätig ist und dort mit seinen fortschrittlichen Operationsmethoden die Medizin stark voranbringt und mit den Wirrungen der Liebe zu kämpfen hat. Eine weitere Figur ist die Hebamme Martha, die als Freundin von Elisabeth, nach einem einschneidenden Ereignis ihre Tätigkeit als Hebamme aufgibt und dann ebenfalls, als Totenfrau, in der Charité tätig ist. Martha kämpft, nachdem sie ihr Mann verlassen hat vor allem für ein besseres Leben für ihren Sohn. Natürlich sind alle Figuren irgendwie miteinander verbunden. Das Lesen des Romans hat mir sehr viel Freude gemacht. Zum Einen berührten mich das Schicksal der kranken Menschen und die gesellschaftliche Stellung von Frauen in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts (da möchte ich wirklich nicht tauschen) und zum Anderen ist der Roman einfach nur toll geschrieben. Die Autorin hat Historisches und Fiktionales auf wunderbare Weise miteinander verknüpft.
Authentischer Roman über Deutschlands größtes Krankenhaus
von KerstinT - 22.07.2018
Mitte des 19. Jahrhunderts in Berlin. Die Hauptstadt steht kurz vor einer Cholera-Epidemie. Die Charité füllt sich langsam mit Patienten. Professor Dieffenbach tut alles um die Patienten zu retten, doch dies scheint nicht so einfach zu sein. Unterstützung bekommt er von der fleißigen Wärterin Elisabeth. Die durch ihre Wissbegierde eine große Hilfe ist. Doch Professor Dieffenbach lässt sich stets von Gräfin Ludovica ablenken. Dieser Roman beschreibt auf historischer Basis knapp zwanzig Jahre des Lebens in der Charité. Im Mittelpunkt stehen: Professor Dieffenbach, durch den wir viel über die Operationstechniken zur damaligen Zeit lernen. Die junge, fleißige, wissbegierige Wärterin Elisabeth, die nach dem Schicksal ihrer Schwestern nichts von den Männern wissen will. Doch dann ist sie doch zu angetan von dem jungen Militärarzt. Das ist nicht ihr einziges Problem, denn zu gern würde sie selbst Ärztin sein. Aber dies im damaligen Deutschland noch nicht möglich. Martha, die eigentlich Hebamme ist, nach einem Schicksalsschlag nun lieber im Totenhaus der Charité arbeitet. Und die Gräfin Ludovica, die von ihrem Mann, einem Hypochonder, terrorisiert wird. Das einzige Gute daran ist, dass so Professor Dieffenbach sehr häufig vorbeischaut. Mir hat dieser Ausflug in die Charité des 19. Jahrhunderts sehr gut gefallen. Die Geschichte wirkte sehr authentisch! Nachdem ich das Nachwort gelesen habe war ich überrascht, dass tatsächlich so viel der Realität entspricht. Das macht das Ganze noch interessanter. Der Schreibstil von Ulrike Schweikert hat mir sehr gut gefallen. Es war ein angenehmes und schnelles Lesen. Die Geschichte ist aber auch sehr fesselnd! Die Gefühle, der vier Protagonisten kamen sehr gut rüber. Die Szenen wurden sehr bildlich beschrieben, wodurch man sich richtig nach Berlin versetzt fühlte. Die Operationsszenen waren auch sehr anschaulich beschrieben. Wodurch es mir beim Lesen fast schon schlecht wurde. Wenn man bedenkt, dass es damals noch keine Narkose gab - ohje, ohje. Bei den Hygienestandards beziehungsweise der nicht vorhanden Hygiene wird einem erst recht mulmig. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie wirkten sehr realistisch - was auch daran liegt, dass es die Meisten wirklich gab und ihre Eigenheiten in diesem Roman widergegeben wurden. Genau das hat mir sehr gefallen. Jeder war anders und man konnte sie wunderbar auseinander halten, obwohl es einige Charaktere gab. Selbst die Patienten haben ein Gesicht bekommen und ihre eigene Geschichte. Gefallen hat mir auch, dass es einige Zeitsprünge gab. Es wurde nicht jedes Detail breitgetreten, sondern dann waren eben auch mal zwei Jahre vergangen. So wurde es nicht langweilig und man konnte die Entwicklung der Charaktere und der Charité als Krankhaus miterleben. Für mich war dieser Roman ein richtiges Lesevergnügen und er wird mir in guter Erinnerung bleiben, deshalb vergebe ich volle fünf von fünf Sterne. Ich bin froh, dass ich mir dieses Buch doch noch einmal näher angeschaut habe. Denn zunächst dachte ich es wäre das Buch zur ARD-Serie. Doch beides hat nichts miteinander zu tun
Mehr als eine Krankenhausgeschichte
von eiger - 18.07.2018
"Die Charité" Hoffnung und Schicksal von Ulrike Schweikert, erschienen 2018 bei Rowohlt, ist als Auftakt einer mehrteiligen Reihe konzipiert. Der erste Band um fasst die Zeit von 1831 bis 1847. Die Autorin vermittelt in ihrem Roman ein umfassendes Bild von Berlin mit der Charité im Mittelpunkt. Es ist die Zeit der beginnenden Industrialisierung. Die Stadt wächst und viele Menschen, die hier Arbeit gefunden haben, leben unter ärmlichsten Bedingungen. Die Choleraepidemie, die plötzlich Berlin erreicht hat, fordert hier hohe Opfer. Auf der anderen Seite leben Adel und das aufstrebende Bürgertum in schönen Gebäuden und Wohnungen. Auch hier treten Fälle von Cholera auf, aber es sind bedeutend weniger. So liegt die Vermutung nahe, dass die sozialen und hygienischen Bedingungen den Ausbruch und Verlauf der Krankheit beeinflussen. Ärzte sind es, die mit verschiedenen Gesellschaftsschichten in Berührung kommen und in gegensätzlichen Welten verkehren. Im Mittelpunkt steht der berühmte Chirurg Dr. Dieffenbach, der an der Charité arbeitet und lehrt. Die Wärterin und spätere Diakonisse Elisabeth, die Totenfrau Martha und die Gräfin Ludovica sind weitere Protagonisten. Sie werden so gut beschrieben und mit Liebe zum Detail gezeichnet. Auf mich wirken sie authentisch und ich konnte mich mit ihnen identifizieren. Durch Dr. Dieffenbach sind die drei Frauen, in deren Lebensgeschichten der Leser eintaucht, lose mit einander verbunden. Ulrike Schweikerts Personenensemble ist eine gekonnte Mischung aus realen und fiktiven Personen. Es wird Spannendes aus dem medizinischen Alltag kombiniert mit Szenen aus dem Privat- und Liebesleben der Protagonisten unterhaltsam erzählt. Die Autorin hat historische und medizinische Fakten auch ausgezeichnet recherchiert und kann den Leser durch ihre präzisen Beschreibungen auch an schwierigen Operationen teilhaben lassen. Ulrike Schweikert berichtet, wie um medizinische Fortschritte gerungen wird und sich die Medizin in Europa weiterentwickelt. Noch müssen Patienten bei Operationen leiden, denn es gibt keine Narkose. Die Gefahr des Wundbrandes droht immer. Die Pflege von frisch operierten Patienten, aber auch der anderen Insassen der Charité ist ein Hauptthema, welches sich durch den gesamten Roman als roter Faden zieht. Wir erfahren von groben, schlecht oder gar nicht ausgebildeten Pflegekräften, deren Bezahlung in keiner Weise ihrer schweren Tätigkeit gerecht wird. Aber es gibt engagierte Menschen, die sich hier für eine Verbesserung der Situation einsetzen. Ein aktuelles Problem, was auch in der heutigen Zeit von brennender Aktualität ist. Ulrike Schweikerts gelungener historischer Roman hat mich überzeugt und begeistert. Ihr gelingt es die Atmosphäre des alten Berlins greifbar zu machen und so Geschichte und Geschichten der Charité perfekt einzurahmen. Sie hat ein Gespür für diesen geschichtsträchtigen Ort und kann den Leser in ihren Bann ziehen. Aus meiner Sicht ist das Buch eine klare Leseempfehlung. Gern vergebe ich alle Sterne. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Eine packende und berührende Geschichte
von zauberblume - 18.07.2018
Die Charité ist für mich das erste Buch, das ich aus der Feder der Autorin Ulrike Schweikert gelesen habe. Sie entführt uns in die Anfangsjahre der Berliner Charité und hier bekommen wir einen unglaublichen Einblick in die Welt der Ärzte. Protagonist ihrer Geschichte ist Professor Dr. Dieffenbach, der ein berühmter Arzt war, erst an der Charité und dann als Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik in der Ziegeleistraße, die er bis zu seinem frühen Tod im November 1847 leitete. Auch sind viele, in der Geschichte vorkommenden Ärzte in einer Chronik übermittelt. Einige der Mitwirkenden sind jedoch auch der Fantasie der Autorin entsprungen. Der Inhalt: Berlin 1831. Die Angst geht seit Wochen um, die Cholera könnte Deutschland erreichen. Und dann stirbt auf einem Spreekahn unter qualvollen Schmerzen ein Schiffer. Professor Dieffenbach und seine Kollegen versuchen fieberhaft, den Überträger und Heilmittel gegen die Krankheit auszumachen. Es beginnt jedoch ein Wettlauf mit der Zeit. Auch spielen in dieser Geschichte drei Frauen eine große Rolle, und zwar sind dies die Gräfin Ludovica. Sie ist gefangen in ihrer Ehe mit einem Hypochonder. Sie findet Mut und Kraft in Gesprächen mit Professor Dieffenbach. Dann spielt die Hebamme Martha, die im Totenhaus der Charité arbeitet, um ihrem Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen, eine wichtige Rolle in der spannenden Geschichte. Und dann ist da noch die junge Pflegerin Elisabeth, die die Liebe zur Medizin entdeckt und dann auch noch - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt. Einfach gigantisch! Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, so gefesselt hat mich die Welt rund um die Charité. Man bekommt einen atemberaubenden Einblick in das Leben des 19. Jahrhunderts. Sieht den Überlebenskampf des einfachen Volkes. Das Elend und die Not und die Verzweiflung. Und dann bricht auch noch diese Seuche aus, einfach unvorstellbar. Und wie die Mediziner gekämpft haben und geforscht, um manchen Krankheiten auf den Grund zu gehen. Die Autorin hat einen spitzenmäßigen Schreibstil. Ich kann mir die Operationen, bei denen die Studenten beiwohnten, so bildlich vorstellen und habe jetzt noch ein Gänsehautfeeling. Wenn man sich vorstellt, dass es bis zum Jahr 1847 keine Narkosse gab, einfach gruselig. Welche Schmerzen haben die Menschen ausgehalten und wie viele habe ihre Operation nicht überlebt. Dann ist da Elisabeth, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie hat ihre Berufung in der Pflege der Kranken gefunden und hat dafür viel in Kauf genommen. Wie schwer mußte die junge Frau damals arbeiten. Und dann hat auch noch die Liebe einzug gehalten, doch die war verboten. Ich habe gehofft, dass es das Schicksal mit Elisabeth gut meint. Und dann ist da der unermüdliche Professor Dieffenbach, der am Krankenhaus gearbeitet hat, seine Privatpatienten versorgt hat und nebenbei noch Bücher geschrieben hat. Ich fand es wirklich hochinteressant, dass auch die Krankenpflegeschule in dieser Zeit ihren Anfang genommen hat. Eine gefühlvolle, spannende Geschichte, die unter die Haut geht. Für mich ist dieses außergewöhnliche Lektüre ein Lesehighlight der Extraklasse. Alle Achtung! Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.
Das Berliner Krankenhaus
von eleisou - 15.07.2018
Das Buch ist ein Roman über das Krankenhaus die Berliner Charité und gleichzeitig über die allgemeine Entwicklung in der Medizin. Die Geschichte spielt im Jahr 1831. Die Autorin hat sorgfältig den geschichtlichen Hintergrund recherchiert und der Schreibstil ist äusserst angenehm. Die junge Pflegerin Elisabeth kümmert sich aufopfernd um die Patienten und der berühmten Mediziner Professor Dieffenbach operiert mit allen verfügbaren Mitteln. Beide haben den Wunsch den armen Menschen von Berlin zu helfen zusammen mit der Hebamme Martha, die im Totenhaus arbeitet und der Gräfin Ludovica, die sich zudem noch in den Arzt verliebt. Insgesamt hat mich der Roman gut unterhalten. Es gab interessante Einblicke in der Medizin und die Charaktere waren nachvollziehbar gestaltet mit einem zum Teil realen Hintergrund. Gerne vergebe ich in dem Fall vier von fünf Sternen.
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