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Alte Abdeckerei

Erzählung. 'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Taschenbuch
Wolfgang Hilbigs Erzählung "Alte Abdeckerei" zieht den Leser in einen geheimnisvollen Bezirk als Grenzlinie zwischen literarischer Imagination und politischer Realität; sein jugendlicher Held erforscht auf ausschweifenden Erkundungsgängen diesen Bere … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Alte Abdeckerei
Autor/en: Wolfgang Hilbig

ISBN: 3596114799
EAN: 9783596114795
Erzählung.
'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
FISCHER Taschenbuch

1. Mai 1993 - kartoniert - 116 Seiten

Beschreibung

Wolfgang Hilbigs Erzählung »Alte Abdeckerei« zieht den Leser hinein in einen geheimnisvollen Bezirk, der angesiedelt ist auf der Grenzlinie zwischen literarischer Imagination und politischer Realität: »Jenseits der Kohlenbahnlinie, südöstlich eines halb unbewohnten Dorfes, tief in der verwilderten Senke, direkt an dem verkommenen Zaun begann das Gebiet, welches der Osten war, und man drang nicht ungestraft in diese Gegend vor.« Hilbigs jugendlicher Held erforscht auf ausschweifenden Erkundungsgängen diesen Bereich voller Ruinen, ausgelaugter Äcker und Industrieanlagen, obwohl er immer wieder von den Erwachsenen gewarnt wird: Es sind dort Menschen verschwunden, so erzählt man ihm, über die niemand mehr reden darf, die aber in der Erinnerung nicht auszulöschen sind.

Besprechung

Über das Buch Wolfgang Hilbigs Erzählung "Alte Abdeckerei" zieht den Leser hinein in einen geheimnisvollen Bezirk, der angesiedelt ist auf der Grenzlinie zwischen literarischer Imagination und politischer Realität: "Jenseits der Kohlenbahnlinie, südöstlich eines halb unbewohnten Dorfes, tief in der verwilderten Senke, direkt an dem verkommenen Zaun begann das Gebiet, welches der Osten war, und man drang nicht ungestraft in diese Gegend vor."

Sein jugendlicher Held erforscht auf ausschweifenden Erkundungsgängen diesen Bereich, voller Ruinen, ausgelaugter Äcker und Industrieanlagen, obwohl er immer wieder von den Erwachsenen gewarnt wurde: Denn es haben sich dort "Fremde eingenistet, Leute aus Osteuropa, die hier den Krieg überstanden hatten ... je östlicher, desto gefährlicher der Menschenschlag." Es verschwinden Menschen, so erzählt man ihm, Menschen nach denen niemand mehr fragen, über die niemand mehr reden darf, die von heute auf morgen zu Unpersonen werden, die aber in der Erinnerung nicht auszulöschen sind: "Ein Verschwundener zu sein, hieß, eine Legende zu sein, Kämpfe überstanden zu haben, von denen nur Schatten wußten, es hieß, sich in eine Idee verwandelt zu haben, die weitergetragen wurde".

Portrait

Wolfgang Hilbig, geboren 1941 in Meuselwitz bei Leipzig, gestorben 2007 in Berlin, übersiedelte 1985 aus der DDR in die Bundesrepublik. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Berliner Literaturpreis, den Literaturpreis des Landes Brandenburg, den Lessing-Preis, den Fontane-Preis, den Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim, den Peter-Huchel-Preis und den Erwin-Strittmatter-Preis.
Im S. Fischer Verlag erscheint die siebenbändige Ausgabe seiner Werke, »eine der wichtigsten Werkausgaben der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« (Uwe Schütte, Wiener Zeitung).
Wolfgang Hilbig
WERKE
Band I GEDICHTE
Band II ERZÄHLUNGEN UND KURZPROSA
Band III DIE WEIBER - ALTE ABDECKEREI -
DIE KUNDE VON DEN BÄUMEN (Erzählungen)
Band IV EINE ÜBERTRAGUNG (Roman)
Band V »ICH« (Roman)
Band VI DAS PROVISORIUM (Roman)
Band VII ESSAYS, REDEN, INTERVIEWS
Literaturpreise:
1983 Brüder-Grimm-Preis
1985 Förderpreis der Akademie der Künste, Berlin
1987 Kranichsteiner Literaturpreis
1989 Ingeborg-Bachmann-Preis
1992 Berliner Literaturpreis
1993 Brandenburgischer Literaturpreis
1994 Bremer Literaturpreis
1996 Literaturpreis der Deutschen Schillerstiftung, Dresden
1997 Lessingpreis des Freistaates Sachsen
1997 Fontane-Preis der Berliner Akademie der Künste
1997 Hans-Erich-Nossack-Preis (Kulturkreis d. dt. Wirtschaft)
2001 Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim
2002 Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik
2002 Georg-Büchner-Preis
2002 Walter-Bauer-Literaturpreis der Stadt Merseburg
2007 Erwin-Strittmatter-Preis des Landes Brandenburg

Leseprobe

Ich besann mich auf ein Flüßchen hinter der Stadt, ein seltsam schimmerndes, an manchen Tagen fast milchfarbenes Gewässer, das ich kilometerweit verfolgt habe, einen Herbst lang oder noch länger, vielleicht nur, um einmal hinauszukommen aus einem Territorium, das, wenn ich es endgültig sagen soll, von den Grenzen meiner Müdigkeit eingeschlossen war. Und ich folgte diesem Weg wie unter lautlosem Flügelschlagen; wenn es dunkel wurde, begann ich mit einem Schrecken zu rechnen, vielleicht mit einem markerschütternden Schrei, nach welchem Stille eintritt ... nichts dergleichen, die Ruhe hinter Stadt und Wald war das stete Dasein winziger Geräusche. Äcker, Wiesen, Brachflächen, wie sie von beiden Seiten heranschwollen im Dunst der immer trüberen Tage, schienen das Flüßchen über manche Strecken zu einem bloßen Rinnsal zu drosseln; oft glich es der bläulichen Klinge eines langen geraden Messers, das durch entzweigeschnittenes Gelände fuhr, man meinte die langgezogene Wunde noch dampfen zu sehen. - In einiger Entfernung, in einer Senke, lagen die reglosen Augen zweier runder Waldseen, den Blick nach innen, schon halb unter die dunklen Lider gekehrt, die der Schatten des Waldrands über ihren gleichmütigen Schlummer schob. Von dort kam ich zwischen welken Krautfeldern einen...

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