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Stell dir vor, du könntest dein 90-jähriges Ich um Rat fragen. Jemanden, der dich kennt wie niemand sonst, und mit Weitblick und Wohlwollen auf dein Leben und deinen Alltag blickt. Franca Cerutti macht diese weise Instanz zugänglich, und nennt sie »die innere Oma«. In
liebevoller Ergänzung zum inneren Kind schaut sie nicht zurück, sondern nach vorn - und vom Ende des Lebens auf das, was heute wirklich zählt.
Psychologisch fundiert und therapeutisch erprobt zeigt dieses Buch, wie wir
loslassen können, was uns stresst:
Schuldgefühle, Perfektionismus und das ewige Vergleichen. Die innere Oma ist ein stützender Anteil, den wir selbst schaffen - als warmherzige und weise Ergänzung zu den inneren Anteilen, die uns in unserer Biografie »passiert« sind. Die innere Oma hat den Überblick - und sie hat dir was Wichtiges zu sagen.
»Deine innere Oma, mit ihrem Weitblick, Überblick und Einblick, hat eine ziemlich klare Botschaft. Meist lautet sie: Lass es! Lass den Perfektionismus. Lass das Vergleichen. Lass die Schuldgefühle. Lass das Retten von Menschen, die gar nicht gerettet werden wollen. Lass die tausend To-do-Listen, die dich nicht entlasten. Deine innere Oma wird dich wahrscheinlich nicht anfeuern, noch mehr zu leisten. Sie wird dich daran erinnern, dass du ein Leben zu leben hast - und kein Projekt zu optimieren. «
»Franca schafft etwas Seltenes: Sie gibt der Psychologie eine Stimme, die klug ist, ohne belehrend zu sein, und warmherzig, ohne kitschig zu werden. «
TIMON KRAUSE

Deutschland ist trotz aller Probleme nach wie vor eines der politisch stabilsten, sozial sichersten, wirtschaftlich stärksten und gesellschaftlich freiheitlichsten Länder der Welt. Doch die Populisten vermitteln ein ganz anderes Bild, beschwören den Niedergang herauf und verherrlichen autoritäre Systeme. Ilko-Sascha Kowalczuk blickt in diesem Buch auf die Entwicklungen in Ostdeutschland und zeigt, wie das Gift der Freiheitsfeinde in die Gesellschaft einsickert: durch das Schlechtreden der Gegenwart und die Verklärung der Vergangenheit. Insbesondere die DDR-Geschichte ist ein Schlachtfeld, auf dem um die Akzeptanz autoritärer Staatsvorstellungen gerungen wird. Kowalczuks Text ist ein Weckruf. Er will dazu ermuntern, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen. Er will anstecken und motivieren. Und er will Argumente liefern für den ewigen Kampf um Freiheit und Demokratie.

'Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, die Jugendlichen zu verlieren.' Der erfahrene Schulleiter Engin Çatik macht Schlagzeilen, als er in Berlin bereits die zweite 'Skandalschule' rettet, an der Mobbing und Gewalteskalationen an der Tagesordnung standen. Er ist selber prekär aufgewachsen und versteht die Lebensrealitäten und Probleme vieler Jugendlicher. Er begegnet ihnen mit
Wertschätzung und zugewandter Autorität, die Schulgemeinschaft ist ihm wichtig.
Was in der Schule schiefläuft, das zeigt er eindrücklich, steht exemplarisch für den
Zustand unseres Zusammenlebens. Mit Empathie und Engagement setzt er sich ein für
Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Denn nur so wird unsere alternde Gesellschaft eine Zukunft haben.
'Einen Lehrer wie Engin Çat k hätte ich mir als Schülerin gewünscht! Er zeigt, wie Einzelne ganze Systeme verändern können. Sein Buch ist ein Appell für eine neue Ethik an Deutschlands Schulen.'
Düzen Tekkal
'Engin Çat k kämpft für jede und jeden an seiner Schule. Damit sie alle die bestmögliche Zukunft haben. Sehr inspirierend.'
Katrin Bauerfeind

SPIEGEL-Bestsellerautorin und Journalistin Miriam Stein kennt Scham schon immer. Sie wurde ihr buchstäblich in die Wiege gelegt - beziehungsweise in jenen Schuhkarton, in dem man sie 1977 als Neugeborenes, eingewickelt in Zeitungspapier, an einer Straßenecke in Daegu (Südkorea) fand. Durfte ihre Mutter sie nicht behalten, schämte sie sich für die Schwangerschaft? Heute hat Miriam Pubertät, Schwangerschaft, berufliche Fehltritte und Beziehungskrisen hinter sich und sogar den Eintritt in die Menopause, die weibliche 'Scham-Supernova' schlechthin, erfolgreich bewältigt. Nun endlich beginnt sie, die vielen Schamerzählungen, die ihr eigenes Leben und das vieler Frauen unnötig verdüstern, zu entlarven und sich von ihnen zu lösen. In ihrem neuen Buch werden wir Teil dieser Befreiungsgeschichte - und Seite für Seite selbst zu einer unverschämten Frau.
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Deutscher Sachbuchpreis 2026

Dreihundert deutsche Männer, schrieb Walther Rathenau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bestimmten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents. Er meinte das enge Geflecht aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Firmen wie der Allianz, Krupp oder Siemens herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander - und man sprach sich ab. Bis in die 1990er Jahre prägte dieses Netzwerk namens »Deutschland AG« die Politik und die Unternehmenskultur in der Bundesrepublik.
Konstantin Richter montiert die Geschichten dieser Macher und Magnaten zu einer temporeichen szenischen Erzählung. In meisterhaft arrangierten Episoden lässt er ihre Welt zu unserer werden: Er begleitet Nicolaus Otto und Gottlieb Daimler bei der Gemüseernte, wo die beiden genauso erbittert konkurrieren wie bei der Entwicklung neuer Motoren. Richter sitzt mit am Tisch, wenn die Gebrüder Mannesmann in Marokko irrwitzige Intrigen spinnen, und er pendelt mit Thomas Middelhoff von Bielefeld nach Essen, wenn dieser sich mit seinem Hubschrauber auf den Weg ins Büro macht.
So entsteht ein einzigartiges Epos, das rund 150 Jahre umspannt: von der Start-up-Nation Kaiserreich bis in die krisengebeutelte Gegenwart, vom Aufstieg der Deutschland AG bis zum ihrem Niedergang.


















