Leider ziemlich enttäuschend. Habe das Buch hauptsächlich überflogen.
Vor über einem Jahr habe ich das Buch "Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen" von Stephanie Stahl gelesen und fand es sehr, sehr gut und hilfreich. "Das Kind in dir muss Heimat finden" ist eines von ihren bekanntesten Büchern, weswegen ich es ebenfalls lesen wollte, allerdings konnte es mich überhaupt nicht überzeugen. Zwischenzeitlich lag es auch mehrere Monate unberührt herum, weil ich mich kaum dazu durchringen konnte, weiterzulesen, und jetzt, wo ich es weitergelesen habe, hatte ich ebenfalls starke Probleme, dranzubleiben.Ich denke, dass das Buch kaum denjenigen hilft, die sich bereits viel mit mentaler Gesundheit und ihren Traumata auseinandergesetzt haben. Daher konnten mich auch die vielen Übungen nicht wirklich abholen.Die Aufteilung zwischen dem Sonnen- und dem Schattenkind war mir auch irgendwie viel zu einfach gedacht. Meiner Meinung nach sind Menschen komplex und viele Eigenschaften und Erfahrungen verschwimmen ineinander und sind nicht klar zu trennen. In dem Buch wurde aber jegliches Verhalten entweder als Selbstschutz oder als Folge von irgendetwas bezeichnet, womit ich nicht ganz klar kam.Ich denke, dass das Buch durchaus hilfreich sein kann, aber insbesondere für diejenigen, die sich nicht allzu viel mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Daher gibt es 1,5 Sterne von mir.