Als die Buchsammlerin Joanna ihren Vater Abe tot im Vorgarten findet, denkt sie zunächst an Mord. Doch was ihren Vater wirklich getötet hat, war das Buch, das er in der Hand hielt. Ein Buch, das sein Blut getrunken hat, um Magie zu wirken. Doch das ist nur der Anfang. Schon bald steht Joanna einer Bedrohung gegenüber, die mehr als nur ihr Blut für Magie fordert... Wer dieses Buch lesen will, sollte recht unempfindlich gegenüber blutigen Szenen sein - die gibt es hier zuhauf. Allgemein die Idee für ein Magiesystem bestehend aus Vorlesen und Blutspenden (um es vorsichtig auszudrücken), ist kreativ, wenn auch manchmal etwas makaber. Generell heißt es: Kannst du es schreiben, kann es auch Wirklichkeit werden. Fantasy vom Feinsten eben. Zu Anfang ist es etwas verwirrend, der Geschichte von Joanna und Esther zu folgen, denn bis die Handlungsstränge sich wirklich berühren, vergeht einige Zeit. Man muss sich auf das Schauermärchen aus blutigen Zaubersprüchen und widerspenstigen Charakteren einlassen, dann hat man richtig Spaß an diesem Buch.Es wird vielschichtig und auch wenn man die eine oder andere Wendung vorausahnen kann, ist es schwer, auf das große Ganze zu kommen. So ist man die ganze Zeit mit am Rätseln, den Protagonisten manchmal ein paar Schritte voraus, aber der Lösung doch keinen Schritt näher. Ink Blood Mirror Magic ist eine ungewöhnliche Geschichte voller Twists, kreativer Ideen und moderner Fantasy, aber auch ein Buch, das Konzentration erfordert. Aber zum Glück muss man ihm zum Lesen kein Blut spenden...