Mit dem.Wissen, dass Frauen' eine männliche Perspektive übernehmen,.finde ich das Buch um Nachhinein besser, als beim Lesen.
Dieses Buch ist ein Trip. Ein Trip in eine andere Gedankenwelt. Eine Welt, die ich in Teilen verstehen und nachvollziehen kann, die ich aber nicht lebe.Als Mutter mehrerer Kinder, als Frau, die sechs Mal schwanger war, kann ich dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb verstehen, dass Frauen sich gegen Kinder entscheiden.Verena Güntner schafft ein Gesellschaftsportrait, dass gleichermaßen so real sein wie es dystopisch sein kann. Drei Paare in oberflächlich funktionierenden Beziehungen. Alle sehen sich mit dem Thema Kinder haben oder nicht konfrontiert. Ohne zu sehr zu Spoilern fand ich es vor allem spannend, wie hier mit Klischees gebrochen und das klassische Rollenbild umgekehrt wird.Als ich das Buch beendet habe, war ich erst fest der Meinung, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Die negative Grundstimmung zog mich herunter, die Charaktere widerten mich an, blieben mir fremd. Je länger ich jedoch über das Buch nachdenke, ob nicht genau darin das Geniale steckt. Eine Geschichte, die keine Erwartungen erfüllt, die Tiefe in dei Wunde sticht, die Frauen seit Jahrhunderten fühlen. Daher spreche ich eine Empfehlung auf und kann nur raten, Lest das Buch in einem Buch-Club. In einer Leserunde. Diskutiert. Und wenn ihr es bereits gelesen habt, lasst mich an euren Gedanken teilhaben.