Ich liebe Bücher, die mich an andere Orte entführen, mit interessanten Figuren unterhalten und von einem Familienunternehmen erzählen. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch "Das Kamelienhaus", nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe. Ich habe das Buch auch sehr gerne gelesen, auch wenn ich etwas mehr Spannung erwartet hatte. Die Geschichte dreht sich um Lucy, diese kehrt nach ihrem Studium auf die Kamelieninsel in der Bretagne zurück, wo sie in die Kosmetikfirma ihrer Mutter Sylvia einsteigen soll. Aber es ist nicht so einfach, sich wieder in den Ort ihrer Kindheit einzufinden. Als eine Reise nach Japan zu einer Kamelienölmanufaktur ansteht, ist Lucy darüber mehr als erfreut, zumal sie unterwegs den attraktiven Finn kennenlernt und mit ihm einen zauberhaften Tag in Tokio verbringt. Doch ist Finn wirklich der, den sie in ihm sieht? Und kann sie ihre Mission für die Kosmetikfirma ihrer Familie erfüllen? Denn die Manufaktur steht durch den unerwarteten Tod ihres Inhabers kurz vor dem Aus und Lucys Zeit in Japan verläuft völlig anders als geplant.In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden, denn der Schreibstil gefällt mir wirklich gut. Er ist locker-leicht und schön bildlich. Ich habe mich die ganze Zeit inmitten des Geschehens gefühlt und es ist auch ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Dennoch hätte ich ein wenig Spannung und Wendungen gut gefunden, es gab auch mal ein paar langatmigere Passagen. Wie die Landschaft und generell Japan beschrieben wurde, war einfach nur toll und ich konnte mir ein eigenes Bild von diesem interessanten Land machen. Alles in allem wird die Geschichte unterhaltsam erzählt, einige überraschende Wendungen wären noch schön gewesen. Ich vergebe desalb 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Leser, die sich für Japan interessieren.