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Beate Leinweber
Beate Leinweber - BuchhändlerIn aus Leipzig empfiehlt: Anna und wir von Victoria Redel
Ein leiser, stiller Roman- ohne Kitsch
Anna, Helen, Ming, Molly und Caroline sind eigentlich vollkommen verschiedene Frauen mittleren Alters, die eines aber miteinander von Kindesbeinen an verbindet: Ihre innige, unerschütterliche Freundschaft zueinander, eine Freundschaft, die sie durch alle Höhen und Tiefen ihres Lebens begleitete, durch dick und dünn, die alle besonderen Momente ihres Lebens miteinander teilen ließ, ebenso wurden alle Krisen von ihnen gemeinsam bewältigt, Männer und Liebschaften kamen und gingen im Laufe der Jahre, aber ihre Freundschaft hatte immer Bestand, auch wenn man sich zeitweise im laufe des Lebens ein wenig aus den Augen verlor. Der Mittelpunkt und Fels in der Brandung, die Anführerin, ihres Fünfergespanns war stets Anna; sie war die Wildeste und Stärkste unter ihnen, Anna, die stets das Leben voll auskostete, die unerschrocken alles ausprobierte, die unbesiegbar schien, die sich nie um Konsequenzen scherte, die den anderen immer einen Schritt voraus war, die für die anderen vier Freundinnen stets eine gute Ratgeberin war, da sie immer den realistischsten Blick auf scheinbar unlösbare Probleme hatte. Aber Anna ist krank, viele Jahre schon und sie spürt, dass sie den Kampf gegen den Krebs verloren hat; sie kann und will nicht mehr weiterkämpfen. Ihre Freundinnen können nur sehr schwer Annas Entscheidung akzeptieren. Gerade Helen, Annas beste Freundin, kommt mit Annas Entschluss, keine Medikamente mehr zu einzunehmen und keine Chemotherapien mehr machen zu lassen, überhaupt nicht zurecht. Als Anna immer schwächer wird und beschließt zu Hause zu sterben, versammeln sich Helen, Ming, Molly und Caroline übers Wochenende in Annas Haus und kümmern sich um sie und schwelgen in alten Erinnerungen; aber nicht die 5 Frauen selbst erzählen über ihre gemeinsame Vergangenheit und über lang zurückliegende Erlebnisse, sondern die Autorin beschreibt diese Romanpassagen so geschickt, dass man als Leser fast das Gefühl hat, die Freundinnen erleben diese Momente in einer Art Seifenblase, abgeschirmt von der Gegenwart und der Außenwelt, nur die Autorin ist die Insiderin, die um die gemeinsamen vergangenen Jahre der Freundinnen weiß und uns die Geschichten der 5 Frauen erzählt, während die Passagen der Gegenwart so beschrieben sind, als wären wir Leser als stille Beobachter mit anwesend in dem Wohnzimmer, in dem Anna auf dem Sofa liegt, umringt von ihren Freundinnen. Vergangenheit und Gegenwart wechseln einander ab, wobei die Vergangenheit fast = zeitlos= erzählt wird, also nicht hintereinander und meist ohne Jahreszahlen, während die Gegenwart in kurzen, knappen Kapiteln schnörkellos und ohne Pathos erzählt wird, man kann fast spüren, dass die Zeit im wahrsten und grausamsten Sinne immer knapper und weniger wird, kann man am wunderbaren Schreibstil der Autorin nachempfinden, wie glücklich jene Jugendjahre der =alten Freundinnen=, wie sich die Frauen seit jeher nannten, gewesen sind, als das Leben noch geheimnisvoll vor ihnen lag und voller Möglichkeiten war. Aber gerade weil die Gegenwart, in der Anna nicht mehr kämpfen kann, nicht rührselig geschrieben ist, sondern sehr realistisch und stellenweise sehr beklemmend, ist der Roman für mich so glaubwürdig. Es ist ein Roman über unerschütterliche, bedingungslose Freundschaft, ein Roman über schmerzvolles Abschiednehmen, aber auch über das Selbstbestimmen des eigenen Lebens, über die Akzeptanz von Entscheidungen, die man selbst nicht beeinflussen kann und über Neuanfänge, wie schmerzhaft sie anfangs auch sein mögen. =Anna und Wir= ist ein leiser, stiller Roman, voller Herzenswärme, der trotz seiner traurigen Thematik an manchen Stellen, manchmal versteckt, manchmal auch ganz offenherzig, seine Lebensbejahung nicht verliert, so dass man an manchen Textpassagen auch lächeln muss. Mir hat der Roman sehr gefallen, sehr gerne vergebe ich die volle Sternenzahl.
Alle meine Empfehlungen
Anna und wir
 
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