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Transformation in Ungarn und der DDR als Buch
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Transformation in Ungarn und der DDR

Eine vergleichende Analyse. Auflage 1998. Book.
Buch (kartoniert)
Seit 1974 haben sich in fast einem Drittel aller Staaten der Erde Veränderungen des politischen Systems vollzogen, wobei in erster Linie unterschiedliche Typen von demokratischen Regierungssystemen entstanden sind. Seit 1989 waren zahlreiche … weiterlesen
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Transformation in Ungarn und der DDR als Buch

Produktdetails

Titel: Transformation in Ungarn und der DDR
Autor/en: Christof E. Ehrhart

ISBN: 3531131753
EAN: 9783531131757
Eine vergleichende Analyse.
Auflage 1998.
Book.
VS Verlag für Sozialwissenschaften

15. Oktober 1998 - kartoniert - 380 Seiten

Beschreibung

Seit 1974 haben sich in fast einem Drittel aller Staaten der Erde Veränderungen des politischen Systems vollzogen, wobei in erster Linie unterschiedliche Typen von demokratischen Regierungssystemen entstanden sind. Seit 1989 waren zahlreiche Übergänge kommunistischer Einparteisysteme zu Repräsentativsystemen zu beobachten. Diese Systemtransformationen fordern die Politikwissenschaft dazu heraus, Methoden und Vorgehensweisen zu entwickeln, mit deren Hilfe solche Vorgänge erfaßt und in ihrem Ablauf erklärt werden können. Die Studie "Transformation in Ungarn und der DDR - eine vergleichende Analyse" von Christof Ehrhart stellt auf der Grundlage eines systematischen Vergleichs der Geschehnisse in Ungarn und der DDR einen Zusammenhang zwischen den spezifischen Ursachen der Transformation und deren Verlauf her. In der politikwissenschaftlichen Forschungspraxis werden Transformationen bisher weniger als Chance denn als Herausforderung wahrgenommen. Trotz des Aufkommens neuer Erklärungsansätze, die anstelle der Makro-Ebene des politischen Systems die Mikro-Ebene der Akteure oder die Meso-Ebene der Institutionen in den Mittelpunkt der Analyse rücken, steht die Disziplin noch am Beginn einer theoriegestützten Beschäftigung mit den Phänomenen des Systemwandels und Systemwechsels in kommunistischen Einparteisystemen. Christof Ehrhart unternimmt vor diesem Hintergrund eine Expedition in das weitgehend unerforschte Gebiet der Desiderata der Transformationsforschung. Dabei steht im Kern die Suche nach jenen Faktoren, die den Verlauf und die Dynamik von Systemtransformationen im allgemeinen und von kommunistischen Einparteisystemen im besonderen bestimmen. Die Untersuchung von Christof Ehrhart besticht durch den souveränen Umgang mit Forschungstraditionen, Theorien und Methoden auf der einen sowie auf den historisch-politischen Fakten auf der anderen Seite. Dem Politikwissenschaftler, dem Studenten wie auch dem interessierten Laien erschließt sich auf diese Weise nicht nur die

Inhaltsverzeichnis

Enleitung.- I Heuristische und methodische Grundlagen.- 1 Zur Logik wissenschaftlichen Fortschritts.- 2 Fortschritt in der Politikwissenschaft - Konzept und Realität.- 3 Zum Stand der Transformationsforschung.
- 3.1 Zur negativen Heuristik der zentralen Forschungsprogramme.
- 3.1.1 Der homo sociologicus.
- 3.1.2 Der homo oeconomicus.
- 3.2 Zur positiven Heuristik der zentralen Forschungsprogramme.
- 3.2.1 Systemtheorien als Makrotheoriea.
- 3.2.2 Mikrotheorien der Public Choice-Forschung.
- 3.3 Ein Forschungsprogramm für die Analyse von Systemtransformationen.
- 3.3.1 Defizite der traditionellen Forschungsprogramme.
- 3.3.2 Desiderata der Transformationsforschung.
- 3.3.3 Institutionen zwischen Struktur und Akteur: Mesotheorie.- 4 Systemtheoretische Analyse - Zu den Existenzbedingungen kommunistischer Einparteisysteme.
- 4.1 Zum Instrumentarium der Analyse.
- 4.2 Das Fähigkeitsprofil kommunistischer Einparteisysteme.
- 4.2.1 Umgang mit den Ressourcen: die Zentralverwaltungswirtschaft.
- 4.2.2 Kontrolle der Bevölkerung: der Polizeistaat.
- 4.2.3 Beeinflussung der Meinungsbildung: die Parteipropaganda.
- 4.2.4 Wahrnehmung von Bürgerinteressen: der "demokratische Zentralismus".
- 4.2.5 Befriedigung von Bürgerbedürfhissen: der "real existierende Sozialismus".
- 4.2.6 Kommunistische Einparteisysteme und ihre Funktionalitätskosten.
- 4.2.7 Funktionalitätskosten und ein Legitimitätskonzept.
- 4.3 Reformen in kommunistischen Einparteistemen.
- 4.3.1 Wechselwirkungen zwischen Regierungs-, Wirtschafts- und Sozialsystem.
- 4.3.2 Vereinbarkeit und Unvereinbarkeit von Teilsystemtypen.
- 4.3.3 Reformen und Wechselwirkungen zwischen Teilsystemtypen.- 5 Institutionentheoretische Analyse - Zu den Erscheinungsformen politischer Partizipation.
- 5.1 Dimensionen politischer Partizipation.
- 5.1.1 Partizipation als politikwissenschaftliches Konzept.
- 5.1.2 Systemkonforme Partizipation in kommunistischen Einparteisystemen.
- 5.1.3 Systemkritische Partizipation in kommunistischen Einparteisystemen.
- 5.2 Politische Partizipation: eine analytische Typologie.
- 5.2.1 Hierarchien.
- 5.2.2 Spontane Kooperationen.
- 5.2.3 Netzwerke.
- 5.2.4 Verhandlungssysteme.
- 5.2.5 Mehrheitssysteme.
- 5.2.6 Kategorien für die Wirkung von Partizipation.- 6 Zusammenfassung.- II Ursachen und Auslöser der Systemtransformationen in Ungarn und der DDR.- 1 Kommunistische Einparteiherrschaft unter steigenden Kosten - Ungarn 1948 bis 1956.
- 1.1 Kontrolle und Beeinflussung: die Herrschaft der MDP.
- 1.2 Bewirtschaftung des Mangels: die Planwirtschaft in Ungarn.
- 1.3 Materielle und ideelle Funktionalitätskosten: der Volksaufstand 1956.- 2 Kommunistische Einparteiherrschaft unter steigenden Kosten - DDR 1949 bis 1953.
- 2.1 Kontrolle und Beeinflussung: die Herrschaft der SED.
- 2.2 Bewirtschaftung des Mangels: die Planwirtschaft in der DDR.
- 2.3 Systemkonkurrenz mit der Bundesrepublik Deutschland.
- 2.4 Materielle und ideelle Funktionalitätskosten: der Volksaufstand 1953.- 3 Versuche zur Senkung von Funktionalitätskosten im Rahmen des kommunistischen Einparteisystems - Der Kádárismus in Ungarn: 1956 bis 1987.
- 3.1 Der Abbau von Kontrolle und gezielter Beeinflussung: "Wer nicht gegen uns ist, ist für uns.".
- 3.2 Ökonomische Reformen: der "Gulaschkommunismus".
- 3.3 Die Folgen für das politische, ökonomische und soziale Teilsystem.- 4 Versuche zur Senkung von Funktionalitätskosten im Rahmen des kommunistischen Einparteisystems - Reformzyklen in der DDR: 1953 bis 1989.
- 4.1 Die Ausweitung von Kontrolle und gezielter Beeinflussung: "Die Partei, die hat immer recht".
- 4.2 Ökonomische Reformzyklen: Krylow statt Popper.
- 4.3 Die Bedeutung der innerdeutschen Beziehungen für Entwicklung der Funktionalitätskosten der DDR.
- 4.4 Die Folgen für das politische, ökonomische und soziale Teilsystem.- 5 Die auslösenden Momente der Transformation in Ungarn und der DDR.
- 5.1 Die akute ökonomisch-soziale Krise.
- 5.2 Der Gorbatschow-Effekt.
- 5.3 Der politische Generationswechsel.- 6 Zusammenfassung.- III Politische Partizipation in den Transformationen.- 1 Der ausgehandelte Sytemwandel in Ungarn
- 27. September 1987 bis 23. Mail 990.
- 1.1 Partizipation in Hierarchien.
- 1.1.1 Die Ungarische Sozialistische Arbeiterpartei.
- 1.1.2 Die kontrollierten Massenorganisationen.
- 1.1.3 Die Emanzipation des ungarischen Parlaments.
- 1.2 Partizipation durch spontane Kooperationen.
- 1.2.1 Demonstrationen.
- 1.2.2 Versammlungen, Kundgebungen und Streiks.
- 1.3 Partizipation durch Netzwerke.
- 1.3.1 Untergrundverlage.
- 1.3.2 Die Rolle der Kirchen.
- 1.3.3 Illegale oppositionelle Gruppen.
- 1.4 Partizipation durch Verhandlungssysteme.
- 1.4.1 Der Runde Tisch der Opposition.
- 1.4.2 Der "dreieckige Tisch": Verhandlungen zwischen Opposition und Regierung.
- 1.5 Partizipation in Mehrheitssystemen.
- 1.5.1 Die neugegründeten Parteien.
- 1.5.2 Ein Referendum auf dem Weg zur Demokratie.
- 1.5.3 Die ungarischen Parlamentswahlen 1990.- 2 Der erzwungene Systemwechsel in der DDR
- 7. Mai 1989 bis 12. April 1990.
- 2.1 Partizipation in Hierarchien.
- 2.1.1 Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands.
- 2.1.2 Die kontrollierten Massenorganisationen.
- 2.1.3 Die Blockparteien.
- 2.1.4 Die Emanzipation der Volkskammer.
- 2.2 Partizipation durch spontane Kooperationen.
- 2.2.1 Demonstrationen.
- 2.2.2 Versammlungen und öffentliche Aussprachen.
- 2.2.3 Gottesdienste und Gebetswände.
- 2.3 Partizipation durch Netzweike.
- 2.3.1 Die Rolle der Kirche.
- 2.3.2 Die Bürgerbewegungen.
- 2.4 Partizipation durch Verhandlungssysteme.
- 2.4.1 Die Kontaktgruppe der Opposition.
- 2.4.2 Der zentrale Runde Tisch.
- 2.5 Partizipation in Mehrheitssystemen.
- 2.5.1 Das neue Parteienspektrum.
- 2.5.2 Die Volkskammerwahlen 1990.- 3 Die politische Partizipation in den Transformationen im Vergleich.
- 3.1 Formen politischer Partizipation in Ungarn und der DDR.
- 3.2 Die Wirkung der politischen Partizipation in Ungarn und DDR.
- 3.2.1 Die Konfrontation des Ancien Régime.
- 3.2.2 Die Kanalisierung des politischen Protests.
- 3.2.3 Die Formulierung inhaltücher Forderungen und Alternativen.
- 3.2.4 Die Präsentation personeller Forderungen und Alternativen.
- 3.2.5 Die Gestaltung des Systemübergangs.
- 3.2.6 Die Legitimierung der Transformationsergebnisse.
- 3.3 Die Phasen politischer Partizipation in Ungarn und der DDR.
- 3.4 Die Ursachen der Transformationen als Determinanten der Partizipation.
- 3.5 Die Auslöser der Transfonnationen als Determinanten der Partizipation.- Schluß.- Abkürzungsverzeichnis.- Zeittafel.- Auswahlbibliographie.- Gesprächsprotokolle: Interviews mit Zeitzeugen derTransfonnation in Ungarn.

Portrait

Dr. Christof Ehrhart ist Leiter der PR der Bertelsmann Buch AG.

Pressestimmen

"Die Arbeit besticht durch politische und historische Detailkenntnis, durch Akribie und Orginalität." (Kölner Zeitschrift für Soziologie, März 2000)
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