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Die Mauer als Buch
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Die Mauer

Geschichte einer Teilung.
Buch (gebunden)
Die Mauer war das zentrale Monument des Kalten Krieges und ein Symbol für die Zweiteilung der Welt. Edgar Wolfrum schildert die Hintergründe ihrer Entstehung, zeigt, was es hieß, in ihrem Schatten zu leben und lässt die dramatischen Ereignisse des Ma … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Mauer
Autor/en: Edgar Wolfrum

ISBN: 3406585175
EAN: 9783406585173
Geschichte einer Teilung.
Beck C. H.

1. Januar 2009 - gebunden - 191 Seiten

Beschreibung

Die Mauer war das zentrale Monument des Kalten Krieges und ein Symbol für die Zweiteilung der Welt. Edgar Wolfrum schildert die Hintergründe ihrer Entstehung, zeigt, was es hieß, in ihrem Schatten zu leben und lässt die dramatischen Ereignisse des Mauerfalls vor 20 Jahren wieder aufleben.

Eine Mauer um Berlin zu bauen, um 16 Millionen Menschen einzusperren, diese Idee war ungeheuerlich. Wieso reagierten die Westmächte so lax, während die Deutschen geschockt waren? Warum rissen die Berliner die Mauer nicht ein? Was bedeutete die Einmauerung für das Leben in der DDR? Wer gewöhnte sich an die Mauer?

Menschen, die von Deutschland nach Deutschland wollten, setzten ihr Leben aufs Spiel, viele Fluchten misslangen, etliche glückten. Von West-Berlin aus glich die Mauer seit den 1980er Jahren einer knallbunt bemalten Leinwand, doch im Osten wurde der Todesstreifen mit modernsten elektronischen Mitteln perfektioniert. 1989/90 kam das Ende der DDR als Mauerstaat. Warum fiel das unmenschliche Bauwerk so plötzlich, welche Rolle spielte Gorbatschow? Lebendig, spannend und mit dem Blick auf das Wesentliche beantwortet Edgar Wolfrum diese Fragen und erzählt die Staunen erregende Geschichte einer Teilung und Wiedervereinigung.

Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Blick auf die
Mauer

1. Der Schock:
Mauerbau, 13. August 1961

2. Vorgeschichte:
Der Weg zum Mauerbau

3. Erleichterung:
Der Westen und der Mauerbau

4. Eingemauert:
Die Mauer als "Beruhigungsfaktor"

5. Menschenjagd:
Geglückte und missglückte Fluchten

6. Die Lüge:
"Antifaschistischer Schutzwall"

7. Schöner
Schein: Die Mauer in der Ära der Entspannung

8. Anfang vom
Ende: Unruhen im Ostblock, zweiter Kalter Krieg

9. Längste
Leinwand der Welt: Die Pop-Art-Mauer

10. Der Feind im
eigenen Lager: Die SED und Michail Gorbatschow

11. Weltereignis:
Mauerfall 1989

12. Verschwunden,
nicht vergessen: Was von der Mauer übrig blieb

Schluss

Mauern in der
Welt von heute

Dank

Anhang

Anmerkungen

Literaturhinweise

Bildnachweis

Personenregister

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 10.06.2009

Verlogenheit der Erbauer
Die Geschichte des "antifaschistischen Schutzwalls"

Die Reihe der Publikationen zur zwanzigjährigen Wiederkehr der Öffnung der innerdeutschen Grenzen und zum Ende der deutschen Teilung wird zunehmend länger. Im Mittelpunkt stehen naturgemäß die Ereignisse 1989/90. Häufig wird darüber hinaus versucht, den Stellenwert des Geschehens im Rahmen der deutschen Nachkriegsgeschichte zu bestimmen, die ihrerseits entscheidend von den weltpolitischen Prämissen des Ost-West-Konfliktes abhängig war, diesen aber auch mitunter erheblich beeinflussen konnte.

Bau und Fall der Berliner Mauer vollzogen sich an jenem Ort, an dem sich Ost und West militärisch wie politisch, aber auch in ihren konkreten Wirtschafts- und Lebensformen unmittelbar gegenüberstanden. Insofern steht "Die Mauer" - so auch der Titel beider hier anzuzeigenden Bücher - nicht nur für die eigentliche Geschichte dieses in seiner Absurdität beispiellosen Bauwerkes, sondern symbolisiert zudem als eine daraus entstandene Chiffre: eine denkwürdige, vor zwei Jahrzehnten glücklich abgeschlossene historische Epoche der deutschen wie der Weltgeschichte. In diesem Sinne gilt die Mauer auch den beiden Autoren als Kennwort für eine Fülle spezifischer Erscheinungsformen, Lebenswelten und Wirklichkeiten, deren politische, soziale, wirtschaftliche und auch moralische Dimensionen sie überzeugend aufzeigen und schlüssig in größeren historischen Zusammenhängen bewerten.

Dem identischen Titel entsprechend erfüllen Frederick Taylor und Edgar Wolfrum auch vielfach die gleichen Leserbedürfnisse. Das Bestehen der Mauer mitten durch die Weltstadt Berlin, dieses "ebenso Ungeheuerliche wie Unmenschliche", soll - so Wolfrum - vor allem den Nachgeborenen anschaulich erzählt und erklärt werden. Nicht die Zunft der Historiker ist der von beiden vorrangig gesuchte Leserkreis, sondern die oft bemühten breiteren Schichten der "historisch Interessierten" vor allem in den jüngeren Generationen. Taylor wie Wolfrum erzählen minutiös und in historiographischer Hinsicht verlässlich: die Entstehung der Mauer im Spätsommer 1961, ihre immer weiter vervollständigte Funktionstüchtigkeit, ihre stabilisierende politische Wirkung ebenso wie ihre oft grausame, blutige Wirklichkeit, die aufregenden Fluchtversuche, geglückte wie gescheiterte, die unterschiedlichen Motive der Fluchthelfer, die spektakulären Tunnelbauten und schließlich ihr im wahrsten Wortsinne wunderbares Ende.

Beide Autoren bekunden ihren Abscheu vor der beispiellosen Absurdität eines Monstrums, das eine Großstadt mittels eines Todesstreifens unüberwindlich teilte und zahllose Lebensschicksale beschädigte oder zerstörte; sie bekunden ihren Widerwillen vor der Verlogenheit der Erbauer, die dreist vom "antifaschistischen Schutzwall" sprachen. Beide stützen die bekannte These, dass ungeachtet aller Widerwärtigkeiten, die in erster Linie die Berliner Bevölkerung zu erdulden hatte, der Mauerbau der DDR eine Periode der Stabilisierung mit wachsendem Ansehen in der Welt und einer gewissen Prosperität bescherte. In drastischer Klarheit machen Taylor wie Wolfrum zudem deutlich, dass die westalliierten Schutzmächte niemals zu entschiedenen, gar gewaltsamen Gegenreaktionen bereit waren, wie sie die Berliner Bevölkerung erwartete. Die vom amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy kurz zuvor für West-Berlin verkündeten "Essentials" schienen nicht angetastet, die Freiheit der westlichen Teilstadt nicht gefährdet. Im Gegenteil, mit der Schließung der bislang neuralgischen Grenzen und der offenkundigen Bereitschaft der Sowjetunion, den Status West-Berlins im Grundsatz nicht zu verändern, begann die Deutschland-Frage ihre gefährliche Brisanz für den Ost-West-Konflikt zu verlieren. Dieser spielte sich fortan hauptsächlich in Asien und Afrika ab, oft in Form von "Stellvertreterkriegen". Die deutsche Frage stand nicht mehr auf der Tagesordnung der Weltpolitik. Und niemand außerhalb Deutschlands hatte Interesse, dies zu ändern, bis die Ereignisse des Jahres 1989 die Situation unerwartet und in glücklicher Weise revolutionieren sollten.

Dass Taylors Erzählweise sich durch größte Detailnähe, spannungsvolle Inszenierungen und konturenreiche Nahaufnahmen der Akteure auszeichnet, kam dem Buch sicher 2006 beim Erscheinen der englischen Originalausgabe für ein nichtdeutsches Publikum zugute. Störend wirken freilich Unrichtigkeiten, die Taylor bei Rückgriffen auf die deutsche Geschichte unterlaufen. Die Bezeichnung Bismarcks als "pommerscher" Landjunker, die angebliche Schaffung eines "großen nationalen Wehrpflichtigenheeres" im neuen Kaiserreich 1871 sowie die Entdeckung eines "konservativen Nationalismus" in Adenauers Wahlprogramm 1961 seien als Beispiele genannt. Von solchen Fehlaussagen ist Wolfrum in seiner wohltuend überschaubaren, immer anschaulichen Darstellung gänzlich frei. Seine Sprache besticht durch unaufgeregte, wenn auch keineswegs emotionslose Präzision, die insbesondere der stets stringenten Schilderung der größeren historischen Zusammenhänge zugutekommt.

JOSEF HENKE

Frederick Taylor: Die Mauer. 13. August 1961 bis 9. November 1989. Siedler Verlag, München 2009. 576 S., 29,95 [Euro].

Edgar Wolfrum: Die Mauer. Geschichte einer Teilung. Verlag C.H. Beck, München 2009. 192 S.

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