Die Rußlanddeutschen als Buch
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Die Rußlanddeutschen

Aussiedler zwischen Tradition und Moderne. 25 Abbildungen.
Buch (kartoniert)
Die Rußlanddeutschen û wer sind sie, woher kommen sie, warum sind sie Deutsche und was treibt sie als Aussiedler nach Deutschland?
Für die große Mehrheit der Bundesbürger sind die Rußlanddeutschen
Unbekannte. Heinz Ingenhorst gibt umfassende und ko … weiterlesen
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Die Rußlanddeutschen als Buch

Produktdetails

Titel: Die Rußlanddeutschen
Autor/en: Heinz Ingenhorst

ISBN: 3593357313
EAN: 9783593357317
Aussiedler zwischen Tradition und Moderne.
25 Abbildungen.
Campus Verlag GmbH

1. Mai 1997 - kartoniert - 242 Seiten

Beschreibung

Die Rußlanddeutschen û wer sind sie, woher kommen sie, warum sind sie Deutsche und was treibt sie als Aussiedler nach Deutschland?
Für die große Mehrheit der Bundesbürger sind die Rußlanddeutschen
Unbekannte. Heinz Ingenhorst gibt umfassende und kompetente
Informationen über die Migration der rußlanddeutschen Aussiedler,
ihre mehr als 200jährige Geschichte und ihre Erwartungen und
Perspektiven in Deutschland. Er weist auf die besonderen Probleme
dieser Einwanderergruppe hin und trägt zugleich zur
Versachlichung der Diskussion um Deutschland als
Einwanderungsland bei.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 24.10.1997

Verlorenes Leitbild
Zwei Bücher über Aussiedler in Deutschland

Heinz Ingenhorst: Die Rußlanddeutschen. Aussiedler zwischen Tradition und Moderne. Campus Forschung Band 747. Campus Verlag, Frankfurt am Main und New York 1997. 242 Seiten, 58,- Mark.

Barbara Dietz: Jugendliche Aussiedler. Ausreise, Aufnahme, Integration. Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. Schriftenreihe Aussiedlerintegration, Band 7. Berlin Verlag Arno Spitz, Berlin 1997. 104 Seiten, 24,80 Mark.

Der Soziologe Heinz Ingenhorst beschäftigt sich mit in Münster lebenden Aussiedlern. Zunächst geht es in seinem Buch allerdings um die Geschichte der Deutschen in Rußland, sodann folgt eine Chronik der Einwanderung von Übersiedlern und Asylbewerbern nach Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Einer vernünftigen Politik zur Eingliederung der Zuwanderer stehe, so Ingenhorst, die Weigerung der Bundesregierung entgegen, Deutschland als das anzuerkennen, was es sei: ein Einwanderungsland. Er wendet sich gegen eine Politik der Abschottung und tritt für Einreisekontingente und Integrationsprogramme ein.

Was haben nun die Münsteraner Aussiedler damit zu tun? Sie sind Opfer der Geschichte zweier Länder. Ob sie das täglich auf ihren Schultern tragen, ist fraglich. Dennoch profitieren gerade jüngere Leser von dem, was Ingenhorst an Fakten aus der Zeitgeschichte zusammengetragen hat, etwa zu den Schwierigkeiten bei der Integration der Vertriebenen in den fünfziger Jahren.

Für die eigentliche Erhebung wurden Aussiedlern hauptsächlich aus der ehemaligen Sowjetunion Fragebögen ausgehändigt, in denen es um den Alltag im Herkunftsland ging, um die Gründe der Ausreise, um die Träume von einer neuen Existenz, um die Erfahrungen in der Bundesrepublik. Der Generationsunterschied ist enorm, besonders, was die Deutschkenntnisse betrifft. Das Leitbild, als "Deutsche unter Deutschen" leben zu wollen, haben fast alle verloren - die Älteren, weil sie enttäuscht sind von der wirklichen Lebensweise der Bundesrepublikaner, die Jüngeren, weil sie wegen knapper Finanzen weder ihre materiellen Wünsche stillen können noch von den Einheimischen aufgenommen werden. Die Ghettoisierung, durch die anfängliche Unterbringung gefördert, verstärkt sich. Die Resignation der Älteren kommt der Aggression und Gewaltbereitschaft der Jüngeren gleich. Doch zurück in die ehemalige Heimat wollen wenige; abgesehen von den noch schlechteren Chancen dort ist der Zusammenhalt in den rußlanddeutschen Familien eng.

Bis jetzt. Barbara Dietz vom Osteuropa-Institut in München zeigt in ihrem kurzen Abriß zu Befragungen jugendlicher Aussiedler deren fortschreitende Vereinzelung auf. Einerseits können die Eltern keine Orientierungshilfen mehr geben, andererseits nehmen die Jugendlichen die freiheitlichen Werte ihrer Schulkollegen auf und lösen sich aus autoritären Strukturen. Dietz, die eine breitere Basis für ihre Befragungen hat (zwei- und mehrsprachig Interviewte aus sieben Bundesländern), bietet auf ihren knapp 100 Seiten Graphiken, Statistiken, Zusammenfassungen zum gezielten Informieren. Hintergründe und Konsequenzen muß der Leser selber erschließen - beispielsweise bei der Frage, ob junge Aussiedler das Gefühl der Nichtzugehörigkeit abstreifen könnten, indem sie sich selbst als bikulturell akzeptierten. Mit Aussiedlern zu arbeiten heiße, ihr Anwalt zu sein, meint Frau Dietz, denn ihnen fehle jede Lobby. Daß mit dem Abebben der großen Anreisewelle das Thema nicht mehr brisant ist, wissen beide Autoren. Doch die Haltung, daß der Anpassungsdruck der Lebensverhältnisse die Integration zwangsläufig bewirke, teilen sie nicht. MAREILE AHRNDT

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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