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Ein unvergänglicher Sommer

Roman. Originaltitel: Más allá del invierno.
Buch (gebunden)
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Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Ein unvergänglicher Sommer
Autor/en: Isabel Allende

ISBN: 3518428306
EAN: 9783518428306
Roman.
Originaltitel: Más allá del invierno.
Übersetzt von Svenja Becker
Suhrkamp Verlag AG

13. August 2018 - gebunden - 347 Seiten

Beschreibung

Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucía, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucía drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muss verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird. Und am Rande dieses Abenteuers entsteht etwas zwischen Richard und Lucía, von dem sie beide längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten.

»Nicht die Schwerkraft hält unser Universum im Gleichgewicht, sondern die Liebe.« Isabel Allende erzählt uns eine Geschichte, wie nur sie es kann, beseelt, humorvoll und lebensklug. Eine Geschichte von Flucht, Verlust und spätem Neuanfang. Und davon, wie viel wir Menschen erleiden können, ohne unsere Hoffnung zu verlieren.

Portrait

Isabel Allende, 1942 in Chile geboren, ging nach Pinochets Militärputsch 1973 ins Exil. Die Erinnerungen ihrer Familie, die untrennbar mit der Geschichte ihres Landes verwoben sind, verarbeitete sie in dem Weltbestseller Das Geisterhaus. Allende zählt zu den meistgelesenen Autorinnen weltweit, ihr gesamtes Werk erscheint auf Deutsch im Suhrkamp Verlag.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Von starken Frauen erzählt so mitreißend nur Isabel Allende!"
Cosmopolitan 02.05.2018
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Volker Stein
Ein Sommer im Winter
von Volker Stein Hinter dem Rathaus 21 - 15.08.2018
Ein wenig ausgetrickst wird der Leser schon, wenn man Titel, Umschlag und auch die Beschreibung des Inhalts liest. Aber das sei dem Verlag in diesem Fall sehr gern verziehen. Der Romanbeginn mutet in der Tat ziemlich Allende-untypisch an: Eine Politikprofessor fährt einer jungen Frau auf den Kofferraum, in dem sich eine Leiche befindet und bittet zur Entsorgung des Problems ausgerechnet seine Untermieterin um Hilfe, die er bislang ziemlich brüsk behandelte. Man sieht hier förmlich Jack Nicholsen vor sich, der sich mit Meryl Streep hollywoodmäßig behagt...Dann blickt Isabell Allende aber schrittweise in Rückblicken auf das bisherige Leben ihrer Protagonisten zurück und an dieser Stelle wird aus netter Unterhaltung einfach nur klasse Weltliteratur, die sich im Laufe der Handlung immer weiter steigert. Ganz großes Kino und zum Schluss gibt es eine tolle Auflösung des sommerlichen Titels, der im Winter spielt.
Bewertungen unserer Kunden
Mitreißend
von Küchenqueen - 20.08.2018
Richard Bowmaster muß im tiefsten Schneewinter in New York mit seinem Hund zum Tierarzt. Er hat einen Auffahrunfall. Die Fahrerin des Wagens, Evelyn Ortega, eine junge Frau aus Guatemala, ist mit dem Auto ihres Arbeitgebers unterwegs - ohne sein Wissen. Und sie hat eine Leiche im Kofferraum. Richard holt Hilfe in Form von Luzia Marac, einer chilenischen Gastprofessorin an seiner Uni. Zusammen wollen sie versuchen, die Leiche verschwinden zu lassen.  Wieder ein Meisterwerk von Isabelle Allende. Sie schafft es, eine spannende Handlung geschickt mit den politischen Verhältnissen der südamerikanischen Länder zu verweben. Man lernt hier nebenbei noch sehr viel über diese Länder und die Nöte ihrer Bewohner. So bekommt man beim Lesen absolute Sympathien für Evelyn und versteht ihre Handlungen einfach dadurch, daß man das nötige Hintergrundwissen vermittelt bekommt. Der Schreibstil ist trotz des Themas leicht verständlich und gut lesbar. Dadurch macht es einfach wieder Spaß, dieses Buch einer Schriftstellerin zu lesen, die nicht einfach nur schreibt, sondern mit Herz und Hirn ein schwieriges Thema anfaßt.
Migration im 21. Jahrhundert
von forti - 15.08.2018
Anhand des Klappentexts und des Covers könnte man bei Ein unvergänglicher Sommer eine eher kitschige Geschichte erwarten. Aber das täuscht - genauso wie übrigens auch der Titel. Ich habe Isabel Allendes neuestes Buch nicht als Liebesgeschichte gelesen, sondern als eine Geschichte über Migration. Jeder der drei Protagonisten hat hierbei seinen ganz eigenen Hintergrund. Im Blizzard des Januar 2015 treffen sie zusammen. Neben der Geschichte um die Leiche im Kofferraum wird nach und nach die Vergangenheit aller drei erzählt. Natürlich ist auch eine Liebesgeschichte enthalten, die aber überhaupt nicht kitschig ist und eher ein Nebenschauplatz ist. Richard aus New York, Lucía aus Chile und Evelyn aus Guateamala werden durch einen Zufall zusammen geführt. Trotz aller Unterschiede bilden die eine Zweckgemeinschaft, um eine Leiche zu beseitigen. Die Geschichte rund um die Leiche mutet tragikomisch bis überzeichnet an, was in meinen Augen nicht gut zum Rest des Buches passt. In Rückblicken erfahren wir immer mehr über die drei Protagonisten, die bisher alle ein Leben voller tragischer Umstände hinter sich haben. Wiederkehrendes Motiv ist die Migration, die jeden bereits durch mehrere amerikanische Länder geführt hat - vielleicht wäre getrieben das richtige Wort, denn wirklich richtig ankommen können alle drei bisher nirgendwo. Diese ganz unterschiedlichen Geschichten machten für mich den Reiz des Buches aus, zeigen sie doch, wie unterschiedlich Flucht und Migration verlaufen kann. Leider geht es nicht richtig in die Tiefe - viele Aspekte werden eher gestreift als genau analysiert - anders wäre es wohl bei drei Lebensgeschichten und diesem Seitenumfang nicht möglich. Hierdurch ist es dennoch ein sehr aktuelles Buch zu einem internationalen Thema, in dem die Autorin die menschliche Seite hinter einer oft polemisch geführten Debatte zeigt. Mein Highlight waren die drei Lebensgeschichten - die Handlung in der Gegenwart fand ich im Vergleich etwas schwach. Trotzdem sehr lesenswert.
von Buecherdanny - 13.08.2018
In Brooklyn kommt der Winter spät aber heftig! Im Schneesturm passiert dem eigenbrötlerischen Professor Richard ein kleiner Auffahrunfall. Die Fahrerin Evelyn ist sehr nervös, nimmt nur Richards Visitenkarte entgegen und verschwindet. Kurze Zeit später steht sie völlig aufgelöst vor Richards Haustür: Im Kofferraum des ausgeliehenen Wagens liegt eine Leiche! Da sie illegal im Land ist, will das guatemaltekische Kindermädchen nicht zur Polizei gehen. Richard ist mit der Situation völlig überfordert und wendet sich Hilfesuchend an seine chilenische Untermieterin Lucia. Die drei sind sich schnell einig, dass die Leiche weg muss. Sie brechen zu einer gemeinsamen Reise in die nördlichen Wälder auf. Während des gemeinsamen Abenteuer erzählen sie sich viel aus ihrer Vergangenheit und Richard und Lucia kommen sich langsam näher. Auf ihrer abenteuerlichen Reise verbringen die drei Protagonisten viel Zeit miteinander und erzählen sich ihre Lebensgeschichten um sich vom Grund ihrer Reise abzulenken. Der Leser erfährt von Evelyns gefährlicher Flucht aus Guatemala. In ihrem Land herrschen schlimme Zustände, ihre Familie erlebt die Grausamkeiten von Bandenkriegen, Morden und Vergewaltigung. Auch Lucia hat es in ihrem Leben in Chile nicht leicht gehabt. Sie berichtet über die Machtübernahme des Militärs, über Guerillakämpfe und ihrer Suche nach ihrem verschollenen Bruder. Richard führt ein zurückgezogenes Leben und spricht auf der Reise zum ersten Mal über die dunklen Seiten seiner Vergangenheit. Ich habe die Protagonisten gerne auf ihrer abenteuerlichen Reise begleitet. Die Charaktere sind interessant und ihre Eigenarten sehr gut dargestellt. Wenn sie von ihrem Leben berichtet haben, war es fast, als würde man einer Erzählung zuhören, da Allendes Schreibstil sehr lebendig ist. Teilweise waren es etwas zu viele Probleme die in dem doch relativ dünnen Roman verpackt waren. Ein bisschen mehr Ausführlichkeit hätte dem Buch in meinen Augen gutgetan. Die Rahmengeschichte mit der Leiche war eher skurril als spannend, was mir ganz gut gefallen hat. Im Ganzen konnte mich der fesselnde Roman mit politischen Hintergründen und einer Liebesgeschichte gut unterhalten.
Vieles nicht zu Ende gedacht
von SiWel - 13.08.2018
Auf dieses Buch hatte ich mich richtig gefreut. Isabel Allende ist eine Autorin, deren Bücher ich sonst immer verschlinge. Ein unvergänglicher Sommer versprach dieses Mal ebenfalls eine wirklich interessante Geschichte. Leider wurde ich da aber bitter enttäuscht. Es plätschert alles nur so vor sich hin und die Geschichte zieht sich endlos in die Länge. An sich ist es eine tolle Idee drei grundverschiedene Menschen zusammen zu bringen. Die einzelnen Charaktere der Protagonisten sind ganz gut dargestellt. Die angeschnittenen Themen, die mit deren Lebensumständen zu tun hatten waren mir jedoch zu kurz gehalten und mit zu wenig Informationen. Das hätte man noch beeser ausarbeiten können. Schade, denn den Erzählstil von Isabel Allende liebe ich. Eigentlich war das der Grund überhaupt bis zum Ende zu lesen. An einigen wenigen Stellen fand ich es dann auch noch recht amüsant; aber so richtig erreichen konnte es mich nicht.
Fesselnd, mitreißend, meisterhaft erzählt. Sehr lesenswert.
von Wedma - 13.08.2018
Diesen neuen Roman von Isabel Allende habe ich gern gelesen. Er hat mir paar gute, erfüllte Lesestunden geschenkt, daher empfehle ich ihn auch gern weiter. Es gibt zwei Zeitebenen. In der Gegenwart treffen sich im verschneiten Brooklyn während eines starken Wintersturms drei einsame Menschen: Eine chilenische Journalistin, ein amerikanischer Professor, beide etwas über sechzig, und eine junge Frau aus Guatemala. Die Handlung wurde in diesem Erzählstrang durch die Verwicklungen um die Leiche einer jungen Frau bestimmt. Hier gibt es eine Reise, in vielerlei Hinsicht, i.e. sowohl zu einem bestimmten Ort, als auch zu sich selbst und zum eigenen Glück, zum Ende der Einsamkeit, durch bitter-süße Geschichte der neuen Liebe zweier reifer Menschen angereichert. Noch spannender und stärker fand ich die Geschehnisse in der Vergangenheit: Ich reiste mit den drei Hauptfiguren zum Krieg in Guatemala, zum Militär-Putsch in Chile, nach Brasilien von damals. Sehr mutig spricht Allende diese akuten Themen an. Bildhaft wurde dargestellt, welche verheerenden Auswirkungen die Politik der USA auf das Leben der einfachen Menschen in Lateinamerika hat. Es fällt nicht schwer zu glauben, dass all diese Dinge tatsächlich stattgefunden haben, s. "Illegale Kriege" von Daniele Ganser. Faszinierende wie tragische Lebensgeschichten der Einwanderer in die USA wurden anhand eindrucksvoller Bilder vor Augen der Leser ausgebreitet. Hier wurde u.a. klar, warum sich diese Menschen gezwungen sahen, ihre Heimat zu verlassen. Auf ihren Schultern tragen sie all die unschönen Konsequenzen der Machtgier der Reichen. Als Kontrast steht das Leben der weißen Amerikaner, der Großstadtneurotiker, voller Ängste da. Der Professor kam mir als Archetyp des weißen Amerikaners der Mittelschicht vor. Sohn eines jüdischen Einwanderers, dessen Lebensgeschichte wiederum auch recht typisch ist, war er in der Vergangenheit ein glühender Kämpfer für die Rechte der Einwanderer gewesen. Nun hat er resigniert und ist sehr verschreckt. Ängste und Neurosen bestimmen sein Handeln. Vom Kampfgeist keine Spur mehr. Politikverdrossenheit hat sich breit gemacht. Auch sehr bezeichnend für die heutige Zeit. Jede Menge starker Frauen trifft man hier. Manches kam mir dabei sehr autobiographisch vor. Manches erinnerte stellenweise an "Das Geisterhaus" von Allende, bloß einige Jahrzehnte später. Männer kommen hier insg. weniger gut weg. Grundlegende, existenzielle Fragen wurden hier gestellt und bildhaft in Szene gesetzt: Was ist Heimat? Was ist ein gutes, glückliches Leben? Was ist eine gute Ehe, eine gute Familie? Mutter-Sohn Beziehung wie Mutter-Tochter Beziehung sind auch eingehend thematisiert worden, und noch vieles mehr. Paar mystische Elemente sind hier und dort, wie so oft bei Allende, wohl dosiert und passend, auch dabei. Das Buch ist hochwertig gemacht: Festeinband in Violett, Schutzumschlag. Das Coverbild passt gut zum Inhalt. Die Schrift ist nicht zu klein. Gutes Papier. Jedes Kapitel fängt auf der rechten Seite an, hat man heute nicht oft. Schön als Geschenk. Fazit: Fesselnd, mitreißend, meisterhaft erzählt. Kein Wohlfühlbuch, aber auch kein trauriges, eher ein lebenbejahendes mit gutem Ende. Ein beeindruckendes und bereicherndes Leseerlebnis. Sehr lesenswert.
Außerst bewegend
von Mathias Lenk - 12.08.2018
Im ersten Moment glaubt Richard, dass der Autounfall, in dem er zusammen mit einer jungen Frau verwickelt ist, nichts besonderes ist. Aber dann taucht diese Frau plötzlich bei ihm zu hause auf und das Schicksal nimmt einen anderen Lauf als erwartet. Dies liegt daran, dass ihm die Frau erzählt, sie hätte eine Leiche im Kofferraum, käme als Kindermädchen aus Guatemala und hielte sich illegal in Land auf. Aber sie möchte ihre Zukunft nicht negativ beeinflussen. Wird sie es schaffen? Und wie kann ihr Richard dabei helfen? Da kommt Lucia ins Spiel. Sie hilft dabei, die Leiche zu entfernen. Ausserdem begeben sie alle sich auf eine lebensverändernde Reise. "Ein vergänglicher Sommer" ist das erste Buch von Isabel Allende, welches ich lesen durfte. Es ist richtig spannend geschrieben. Auch das Cover ist wirklich sehr ansprechend gestaltet.
Ein schicksalhafter Wintertag
von Readaholic - 12.08.2018
Wintereinbruch in Brooklyn. Die Menschen sind gehalten, ihre Wohnungen nicht zu verlassen, doch Richards Katze muss dringend zum Tierarzt. Auf dem Rückweg gerät sein Wagen ins Rutschen und beschädigt das vor ihm fahrende Fahrzeug. Der Fahrerin, einer jungen Latina, kann er gerade noch seine Visitenkarte überreichen, bevor sie davonfährt. Später am Abend steht sie vor seiner Tür. Ursprünglich hatte sie nur Angst vor ihren Arbeitgebern, weil sie das Auto ohne Erlaubnis ausgeliehen hatte, doch jetzt hat sie festgestellt, dass eine Leiche im Kofferraum liegt. Richard ist mit der Situation überfordert und wendet sich an seine chilenische Untermieterin Lucia. Gemeinsam beschließen sie, die Leiche und den Wagen loszuwerden. Der Plan ist, beide in einem See zu versenken. Trotz Schneegestöbers brechen sie zu dritt Richtung Norden auf. Unterwegs beginnen sie damit, sich gegenseitig ihre Lebensgeschichte zu erzählen und sich dabei näherzukommen... Die vordergründige Geschichte von der Leiche im Kofferraum ist der schwächste Teil der Geschichte. Viel interessanter sind die Schilderungen der bitteren Armut in Guatemala, wo Evelyn, die junge Latina, aufgewachsen ist, die Macht der Narcos und Gangs, die Machenschaften der Menschenhändler. Lucia berichtet von den Gräueln der Militärdikatatur mit den vielen Verschwundenen und auch Richard hat in seinem Leben schon manches erlebt. Allendes Sprache ist bildhaft und eindrücklich, allerdings finde ich, dass sie in dieses Buch ein bisschen zu viel an Informationen gepackt hat. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Lucia und Richard hat mir gefallen, die Odyssee mit der Leiche im Kofferraum und die Lösung dieses Problems weniger. Ein unvergänglicher Sommer ist ein durchaus lesenswertes Buch, aber restlos begeistern konnte es mich nicht.
Ein typischer Allende-Roman über strake Frauen
von Ameland - 12.08.2018
Ein kleiner Blechschaden bringt drei völlig unterschiedliche Menschen zusammen. Die gegenwärtige Geschichte, in der eine Leiche verschwinden muss, ist etwas skurril, aber als Rahmen für die Hauptthemen erforderlich. Da ist Evelyn aus Guatemala stammend und nach ihrer Flucht in die USA dort als Illegale als Kindermädchen einen behinderten Jungen betreut. In ihrer Geschichte erfahren wir von den schier unerträglichen Zuständen in ihrem Heimatland, das beherrscht wird von Armut, Korruption und Gewalt. Viele Einwohner versuchen in die USA zu fliehen, setzen sich dabei weiteren Gefahren aus und landen nicht selten in den Armen unseriöser Schlepper oder werden abgefangen und zurück geschickt. Als Illegale in den USA werden sie oft ausgebeutet. Evelyn hat die Ermordung ihrer zwei Brüder erleben müssen und wurde selbst brutal zusammengeschlagen und vergewaltigt. Lucía stammt aus Chile und hat dort die Machtübernahme durch das Militär erlebt. Auch sie hat früh ihr Heimatland verlassen und ist nach Kanada gegangen. Nach vielen Jahren kehrt sie nach Chile zurück. Wie so viele junge Männer in Chile ist auch ihr Bruder verschollen und trotz jahrelanger Suche und Nachforschungen erfahren sie und ihre Mutter nie etwas über sein Schicksal. Richard ist Professor an der New Yorker Universität. Er kann sich seine Mitschuld am Tod seiner Tochter und seiner Frau selbst nicht vergeben. Er lebt nicht sondern existiert nur in festgefahrenen Abläufen. Alle drei Protagonisten haben viel erlebt und durchgemacht, trotzdem hoffen sie auf einen Neuanfang. Isabel Allende schafft es mit jedem ihrer Romane mich zu fesseln. Sie entführt mich in lateinamerikanische Länder und lässt deren Geschichte für mich lebendig werden. Die Schicksale der Protagonisten sind berührend und so bedrückend sie manchmal sind, schafft die Autorin es doch leichte und humorvolle Töne einzubringen. Von mir bekommt das Buch eine unbedingte Leseempfehlung und ich vergebe gerne 5 Sterne.
einfach toll
von inya - 11.08.2018
Isabell Allende hat es mal wieder geschafft mich in Ihren Bann zu ziehen. Diese Schriftstellerin versteht es mit ganz viel Gefühl und Details die Geschichte von verschiedenen Menschen aus unterschiedlichsten Schichten und Regionen zu erzählen und diese Geschichten in ihrem Buch zu verweben. Dieses Mal spielt die Geschichte in New York 2016. Dort treffen die drei Protagonisten Evelyn, Richard und Lucia aufeinander. Eigentlich verbindet nur Richard und Lucia die Arbeit, denn Richard hat Lucia als Gastdozentin an seine Uni geholt und lässt sie als Mieterin in der freistehenden Wohnung in seinem Haus in Brooklyn wohnen. Doch eines morgens fährt er dem Auto von Evelyn auf und die Geschichte bekommt eine ganz neue Wendung, da in dem Kofferraum eine Leiche liegt und man der hilflosen Evelyn in dieser Situation helfen muss. Eine wirklich mitreißende Geschichte, die glücklich macht!
Winter in New York
von kiki - 08.08.2018
Ein wunderschöner, manchmal auch spannender Roman von Isabel Allende. Es ist die Lebensgeschichte von Richard, Lucia und Evelyn. Richard muss seinen vergifteten Kater während eines Schnnesturms in New York zum Tierarzt bringen. Auf der Rückfahrt verursacht er einen Auffahrunfall. Evelyn, das guatemaltekische und illegal eingewanderte Kindermädchen ist total verstört und flüchtet mit dem Auto, um Stunden später vor Richards Haustür zu stehen und um Hilfe zu bitten- in ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Lucia, Richards chilenische Untermieterin , soll und will den beiden helfen. Der Roman wechselt immer wieder zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit der handelnden Personen. Der Titel des Romans ist auf den ersten Blick verwirrend, aber er endet mit einem leicht abgewandelten Zitat von Camus : "Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt."
Den Sommer im Herzen, mitten im Winter ...
von Herbstrose - 07.08.2018
Schneesturm und eisige Kälte in Brooklyn. Der 60jährige Richard Bowmaster, Professor an der New York University, hatte eben seinen Kater zum Tierarzt gebracht und befand sich nun auf dem Heimweg, als er aufgrund der Glätte auf einen vor ihm fahrenden Wagen auffuhr. Ein belangloser Schaden den seine Versicherung regeln würde, dachte er, und übergab der jungen Fahrerin seine Visitenkarte. Doch kaum ist Richard zu Hause angekommen, steht sie auch schon vor seiner Tür, völlig aufgelöst und den Tränen nahe. Da sie offenbar nur spanisch spricht, braucht Richard die Hilfe seiner Untermieterin, der 62jährigen Universitäts-Gastdozentin aus Chile, Lucia Maraz. Nach einigem Hin und Her stellt sich heraus, die Fahrerin heißt Evelyn Ortega, stammt aus Guatemala, arbeitet illegal als Kindermädchen und - sie hat eine Leiche im Kofferraum. Diese muss natürlich verschwinden! So machen sich die drei im Schneetreiben auf den Weg in den Norden, wo Richard an einem See in den Wäldern eine Hütte hat ¿ Diese aberwitzige Geschichte ist jedoch nur das Gerüst, der rote Faden, für den Roman "Ein unvergänglicher Sommer" von Isabel Allende. Wie auch in ihren anderen Romanen führt die Autorin den Leser nach Mittel- und Südamerika, indem sie die beiden Frauen während der langen beschwerlichen Fahrt von ihren Heimatländern berichten lässt. In Rückblicken erzählen sie ihre bewegenden Lebensgeschichten. Wir erfahren von Grausamkeiten in Guatemala, von Morden und Vergewaltigungen, von Bandenkämpfen und von Evelyns abenteuerlicher Flucht. Lucia berichtet über die Machtübernahme des Militärs 1973 in Chile, über Guerillakämpfe und über Mütter auf der Suche nach ihren verschollenen Söhnen. Auch Richard hat viel mitzuteilen, fühlt er sich doch noch immer schuldig am Tod seiner Frau und seiner Tochter. Das gemeinsame Erlebnis dieses gefährlichen Unternehmens bringt die drei Menschen einander näher - endlich können sie sich öffnen und von seelischer Last befreien. Jetzt haben sie wieder eine Zukunft ¿ Ein Buch voller Herzenswärme und feinem ironischen Humor. Mit großer erzählerischer Kraft und Lust am Detail gelingt es Allende, die jeweilige Stimmung treffend einzufangen und wiederzugeben. Spannung und ruhigere Phasen wechseln sich gekonnt ab. Ihr Schreibstil ist sehr lebendig und flüssig, klar und schnörkellos, und dennoch voller Ausdruckskraft. Landschaften und Örtlichkeiten sind atmosphärisch treffend erfasst und mit ihrem guten Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen wirken die Charaktere authentisch und lebensecht. Fazit: Ein wunderbares Buch, das ich ohne Einschränkungen empfehlen kann!
Spannend wie ein Krimi
von Miss Marple - 07.08.2018
Nachdem Richard bei einem Schneesturm im Brooklyn einen Auffahrunfall hatte, ist nichts mehr in seinen Leben wie es war. Binnen 24 Stunden sieht er sich mit Evelyn, einem guatemaltekischen Kindermädchen, seiner Kollegin und Untermieterin Lucia, einer Chilenin, und einer Leiche im Kofferraum auf der Flucht. Das Schicksal führt hier drei Menschen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein können. Der Autorin gelingt es in ihrem neuen Roman wieder einmal, lateinamerikanische Geschichte lebendig werden zu lassen. Sie zeigt, dass das Schicksal eines Landes, in diesem Fall Chile und Guatemala, untrennbar von den Lebensgeschichten der Menschen in diesen Ländern verbunden ist. Vor den Lebensschicksalen der drei Hauptpersonen, wobei durch Richards Familie das der europäischer Juden im 20. Jahrhundert mit aufgenommen wird, präsentiert sie ihrem Leser die spannende Reise der Drei durch die verschneiten nordamerikanischen Wälder auf der Suche nach einem geeigneten Platz für die Leiche, die so ganz zufällig in ihr Leben geplatzt ist und die sie unbedingt loswerden müssen. Natürlich bleiben wir am Schluss nicht im Dunkeln was den Mord betrifft. Die kriminelle Rahmenhandlung umspannt eine Vielzahl von Themen in diesem Roman: die jüngere Geschichte Lateinamerikas mit ihren Revolutionen, Putschen, Militärregierungen, dem unsäglichen Leid der indigenen Bevölkerung, Flucht und Vertreibung, illegale Einwanderung. Aktueller als zur jetzigen Zeit kann das Buch gar nicht sein, wurde es doch während des amerikanischen Wahlkampfes geschrieben, denn im Epilog befinden sich folgende Worte: "Angefacht von Donald Trumps Hetzreden in Präsidentschaftswahlkampf, nahm die Fremdenfeindlichkeit gegen die Hispanics bereits spürbar zu. Auch wenn ihm kaum jemand ernsthafte Chancen bei der Wahl einräumte, schlug sein großspuriges Gerede davon, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen wie einst im alten China und elf Millionen Einwanderer ohne Papier abzuschieben, erste Wurzeln in den Gedanken der Menschen." Die Geschichte hat den Roman eingeholt. Aber "Ein unvergänglicher Sommer" ist kein Geschichtsbuch, sondern lässt uns ein wunderbares Beispiel für gegenseitige Hilfe, Zusammengehörigkeitsgefühl, menschliches Mitgefühle und einer späten Liebe miterleben und ist uneingeschränkt empfehlenswert.
beeindruckende Frauen
von Anonym - 07.08.2018
In einem Schneesturm hat Richard einen harmlosen Auffahrunfall, kurze Zeit später steht die Fahrerin des anderen Autos vor seiner Tür und will Hilfe. Denn im Kofferraum ihres Wagens liegt eine Leiche. Sie kann nicht zur Polizei weil sie illegal im Land ist. Mit Hilfe seiner Mieterin Lucia will er der jungen Frau zur Seite stehen aber wie. Bei der sehr abenteuerlichen Aktion lernen die drei sich näher kennen. Er Amerikaner mit einer portugiesischen Mutter, Evelyn Flüchtling aus Guatemala sowie Lucia aus Chile zur Zeit als Gast Professorin an Richards College. In Rückblenden wird das Leben der drei erzählt, die politischen und gesellschaftlichen Situationen der beiden Frauen nehmen viel Text in Anspruch es ist die richtige Mischung aus Erklärungen zu den politisch Verfolgten in Chile den Verbrecherbanden in Guatemala und das Leben der Intellektuellen und Armen in beiden Ländern. Die Probleme durch unterschiedliche Kulturen kommen zur Sprache obwohl dieser Unterschied am Ende zu einem wunderschönen Happy End führt. Der Roman ist eine eigenartige Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte und politischen Drama. Frau Allende schafft mit ihrer ruhigen Art zu erzählen eine dichte Atmosphäre die kein Unbehagen aufkommen lässt. Die Greuel des Pinochet Regimes und die Verbrechen der Gangs sind gegenwärtig aber da die Frauen es überlebt und trotzdem wieder Mut zum Leben gefunden haben, hatte ich als Leser nur großen Respekt für diese Frauen empfunden und das Mitleid in eine andere Schublade gesteckt, als würde ich realen Personen gegenüber stehen und die nichts anderes verdient haben.
Ein starkes Buch über starke Frauen
von Marie aus E. - 07.08.2018
"Ein unvergänglicher Sommer" beginnt gar nicht sommerlich mit einem Schneesturm im Winter und Richard, Uniprofessor und Eigenbrötler, wird urplötzlich mit dem Leben mit all seinen Facetten konfrontiert. Die letzten Jahre, wohl eher Jahrzehnte, hat er ein zurückgezogenes Leben mit seinen Katzen geführt und keine menschliche Nähe zugelassen. Doch nun poltern Lucia (aus Chile) und Evelyn (aus Guatemala) nicht nur in sein nüchternes Appartement, sondern in sein Leben. Im Gepäck haben sie nicht nur eine Leiche im Kofferraum, sondern auch ihre Lebensgeschichte. Isabel Allende hat es wieder geschafft, mit ihren weiblichen Hauptpersonen auf die Geschichte Lateinamerikas aufmerksam zu machen, die politischen Geschichte ist eng mit den Charakteren verbunden und wie gewohnt sehr berührend. Sie hat mit den Haupt- und Nebenfiguren starke Frauen gezeichnet, die trotz Leid weitermachen (müssen). Eingebunden in einen abenteuerlichen Krimi und eine Liebesgeschichte ein meist spannendes und sehr berührendes Buch. Mit den übersinnlichen Erscheinungen in Allendes Büchern kann ich zwar immer nicht so viel anfangen, sie gehören aber zu den Charakteren und ihrer Herkunft und sind insofern o.k. Zwischendrin hatte das Buch für mich etwas an Kraft verloren, insgesamt aber ein starkes Buch über starke Frauen. Leseempfehlung!
Südamerikanische Schicksale
von Karschtl - 06.08.2018
Isabel Allende war in den letzten 10 Jahren ein bißchen von meinem Radar verschwunden. Als ich über dieses neue Buch von ihr gestolpert bin, griff ich begeistert zu. Überrascht, dass sie in ihrem Alter immer noch Romane schreibt. Wie ich bei einer kurzen Recherche gesehen habe, war sie aber auch die anderen Jahre über nicht untätig, die Kritiken zu ihren neueren Werken sind jedoch nicht alle positiv gewesen. Zu kitschig, zu schmalzig, zu belanglos. Eine südamerikanische Rosamunde Pilcher, so schreiben die Kritiker. Zum Glück ist der aktuellste Roman wieder ein Glanzwerk, und erfüllt in meinen Augen keines der zuvor genannten Attribute. Der in der Kurzbeschreibung erwähnte Zufallsbekanntschaft und nachfolgende Beseitigung einer Leiche ist eigentlich nur die Rahmenhandlung, die alles verbindet. Ein Vehikel, um die eigentlichen Geschichten von Lucia, Evelyn und Richard zu erzählen (und in deren Verlauf auch von einigen Leuten mehr). Und diese waren es auch, die mich am meisten interessierten, faszinierten und berührten. Dabei erzählt Allende es eigentlich eher rational-neutral-faktisch orientiert und keineswegs gefühlsduselig. Dafür ist auch gar kein Platz, denn bei der Fülle von Erlebnissen jeder einzelnen Person kann sie innerhalb dieser 348 Seiten alles nur sehr komprimiert und aufs Wesentliche reduziert wiedergeben. Aber mir hat genau diese Erzählweise gut gefallen. Ich erfuhr dadurch viel Interessantes über das Leben in verschiedenen südamerikanischen Ländern, und musste mich nicht durch langatmiges Geschwafel kämpfen. Besonders die Flucht von Evelyn habe ich gebannt verfolgt. Am gefährlichsten sind dabei ja nicht mal die US-Grenzpolizisten, sondern die verrückten Fanatiker, die meinen auf eigene Faust ihr Land vor Eindringlingen zu verteidigen, von ihrem Recht Waffen zu tragen Gebrauch machen und illegal Eingewanderte in der Wüste erschießen wie Hasen , wie Allende es so treffend beschreibt. Dass es diese Wahnsinnigen wirklich gibt, und diese auch der vollsten Überzeugung sind damit ihren Landsleuten nur Gutes zu tun, habe ich erst vor einigen Wochen in einer Galileo-Reportage gesehen. Was ich nicht mitbekommen habe ist, ob solch ein kaltblütiger Mord - denn nichts anderes ist es - dann eigentlich straffrei bleibt. Auf Verteidigung ihres eigenen Grundes kann man sich im Grenzbereich wohl kaum berufen, und mit Notwehr herausreden schon mal gar nicht! Allende schafft es auch immer wieder, die Ereignisse um den Militärputsch von 1973 in Chile in ihren Romanen einzubauen - zumindest in denen die ich bisher gelesen habe. Fand ich aber gar nicht nervig oder repetitiv, denn entweder hatte ich schon wieder vergessen oder mir eh nie gemerkt gehabt wie das Ganze eigentlich zustande kam. Insofern war das für mich auch lehrreich. Verwundert hat mich etwas ja von Anfang an der Titel. Wo es doch mit einem Schneesturm beginnt. Ich dachte zunächst, dass sich die Geschichte vielleicht bis in den Sommer fortsetzt. Dann sah ich, dass das Buch im Englischen In the Midst of Winter und im Original Más allá del invierno heißt. Mitten im Winter, das passt viel besser zum Setting. Wie kam nur der deutsche Verlag dann auf diesen komischen Titel, wunderte ich mich. Erst in der vorletzten Zeile kam die Erleuchtung. Da zitiert einer der Protagonisten Albert Camus Mitten im Winter erfuhr ich endlich, dass in mir ein unvergänglicher Sommer ist . Ein wunderschöner Satz, und der zuständige Mitarbeiter im Suhrkamp Verlag tat schon gut daran, den 2. Teil dieses Satzes als Titel zu nehmen. Hört sich im deutschen einfach auch viel besser an als Mitten im Winter . Meist merke ich mir Zitate ja nicht, aber hier gab es 3 weitere Sätze, die ich zumindest so toll fand, dass ich mir die Textstellen fotografiert habe um sie nicht gleich wieder zu vergessen. - Ihr Verlangen, das Leben auszukosten, wuchs beständig, während ihre Zukunft schrumpfte... - (Um sich abzusichern, schickt Richard seiner Nachbarin jeden Abend eine kurze Nachricht.) Lebe noch. Sie war nicht verpflichtet zu antworten, litt aber unter derselben Furcht und schickte immer drei Wörter zurück: Mist, ich auch. - Tränen sind gut, sie waschen von innen.
Ein starkes Buch über starke Frauen
von Marie aus E. - 02.08.2018
"Ein unvergänglicher Sommer" beginnt gar nicht sommerlich mit einem Schneesturm im Winter und Richard, Uniprofessor und Eigenbrötler, wird urplötzlich mit dem Leben mit all seinen Facetten konfrontiert. Die letzten Jahre, wohl eher Jahrzehnte, hat er ein zurückgezogenes Leben mit seinen Katzen geführt und keine menschliche Nähe zugelassen. Doch nun poltern Lucia (aus Chile) und Evelyn (aus Guatemala) nicht nur in sein nüchternes Appartement, sondern in sein Leben. Im Gepäck haben sie nicht nur eine Leiche im Kofferraum, sondern auch ihre Lebensgeschichte. Isabel Allende hat es wieder geschafft, mit ihren weiblichen Hauptpersonen auf die Geschichte Lateinamerikas aufmerksam zu machen, die politischen Geschichte ist eng mit den Charakteren verbunden und wie gewohnt sehr berührend. Sie hat mit den Haupt- und Nebenfiguren starke Frauen gezeichnet, die trotz Leid weitermachen (müssen). Eingebunden in einen abenteuerlichen Krimi und eine Liebesgeschichte ein meist spannendes und sehr berührendes Buch. Mit den übersinnlichen Erscheinungen in Allendes Büchern kann ich zwar immer nicht so viel anfangen, sie gehören aber zu den Charakteren und ihrer Herkunft und sind insofern o.k. Zwischendrin hatte das Buch für mich etwas an Kraft verloren, insgesamt aber ein starkes Buch über starke Frauen. Leseempfehlung!
Nicht die Schwerkraft hält unser Universum im Gleichgewicht, sondern die Liebe.
von Inge Weis - 31.07.2018
Isabel Allende erzählt uns eine Geschichte, wie nur sie es kann, beseelt, humorvoll und lebensklug und wirft den Leser mit ihrem neuen Roman in ein nicht endendes Wechselbad der Gefühle. Eine Geschichte von drei grundverschiedenen Menschen, die durch eine kuriose Schicksalslaune zusammenkommen. Von der Flucht vor sich selbst und der Aussicht auf einen späten Neuanfang. Und davon, wie viel wir erleiden können, ohne unsere Hoffnung zu verlieren. Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst. Denn, in ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucia, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucia drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muß verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird. Richard hätte auch nie gedacht, dass er mal die Justiz behindert. Denn das Gesetz ist grausam und Justitia ist blind, aber in diesem Falle hatten sie ihre Waage nur ein bisschen zugunsten einer natürlichen Gerechtigkeit geneigt. Und am Rande dieses Abenteuers entsteht etwas zwischen Richard und Lucia, von dem sie beide längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten. Denn mitten im Winter erfuhren sie endlich, dass in ihnen ein unvergänglicher Sommer ist. Fesselnd und meisterhaft, wie Isabel Allende Geschichte, Spannung und Romanze zusammenbringt. Ihre dichte und rasante Geschichte über kleine und große Verbrechen ist ausgesprochen scharfsinnig, ganz und gar charmant und unglaublich spannend! So mitreißend von starken Frauen erzählt nur Isabel Allende. Ein unvergänglicher Sommer entfaltet den Zauber großer Erzählkunst. Mit seiner genialen Handlung ergründet der Roman, was es heißt, einander zu respektieren, zu behüten und zu lieben. Ein atemraubender Krimi und zugleich ein fesselnder Roman über und davon, wie viel wir Menschen erleiden können, ohne unsere Hoffnung zu verlieren. Isabel Allende schreibt stimmungsvoll über eine Liebe, die weit in die Vergangenheit reicht.
Interessante Rahmenhandlung, jedoch viele einzelne Schicksale zu kurz behandelt
von Katherle - 31.07.2018
Der neue Roman von Isabel Allende Ein unvergänglicher Sommer behandelt drei unterschiedliche Schicksale, die durch einen kleinen Auffahrunfall für immer aneinander verbunden sind, denn in einem Auto liegt eine Leiche! Evelyn, ein guatemaltekisches Kindermädchen, Lucía, chilenische Gastprofessorin und Untermieterin von Richard, welcher ebenfalls an der Universität von New York lehrt, machen sich zusammen auf eine Reise, um die Leiche heimlich verschwinden zu lassen. Allende spricht viele Themen in ihrem neuen Roman an, beispielsweise Freundschaft, Liebe, Migration, Flucht, Alkoholsucht, Tod, Krebs, Gangs, politische Situation in Chile etc. Meiner Meinung nach ist dies leider viel zu viel in einem Buch von gerade einmal 348 Seiten. Obwohl die Rahmenhandlung interessant ist, hätte ich mir gewünscht, dass entweder einzelne Themenaspekte präziser behandelt worden wären oder das nur eine Person im Fokus dieser Geschichte steht. So war ich zwischendurch sehr enttäuscht, da die einzelnen Gefühlswelten von Richard, Lucía und Evelyn nur sehr groß beschrieben wurden. Dadurch konnte ich auch leider kaum eine Verbindung zu ihnen eingehen und die Geschichte zog sich dahin. Sehr gewundert hat mich auch der reibungslose Ablauf, sowohl das Auto als auch die Leiche verschwinden zu lassen. Sofort nach der Beerdigung der Leiche war plötzlich das Buch schon vorbei. Dafür gab es einen langen Epilog, der verriet, wer der Mörder war.... Ebenfalls sehr enttäuscht hat mich ihre teilweise sehr verschachtelten und langen Sätze. Manchmal musste ich einen Satz mehrfach lesen, da Anfang und Ende des Satzes keinen Sinn ergaben. Für alle Isabel Allende Fans eine Pflichtlektüre, aber sie hat schon bessere Bücher geschrieben.
Drei Leben!
von Ilmo - 30.07.2018
Drei Menschen Treffen per Zufall aufeinander: Lucia, eine Chilenin, lehrt als Gastdozentin an der New York University, Richard, ihr Chef und gleichzeitig ihr Vermieter und Evelyn, eine Auswanderin aus Guatemala. Während eines Schneesturmes begegnen sich ihre Lebensgeschichten und werden schon nach kurzer Zeit intensiv miteinander verknüpft sein. Etliche überraschende Wendungen bestimmen den Lauf der Handlung und lassen eine große Spannung wachsen. Toll die Rückblicke in ihr früheres Leben, die Allende immer wieder einbaut, so dass man am Schluss die Personen recht gut zu kennen glaubt. Ich habe lange über den Titel Ein unvergänglicher Sommer nachgedacht, die Bedeutung erschloss sich mir nicht... Zum Glück erfolgt die Auflösung...in der drittletzten Zeile des Romans! Meisterlich!
Ein unvergänglicher Sommer
von Langeweile - 30.07.2018
Als Richard Bowmaster mit seiner Katze, die an Vergiftungserscheinungen leidet, unterwegs zum Tierarzt ist, verursacht er einen Auffahrunfall. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er nicht, dass sein Leben eine große Wende erfahren wird. Kurze Zeit später steht Evelyn,seine Unfallgegnerin, vor seinem Haus und erzählt ihm eine wirre Geschichte. Das Auto, mit dem sie unterwegs war, gehört ihrem Chef und im Kofferraum befindet sich eine Leiche. Richard ist mit diesen Informationen völlig überfordert und bittet seine Mieterin, eine chilenische Dozentin, um Hilfe. Die erste Idee, die Polizei zu verständigen, scheidet aus, da Evelyn illegal im Lande lebt. Die drei willkürlich aufeinandergetroffenen Menschen versuchen nun ,die Situation irgendwie zu meistern. Meine Meinung: In verschiedenen Erzählsträngen wechselt die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart der beteiligten Personen. Dies ist immer mit Orts -und Namenangabe gekennzeichnet,wodurch man als Leserin stets den Überblick behält. Alle drei Protagonisten sind auf unterschiedliche Weise vom Leben gebeutelt worden. Das erzählt die Autorin auf eine sehr feinfühlige, aber dennoch eindringliche Weise. Verschiedene Themen, wie Sklavenhandel, Gewalt in der Ehe, Verlust von Familienangehörigen, Flüchtlingsprblematik usw.,werden behandelt. Auch eine sich anbahnende neue Liebesbeziehung wurde in den Themenkreis aufgenommen. Fazit: Erneut hat mich der tolle Schreibstil der Autorin begeistert,obwohl es meiner Meinung nach, nicht ihr stärkstes Werk ist. Von mir eine Leseempfehlung und vier Sterne.
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