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Ein unvergänglicher Sommer

Roman. Originaltitel: Más allá del invierno.
Buch (gebunden)
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Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Ein unvergänglicher Sommer
Autor/en: Isabel Allende

ISBN: 3518428306
EAN: 9783518428306
Roman.
Originaltitel: Más allá del invierno.
Übersetzt von Svenja Becker
Suhrkamp Verlag AG

13. August 2018 - gebunden - 347 Seiten

Beschreibung

Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucía, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucía drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muss verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird. Und am Rande dieses Abenteuers entsteht etwas zwischen Richard und Lucía, von dem sie beide längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten.

»Nicht die Schwerkraft hält unser Universum im Gleichgewicht, sondern die Liebe.« Isabel Allende erzählt uns eine Geschichte, wie nur sie es kann, beseelt, humorvoll und lebensklug. Eine Geschichte von Flucht, Verlust und spätem Neuanfang. Und davon, wie viel wir Menschen erleiden können, ohne unsere Hoffnung zu verlieren.

Portrait

Isabel Allende, 1942 in Chile geboren, ging nach Pinochets Militärputsch 1973 ins Exil. Die Erinnerungen ihrer Familie, die untrennbar mit der Geschichte ihres Landes verwoben sind, verarbeitete sie in dem Weltbestseller Das Geisterhaus. Allende zählt zu den meistgelesenen Autorinnen weltweit, ihr gesamtes Werk erscheint auf Deutsch im Suhrkamp Verlag.

Pressestimmen

"Von starken Frauen erzählt so mitreißend nur Isabel Allende!" Cosmopolitan 02.05.2018
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Ingrid S.
von Ingrid S. - Hugendubel Buchhandlung Neubrandenburg Stargarder Str. - 22.10.2018
Der neue Roman erzählt die Geschichte dreier Menschen, die mit ihrer eigenen sehr speziellen Biografie durch Zufall zusammenfinden. Eine Allende, die uns vieles aufzeigt - Liebe, Krimi, politische Aktualität ... Absolut lesenswert!
Vivian-Carolin R.
von Vivian-Carolin R. - Hugendubel Buchhandlung Erfurt Anger - 22.10.2018
Einmal mehr beweist Allende großes Erzähltalent. Eine wunderschöne Geschichte einer späten Romanze, jede Seite ein literarischer Genuss ...
Simone F.
von Simone F. - Hugendubel Buchhandlung Leipzig Petersstr. - 22.10.2018
Isabel Allende schenkt uns Lesern ein höchst beglückendes Buch. Ein Buch, das tief bewegt und mich gleichzeitig oft lächeln lässt. Ihrem Humor und den drei Figuren sei Dank! So ist der Autorin ein wunderbarer Roman über eine späte Liebe, Verlust, Flucht sowie voller Hoffnung und Herzenswärme gelungen.
Volker Stein
Ein Sommer im Winter
von Volker Stein - Hugendubel Buchhandlung Wismar Hinter dem Rathaus - 15.08.2018
Ein wenig ausgetrickst wird der Leser schon, wenn man Titel, Umschlag und auch die Beschreibung des Inhalts liest. Aber das sei dem Verlag in diesem Fall sehr gern verziehen. Der Romanbeginn mutet in der Tat ziemlich Allende-untypisch an: Eine Politikprofessor fährt einer jungen Frau auf den Kofferraum, in dem sich eine Leiche befindet und bittet zur Entsorgung des Problems ausgerechnet seine Untermieterin um Hilfe, die er bislang ziemlich brüsk behandelte. Man sieht hier förmlich Jack Nicholsen vor sich, der sich mit Meryl Streep hollywoodmäßig behagt...Dann blickt Isabell Allende aber schrittweise in Rückblicken auf das bisherige Leben ihrer Protagonisten zurück und an dieser Stelle wird aus netter Unterhaltung einfach nur klasse Weltliteratur, die sich im Laufe der Handlung immer weiter steigert. Ganz großes Kino und zum Schluss gibt es eine tolle Auflösung des sommerlichen Titels, der im Winter spielt.
Bewertungen unserer Kunden
Skurrile Rahmenhandlung, interessante Charaktere
von Anonym - 13.11.2018
In ihrem Roman "Ein unvergänglicher Sommer" lässt Autorin Isabel Allende zunächst drei ungewöhnliche Figuren aufeinanderprallen: den verknöcherten Richard, ein etwas unbeholfener und weltfremder 60jähriger Uniprofessor, seine temperamentvolle, aus Chile stammende, zwei Jahre ältere Untermieterin Lucia, ebenfalls als Gastdozentin an Richards Uni tätig und einer Affäre mit ihm nicht abgeneigt sowie die schüchterne junge Evelyn, die aus Guatemala geflohen ist und schwarz als Kindermädchen bei einer wohlhabenden Familie in Brooklyn arbeitet. Die skurrile Rahmenhandlung besteht darin, dass Evelyn sich hilfesuchend ausgerechnet an Richard wendet, der mit seinem Pkw auf den ihrer Arbeitgeber aufgefahren ist, und ihn um Hilfe bittet, die im Kofferraum ihres Pkws befindliche Frauenleiche verschwinden zu lassen. Das alles findet während eines Schneesturms in Brooklyn statt, durch den die drei auch noch auf engstem Raum zusammengepfercht werden. Innerhalb dieser etwas schrägen Rahmenhandlung entwickelt Isabell Allende dann jedoch die Schicksale der drei Hauptprotogonisten, insbesondere beleuchtet sie durch zahlreiche Rückblenden Evelyns Kindheit in Guatemala, die dortigen Missstände und ihre Flucht vor der hiesigen Mafia ins gelobte Land Amerika. Auch Lucias Vergangenheit in Chile wird näher beleuchtet, wenn auch nicht so ausführlich wie Evelyns, und Richards Persönlichkeit, seine an Pedantismus grenzende Korrektheit wird auch näher ausgestaltet. Nach allerlei turbulenten Szenen - u.a. Polizeikontrolle mit Leiche im Kofferraum - wird auch noch der Aufklärung des Mordfalles Rechnung getragen: das Trio stürzt sich auf Ermittlungen in Evelyns Gastfamilie, in der ebenfalls nicht alles Gold ist, was glänzt. Vom schwerbehinderten Kind bis zur frustrierten Ehefrau im goldenen Käfig, das Bild der sogenannten besseren Gesellschaft wird gehörig angekratzt. Insgesamt eine spannende und zugleich sehr emotionale Geschichte, die gleichzeitig Krimielemente, komödiantische Züge aber auch sehr viel Gesellschaftskritik vereint!
Sommer ist, was du draus machst
von Julia Lindner - 12.11.2018
Wenn man den Klappentext so liest, vermutet man hinter diesem Buchdeckel wahrscheinlich eher ein rasantes Roadmovie. Stattdessen würde ich es eher als Erfahrungsbericht mit einprägsamem Lebensmotto nennen: Man ist immer nur so alt, wie man sich fühlt. Und zum leben ist es nie zu spät! Richard und Lucía sind in ihren 60ern, als sie als Untermieterin bei ihm einzieht. Obwohl beide in ihrem Leben schon unheimlich viel erlebt haben, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Während Lucía sich von ihren Schicksalsschlägen nicht unterkriegen lässt und ihr Leben genießt, hat Richard längst kapituliert. Er kapselt sich ab und verschanzt sich hinter Mauern. Bis die junge Evelyn inmitten eines Schneesturms plötzlich an seiner Tür klingelt und ihn damit zwingt, das Leben so zu nehmen wie es kommt. Auch wenn sich das Buch ziemlich ruhig liest, wirkt es doch sehr beeindruckend. In vielen Rückblenden erfährt man, was die drei Schicksalsgefährten in ihrem Leben bereits erlebt haben und wie sie letztendlich zu den Personen geworden sind, die sie heute der Welt zeigen. Es stimmt einen nachdenklich zu lesen, was vor allem die beiden Frauen alles erleben mussten, aufgewachsen in Guatemala und Chile. Denn Isabel Allende erzählt nicht nur von der Liebe und dem Leben, sondern auch von politischen Unruhen, ärmlichen Verhältnissen, Gewalt gegen Frauen und der amerikanischen Flüchtlingspolitik. Trotz der ernsten Themen ist das Buch sehr unterhaltsam und lässt einen mit einem positiven Gefühl zurück. Fazit: Ein Buch, das einen daran erinnert, nicht nur in der Vergangenheit zu leben und mit seinen Rückschlägen zu hadern. Solange man mutig ist und die Zukunft furchtlos mit offenen Armen empfängt, ist der Sommer des Lebens noch nicht vorbei!
Wenn die Nebenstory interessanter ist ...
von Lesemama - 11.11.2018
... als der Hauptakt, dann breche ich ein Buch auch nach der Hälfte noch ab! Zum Buch: Richard, ein eigensinniger Professor, fährt nach einem Schneesturm der jungen Einwanderin Evelyn ins Auto. Am Unfallort sieht es nur nach einer Bagatelle aus, aber abends steht Evelyn vor seiner Tür und weiß nicht was sie tun soll. In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Meine Meinung: Soweit, so gut. Der Klappentext sprach mich sehr an. Der Beginn der Geschichte war auch noch sehr unterhaltsam. Ich mag die Bücher von Isabel Allende sehr gerne, sie hat einen tollen Erzählsirl. Normalerweise. Diesmal konnte mich das Buch auch nach über einhundertfünfzig Seiten nicht packen. Die Story kam nicht voran, es war verwirrend, langatmig und voller Nebenschauplätzen. Wobei ich die Geschichte von Evelyns Flucht aus Guatemala noch Amerika noch am spannendsten fand. Nachdem mich die Geschichte so gelangweilt hätte, dass ich so gar lieber die Fenster geputzt hätte, als weiterzuleben, habe ich beschlossen, es gibt zu viele gute Bücher um meine Zeit mit dem zu verbringen. Ich werde das Buch mal behalten, vielleicht war auch einfach die falsche Zeit.
Eine ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft
von Gisel - 09.11.2018
Ein kleiner Auffahrunfall auf vereister Fahrbahn, nichts Größeres scheint es, als Richard bei der Rückkehr vom Tierarzt nach Hause fahren möchte. Doch als die Fahrerin kurze Zeit später vor seiner Wohnung auftaucht, stellt sich heraus, dass in ihrem Kofferraum eine Tote liegt. Sie hat sich das Auto ihrer Arbeitgeberin nur kurz ausleihen wollen - doch da sie eine illegale Einwanderin ist, darf die Polizei nicht eingeschaltet werden. Was tun mit der Leiche? Richard ruft seine Kollegin und chilenische Untermieterin Lucia hinzu, und gemeinsam überlegen sie, was am besten zu tun sei. Ausgehend von dieser slapstickartigen Einlage spinnt Autorin Isabel Allende einen Roman zusammen, der in die Rahmenhandlung des Kriminalromans sehr viele Themen humorvoll und tiefsinnig einbettet. Um sich die Zeit zu vertreiben, während sie warten müssen, erzählen sich die drei Akteure ihre Lebensgeschichten. Sie handeln von Flucht und Vertreibung, von Verlust, von Liebe, von traumatischen Ereignissen und schönen Augenblicken im Leben. Ganz nebenbei bringt die Autorin Sozialkritik mit ein, sehr moderat, aber gleichzeitig sehr bestimmt, sie schildert die Zustände in Lucias chilenischer Heimat genauso wie die in Guatemala, dem Anfangspunkt von Evelyns Flucht. Aber auch Richards Leben ist nicht so gleichmäßig verlaufen wie erwartet. Sehr einfühlsam und mit viel Sympathie für ihre Protagonisten erzählt der Roman die Erlebnisse dieser drei Menschen und all derer, die in ihrem Leben eine Rolle gespielt haben. Die Schwere der Vergangenheit wird immer wieder von den humorvollen Geschehnissen der Gegenwart unterbrochen, so dass der Leser von den dramatischen Ereignissen aus der Vergangenheit auch nicht erschlagen wird. Und dabei bahnt sich nach und nach eine Veränderung an, die niemand erwartet hatte. Mit diesem Roman zeigt Isabel Allende erneut ihre Fabulierkunst, sehr schnell kann sie den Leser in den Sog der Geschichte hineinziehen. Etwas unglücklich gewählt finde ich den deutschen Titel, ist es doch klirrend kalt am Ausgangspunkt der Ereignisse. Hier passt der Originaltitel eindeutig besser. Mich hat das Buch sehr schnell fasziniert, deshalb vergebe ich sehr gerne alle fünf möglichen Sterne und spreche eine unbedingte Leseempfehlung aus.
Es ist nie zu spät für einen Neuanfang
von Callmeabookaholic - 22.10.2018
Mitten im Winter entdeckte ich endlich, dass in mir ein unvergänglicher Sommer ist. - Besser kann man den Inhalt dieses neuen bewegenden Romans von Isabel Allende nicht zusammenfassen. Mitten im tiefsten Schneesturm in Brooklyn gerät Richard, der etwas eigenbrötlerisch mit seinen drei Katzen lebende Uni-Professor, in einen Auffahrunfall. Alles ein harmloser Unfall? Wohl kaum, denn plötzlich steht das junge guatemaltekische Kindermädchen Evelyn vor seiner Haustür und kann nicht zurück, denn das Auto ist von ihrem Dienstherrn gestohlen, sie lebt ohne Papiere in den USA und im Kofferraum des Autos befindet sich - zum Unglück aller Beteiligten - auch noch die Leiche einer jungen Frau. Schnell wird klar, die Leiche muss weg. Zusammen mit seiner chilenischen Untermieterin, der lebenslustigen Lucia schmiedet er einen Plan, die Leiche zu entsorgen. Auf dem Weg zu einer abgelegenen Hütte nördlich von New York kommt sich die Schicksalsgemeinschaft näher. Ein Kaleidoskop von Schicksalen, mittel- und südamerikanischer Geschichte entfaltet sich... Wahnsinn! Das Buch von Isabel Allende hat mich sehr bewegt. Und die Autorin beweist hier wiedermal ihre große Erzählkunst. Es ist nicht unbedingt die Geschichte der Leiche, an deren Beseitigung alle drei eher unfreiwillig beteiligt sind. Es sind die Geschichten der drei Hauptcharaktere, die den Leser tief in die Vergangenheit des süd- und mittelamerikanischen Kontinent hineinziehen und diesen mitreißen. Da ist Richard, der einst in Brasilien liebte und lebte und durch einen selbst verschuldeten Schicksalsschlag seine Familie verlor. Da ist Lucia, die in Chile während der Diktatur aufwuchs und nie erfuhr, warum ihr Bruder Enrique spurlos verschwand. Und schließlich Evelyn, die in den grausamen Bandenkriegen ihre Brüder verlor und auf abenteuerlichen Wegen und mit Hilfe von Schleusern die Flucht in die USA antrat. Das sind die eigentlichen ergreifenden Zeugnisse, die mich als Leser zutiefst bewegt und auch beeindruckt haben. Besonders hat mich Lucia emotional berührt. Sie ist eine unglaublich starke Frau, die trotz ihrer schweren Jugend nie die Hoffnung aufgab und auch eine schwere Krankheit und eine zerbrochene Ehe überlebte . Sie ist eine starke Kämpferin und wenn man so will der zentrale Ankerpunkt der Geschichte. Allende versteht es geradezu mühelos und leicht zu schreiben und mit den oft sehr furchtbaren Schicksalen behutsam umzugehen. In den wechselnden Perspektiven erhält der Leser immer wieder ein Puzzleteil aus der Vergangenheit der drei Protagonisten und kann sich so über deren jetzigen Charakter, der durch diese Vergangenheit geformt wurde, ein sehr gutes Bild machen. Ich habes diese Buch sehr schnell gelesen. Das Cover ist zudem sehr melancholisch, wenn auch leicht pathetisch wirkend gestaltet. Dennoch gibt es einen sehr guten Eindruck wieder von dem, was der Kern der Geschichte ist: Man ist nie zu jung für einen Neuanfang. Mein Fazit: Unbedingt lesen und mitfühlen.
Am Ende super
von Lea - 21.10.2018
Ein unvergänglicher Sommer hat mich nach ein paar Anfangsschwierigkeiten doch sehr überzeugt, deswegen gebe ich für dieses Buch vier Sterne. Denn dann kann man gar nicht anders, als sich immer mehr in die Geschichte zu versenken. Das Buch führt die Geschichten von drei ziemlich unterschiedlichen Personen zusammen. Richard fährt Evelyn aufs Auto. Im Kofferraum liegt eine Leiche. Lucia, Richards Untermieterin, kommt dazu. Was soll mit der Leiche passieren? Auch Evelyns Schicksal hängt davon ab. Denn sie ist nicht die Mörderin, könnte aber dafür verantwortlich gemacht werden. Diese Handlung ist eigentlich wirklich nur die Rahmenhandlung. Im Buch werden nämlich sehr genau die Geschichten der einzelnen Personen geschildert, die alle etwas mit Südamerika zu tun haben. Ich muss zugeben, das hat mich am Anfang etwas gestört, weil ich da gerne mehr Handlung an sich gehabt hätte und was die drei jetzt anstellen. Als dann aber die Geschichten auch immer spannender wurden, viel es leicht sich immer mehr in die Lektüre zu versenken. Die drei haben wirklich harte Schicksale erlebt, jeder auf seine ganz eigene Weise. Das macht die Charaktere auch so interessant und tiefgehend, weil man sie im Laufe der Geschichte immer besser kennenlernt und richtige Verbindungen mit ihnen eingeht. Der Schreibstil von Allende ist wie gewohnt nicht ganz einfach zu lesen, übertragt aber dennoch eine Lockerheit, die es einfach macht, der Geschichte zu folgen. Ich finde, diese Geschichte hat eine spannende Rahmenhandlung, tiefgehende Charaktere und arbeitet sehr interessant, intensiv und informativ die Geschichte Südamerikas, gebunden an Einzelschicksale auf. Das hätte ich mir von dem Roman gar nicht erwartet und musste mich erst daran gewöhnen, aber dann hat dieses Konzept voll überzeugt und ich empfehle das Buch gerne weiter.
Gelungener Mix aus Spannung und Romanze
von TeleTabi1 - 08.10.2018
Unverhofft bringt das Schicksal drei Menschen zusammen, die unterschiedlicher kaum sein können: Der eigenbrötlerische Professor Richard, seine draufgängerische chilenische Untermieterin Lucia und das schüchterne guatemaltekische Kindermädchen Evelyn. Während in Brooklyn ein heftiger Schneesturm tobt, der die Stadt lahmlegt, klingelt es plötzlich an Richards Tür. Vor ihm steht die völlig aufgelöste Evelyn, die um Hilfe bittet, denn in ihrem Kofferraum liegt eine Leiche, die es zu entsorgen gilt. Von der Situation überfordert, wendet sich Richard an seine Untermieterin Lucia und gemeinsam begeben sich die drei auf ein Abenteuer, das sie wohl alle so schnell nicht mehr vergessen werden... Isabel Allendes Roman "Ein unvergänglicher Sommer" hat mich gefesselt wie schon lange kein Buch mehr. Von der ersten Seite an war ich gefangen genommen vom außerordentlich atmosphärischen Schreibstil der Autorin und ihrer wunderbaren und spannenden Art die gesamte Geschichte aufzubauen, die den Leser durch den gekonnten Einsatz von Rückblenden in die Vergangenheit der jeweiligen Protagonisten in Atem hält. Auch der Humor kommt hierbei nicht zu kurz, genauso wie sehr lebenskluge und berührende Passagen, die zum Nachdenken anregen. Die Los Angeles Times sprach vom "Zauber großer Erzählkunst", was ich anfangs für eine nett formulierte Übertreibung hielt, inzwischen jedoch hundertprozentig zustimmen muss. Allende hat wahrlich ein Schreibtalent, das seinesgleichen sucht, und ich bin froh die Autorin entdeckt zu haben, denn dieser Roman war zwar mein erstes Buch von ihr, doch wird es mit Sicherheit nicht mein letztes bleiben. Ich freue mich auf viele weitere literarische Sternstunden mit Isabel Allende und kann "Ein unvergänglicher Sommer" nur wärmstens empfehlen!
Gut geschrieben, liest sich gut weg
von nil_liest - 02.10.2018
Seit vielen Jahren sehe ich in regelmäßigen Abständen wieder einen neuen "Allende" in den Buchläden, die schnell zu Bestsellern werden durch ihre große Fangemeinde. Nachdem nun Denis Scheck in seiner Sendung ¿Druckfrisch` den neuen Roman ¿Ein unvergänglicher Sommer¿ nicht in die Tonne gekloppt hat, horchte ich auf! Hielt ich die Isabel Allende Romane bisher für "Romane für Frauen im besten Alter". Nun gut, also hab ich mir ¿Ein unvergänglicher Sommer` vorgenommen und in der Tat in 2 Tagen (im Urlaub) gelesen. Was man Señora Allende lassen muss, ist ein Schreibstil mit Sogwirkung. Da will man einfach weiterlesen. Auch hat mir die geschichtlichen Nuancen der südamerikanischen Geschichte sehr gefallen. Da ist mein Wissen bisher begrenzt. Nun kommt ein großes Aber, denn hätte ich nur die ersten 20 Seiten gelesen, hätte ich es als schnulzig für Frauen jenseits der 60 J. abgetan. Es geht um 3 Personen, die alle eine so schicksalhafte Vergangenheit haben und sich dann auch noch zufällig zusammen in eine Tat verstricken. Mmhhh, unterhaltsam, aber an den Haaren herbei gezogen. Da kommt wirklich alles vor in der Summe was einem schlechtes widerfahren kann. Wer sind die drei? Ein Amerikaner, der lange in Brasilien lebte. Eine junge illegale Guatemaltekin und eine geschiedene Chilenin. Ah, und das ganze ist eher mit Fokus Südamerika zu sehen als New York. Zwar der zentrale Handlungsort, aber durch die gesamte Aufarbeitung der drei Vergangenheiten, nicht sonderlich relevant. Und da ich überhaupt keine spirituelle Person bin oder an Esoterik glaube, waren mir manche Passagen einfach zu viel des Guten. Fazit: Es gibt nun noch mehr als 20 weitere Allende-Romane. Vielleicht lese ich ¿Das Geisterhaus` in 10 Jahren mal....denn die Passagen die politischen Hintergrund liefern über Südamerika sind schon sehr gut!
Abenteuerliches Trio
von La novelera - 15.09.2018
Die Wege des Schicksals sind oft verschlungene Pfade und so finden die Protagonisten Lucía, Evelyn und Richard auf ungewöhnliche Weise zusammen und erleben ein gemeinsames Abenteuer. Als in Brooklyn ein Schneesturm tobt, kommt es zu einem Auffahrunfall zwischen dem Universitätsprofessor Richard und der Guatemaltekin Evelyn. Das wäre kein großes Drama, stünde die junge Frau nicht am Abend vor Richards Tür - mit einer Leiche im Kofferraum und keiner Ahnung wohin sie soll. Papiere hat sie nicht, da sie vor vielen Jahren auf illegalen Wegen ins Land eingereist ist. Richard ist mit der Situation heillos überfordert und wendet sich an seine chilenische Untermieterin Lucía, die einen kühlen Kopf bewahrt und sich der Situation stellt. Bereits hier zeigt sich, welch starken Charakter die Frau besitzt. Nichts scheint sie aus der Ruhe zu bringen, souverän stellt sie sich dem, was auf sie zukommt. Sicher ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass sie in ihrem Leben schon so einiges durchlitten hat. Vieles hat sie stark gemacht. Von nun an beginnt für die drei völlig unterschiedlichen Menschen eine Art Roadtrip mit dem Ziel, die Leiche im Kofferraum irgendwie unbemerkt loszuwerden. Auf dieser Reise lernen die drei sich untereinander und auch wohl selbst besser kennen. Denn im Vordergrund stehen eher die Lebensgeschichten der drei, die eng verwoben sind mit der Geschichte Chiles und Guatemalas, woher die beiden Frauen kommen. Allende gelingt es wieder einmal, diese lateinamerikanischen Länder beim Lesen vor den Augen des Lesers aufsteigen zu lassen. Man meint die typischen Gerüche und Farben wahrnehmen zu können, die man aus diesen Ländern kennt. Der Leser versteht auch die Hintergründe von Richards Charakterzügen - neurotisch, etwas schwierig, eigenbrötlerisch. In seinem "ersten Leben" in Brasilien hat er schwere Schuld auf sich geladen. Besonders gut gelungen finde ich das Nachzeichnen der Charaktere. Am Ende hatte ich das Gefühl, die drei ziemlich gut zu kennen, weil ich ihre Lebensgeschichte kannte und besser verstand, warum sie sind, wie sie sind. Das hat mich sehr beeindruckt. Die Vordergrundhandlung tritt im Nachhinein gesehen eigentlich in den Hintergrund und das Kernstück sind drei ganz besondere Menschen. Ein gelungener Roman, den man auf jeden Fall weiterempfehlen kann!
Ungewöhnlicher Roadtrip - unterbrochen von drei dramatischen Vergangenheiten
von Webervogel - 09.09.2018
Ich hatte noch nie zuvor ein Buch von Isabel Allende gelesen, aber die Ausgangssituation von "Ein unvergänglicher Sommer" zog mich gleich in ihren Bann. Eine eiskalte Winternacht in New York bringt drei höchst unterschiedliche Personen zusammen: Den Universitätsprofessor Richard, seine chilenische Untermieterin Lucia und die Guatemaltekin Evelyn, die sich illegal in den USA aufhält. Eine der drei genannten Figuren hat im wahrsten Sinne des Wortes eine Leiche im Kofferraum, die diese neugebildete Schicksalsgemeinschaft notgedrungen zusammen loswerden will. Ein Roadtrip beginnt - kurz nach einem Jahrhundertschneesturm. Und wird das Leben von Richard, Lucia und Evelyn für immer verändern. Anfangs war ich irritiert, dass mich die Autorin wiederholt aus diesem Roadtrip herausriss. Kapitelweise widmet sie sich immer wieder der Vergangenheit ihrer Protagonisten, die schließlich mehr Raum einnimmt als die eigentliche Geschichte in der Romangegenwart. Von dieser wird man als Leser schon sehr weit weggeführt, wenn man sich z.B. in Evelyns Kindheit vertieft. Sie wächst in extrem ärmlichen Verhältnissen bei ihrer Großmutter auf, einer starken und liebevollen Frau, doch als ihr ältester Bruder sich einer Gang anschließt, brechen sich entsetzliche Ereignisse Bahn. Evelyn als jüngste der drei Hauptfiguren hat schon so viel erlebt, dass es für einen eigenen Roman gereicht hätte und so ist es dann auch ein langer Weg, bis ihre Vergangenheit schließlich mit der Gegenwart zusammengeführt wird. Gleiches gilt für die anderen beiden Protagonisten: Auch ihr bewegtes Leben wird detailliert erzählt. Allende ist eine wahre Meisterin der Beschreibung menschlicher Schicksale, doch an manchen Stellen war mir die Häufung persönlicher Unglücksfälle dann doch zu viel und schien mir auch etwas übertrieben - der Verzicht auf ein, zwei Schicksalsschläge hätte dem Buch vielleicht noch besser getan. Stellenweise kam mir "Ein unvergänglicher Sommer" überladen vor, aber das gab sich im letzten Buchdrittel, in dem sich alles federleicht zusammenfügt. Die Autorin versteht ihr Handwerk, auch die Sprache des Romans ist durchgängig schön und bei ihrer Schilderung der Romangegenwart hat sie sich außerdem noch einen feinen Humor erlaubt, der dem Buch immer wieder die Schwere nimmt. Allende schafft es, ihre Leser gleich in mehrere Welten zu entführen, die auch noch völlig unterschiedlich sind. Sie legt dabei ihren eigenen Spannungsbogen immer wieder brach, weswegen ich mich gelegentlich zum Weiterlesen aufraffen musste, doch insgesamt hat mir dieser vielschichtige und dramatische Roman gefallen.
Sehr sehr hervorragend
von Annette - 07.09.2018
Dieses Buch kommt aus dem Bereich der Spannenden und ruhigen Romane. Und ich bin wirklich sehr beeindruckt davon - da ich nach langer Zeit dies mal ein HÖRBUCH genossen habe. Das Buchcover hat mich angesprochen aufgrund der freundlichen rosa Farbe und dem angenehmen Buchtitel. Zum Inhalt: Draussen wütet ein Schneesturm rum und es ist auch sehr glatt draussen. Dann passiert ein Autounfall in Brooklyn, was auch kein Wunder bei dem Wetter ist. .....Als es weitergeht, wendet sich Evelyn an Richard - weil sich im Kofferaum eine Leiche befindet. Drei Personen beratschlagen sich, wohin mit der Leiche - damit sie nicht mehr zu sehen ist. Für die drei beginnt nun ein aufregender Weg - der etwas im Leben bewirken wird. ......Wo wird das Versteck der Leiche sein??? Wird der Plan der drei aufgehen??? Ich habe mir das sehr gute Hörbuch in 1 bis 3 Durchgängen mit Pausen angehört. Und bin sehr überrascht davon, wie gut und spannend es ist - langeweile kommt dabei gar nicht erst auf. Ganz gefallen hat mir die gesamte Handlung - da es gut hörbar gewesen ist. Die meisten Protagonisten warn mir sympathisch - ausser, wo eine Frau mal mit etwas geärgert worden ist - da sich manches einfach nicht gehört. Mein Gesamteindruck von diesem Hörbuch ist nach dem Hören aller 9 CDS daher sehr, sehr gut. FAZIT: Ich kann dieses Buch als Hörbuch bestens weiterempfehlen - da die stimmliche Übersetzung dabei auch gut rüberkommt. Vergeben tue ich auch sehr gerne dafür die vollen 5 Sterne plus einen dazu und ein ganz grosses Lob dazu an den Autor und den Verlag. Es ist für angenehme und ruhige Hörstunden daher für jeden sehr geeignet.
Roman mit Hintergrund
von Nela - 04.09.2018
Richard hat in einer dunklen Winternacht in Brooklyn einen Auffahrunfall. Er macht sich keine großen Gedanken darüber, sorgt er sich doch mehr um seine Katze, die er gerade wegen einer Vergiftung zum Tierarzt gebracht hatte. Doch dann steht die Fahrerin des anderen Wagens vor seiner Tür. Evelyn ist ein guatemaltekisches Kindermädchen und illegal im Land. In ihrem Kofferraum befindet sich eine Leiche und sie braucht seine Hilfe. Zusammen mit Lucía, der chilenischen Untermieterin und Kollegin von Richard, machen sich die drei auf den Weg, die Leiche zu entsorgen. Gleich zu Beginn des Buches herrscht eine ganz besondere Stimmung. Man sitzt mit Lucía im warmen Zimmer, draußen stürmt es, sie kocht eine Suppe, die sie an ihre Heimat erinnert. Ich kannte von Isabel Allende bisher nur ihre Jugendbücher und auch in diesen schafft sie immer eine ganz besondere Atmosphäre und Stimmung. Durch den Klappentext und das für mich wenig ansprechende Cover hatte ich etwas Angst, am Schluss eine belanglose Liebesgeschichte vorzufinden, doch dies war unbegründet. Man erfährt durch die drei Protagonisten sehr viel über die Geschichte Südamerikas, die Situation verschiedener Gesellschaftsschichten, Evelyns Flucht und die Hintergründe der Drei. Der Roman ist spannend, emotional, lehrreich und interessant. Fazit: ein schöner Roman einer tollen Autorin
Ein ungewöhnliches Trio, verbunden durch südamerikanische Wurzeln und eine Leich
von BigZ - 02.09.2018
In New York tobt ein Schneesturm und trotzdem ist Richard, ein allein lebender Professor, mit einer seiner vier Katzen, die anscheinend vergiftet worden ist, auf dem Weg zum Tierarzt. Durch einen vom ihm verursachten kleinen Auffahrunfall trifft er auf Evelyn, einer illegal in den USA lebenden jungen Frau aus Guatemala. Die Polizei zu rufen, ist da natürlich keine Option, zumal das Auto Evelyns Arbeitgeber gehört und im Kofferraum, da liegt eine Leiche. Die junge Frau bittet Richard um Hilfe und dieser wiederum holt Lucia, eine Gastprofessorin aus Chile und derzeit seine im Souterrain wohnende Untermieterin, mit hinein in diese kleine Zweckgemeinschaft; ihr gemeinsames Ziel, den Inhalt des Kofferraums möglichst unauffällig zu entsorgen. Und so machen sich die Drei auf den Weg zu der recht weit entfernten Hütte des Professors, um die Leiche dort in der Umgebung verschwinden zu lassen. Eine recht skurrile Situation und eigentlich sieht alles nach einem etwas schrägen Krimi aus, doch die Autorin ist nun mal Isabel Allende und so ist klar, hier geht es um Menschen und ihr Schicksal, ihr Leben im Jetzt in den USA und ihre bitteren Erinnerungen bzgl. ihres Erlebens in ihren (Heimat)-Ländern in Südamerika. Allende widmet ihren Protagonisten viel Zeit, jedem einzelnen für sich und auch in der jeweiligen Zweierkonstellation zueinander und schickt sie so, mit sehr elegantem und wunderbar kraftvollem Schreibstil, auf einen Weg, der alles verändern wird. Mich hat das Buch absolut begeistert und ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Schicksalsgemeinschaft
von Peter - 01.09.2018
Ein sehr lesenswertes Buch in dem die Lebenswege dreier unterscheidlicher Menschen durch einen Unfall überschnitten werden und die dann eine Art Schicksalsgemeinschaft bilden. Doch so einfach ist das nicht. Denn dieses Buch hat sehr viel mehr zu bieten als nur die vermutete Action aufgrund des Leichenfunds im Auto von Elvia, das sie nicht nur unberechtigt fährt, sondern das sie zudem in eine ausweglose Situation bringt als illegale Einwanderin und ohne echte Perspektiven in ihrem Heimatland Guatemala. Auf der anderen Seite Richard, der auf den ersten Blick noch das beste Los der drei gezogen hat als Professor und dann Lucia, die nicht nur die schwierige Situation in Chile in Amerika hält sondern auch die heimliche Zuneigung zu Richard.... Und diese drei so unterschiedlichen Persönlichkeiten mit persönlich sehr bewegenden Hntergründen nehmen sich nun des Problems an um Elvira zur Seite zu stehen. Isabel Allende ist in meinen Augen eine Ausnahmeautorin mit einem tollen Schreibstil, gut recherchierten Buchinhalten und ausgeklügelten Geschichten die ich in den letzten Jahren etwas vermisst habe. Aber dieses Buch erf+llt die Erwartungen voll und ich empfehle es sehr gerne weiter.
illegal in den USA
von Anonym - 01.09.2018
New York erstickt unter dem Schneechaos, man sollte das Haus nicht verlassen. Doch Richards Katze muss dringend zur Tierklinik. Auf dem Rückweg rutscht er in ein anderes Fahrzeug und beschädigt den Kofferraum. Am Abend steht die Fahrerin des Fahrzeugs vor seiner Tür und benötigt Hilfe. Elvira ist illegal in den USA, sie kümmert sich um ein behindertes Kind und wird für ihre Arbeit kaum bezahlt. Da sie sich das Auto des Hausherren unberechtigt gefahren ist und zudem im Kofferraum die Leiche einer jungen Frau gefunden hat, kann sie weder zurück noch dieses der Polizei melden. Doch was soll mit der Leiche und mit ihr selbst weiter geschehen. Der Hochschulprofessor Richard weiß selbst nicht weiter, doch vielleicht kann seine Untermieterin Lucia weiterhelfen. Die Handlung über die ermordete Frau, der Versuch, diese mitsamt des Fahrzeugs verschwinden zu lassen und Elvira einen sicheren Zufluchtsort zu bieten wird unterbrochen durch die Lebensgeschichten dieser drei sehr unterschiedlichen Menschen. Richards Vater ist als junger jüdischer Mann aus Deutschland geflohen, fremde Menschen halfen ihm dabei. Lucia wurde in Chile geboren und flüchtete nachdem ihr Bruder in der Pinochetzeit verschwand und ihr Leben dort unsicher wurde. Nach einer persönlichen Leidenszeit lebt sie nun als Dozentin in New York. Elvira hat in Guatemala schreckliches erlebt, was sie zeitweise verstummen ließ. Um ihr Leben zu retten entschloss sie sich zur Flucht über Mexiko in die USA. Das Leben dieser Menschen, verwoben mit ihren persönlichen Leidenswegen aber auch den Freuden des Lebens und ihrer Familien, verwoben mit den politischen Hintergründen ergeben einen hoch interessanten und aktuellen Roman über Flucht und Fluchtursachen.
Fügung des Schicksals
von Martin Schult - 30.08.2018
Aufgrund einer Unachtsamkeit fährt der eigenwillige und zurückgezogen lebende Professor Richard auf ein Auto auf. Die Frau in dem Wagen wirkt sehr verwirrt und verlässt Hals über Kopf den Unfallort. Am gleichen Abend jedoch steht sie wieder vor Richards Tür und erklärt ihm ihre verzweifelte Situation. Sie habe den Wagen ungefragt von ihrem Arbeitgeber geliehen und im Kofferraum eine Leiche entdeckt. Der mit der Situation überforderte Richard ruft seine engagierte Nachbarin Lucia zu Hilfe und die beiden beschließen der jungen schüchternen Frau zu helfen. Schnell wird beschlossen, dass die Leiche verschwinden muss, Ein Entschluss, der das Leben der drei völlig verändern soll... Ich habe mich auf das neue Buch der erfolgreichen Autorin Isabel Allende gefreut und um das vorweg zu nehmen, ich wurde auch nicht enttäuscht. Ich mag einfach ihren sehr bildreichen und tiefsinnigen Schreibstil, der sich unglaublich flüssig lesen lässt. Schnell war ich in der Welt ihrer drei Hauptprotagonisten gefangen und es viel mir zunehmend schwerer, das Buch aus der Hand zu legen. Sehr geschickt verwebt sie das Leben der drei Menschen miteinander und erzählt in einer unnach-ahmlichen Art von den bewegenden und teilweise dramatischen Schicksalen ihrer Protagonisten. Hierbei geht sie behutsam aber auch kritisch mit den Lebensumständen der Flüchtlinge in Amerika um und zeigt auf, wie ausweglos die Lage dieser Menschen sein kann und wie sie von der Hilfe engagierter Bürger abhängig sind. Das Ganze packt Isabell Allende in eine spannende und krimigleiche Rahmenhandlung, die das Buch aus meiner Sicht zu einem fesselnden Leseereignis macht. Natürlich kommt, wie es in ihren üblich ist, auch die Liebe nicht zu kurz, ohne aber aufgesetzt oder kitschig zu wirken. Für mich ist Ein unvergänglicher Sommer ein emotionaler und durchaus auch gesellschaftskritischer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle. Ich bewerte das sehr lesenswerte Buch mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Hat mich sehr bewegt
von Philo - 29.08.2018
Ein neues Buch von Isabel Allende zieht mich immer in seinen Bann. Ich habe ganz viele ihrer Bücher gelesen, und immer waren es ganz besondere Bücher, die aus der Vielzahl an Titeln herausragten. Isabel Allende versteht es, mit ihrem einmaligen, bildhaften und atmosphärischen Schreibstil, ihrem Einfallsreichtum und vor allem mit ihrer ungeheueren Kennntis der Geschichte Lateinamerikas ihre Leser zu begeistern. Wie immer legt sie ihr Augenmerk auf die Charakterisierung ihrer Protagonisten, die einem ganz nahe kommen, man glaubt sie zu kennen und kann sich mit ihnen identifizieren. Im vorliegenden Buch treffen Paul, Lucia und Evelyn ganz zufällig aufeinander. Paul fährt auf einer eisglatten Straße auf Evelyns Fahrzeug auf, was zu ungeahnten Verwicklungen führt. Evelyn kommt aus Guatemala und lebt und arbeitet ohne Papiere in New York. Paul und Lucia sind Kollegen, die beide an der Universität ind New York arbeiten. Nun müssen die drei sich zusammentun, weil Evelyn wegen des Schadens am Auto dieses nicht einfach ihrem Arbeitgeber zurückbringen kann. im Kofferraum befindet sich eine Leiche. Die Leiche muß verschwinden, was die drei vor ziemliche Probleme stellt. Evelyn ist am Boden zerstört und Paul läßt sich erst nach langem Zögern von Lucias praktischen Vorschlägen überzeugen. In einer eingeschneiten Hütte, in der sie die Nacht verbringen müssen, erzählen sich die drei ihre Lebensgeschichten, und die haben mich wirklich erschüttert. Schonungslos und wahrhaftig berichtet Isabel Allende über die Verhältnisse in Guatemala und Chile, über Menschenhandel, Raub, Mord und Vergewaltigungen und über das Verschwinden von Menschen. Insbesondere Evelyn ist hiervon betroffen. Nach und nach erkennen die drei, daß sie zusammenstehen müssen, um die traumatischen Erlebnisse zu überwinden. Ohne Verbitterung und mit sehr viel Einfühlungsvermögen läßt Isabel Allende ihre Protagonisten neue Hoffnung schöpfen. Und wenn auch der Titel des Buches mit dem Inhalt nicht so recht zu tun hat, weil die Geschichte mitten im Winter spielt, löst die Autorin das Rätsel auf. Nachdenklich und betroffen bleibe ich zurück und weiß, daß ich mich mit dem Buch noch lange auseinandersetzen werde.
Ein wunderbares Buch
von Kruems - 28.08.2018
Isabel Allende ist ein großer Name in der Literatur, und auch bei diesem Buch kommt ihr Talent zur Entwicklung sehr guter Geschichten wieder voll zur Geltung. Zur Einstimmung passt das sehr schön gestaltete Cover aus dem auch ein bißchen Sehnsuch spricht. Ein unvergänglicher Sommer befasst sich mit den aussergewöhnlichen Lebensgeschichten dreier Menschen; Lucia, die in einer eher dürftigen Wohnung lebt und mehr für ihren Vermieter empfindet als erbereit ist zuzulassen, dann noch Richard, Professor, mit schwerer Schuld auf seinen Schultern und schließlich die Jüngste in dem Dreigestirn, Evelyn aus Guatemala. Durch ein schicksalhaftes Zusammentreffen (im wahrsten Sinne des Wortes bei einem Autounfall) von Richard und Evely beginnt die Geschichte die sie zusammen führt, denn Richard und Lucia stehen der jungen Frau bei der Entsorgung einer Leiche zur Seite. Doch das ist nicht die einzige Handlung sondern man erfährt auch sehr viel über ihren Werdegang und wie die Politik der verschiedenen Heimatländer den Lebenslauf kompromisslos mitbestimmt. Eine she rungewöhnliche, sehr einfühlsam geschriebene Geschichte um das Schicksal dreier sehr unterschiedlicher Persönlichkeiten. Ein ganz wunderbares Buch welches ich sehr gerne emfehle.
Fesselnd in jeder Hinsicht
von Anonym - 26.08.2018
Das Buch ist ein spannender, unterhaltsamer und informativer Roman von großer Erzählkraft. Drei Menschen werden durch eine Leiche und einige Zufälle aneinander gefesselt, und diese Fessel wird im Laufe der Geschichte gelöst. Der Leser gleitet nach anfänglichem Paukenschlag in das Buch hinein und lernt die Hauptpersonen und ihr Leben nach und nach kennen. Mit Hilfe geschickt gesetzter Rückblenden wird Spannung erzeugt, die Figuren werden sehr lebensnah beschrieben. Frau Allende benutzt dazu unterschiedliche Erzählstile, alle aber sehr feinfühlig und sensibel. Sympathien der Autorin waren für mich klar erkennbar, trotzdem fühlte ich mich nie bevormundet. Es war einfach eine Freude, diese Buch zu lesen. Die Geschichte hat mich in jeder Hinsicht gefesselt.
4,5 Sterne für ein amüsant, bewegendes Roadmovie mit Tiefgang
von Elke Seifried - 25.08.2018
Was bringt die 62-jährige Lucia, die an der New York University Gastdozentin ist und ihren Kollegen und Vermieter, den 60-jährigen Professor Richard Bowmaster zusammen, wenn es die chilenische Totenerweckungssuppe nicht schafft? Ganz einfach ein Schneesturm, nicht so einfach ein Autounfall und wirklich problematisch die guatemaltekische Unfallgegnerin Evelyn, die eine fremde Leiche im Kofferraum spazieren fährt, obendrein noch illegal und ohne Papiere im Land lebt und jetzt bei Richard im Wohnzimmer steht. Die Autorin unterhält den Leser auf unterschiedlichen Zeitebenen. Im Jetzt wird man Zeuge davon, was sich die drei für eine Lösung ihres Problems einfallen lassen, darf mit der Leiche im Kofferraum ein wenig mit ihnen durch die Gegend fahren, auch die Pläne noch einmal umwerfen, und zudem erfährt man ganz zu Ende natürlich auch wie die Tote in den Kofferraum gelangt ist und wer hinter dem Mord steckt. Diese Art Roadmovie ist amüsant stellenweise richtig rührend, entbehrt auch durchaus nicht der Spannung und hat mir gut gefallen. Wobei die Lösung des "Kriminalfalls" hier deutlich im Hintergrund der Geschichte liegt, eher eine Rahmenhandlung für ausführliche, sorgfältige und gelungene Charakterdarstellungen bietet. Die Handlung im Jetzt wechselt sich stets mit unterschiedlichen Perspektiven der drei Protagonisten ab, die in Rückblenden von ihrem Leben erzählen. Wer erzählt ist stets mit dem Namen überschrieben, Verwirrungen sind hier also nicht möglich. Während Lucia in Chile nicht nur die Militärdiktatur miterlebt hat, dabei ihre Brüder verloren hat und fliehen musste, musste sich Evelyn ebenfalls auf die Flucht begeben, allerdings vor den Maras in Guatemala, die scheinbar wegen ihres älteren Bruders eine Rechnung mit der Familie offen haben. Hier erfährt man unheimlich viel über die Lebensbedingungen, die Missstände und Probleme in diesen Ländern, über die beschwerliche Flucht und natürlich auch warum die beiden zu dem geworden sind, was sie im Jetzt präsentieren. Das ist wirklich gut gemacht, hat mir auch grundsätzlich wirklich sehr gut gefallen, lerne ich doch beim Lesen gerne dazu. Allerdings hätte mir die eine oder andere Stelle etwas weniger ausführlich genügt, gerade wenn es um Politik, mit Namen die mir nichts gesagt haben, ging oder durch den Glauben etwas mystisch geworden ist. Auch sonst müssen die beiden Damen, genauso wie auch Richard, noch weitere Schicksalsschläge hinnehmen, die das Leben für sie parat hat, bei Vergewaltigung angefangen, über Ehen mit den Falschen, bis hin zu Erkrankungen und ganz viel Abschied nehmen müssen. "Jäh wurde ihm bewusst, wie klein und eingeschränkt sein Dasein inzwischen war, und da bekam er es mit der handfesten Angst zu tun, weil er so viele Jahre in sich selbst verkrochen vergeudet hatte, weil die Zeit so schnell verging, das Alter greifbar nah kam, der Tod." Auch die Botschaft, im Jetzt zu leben, immer das Beste aus dem Leben zu machen, egal wie viele Knüppel einem zwischen die Beine geworfen werden, wird hier toll deutlich, was mir gut gefallen hat. Richard muss das erkennen, Evelyn bekommt die Unterstützung dazu, Luisa lebt es und auch viele versteckte Botschaften der Art, "Bloß die Menschen, Sklaven ihres Egos, würden ewig um sich selbst kreisen, sich beobachten und aufpassen, auch wenn nirgends eine Gefahr drohte.", sind hier zu finden. Der flüssige Schreibstil der Autorin liest sich äußerst angenehm und so fliegen die Seiten geradezu. Spitze, pointierte und durchaus oft auch selbstironische Beschreibungen wie "Sie hatte Falten am Hals, trockene Haut und schlaffe Arme, ihre Knie machten ihr zu schaffen, und sie hatte mit ansehen müssen, wie ihre Taille verschwand, weil sie nicht die Selbstdisziplin aufbrachte sich in einem Sportstudio zu schinden.", sowie amüsante Dialoge wie "Vielleicht war es ein Unfall?" - "Du meinst sie ist mit dem Kopf voran in den Kofferraum geklettert, hat sich in den Teppich gewickelt, die Klappe ist zugefallen, sie ist erstickt, und keiner hat was gemerkt?" oder "Was hat der Chihuahua?" -"Nichts!" - "Er sieht aus wie tot." "So ist das wenn er schläft." "Was für ein hässliches Tier" - "Psst, er hört dich Richard!", machen das Lesen hier wirklich zum Vergnügen. Isabell Allende vermag den Leser auch emotional einzufangen, schräg, liebenswerte Charaktere, bewegende und schockierende Schicksale sind hier mit viel Gefühl dargestellt. Den schrulligen Richard habe ich am Anfang so richtig in mein Herz geschlossen. Alles muss bei ihm stets perfekt durchgeplant sein und darf nicht aus dem Raster fallen. So berechnet er sogar den Kalorienbedarf für Ausflüge um bestens gerüstet zu sein, nur für ein spontanes Leben scheint ihm jede Fähigkeit abhanden gekommen zu sein. Ich habe mich richtig mit ihm gefreut, wie er nach und nach auftaut, wobei ich mich dann aber mit seinen Enthüllungen doch schwer getan habe, ihm noch die gleiche Herzenswärme entgegen zu bringen. Vor Lucia ziehe ich wirklich meinen Hut. Sie strahlt so viel Lebensfreude aus und das obwohl, sie wirklich vom Leben die härtesten Prüfungen auferlegt bekommen hat. Durchaus selbstironisch, verbreitet sie mit ihrem Optimismus und ihrer direkten, aber herzenswarmen Art so richtig gute Laune, man muss sie einfach mögen. Evelyn, das zerbrechliche Kindermädchen, hätte ich beim Lesen am liebsten immer tröstend in den Arm genommen. Dies war mein erstes Buch von Isabell Allende, wird aber definitiv nicht mein letztes bleiben. Denn auch wenn es für fünf Sterne bei mir nicht ganz gereicht hat, hat mich die Autorin wirklich gelungen und auch informativ unterhalten. 4,5 Sterne und auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
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