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Dry

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Originaltitel: Dry. Empfohlen ab 14 Jahre. 2.…
Buch (kartoniert)
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Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In d … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Dry
Autor/en: Jarrod Shusterman

ISBN: 3737356386
EAN: 9783737356381
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Originaltitel: Dry.
Empfohlen ab 14 Jahre.
2. Auflage.
Übersetzt von Kristian Lutze, Pauline Kurbasik
FISCHER Sauerländer

22. Mai 2019 - kartoniert - 448 Seiten

Beschreibung

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen.
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet. In Deutschland liegen bisher seine Serien "Vollendet" und "Scythe" vor.

Die "Vollendet-Serie" umfasst folgende Bände:
Vollendet - Die Flucht
Vollendet - Der Aufstand
Vollendet - Die Rache
Vollendet - Die Wahrheit (erscheint voraussichtlich März 2019)

Die "Scythe"-Serie umfasst folgende Bände:
Scythe - Die Hüter des Todes
Scythe - Die Rache der Gerechten
Band 3 erscheint voraussichtlich im Herbst 2019

Portrait

Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, ist in den USA ein Superstar unter den Jugendbuchautoren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award.

Pressestimmen

Hervorragend gelingt es 'Dry' dagegen, mit sprachlichen Mitteln und einer spannungstechnisch wirksamen Zuspitzung der Bedrohungslage den Durst geradezu physisch spürbar zu machen [...] Manuela Kalbermatten Neue Zürcher Zeitung 20190508
Bewertungen unserer Kunden
Erschreckendes Szenario, spannend verpackt
von booklover2011 - 17.07.2019
Inhalt (dem Klappentext entnommen): Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben. Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen. Meinung: Der bildhafte und fesselnde Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist zum größten Teil aus der Ich-Perspektive von Alyssa geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Aber auch vier weitere Charaktere kommen zu Wort. Zudem gibt es in sogenannten Snapshots einen Einblick zu anderen Betroffenen der Dürre. Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufühlen und mitzufiebern. Bereits nach wenigen Seiten war ich völlig von der Geschichte gefangen und konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Die Autoren haben ein beängstigendes (und mögliches, reales) Zukunftsszenario entworfen, öfters hatte ich Gänsehaut während dem Lesen. Jedoch hätte ich mir an manchen Stellen mehr Spannung aber auch Gefühl (und Tiefe) gewünscht. Ein spannendes, aber auch erschreckendes Szenario haben die Autoren hier entworfen. Aufgrund der oben genannten Kritikpunkte gibt es wunderbare 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung für alle die realistische Dystopien lieben. Fazit: Ein erschreckendes Szenario, das die Autoren spannend verpackt haben. Ganz klare Empfehlung für Dystopie-Fans.
Wasser ist ein Luxus
von Nicole - 04.07.2019
Meine Meinung zum Jugendbuch: Dry Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Inhalt in meinen Worten: Stell dir vor, du hast immer Wasser. Wasserhahn aufdrehen, Wasser kommt aus der Leitung, doch was tust du, wenn das nicht der Fall ist, wenn du den Wasserhahn aufdrehst, aber es kommt einfach ein Wasser. Nirgends. Denn das Wasser wurde gesperrt. Es gibt einfach kein Wasser mehr. Denn das Wasser ist versiegt. Die ersten Spuren gab es schon zu sehen, schon lange, doch niemand nahm es wirklich ernst, doch das änderte sich auf einen Schlag. Um irgendwie noch an Wasser heran zu kommen, taten Menschen, was sie normalerweise nicht tun, und es bildeten sich Allianzen, die man vielleicht vorher niemals geschlossen hätte, aber nicht nur das, man greift zu Waffen und ist bereit sein eigenes Leben zu opfern, nur um einen Schluck Wasser zu erhalten. Ist man bereit das auf sich zu nehmen, oder wie geht man selbst mit einer solchen Situation um. Das erfahrt ihr von Alyssa und anderen. Lasst euch darauf ein, und ihr werdet schnell merken, wie kostbar das immerwährende doch ist, vor allem wenn es das nicht mehr in der Masse sondern nur noch in rarer Menge vorhanden ist. Wie ich das Gelesene empfand: Diese Geschichte hat mich nicht kalt gelassen, sie riss mich in Gedankengänge, die ich so vielleicht nicht gehabt hätte, hätte ich das Buch nicht gelesen. Das wertvollste ist nicht Geld und Reichtum, es ist Wasser, denn ohne Wasser gibt es keine Nahrung und kein Leben. Es gibt Momente da nimmt man das eher wahr, es gibt aber auch Momente, wo man einfach bedenkenlos und verschwenderisch mit Dingen umgeht. Was nicht immer klug ist. Charaktere: Fünf Jugendliche nehmen die Hauptrolle des Buches ein. Sei es Alyssa und ihr Bruder, ein wirklich verlogenes Bürschen, ein Mädchen das lieber rebellisch lebt als sich Regeln unterzuordnen und ein fast erwachsener Teenager, dessen Elten sich immer schon auf so einen Moment vorbereiteten und dafür sorgten, selbst wenn alles zu Ende geht, haben sie erst einmal noch alles, was sie zum Leben brauchen. Die Vorstellung auf einmal auf diese Vorräte angewiesen zu sein und doch festzustellen, das man sie selbst nicht nutzen kann, weil Leute verrückt spielen, das müssen die Jugendlichen lernen. Irgendwie wissen sie, dass das einzige was ihnen hilft, die Flucht nach vorne, bzw aus dem Wasserarmengegenden zu fliehen. Doch werden sie an den Ort ankommen, den sie aufsuchen wollen, um irgendwie ihr Leben zu behalten? Diese Frage fragt man sich, wenn man mit diesen fünf Teenagern unterwegs ist. Doch es ist faszinierend wie realistisch die Geschichte doch einem nahe kommt, einerseits durch die Jugendlichen die man auch real so treffen könnte, zum anderen, wenn man gerade in einem heißen Klima sich bewegt, und dort feststellt was als einziges hilft um zurecht zu kommen und man in einem Laden einkauft, so wie eben auch die Charaktere im Buch, und dort das Mineralwasser fast aus ist. Das hinterlässt einen sehr merkwürdigen und nachdenklichen Moment. Die Charaktere sind so unterschiedlich und doch so gleich. Alle wollen das eine - überleben und wieder leben - und doch kommen alle aus einem völlig anderen Lebensumfeld. Spannung: Die Spannung war für mich gerade am Anfang enorm hoch und ich staunte förmlich wie der Autor so ein brisantes Thema aufgriff. Denn so unrealistisch ist das Thema nicht, es ist so real wie die Haut um den Körper gespannt ist. Es gab leider auch ein paar Durststrecken oder auch Szenen die zu viel ausgebaut waren so das ich kurzzeitig hin und wieder die Spannung vermisste. Element der Geschichte: Letztlich geht es um das Wasser. Ohne Wasser kein Leben. Doch was tut man alles um an das Wasser und das Lebenselexier zu kommen? Ist man bereit jemanden zu töten um selbst zu überleben und wie kann aus einem Freund doch ein Monster werden, das nimmt hier wirklich Gestalt an und es zeigte auf, jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Empfehlung: Dieses Jugendbuch ist wieder ein Buch von einem absolut genialen Autor. Die Thematik ist so aktuell wie nie. Denn wahrscheinlich wird der nächste Krieg um Wasser gehen. Ohne Wasser funktioniert es nicht. Wer schon die anderen Bücher von Neal Shusterman gelesen hat, wird auch deutlich Seine Handschrift in diesem Buch erkennen. An sich toll, aber irgendwie hoffe ich, das er auch noch Bücher schreibt, die nicht in dieser typischen Art sind, sondern die mich auch noch mal komplett überraschen können. Vielleicht sogar mit einem härteren Ende, als es bisher der Fall war. Bewertung: Ich gebe Dry vier Sterne. Obwohl das Thema wirklich gut dargestellt wurde, gab es dieses Mal mehr Durststrecken in der Geschichte, als ich es von den anderen Geschichten gewöhnt bin, und irgendwie hätte ich mir noch mehr Boshaftigkeit am Ende gewünscht. Dennoch ist es eine Geschichte, die ich so schnell nicht vergessen werde, denn die Thematik ist so aktuell, wie selten sonst.
von Ein Hauch von Bücherwind - 03.07.2019
"Dry" konnte mich von Anfang bis Ende fesseln. Vor allem, weil es ein Thema anspricht, das durch den Klimawandel, den wir im Moment erleben, erschreckenderweise gar nicht mehr so unrealistisch ist. Die Veränderungen der Charaktere, die sich im Laufe des Wassermangels bemerkbar machen, und der Wechsel von Menschlichkeit zum puren Überlebenskampf wurden wirklich gut dargestellt. Die Geschichte wird aus den verschiedenen Perspektiven der Kinder erzählt, aber ab und zu gibt es kleinere Passagen aus der Sicht anderer Personen. Diese kreuzen dann später den Weg der Kinder und zeigen auf angsteinflößende Weise, wie eine Not den Menschen beeinflussen kann. Diese Schreibweise fand ich überaus gut durchdacht und spannend. Man merkt, dass die Autoren sich sehr mit dem menschlichen Körper und dessen Psyche befasst haben und es ist ihnen wirklich gelungen, sehr realistisch zu schreiben. Ich habe das Buch quasi verschlungen und währenddessen beschützend meine Wasserflasche umklammert. Ein atemberaubendes, überzeugendes Buch, das zum Nachdenken anregt.
Spannungsgeladene Studie zum Sozialverhalten der Menschen
von Cindy - 04.06.2019
Nachdem ich erst kürzlich mit Der Wal und das Ende der Welt ein ähnliches Weltuntergangs-Szenario gelesen habe, kommt mit Dry nun eine Dystopiegeschichte daher bei der Wasser nicht nur knapp ist sondern bald komplett fehlt. In ganz Kalifornien, dem sunshine state in dem es ja laut dem Song von Albert Hammond nie regnet. Eindrucksvoll beschreibt dieses Jugendbuch (das hoffentlich nicht nur von solchen gelesen wird) wie das Fehlen der Ressource Wasser die Menschen innerhalb kürzester Zeit an den Rand des Todes, vor allem aber an den Rand des Wahnsinns treibt. Das Buch ist genauso sehr Thriller wie eine Studie zum Sozialverhalten von Menschen in Krisensituationen. Und genau wie John Ironmonger in seinem eingangs erwähnten Roman kommen Vater + Sohn Shusterman zu dem Schluss, dass man als Gemeinschaft die besten Überlebenschancen hat. Selbst wenn das bedeutet, dass man sein weniges Wasser teilen muss. Obwohl die Mehrheit der Menschen das - durchaus zu Recht - anders sieht. »Entweder man öffnet die Türen weit oder man schließt sie ab«, sage ich wehmütig. »Die Menschen sind zu kompliziert, um auf irgendetwas dazwischen zu vertrauen.« Denn verzweifelte Menschen werden zu einen unkontrollierbaren Mob, der sich alles nimmt was ist, ohne Rücksicht auf andere. Ich habe wirklich mitgefiebert mit der kleinen Truppe von Teenagern, die sich durch die Tage des Tap-Outs kämpfen. Und immer wenn ich dachte, es gibt nun eine kleine Verschnaufpause oder zeitweilige Rettung für unsere Protagonisten, kam doch wieder alles anders. Das Autorenduo hat mich ständig mit neuen Wendungen überrascht, bis ganz zum Schluss. Genau so soll es auch sein! Ich hoffe, dass dieses Buch verfilmt wird, die Figuren, die Zeitebene von nur wenigen Tagen und die ganze Dramaturgie bietet sich dafür förmlich an. Vor allem aber ist die Botschaft der Geschichte immens wichtig, denn das hier geschilderte Szenario ist ganz und gar nicht abwägig wie es Alieninvasionen oder Krieg mit einer Terminator-Armee vielleicht sind! Ein wichtiger Tipp zum Schluss: bitte haltet beim Lesen immer ein großes Glas Wasser in eurer Nähe. Am besten eine ganze Flasche. 1,5 Liter. Mindestens!
Wasserzombies
von Gavroche - 02.06.2019
Mit diesem Buch haben Jarrod und Nel Shustman den Geist der Zeit getroffen und ein erschreckend realistisch, gar nicht so fernes Zukunftsszenario entworfen. Was passiert, wenn auf einmal kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kommt? Obwohl es natürlich jede Menge Zeichen gab und so etwas gar nicht mal so unrealistisch erschien, ist kaum jemand darauf vorbereitet, dass es so plötzlich kam. Zumindest nicht Alyssa und ihre Familie. Der Run auf die Supermärkte und Wasservorräte ist unglaublich, doch nicht nur das. Denn ohne Wasser funktionieren auch Toiletten nicht mehr, bald bricht auch das Stromnetz zusammen. Und auch sogenannte Prepper -Familien, die sich auf den Ernstfall vorbereitet haben wie die von Kelton, die neben Alyssa wohnen, können sich der Katastrophe nicht gänzlich entziehen. Dieses Buch ist eine Warnung und beim Lesen hatte ich vermehrt Durst und habe mir Gedanken gemacht, was wäre wenn. Aber es ist nicht nur ein Buch, das mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Probleme hinweist, sondern auch eine gut geschriebene Geschichte erzählt aus wechselnden Haupt-Perspektiven und immer wieder eingestreuten Snapshots um die Situation aus der Sicht weiterer Menschen zu erzählen, die meist an anderer Stelle im Buch wieder auftauchen oder schon vorher genannt wurden. Wasserzombies sind übrigens die Menschen, die dehydriert sind und auf der Suche nach Trinkbaren durch die Straßen streifen.
Ich liebe ihn einfach
von Buchkenner - 01.06.2019
Seit Scythe spielt Neal Shusterman für mich in der obersten Liga, wenn es um Dystopien geht und ich kann ihn nur immer wieder empfehlen. Auch Dry hat mich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil denn das Szenario ist noch deutlich realistischer als das seiner anderen Werke. Das Buch spielt in Kalifornien, wo die Bewohner eines Tages ein lebensechtes Horrorszenario erwartet - das Wasser versiegt. Aus den Hähnen kommt nichts mehr, die Flüsse führen kein Wasser und selbst die letzten Pools sind schon lange staubtrocken. Während sich manch ein Prepper auf eine solche Katastrophe vorbereitet hat, stehen die meisten Menschen unvorbereitet da. Unter ihnen die Jugendliche Alyssa, deren Geschichte wir mitverfolgen. Wir erleben den Kampf im Supermarkt um die letzten Flaschen und den schleichenden Untergang der Zivilisation, denn wenn ein Schluck über Leben und Tod entscheidet, ist sich jeder selbst der Nächste. Meinung: Neal Shusterman hat sich bei diesem Werk Unterstützung von seinem Sohn Jarrod geholt, die ich auf den ersten Blick kaum wahrgenommen habe. Es liest sich genauso gut wie seine anderen Werke und weicht stilistisch kaum ab. Als Besonderheit angetan haben es mir dieses Mal die "Snapshots" (kurze Nachrichtenberichte über die Dürre und die derzeitige Lage in verschiedenen Bezirken Kaliforniens) die einen umfassenden Blick auf das Szenario und die Lage der Menschen gewährt haben. So konnte man wunderbar den Protagonisten folgen, ohne auf deren Perspektive beschränkt zu sein. Allgemein haben mir die wechselnden Erzähler gefallen, die den Leser näher an die einzelnen Figuren heranbringen. Für mich sorgen diese Wechsel für mehr Nachvollziehbarkeit der individuellen Handlungen. Die Charaktere waren stimmig, aber nicht außergewöhnlich, sodass ich hier gar nicht groß auf sie eingehen möchte. Für mich sind sie nur Vermittler des wirklich spannenden Szenarios, das ja leider in Kalifornien und anderen Teilen der Welt nicht so unwahrscheinlich ist. Gerade deshalb finde ich es schön, das Shusterman mit seinem Buch auf diesen Umstand hinweist. Fazit: Hätte er es am Ende nicht etwas übertrieben mit der schönen heilen Welt, hätte auch dieses Buch von mir die volle Punktzahl erhalten. So muss ich ein halbes Pünktchen abziehen und spreche auf jeden Fall eine Leseempfehlung aus.
Ergreifende und Erschreckende Geschichte
von Cori - 26.05.2019
Das Cover finde ich super cool. Hat mich sofort angesprochen und ich finde es auch sehr passend. Der Schreibstil ist super spannend und flüssig, ich bin durch die Seiten geflogen. Konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die dramatische Szenerie war richtig lebendig beschrieben. Ich war direkt in der Geschichte und dem Drama gefangen und habe mitgelitten und gefiebert. Den Perspektivenwechsel finde ich sehr toll, so hat man noch mehr von der Welt und dem Drama mitbekommen. Dadurch blieb es weiterhin spannend. Man konnte Einblicke in die Leben der anderen Mitbetroffenen erleben. Das Ausmaß einer solche Katastrophe war sehr realistisch dargestellt. Die Charaktere waren alle sehr interessant und wirklich gut beschrieben, auch wie unterschiedlich die Menschen reagieren und was sie denken und wie sie den Tap Out erleben. Die Charaktere verändern sich ungemein in kürzester Zeit, da der Tap Out ihnen viel abverlangt und sie viel schreckliches miterleben. Alyssa ist eine tapfere, starke und schlaue junge Frau, ihre Familie ist ihr unglaublich wichtig. Kelton war einst der creepy Nerd von nebenan, der sich während dem Tap Out als wahre Hilfe und Held erweist. Ich finde die Charaktere toll und die Dynamik in der Gruppe war unglaublich gut beschrieben. Der Tap Out war zum greifen nah. Das Ende war wirklich packend. Das Buch war sehr ergreifend und es hat meine Wahrnehmung auf Wasser und Güter, die wir für selbstverständlich halten, verändert. Danke an NetGalleyDE für das Rezensionsexemplar.
eine sehr authentische Geschichte
von mymagicalbookwonderland - 24.05.2019
Rezension Buchname: Dry Autor: Neal & Jarrod Shusterman Seiten: 448 (Print) Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1. (22. Mai 2019) Sterne: 4,5 Cover: Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen Buchstaben im mittleren Bereich. Man sieht ein brennendes Streichholz. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend. Klappentext: (aus Amazon übernommen) Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben. Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen. Schreibstil: Der Schreibstil der Autoren ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich. Das Buch wurde aus mehreren Sichten geschrieben. Charaktere: Die Hauptprotagonistin ist Alyssa Der Hauptprotagonist ist Kelton Ich fande alle Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Desweitern gibt es noch Garrett (der Bruder von Alyssa), Jacqui und Henry und noch ein paar andere Charaktere. . Meiner Meinung nach sind alle Charaktere sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen. Meinung: !!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!! Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Ich fande es auch gut, dass man es aus verschiedenen Perspektiven lesen konnte, da die Charaktere doch sehr unterschiedlich und interessant waren. Was ich echt gelungen fand war, dass man das Buch quasi von Tag zu Tag lesen konnte und da hat man erfahren, wie sich die verschiedenen Charaktere entwickelt haben. Das war total interessant zu lesen. Ich fande das Buch so interessant und war auch total gefesselt von dem Buch, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es war unglaublich spannend zu lesen, wie sich die unterschiedlichsten Menschen verhalten, wenn sich eine Katastrophe ausbreitet. Es gab eine Familie, die sich schon länger auf den Weltuntergang vorbereitet haben, dann gab es eine ganz normale Familie, eine Ausreißerin, und einen Charakter, der sich selbst versucht hat zu retten. Ich fande es doch ziemlich erschreckend, wie sich manche Menschen bei einer Katastrophe verhalten haben... Aber letztendlich weiß man auch nicht, wie wir reagieren würde, wenn wir auf einmal kein Wasser hätten oder was wir alles dafür tun würden um wieder ein Schluck Wasser zu trinken. Ich fande es mega interessant und spannend. Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung und gute 4,5 Sterne.
Das Ende der Zivilisation
von BücherwurmNZ - 24.05.2019
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Wasser kommt aus dem Hahn. Darüber denkt man nicht nach, bis eines Tages keines mehr kommt. Es beginnt der Kampf ums Überleben. Die Helfer sind überfordert, die Menschen auf sich allein gestellt. Im Kampf um Leben und Tod ist sich jeder selbst der nächste und die Zivilisation bricht zusammen. So geht es auch Alyssa und ihrer Familie. Zunächst haben sie einen kleinen Vorrat, dann hoffen sie auf Hilfe von außen. Doch schnell wird klar, dass sie auf sich selbst gestellt sind. Familien wie die von Alyssas Schulkamerad Kelton, die für den Weltuntergang vorgesorgt haben, ergeht es besser. Doch andere Kämpfen für das kostbare Gut Wasser und werden zur Bedrohung, denn ohne bedeutet es den sicheren Tod. Die Charaktere in diesem Buch sind etwas verschieden, aber nicht tiefgründig dargestellt. Jeder reagiert anders auf die Extremsituation, doch Hintergründe zu ihren Handlungen werden nicht geliefert. Alyssa ist mir überhaupt nicht sympathisch. Zunächst hat man den Eindruck, dass sie schlau ist. Und ich hoffte schon, dass es kein naives Mädchen ist, wie es in vielen anderen Jugendbüchern der Fall ist. Doch diese Seite zeigt sich kurz nach dem Ausbleiben des Wassers bei ihr. Sie denkt nicht nach, bevor sie handelt. Auch nicht, als sie merkt, dass dies zu ihrem Nachteil ist. Die Jugendlichen, die man begleitet, sind zum Glück nicht alle so. Es gibt auch welche, die die Situation klarer sehen, überlegt handeln und das Verhalten anderer Menschen in ihrem Tun berücksichtigen. Der Überlebenskampf der Menschen, ihre Verzweiflung und das Ausnutzen anderer in dieser schweren Lage sind gut dargestellt. Man kann sich vorstellen, dass in so einer Situation die Gesellschaft und das zivilisierte Verhalten schnell zusammenbrechen. Erschreckendes und realistisches Bild, das von der Welt gezeichnet wird. Allerdings kamen mir Erklärungen über die Ursache der Wassernot zu kurz. Das Ende finde ich nicht gelungen. Es ist nicht schlüssig, unglaubwürdig und zu glatt. Fazit: Dieses Buch zeigt, wie schnell die Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn die Existenz von Menschen bedroht ist. Deren unterschiedliche Verhaltensweisen sind sehr gut dargestellt.
Erschreckend realitätsnahes Zukunftsszenario
von Selection Books - 23.05.2019
"Dry ist ein Einzelband und stammt aus der Feder von Neal Shusterman und Jarrod Shusterman. Da Neal Shusterman mich bereits mit seinen Reihen Vollendet und Scythe überzeugen konnte, musste ich sein neues Werk unbedingt lesen, das in Zusammenarbeit mit seinem Sohn entstanden ist. Das Leben von Alyssa und ihrer Familie ändert sich von einem Tag auf den anderen dramatisch, als die Wasserzufuhr in Kalifornien unterbrochen wird. Innerhalb kürzester Zeit geschieht das Unvermeidbare: Jeder Tropfen Wasser zählt, Lebensmittelläden werden geplündert und es herrscht das Recht des Stärkeren. Gewalt gehört zur Tagesordnung, denn obwohl es noch nicht alle realisiert haben, der Kampf um das Überleben hat längst begonnen. Auch Alyssas Familie war nicht auf diese Katastrophe vorbereitet und steht plötzlich vor einem tiefen Abgrund voller Gefahren. Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils sehr leicht gefallen. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man einen guten Einblick in die Charaktere bekommt. Neben der eigentlichen Geschichte finden sich immer wieder kurze Snapshots , die Einblick in verschiedene Ereignisse geben, die sich während der Wasserknappheit in verschiedenen Gebieten des Landes abspielen. Durch die Snapshots, die teilweise wie kurze Newsmeldungen wirken, wird die Geschichte noch ein Stück authentischer. Neal und Jarrod Shusterman ziehen den Leser Stück für Stück tiefer in eine Welt, die schon nach kurzer Zeit am Abgrund steht. Das Besondere an diesem Buch ist die absolute Realitätsnähe. Das schreckliche Zukunftszenario wird sehr überzeugend und authentisch dargestellt. Der Fokus liegt auf der Veränderung der Gesellschaft und der Menschen im Angesicht einer Katastrophe. Wie weit würde man gehen, um zu überleben? Was passiert mit einem Menschen, der langsam verdurstet? Bricht die Zivilisation komplett zusammen oder gibt es noch Hoffnung? Für mich ist dieses Buch vergleichbar mit einer Reportage. Man bekommt einen guten Rundumblick, ist entsetzt vom Geschehen, doch Einzelschicksale bleiben eher außen vor. Es zählt mehr das große Ganze. Aus diesem Grund konnte ich wenig mit den einzelnen Charakteren mitfühlen. Die Geschichte ist düster und beim Lesen macht sich Beklemmung breit. Man muss über dieses Buch einfach nachdenken. Nur die Nähe zu den Charakteren fehlte mir leider komplett. Abgesehen von diesem kleinen Kritikpunkt verspricht Dry jede Menge Spannung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es an einem Tag durchgelesen. Mit Dry haben Neal und Jarrod Shusterman ein erschreckend realitätsnahes Zukunftsszenario geschaffen. Einmal angefangen, kann man sich der Geschichte kaum noch entziehen. Wer noch an das Gute geglaubt hat, wird spätestens nach dem Lesen von Dry darüber erschüttert sein, wie schnell eine funktionierende Zivilisation zusammenbrechen kann. Von mir gibt es für diese düstere Dystopie gute vier Sterne.
Beklemmend und realistisch
von leseratte1310 - 22.05.2019
Es ist ein heißer und trockener Sommer. Natürlich war vor Wassermangel gewarnt worden, aber man hat es beiseitegeschoben - es wird schon nichts passieren. Doch dann ist es plötzlich soweit. In Kalifornien kommt kein Wasser mehr aus der Leitung. Es wird Geduld gefordert, doch es geht schnell ums Überleben, denn auch die Geschäfte können kein Wasser mehr liefern. Erst gibt es Unruhen und dann beginnt ein rücksichtsloser Kampf. Mitgefühl gibt es nicht mehr. Ich bin eigentlich kein Leser von Dystopien und das Buch war mein erster "Shusterman". Der Schreibstil gefällt mir, das Szenario natürlich eher weniger. Aber wenn man sich anschaut, wie die Natur sich gegen unser rücksichtsloses Verhalten wehrt, dann ist dieses Szenario gar nicht abwegig, sondern ziemlich realistisch. Die Charaktere sind auch authentisch und facettenreich dargestellt. Da gibt es Menschen, dich sich auf Katastrophen vorbereitet haben und nicht bereit sind, ihre Vorräte zu teilen. Aber es gibt auch die, die aus der Not ein Geschäftsmodell machen und die, die sich einfach nehmen, was sie brauchen. Zum Glück ist aber nicht jeder so egoistisch und rücksichtslos. Aber die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke, wenn es ums nackte Überleben geht. Die offiziellen Seiten bekleckern sich auch nicht gerade mit Ruhm, ihr Verhalten erschwert die Lage nur. Ich habe aber Alyssas Eltern nicht begriffen, die losfahren, um irgendwo vielleicht doch an Wasser zu kommen (wie viele, viele anderen auch) und ihre Kinder zurücklassen. Alyssa und andere Jugendliche machen sich auf die Suche nach Wasser. Da gab es dann ein wenig Drama, damit das ganze spannender wurde, doch darauf hätte ich verzichten können, denn die Umstände waren schon dramatisch genug. Dieses Buch richtet sich hauptsächlich an Jugendliche und das Ende war dann zwar passend, hat mich aber nicht so überzeugt. Kann man nach dem Erlebten weitermachen wie bisher? Auch wenn die Geschichte an einigen Stellen nicht so schlüssig ist, hat sie mir trotzdem gefallen, denn wir werden daran erinnert, dass unsere Umwelt Schutz braucht und wir mit unseren Ressourcen vernünftig umgehen sollen.
Großes Kino - aufregende Unterhaltung!
von Merlins Bücherkiste - 22.05.2019
Für die junge Alyssa gab es noch nie Beschränkungen. Obwohl sie natürlich weiß, dass Wasser Mangelware ist, gerade in diesem Sommer, der unglaublich heiß zu sein scheint. Doch dann geschieht das Unfassbare, denn auf einmal kommt kein Wasser mehr aus den Leitungen. Tap-Out nennen es die Medien und Alyssa muss plötzlich zusammen mit ihrer Familie ums nackte Überleben kämpfen. Denn jede Minute, jede Stunde und jeder Tag, der vergeht, bringen nur noch mehr Verzweiflung, Ängste und Nöte. Wie wird sich das Leben aller Menschen verändern? Und gibt es doch noch Hoffnung? Die beiden Autoren Neal und Jarrod Shusterman bringen mit ihrem neusten Roman "Dry" die schlimmsten Befürchtungen der Menschheit zu tage. In diesem Werk lassen sie das Leben von Alyssa und ihren Freunden aus den Fugen geraten. Wie bereits eingangs erwähnt, dreht sich hier alles um Alyssa und den Tap-Out, den Moment, wenn das Wasser versiegt. Doch nicht nur Alyssa gehört zu den wichtigen Persönlichkeiten, ein paar weitere Charaktere reihen sich ein und lassen so die Handlung noch dramatischer und lebendiger erscheinen. Alyssa ist gerade sechzehn Jahre alt und lebt ein bisher vollkommen sorgenfreies Leben. Noch zwei Wochen bis zu den Sommerferien und sie ist bester Laune. Doch dann geschieht das Unfassbare und alles verändert sich. Dabei zeigt sie Führungsqualitäten und wächst Stück für Stück über sich hinaus. Sie muss Entscheidungen treffen, die sie für immer prägen werden. Alyssa ist ein unglaublich sympathischer und natürlicher Mensch, weshalb der Leser schnell einen wunderbaren Bezug zu ihr aufbauen kann. Alyssas kleiner Bruder Garret ist von seiner Schwester mehr oder weniger abhängig. Sie kümmert sich um ihn und beschützt ihn. Er wirkt manchmal sehr naiv. Viele spätere Aktionen hätten durch ein durchdachteres Verhalten seinerseits verhindert werden können. Doch dann wäre die Spannung niemals so groß geworden. Alyssas Nachbar Kelton nimmt eine weitere wichtige Rolle in der Erzählung ein. Er ist in Alyssas Jahrgang und seit Jahren heimlich in sie verliebt. Als der Tap-Out über sie hinein bricht ist er bereit, ihr zu helfen, obwohl sie ihn anfangs überhaupt nicht mag. Dabei ist Kelton besser auf die Situation vorbereitet als alle anderen. Sein Vater arbeitet seit Jahren auf ein solches Szenario hin und hat die Familie bestens darauf vorbereitet. Doch auch das birgt Gefahren. Während der dramatischen und aufregenden Handlung treffen Alyssa, Kelton und Garret noch auf ein paar weitere, teilweise skurrile, Persönlichkeiten. Auch diese tragen zu der Entwicklung bei und präsentieren ihre Eigenschaften durch eine bildliche und authentische Erzählweise. Das Autorenduo hat mit dem Tap-Out natürlich eine Angst einflößende Situation erschaffen, die auch ohne die großartigen Figuren gewirkt hätte. Doch mit den Hauptakteuren und der mitreißenden Entwicklung lässt sich die Handlung kaum in Worte fassen. Ein Spannungsmoment jagt den nächsten und der Leser muss einfach am Ball bleiben. Mit genau den richtigen Worten wird hier eine hochdramatische Handlung präsentiert, die gar nicht so abwegig erscheint. Außerdem regt es zum Nachdenken an. Wie würde jeder selbst in einer solchen Lage reagieren? Großes Kino - aufregende Unterhaltung! Mein persönliches Fazit: Mega! Ganz ehrlich. Mich hat das Buch absolut begeistert. Nicht nur, dass die Handlung und die Charaktere fantastisch passen und die Erzählung mitreißend und aufwühlend ist, auch die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von einer solchen Situation machen zu können, ist erschütternd. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was ich an Alyssas Stelle getan hätte. Womit hätte ich mich und meinen kleinen Bruder versucht zu retten? Es bietet so viele Ansätze und Unterhaltungspotenzial, so dass ich noch lange über die Ideen der Autoren nachdenken werde. Hinzu kommt der flüssige und ergreifende Erzählstil, der mich von Beginn an überzeugt hat. Deshalb kann ich einfach nur eine große Leseempfehlung aussprechen und das Buch vielen Lesern nur wärmstens ans Herz legen. Aber Achtung - die Geschichte lässt euch so schnell nicht mehr los!
Tolles Buch
von Sonjalein1985 - 22.05.2019
Inhalt: Als in Kalifornien plötzlich die Wasserleitungen trocken bleiben, sind die Menschen geschockt. Trotz den vermehrten Aufforderungen Wasser zu sparen, hat mit so etwas niemand gerechnet. Als die eigenen Trinkvorräte immer mehr zur Neige gehen, beginnt der Kampf ums nackte Überleben. Und die 16-jährige Alyssa und ihre Familie sind mittendrin. Meinung: "Dry" von Neal und Jarrod Shusterman ist ein sehr spannendes und gleichzeitig schockierendes Buch, das eine post-apokalyptische Stimmung verbreitet und den Überlebenskampf der Menschen gut einfängt. Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Alyssa, ein ganz normales Mädchen, das mit ihrer Familie in einer ruhigen Nachbarschaft wohnt. Alyssa ist gewissenhaft, freundlich und sportbegeistert. Sie ist sehr sympathisch und versucht sich auch in Notsituationen noch menschlich zu verhalten. Ihr kleiner Bruder Garret ist 10 Jahre alt, klug und aufgeweckt. Für sein Alter ist er unglaublich reif und ihm fallen Sachen auf, die sonst niemand bemerkt. Nachbarsjunge Kelton ist schon ewig in Alyssa verliebt, jedoch zu schüchtern um sie anzusprechen. Sein Vater hat sich bereits seit Jahren auf ein mögliches Weltuntergangsszenario vorbereitet und so kann Kelton sich sehr gut verteidigen und musste viele Sachen lernen. Jedoch gilt die ganze Familie als seltsam und Kelton als Außenseiter. Jacqui ist eine Überlebenskünstlerin und Einzelgängerin. Sie besetzt bevorzugt luxuriöse Häuser und nutzt alles zu ihrem eigenen Vorteil. Im Laufe des Buches wird sie aber immer menschlicher, während andere genau die entgegengesetzte Richtung einschlagen. Und dann wäre da noch Henry. Er ist gutaussehend und schlau. Allerdings denkt er nur an sich selbst und versucht Menschen zu manipulieren, um zu bekommen, was er will und um besser dazustehen. Jedoch merkt man schnell, dass ihm Alyssa nicht egal ist. Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu und umso gefährlicher die Situation wird, umso mehr verändern sich die Charaktere aller Menschen in dem Buch. Dies ist sehr realistisch dargestellt und oft erschreckend. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Szenario gar nicht so weit hergeholt ist, wie in anderen Endzeitszenarien, und dass es eventuell sogar Realität werden könnte. Gerade deshalb finde ich "Dry" so lesenswert. Es bringt einen zum Nachdenken und es zeigt, wie wenig lebensfähig der Mensch ohne Wasser wäre. Wasser, das man hierzulande als selbstverständlich ansieht, bis es das eben nicht mehr ist. Dieses Buch hat mich auf ganzer Linie begeistert und bekommt seine wohlverdienten 5 Sterne. Fazit: Tolles Buch, das mich begeistert hat. Sehr zu empfehlen.
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
von Avirem - 22.05.2019
Kurzbeschreibung  Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Niemand glaubte, dass es soweit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.  Meinung Dry ist eine dystopische Geschichte von Neal und Jarrod Shusterman. Das Buch ist am 22. Mai 2019 im FISCHER Sauerländer Verlag erschienen, umfasst 448 Seiten, ist als ebook oder als Broschur erhältlich und ab 14 Jahren empfohlen. Sowohl die Vollendet als auch die Scythe Serie von Neal Shusterman habe ich begonnen. Beide Reihen behandeln interessant erdachte als auch beunruhigende Themen. Die Thematik die der Autor in seinem neuesten Werk gemeinsam mit seinem Sohn angepackt hat, verspricht ebenso beängstigende und spannungsgeladene Leseunterhaltung. Die Worte Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen haben mich sehr neugierig gemacht. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, steigender Konsum... Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Gebieten, in denen es mindestens in einem Monat pro Jahr zu wenig Wasser gibt. Die Autoren haben also eine durchaus aktuelle Problematik gewählt und ein unheilvolles Zukunftsszenario erschaffen. Hier treten die Prioritäten der Menschen in den Vordergrund, ihre Umkehrung wenn es um den Überlebenskampf geht. Wie weit Menschen gehen um essentielle Grundbedürfnisse zu sichern wenn es zum Zusammenbruch der Gesellschaft kommt.  Alyssa Morrow ist 16 Jahre alt, geht zur Highschool und lebt mit ihrem kleinen Bruder Garrett in einer gut funktionierenden Familie. Sie hat die Alltagssorgen eines Teenagers, blickt aber zuversichtlich in die Zukunft. Sie besitzt Gerechtigkeitssinn, Mut und gesundes Erkenntnisvermögen. Alyssa ist vertrauenserweckend, einnehmend und sympathisch. Kelton McCracken ist Alyssas Nachbar und geht mit ihr zur Schule. Sie findet ihn seltsam. Viele halten ihn und seine Eltern für Spinner. Schon seit Jahren bereitet sich die Familie McCracken auf einen möglichen Zusammenbruch der Gesellschaft vor. In dieser Zeit hat sich Kelton viel Wissen und Praxis angeeignet, doch es machte ihn zu einem einsamen Einzelgänger. Jacqui Costa ist von zu Hause abgehauen und schlägt sich seit mehreren Jahren ohne festen Wohnsitz durch. Die Neunzehnjährige lebt am Rande der Gesellschaft. Jacqui will Unschuldigen meist keinen Schade zufügen, nimmt aber von denen die es sich leisten können. Sie liebt und braucht den Nervenkitzel, wirkt ein wenig verrückt, ist frech und berechnend. Henry Roycroft schlägt Profit aus der Wasserkrise. Seit das lebensnotwendige Gut so knapp ist, floriert sein Hydrationsgeschäft. Als Sohn reicher Eltern denkt er nur an sich und ist auf seinen Vorteil bedacht. Henry ist von sich selbst überzeugt. Er ist ein guter Beobachter. Er entwickelt Strategien und wartet auf den richtigen Zeitpunkt um sie umzusetzen. Garrett Morrow ist der kleine Bruder von Alyssa. Mit seinen 10 Jahren ist er das Nesthäkchen der Familie und wird von allen umsorgt. Er ist ein pfiffiger Junge. Was sich lange angebahnt hat, wird zur Gewissheit. Die Wasserkrise hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Tap - Out. Die Ressourcen werden an Einrichtungen der kritischen Infrastruktur umgeleitet. Die Wasserhähne der gemeinen Bevölkerung bleiben trocken. Die Supermärkte erleben einen riesigen Ansturm, doch bald gibt es nirgends mehr Wasser zu kaufen. Angst. Panik. Unruhen. Der Kampf ums Überleben beginnt. Es herrscht eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre. Nach und nach spitzt sich die Lage zu, sowie sich auch das Verhalten der Menschen verändert. Die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke. Man erhält das Gefühl in einem Blockbuster mit Endzeitcharakter gefangen zu sein. Ich finde das Autorenduo hat diese Weltuntergangsstimmung gut eingebracht. Ein solches Szenario ist meiner Meinung nach weder unrealistisch noch realitätsfern. Das macht es um so erschreckender. Die Autoren haben sehr unterschiedliche Protagonisten ins Rennen geschickt. Eigentlich las ich alle Perspektiven gerne, doch bei manchen brauchte ich eine Weile um mich einzufinden. Wenn es ums Überleben geht, tun Menschen sehr unschöne Dinge. Das ist hier nicht anders, obwohl es jugendlich bleibt. Das Ende lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits für ein Jugendbuch passend, andererseits fehlte mir doch etwas. Erzählt wird aus der Sicht fünf verschiedener Protagonisten. Der Leser erhält so Einblick auf das Geschehen von charakterlich sehr unterschiedlichen Personen. Mit dem Schreibstil der Autoren kam ich gut zurecht. Leicht überspitzt, drakonisch, klar und flüssig wird die Geschichte dargeboten. Die Sprache fand ich zur Erzählung passend und das Tempo angenehm. Das Buch ist in sechs Teile aufgesplittet. In jedem Teil kommen abwechselnd die verschiedenen Protagonisten zu Wort. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Snapshots. Dort erfährt der Bücherliebhaber von Situationen, die sich meist fernab der eigentlichen Handlung abspielen. Fazit: Dry ist ein Jugendbuch von Neal und Jarrod Shusterman. Ein beklemmendes und erschreckendes Zukunftsszenario, gleich einem Blockbuster mit Endzeitcharakter in jugendbuchgerechter Form. Einzig mit dem Ende war ich nicht ganz zufrieden. Von mir gibt es gute **** Sterne. Zitat Der Wasserhahn in der Küche gibt sehr bizarre Geräusche von sich. Er keucht und hustet, als hätte er einen Asthmaanfall. Er gurgelt wie ein Ertrinkender, spuckt einmal und verstummt dann ganz.
Erschreckendes Szenario
von Claudias Bücherhöhle - 22.05.2019
Zum Buch Endlich wieder etwas Neues von einem meiner Lieblingsautoren Neal Shusterman. Dieses Mal in Kombination mit seinem Sohn - ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Thema hörte sich vorweg spannend und erschreckend an. Ob es mich genauso begeistern konnte, wie die bisherigen Werke des Autors - hier werdet ihr es erfahren. Die Story ist in dem typischen Shusterman-Stil geschrieben: erste Person, mehrere Perspektiven und eingeschobene Kapitel. Hier in der Form von Snapshots. Zunächst gibt es nur zwei Perspektiven, die von Alyssa und Kelton. Mit der Zeit kommen noch weitere hinzu, insgesamt sind es fünf verschiedene. Die Story spielt an nur sechs Tagen. Sechs Tage, die genau zeigen, wie Menschen reagieren, wenn der Ernstfall eintritt. Sechs Tage, die einen teilweise erschrocken weiterlesen lassen, weil man nicht begreifen kann, wie schnell sich das Leben verändern kann. Der Leser wird schon mit dem ersten Satz des Buches in die Situation geworfen, als die Wasserhähne kein Wasser mehr hergeben. Angekündigt hatte sich dieses Szenario wohl schon länger - genaueres dazu habe ich leider nicht herausfinden können. Die Katastrophe bahnte sich langsam an und die Menschen schenkten den Warnhinweisen keinerlei Beachtung. Bis sie vor vollendeten Tatsachen standen - und da ging es los... Jeder sieht natürlich nur noch sich und würde über Leichen gehen, um sich selbst zu retten. Der Run auf Wasser und andere Getränke wird zum schlimmsten Albtraum. Die Menschen reagieren ängstlich, panisch und verzweifelt. Sie werden vom Neid und dem tierischen Instinkt in sich getrieben - es spielen sich erschreckende Szenen ab. Was mich auch sehr erschreckte, war die Tatsache, dass die Lebensmittel-Läden innerhalb kürzester Zeit ausgeräumt waren. Wir müssen uns keine Sorgen wegen Dinosauriern machen... sondern wegen Menschen. Seite 303 Neal und Jarrod Shusterman haben mir eine Geschichte präsentiert, die mich erschrocken und nachdenklich zurücklässt. So lange wir alles Wichtige haben, der Alltag reibungslos funktioniert, macht man sich keine Gedanken über das Was wäre, wenn... Kommt es wirklich einmal so weit, sind wir aufgeschmissen und die meisten von uns nicht im mindesten vorbereitet. Ich habe es schon erlebt, dass es wochenlang keine Milch in den Läden zu kaufen gab vor einigen Jahren. Oder als EHEC damals auftauchte und keiner wusste, woran es lag. Solche Situationen machen einen schon ganz irre - wie soll man dann gerade ohne Wasser klarkommen? Ich denke, es ist einem gar nicht bewusst, wofür man alles Wasser benutzt und tatsächlich braucht. Es ist da und man verwendet es - Punkt. Vater und Sohn haben ein erschreckendes Szenario nach dem nächsten entworfen und ich kann leider nicht sagen, dass diese völlig aus der Luft gegriffen wären, würde es zum Ernstfall kommen. Ebenso die zeitverzögerte Reaktion der Menschen. Vielleicht ist es auch die Hoffnung in einem, die den Gedanken an den Worst Case nicht zulassen möchte. In dieser Geschichte treffen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander, die aber gerne noch etwas mehr Tiefe vertragen hätten. Das ganze Warum und Wieso ist mir nicht richtig klar geworden, das Ende fand ich zu weichgespült. Die typischen Endzeitszenarien wurden gut dargestellt und die Geschichte ließ sich flüssig lesen - was für ein Wortspiel ;) Trotz aller Schreckensmomente habe ich das für mich typische Shusterman-Flair vermisst. Es hat mir einfach etwas gefehlt, auch wenn dies wahrscheinlich Meckern auf hohem Niveau ist. Hätte der Name nicht draufgestanden, hätte dieses Buch einfach jeder schreiben können. Das macht es nicht schlecht, ganz bestimmt nicht, aber leider auch nicht besonders. Ich kann euch dieses Buch trotzdem empfehlen - es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. "Menschen können Monster sein. Egal, ob wegen ihrer Handlungen oder wegen ihres wahren Wesens, das tut nichts zur Sache. Das Ergebnis ist dasselbe. Seite 331
Eine Welt ohne Wasser
von S. L. - 22.05.2019
Südkalifornien. Die Welt ist so ziemlich in Ordnung für Alyssa, ihre Eltern und ihren Bruder Garrett. Bis - ja, bis aus dem Wasserhahn kein Tropfen mehr kommt. Bis im Supermarkt nichts Trinkbares mehr zu bekommen ist. Aber die Regierung hat ein Krisenmanagement eingerichtet, die Eltern brechen zu einer Meerwasserentsalzungsanlage auf, um Wasser zu besorgen. Inzwischen hilft der freakige Nachbarsjunge Kelton, die Situation zu meistern. Sein Vater hat für genau so ein Szenario Überlebensmaßnahmen getroffen. Die Nachbarn sind mehr als neidisch... Alyssa und Garrett ziehen los, um ihre Eltern zu suchen. Kelton kommt mit. Aussteigerin Jaqui rettet sie aus einer gefährlichen Situation und ist ab jetzt mit von der Partie. Genauso wie später Henry. Es folgt eine gefährliche und abenteuerliche Flucht, um Wasser zu bekommen. Neal und Jarrod Shustermann beschreiben ein grausiges Szenario. Sämtliche Werte der Zivilisation geraten außer Kontrolle. Unvorstellbares wird vorstellbar. Können die Jugendlichen ihr Ziel erreichen? Gibt es für sie und die Anderen überhaupt Rettung? Spannend, zum Nachdenken anregend, gut zu lesen. Vor allem aber eine Mahnung, eigenes Verhalten hinsichtlich der natürlichen Ressourcen und des Zusammenlebens in einer Gemeinschaft zu überdenken. Young Adult aus dem Fischer-Verlag.
Sehr gute und spannende Unterhaltung!
von Lukas Freistedt - Buchhändler aus Erfurt - 21.05.2019
Geschickt gelingt es den Autoren, uns eine plötzliche Wasserknappheit in Kalifornien nahe zu bringen. Durch Vertuschung der Politik und der Behörden wird in einem reichen Teil der Welt plötzlich das Wasser abgedreht. Gerade dadurch konnte ich mich umso mehr in diese packende Geschichte hineinversetzen und hatte jedes Mal ein schlechtes Gewissen, sobald ich den Wasserhahn aufgedreht habe. Aus der Sicht von 5 Jugendlichen bekommen wir sehr gut und sehr spannend vorgeführt, wie schnell unser gewohntes Leben aus den Fugen geraten kann und die öffentliche Ordnung zusammen brechen kann.
Spannender Roman zu einem brisanten Thema
von Christina P. - 20.05.2019
Mitten im heißen Sommer kommt plötzlich kein Wasser mehr aus der Leitung. Diesmal sind aber nicht die semiprofessionellen Handwerkskünste von Alyssas Vater daran Schuld, sondern ein Tap-Out ! Die Nachbarstaaten haben Südkalifornien aus wirtschaftspolitischen Gründen einfach das Wasser abgestellt. Ob das so wirklich möglich wäre sei jetzt mal dahingestellt. Nach kurzer Zeit bricht Panik aus, bei den folgenden Hamsterkäufen ist sich jeder selbst der Nächste und bereits nach kurzer Zeit setzen Wasserzombies die gesellschaftlichen Regeln ausser Kraft, bis die Regierung den Ausnahmezustand über die Gegend verhängt. Ja, Wasserknappheit ist ein ernstzunehmendes Thema und ich begrüße es, wenn Autoren sich dieses Themas annehmen. Diesmal spielt die Story sogar in so naher Zukunft, dass sie gleich morgen geschehen könnte, wenn auch nicht überall auf der Welt. Hier ist es ein von Hitzewellen geplagter Staat, der sein Trinkwasser aus Oberflächenwasser bezieht und entsprechend auf das Flusswasser angewiesen ist, welches nun aber nicht mehr kommt. Alternative Methoden, wie die Gewinnung von Trinkwasser aus Meerwasser, wurden, wie im Roman angedeutet, bisher nicht ausreichend gefördert, das Thema nicht ernst genug genommen. Der Roman zeigt aus der Sicht einiger junger Leute, die sich im Laufe des Romans zusammentun, welche Probleme ohne Wasser auftreten und wie die Zivilisation sich während des Wassernotstands innerhalb kürzester Zeit wandelt, um an Trinkwasser zu gelangen. Viele sind sich plötzlich selbst die nächsten, manche versuchen, ihren Profit aus den Gegebenheiten zu schlagen während einige wenige Leute zu lebensrettenden Engeln werden. Personen wie Keltons Vater, Alyssas Nachbar, haben sich professionell auf solche Gegebenheiten vorbereitet mit autarker Stromversorgung und ausreichend Vorräten. Diese wurden bisher nur milde belächelt, plötzlich jedoch von allen angebettelt, bis Neid in Hass umschlägt. Doch auch so kleine Details wie Hygieneprobleme, im Wasser lauernde Krankheiten und durch die Hitze drohende Waldbrände finden ihren Weg in den Roman. Obwohl mir die Idee sehr gut gefallen hat und man auch merkt, dass die Autoren sich Gedanken gemacht haben, ging mir alles doch etwas zu schnell, dass die Leute durchdrehten und in Panik ausbrachen. Da hätte ich schon erwartet, dass sie ein paar Tage mit ihren Vorräten haushalten können. Auch haben die Autoren zu häufig zu Murphys Law gegriffen, um die Handelnden zu neuen Handlungen zu zwingen. Sollte wohl die Spannung steigern, wenn öfter mal was extrem schiefläuft, oder die Jugendlichen in eine gewünschte Richtung lenken, mit welcher man als Leser vorher nicht rechnete. Mir war das jedoch zuviel. Gut gefielen mir hingegen die als Snapshots markierten Einschübe, in denen von anderen Personen und deren Erlebnissen berichtet wird wie Journalisten und Helfer. Dadurch erhält man einen umfangreicheren Einblick als wenn man nur aus der Sicht der Jugendlichen erzählt würde. Ein definitiv spannender Roman zu einem brisanten Thema, der mir persönlich stellenweise etwas zu überspitzt war.
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