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Dann schlaf auch du

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2016. Originaltitel: Chanson douce.
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Der Preis des Glücks

Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Dann schlaf auch du
Autor/en: Leïla Slimani

ISBN: 3630875548
EAN: 9783630875545
Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2016.
Originaltitel: Chanson douce.
Übersetzt von Amelie Thoma
Luchterhand Literaturvlg.

21. August 2017 - gebunden - 222 Seiten

Beschreibung

Der Preis des Glücks

Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.




Trailer

Portrait

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als die aufregendste literarische Stimme Frankreichs. Slimani wurde 1981 in Rabat geboren und wuchs in Marokko auf. Nach dem Studium an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po arbeitete sie als Journalistin für die Zeitschrift »Jeune Afrique«. »Dann schlaf auch du« wurde mit dem höchsten Literaturpreis des Landes, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet und erscheint in 37 Ländern. Ihr ebenfalls preisgekröntes literarisches Debüt »Dans le jardin de l'ogre« wird derzeit verfilmt. Darüber hinaus ist Leïla Slimani im November 2017 zur persönlichen Beauftragten von Staatspräsident Emmanuel Macron zur Pflege des französischen Sprachraums ernannt worden. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder und lebt in Paris.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Es ist klar, es ist schmerzhaft, und es ist großartig."
Annabelle Hirsch, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Paule-Francoise Goyheneix
Eine tragische Geschichte, viele Fragen
von Paule-Francoise Goyheneix - 27.08.2017
Chanson douce, der französische Titel des Romans , erinnert unweigerlich an ein Lied von Henri Savaldor (+2008), der dieses Jahr seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hätte. Da erzählt der Chansonnier von einem Schlaflied, das ihm einst die Mutter sang, um das am Daumen lutschende Kind in den Schlaf zu bringen, Es ist die Rede von einem Ritter, der das Reh vor dem Wolf rettet, aber es ist ein sanftes Wiegelied voller Zärtlichkeit. Anders das Dann schlaf auch du von Frau Slimani. Hier ein Roman, der sich nicht einfach abschütteln lässt! Er fängt mit der Tragödie an, quasi mit den letzten Bildern. Und dann wird die Geschichte zurückgespult, so dass der Leser die Möglichkeit hat Strich für Strich eingeweiht zu werden, als stiller Beobachter von Anfang an. Glücklicherweise hat die Autorin mit marokkanischen Wurzeln die Nanny so beschrieben, dass keine ausländische Herkunft als Grund herhalten muss. Dennoch drängen sich dem aufmerksamen Leser viele Fragen im Laufe einer hochspannenden Lektüre. War etwas vorhersehbar ? Wann treten die ersten disharmonischen Nuanzen auf ? Wie kommt es Schritt für Schritt zur Katastrophe ? Welche Rolle haben die Frauen, welche die Männer ? Wer hat wie Schuld auf sich geladen ? Und nicht zuletzt : Wäre das Drama vermeidbar gewesen ? Die Antworten lassen sich, meiner Meinung nach, in den Details finden, nicht in einem Pauschalurteil.
Bewertungen unserer Kunden
Über Kindsmord und Klassengesellschaft
von Anonym - 21.08.2017
Roman oder Thriller? Die Einordnung des Buches in ein Genre ist nicht eindeutig, weshalb es aber eine breite Leserschaft faszinieren wird. Anfang und Ende deuten auf einen Thriller - eine "Nounou", wie die Kinderfrau in französischen Familien genannt wird, ermordet die von ihr gehüteten zwei Kinder ihrer Arbeitgeber, die untersuchende Kommissarin führt akribische Ermittlungen. Die Spannung zu erfahren, wie es zu der furchtbaren Tat Louises gekommen ist, bleibt durchweg aufrechterhalten. Im Fokus und auf einen (tragischen) Roman hindeutend steht aber auch das Thema Klassengesellschaft/-gegensätze. Louise entstammt einer bildungsfernen Schicht, bekam früh ein ungewolltes Kind, führte bis zur Witwenschaft eine lieblose Ehe, hat für die Schulden ihres Mannes aufzukommen, ist nicht in der Lage, sich mit Behörden u.ä. auseinanderzusetzen. Ihre Arbeitgeber hingegen sind erfolgreich als Musikproduzent bzw. Rechtsanwältin. Vor allem Myriam entspricht dem Bild einer typischen französischen Frau - Karriere im Beruf, ermöglicht durch die Stütze einer im Hintergrund wirkenden Tagesmutter. An Louises minderer sozialer Herkunft stören sie sich zusehends, würden sie, die doch eigentlich unentbehrlich für sie ist, sogar gerne wieder loswerden. In chronologischer Folge werden die Monate von Louises Tätigkeit als Nounou geschildert, unterbrochen durch kurze Einschübe dritter Personen, die Kontakt zu ihr hatten und vielleicht ein Puzzleteil bei der Suche nach dem Tatmotiv liefern. Auf jeden Fall wird der Leser in die Lage gesetzt, sich ein umfassendes Bild von der Täterin und ihrem möglichen Motiv zu machen. Das Buch ist wirklich lesenswert und wurde zu Recht im letzten Jahr mit dem Prix Goncourt, einem renommierten französischen Literaturpreis für das beste erzählerische Werk des Jahres in französischer Sprache, ausgezeichnet.
Wirklich grandios erzählt !
von HK1951 - 27.08.2017
Dieses Buch bekam ich von meiner Tochter geliehen und ich muss sagen, ich habe fast noch nie ein Buch so schnell gelesen. Gut, 224 Seiten sind für einen Vielleser auch nicht wirklich viel, aber hier war es mehr die Geschichte, die mich in ihren Bann zog als die geringe Seitenzahl. Man tut sich schwer damit, sein Liebstes, sein Kind, jemand anderem anzuvertrauen. Wie das Wort schon sagt: man muss vertrauen. Und Myriam und Paul tun das, als sie Louise als "Nanny" einstellen. Louise ist 50 Jahre alt, erfahren und die perfekte "Nanny". Doch wie gut kennt man einen Menschen wirklich..?? Die Tragödie, die unaufhaltsam näher kommt, wird so eindringlich geschildert, dass man sich dem Geschehen unmöglich entziehen kann. Aber trotzdem auch mit "leisen Tönen", die diese Geschichte meinem Empfinden nach aber auch braucht. Man muss sie behutsam erzählen und die Autorin macht das auf geradezu meisterliche Weise. Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt. Die Geschichte, die Figuren, all das war ausgefeilt und eindringlich. Eine klare Leseempfehlung von mir für "Dann schlaf auch Du".
Bewegendes Gesellschaftsdrama
von kindder80er - 22.08.2017
Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass sie mit dem Ende beginnt. Einem sehr dramatischen Ende, da das Baby von Myriam und Paul tot ist, die größere Tochter so schwer verletzt, dass sie wohl auch erliegen wird und die Nanny liegt mit aufgeschnittenen Pulsadern daneben. Myriam hat einen Nervenzusammenbruch, wollte sie doch ihre Kinder überraschen und ist ausnahmsweise früher von der Arbeit zurück gekommen... Aus dieser apokalyptischen Szenerie wird der Leser dann bald wieder herausgerissen, denn nun begeben wir uns gemeinsam mit Myriam und Paul an den Anfang der Geschichte und auf die Suche nach einer Nanny. Myriam und Paul arbeiten sehr viel, wollen den Kindern etwas bieten, viel Geld verdienen und suchen eine Nanny, die schuftet, damit wir schuften können . Wir erfahren auch mehr über die Hintergründe und wie die beiden ticken. Myriam wirkt recht egoistisch, hat sie doch ihre kleine Tochter seit dem Babyalter überall mit hin geschleppt - selbst in Bars und Restaurants. Das zweite Baby, Adam, hat sie bekommen, weil sie noch ein bisschen zu Hause bleiben wollte und mutwillig die Pille weggelassen hat. Dennoch liebt sie ihre Kinder augenscheinlich wie jede andere Mutter auch. Mit der Zeit wird ihr aber alles zu viel, denn zwei Kinder hat sie eindeutig unterschätzt. Sie will frei sein, wieder leben, raus gehen und arbeiten, die Kinder nerven sie nur noch, sogar ein bisschen Kleptomanie schlägt durch, um sich ein bisschen Euphorie für den Tag zu sichern. Auch da offenbart sich wieder eindeutig der Egoismus und sonderlich sympathisch macht sich die Protagonistin damit nicht, dennoch kann ich sie teilweise verstehen. Der Charakter des Paul bleibt ein wenig blass und Mila, die große Tochter, hat selbst mich genervt, weil sie immer die Prinzessin spielen muss. Kurzum: Die Familie ist einem merkwürdig unsympathisch, trotzdem will man so ein Ende für sie nicht und leidet mit. Gerade weil man das Ende kennt, achtet man auf erste Anzeichen, die zu dem Drama führen. Louise, die Nanny, die scheinbar alles im Griff hat und neben den Kindern auch noch den Haushalt auf eine Weise führt, wie es Myriam und Paul nie geschafft haben, hat selbst eine schwere Vergangenheit, die sich dem Leser in Rückblenden Stück für Stück offenbart. Sie nistet sich immer mehr in das Leben der Familie ein, wird unentbehrlich und kommt nicht nur emotional immer näher heran. Auch werden einige Handlungsweisen sichtbar, bei denen man dem Elternpaar zurufen möchte, etwas zu unternehmen. Den Schreibstil finde ich spannend, weil er nicht wertend ist und die Geschehnisse ruhig beschreibt. Tolles Buch mit einer besonderen Sprachgewalt!
Erschreckend!
von leseratte212 - 21.08.2017
Das Buch Nun schlaf auch du von Leila Slimani beginnt mit einem Paukenschlag. Denn für eine Mutter wird ihr schlimmster Alptraum wahr - ihre Kinder sind tot. Alles deutet darauf hin, das das Kindermädchen sie umgebracht hat, denn dieses hat versucht, sich selbst ebenfalls umzubringen. Die Geschichte ist sehr gut geschrieben, mit einem fesselnden und ungewöhnlichen Schreibstil. Man weiß ja bereits, was im Lauf der Geschichte passieren wird, also wird alles von hinten nach vorne erzählt. Dies sorgt aber keinesfalls für Langeweile, sondern baut noch mehr Spannung auf. Neben der großartigen Handlung bietet das Buch aber auch noch viel Stoff zum Nachdenken. Ist es in Ordnung, seine Kinder einem Kindermädchen, also einer fremden Person anzuvertrauen? Kann man das Risiko eingehen, dass man nichts näheres über diese Person weis? Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten, und trotzdem wird einem mulmig, wenn man näher darüber nachdenkt. Ich kann Nun schlaf auch du empfehlen und gebe diesem Buch verdiente 4 Sterne.
Von Gewinnern und Verlierern
von sommerlese - 23.10.2017
Ein Pariser Ehepaar, beide sind Akademiker, sucht eine Kinderfrau für ihre zwei Kinder. Die Eltern wollen beruflich durchstarten, vertrauen vollends ihrer Nounou Louise, denn sie ist die perfekte Perle im Haushalt und Küche, die ihre Kinder auch noch abgöttisch lieben. Dieser Roman ist gleichzeitig ein Psychothriller, denn er startet mit dem schrecklichen Ende, mit der Tragödie eines Kindesmordes. Weil die Autorin ihren Roman von hinten aufzäumt, wird dem Leser sofort die dramatische Lage bewusst, aber er weiß nicht, wie es dazu kommen konnte. Also erliegt man dem Buch und liest, um zu erfahren wie das unfassbare Verbrechen geschehen konnte. In diesem Fall wird nicht alles aufgeklärt, es gibt noch offene Fragen, aber die erklären sich auch der Situation der Täterin heraus. Man gerät in einen Lesesog, man erlebt, wie das Kindermädchen Louise zu einem unverzichtbaren Teil in dieser Familie wird. Man könnte an einen Fels in der Brandung denken, so schmeißt die Nounou den Haushalt, kocht und putzt und erzieht nebenbei die Kinder, damit sich die Eltern beruflich verwirklichen können. Doch in Wahrheit ist sie kein Fels, in ihr rumort etwas, es gärt und beginnt dramatische Folgen anzunehmen. Die Gründe liegen in ihrer Vergangenheit, Louise gehört zur unteren sozialen Schicht, sie ist ungebildet, bekommt schon früh ein Kind, ihre Ehe ist lieblos und als ihr Mann stirbt, hinterlässt er ihr seine angehäuften Schulden. Louise sucht nach Liebe, möchte ein Teil der neuen Familie sein und ermöglicht ihnen, sich selbst zu verwirklichen. Nach und nach bekommt man ein Bild vom Leben Louises und des Ehepaares und man sieht mögliche Tatmotive. Daraus zieht der Roman ein unglaubliches Spannungspotential, denn man kann sich nicht vorstellen, wie aus dieser friedfertigen Louise eine Mörderin werden konnte. Mich hat die Darstellung des gesellschaftlichen Hintergrundes interessiert und mitgenommen. Es geht um die Menschen hinter den funktionierenden Großverdienern und Steuerzahlern der westlichen Länder. Es geht um die chancenlosen Kindermädchen aus armen Ländern der Erde, die für einen geringen Lohn die Kinder der Besserverdienenden hüten. Ist das schon Ausbeutung oder ist das Beschäftigung? Der gesellschaftskritische Unterton ist spürbar, aber nicht direkt anprangernd. Die Autorin hat einen sachlich, nüchternen Erzählstil, der in einem ruhigen Ton eher beschreibt als erklärt und keine Wertung einfließen lässt. Die fesselnden Charaktere und die unheimliche Atmosphäre sorgen für ein intensives Leseerlebnis. Dieser Roman bekommt deshalb von mir die vollste Leseempfehlung.
Literarische Sensation!
von lesebiene - 05.09.2017
Inhalt :  Myriam und Paul leben in der Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement ein augenscheinlich perfektes Leben. Sie als absolutes Traumpaar, mit zwei entzückenden kleinen Kindern, doch schon bald müssen beide feststellen, dass der Alltag alles andere als leicht zu meistern ist. Myriam droht als junge Mutter in die Depression zu stürzen, als einziger Ausweg erscheint die Flucht ins Arbeitsleben. Als sie  dann die tüchtige und wie aus dem Bilderbuch stammende Nancy Louise einstellen, merken die Eltern nicht, wie die so perfekt erscheinende Louise immer mehr die Fäden zusammen hält und das Leben der kleinen Familie immer mehr unter Kontrolle hat. Was als liebreizendes und zuvorkommendes Verhalten beginnt, endet in der Tragödie, die über die französische Familie hereinbricht.  Denn die 50 jährige Louise ist vereinsamt und hat Abgründe von denen niemand zu träume wagt.....  Meinung:  Die französisch marokkanische Autorin Leïla Slimani ist mit dem Buch Dann schlaf auch du ein psychologisches Meisterwerk gelungen. Mit größter und feinfühliger Erzählkunst schafft es die Schriftstellerin, den Leser von Seite eins in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Als grandiose Erzählerin, verschafft sie dem Leser ihrer Geschichte eine Berg und Talfahrt, denn was als augenscheinlich so klassische und ruhige Familiengeschichte beginnt, entwickelt sich auf nur 222 Seiten, zu einem psychologisch auf höchstem Niveau spielenden Thriller, wahrscheinlich der beste in diesem Jahr. Wie präzise und talentiert es die Autorin vermag, aus dem alltäglichen, das anschleichende Grauen zu erschaffen, welches sich über den Alltag der Pariser Familie legt, ist fantastisch und sucht in diesem Genre wirklich verzweifelt seines gleichen.  Selten habe ich als Leserin einen so psychologisch interessanten, spannenden und gleichzeitig, erzählerisch so ausgefeilten und literarischen Erzählstil erlebt, wie in diesem Buch. Ganz großes Kino, begeisternd und zu tiefst erschütternd.  Fazit:  Leïla Slimani ist eine Autorin, deren Namen man sich merken sollte, für mich das beste Buch des Genres in diesem Jahr.  Eine literarische Sensation, die man sich nicht entgehen lassen sollte !
Keine gute Fee, sondern eine wahnsinnige Mörderin
von cosmea - 26.08.2017
Leila Slimanis zweiter Roman - "Dann schlaf auch du" ("Chanson douce") - ist mitnichten ein sanftes Wiegenlied. Gleich auf der ersten Seite erfährt der Leser, dass das Kindermädchen die ihm anvertrauten Kinder getötet hat. Im Roman geht es darum, wie es dazu kommen konnte. Paul und Myriam, ein typisches Ehepaar der Mittelschicht, haben zwei kleine Kinder, Mila und Adam. Paul arbeitet als Produzent in der Musikbranche, Myriam hat ein glänzendes Jurastudium absolviert, konnte ihren Beruf aber wegen der Kinder bisher nicht ausüben. Als ein ehemaliger Studienkollege ihr einen Job anbietet, beschließt sie, ihr häusliches Gefängnis zu verlassen, weil dieses Leben sie nicht glücklich macht. Zusammen mit ihrem Mann sucht sie ein Kindermädchen. Sie finden die 50jährige Louise, eine Frau mit Erfahrung und besten Referenzen. Schon bald wird Louise auch von dieser Familie hoch geschätzt und macht sich sowohl unsichtbar als auch unentbehrlich. Ihr Einsatz für Kinder und Haushalt übersteigt das normale Maß bei weitem. Sie nistet sich ein, will ein Teil dieser Familie sein. Aus ihrer schlimmen Vorgeschichte wird klar warum. Im Laufe der Zeit mehren sich seltsame Vorfälle, Wutanfälle, Abwesenheit. Von Louises Seite aus ist da nicht nur Liebe, sondern auch viel Neid und Hass. Als das Finanzamt das Ehepaar über Louises Altschulden informiert, macht Pauls und Myriams schroffe Reaktion dem Kindermädchen deutlich, dass sie keineswegs Teil der Familie ist, sondern lediglich eine Angestellte, die Weisungen entgegen zu nehmen hat. Es ist eine Frage des Klassensystems, das einen Umgang auf Augenhöhe unmöglich macht. Die Dinge steuern unaufhaltsam auf eine Katastrophe zu. Slimani hat einen Psychothriller geschrieben, der nichts an Spannung einbüßt, auch wenn man das Ende von vornherein kennt. Sie analysiert nüchtern, was mit Louise und der Familie passiert. Die Autorin hat sich von einem realen Ereignis inspirieren lassen und erörtert neben Louises Geschichte auch die Frage, wie gut man einen anderen Menschen kennt, ob es tatsächlich in Ordnung ist, wenn eine Mutter einer wildfremden Frau ihre Kinder anvertraut und sie für sich arbeiten lässt, damit sie selbst ihrem Beruf nachgehen und sich Konsumwünsche erfüllen kann. Leila Slimani hat mich schon mit ihrem Debütroman "Dans le jardin de l¿ogre" sehr beeindruckt und gilt zu Recht als wichtige Stimme in der französischen Gegenwartsliteratur. Ein sehr empfehlenswertes Buch.
Der Alptraum einer Mutter wird wahr
von E.S. - 21.08.2017
Paul und Myriam suchen für ihre beiden Kinder eine Nanny. Louise erweist sich als Goldschatz, bringt die Wohnung in Ordnung, kocht leckere Essen und wirkt auch in der Erziehung der schwierigen kleinen Mila reinste Wunder. Die Entscheidung eine Nanny einzustellen fiel dem jungen Paar nicht leicht. Doch Myriam fühlt sich zu Hause mit den Kindern überfordert, eingeengt und würde nur zu gerne wieder arbeiten gehen. Als ihr früherer Mitkommilitone Pascal, einen Job in seiner Kanzlei anbietet, kann sie Paul endlich überzeugen. Doch das mit Louise etwas nicht stimmt, scheint nicht aufzufallen¿ Man kann sich sehr gut in Myriam hineinversetzten, die überforderte Mutter, sie beneidet Paul um die Abwechslung die er durch seinen aufregenden Job bekommt. " Sie fressen mich bei lebendigen Leibe" sagt schon alles. Doch welche Mutter kennt diese Gefühle/Gedanken nicht?? Das hin- und her gerissen sein zwischen dem Gefühl eine gute Mutter zu sein und doch eine Bestätigung für sich selbst zu brauchen. Dieser Roman beschreibt diese Gefühle sehr deutlich und hat dazu noch diese Momente in denen man den Atem anhält und denkt: das kann nicht sein, das darf nicht sein
Die Nounou
von Ecinev - 28.10.2017
Das Buch beginnt mit dem grausamen Ende. Das Baby ist tot, die Schwester wird ihren Verletzungen erliegen. Ein Schock für die Eltern und die Nachbarschaft in einem schicken Pariser Wohnviertel. Dabei fing alles so gut an. Ein junges Paar, er Musiker sie Jurastudentin, träumen von einem schönen Familienleben. Dabei ist das gar nicht so leicht. Myriam fühlt sich mit zwei kleinen Kindern ans Haus gefesselt immer mehr unzufrieden. Der Mann der sich so über Kinder freute, kann jetzt auch nicht mehr zurück und flüchtet sich in seine Arbeit. Also muss eine Nanny her. Sie finden Louise die nicht nur wunderbar mit den Kindern umgeht, sondern auch putzt und kocht und schon bald die Fäden des Familienlebens in der Hand hält. Dennoch verbirgt Louise ein Geheimnis das sie niemanden anvertraut. In Rückblicken wird die traurige Geschichte von Louise erzählt und wie es zu dem tragischen Unglück kam. Der Schreibstil ist ruhig, komplett in der Gegenwartsform geschrieben. Es ist kein Psychothriller und auch kein Familienroman. Einfach die traurige Lebensgeschichte eines Kindermädchens das irgendwie zu naiv für das Leben ist und einem irgendwie betroffen zurücklässt.
Leider zu kurz - hätte mehr Seiten vertragen
von SteffiKa - 21.08.2017
Autorin: Leila Slimani Erscheinungstag: 21. August 2017 Verlag: Luchterhand Literaturverlag (fester Einband) Seiten: 224 Inhalt (übernommen) Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Myriam und Paul können sich endlich ganz auf ihre Arbeit konzentrieren, währen Louise wie mit unsichtbaren Fäden die Familie zusammenhält, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist ihre Kinderfrau unentbehrlich geworden. Die Eltern ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sich besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich. Charaktere & Schreibstil Das Buch kommt mit wenigen Protagonisten zurecht: Louise, Myriam und Paul. Leider verhindert die Erzählweise, dass ich einen tieferen Zugang zu den dreien bekomme. Der Stil ist erzählerisch, die Geschichte wird uns im Nachhinein erzählt, es fehlen für mich direkte Redewendungen. Aber vielleicht war das genau die Absicht von Leila Slimani: Selten hat mich ein Buch so nachdenklich, so mit meinem eigenen Kopfkino zurückgelassen. Und selten hat ein Buch so viele sozialkritische Themen behandelt, aber nicht gewertet, sodass es dem Leser selber überlassen blieb: Krankheit, Einsamkeit, Chef-Sein, Freundschaft, Erziehung. Das erste Kapitel endet mit einem Cliffhänger, man weiß also schon, wie die Tragödie aussehen wird, nur wird die Frage nach dem Warum erst bis zum Schluss aufgespart. Ich hätte gerne mehr in die Tiefe gehend erfahren, was Louises Geschichte war, was wirklich genau der Auslöser für ihr Handeln gewesen ist. Leider war für mich in manchen Handlungsweisen dennoch abzusehen, dass Louise anders, als Andere ist, auch Myriam und Paul hatten ein Gefühl im Bauch, das sie aber immer wieder verdrängt haben, damit sie ihr bequemes Leben nicht aufzugeben brauchen. Und wieso sind die früheren Arbeitgeber von Louise schon nicht drauf gekommen? Wieso war niemand zu Stelle und hat ihr geholfen? Oder wollte sie sich nicht helfen lassen? Fazit Alles in allem war das Buch trotz allem ein Besonderes. Wenn es mehr Seiten gehabt hätte, wir mehr über Myriam, Paul und Louise erfahren hätten, wäre es für mich perfekt gewesen.
Ein Buch, das erschüttert!
von FreizeitLeser - 21.08.2017
Die Autorin Leïla Slimani hat mich mit ihrem tollen Schreibstil sofort in ihren Bann gezogen! Der Einstieg in Dann schlaf auch du holt den Leser sofort mitten ins Geschehen, zeichnet einen Moment, den kein Elternteil jemals erleben möchte und spricht somit beim Leser tiefste Gefühle und Urängste an. Die Handlung wird sodann rückwärts aufgerollt, der Spannungsbogen permanent weiter gespannt. Schritt für Schritt erfährt der Leser, wie es stetig, aber unaufhaltsam zu der großen Katastrophe kommen konnte. Und immer wieder muss man innnehalten und fragt sich erschreckt wie es sein kann, dass Menschen derart durch ihr eigenes Hamsterrad laufen und in Bequemlichkeit versinken, ohne sich um andere Menschen zu kümmern. Erschreckend! Spannend! Toll zu lesen! Klare Kaufempfehlung!
Spannender Thriller, der einem den Atem raubt
von Petra - 26.08.2017
Als Myriam wieder als Anwältin arbeiten gehen will, finden sie und ihr Mann Paul eine anscheinend absolut perfekte Nanny, die sich um ihre beiden Kinder kümmern soll. Doch das Glück ist nicht so perfekt wie es scheint. Das Buch spielt in Paris. Der Autorin gelingt es, einem die Familie und ihr Umfeld so zu beschreiben, dass man meint, sie persönlich zu kennen. Und so leidet man mit, als sich abzeichnet, dass die Nanny nicht die ist, die sie vorgibt zu sein. Wunderbar, wie die Stimmungen und ihr Wandel in dieser Familie dargestellt werden. Das Buch ist so spannend, dass man am liebsten das Telefon ausstellen möchte und sich nur noch in das Buch versenken möchte - auch wenn man vor Spannung manchmal Gänsehaut bekommt. Eine absolute Empfehlung für jeden, der spannende Thriller mag.
Schein und Sein
von KrimiElse - 30.10.2017
Was bringt ein Kindermädchen dazu, die ihr anvertrauten Kleinkinder einer jungen Pariser Familie zu ermorden und sich danach selbst zu richten? Dieser Frage folgt der Leser des spannenden Psychodramas "Dann schlaf auch du" von Leïla Slimani, das völlig zu Recht im vergangenen Jahr mit dem Prix Concourt ausgezeichnet wurde. Das junge Pariser Ehepaar Myriam und Paul Massé ist glücklich, als es die perfekte Kinderfrau, eine "Nounou", für ihre beiden kleinen Kinder Mila und Adam einstellt. Myriam, die Anwältin, war nach der Geburt des zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben am Herd und kann wieder arbeiten, Paul muss bei nächtlichen Aufnahmen im Tonstudio keine Rücksicht auf die Familie nehmen. Alles wirkt perfekt, zumal Louise, die Nanny, wie eine Fee zusätzlich für penible Ordnung in der Wohnung und für lobenswert gutes Essen sorgt. "Sie hat die stille Wohnung ganz in ihrer Gewalt, wie einen Feind, der um Gnade bittet." Louise hält alle Fäden in der Hand, macht sich unentbehrlich bei Eltern und Kindern, versucht um jeden Preis zu gefallen. Ahnungslos vertrauen Paul und Myriam ihr, nehmen sie im Sommer mit in den Urlaub, unterwerfen sich ihrem Regime ohne Rebellion, auch wenn ihre Erziehungsmethoden angestaubt und ihre prinzipielle Einstellung zu den Dingen pingelig ist und nicht der gewohnten Lebensweise des Paares entspricht. Niemandem fällt auf, dass Louise am Abgrund steht und mit ihrem oft zwanghaften Verhalten psychopathische Züge aufweist. "Sie beobachtet die Kinder, wie man einen frisch geangelten Fisch mit blutigen Kiemen betrachtet, dessen Körper im Todeskampf zuckt." Getrieben vom Wunsch, zur Familie zu gehören, nicht wieder in ihre Einsamkeit zurückkehren zu müssen, wenn die beiden ihr anvertrauten Kinder zu groß für eine Nounou sind und in den Kindergarten kommen, tut Louise alles dafür, um ihren Platz in der Familie zu bewahren. Doch ihre Fassade bröckelt, ein paar Fäden lösen sich aus dem von ihr gesponnenen Netz und Löcher werden sichtbar, die auch Myriam und Paul nicht mehr übersehen können. Dennoch trennt sich das Paar nicht von der Nanny, zu wichtig ist sie dafür geworden, dass beide ihre Karriere verfolgen und das Leben uneingeschränkt leben können. "Ihr Herz ist hart geworden. Die Jahre haben es mit einer dicken, kalten Kruste überzogen und sie hört es kaum noch schlagen." Die verletzliche und sensible Louise spürt, dass sie immer mehr ausgeschlossen wird, und so entwickelt sich das alltägliche Zusammenleben der Familie in der Pariser Wohnung im 10. Arrondissement zur Tragödie, mit der das Buch seinen Anfang nahm und sein Ende findet. "Louise ¿ erinnert an diese scheinheiligen Mütter, die im Märchen ihre Kinder im finsteren Wald aussetzen." Die Schriftstellerin schafft eine ganz besondere Atmosphäre, in der man sich beim Lesen bewegt. Wie heiße und kalte Güsse wirken ihre knappen, reportagenhaften, unterkühlten Sätze, die unterschwellig die Gefahr in der schönen sauberen heilen Welt spüren lassen. Kleinigkeiten sind es, die sowohl das Paar Myriam und Paul als auch den Leser zögern und zweifeln lassen, dass hier nicht wirklich alles in Ordnung ist. Unmittelbar nach einem Riss im perfekten Bild schließt dieser sich wieder und man fragt sich, was eigentlich gewesen ist. Dadurch entsteht eine sehr diffizile Spannung, die nicht richtig greifbar ist, aber dennoch treibend genug, um einfach weiterlesen zu müssen. Der Ausgang der Geschichte ist vom ersten Satz an klar. Die Frage des Buches dreht sich um das Warum, und das ist sehr gekonnt und meisterhaft umgesetzt. "Sie hat nur einen Wunsch: Teil ihres Lebens zu sein, ihren Platz zu finden, sich dort einzunisten, eine Nische zu graben, einen Bau, ein warmes Eckchen." Myriam steht stellvertretend für junge Frauen, die versuchen Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen, ohne dabei auf Unterstützung ihres Mannes zählen zu können. Kinder aufwachsen zu sehen ist großartig, aber ebenso unbefriedigend auf Dauer, wenn eine Frau intellektuelle Ansprüche an sich selbst hat. Bei der Auswahl des Kindermädchens blitzt außerdem Alltagsrassismus durch, obwohl Myriam selbst Maghreberin und Paul weltoffen erzogen ist. Die Wahl fällt auf die knapp 50jährige Französin Louise, und wenn auch mit schlechtem Gewissen hatte das Paar junge Frauen mit Schleier oder Kindern oder solche ohne Papiere ausgeschlossen. Doch von der Autorin wird dazu an keiner Stelle gewertet oder verurteilt. Die Autorin Leïla Slimani wurde 1981 in Rabat geboren und wuchs in Marokko auf. Sie ging 1999 nach Frankreich, studierte Medien und Politik in Paris und arbeitet seit 2008 als Journalistin. "Dann schlaf auch du" ist ihr zweiter Roman, ihr ebenfalls preisgekröntes literarisches Debüt wird derzeit verfilmt.
Chanson douce
von Pedi - 27.11.2017
"Das Baby ist tot. Wenige Sekunden haben genügt. Der Arzt hat versichert, dass es nicht leiden musste. Man hat es in eine graue Hülle gelegt und den Reißverschluss über dem verrenkten Körper zugezogen, der inmitten der Spielzeuge trieb. Die Kleine war dagegen am Leben, als die Sanitäter kamen. Sie hatte sich gewehrt wie eine Wilde." Sicher ist die Tötung von Kindern immer noch etwas besonders grausames, aber unzählige Thriller überbieten sich mittlerweile mit blutrünstigen Einstiegen. Außerdem nimmt das Spektakuläre des Romans sehr bald ab, er wird nüchtern und protokollarisch. Ihn einen Thriller zu nennen würde deswegen auch nicht ganz die Wahrheit treffen. Myriam und Paul Massé sind ein Paar der gehobenen Mittelschicht in Paris, gut ausgebildet, sie Juristin, er Musikproduzent. Zwei Wunschkinder, natürlich ein kleines bezauberndes Mädchen und ein süßer Junge kommen auf die Welt, von den Eltern geliebt und verhätschelt. Doch bald nach der Geburt des zweiten Kindes, beginnt der gutaussehenden und talentierten Mutter die berühmte Decke auf den Kopf zu fallen. Dass der Vater in seinem aufregenden Beruf nicht kürzer treten kann, scheint selbstverständlich. Die Großeltern stehen nicht zur Verfügung, sondern verwirklichen ihre Träume vom Lebensabend auf dem Land. Also ist klar: Eine Nanny muss her, denn eine Krippe oder ein Hort ist nicht aufzutreiben. Eine Situation, mit der sich sehr viele (gerade gut situierte, gut ausgebildete - und häufiger lesende) Eltern identifizieren können. Hier beginnt der Alptraum. Denn die anfangs so perfekte, liebevolle Louise wird am Ende zur Mörderin der Kinder. Aus Bequemlichkeit geben sie immer mehr Zuständigkeiten ab, ignorieren auch zunehmend unheilvolle Zeichen. Denn Louise ist eine psychisch labile Frau. Diese Labilität verbirgt sie hinter einer äußerlichen Perfektion, die sowohl ihr Äußeres als auch ihre Tätigkeit umfasst und die bald beängstigende Ausmaße erreicht. Während Louise alles über ihre Arbeitgeber weiß, interessieren diese sich überhaupt nicht für ihr Leben, ihre Sorgen, auch nicht, als sie allmählich in eine ausweglose Situation gerät. Leïla Slimani erzählt von dieser unglücklichen Entwicklung spannend und trifft mit dem Buch einen Nerv. Die Autorin hat mit "Dann schlaf auch du" einen deutlich soziologisch angelegten Roman verfasst.
Die Hand an der Wiege
von Conny S. - 10.09.2017
¿daran erinnert die Geschichte "Dann schlaf auch du" von der Autorin LeÏla Slimani, die in Paris spielt und hinter die Fassaden eines augenscheinlich perfekten Lebens blicken lässt. Der erste Satz im Buch schockt total. Es beginnt mit "Das Baby ist tot." Dabei läuft es einem kalt den Rücken runter. Anschließend wird erzählt, wie es zu der grausigen Tat kommt. Myriam und Paul sind scheinbar glücklich mit ihren beiden Kindern Mia und Adam. Doch Myriam scheint überfordert bzw. unzufrieden mit ihrer Mutterrolle. Da kommt ihr das Jobangebot eines Freundes mehr als nur gelegen. Paul ist anfangs überrascht von dem Wunsch seiner Frau, wieder zu arbeiten. War er bisher der Meinung, sie würde vollends zufrieden sein, mit ihrer Aufgabe als Mutter und Hausfrau. Er selbst blüht in seiner Arbeit auf. Auf der Suche nach einer geeigneten Nanny stoßen die beiden auf Louise. Sie ist der wahrgewordene Traum einer Nanny. Sie hat Erfahrung, ihr eigenes Kind ist bereits selbst erwachsen und die Kinder Mia und Adam scheinen sie zu mögen. Doch können Myriam und Paul einer völlig fremden Person ihre Kinder anvertrauen? Louise ist schon bald unersetzlich für die kleine Familie. Sie managt das Leben der Kinder und kümmert sich auch um den Haushalt. Die Eltern sind schon bald abhängig von dem angenehmen Leben, dass ihnen Louise ermöglicht. Sie können länger arbeiten und wissen ihren Nachwuchs versorgt. Sie nehmen die Nanny sogar mit in den Urlaub nach Griechenland. Zwischendurch bekommt man kleine Eindrücke vom Gefühlsleben von Louise, Myriam und Paul. So erfährt man als Leser, dass nicht alles so schön und glücklich ist, wie es dem ersten Anschein nach dargestellt wird. An manchen Stellen fand ich die Geschichte etwas langatmig, doch durchaus spannend. Mir stellt sich die Frage, ob es wirklich die Nanny war, die zu so einer Tat fähig ist, oder ob sie selbst nur ein Opfer ist?
Subtiler Thrill
von Bibliomarie - 29.08.2017
Myriam und Paul sind ein Elternpaar wie aus dem Bilderbuch. Die Kinder waren Wunschkinder, aber der Alltag holt die Familie ein. Myriam fühlt sich allein in der Mutterrolle unterfordert und als sie ein attraktives Angebot ihrer Kanzlei erhält, wird der Wunsch wieder als Anwältin zu arbeiten übermächtig. Auch Paul steht vor einem Karrieresprung. Sie entscheiden sich, eine Nanny ins Haus zu holen. Die Entscheidung wird sorgfältig abgewogen, sie wählen mit Louise eine Frau aus, die sympathisch und verantwortungsvoll erscheint. Die Nounou, wie sie genannt wird, nimmt ganz allmählich die Fäden in die Hand. Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag, die Kinder sind tot. Erst nach und nach wird in wechselnden Perspektiven von Myriam und Louise und in kleinen Rückblenden, das Ausmaß des Dramas sichtbar. War es vorhersehbar? Da ich als Leserin gleich zu Beginn mit dem Tod der Kinder konfrontiert werde, sind mir die feinen Risse in Louises Leben sichtbar. Wie sie allmählich in die Familie drängt und ihre Regeln festlegt. Wie Myriam und Paul ihr Missbehagen zwar wahrnehmen aber nicht aussprechen wollen, um die Versorgung der Kinder nicht zu gefährden - und vor allem auch ihre berufliche Situation nicht zu ändern. Wie weit sie auch Louise entgegenkommen, der Abstand bleibt. Louise selbst fühlt sich ausgeschlossen, eine Angestellte, die sich in ihre innere Einsamkeit zurückzieht, ihr Verhalten lässt sich nicht ignorieren, weist allmählich bedrohliche Züge auf, doch die Eltern schweigen. Zu bequem ist die Rundumversorgung, zu wichtig ihr berufliches Fortkommen. Die Frage nach der Vereinbarkeit von Elternschaft und Karriere, von Emanzipation und gesellschaftlichen Erwartungen stehen im Raum. Die Atmosphäre, die dieses Buch durchzieht, lässt mich frösteln, ein Psychodrama, das mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt. So subtil, so fein beobachtet, wie die Autorin dieses Drama beschreibt, die Hauptfiguren entwickelt und die Unausweichlichkeit der Tat angekündigt, kann kein Thriller mithalten. Die Autorin wurde in Frankreich mit dem berühmten Prix Goncourt ausgezeichnet. Eine sehr gute Entscheidung der Jury.
Das Baby ist tot...
von Reader - 20.08.2017
¿und meine Stimmung auch irgendwie. Was nicht unbedingt an dem schwerverdaulichen Plot (Nanny bringt die ihr anvertrauten Kinder um) liegt, sondern mehr an dem Roman als solchem. Der Anfang - die Beschreibung des Endes, hat mir gut gefallen. Es war Nervenkitzel und man stellt sich die Frage, wie nur alles so weit hat kommen können. Voller Spannung begibt man sich ans Lesen. Und dann wächst mit jeder Seite die Enttäuschung. Die Figuren sind allesamt so wenig liebenswert, dass ich es nicht geschafft habe, irgendeine Art von Bezug zu ihnen aufzubauen. Ihr Verhalten ist teilweise nicht nachvollziehbar, so z.B. die abstruse Story mit dem gesäuberten Hühnergerippe auf dem Küchentisch. Nur wenige Seiten vor Schluss blitzt ganz kurz mal ein angedeuteter Erklärungsversuch auf (psychische Krankheit), was man sich als Leser aber ohnehin schon denkt und was auch weiterhin ohne Beachtung im Sande verläuft. Für eine solche Situation gibt es kein Happy End - weder in der Realität, noch im Buch. Daher ist das eher offene Ende eine logische Konsequenz; ich hätte es mir trotzdem anders gewünscht. Den Schreibstil empfand ich als eher kühl und wenig ansprechend. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Es war, mit wenigen Ausnahmen, langweilig und enttäuschend. Zugutehalten kann man aber, dass es mit seinen nur gut 200 Seiten nicht allzu viel Lesezeit gekostet hat. Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass so etwas so oder ähnlich geschehen könnte und das ist die eigentliche (furchtbare) Erkenntnis mit der mich dieses Buch zurücklässt.
Die Servicegesellschaft und ihre Schattenseiten
von anushka - 12.11.2017
Myriam fühlt sich allein mit der Mutterrolle nicht ausgefüllt. Also beschließen ihr Mann und sie, dass sie wieder arbeiten gehen soll, auch wenn ihr ganzes Einkommen dann für die Einstellung einer Nanny draufgeht . Und Myriam und Paul, ein Paar der Pariser oberen Mittelschicht, haben hohe Ansprüche. Die Dinge müssen genau nach ihren modernen Vorstellungen geschehen. Mit Louise scheinen sie einen Glücksgriff gemacht zu haben. Sie ist alleinstehend und das eigene Kind längst aus dem Haus. Sie ist quasi rund um die Uhr verfügbar und übernimmt schleichend auch im Haushalt immer mehr Aufgaben. Doch sie macht sich auch zunehmend unentbehrlich und schleicht sich in die Familie ein. Und dann passiert das Unfassbare, der Alptraum jeder Eltern ... Das Buch eröffnet bereits mit der Tragödie: Myriam kommt heim und findet ihre Kinder schwerverletzt vor. Keines ihrer Kinder wird überleben. Schon auf den ersten Blick wird klar: Louise ist die Täterin. Doch wie konnte es dazu kommen? Das rollt das Buch nach und nach auf, obwohl nie eine abschließende konkrete Erklärung präsentiert wird. Doch das Buch zeichnet die Situation aller Beteiligter Stück für Stück nach und man erfährt, wie es zur Eskalation kommt. Dabei wird deutlich, dass Myriam und Paul ihre Nanny kaum je als individuellen Menschen betrachten, sondern oft nur als Dienstleisterin. Sie geben vor Freunden mit ihr an als wäre sie ein Besitz und wissen gleichzeitig nichts über Louises Leben oder ihre Lebensumstände, bemerken ihre Einsamkeit nicht, ihr Bedürfnis nach Gebrauchtwerden oder ihre finanziellen Sorgen. Das Buch ist an vielen Stellen unangenehm, greift es doch so lebensnah gängige Situationen auf, die sich vielen Familien heutzutage stellen. Es erschüttert, wenn es aufzeigt, wie sich die heutige Gesellschaft entwickelt und dass die westlichen Ländern wieder eine Art feudaler Gesellschaftssysteme aufbauen. Louise hat sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Arbeitgeber zu orientieren. Sie wird sogar in den Urlaub mitgenommen, um dort die Kinder zu hüten, denn was anderes sollte sie schon vorhaben? Dabei lebt sie gleichzeitig in der prekären Lage von Niedriglohnangestellten. Sie weiß, dass mit zunehmendem Alter der Kinder ihre Stelle verzichtbar wird, hat gleichzeitig aber so wenig verdient, dass sie nicht vorsorgen kann. Hinzu kommt aber auch Louises ganz eigene, mitunter labile, Persönlichkeit. Sie kauft den Kindern unterwegs ein Eis oder etwas anderes, wagt aber nicht, den Eltern das Geld in Rechnung zu stellen und diese kommen von selbst nicht darauf. Und so wird Louises Zwangslage immer größer und ihre Situation immer verfahrener. Dieses Buch ist ein eindringliches Plädoyer dafür, darüber nachzudenken, dass Angestellte auch ein eigenes Leben und eigene Sorgen haben; dass sie möglicherweise, oder eigentlich meistens, keinesfalls so gut situiert sind wie ihre Arbeitgeber und somit stark abhängig sind. Dann schlaf auch du ist erschütternd und rüttelt auf. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es auf einem realen Fall basiert. Ort, Figuren und Erklärungen sind jedoch fiktiv, aber sehr realistsch und berührend. Die Psychogramme vor allem der Mutter und der Nanny sind intensiv und sehr gelungen. Die Autorin kann den Spannungsbogen sehr gut aufbauen, obwohl das eigentlich tragische Ereignis schon auf den ersten Seiten geschildert wird. Das Buch ist gleichzeitig aber auch eine eingängige Gesellschaftskritik der heutigen westlichen Industrienationen, deren Anforderungen kaum noch erfüllbar sind und so zu moralischen und emotionalen Konflikten und Belastungen führen. Die eben auch in Tragödien enden können. Abgesehen von der Gesellschaftskritik ist das Buch aber auch ansonsten gelungen und auch lesenswert für alle, die einfach nur einen spannenden, berührenden und erschütternden Roman über ein Familiendrama lesen möchten.
Beklemmend...
von Dora - 04.09.2017
"Das Baby ist tot." Mit diesem grausamen Satz beginnt das Buch bzw. die Geschichte um Miriam und Paul und deren Kinder Mia und Adam¿ und natürlich deren "Nounou" Louise¿ Miriam und Paul sind junge Eltern und während sich Paul um seine Arbeit kümmert, bleibt Miriam mit den Kindern zuhause. Bald jedoch stellt sich der Alltag ein und Miriam möchte wieder in ihrem Job als Anwältin arbeiten. So suchen sie eine Nanny und werden in der 50jährigen Louise fündig. Sie scheint das perfekte Kindermädchen zu sein, das neben der Kinderbetreuung noch allerhand weitere Dinge im Haushalt übernimmt. Und so schleicht sich Louise immer mehr in die Familie und wird immer unentbehrlicher für sie, ohne das Paul und Miriam etwas davon ahnen. Wir wissen wie die Geschichte endet, das sagt uns bereits der erste Satz des Buches. Und trotzdem hofft man irgendwie, dass sich alles doch noch irgendwie zum Guten wendet¿ Der nüchterne Schreibstil von Slimani lässt die Geschichte in meinen Augen noch beklemmender erscheinen als diese es ohnehin schon ist. Wir begleiten Louise in aktuellen Situationen, aber auch in ihrer Vergangenheit und erfahren so, wie aus der liebenswürdigen Nanny eine kaltblütige Mörderin wird (Kein Spoiler, steht ebenfalls am Buchanfang). Doch ist Louise wirklich so kaltblütig oder nur ein Opfer dieser Gesellschaft? Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Eine absolut lesenswerte, wenn auch traurige Geschichte, die ich vielleicht niemandem ans Herz legen würde, der gerade seine Kinder in die Obhut anderer (fremder) Menschen gibt¿
Das Dilemma einer erzwungenen Abhängigkeit
von jenvo82 - 06.11.2017
"Sie hat die unsichtbaren Fäden in der Hand, ohne die der Zauber nicht funktioniert. Sie ist Vishnu, die nährende, eifersüchtige und schützende Gottheit. Sie ist die Wölfin mit der Zitze, an der sie alle trinken, die verlässliche Quelle ihres Familienglücks." Inhalt Myriam Massé, Mutter zweier kleiner Kinder sehnt sich danach, endlich wieder in ihren Beruf einzusteigen und dort mit Erwachsenen zu kommunizieren und Bestätigung durch sinnvolle Arbeit zu erfahren. Als ihr ehemaliger Kommilitone sie in seine Anwaltskanzlei holen möchte, sagt sie zu und sucht gemeinsam mit ihrem Mann Paul eine Nanny für die beiden Kleinkinder. Sie haben großes Glück und finden eine Frau, die nicht nur Wert auf ihr Äußeres legt, sondern auch noch eine Landesfrau ist und über mehrjährige Berufserfahrung verfügt. Außerdem scheint sie einen direkten Draht zu Adam und Mila zu haben und wird prompt engagiert. Was zunächst wie der Sechser im Lotto erscheint, weil die Kinderfrau Louisé nicht nur kocht, aufräumt und den kompletten Haushalt samt Kindern übernimmt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem ungesunden Abhängigkeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Angestellter. Myriam und Paul machen nun Familienurlaub zu "fünft" und fühlen sich wie Fremde in der eigenen Wohnung. Die ungesunde Stimmung nimmt kontinuierlich zu, doch keiner hätte die Tragödie, die sich wenig später im Hause Massé ereignet vorausgesehen ¿ Meinung Dieser Roman, der im Jahr 2016 Preisträger des Prix Goncourt geworden ist, hat mich schwer beeindruckt. Weniger auf Grund seines literarischen Anspruchs als vielmehr durch die beklemmend realistische und doch erschreckend grausame Erzählung, die sehr viele Belange des täglichen Lebens aufgreift und sie in einen alltäglichen Kontext setzt. Darüber hinaus entwirft die junge Autorin Slimani nicht nur vielschichtige Charaktere, sondern auch ein Beziehungsgeflecht zwischen Ihnen, welches wie das Netz einer gefährlichen Spinne immer dichter und enger wird und in dem man schließlich nur noch als Beute verenden kann. Die gewählte Ausgangssituation ist äußerst profan und realistisch, zeigt aber bereits das Dilemma, in dem sich berufstätige Mutter befinden, die zwar ihrer beruflichen Laufbahn nachgehen möchten, dann aber förmlich gezwungen sind, ihre Kinder einer anderen Frau anzuvertrauen, sie in die Obhut Fremder zu entlassen und immer mit einer latenten Schuld leben, weil Kind und Karriere nicht restlos vereinbar sind. Desweiteren greift die Autorin einen wichtigen gesellschaftlichen Punkt auf, der deutlich macht, wer eigentlich die Zugehfrauen sind, woher sie kommen und wie undankbar und unterbezahlt ihre tägliche Schwerstarbeit ist. Zwar sind die Umstände im gewählten Pariser Musterhaushalt noch weit schockierender, noch viel tiefgründiger und natürlich äußerst persönlich, doch neben dem Einzelschicksal der Familie Massé, wird auch das gesellschaftliches Phänomen von Nannys greifbar. Die gewählte Erzählperspektive sorgt beim Leser für den Rundumblick, eben weil er nicht nur die gestresste, verzweifelte Mutter kennenlernt, nicht nur den leicht desinteressierten Vater, sondern auch die psychisch gestörte Kinderfrau, die arglosen, manchmal auch gemeinen Kinder. Die Nachbarn, das persönliche Umfeld, die immer gleichen Tagesabläufe und die zahlreichen Ursachen aus der Vergangenheit ebenso wie die trügerische Idylle der Gegenwart. Die Besonderheit dieses Romans liegt meines Erachtens in seiner beklemmenden Stimmung, in seiner nachhaltigen Wirkung und seiner allumfassenden Erzählweise. Obwohl die Autorin bewusst auf die Ich-Erzählperspektive verzichtet und damit alles sehr sachlich und streckenweise distanziert wirkt, gefällt mir dieses stilistische Mittel bei der Art der Erzählung ausgesprochen gut. Nicht zuletzt, weil damit die Frage nach Schuld oder Selbstverschulden so offen im Raum hängen bleibt. Es gibt kein abschließendes Urteil, keine absolute Wahrheit, keine zufriedenstellende Auflösung - die Tragödie nimmt einfach ihren Lauf und lässt den Leser mit dem bitteren Geschmack des Unvermeidlichen zurück. Fazit Ich vergebe 5 Lesesterne für ein weiteres Lesehighlight im Jahr 2017, einen Roman mit Realitätsbezug mit Dramatik, mit persönlichen und gesellschaftlichen Verfehlungen, mit Menschen, die nicht aus ihrer Haut können, die gleichermaßen verzweifelt und engagiert auftreten, die kämpfen, abwägen und fehlerhafte Entscheidungen treffen. Und diese fast psychologische Menschenstudie hat mir ausgesprochen gut gefallen, weil sie Komplexität und Überblick bewahrt, in Momenten in denen das Glück Einzelner wie ein herunterfallender Spiegel in tausend Scherben zerbricht.
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