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Die Geschichte des Wassers

Roman. Originaltitel: Blå.
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Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des blauen Planeten verän… weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Geschichte des Wassers
Autor/en: Maja Lunde

ISBN: 3442757746
EAN: 9783442757749
Roman.
Originaltitel: Blå.
Übersetzt von Ursel Allenstein
Btb

12. März 2018 - gebunden - 480 Seiten

Beschreibung

Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des blauen Planeten verändern kann.

Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein uraltes Segelboot entdecken. Signes Segelboot.

Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit.


Portrait

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Ihr Roman "Die Geschichte der Bienen" wurde mit dem norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet und sorgte auch international für Furore. Das Buch stand monatelang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und wurde in 30 Länder verkauft. "Die Geschichte des Wassers" ist der zweite Teil ihres literarischen Klima-Quartetts, das sich mit den Folgen menschlichen Handelns für die Natur beschäftigt.

Leseprobe

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Bewertungen unserer Kunden
Eine unaufgeregte Geschichte mit Moral
von anushka - 17.05.2018
Norwegen, 2017: Die fast 70-jährige Signe ist den größten Teil ihres Lebens Umweltaktivistin gewesen. Im Schatten eines Gletschers aufgewachsen, musste sie schon früh mit ansehen, wie die Natur für Profit ausgebeutet und massiv darin eingegriffen wurde. Nun ist sie zurückgekehrt und muss zusehen, wie der Gletscher abgebaut wird, damit Superreiche ihre Drinks mit hochexklusiven Eiswürfeln aus echtem Gletschereis aufwerten können. Also macht sich Signe ganz allein mit ihrem Segelboot auf den Weg nach Frankreich. Frankreich, 2041: David und Lou sind Klimaflüchtlinge. Zunehmend breitet sich eine riesige Dürre aus und macht ganze Länder zu Wüsten, während sich die Wasserländer dem Regen und der Fluten kaum erwehren können. Als in ihrer Heimatstadt alles zerstört wird, machen sich David und seine Familie endlich auf den Weg in den Norden. In den Wirren gehen jedoch Davids Frau und Sohn im Säuglingsalter verloren. Im Flüchtlingslager wollen David und Lou auf sie warten. Doch auch hier wird die Situation immer kritischer. Hoffnung schöpfen beide nur durch die Entdeckung eines alten Segelboots in einem Garten. Was mich bei den Bücher von Maja Lunde beeindruckt, ist zum einen die Gestaltung der deutschen Ausgaben, die ich sehr ansprechend finde. Zum anderen ist da die Themenauswahl, der sich Lunde widmet. Es geht um ökologische Probleme, die wir und unsere Vorfahren verursacht und aktuell verschlimmert haben. Wie man das nicht moralisierend präsentieren soll, wie es von etlichen Rezensenten oder Feuilletonisten bemängelt wird, ist mir ein Rätsel. Denn wie anders sollen die Menschen wachgerüttelt werden? Sicher, es wäre hilfreicher, wenn Lunde ein paar Lösungsansätze präsentieren könnte, doch ist das ja nicht die vordergründige Aufgabe von Romanautoren. Vielmehr gelingt es Lunde meiner Meinung nach gut, Betroffenheit und Empathie zu wecken. In meinen Augen war auch schon Die Geschichte der Bienen kein spektakuläres Buch und in gleicher Weise finde ich auch Die Geschichte des Wassers unaufgeregt und ohne große Effekte oder Spannungsbögen. Allerdings hätten diese dem Buch durchaus gut getan. Dennoch konnte mich die Geschichte gut einfangen und bei der Stange halten, auch wenn mir der Zukunftsstrang wesentlich besser gefallen hat, während Signes Rückblick auf ihr Leben eher trivial wirkte. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm, nicht hoch literarisch. Beide Handlungsstränge enden leider etwas unbefriedigend. Signe scheint ihre Mission aus den Augen zu verlieren und bei David und Lou ist es ein ziemlich offenes Ende. Ich hoffe sehr, dass man im dritten Band dieses geplanten Umwelt-Quartetts noch etwas über die beiden erfährt. Zur Geschichte der Bienen gibt es hier allerdings auch keinen Bezug. Dafür ist Die Geschichte des Wassers unabhängig vom ersten Band lesbar. Insgesamt hat mir Die Geschichte des Wassers gut gefallen und es hat mich persönlich angesprochen und mich emotional berührt, auch wenn es nicht unbedingt emotional geschrieben ist. Dass ein Buch, gerade zu diesem Thema, auch eine Moral vermittelt, finde ich gerechtfertigt, denn meiner Meinung nach sollen Geschichten Botschaften haben. Sonst würde ich mich fragen, wozu ich sie eigentlich lese, von der ein oder anderen Alltagsflucht einmal abgesehen. Dennoch denke ich, dass man aus dem Thema auch mehr hätte machen können und dass einiges verschenktes Potential dabei ist. Aber Lunde bleibt sich treu; es sind wieder verschiedene Zeitebenen dabei, wenn dieses Mal auch nur zwei. Und auch die dünnen Fäden der Verwobenheit der Geschichten miteinander sind da, tauchen dieses Mal schon früher auf, bergen aber auch eine kleine Überraschung. Auch wenn das Buch vielleicht nicht ganz an seinen Vorgänger herankommt, finde ich es dennoch lesenswert und habe es selbst die meiste Zeit gern gelesen. Definitiv konnte es mich an die Autorin und auch an die Reihe binden, sodass ich garantiert auch zum dritten Band greifen werde, wenn er erscheint.
Nette Fortsetzung
von makkipakki - 04.05.2018
Nach Die Geschichte der Bienen ist Die Geschichte des Wassers der zweite Teil von Maja Lundes Klima Quartett. Der erste Teil begeisterte mich sehr, deshalb war die Vorfreude auf den zweiten Teil riesig. Doch zuvor zum Inhalt. In diesem Teil begenen wir nur zwei Handlungssträngen, der 70- jährigen Signe in der Gegenwart und David mit seiner Tochter Lou in der Zukunft. Signe ist eine Umweltaktivisten auf einer Mission. Sie möchte ihrem Jugendfreund Eis des Gletschers vor die Füße kippen, welches in ihrer Heimat Norwegen abgebaut wird. Über diverse Rückblenden erfahren wir vieles über Signes Vergangenheit. David und Lou haben durch ein Feuer den Anschluss an den Rest ihrer Familie verloren und sitzen nun in einem FLüchtlingslager fest. Die Dürre breitet sich aus. In diesem Buch ist das verbindende Element das Schiff Blau . Maja Lunde schafft es, mit einem einfachen Schreibstil ein solch schwieriges Thema lesenswert und, ja auch irgendwie, unterhaltsam zu machen. Die Sprache ist einfach, die Geschichte flüssig zu lesen. Auch die Unterteilung der Kapitel, bzw. die Aufsplittung in die verschiedenen Zeitebenen tun der Unterhaltung keinen Abbruch. Der Autorin gelingt es, am Ende eines jeden Kapitels für einen gewissen Spannungsbogen zu sorgen und somit das INteresse aufrecht zu erhalten. Die Handlung ist stimmig, allerdings sind die Charaktere schwierig, evtl. flach oder aber auch einfach. Signe ist mir persönlich zu radikal und am Ende dann zu leicht zu beeinflussen. David ist mir nicht wütend genug, wirkt resigniert. Alles in allem ist Die Geschichte des Wassers ein würdiger zweiter Teil des Klima Quartetts, kommt in meinen Augen jedoch nicht an den Vorgänger heran. Die Langatmigkeit an manchen Stellen und die für mich nicht stimmigen CHaraktere sind ein großes Manko. Die aktualität des Themas ist aber unbestrreitbar. Maja Lunde schafft es, dieses rührend umzusetzen. Das Buch ist defintiv empfehlenswert, auch ohne Vorkenntnisse von Die Geschichte der Bienen . Allerdings hoffe ich im nächsten Teil auf faszinierende und schlüssigere CHaraktere, dann gebe es auch wieder fünf Sterne.
Ein gut erzählter Schmöker mit Message
von TanyBee - 05.04.2018
Im letzten Jahr war "Die Geschichte der Bienen" ein großer Erfolg und auch mir hat es gut gefallen. Als ich nun gesehen habe, dass das nächste Buch der Autorin "Die Geschichte des Wassers" heißt, war ich erst einmal verwundert. Ist das jetzt eine Art Abklatsch? Ist das nicht langweilig? Doch schon nach den ersten Seiten war ich überzeugt, dass sich die Lektüre lohnt. Zum Inhalt: Wie auch schon "Die Geschichte der Bienen" spielt das Buch auf verschiedenen Zeitebenen, diesmal aber nur auf zwei. Im Jahr 2017 begleiten wir Signe, fast 70 Jahre alt, die ihr ganzes Leben für die Umwelt gekämpft hat. Sie hat erfahren, das ihre Jugendliebe Magnus im ihrem Heimatdorf in Norwegen Teile des Gletschers abbaut, um sie reichen Leuten in warmen Ländern als Eiswürfel zu verkaufen. Sie beschließt, Magnus eine Lektion zu erteilen. Im Jahr 2041 begleiten wir David und seine Tochter Lou in Frankreich. Das Land leidet unter einer großen Dürre und die beiden mussten nach einem Brand aus ihrem Heimatort fliehen und haben dabei die Mutter Anna mit Baby August aus den Augen verloren. Die beiden finden Zuflucht in einem Lager, doch auch hier ist das Wasser streng begrenzt. Und es wird immer knapper. Wenn ich so darüber nachdenke, spielt das Buch eigentlich doch zu drei verschiedenen Zeiten. Denn der Leser erfährt auch viel über Signes Kindheit und Jugend. Obwohl die beiden Handlungsstränge wenig miteinander zu tun haben, nur kleine Berührungspunkte haben, hat man trotzdem nicht das Gefühl, zwei verschiedene Bücher zu lesen. David und Signe sind sicher nicht perfekt, sie machen Fehler, aber sie sind trotzdem sympathisch und es ist spannend, sie auf ihrem Weg zu begleiten und die Welt durch ihre Augen zu sehen. "Die Geschichte des Wassers" ist ein richtiger Schmöker, der sich sehr gut liest. Die Seiten fliegen nur so dahin. Das Szenario, dass für das Jahr 2041 entworfen wird, ist sicherlich nicht unrealistisch und es ist gut, sich mit solchen Themen zu beschäftigen und auch das eigene Verhalten zu hinterfragen. Aber einen Kritikpunkt habe ich doch: die Geschichte ist zu großen Teilen vorhersehbar. Richtige Überraschungen kamen nicht vor. Für meinen Geschmack hätte das Thema etwas komplexer angegangen werden können, weniger naiv. Das hört sich jetzt schlimmer an, als es ist, denn ich hatte auf jeden Fall sehr schöne Lesestunden und gebe dem Buch 4 Sterne. Ich habe gelesen, dass die Autorin insgesamt vier Bücher zu Umweltthemen plant. Ich freue mich schon auf die nächsten beiden und bin gespannt, welche Geschichte sie uns als nächstes erzählt.
Von der Wichtigkeit des Wassers
von Kaffeeelse - 12.05.2018
Hier in diesem Buch erzählt uns Lunde Geschichten ums Thema Wasser. Die Handlung des Buches wird in zwei Erzählstränge gegliedert. Der erste Erzählstrang spielt 2017 in Ringfjorden und Eidesdalen, Sogn und Fjordane, Norwegen; hier wird die Geschichte von Signe und ihrer Familie erzählt. Signe verkörpert die Umweltschützerin, ist 70 Jahre alt und immer noch von einem starken Kampfgeist erfüllt. Sie kann und will nicht nachvollziehen, wieso ein großer Teil der Menschheit nur noch den eigenen Vorteil sieht und auch bereit ist dafür vieles Unsinnige zu akzeptieren, lebt für den Umweltschutz und ist bereit für diesen auch viele persönliche Opfer zu bringen. Als der Gletscher in ihrer Heimatgemeinde aus Profitgründen abgebaut wird, reagiert sie und möchte aber auch eigene Altlasten aufarbeiten. Der Zweite Erzählstrang spielt 2041 in Timbaut, Bordeaux, Frankreich; hier beschreibt uns Lunde die Welt von David und Lou, Vater und Tochter. Die Familie von David flüchtet vor der Dürre und einem daraus resultierenden Brand in ihrer Heimatstadt Argelès. Auf der Flucht trennen sich die Wege des Vaters mit der Tochter von der Mutter(Anna) mit dem Sohn(August), beide sind geschockt und kommen in ein Flüchtlingslager nahe Timbaut. Hier warten und hoffen sie auf ihre Angehörigen und werden mit dem düsteren Endzeitszenario ihrer Welt konfrontiert. Beide Erzählstränge werden auch wieder geschickt miteinander verwoben. Wieder ist es ein informatives Buch, man erfährt so einiges zum Thema Wasser, aber es hätten noch durchaus mehr Informationen sein können, hier geht es vorrangig um die Ressourcenausbeutung und die Folgen davon. An Veränderungsstrategien wird nur die Meerwasserentsalzung erwähnt, da hätte noch durchaus mehr Platz finden können. Auch in der Handlung kommt es für mich leider nicht an die Geschichte der Bienen heran, es fehlt für mich die Tiefe des ersten Buches, das so überaus geschickte Erzählen des ersten Bandes fehlt für mich fast vollkommen. Hier hatte ich nur den Eindruck, es plätschert und plätschert und plätschert so dahin, es ist eine gewisse Spannung vorhanden, ja, auch ein Sog, ja. Besonders der erste Erzählstrang hat diesen, aber im zweiten Erzählstrang hat man fast den Eindruck, es ist ein anderer Autor, es fehlt für mich vollkommen die Tiefe der Geschichte, wie auch der Figuren, sie erscheinen einem sehr flach gezeichnet, fast schon nervend. Man möchte sie schütteln. Das hätte denke ich besser und spannender gezeichnet sein können. Die Art der Darstellung war sicher gewollt und damit sollte sicher auch der Schock des Verlustes der bisherigen Welt verdeutlicht werden. Aber leider konnte mich das nicht richtig erreichen. Das Buch lässt sich dennoch gut lesen und ist auch spannend geschrieben. Auch ein gewisser Sog ist merkbar. Aber dieses Buch kommt für mich nicht an die Bienen heran. Schade. Trotzdem sollte es gelesen werden, denn auch dieses Mal geht es um ein wichtiges Thema, das uns alle angeht und definitiv noch sehr angehen wird. Wie heißt es doch so treffend in einem guten und von mir sehr geschätzten Film. Die Zeit der Wasserkriege kommt erst noch. Vielleicht sind sie auch schon da, wenn ich an die Arabische Welt oder Mittelasien denke.
Gelungene Geschichte mit kleinen Schwächen
von BücherwurmNZ - 23.04.2018
Abwechselnd erzählt Maja Lunde dem Leser aus dem Leben der beiden Protagonisten. David floh mit seiner Tochter Lou in ein Auffanglager. Getrennt von seiner Frau und seinem Sohn, muss er sich nun alleine um Lou kümmern und alleine entscheiden. Lunde schafft es sehr gut, seine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Frau und Kind, seinen inneren Zwiespalt und Widerspruch nachvollziehbar und eindringlich darzustellen. Als Leser ist man betroffen von seiner Situation und fühlt mit ihm. Auch Signes Gedanken und Gefühle sind anschaulich und nachvollziehbar geschildert. Sie ist eine starke Frau mit eigener Meinung und steht für die Umwelt und den Naturschutz ein. Ihr Handlungsstrang war durchflochten von einem Rückblick auf ihr Leben, das eng mit ihrem Heimatdorf und dessen Gletscher verbunden ist. Wie in Die Geschichte der Bienen ist auch in diesem Buch der Schreibstil von Maja Lunde wieder herausragend. Ich liebe den Wechsel zwischen langen und kurzen Sätzen und die vorher noch nie gelesenen Vergleiche. Insgesamt hat mir dieses Buch wieder sehr gefallen, auch wenn es im Vergleich zum Vorgänger etwas schwächer ist. Aber Die Geschichte der Bienen ist für mich einfach perfekt, da konnte Die Geschichte des Wassers meiner Meinung nach nicht besser werden. Darüber hinaus ist mir der Einbau von Fakten über das Wasser, dessen Verschmutzung und der Knappheit in dem in der Zukunft spielenden Handlungsstrang zu kurz gekommen und hätte mehr Potenzial gehabt. Zudem wirkt Davids Geschichte auf mich noch nicht fertig erzählt. Fazit: Auch wenn ich den Vorgänger deutlich besser finde und mir in Die Geschichte des Wassers einige Aspekte fehlen, ist Maja Lunde wieder ein tolles Buch mit einer berührenden und zum Nachdenken anregenden Geschichte gelungen.
Ich trinke, also bin ich?
von yesterday - 07.06.2018
Wer die etwas langatmigen ersten Abschnitte dieses Buches übersteht, wird belohnt. Und zwar mit einem nachdenklich machenden Roman über Luxus, Vergänglichkeit und Miteinander. Maja Lunde hat nur wenige Hauptfiguren gewählt dafür seziert sie diese vorsichtig und wirft viele Fragen auf. Wie sehr bestimmt unsere Vergangenheit, unsere Kindheit, wer wir jetzt sind? Was könnte in Europa passieren, wenn die Klimaerwärmung noch ein paar Jahrzehnte so voranschreitet? Lunde stellt Thesen auf, erfindet ein erschreckendes Szenario und lässt den so normalen Griff zur Wasserflasche plötzlich in anderem Licht erscheinen. Kein Eis, kein Regen, kaum Trinkwasser. Wollen wir das wirklich? Können wir das verantworten? Oder wird alles schon nicht so schlimm werden, wenn wir den Kopf nur tief genug in den Sand stecken? Sand jedenfalls sollten wir dann genug haben, wenn ganze Landstriche ausdörren und unbewohnbar werden. Das jedenfalls passiert - bis jetzt nur - im Roman. 2041 begleitet der Leser eine kleine Familie, Vater und Tochter, auf der Flucht. Der Flucht vor Hitze, Flammen und Verdursten. Das Buch macht durstig. Durstig nach Wasser, aber auch nach Lundes Erzählstil, nach ihren Charakteren und wunderbaren Geschichten. "Die Geschichte des Wassers" ist eine kleine Mahnschrift, aber genauso ein schöner, eigenwilliger Roman um zutiefst menschliche Gedanken und Gefühle.
Enttäuschende Umsetzung eines interessanten Themas
von Nijura - 31.03.2018
Norwegen 2017: Die Umweltaktivistin Signe kämpft seit Jahren gegen den Raubbau ihrer Heimat. Als sie von der Zerstörung der heimischen Gletscher erfährt - das Gletschereis wird als Luxusgut in südliche Länder verkauft, vermutet sie, dass ihr ehemaliger Geliebter Magnus darin verwickelt ist. Sie stiehlt einige der Kisten und lädt sie auf ihr Boot Blau und fährt damit nach Frankreich, da Magnus inzwischen dort lebt. Während sie dorthin unterwegs ist, lässt sie ihr Leben Revue passieren. Nordfrankreich 2041: David flieht mit seiner Tochter Lou vor Dürre und Feuer in ein Flüchtlingslager, hier wartet er auf die Ankunft seiner Frau Anne und ihrem kleinen Sohn August. Es gibt kaum noch Wasser, alles wird rationiert. Täglich geht David zum roten Kreuz und fragt nach seiner verlorenen Familie. Ich habe mit Begeisterung Die Geschichte der Bienen gelesen und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Buch. Leider kann Die Geschichte des Wassers nicht mit dem Vorgängerbuch mithalten. Es wird zwar der Raubbau des Wassers angesprochen, aber wie es dann zu der Dürre im Jahr 2041 kommen konnte, erschließt sich mir trotzdem nicht. Dazu hätte ich gerne wesentlich mehr Informationen erhalten. Dementsprechend oberflächlich wirkt die Handlung. Mir hat sich auch nicht eröffnet, wie die Fracht an Bord des Schiffes das Schicksal des Planeten ändern kann. Da hatte ich viel mehr erwartet. Die Geschichte um Signe fand ich sehr langatmig und die Protagonistin ist mir auch nicht sonderlich sympathisch. Davids Geschichte war interessanter, aber auch hier habe ich keinen Bezug zu den Personen aufbauen können. Irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, dass es in dem Flüchtlingslager vor Menschen wimmelt. Jedenfalls werden wenig Personen benannt. Die Thematik um das knappe Wasser und die verzweifelte Hoffnung der Menschen sind die einzigen Themen, die gut beschrieben werden. Fazit: Interessantes Thema, aus dem man wesentlich mehr hätte machen können. Für mich leider eine Enttäuschung.
Das ganze Leben ist Wasser
von herzett - 11.06.2018
Die Geschichte des Wassers , ein Buch, auf das ich mich schon recht lange gefreut habe. Zunächst treffen wir in Norwegen auf die 67-jährige Umweltaktivistin Signe im Jahre 2017. Ihre Geschichte ist aktuell, sie blickt zurück auf ihre Kindheit und die Anfänge, den Eingriff in die Natur und Umleitung von Flüssen um Strom zu produzieren - Strom für eine wachsende Population und Produktion. Bereits da macht sie sich dank ihres Vaters Gedanken über die Auswirkungen eines trocken gelegten Flusses und setzt sich später dann auch aktiv dagegen ein. Dass andere nun nicht diese Meinung teilen und hierzu auch ihre Mutter gehörte, ist dann das größte Hindernis dieser bzw. unserer Generation ist. Du sagst, es ist unser Instinkt, für unsere Nachkommen zu sorgen [...]Aber eigentlich sorgen wir nur für uns selbst. Uns selbst und unsere Kinder. Höchstens noch für unsere Enkel. Diejenigen, die danach kommen, vergessen wir. Und gleichzeitig sind wir dazu in der Lage, Eingriffe vorzunehmen, die hunderte Generationen in der Zukunft beeinflussen, die alles zerstören für alle, die nach uns kommen. Signe wird erneut aktiv und will ihrer damaligen großen Liebe, dem Mann, der so dachte wie die alle anderen, die nur an sich und ihren Profit interessiert sind, zur Rede stellen. Doch ihre Reise zu ihm wird schwieriger als erwartet. Im Gegensatz dazu lernen wir David im Jahre 2041 kennen. Er, der wie viele andere mit dem Auswirkungen des Klimawandels und des fehlenden Süßwassers zu kämpfen hat. Erst als die Stadt beinahe verlassen ist, Brände und südliche Kriege alles bedrohen, erkennt auch er die Notlage und will mit seiner Familie in Richtung der nördlicheren Wasserländer fliehen. Dass auch dies kein einfaches Unterfangen wird, seine Familie mehr oder minder daran auseinanderbricht und eine Notlage zwischen Hoffnung und Verdursten entsteht, wird an dieser Stelle nun noch nicht verraten. Es ist eine sehr eindrucksvolle Geschichte, eine Idee, dessen Ausmaß eigentlich jedem bereits klar sein sollte. Wasser ist etwas so essenziell wichtiges. Maria Lunde schafft es, in Form eines Romans auf die Auswirkungen vorherrschender Klimaänderungen und Sturheit der Menschheit, die alles beeinflussen will, aufmerksam zu machen. Nun, es ist kein hoch komplex-literarischer Roman. Man merkt eindeutig, dass es ein Buch für eine breite Zielgruppe gedacht ist und eigentlich ist auch gerade das so mitentscheidend, denn die Auswirkungen von dem was wir tun und das Leben als solches geht uns alle was an. Dass sich die Welt verändert, merken wir bereits heute. Sauberes Trinkwasser zu finden wird teilweise immer schwieriger und doch handelt der Mensch immer noch grob fahrlässig. Dass daraus einmal Lebensmittelknappheit, riesige Unzufriedenheit, Kämpfe und Angst entstehen können, ist heute noch nicht vorstellbar, aber genau auf dies geht der Roman ein. Ich könnte nun eine ganze Umweltdebatte lostreten, aber was ich eigentlich sagen will ... der zweite Teil des Klima-Quartetts ist dem Wasser, dem Element aus dem das Leben entsteht und unser aller Leben möglich ist, gewidmet. Ein Element so extrem kostbar, und doch überall um uns herum. Was passiert, wenn die Quelle allen Lebens so langsam versiegt, schildert Maja Lunde total treffend und realistisch. Mit großer Action und herzzerreißenden Liebesszenen kann man in diesem Roman jedoch nicht rechnen. Mir persönlich fehlt ein gewisses Etwas. Ich kann es gar nicht direkt in Worte packen, aber es ist kein so mitreißender Roman, es ist eher eine konstante, konstruierte Geschichte ohne große Spannungsbögen. Dennoch hat dieses Buch zum Denken angeregt und abseits von Du musst dies und das tun um das Klima zu schützen auf die Auswirkungen unseres heutigen Handelns gelegt. Und gerade darum habe ich es gern gelesen.
Anrührende Unweltgeschichte
von KrimiElse - 04.04.2018
"Du sagst, es ist unser Instinkt, für unsere Nachkommen zu sorgen. ... Aber eigentlich sorgen wir nur für uns selbst. Uns selbst und unsere Kinder. Höchstens noch für unsere Enkel. Diejenigen, die danach kommen, vergessen wir. Und gleichzeitig sind wir dazu in der Lage, Eingriffe vorzunehmen, die hunderte Generationen in der Zukunft beeinflussen, die alles zerstören, für alle, die nach uns kommen. Damit ist der Beschützerinstinkt doch wohl gescheitert." Es ist ein äußerst wichtiges Thema, das Maja Lunde im zweiten Band ihres Klimaquartetts "Die Geschichte des Wassers" abarbeitet. Nach ihrem großartigen Buch "Die Geschichte der Bienen" versucht sie, an bewährtes anzuknüpfen und verbindet die Thematik Wasser mit sehr persönlichen Geschichten in verschiedenen Zeitebenen. Aus Norwegen im Jahr 2017 bricht die 70jährige Signe mit ihrem Segelboot "Blau" auf in Richtung Frankreich, um dort ihrer Jugendliebe Magnus das in seiner Verantwortung abgebaute norwegische Gletschereis vor die Füße zu werfen. Sie ist von Kindheit an geprägt von der Wasserwelt Norwegens, den Fjorden und Gletschern, die sie jahrzehntelang als Umweltaktivistin und Journalistin zu schützen und zu verteidigen versuchte. In Frankreich 2041 ist der junge Vater David mit seiner kleinen Tochter Lou auf der Flucht vor der Dürre und dem Feuer. Getrennt von seiner Frau Anna und seinem kleinen Sohn August gelangt er in ein Flüchtlingslager, das zunächst gut organisiert wie ein schützender Unterschlupf erscheint, trotz Rationierung von Wasser und Nahrung. Doch schnell ändern sich die Verhältnisse, die Dürre und die Feuer kommen näher und die Lagergemeinschaft zerbricht. David und Lou finden nahe dem Lager ein altes Segelboot, das sie zu ihrer geheimen und hoffnungsvollen Zuflucht machen. Neben den Zeitwechseln zwischen Gegenwart und Zukunft bestimmt außerdem die Vergangenheit von Signe die Geschichte, sie erinnert sich auf dem Segelboot an ihre Kindheit und an die Zeit, als sie als junge Frau stark, stur und geradlinig ihren Weg zum Schutz des Wassers ging, beeinflusst und getrieben von ihrem Vater und von ihrer ursprünglichen norwegischen Umwelt. "Das ganze Leben ist Wasser, das ganze Leben war Wasser, wohin ich auch sah, war Wasser. Es fiel als Regen von Himmel oder als Schnee, es füllte die kleinen Bergseen, legte sich als Eis auf den Gletscher, strömte in tausend kleinen Bächen den steilen Berghang hinab und schwoll an zu. Fluss Breio. Es lag spiegelglatt vor dem Ort am Fjord." Ich muss zugeben, dass ich diesmal mit einer Erwartungshaltung gelesen habe, die ich mir sonst zu verkneifen versuche, denn mich hat das erste Buch der Autorin im vergangenen Jahr sehr beeindruckt und begeistert. Maja Lunde konnte das hohe Niveau leider nicht halten, zu kurz geraten sind für mich die faktischen Anteile zum Wasser und zu breit getreten die persönlich geprägten Geschehnisse, zu hoffnungsvoll ist mir die Geschichte, auch wenn es kein positives Ende gibt, und zu freundlich erzählt. Ich hatte fast das Gefühl, dass die Autorin vermitteln wolle, alles klärt sich irgendwie, und sei es auch nur vom kleinen privaten Glück bis zum nächsten, solange man die Hoffnung, die Menschlichkeit und das positive Denken nicht verliert, wird man zumindest vorübergehend gerettet. Mir fehlt hier der düster-melancholische Grundton, der mich beim ersten Roman durch die Geschehnisse trug. "Die Natur gehört uns nicht...Genauso, wie wir nicht ihr gehören. Das Wasser gehört uns nicht, niemandem gehört das Wasser. Und trotzdem machen wir einfach immer so weiter." Trotz meiner Kritik ist es ein sehr gut geschriebenes Buch, das Signes Geschichte stellenweise atemlos erzählt und einen guten Eindruck der Machtlosigkeit persönlichen Handelns vermittelt, wenn die Mehrheit mit verbundenen oder fest zugedrückten Augen entscheidet. Signe, die Kämpferin und Umweltaktivistin, ist allerdings ein Charakter, der letztlich aufgibt, und das nicht nur im Alter. Das ist enttäuschend zu lesen, aber eben auch realistisch und menschlich. David, zunächst von tiefer Niedergeschlagenheit und Dulden geprägt, stolpert anfangs fast durch die Geschehnisse. Er versucht, den Rest seiner kleinen Familie zu beschützen und setzt dabei Hoffnungen in augenscheinlich hoffnungslose Wege, die ihn gegen Ende des Romanes versöhnter mit seinem Schicksal erscheinen lassen. Auch das ist menschlich und vermittelt einen wirklichkeitsnahen Eindruck. Vielleicht ist es genau das, was Maja Lunde wichtig ist, neben dem Aufzeigen der Problematik und den Folgen unseres Handelns im Umgang mit Wasser? Dass Versöhnung und Annäherung ein guter Weg sein kann? Denn so wie sich Signe und Magnus trotz unversöhnlicher Standpunkte bezüglich Umweltproblematik annähern, so nähern sich in der Zukunft vormals getrennte soziale Gruppen, symbolisiert durch David und Marguerite. "...die Kinder heutzutage werden von der Generation vor ihnen gefördert, auch sie kennen keinen Widerstand, ihnen ist alles egal, solange sie nur ihr iPhone7 zum siebten Geburtstag bekommen." Ich habe das Buch gerne gelesen, trotz meiner Kritik. Es ist thematisch wichtig und aktuell, sprachlich gut umgesetzt, die Autorin erzählt kritisch und mit gut recherchierten Background vom für uns lebenswichtigen Wasser, verpackt in eine spannende Geschichte , und erinnert dabei eindringlich daran, was Reglementierung von Wasser bedeuten kann und in manchen Ländern heute schon bedeutet. Und auch wenn ich es nicht als ein großes Werk anspruchsvoller Literatur sehe, gebe ich eine Leseempfehlung mit 3,5 Sternen.
Gelungene Fortsetzung des Klimaquartetts
von Tara - 18.03.2018
"Die Geschichte des Wassers" ist nach "Die Geschichte der Bienen" der zweite gelungene Teil des Klimaquartetts der norwegischen Autorin Maja Lunde. Die Bücher sind unabhängig voneinander zu lesen und es sind kein Vorkenntnisse aus dem ersten Band notwendig. Der Roman spielt in zwei Zeitebnen. In der einen - die im Jahre 2017 handelt - geht es um den Umweltaktivistin Signe. Sie macht sich mit ihrem Segelboot auf die Reise von Norwegen nach Frankreich, um dort mit der Liebe ihres Lebens zu reden. In der anderen Zeitebene befindet man sich in der Zukunft, im Jahr 2041. Wegen einer großen Dürre flieht der junge Vater David gemeinsam mit seiner Tochter Lou aus Südfrankreich in Richtung Norden, wo es noch Wasser geben soll. Er hofft in einem Lager seine Frau und seinen Sohn wieder zu treffen. Das Buch ist ähnlich aufgebaut wie "Die Geschichte der Bienen". Die Erzählstränge wechseln sich ab und jedes Kapitel beginnt mit dem Hinweis wann und wo man sich befindet. Ebenso findet man auf jeder Seite den Namen des Protagonisten. Der Schreibstil von Maja Lunde ist ruhig aber dennoch fesselnd. Geschickt verknüpft sie die beiden Geschichten miteinander. Die Charaktere wirken authentisch, sind keineswegs fehlerfrei. Signe ist ziemlich kompromisslos und gegenüber ihrem früherem Partner fasst ein wenig missgünstig. David versucht sein Bestes als Vater zu geben, scheitert aber an den schwierigen Umständen. Das Buch lässt sich trotz der düsteren Thematik leicht lesen und der Autorin ist es gut gelungen die Probleme des Klimawandels darzustellen. Auch nach dem Lesen, kann man das Buch nicht einfach wegstellen, da es - zumindest bei mir - noch lange nachklingt. Mein Fazit: Ein interessantes Buch mit erschreckendem Blick in die Zukunft.
Zwei Geschichten - Hoffnungen
von Anonym - 11.04.2018
2017 - 2041 Maja Lunde erzählt zwei Geschichten, von denen von Anfang an klar ist, dass sie irgendwann im Laufe des Buches zu einer verschmelzen werden. Signe lebt als ältere Frau im Jahr 2017 und war ihr Leben lang Umweltaktivistin. Sie erzählt die Geschichte ihrer Jugend, die sich bis in ihre Gegenwart zieht. Aufgewachsen in der Naturidylle Norwegens direkt an einem Fjord mit Wasserfall beginnt sie, für dessen Erhaltung zu kämpfen. Auch in der nun geschilderten Lebenssituation hat sie den Plan der Erhaltung des Gletschers und den Kampf gegen die Klimaerwärmung und die Industrieansiedelung in ihrer Heimat nicht aufgegeben. Mit Hilfe ihres Bootes, der Blau, versucht sie, ihr damals wichtige Menschen auf den Missstand aufmerksam zu machen und begibt sich auch eine Reise in die Vergangenheit und eine Reise nach Frankreich. David und dessen gesamte Generation leide unter den Folgen der Klimaerwärmung und haben mit Dürre und Bränden zu kämpfen. Getrennt von Frau und Sohn versucht er, sich und seine Tochter durchzubringen. In einem Lager angekommen beschreibt es die Missstände, die Unannehmlichkeiten und die Qualen, die die beiden durchstehen müssen. Aus lauter Verzweiflung und um seine Tochter auf andere Gedanken zu bringen, erkunden sie die Umgebung und machen mehr als nur eine großartige Entdeckung. Maja Lunde schreibt gut. Man kann ihr gut folgen, sieht man von einigen Bandwurmsätzen ab, die teilweise über eine Seite lang sind. Doch wenn man sich darauf einlässt und seine eigenen Sätze baut, folgt man den Geschichten ohne wenn und aber. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Geschichten noch mehr als nur eine lose Verbindung auf den letzten Seiten ausweisen.
Der Quell des Lebens
von Langeweile - 18.04.2018
Norwegen 2017: Signe macht sich im Alter von 70 Jahren mit ihrem Boot Blaue auf den Weg nach Frankreich. Dort will sie Magnus treffen ,die große Liebe Ihres Lebens, um mit ihm abzurechnen. Einst waren beide Umweltaktivisten, er jedoch hat die einstigen Ideale , zugunsten des Profits verraten. Wie wird ihr Zusammentreffen verlaufen? Frankreich 2041: Eine große Dürre zwingt die Menschen das Land zu verlassen.Sie flüchten in Richtung Norden, in der Hoffnung, dort auf das lebensnotwendige Wasser zu treffen. Unter den Flüchtenden befindet sich David mit seiner Tochter Lou.Von seiner Freundin Anna und dem gemeinsamen Sohn August wurde er auf der Flucht getrennt. Als sie in einem vertrockneten Garten auf ein altes Segelboot, es handelt sich um Signes Blaue , treffen , schöpfen Sie neue Hoffnung. Meine Meinung: Ebenso wie in dem Vorgängerbuch Die Geschichte der Bienen stellt die Autorin auch hier, den Umgang mit der Natur in den Mittelpunkt. Erneut machen die verschiedenen Zeitebenen den besonderen Reiz der Geschichte aus. Beide Zeitabschnitte werden in Ich- Form aus der Sicht von Signe oder David erzählt und enden meistens mit einem Cliffhanger,was der Geschichte einen speziellen Reiz verleiht. Allerdings muss ich gestehen, dass mir im zweiten Buch der Autorin, die Protagonisten nicht so nahe kamen, wie bei der Geschichte der Bienen . Fazit: Eine Geschichte, die zum Nachdenken zwingt. Ich freue mich schon auf den folgenden Band.
von Anonym - 03.04.2018
Worum gehts? Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des blauen Planeten verändern kann. Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein uraltes Segelboot entdecken. Signes Segelboot. Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit. (Quelle: Vorablesen) Meine Meinung Das Cover passt hervorragend zum Buch, auch wenn es mir in einer Buchhandlung nicht aufgefallen wäre. Wobei der Titel für mich etwas unpassend ist. Besser wäre: Nachdem das Wasser verschwand oder Wie das Wasser verschwand . Trotzdem passt es somit zum 1. Teil des sogenannten Klimaquartetts. Das angesprochene Thema in diesem Buch hat mich von Anfang an interessiert. Berührend erzählt die Autorin von dem Problem, vor dem die Menschheit früher oder später stehen wird: dem Mangel an Trinkwasser. Es ist ein wichtiges Thema, jedoch wurden in diesem Buch nur die Folgen angesprochen. Viel wichtiger jedoch wären auch die Ursachen: die Wasserverschwendung, -verschmutzung, der Überkosum von Konsumgütern. Ich war eigentlich der Meinung, dass dieses Buch warnen sollte, die Menschheit aufrütteln sollte. Jedoch tut es das leider (!) nicht. Und trotzdem verwebt die Autorin zwei Erzählungen so unabänderlich miteinander, dass sie einem einprägt und nicht mehr loslässt. Mit durchdachten Charakteren und einmaligen Geschichten wurde ein großartiges Buch erschaffen. Fazit Durch die poetische Verwebung zweier Geschichten wird dieses Buch einmalig. Es behandelt ein wichtiges Thema, jedoch hat es dies nicht ganz getroffen. Für mich ist da immer noch Potenzial zu mehr. Trotzdem konnte es mich überzeugen, sodass ich mir im Anschluss den ersten Teil des Klimaquartetts (also Die Geschichte der Bienen besorgen werde.
Ohne Wasser kein Leben
von leseratte1310 - 01.04.2018
Wie soll man leben ohne Wasser? Doch wir gehen alle zu sorglos damit um. Unser Trinkwasser muss aufwendig gereinigt werden und dennoch bleiben Rest von Medikamenten und Micro-Kunststoff im Wasser zurück. Konzerne wollen aus wirtschaftlichen Gründen dieses Ressourcen vereinnahmen. Der Klimawandel schafft weitere Probleme, denn in manchen Teilen unserer Erde herrscht Dürre, während andere ständig überflutet werden. Das Eis an den Polen schmilzt und die Gletscher gehen zurück. Obwohl wir Menschen um die Probleme wissen, machen wir weiter wie gehabt. Dieses Buch warnt vor dem, was uns bevor steht. Die fast siebzigjährige Umweltaktivistin Signe macht sich 2017 von Norwegen mit einem Segelboot auf eine Reise. Sie will ihre wichtige Fracht an die französische Küste bringen. In Frankreich flieht 2041 ein Mann der junge Vater David und seiner Tochter Lou vor der Dürre. Sie hoffen in den Norden zu kommen, wo es noch Trinkwasser gibt. In einem Lager unterwegs entdecken sie in einem vertrockneten Garten Signes Boot. Alle Welt redet über "Die Geschichte der Bienen", ein Buch, das ich trotz des Hypes immer noch nicht gelesen habe. Da mich das Thema Wasser mehr beschäftigt, konnte ich bei diesem Buch natürlich nicht widerstehen. Es macht deutlich, wie unsere Zukunft aussehen wird, wenn wir nicht umschwenken. Zum Nachdenken soll die Geschichte anregen. Aber irgendwie konnte mich trotz des schönen Schreibstils das Buch nicht packen. Die Protagonisten nehmen mit ihrer persönlichen Geschichte einen großen Raum ein, aber sie waren mich nicht besonders sympathisch und kamen mir nicht nahe. Mir hat sich nicht erschlossen, wie Signes Fracht das Schicksal unserer Erde verändern kann. Was am Ende als Eindruck geblieben ist, ist die Not der Menschen, die verzweifelt hoffen, dass sie doch noch ein Fleckchen auf der Erde finden, wo es Wasser für sie gibt. Das Buch behandelt eine wichtige Thematik, um uns vor Augen zu führen, was uns blühen kann, wenn wir nicht aufpassen. Leider aber konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen.
Das Boot heißt Hoffnung
von Hennie - 24.03.2018
Nach der "Die Geschichte der Bienen" legte Maja Lunde nun "Die Geschichte des Wassers" vor. Der Klappentext setzte in mir eine Erwartung frei, die ich nach dem Lesen des Buches nur in Ansätzen erfüllt sah. Der Anspruch, den das Thema Klimawandel bedingt, wurde m. M. nach mit diesem Buch nicht erfüllt. Das liegt nicht am Unvermögen der Autorin sich auszudrücken, sondern wie sie ihre Hauptpersonen (vor allem Signe) agieren läßt und wie die beiden Handlungsstränge miteinander verbunden werden. Doch der Reihe nach: Auf 474 Seiten läßt die Autorin die Ich-Erzähler Signe und David abwechselnd zu Wort kommen. Diesen ständigen Wechsel empfinde ich nicht gerade als Vorteil. Vor allem bei der norwegischen Protagonistin Signe, die ja aus der Gegenwart im Jahre 2017 berichtet und immer wieder in die Vergangenheit in ihren Erinnerungen abdriftet, erscheint das sehr einseitig und teilweise sehr engstirnig. Ihr Verhalten bezeichne ich als übermotiviert und oft unangemessen. Der Kampf Signes gegen das Wasserkraftwerk in ihrer Heimat kommt mir vor wie ein Kampf gegen Windmühlen. Sie ist eine couragierte Umweltaktivistin für die es keine Grenzen gab und gibt, mittlerweile um die 70 Jahre alt. Die Naturschützerin sucht ihre alte Heimat mit dem Ziel auf, den Abbau des Gletschereises zu boykottieren. Die Leute holen aus dem Gletscher das Eis, damit es die Reichen in den Wüstenstaaten in ihren Drink geben können. Sie packt resolut einige Kisten ein und macht sich mit ihrem Segelboot auf den beschwerlichen Wasserweg nach Frankreich zu ihrer Jugendliebe Magnus, der inzwischen dort lebt. Und ab hier fragte ich mich, wann nimmt denn die Geschichte nun richtig Fahrt auf? Was bezweckt Signe mit ihrem Tun? Warum macht sie das? Die andere Handlungsebene beginnt im Jahre 2041 in Frankreich. David, ein sehr junger Vater, befindet sich mit seiner Tochter Lou auf der Flucht aus seiner Heimat, einem Ort namens Argelés. Das Traumziel sind die im Roman namenlosen "Wasserländer" im Norden, weil eine große Dürre herrscht, das Land verbrannte. Das Wasser wurde immer knapper. Beide stranden erst einmal in einem Flüchtlingslager bei Timbaut. Dort wollen sie auf die Mutter Anna und das Baby August warten, die sie auf der Flucht aus den Augen verloren hatten. Die Verhältnisse im Lager sind katastrophal. Als David und Lou das Boot in einem verwilderten Garten in der Nähe finden, war mir klar, wie Signe von vor 24 Jahren ins Bild paßt... Maja Lundes Schreibstil empfand ich wie schon bei den "Bienen" als angenehm. Es läßt sich gut lesen. Sie besitzt ein großes Erzähltalent, was sich aber für mich nicht in der Logik ihres gesamten Romans widerspiegelt. Die Autorin beschreibt ein großes Thema, das mich in der Art und Weise, wie es mit den Geschichten um David und Signe erzählt wurde, leider nicht wirklich überzeugte. Schon bei den Bienen fehlte mir das wirklich verbindende Element in der Geschichte, das Große und Ganze. Hier beim "Wasser" wird auf gesellschaftliche Verhältnisse so gut wie gar nicht bzw. sehr vage eingegangen. Es sind nur 24 Jahre, die vergehen, aber wo sind die Anzeichen einer Wasserkatastrophe beschrieben? Wo ist die beängstigende, bedenkliche Gefahr? Es wird, wenn überhaupt, nur postuliert. David und Signe bleiben als Charaktere zu blass. Die anderen Personen im Roman sind leider nur Randfiguren, die dem Leser zur Begutachtung, Betrachtung, Beurteilung aus der Sicht der Erzähler vorgestellt werden. Auch sie blieben mir zu farblos. Insgesamt fehlte mir eine ausreichende Erörterung der beunruhigenden Fakten rings um das Thema Wasser. Maja Lunde macht es mir sehr schwer eine Bewertung zu finden. Die "Bienen" haben mir trotz ebenfalls einiger Abstriche besser gefallen. Da es keine halben Sterne gibt, vergebe ich statt 3,5 Sterne 4 Sterne.
Elementar
von Ännie - 20.03.2018
"Die Geschichte des Wassers" von Maja Lunde ist ein in mehreren Zeit- und Handlungssträngen aufgebauter Roman. Er ist Teil des Klima-Quartetts der Autorin, dass sich mit verschiedenen ökologischen Themen beschäftigt, bildet aber einen eigenständigen Roman. Es handelt sich in keiner Weise um ein Sachbuch oder ein als Roman verpacktes Sachbuch, in dem wissenschaftliche Fakten zum Thema Wasser vermittelt werden, sondern eine wirkliche Geschichte, in der Wasser aus verschiedenen Gesichtspunkten und natürlich sowohl aus ökologischer, ökonomischer und politischer Sicht eine Rolle spielt - sonst hätte dieses Buch ja keine Aussage, doch die hat es eindeutig. Es wechseln sich Kapitel aus Sicht von Signe, einer Norwegerin im Jahr 2017 und David, einem Franzosen, im Jahr 2041 ab. Signes Part wird dabei bereichert um ihre Erinnerungen, so dass ich hier eigentlich die Zeitstellung 1950-1975 ergänzend nennen möchte, da die Ereignisse dieser Jahre ebenso entscheidend für die Gesamtgeschichte sind wie ihre aktuellen Erlebnisse 2017. Signe stammt aus einem kleinen Dorf an einem Fjord. Rundherum ragen die Gebirgsgipfel in den Himmel, Wasserfälle rauschen von den Hängen und der gewaltige Blåfonna-Gletscher thront über allem. Signes Familie gehört das Hotel des Ortes. Hier wächst sie auf, inmitten herrlichster Natur, doch irgendwann beginnt sich in ihrer Familie und in der gesamten Region der Widerstreit zwischen ökologischen und ökonomischen Interessen, Tourismus, Artenschutz versus Wasserkraft zu verschärfen und prägt ihr Denken und ihr weiteres Leben. Signe wird zu einer Umweltaktivistin, einer Journalistin, die sich weltweit engagiert und ihre Ansichten vertritt. Im Jahr 2017 führt sie eine Mission zurück in ihre Heimat. Eine neue Steigerung der Ausbeutung ihrer geliebten Natur ruft in den fast 70-jährigen noch einmal die Revoluzzer-Energie alter Tage hervor. Mit ihrem Boot Blå macht sie sich auf den Weg, einen Denkzettel zu verteilen. Eben jenes Boot Blå findet David im Jahr 2041. Er ist mit seiner Tochter Lou auf der Flucht nach Norden und auf der Suche nach seiner Frau Anna und Sohn Auguste. Sie haben sich nach einem Flächenbrand in ihrer Heimatstadt verloren. Die politischen und klimatischen Verhältnisse im Süden Europas sind katastrophal. Die EU ist seit langem zerfallen, Spanien geteilt. Politisch wird zwischen Wasserländern und Dürreländern unterschieden. Frankreich gehört zu letzteren. Seit Jahren hat es nicht mehr geregnet. Kanäle, auch der Canal du Midi und der Canal de Garonne, früher die wichtige Verbindung zwischen Atlantik und Mittelmeer ist trocken gefallen. Meerwasserentsalzungsanlagen sind zu den wichtigsten Industrieanlagen geworden. Es besteht ein Menschenstrom nach Norden, dahin wo es regnet, wo es kühler ist. Flüchtlingslager dienen der wandernden Masse als Zufluchtsorte. Doch die Versorgung wird immer schlechter. Konflikte weiten sich aus, die menschlichen Bedürfnisse werden elementarer und der Wille sie zu erfüllen und die angewandten Mittel archaischer. Gemeinsam mit Marguerite, die David und Lou im Lager kennen gelernt haben, schmieden sie in der Ausweglosigkeit Pläne, und hoffen, dass Signes alte Blå Teil der Lösung sein kann. Fazit: Die Geschichte des Wassers ist ein Umweltroman, der nicht langweilt. Der nicht zu dogmatisch ständig mit erhobenem Zeigefinger daherkommt, sondern durch seine menschliche Nähe, durch die Empathie des Lesers mit den Protagonisten und der steten Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen, das Ganze glaubhaft, besorgniserregend und sehr persönlich erlebbar macht. Man kann die Szenarien nachempfinden und verstehen, dass diese Zukunft beängstigend und furchtbar ist und dass man alles tun sollte, damit es nicht wo weit kommen wird. Ob das möglich ist, weiß niemand. Aber jeder solle etwas dafür tun: "Ich finde nichts von alldem, was du je unternommen hast, lächerlich." "Aber es hat nichts bewirkt." "Du weißt nicht, wie die Welt aussehen würde, wenn du es nicht getan hättest" (¿). (S. 460) In diesem Dialog zweifelt Signe, ob ihre Taten wirklich sinnvoll waren. Sie, die Umweltaktivistin erster Stunde! Aber das Entscheidende ist genau die Erwiderung ihres Gesprächspartners: auch wenn es dir unbedeutend vorkommt, du wißt einfach nicht, was passiert wäre, wenn du niemals eine der vielen winzigen Dinge getan hättest, die irgendetwas verändert haben - in deiner Familie, deinem Dorf, deiner Region - auf der Welt. Denn das Buch ist natürlich auch ein Appell, eine Mahnung mit unseren Ressourcen sorgsam umzugehen, die Auswirkungen unseres Handelns im Kleinen und Großen zu überdenken und auf seine Auswirkungen auf das Klima, die Flora und Fauna zu achten. Es zeigt auf, wie aus unbedeutenden ökologischen Anpassungen, ökonomische, politische und humane Katastrophen entstehen, die nicht mehr einzudämmen sind und globale Ausmaße erreichen. Witzig, kurios, interessant finde ich, dass ich von Anfang an, als Signe ihre Heimat, ihren Fjord, die Wasserkraftnutzung schildert, den Eidfjord vor mir hatte, den ich zufälligerweise im letzten Jahr besucht habe. Die Stauseen, die Wasserfälle, das Gebirgsplateau der Hardangervidda - ich bilde mir zumindest ein, dass Maja Lunde diese Landschaft vor Augen hatte, denn im "Literaturverzeichnis" findet sich ein entsprechendes Werk zur Historie des Eidfjordes. Das hat es natürlich für mich persönlich sehr plastisch gemacht. Ich weise mal vorsichtshalber auf SPOILER hin, obwohl ich versuche, mich nicht sehr explizit auszudrücken: was mich am Ende und darüber hinaus noch sehr beschäftigt hat, ist die hoffnungsvolle Hoffnungslosigkeit am Ende im Handlungsstrang David/Lou. David ist zuversichtlich, glücklich über seinen Zufallsfund und vermittelt das Gefühl, es handele sich tatsächlich um einen Ausweg, "die Rettung". Und ich sehe die ganze Zeit die Menge dessen vor mir, was er gefunden hat und zweifle. Und dann steht es auch schon im nächsten Satz, seine Einschätzung einer Zeitdauer, die dieser Fund ermöglicht. Und ich weiß - und er weiß es doch auch, dass das gar nichts ändern wird. Was mir nicht gelang einzuschätzen, ist ob sein Optimismus Fassade ist oder ob er ihn empfindet. Mir gelingt das nicht, und das fühlt sich einfach ziemlich flau im Magen an, wenn man das Buch zuschlägt. (evt. SPOILER-Ende) Daher erhält das Buch von mir eine absolute Leseempfehlung.
Eine Hommage an unsere Erde
von Mathias Lenk - 13.06.2018
Im Jahr 2017 macht die fast70-jährige Signe als Umweltaktivistin mit einem Segelboot auf den riskanten Weg von Norwegen an die französische Küste. Sie hat eine, das Schicksal unserer Erde veränderte Fracht an Bord. Nach einem Zeitsprung in das Jahr 2041 nach Frankreich. Dort wie auch in vielen anderen Ländern herrscht in Südeuropa bereits große Dürre, Das Trinkwasser musste auch rationalisiert werden. David und seine Tochter finden im eigenen vertrockneten Garten ein Segelboot, welches ihn ihnen eine neue Hoffnung aufkommen lässt. Mit diesem Roman zeigt die Autorin sehr anschaulich, was passieren kann, wenn wir unsere Erde weiterhin so ausbeuten und nicht stattdessen gegensteuern. Weiterlesen ist für mich total interessant-
Bewegend und visionär
von Anonym - 27.04.2018
Mich hatte Maja Lunde erstes Werk " Die Geschichte der Bienen" begeistert und so habe ich ihr zweites Buch sehnlich erwartet. Auch hier wird wieder ein existentielles Thema für uns Menschen aufgegriffen, dessen Fiktion nahe Realität ist. Auch diesmal wird die Geschichte auf nur drei Zeitebenen erzählt. In Norwegen der Gegenwart begibt sich die 70-jährige Umweltaktivistin Signe, die sich mit ihrem Segelboot auf eine Reise nach Frankreich begib, in der Hoffnung das Schicksal der Erde verändern zu können. In Rückblicken erfährt man viel aus ihrer Jugend. Im Jahre 2041 zwingt eine große Dürre die Menschen aus Südeuropa nach Norden. So auch den jungen Vater David mit seiner Tochter Lou. Die hohe Brisanz des Themas und ein guter Erzählstil ließ mich über einige Schwächen hinweg sehen. Wenn ich auch das erste Buch besser fand, so erwarte ich freudig Teil drei.
Ohne Wasser kein Leben
von gst - 16.04.2018
Signe kämpft seit ihrer Jugend für die Umwelt. Auch mit knapp 70 Jahren gibt sie nicht auf und will verhindern, dass das norwegische Gletschereis von arabischen Scheichs als Drinkkühler verwendet wird. Dazu macht sie sich im Jahr 2017 mit ihrem Segelboot auf den Weg zu ihrem ehemaligen Geliebten nach Frankreich. David könnte vom Alter her ihr Enkel sein. Er lebt im Jahr 2041 in Frankreich und flieht gemeinsam mit seiner Tochter vor der Hitze des Südens in den Norden. In einem Flüchtlingslager hofft er seine Frau und den kleinen Sohn wieder zu finden. In relativ kurzen Kapiteln begleitet der Leser abwechselnd Signe und David auf ihrem strapaziösen, vom Wasser abhängigen Weg und erfährt dabei so einiges über die Vergangenheit beider Protagonisten. "Nichts kann hässlicher werden als etwas, das einmal schön war", spielt zwar auf die Ehe von Signes Eltern an, passt aber ebenso auf den extremen Wetterumschwung in nur wenigen Jahren, den David als Krieg bezeichnet. Die 1975 in Olso geborene Maja Lunde, die mit ihrer "Geschichte der Bienen" bekannt wurde, hat in diesem Buch auf eine in meinen Augen interessante Schreibtechnik zurückgegriffen: Das, was in der heutigen Zeit geschieht, erzählt sie im Präsens, das was erst in Zukunft geschehen wird, erzählt sie im Perfekt. Ihr ist mit der Geschichte des Wassers ein Werk gelungen, das erschreckt und zum Nachdenken anregt. Denn diese fiktionale Erzählung ist gar nicht so unwahrscheinlich und verdeutlicht, dass die Zahl der Flüchtlinge in nicht allzu ferner Zukunft wohl noch um einiges größer werden kann. Obwohl mir der Roman gut gefallen hat und sich leicht lesen ließ, hat er mich nicht ganz überzeugt. Aber vier Sterne ist er auf alle Fälle wert.
Beeindruckend und mahnend
von Steffi Kohl - 22.03.2018
Die Geschichte des Wassers ist der zweite Teil eines Quartetts von Romanen zur Klimathematik . Maja Lunde, die norwegische Autorin ermutigt uns auf 480 Seiten, uns mit den Folgen unseres oft gedankenlosen Handelns für die Natur zu beschäftigten. Wie schon in "Die Geschichte der Bienen" gibt es verschiedene Zeitebenen und nebeneinanderlaufende Erzählstränge. Ein Teil spielt in Süden Europas des Jahres 2041. Nachdem dort schon fünf Jahre hintereinander Dürre und schreckliche Waldbrände herrschen, flieht ein junger Vater mit seiner kleinen Tochter in Richtung Norden. Auf dieser Flucht wurde die Familie auseinander gerissen; Mutter und der kleine Sohn gingen bei einem Feuer verloren. Nun versuchen Vater und Tochter , diese wieder zu finden. Der zweite Teil, in unserer Gegenwart spielend, beschreibt die Situation von Signe, einer 70-jährigen norwegischen Umweltaktivistin. Sie setzt sich für die Erhaltung und den Schutz des Wassers vor allem in Norwegen ein. Mit einer wertvollen Fracht an Bord ihres Segelboots macht sie sich auf zu Ihrem ehemaligen Partner Magnus. In zahlreichen Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend wird uns erklärt , was zu ihrem Tun als Umweltschützerin geführt hat. Und genau dieses Segelboot finden Vater und Tochter , während sie in einem Flüchtlingslager , in dem es das wertvolle Gut Wasser noch gibt, auf die Ankunft der Mutter und des Bruders warten. Mit Marguerite, die sie im Lager kennengelernt haben, schmieden sie Pläne, der Ausweglosigkeit zu entkommen. Das ist die inhaltliche Verbindung zwischen beiden Strängen, die sich abwechseln und die Sichtweise von David und Signe erzählen. Durch ihre sehr bildhafte Sprache schafft es die Autorin, uns schnell in die Handlungen zu integrieren. Gekonnt gelingt es ihr, die beiden Stränge zusammenzufügen und eine Verbindung zu schaffen zwischen dem Leben der Liebe der Menschen und dem, woraus alles Leben besteht: dem WASSER. Jeder von uns sollte sich fragen: Wie gehe ich um mit der Natur? Welche Zukunft hinterlasse ich meinen Kindern? Wofür bin ich bereit zu kämpfen?
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