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KulturPolitik - KörperPolitik - Gebären

'Forschung'. 'Soziologie'. Auflage 2002. , Book.
Buch (kartoniert)
Zeitgleich mit der Offnung der innereuropiiischen Grenzen wurden die Grenzen nach auGen, fUr Fliichtlinge und Migrantlnnen - mit Ausnahme von Men schen privilegierter Schichten -, zunehmend geschlossener. Begriindet wird dies insbesondere damit, dass … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: KulturPolitik - KörperPolitik - Gebären
Autor/en: Margit E. Kaufmann

ISBN: 381003259X
EAN: 9783810032591
'Forschung'. 'Soziologie'.
Auflage 2002.
, Book.
VS Verlag für Sozialwissenschaften

1. Januar 2002 - kartoniert - 332 Seiten

Beschreibung

Zeitgleich mit der Offnung der innereuropiiischen Grenzen wurden die Grenzen nach auGen, fUr Fliichtlinge und Migrantlnnen - mit Ausnahme von Men schen privilegierter Schichten -, zunehmend geschlossener. Begriindet wird dies insbesondere damit, dass die 'Grenzen der Belastbarkeit' hinsichtlich der Aufnahme von mehr Menschen erreicht seien. Doch in der Bundesrepublik Deutschland beispielsweise zeigt die derzeitige Familienpolitik, die sich urn Anreize zur Geburtenforderung bemiiht, dass hier durchaus mehr Menschen erwiinscht sind. Es besteht also die gesellschaftsspezifische Vorstellung, dass es hier 'zu viele Andere' und 'zu wenig Eigene' gebe, was sich in einer ent sprechenden Migrations- und Geburtenpolitik manifestiert. - Der Wunsch nach einer 'Andere' ganzlich ausschlieBenden Migrationspolitik lasst sich allerdings heute nicht mehr aufrechterhalten, weil die deutsche Wirtschaft fUr bestimmte neue Technologiebereiche dringend mehr Fachkrafte fordert, die im Ausland angeworben werden miissen. -Fur 'Frauen', die potentiell (noch) die Kinder gebaren, bedeutet die Unerwiinschtheit von 'Anderen' und die Er wiinschtheit von mehr 'Eigenen', dass sie je nach Zuordnung bestimmten Forderungen und Kontrollen unterstehen. Solche Beobachtungen geben den AnstoG zur vorliegenden Theoriearbeit, die interdisziplinar angelegt ist mit Schwerpunkt im Bereich feministischer Ethnologie/Kulturanthropologie. Sie stellt Begriffe, Theorien, Denkweisen und politische Praxen vor, die mit der Produktion, der Diskriminierung und der Ausgrenzung von 'Anderen' verbunden sind und hat zum Ziel - beispiel haft vermittels des Gebarens -, die Verwobenheit von Rassismen und Sexis men aufzuzeigen. Dadurch solI sie Argumentationshilfen bieten, urn Unge rechtigkeiten gegeniiber 'Anderen', die im allgemeinen Konsens nicht als solche empfunden werden, im Hinblick auf Menschenrechtsforderungen ein klagbar zu machen.

Inhaltsverzeichnis

Danksagung.- I. Rassismus und Sexismus. Bedeutungskonstruktionen. Kultur-Politik und Körper-Politik.
- 1. Rassismus und die Kategorien 'Rasse'/'Kultur'/'Ethnizität'.
- 1.1 Rassismus und 'Rasse' aus kulturwissenschaftlicher Perspektive.
- 1.1.1 Kulturrelativistische Widerlegung einer 'Rassenhierarchie'.
- 1.1.2 Soziologische Dekonstruktion des Begriffs 'Rasse'.
- 1.1.3 Repräsentationen der Anderen aus psychoanalytischer Sicht.
- 1.2. Neue Formen von Rassismus in Westeuropa und die Verwendung der Begriffe 'Kultur' und 'Ethnizität'.
- 1.2.1 Rassismus ohne 'Rassen'.
- 1.2.2 Gegenwärtiger Anti-Einwanderungs-Diskurs und die Verwendung von 'Kultur' und 'Ethnizität'.
- 1.2.3 'Kultur' und 'Ethnizität' in der Ethnologie.
- 2. Sexismus und die Kategorien 'Geschlecht', 'Sex' und 'Gender'.
- 2.1 Sexismus und 'Geschlecht', 'Sex' und 'Gender' aus feministischer Perspektive.
- 2.1.1 These eines universellen Sexismus.
- 2.1.2 These der kulturellen Konstruktion von 'Geschlecht' ('Gender').
- 2.2 Kulturelle Konstruktion von 'Geschlecht' ('Gender') - und 'Sex'?.
- 2.2.1 Körpergeschichte(n): 'Sex' als Ideologie der Moderne.
- 2.2.2 Diskursive, interaktive Herstellung von 'Geschlecht' ('Sex').
- 2.2.3 Kategorisierungen und Embodiment.
- 3. Rassismen und Sexismen in Kultur-Politik und Körper-Politik.
- 3.1 Rassismus und Sexismus im Vergleich.
- 3.1.1 Strukturelle Ähnlichkeiten.
- 3.1.2 Unvergleichbarkeit.
- 3.2 Zur Verwobenheit von Rassismen mit Sexismen.
- 3.2.1 Nahtstellen.
- 3.2.2 Körper-Politik.- II. Rassismen verwoben mit Sexismen. Gebären als Nahtstelle.
- 4. 'Gesellschaftskörper' - 'Frauenkörper' und Leib in ethnologischen und historischen Theorien.
- 4.1 'Frauenkörper' als Symbole für'Gesellschaftskörper'.
- 4.1.1 Soziale Ordnung, R-Einheit und Eindeutigkeit.
- 4.1.2 Gesellschaftliche und physische Körper.
- 4.1.3 'Gesellschaftskörper' - 'Frauenkörper' und Gebären.- Exkurs: Zum Mutterkörper.
- 4.2 'Frauen' als 'Fremde', die 'Blutsverwandte' gebären.
- 4.2.1 Exogamie, Frauentausch und patrilokale Norm.- Exkurs: Die Danaiden: 'Frauen' als 'Fremde'.
- 4.2.2 Bevorzugung von 'Blutsverwandtschaft'.
- 4.3 Menschenproduktion.
- 4.3.1 Sklaverei und Menschenproduktion.
- 4.3.2 Europäische Industrialisierung und Menschenproduktion.
- 4.3.3 Menschenproduktion und Arbeitsmigration.
- 4.4 Bio-Politik.
- 4.4.1 Lebensmacht und Staatsrassismus.
- 4.4.2 Sexistisch-rassistische Aspekte staatliche Bevölkerungspolitik.
- 4.4.3 Aktuelle biopolitische Tendenzen.
- 5. Bevölkerungspolitischer Diskurs.
- 5.1 Bevölkerungspolitische Diskursfragmente in deutschsprachigen Medien.
- 5.1.1 'Zu viele Menschen produzieren Armut und Hunger'.
- 5.1.2 'Frauen sind die Retterinnen der Erde'.
- 5.1.3 'Individuum und Gattung sind verbunden'.
- 5.1.4 'Alle wollen zu uns'.
- 5.1.5 Analyse eines bevölkerungspolitischen Medientextes.
- 5.2 Supranationale Bevölkerungspolitik: Organisationen und Diskursthemen.
- 5.2.1 Supranationale Organisationen und Konferenzen.
- 5.2.2 Diskursthemen der International Conference on Population and Development (ICPD) in Kairo.
- 5.2.3 Eufeminisierung.
- 6. Bevölkerungspolitische Maßnahmen am Beispiel Geburtenkontrolle.
- 6.1 'Traditionelle' Geburtenkontrolle.
- 6.1.1 Ehnographisches Beispiel.
- 6.1.2 'Traditionelle' Methoden.
- 6.2 'Moderne' Geburtenkontrolle.
- 6.2.1 'Moderne' Methoden.
- 6.2.2 Impfung gegen Schwangerschaft - eine neue Dimension der Kontrazeption.
- 6.3 Globale Strategien - lokale Verhältnisse.
- 6.3.1 Contraceptive Social Marketing (CSM).
- 6.3.2 Lokale Strategien.- Schluss.- Literatur.
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