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Frauen in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft

Buch (kartoniert)
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Frauen in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft als Buch

Produktdetails

Titel: Frauen in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft
Autor/en: Margret Blasche, Heide Inhetveen

ISBN: 3531116142
EAN: 9783531116143
VS Verlag für Sozialwissenschaften

1. Januar 1983 - kartoniert - 264 Seiten

Beschreibung

1 "Urbanisierung" des Landes, "Industrialisierung" der Landwirtschaft, "Ratio nalisierung" des Wirtschaftsdenkens, "Dynamisierung" der Lebensformen, "Moder nisierung" der Familienverhältnisse, -unter solchen und ähnlichen Schlagwörtern werden häufig jene Prozesse angesprochen, die sich in den letzten Jahrzehnten auf dem Land und in der Landwirtschaft abgespielt haben. Es handelt sich dabei nicht um neutral-beschreibende Begrifflichkeiten. Vielmehr drückt sich hierin eine Per spektive aus, die den Fortschritt am Modell und Maßstab stadtzentrierter, industrie kapitalistischer Entwicklung mißt, von diesem Blickwinkel aus traditionale Le bens- und Arbeitsverhältnisse als archaisch-zurückgeblieben und unzeitgemäß ein stuft und deren Anpassung an die modernen Zeiten fordert. Nur ein Fortschreiten in dieser Richtung erscheint als gut und wünschenswert, ist "Fortschritt" an sich. So gesehen trägt die Entwicklung, die seit der Gründung der Bundesrepu blik die Landwirtschaft in besonders raschem Tempo erfaßt hat, alle Zeichen des "Fortschritts". Die Landwirtschaft wurde umfassend maschinisiert und elektrifi ziert, kapitalisiert und industrialisiert!. Der Traktorenbestand verzehnfachte sich in den Jahren zwischen 1950 und 1970; 1973 gab es dreimal soviele Mähdrescher wie 1960. In den letzten dreißig Jahren hat sich der Energieverbrauch verfünfzehn facht. Dies kostete zwar enorm viel, - die Ausgaben für Vorleistungen der Land wirtschaft stiegen von 3. 3 Mrd. DM im Jahr 1949/50 auf das Zehnfache, nämlich 2 33. 1 Mrd. DM im Jahr 1978/79 Aber die Ergebnisse waren auch überwältigend: Die Weizenproduktion vervierfachte sich; es wurde weit mehr als doppelt soviel 3 Rind- und Schweinefleisch produziert, und die Milchproduktion stieg um 60% an .

Inhaltsverzeichnis


I. Die Kleinbäuerin und ihr Hof.
- 1. Zur traditionellen Bedeutung des Hofes.
- 2. Zur aktuellen Bedeutung des Hofes.
- 3. Die Stellung der Bäuerin zum Hofeigentum. Eine Außenansicht.
- 4. "Wem ich meinen Leib gönne, dem gönne ich auch mein Gut". Ein historischer Exkurs zur güterrechtlichen Situation der Bäuerin.
- 5. Das Hofdenken der Bäuerin: "Die War zusammenhalten".
- 5.1. Der Hof als Brotkorb.
- 5.2. Der Hof als Arbeitsplatz und Arbeitsquelle.
- 5.3. Der Hof als "feste Burg" in unsteten Zeiten.
- 5.4. Der Hof als generationsverklammernde Kontinuität und Pflicht.
- 5.5. "Verwachsen-sein" mit dem Hof.
- 5.6. Die Relevanz kleinbäuerlicher Landwirtschaft für die Gesellschaft.
- 6. Brüche in der traditionellen Hoforientierung.
- 7. Hofkonzepte für die Zukunft.
- 8. Zur biografischen Konstitution des Hofdenkens.-
II. Bäuerin und Ökonomie.
- 1. Traditionelle bäuerliche Hauswirtschaft.
- 2. Agrargeschichtliche Untersuchungen zur Rolle der Bäuerin in der Hofökonomie.
- 3. Subsistenzproduktion und Subsistenzorientierungen.
- 3.1. Vorbemerkung.
- 3.2. Produktion für die eigene Subsistenz.
- 3.3. Reziproke Subsistenzproduktion.
- 3.4. Gründe für die Subsistenzproduktion.
- 3.5. Die Arbeitszeit als limitierender Faktor der Subsistenzproduktion.
- 3.6. Anzeichen für ein Wiederbeleben subsistenzbezogener Produktion.
- 3.7. Das Überleben von Subsistenzorientierungen in anderen Bereichen des bäuerlichen Hauses.
- 4. Die Bäuerin und die Marktproduktion.
- 4.1. Vorbemerkung.
- 4.2. Direktvermarktung auf den kleinbäuerlichen Höfen.
- 4.3. Preisgestaltung im Hofverkauf.
- 4.4. Der Preis als Spiegel des Arbeitsaufwandes.
- 5. Die Bäuerin als "Finanzministerin" des Betriebes.
- 5.1. Bankkonto und Hofkasse.
- 5.2. Der Gang zu Ämtern und Kassen.
- 6. Fleiß und Sparsamkeit oder Rechnen und Kalkulieren? Zur notgedrungenen Allianz von konservativen und dynamischen Wirtschaftsprinzipien im kleinbäuerlichen Betrieb.
- 7. Zur biografischen Konstitution und Transformation traditioneller Wirtschaftsnormen.-
III. Bäuerin und Produktivkraftwandel.
- 1. Die traditionelle bäuerliche Arbeit als geschlossener Funktionszusammenhang instrumentalen Handelns.
- 2. Zur "Industrialisierung" landwirtschaftlicher Arbeit.
- 3. Der Verlauf des Produktivkraftwandels aus der Sicht der Bäuerinnen.
- 4. "Das notgedrungene Neue": Produktivkraftwandel aus Wunsch oder Zwang?.
- 4.1. Die Steigerung des Produktionsvolumens und der Produktivität.
- 4.2. Konkurrenz.
- 4.3. Arbeitskräftemangel.
- 4.4. Marktstandards.- Exkurs: Markt und Verbraucher.
- 4.5. Immanente Selbstdynamisierung des Fortschritts.
- 4.6. Zusammenfassung.
- 5. Folgen des Produktivkraftwandels: "Die Maschine macht den Menschen zur Maschine".
- 5.1. Die Folgen der Maschinisierung für die konkrete Arbeit.- a) Arbeitszeit.- b) Intensivierung.- c) Entsinnlichung.- d) Entfremdung.- e) Entfernung Produzent - Produkt.
- 5.2. Die Folgen für die Bäuerin als Unternehmerin.
- 5.3. Zusammenfassung.
- 6. Produktivkraftwandel und Wandel bäuerlichen Wissens.
- 6.1. Traditionelles Regelwissen und intuitive Fähigkeiten.
- 6.2. Die Entwertung traditionellen Regelwissens am Beispiel der Bauernregeln.
- 6.3. Die neuen Qualifikationen: Bedienen technischer Apparate und Interpretation von Anwendungsvorschriften.
- 7. Enteignetes Wissen und praktisches Handeln.
- 7.1. "Laien"wissen und Expertenwissen.- Exkurs: Eigenschaften einer "idealen Bäuerin".
- 7.2. Zur Frage der Ökologie.
- 8. Die Verantwortlichkeit des Kleinbauern.-
IV. Die Arbeit der Kleinbäuerin.
- 1. Allgemeines zur Frauenarbeit in kleinbäuerlichen Betrieben.
- 2. Die Arbeit im Stall.
- 2.1. Allgemeine Fakten.
- 2.2. Tierhaltung als Einschränkung für die Menschen.
- 2.3. Zur "Anhänglichkeit" an das Vieh.- a) Bäuerliches Arbeitsethos.- b) ökonomisch-marktwirtschaftliche Gründe.- c) Emotional-naturalwirtschaftlicher Bezug.
- 2.4. Marktrationalität und naturalwirtschaftlich-emotionale Denkweise.
- 3. Die Arbeit auf dem Feld.
- 3.1. Allgemeine Fakten.
- 3.2. Einige Spezifika der Außenarbeit.
- 3.3. Einstellungen der Bäuerin zur Außenarbeit.- a) ökonomische Gründe.- b) Sichtbarkeit der Arbeitsergebnisse.- c) Freiheit und Selbstbestimmung bei der Feldarbeit.- d) Psychophysische Wirkungen der Feldarbeit.- e) Sinnlich-ästhetische Wirkungen der Natur.
- 4. Hausarbeit.
- 4.1. Vorbemerkung zum Form- und Funktionswandel der Hausarbeit.
- 4.2. Ein exemplarischer Bericht.
- 4.3. Neue Standards und ihr Preis.- a) Modernisierung der Bauernhäuser.- b) Sauberkeitsstandards.- c) Trennung von Haus und Betrieb.- d) Emotionalisierte Häuslichkeit.- e) Genese und Geltung neuer Standards.
- 4.4. Die Arrangements hinsichtlich der Hausarbeit.- a) Hausarbeit ist Frauensache.- b) Hausarbeit ist Nebensache.
- 5. Die Synthese der Tätigkeitsbereiche im Alltag der Bäuerin.
- 5.1. Zum Perspektivewechsel in den Einstellungen zur Arbeit.
- 5.2. Der Arbeitsalltag: "Früh die Erste, abends die Letzte".
- 5.3. Zur Zeitstruktur des bäuerlichen Arbeitstages und -jahres.- a) Zyklische Verläufe und punktuelle Ereignisse.- b) Lang- und kurzzyklische Rhythmen.- c) Zeitpunktfixe und zeitpunktvariable Arbeiten.
- 5.4. Die Syntheseleistung der Bäuerin.
- 6. "Fabrikarbeit? Das wäre das Letzte!" Zum Vergleich bäuerlicher und nichtbäuerlicher Arbeit.
- 6.1. Freiheit und Selbstbestimmung: Das Eigene und das Enteignete.
- 6.2. Das Lebendige und das Tote: Zum konkreten Charakter von Bäuerinnen- und Fabrikarbeit.
- 6.3. Familienproduktion und Vergesellschaftung der isolierten Produzenten.
- 7. Zur biografischen Genese und Herausbildung der Arbeitsidentifikation.-
V. Arbeit, Besitz und Familie als lebensgeschichtliche Bestimmungsgrößen.
- 1. Zum Verhältnis von strukturellen Determinanten und biografischer Erfahrung.
- 2. Kindheit auf dem Bauernhof.
- 3. Die Jugend der Bäuerin.
- 4. Heirat und Hofübernahme.
- 5. Die Bäuerin als Besitzerin.- Anhang I: Tabellen.- Anhang II: Lage der Untersuchungsgebiete.- Anhang III: Zum Auswertungsverfahren.
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