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Mob oder Souverän

Diskurse über die rechtliche Regulierung kollektiver Protestformen. Auflage 2000. Book.
Buch (kartoniert)
Die Arbeit untersucht die Prozesse der repressiven Verrechtlichung kollektiver Protestformen in den siebziger Jahren und analysiert die rechtstheoretischen, politikwissenschaftlichen und soziologischen Dimensionen des Problems der Verrechtlichung kol … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Mob oder Souverän
Autor/en: Reinhard Pfriem, Reinhard Kreissl

ISBN: 3810024694
EAN: 9783810024695
Diskurse über die rechtliche Regulierung kollektiver Protestformen.
Auflage 2000.
Book.
VS Verlag für Sozialwissenschaften

31. Januar 1999 - kartoniert - 204 Seiten

Beschreibung

Die Arbeit untersucht die Prozesse der repressiven Verrechtlichung kollektiver Protestformen in den siebziger Jahren und analysiert die rechtstheoretischen, politikwissenschaftlichen und soziologischen Dimensionen des Problems der Verrechtlichung kollektiven Protests. Dabei wird deutlich, daß soziale Bewegungen und sozialer Protestsperrige Gegenstände sind, die sich einer umfassenden theoretischen Erfassung im Rahmen einzelner Disziplinen entziehen. Die realen Reaktionsformen des demokratischen Souveräns außerhalb der institutionalisierten Kanäle der Meinungs- und Willensbildung laufen daher Gefahr, kriminalisiert zu werden. Im Herbst 1986 verteilten Jugendliche in München Flugblätter und kleb ten Plakate, die zu einer Veranstaltung mit dem Thema "Zur Situation der politischen Gefangenen in der BRD" einluden. Plakate und Flugblätter trugen kein Impressum. Auf dieser Veranstaltung sollten Angehörige in haftierter Mitglieder der RAF über ihre Erfahrungen und die Situation in den Gefängnissen berichten. Ein städtischer Angestellter, dem eines die ser Flugblätter in einer Szenekneipe in die Hand gedrückt wurde, zeigte es am nächsten Tag seinem Vorgesetzten. Dieser rief die nächstgelegene Polizeidienststelle an. Das Flugblatt wanderte von dort an das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) weiter und hier vermutete man, daß in der an gekündigten Veranstaltung für eine terroristische Vereinigung geworben und diese Vereinigung durch die Veranstaltung unterstützt werden sollte. Es bestünde, so die Vermutung der Beamten im LKA nach Rücksprache mit dem Generalbundesanwalt in Karlsruhe, der Verdacht einer Straftat nach Paragraph 129a Strafgesetzbuch.) Damit diese Straftat aufgeklärt und weiteres strafbares Handeln verhindert werde, wurde am Abend der Veranstaltung, Anfang November 1986, in dem Versammlungs lokal, dem Saal einer gutbürgerlichen bayerischen Gaststätte, den eine der Jugend 2 lichen angemietet hatte, eine KontrollsteIle errichtet. Nachdem das Pu blikum, etwa 120 Personen, im Saal versammelt war und die eigentliche Veranstaltung beginnen sollte, erschien ein Polizeibeamter in der Tür, Gegenstand dieser Regelung ist die "Bildung terroristischer Vereinigungen". In Ab satz III heißt es, daß deIjenige, der eine solche "Vereinigung unterstützt oder für sie wirbt ... mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft" wird.

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.
- 1.1 Problemstellung.
- 1.1.1 Disziplinäre Bezugspunkte.
- 1.1.2 Gesellschaftstheoretischer Bezugsrahmen.
- 1.2 Methodisch-theoretische Grundlagen der Arbeit.
- 1.2.1 Die Datenbasis der Untersuchung.
- 1.2.2 Perspektiven der Interpretation.
- 1.2.3 Aufbau der Arbeit.- 2 Loyalitätsdelikte.
- 2.1 Die diskursive Ordnung.
- 2.2 Öffentlichkeit, kollektives Handeln und narrative Vergesellschaftung.
- 2.3 Loyalitätsdelikte als Verletzung der diskursiven Ordnung.
- 2.4 Recht und kollektives Handeln.
- 2.4.1 Versammlungsgesetz und Grundrecht auf Versammlungsfreiheit.
- 2.4.2 Kollektives Handeln als kriminelles Verhalten.
- 2.4.3 Die Kontrolle der Kommunikation auf der Straße und im Gerichtssaal.
- 2.4.4 Die flankierenden Diskurse.
- 2.5 Die Dynamik von Verrechtlichungsprozessen bei der Steuerung kollektiven Handelns - Versuch einer theoretischen Interpretation.- 3 Mob oder Souverän - Die ambivalente Bedeutung kollektiven Handelns in der politischen Theorie.
- 3.1 Diesseitige Herrschaftsbegründungen.
- 3.1.1 Der Naturzustand.
- 3.1.2 Sicherheit durch Vertrag und kollektive Einigung.
- 3.2 Jenseits von Herrschaft - Hannah Arendts Konzept der politischen Macht.
- 3.2.1 Die antiken Vorbilder.
- 3.2.2 Die Grenzen des Modells herrschaftsfreier Politik.- 4 Soziologische Theorien kollektiven Handelns und sozialer Bewegung.
- 4.1 Einige Probleme bei der Erfassung sozialer Bewegung und kollektiven Handelns.
- 4.1.1 Theoretische Rekonstruktionen.
- 4.1.2 Empirische Befunde.
- 4.1.3 Soziologische Analyse und reflexive Selbstdeutungen.
- 4.2 Die Standardtheorien kollektiven Handelns.
- 4.3 Sozialer Protest im Rahmen der neuen sozialen Bewegungen.
- 4.3.1 Einige Merkmale neuer sozialer Bewegungen.
- 4.3.2 Die rechtliche Steuerung sozialen Protests.
- 4.3.3 Diskursive Binnenrationalität und autoritärer Legalismus.- 5 Kommunikationsverhältnisse und Souveränität.- Literatur.
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